Historisches Kolleg

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Historisches Kolleg episodes

  • Flüchtlingsmanagement: Entkolonialisierung, Kalter Krieg und Panafrikanismus als Motor für Afrikas Flüchtlingshilfe in den 1960er-Jahren
    Das Forschungsvorhaben widmet sich der Geschichte des Fluchtmanagements in Afrika. Anhand der Organisation für Afrikanische Einheit wird untersucht, wie sich Entwicklungs- und humanitäre Diskurse in der Figur des Flüchtlings kreuzten. Durch die notwendige und längst überfällige Aufarbeitung des Fluchtmanagements in der jüngeren afrikanischen Geschichte leistet das Projekt einen Beitrag zu aktuellen politischen Debatten über Afrika hinaus. Es zeigt auf, dass die Geschichte des Fluchtmanagements in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht als rein europäische Geschichte erzählt werden kann.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_marciacschenck
    42 min
  • Musik in der frühneuzeitlichen Bildungsbiografie: Praxis und Prestige
    „Musik“ umfasst vielfältige Erscheinungsformen (Kompositionen, Theorie, lebensweltliche Praktiken), die erst gemeinsam den Gegenstand konstituieren, der auch in historischen Situationen perzipiert und konzeptualisiert wurde. Das Projekt untersucht die Bedeutung musikalischen Wissens für Gesellschaften der Frühen Neuzeit in Europa. Im Mittelpunkt stehen dabei etwa die Fragen: Welchen Stellenwert hatte Musik in den Wissensordnungen? Welche Musikauffassungen können für soziale Kontexte rekonstruiert werden? In welchem Verhältnis zum „Gewussten“ stehen musikalische Repertoires und Praktiken?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_ingamaigroote
    26 min
  • Babylon und Berlin, Bialystok und Boston. Diasporatypen im diachronen Blick
    Prof. Dr. Johannes Heil widmet sich in seinem Forschungsprojekt einer Leerstelle jüdischer Geschichte und unternimmt den Versuch, jenseits der Bibel Überreste der jüdischen Textkultur des Westens bis zur Übernahme des rabbinischen Judentums (um 800) zu identifizieren. Es handelt sich dabei um Texte unterschiedlicher Gattungen in lateinischer Sprache wie etwa Pseudo-Philos „Liber Antiquitatum Biblicarum“ oder Texte des Pseudo-Hieronymus. Sie sind – soweit erhalten – in kirchlicher Überlieferung zu fassen, weil der Abschluss des Sprachenwandels im Hohen Mittelalter eine Überlieferung auf jüdischer Seite unterband.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_johannesheil
    35 min
  • Multiple Heimaten. Aporien des "kulturellen Kosmopolitismus" im westdeutschen Alternativmilieu
    Prof. Dr. Detlef Siegfried untersucht in seinem Forschungsprojekt, wie Elemente einer „post-nationalen“ Identifikation in Diskursen und Praktiken des linksalternativen Milieus in der Bundesrepublik Deutschland konstruiert wurden und welche Wertschätzung sie erfuhren. Im Fokus stehen dabei die Dänemark-Wahrnehmungen im westdeutschen Alternativmilieu, in dem Orientierungen jenseits des Nationalstaats systematisch zum zentralen Identitätsmerkmal erhoben und handlungsrelevant wurden. Erforscht werden milieuspezifische Diskurse und Praktiken, in denen derartige Identifikationen, aber auch gegensätzliche Tendenzen hervortraten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_detlefsiegfried
    37 min
  • Das Ende der Subkultur? Zur Sozialgeschichte des Heavy Metals in den 1980er-Jahren
    Dr. Marco Swiniartzki unternimmt eine sowohl vergleichende als auch transferorientierte Untersuchung von acht lokalen bzw. regionalen Metal-Szenen, die zwischen den 1970er- und den 1990er-Jahren für die transgressive Weiterentwicklung des Extreme Metals verantwortlich waren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie die Entwicklung der Metal-Kultur „nach dem Boom“ sozial- und kulturgeschichtlich zu verorten ist. Die Studie wird einen Beitrag zur Erforschung einer sich globalisierenden (Jugend-)Kultur in der Phase der „Individualisierung“ leisten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_marcoswiniartzki
    31 min
  • „What’s Wrong with International Law?“ – Jüdische Emigrantenjuristen, NGOs und das humanitäre Völkerrecht im 20. Jahrhundert
    Prof. Dr. Annette Weinke nimmt in ihrem Forschungsprojek euroatlantische Emigrantenjuristen, Wissenschaftler und Aktivisten in den Blick, die sich während und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs an der Weiterentwicklung des Kriegsvölkerrechts, der Menschenrechte sowie des Flüchtlings- und Völkerstrafrechts beteiligten. Ihre Beschäftigung mit dem Internationalen Recht war nicht nur vom Aufkommen und Scheitern des liberalen Rechtsregimes der Zwischenkriegszeit geprägt, sondern entwickelte sich auch in offensiver Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und Faschismus sowie mit den Auswirkungen der Dekolonisierung.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_annetteweinke
    37 min
  • Tracing the Legacy of Nazi Persecution: Jewish Emigration from Nazi Germany, 1933-1945
    Die Emigration deutscher Juden von Deutschland in die USA zwischen den Jahren 1933 und 1945 ist das Thema des Buches, das Prof. Dr. Andrea Sinn als Fellow des Historischen Kollegs München in Zusammenarbeit mit Dr. Andreas Heusler erstellt hat. Darin haben sie autobiographische Zeugnisse aus erster Hand gesammelt und kritisch ediert, um das Schicksal der circa 280.000 jüdischen Emigranten zu illustieren.
    In Ihrem Vortrag am Historischen Kolleg München gibt Professor Sinn einen Einblick in diese Lebensgeschichten und analysiert sie kritisch entlang der zentralen Begriffe "Herkunft" und "Heimat".
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_andreasinn
    28 min
  • Stellvertretung im Mittelalter. Überlegungen zu Herrschaftsformen und Herrschaftsstabilität
    Stellvertretung im Mittelalter – Konzeption und Funktionalität repräsentativer Herrschaft
    Stellvertretung war ein in allen Lebensbereichen des Mittelalters weitverbreitetes Phänomen, wurde aber von der historischen Forschung bisher kaum untersucht. Im Zentrum des Forschungsvorhabens steht die Frage, wie Stellvertretung das Funktionieren von Herrschaft garantieren oder sogar optimieren konnte. Ausgangspunkt ist die These, dass ein konzeptionell angelegter und auf Durchsetzung und Akzeptanz zielender Einsatz von personaler Stellvertretung stabilisierende Wirkung hatte, diese aber destabilisierend war, wenn Stellvertretung nur als notwendiges Übel aufgrund eines begrenzten Macht- und Repräsentationsradius restriktiv eingesetzt und reguliert wurde.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_claudiazey
    34 min
  • Demokratisch denken? Intelligenzaufgaben zu Unterhaltung und Training in der Weimarer Republik
    Dass Anti-Intellektualismus und Demokratiefeindlichkeit miteinander verwandt seien, ist eine für die Weimarer Republik oft vorgebrachte These. Dr. Susanne Schregel, Historikerin und Junior Fellow des Historischen Kollegs, beleuchtet diese Beziehung aus einer umgekehrten Perspektive. In ihrem Vortrag blickt sie auf Bewegungen der 1920er-Jahre, die ein „Denken für alle“ propagierten und auf eine bessere Beherrschung und Ausbildung individueller „Geisteskräfte“ ausgerichtet waren. Was zeigen Formen teilhabeorientierter Kognition in populären Denkratgebern, in Intelligenztrainings und im Umfeld der Denksportbewegung über den Zusammenhang des Denkerischen mit dem Demokratischen?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_susanneschregel
    32 min
  • How to ask – An Arabic letter of request on papyrus
    In ihrem Forschungsprojekt am Historischen Kolleg geht Prof. Dr. Petra Sijpensteijn der Frage nach, wie soziale Kohäsion im frühislamischen Imperium geschaffen wurde. Dazu untersucht sie die in literarischen Quellen überlieferten Hilfeersuchen, Beschwerden und Bitten um Wiedergutmachungen. In ihrem Vortrag, den die Wissenschaftlerin im Rahmen ihres Senior Fellowships hält, stellt sie eines der Dokumente vor, das die Grundlage für ihre Forschung bildet. Wie kann aus dem Quellenmaterial Wissen gewonnen werden? Wie nähert man sich den Dokumenten, die Aufschluss über Moralvorstellungen und gesellschaftliche Strukturen sowie die Rolle der Armenfürsorge bei der Schaffung konstanter Stabilität im Kalifat geben?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_petrasijpesteijn
    30 min

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Das 1980 gegründete Historische Kolleg ist ein Ort wissenschaftlicher Kolloquien und Vorträge, außerdem gewährt es Gelehrten Stipendien und verlegt im Rahmen der Reihe "Schriften des Historischen…

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