Historisches Kolleg

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Historisches Kolleg episodes

  • „Was also ist die Zeit?“ Rechtszeiten in Europa 1450–1750
    Wandlungen von Zeitdeutungen beeinflussen den Wandel von Recht und Rechtswissen. Die Entwicklungsdynamiken dieser Verflechtungen in der europäischen Rechtskultur 1450–1750 sind Gegenstand des Vorhabens. Der Rechtshistoriker Prof. Dr. Andreas Thier (Universität Zürich) beleuchtet in seinem Vortrag die Entstehung von rechtlich verbindlichen Zeitregimen, die Bedeutung von Vergangenheiten und Ursprüngen für die Legitimation von Recht sowie den Stellenwert von linearen Zeitkonzepten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/andreas_thier_rechtszeiten
    1 hr 3 min
  • Globale Praktiken, lokale Materialitäten: (Post)koloniale Perspektiven auf die materielle Kultur von Rosenkränzen
    Kleine, tragbare Objekte des christlichen Glaubens waren für die Mobilisierung und weltweite Formierung des frühneuzeitl­ichen Katholizismus sprichwörtlich unabdingbar. Gebetsperlen, Kreuze, Medaillen, Reliquien und Reliquiare, Amulette, Andachtsbilder und figürliche Darstellungen begleiteten europäische Seefahrer, Missionare, Kaufleute, Siedler und Siedlerinnen in die Neue Welt. Es war vor allem die ›physische Übertrag­bar­keit‹ der unzähligen Sakramentalien sowie die Möglichkeit, mit ihnen Handel zu treiben, die es der katholischen Kirche ermöglichte, zu Weltreligion zu werden. Anhand ausgewählter Objekte geht der Vortrag von Dr. Anne Mariss der Frage nach, wie sich die globale Verbreitung und lokale Aneignung von Rosen­kränzen in trans­kultu­reller Perspektive historisch beschreiben und analysieren lässt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historisches_kolleg_anne_mariss
    37 min
  • Ⲥⲟⲩⲁⲛ – أسوان – Assuan: Eine Stadt in Südägypten am Übergang von einer christlichen zu einer islamischen Gesellschaft
    Ägypten wurde im Zuge der arabischen Expansion Mitte des 7. Jahr­hun­derts erobert und in das erstarkende islamische Reich eingegliedert. Die Islami­sie­rung der Gesell­schaft trug im Wesent­lichen zur Stabili­sie­rung und Versteti­gung der eroberten Gebiete bei. Am Beispiel der Stadt Assuan (Südägypten) analysiert die Ägyptologin Dr. Stefanie Schmidt, wechsel­seitige Prozesse der Identitäts­bil­dung zwischen Muslimen und Christen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/stefanie_schmidt_assuan
    44 min
  • Deutschland und Nordamerika im langen 18. Jahrhundert. Eine verflochtene Geschichte
    Der pfälzische Bäcker Conrad Beissel wanderte nach Amerika aus, um die mystische Vereinigung mit Gott zu suchen. Der sächsische Jurist Christian Gottlieb Priber hingegen ging in die Neue Welt, um das Paradies auf Erden zu errichten; und der bergische Kaufmann Peter Hasenclever wollte dort eine geniale unternehmerische Idee verwirklichen. Von ihren Lebens­geschichten ausgehend erschließt der Vortrag von Prof. Dr. Mark Häberlein die Bedeutung der Faktoren Religion, interkulturelle Beziehungen und Ökonomie für die transatlantische Beziehungs­geschichte zwischen dem deutschs­prachigen Raum und Nordamerika im 18. Jahr­hun­dert.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historisches_kolleg_mark_haebelein
    46 min
  • Abscheulich, struppig, wunderschön. Menschliche Körper und die Konstruktion des Fremden im Spätmittelalter
    Menschliche Körper und Aspekte von Körperlichkeit zählen zu den grundlegenden Kategorien, anhand derer Menschen zwischen Eigenem und Fremdem unterscheiden. In seinem Forschungsprojekt untersucht der Historiker Dr. Christian Hoffarth die Bedeutung des Körpers für die Wahrnehmung asiatischer, afrikanischer und amerikanischer Menschen in europäischen Reisetexten des Spät­mittel­alters. Es geht von der Annahme aus, dass die Beobachtungen und Erfahrungen spätmittel­alter­licher Fern­rei­sen­der großen Einfluss auf Wissens­bestände über den menschlichen Körper in Europa übten und die Maxime der Überlegen­heit des eigenen über den fremden Körper befeuerten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historisches_kolleg_christian_hoffarth
    45 min
  • Wo finden sich die „kleinen Leute“? Zwischenbericht zu einer schwierigen Suche
    Seit über 200 Jahren ist der „kleine Mann“ eine immer wieder beschworene Sozialfigur, ohne dass er soziologisch präzise bestimmt werden könnte. Eine von Abstiegs­ängsten geprägte Doppelrolle macht seine Bedeutung im Politischen aus. Denn „der Mann/die Frau auf der Straße“ bildet einen wesentlichen Teil des Souveräns. In „gebildeten“ Kreisen stellen die „kleinen Leute“ oft Antifiguren zur eigenen Bedeutsam­keit dar und sind durch beschränkten Ehrgeiz, Unauffälligkeit und Traditionsverhaftung definiert. Als vermeintlich „sprachloser“ Teils der Gesellschaft sind sie in politischen Reden und Feuilletons zugleich dauerhaft präsent. Das Projekt von Prof. Dr. Dirk van Laak spürt den Konjunkturen der Rede von den „kleinen Leuten“ aus der selbstkritischen Warte eines Historikers nach. Es vergleicht nationale Ausprägungen und kulturelle Repräsentations­formen und fragt, ob ein „Nachruf“ überhaupt angesagt ist.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historisches_kolleg_dirk_van_laak
    46 min
  • Vom Bischof im Regen, Hungernden vor Gericht und versteckten Rotkehlchen. Umwelt wahrnehmen, bewältigen und deuten im England des 14. Jahrhunderts
    Im Mittelpunkt des Projekts stehen Umweltwahrnehmungen im England des 14. Jahrhunderts, das aus klimageschichtlicher und epidemiologischer Perspektive eine Umbruchszeit darstellt. Die in unterschiedlichen Überlieferungsgattungen fassbaren Wahrnehmungen der natürlichen Umwelt in ihren politischen, ökonomischen und sozialen Kontexten zu verstehen, ist das zentrale Anliegen der Untersuchung. Dieses Vorgehen trägt nicht allein zum besseren Verständnis vormoderner Mensch-Umwelt-Beziehungen bei, sondern fördert darüber hinaus die kritische Bewertung des Umgangs mit natürlichen Einflüssen und ihren diskursiven Instrumentalisierungen in der Gegenwart.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_maximilianschuh
    43 min
  • Warum Protest auch weiter konkreter Orte bedarf: Zu Geschichte und Gegenwart der Straßendemonstration
    Das Projekt, das 2022/23 am Historischen Kolleg durchgeführt wurde, fragt danach, wie sich über gut 250 Jahre seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert, Straßenprotest als Medium zur Artikulation politischer und sozialer Unzufriedenheit entwickelte. Ausgehend von der mittleren Qing-Dynastie, dem transatlantischen Zeitalter der Revolutionen, über das Jacksonian, die europäischen Jahre um 1848, die indische Revolte 1859 und die beginnende Arbeiterbewegung erstreckt sich die Untersuchung bis in die Gegenwart. Ist hierbei so etwas sie wie eine universale „Körpersprache“ des Protests entstanden? Welche konvergierenden und divergierenden Prozesse lassen sich im globalen Vergleich beobachten? Was wird weitergegeben, was verschwindet? Wie hat sich Überliefertes an stets veränderte mediale und soziale Bedingungen angepasst? Warum verschwindet Straßenprotest nicht aus der Welt, wo wir uns doch heute online empören können? Warum braucht es weiter die „reale“ physische Präsenz dieser „widerständigen“ Körper an konkreten Orten, auf Straßen, Plätzen, oder gelegentlich in Forst oder Feld, damit ein Protestanliegen breit verfängt?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_philippgassert
    38 min
  • Von der Notwendigkeit Vorzeichen zu beachten: Das Beispiel Byzanz
    Das Projekt widmet sich dem Umgang mit zufälligen Ereignissen und Beobachtungen, die als Vorzeichen gedeutet und akzeptiert wurden. Da herrscherliches Agieren ständig auf mannigfaltige Herausforderungen und Störungen stieß, erfuhren Vorzeichen in einem politischen Kontext eine entscheidende Aufladung: Sie lösten Reaktionen und Meinungen aus, die bewältigt werden mussten. Für die Deutung bemühte man Experten und Wissensressourcen. Die Studie versteht sich als ein Beitrag zum Verständnis von Coping-Strategien, Dynamiken politischen Entscheidens und Wegen der Meinungsbehauptung in einem vormodernen Machtzentrum.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_michaelgruenbart
    46 min
  • Shopping with George Washington: French Consumer Goods in the Early American Republic…
    In the Early Republic, the United States remained firmly within the British Empire of Goods, reflecting a sense of cultural insecurity that haunted the newly independent nation. At the same time, many Americans increasingly turned to French goods. What did these things mean to American consumers? As a cultural history of French things in the Early American Republic, Dr. Nadine Klopfer’s project tells a story of nation-building and social distinction in the post-revolutionary United States as an entangled history of trade, taste, and things, while shedding new light on French-American relations around 1800.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_nadineklopfer
    41 min

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Das 1980 gegründete Historische Kolleg ist ein Ort wissenschaftlicher Kolloquien und Vorträge, außerdem gewährt es Gelehrten Stipendien und verlegt im Rahmen der Reihe "Schriften des Historischen…

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