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Schon als Kind wollte Dr. Tim Lüddecke Tiergiftforscher werden. Heute lebt er diesen Traum: Mit dem Motto „Turning nature’s deadliest weapons into the drugs of tomorrow“ sucht er im Labor und in freier Wildbahn nach Möglichkeiten, mit tierischen Giften Menschen zu heilen. Im Gespräch erklärt er, wie man erforscht, was tötet und was heilt, warum intakte Lebensräume dafür unverzichtbar sind und weshalb ihn giftige Tiere nicht schrecken.
Auch Tiere mit großen Kulleraugen können giftig sein: Plumploris, eine seltene Primatenart, sehen auf den ersten Blick aus wie Kuscheltiere – tragen jedoch ein toxisches Geheimnis in sich. Marcel Stawinoga, Vorsitzender des Plumplori e. V., berichtet von der Arbeit des Vereins zum Schutz dieser gefährdeten Tiere und gibt Einblicke in seine Aufklärungsarbeit auf Social Media, wo er als „Der Zoolotse“ aktiv ist.
In dieser Folge von Hinter dem Zoo geht’s weiter nimmt Tierpfleger Dennis Fleischer Marco mit auf die Zebraanlage. Sie sprechen über die Haltung der Tiere im Zoo Frankfurt und über die Biologie der Tiere.
Außerdem stellen wir die Arbeit von Marwell Wildlife vor, die sich seit Jahrzehnten mit Forschung, Schutzmaßnahmen und internationaler Zusammenarbeit für die Erhaltung der Grevyzebras einsetzen. Im Gespräch erklärt die Programmleiterin Tanya Langenhorst, wie der Schutz der Zebras vor Ort aussieht.
Im Grzimekhaus, dem Nachttierhaus des Frankfurter Zoos, leben einige der faszinierendsten Nachttiere überhaupt. Gemeinsam mit Tierpfleger Martin Rödl blickt Marco hinter die Kulissen und besucht die Grauen Schlankloris. Er erfährt, wie die nachtaktiven Primaten im Zoo gehalten werden und welche Besonderheiten sie auszeichnen. Zum Tierlexikon
Zwar stuft die Weltnaturschutzunion IUCN die Art derzeit nur als „potenziell gefährdet“ ein – warum diese Einschätzung trügerisch sein kann, erklärt Dr. Johannes Köhler, Kurator des Zoos und Koordinator des europäischen Erhaltungszuchtprogramms.
Zur Webseite der IUCN
Zum Thema Erhaltungszuchtprogramm
In dieser Folge erzählen wir, wie aus militärischen Trainingsflächen Rückzugsorte für Wölfe, Wildkatzen und Seeadler wurden – und warum diese Flächen heute für Erholung, Forschung und Klimaschutz eine zentrale Rolle spielen. Eine Reise in die Vergangenheit und Gegenwart.
Aber Wildnis ist kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis harter Arbeit, langer Verhandlungen und abenteurlicher Aufgaben, die kaum jemand mit Naturschutz verbindet: Entmunitionierung oder Brandprävention zum Beispiel. Warum sich dieser Einsatz lohnt – und was andere Regionen daraus lernen können – hören Sie in dieser Folge.
Im Interview
Antje Wurz, Geschäftsführerin der Wildnisstiftung / Stiftung Naturlandschaften Brandenburg
Dr. Michael Brombacher, Leiter Europa bei der ZGF
In der Natur regeln sich Tierpopulationen meist von selbst – durch Beutegreifer, Krankheiten, Nahrungsmangel oder Alter. In Schutzgebieten wie der Serengeti sind diese Dynamiken nach wie vor spürbar. Zur Projektbeschreibung Serengeti
Biodiversitätsexpertin Valerie Köcke von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt erklärt, wie solche natürlichen Prozesse funktionieren – und wo der Mensch heute regulierend eingreifen muss.
Im Zoo hingegen gelten andere Regeln: Löwen und Gazellen teilen sich kein Ökosystem, der Platz ist begrenzt, viele Tierarten vermehren sich unter menschlicher Obhut sehr erfolgreich. Damit diese Populationen gesund bleiben, braucht es daher gezielte Planung. Sabrina Linn koordiniert das Populationsmanagement für Zoos – und gibt Einblicke in die Stellschrauben zwischen Zucht, Vermittlung und langfristiger genetischer Vielfalt.
Biologe Dag Encke ordnet die ethischen Fragen ein, die dabei entstehen. Denn manchmal müssen Zoos auch Entscheidungen treffen, die nicht leicht fallen – etwa, einzelne Tiere zu töten. Warum das Teil eines verantwortungsvollen Managements sein kann, wie es zu solchen Entscheidungen kommt und was sie bedeuten, erklärt Dag Encke im Gespräch mit Marco.
Trigger: In dieser Folge sprechen wir offen über das Töten von Tieren – in der Natur wie im Zoo. Wenn dich solche Themen stark belasten, höre die Folge nicht allein oder überspringe sie.
Wir möchten in dieser Episode zeigen, wie komplex das Zusammenspiel zwischen Tierwohl, Artenschutz und ethischer Verantwortung ist – und warum es manchmal keine einfachen Antworten gibt. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu haben wir noch einmal in einer FAQ-Liste zusammengefasst. Zu den FAQs
Weitere Infos zum Management der Guineapaviane im Tiergarten Nürnberg findest du hier: FAQ Tiergarten Nürnberg
Vietnams Tierwelt ist atemberaubend – doch viele Arten sind durch Wilderei und den Verlust ihres Lebensraums in Gefahr. Die Kampagne „Vietnamazing“ des europäischen Zooverbands EAZA will das ändern: Sie bringt Zoos, Naturschutzorganisationen und lokale Gemeinschaften zusammen, um gemeinsam bedrohte Arten zu schützen. Auch die ZGF engagiert sich – mit einem Schutzprogramm mitten im zentralvietnamesischen Bergland.
Was das mit dem Frankfurter Zoo zu tun hat? Eine Menge! Denn hier leben einige Tierarten, die ursprünglich aus Vietnam stammen. Bei einer spannenden Rallye können Kinder (und neugierige Erwachsene) mehr über sie erfahren – und darüber, warum ihr Schutz so wichtig ist.
Kleiner Hinweis am Rande: Der eingespielte Ruf des Edwardsfasans stammt aus dem Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, aufgenommen von Günther Tembrock. Wir haben die Aufnahme für den Podcast gekürzt.
Wenn man über Erdferkel sprechen möchte, besucht man am besten das Nachttierhaus des Frankfurter Zoos. Im Grzimek-Haus trifft Marco die Revierleiterin Astrid Parys, eine Expertin für die Haltung der außergewöhnlichen Tiere. Von ihr erfährt er, was die Art so spannend macht, wie sich die Zoohaltung über die Jahre verändert hat und aus welchen Gründen wir sie im Zoo finden können.
Zum Tierlexikon: Erdferkel
Erdferkel leben weit verbreitet in Afrika. Dr. Nora Weyer ist einer der wenigen Menschen, die an den Tieren in der Natur geforscht haben. Dafür war sie in der Kalahari. An diesem heißen und trockenen Ort leiden die Erdferkel bereits unter den Auswirkungen des Klimawandels.
Zur Feier des 100-jährigen Jubiläums hat der Frankfurter Zoo den Erdferkeln gleich eine ganze Aktionswoche gewidmet. Mit Infoständen, Tierpflegergesprächen, wissenschaftlichen Vorträgen und Bastelaktionen für Kinder werden nicht nur die Erdferkel gefeiert - es werden auch Spenden für die Arbeit der ZGF in der Serengeti.
Zum Programm auf der Zoo-Webseite: Aktionswoche
In dieser Episode sprechen wir über ein Thema, das viele lieber verdrängen – und das gleichzeitig so viel Positives bewirken kann: das eigene Testament. Moderator Marco Dinter unterhält sich mit Sabine Häring, einer Erblasserin, die mit ihrem Vermächtnis gezielt die Arbeit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt in Sambia unterstützt.
Sonja Steiger erklärt, wie einfach und individuell ein Testament gestaltet werden kann. Sie ist die Ansprechpartnerin für Menschen, die daran denken, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt oder die Stiftung "Hilfe für die bedrohte Tierwelt" in ihrem letzten Willen zu berücksichtigen.
Außerdem berichten Dinah Potelle und Susanne Frank, die sich bei der ZGF mit viel Empathie um die Abwicklung von Nachlässen kümmern, wie aus letzten Wünschen gelebter Naturschutz wird.
Bewahren, was Ihnen am Herzen liegt: Hier finden Sie alle Informationen rund um testamentarische Zuwendungen an die Zoologische Gesellschaft Frankfurt und den direkten Kontakt zu uns.
Auch der Frankfurter Zoo kann in einem Testament bedacht werden. Alle wichtigen Informationen dazu auf der offiziellen Zoo-Webseite.
Was erwartet euch in der neuen Zoosaison? Zoodirektorin Dr. Christina Geiger gibt exklusive Einblicke in aktuelle Bauprojekte, tierischen Nachwuchs und große Pläne im Natur- und Artenschutz. Ein spannender Ausblick – für alle, die den Zoo lieben und die Natur schützen wollen.
Wie versprochen kommt hier das Exklusivinterview mit Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.
Tigernachwuchs in Sicht! Und das ist längst nicht alles – neue Arten ziehen ein, das Grzimek-Haus bekommt eine Außenanlage und das neue Restaurantprojekt nimmt Fahrt auf. Und wir werfen natürlich auch einen Blick hinter die Kulissen – von den sichtbaren Bauarbeiten im Eingangsbereich bis zu den ersten Frühlingsmomenten gibt’s gerade jede Menge zu entdecken.
Auch der Naturschutz steht im Fokus: Christina Geiger berichtet über die nächsten Schritte beim Frankfurt Conservation Center, neue Artenschutzprojekte im Rahmen des Naturschutz-Euros sowie die vielfältigen Bildungs- und Aktionswochen im Zoo.
Im Gespräch:
Minus 30 Grad, stundenlang stillstehen und Wildesel beobachten – warum macht man sowas? Anne Dohrmann hat genau das in der kasachischen Steppe erlebt. In dieser Podcast-Folge nimmt sie uns mit nach Altyn Dala. Die „Goldene Steppe“ Kasachstans ist riesig, in etwa so groß wie die Türkei.
Früher lebten hier Przewalski-Pferde, Kulane und Saiga-Antilopen – doch sie verschwanden fast vollständig. Heute arbeiten wir gemeinsam mit Zoos an ihrem Comeback. Warum diese Tiere so wichtig für das Ökosystem sind und wie ihre Rückkehr gelingt, erzählt Anne in dieser Folge.
Am 1. April 2025 war Anne Dohrmann in der Vortragsreihe des Zoo Frankfurt zu Gast. Diese Folge ist ein Livemitschnitt des Interviews mit anschließenden Publikumsfragen.
Hier findet Ihr den Saiga-Film, der während der Veranstaltung gezeigt wurde:
Mehr zu Annes Projekt und der Arbeit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, findet ihr auf der ZGF-Webseite.
Offizielle Webseite der Altyn Dala Conservation Initiative
Im Gespräch
Anne Dohrmann hat ihr Tiermedizin Studium frisch in der Tasche. Sie arbeitet bereits seit drei Jahren im Naturschutzprojekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt in Kasachstan, das sich mit der Wiederherstellung des Steppenökosystems befasst.
Die Vortragsreihe des Zoo Frankfurt findet jeden ersten Dienstag im Monat statt. Expertinnen und Experten aus Zoo, Forschung und Naturschutz geben dort Einblicke in ihre Arbeit. Der Eintritt ist kostenlos. Moderiert wird der Livetalk von Podcasthost und Naturschutzreferent Marco Dinter.
Die genauen Termine und Themen findet ihr auf der Webseite des Zoos.
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