Historisches Kolleg

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By L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel StiftungSociety & CultureScienceSocial SciencesHistory
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Historisches Kolleg episodes

  • Zuckerbrot und Peitsche. Politische Rezepte gegen Armut und Arbeitslosigkeit seit den 1960er-Jahren
    In seinem Forschungsprojekt beschäftigt sich der Historiker Prof. Dr. Bernhard Rieger (Universität Leiden) mit der sogenannten aktivierenden Arbeitspolitik und dessen Ursprüngen, Entwicklungen sowie Auswirkungen. Dabei lässt sich beobachten, dass die Bekämpfung von Armut und Arbeitslosigkeit in westlichen Ländern seit den 1960er-Jahren einen grundsätzlichen Wandel durchlaufen hat. An die Stelle fester Unterstützungsansprüche seitens Armer und Arbeitsloser sind Politikrezepte getreten, die Sozialleistungen an handfeste Bedingungen, nicht zuletzt die rasche Aufnahme von Arbeit knüpfen. In seinem Vortrag, den der Wissenschaftler im Rahmen seines Fellowships am Historischen Kolleg hält, betrachtet er eben diese Maßnahmen gegen Armut und Arbeitslosigkeit seit den 1960er-Jahren.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/histkoll_rieger
    31 min
  • Das Geheimnis des Bundes. Siegfried Kracauers Theorie der Freundschaft
    Was ist Freundschaftsgeschichte und warum ist sie relevant? Welche Erkenntnisse gibt sie uns über die Vergangenheit und wie lässt sie sich erforschen? Unter anderem diesen Fragen widmet sich der Historiker und Junior Fellow Dr. Philipp Lenhard in seinem Vortrag am Historischen Kolleg. Er versucht in diesem Kontext vor allem auf die Geschichte der Freundschaft im Deutschland des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive der jüdischen Kulturgeschichte zu blicken. Dabei begreift er Freundschaft als ein historisch sich wandelndes soziales Konzept, das Aufschluss über zentrale lebensweltliche Züge der modernen jüdischen Geschichte gibt – und somit keinesfalls mit dem identisch ist, was wir heute unter Freundschaft verstehen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/das_geheimnis_des_bundes._siegfried_kracauers_theorie_der_freundschaft?nav_id=9983
    29 min
  • L.I.S.A. - Wahlverwandtschaften – Eine jüdische Kulturgeschichte der Freundschaft im 20. Jahrhundert
    Das Forschungsprojekt von Dr. Philipp Lenhard widmet sich der Geschichte der Freundschaft im Deutschland des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive der jüdischen Kulturgeschichte. Dabei wird Freundschaft als ein historisch sich wandelndes soziales Konzept verstanden, das Aufschluss über zentrale lebensweltliche Züge der modernen jüdischen Geschichte gibt. Im Kontext der deutsch-jüdischen Erfahrung zwischen ökonomischem Aufstieg und bürgerlicher Akkulturation auf der einen Seite, anwachsendem Antisemitismus und sozialer Exklusion auf der anderen Seite kam der Theorie und Praxis der Freundschaft eine Schlüsselrolle zu. Untersucht wird daher die Vielfalt an gelebten Freundschaften, wobei der Fokus sowohl auf ihren materiellen Repräsentanzen als auch auf ihrer ideengeschichtlichen Dimension liegt.
    6 min
  • Was ist Wissensgeschichte?
    Marian Füssel verfasst am Historischen Kolleg eine Einführung in die Wissenschaft. Die Geschichte des Wissens bildet seit gut 20 Jahren ein international rasch expandierendes Feld interdisziplinärer historischer Forschung. Ziel der einführenden Darstellung ist, es einen Überblick über zentrale analytische Begrifflichkeiten, paradigmatische historische Studien sowie Themen und Probleme zu geben. Im Mittelpunkt stehen Räume, Institutionen, Akteure, Praktiken, Medien, Prozesse und Narrative der Geschichte des Wissens. Diskutiert werden u.a. das Verhältnis von Wissensgeschichte und Wissenschaftsgeschichte und die historiographische Reichweite des Ansatzes. Die Wissensgeschichte – so eine der Grundthesen – tendiert zu einer permanententen Entgrenzung ihrer Gegenstände und umfasst daher weit mehr als Wissenschaft. Gerade diese Dynamik der Ausweitung macht einen komprimierten Überblick umso notwendiger. Die Einführung versteht sich daher wesentlich als ein Medium der Orientierung. In seinem Vortrag gibt es Antworten auf die Frage „Was ist Wissensgeschichte?“.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_marianfuessel
    33 min
  • Hinter der Weltbühne: Hermann Budzislawski (1901-1978) und das zwanzigste Jahrhundert
    Daniel Siemens erforscht in seinem Projekt den ungewöhnlichen Lebensweg des deutsch-jüdischen Intellektuellen Hermann Budzislawski (1901–1978) als Musterbeispiel transatlantischer Verflechtungsgeschichte im 20. Jahrhundert. Budzislawski wurde vor allem als Herausgeber der "Neuen Weltbühne" bekannt. Er war in den 1930er und 1940er Jahren einer der wichtigsten Knotenpunkte im Netz der anti­faschistischen Linksintellektuellen in Europa und den USA. Später, in der DDR, prägte er in den 1950er und 1960er Jahre eine ganze Generation "sozialistischer Journalisten" und machte auch auf internationaler politischer Bühne für die DDR eine gute Figur. Dass Budzislawski heute trotzdem weitgehend vergessen ist, ist unter anderem eine Folge der Wiedervereinigung. Seine ehemalige Zeitschrift, die "Weltbühne", 1990 noch einmal mit einer Millionen-Geldspritze durch die inzwischen in PDS umbenannte ehemalige Staatspartei vor dem Konkurs gerettet, wurde 1993 eingestellt. Die gebrochenen Leben derjenigen Remigranten, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die SBZ/DDR zurückkehrten, geraten erst in letzter Zeit wieder in den Blick. Das Projekt wird in eine Buchpublikation mit dem Aufbau Verlag münden (geplanter Erscheinungstermin 2022). Es basiert auf umfangreichen Quellenrecherchen, lässt aber auch noch lebende Familienangehörige und Zeitzeugen zu Wort kommen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_danielsiemens
    44 min
  • Modell Weltkarte: Die Internationale Weltkarte (IWK) im 20. Jahrhundert
    Gegenstand der Studie, die Prof. Dr. Ute Schneider am Historischen Kolleg schreibt, ist eine Geschichte des 20. Jahrhunderts, die wie in einem Brennglas im Projekt der Internationalen Weltkarte (IWK) eingefangen werden kann. Diese spezifische Weltkarte, die in internationaler Zusammenarbeit seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert entstand und kartografische Standards etablierte, sollte ein Modell der Welt bilden. Sie visualisierte Wissen über Ressourcen, Infrastrukturen, nationale Spezifika und Entwicklungen. Als zentrale Grundlage umfassender Planungsprozesse und Herrschaftsstrategien wurde die IWK zu verschiedenen Zeiten von unterschiedlichsten Akteuren genutzt: die USA verwendeten sie zur Lösung ihrer Ressourcenprobleme, die Nationalsozialisten für ihre Rassenpolitik und die UN für Planungen der Entwicklungshilfe. In ihrem Vortrag stellt Ute Schneider erste Ergebnisse ihrer Forschungen vor.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_uteschneider
    54 min
  • Helfen in der Distanz. Zur Politik der humanitären Hilfe der Bundesrepublik Deutschland 1951-1994
    Menschen in Not muss geholfen werden. In der internationalen Politik nach 1945 gab es daran kaum noch einen Zweifel. Die Bundesrepublik Deutschland positionierte sich gar als "Großmacht der Hilfsbereitschaft". Hinter dem Impuls zu helfen standen jedoch zahlreiche Interessen. Untersucht werden Außenpolitik, Militär, Nichtregierungsorganisationen und Medien, die zur Identifizierung von Katastrophen in aller Welt beitrugen. Zwei grundlegende Fragen gilt es zu klären: Warum leistete man humanitäre Hilfe und was schien an ihr so attraktiv, dass andere Reaktionsweisen im Kontakt mit dem globalen Süden in den Hintergrund traten? Ziel des Forschungsvorhabens von Jun.-Prof. Dr. Patrick Merziger ist es, die spezifische Politik des Humanitären im Prozess der Globalisierung herauszuarbeiten. In einem Vortrag gibt der Juniorprofessor für Kommunikationsgeschichte erste Einblicke.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_patrickmerziger
    44 min
  • „Liaisons dangereuses?“ Mikropolitiken von Ehe und Mätressentum in der höfischen Gesellschaft Frankreichs im 17. und 18. Jahrhundert
    Erforscht wird die (mikro-)politische Funktion von Ehen und außerehelichen Beziehungen in der französischen höfischen Gesellschaft. Im Zentrum der Untersuchung steht die Kultur der Ehe des Hofadels unterhalb des Königs. Hierbei werden die Faktoren in den Blick genommen, die die Existenz nicht klandestiner außerehelicher Beziehungen hochadeliger Frauen ermöglichten, obwohl solche Beziehungen im Widerspruch zu den herrschenden Diskursen und Ehrvorstellungen standen. Gefragt wird unter anderem nach dem Verhältnis dieser Beziehungsmuster zum gesamteuropäischen Adelsethos und nach den Veränderungen, die zum Niedergang dieses Gesellschaftsmodells führten. Der Vortrag thematisiert Fragen zur Entwicklung von Staatlichkeit mit einer sozial- und geschlechtergeschichtlichen Perspektive.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_pascalfirges
    49 min
  • Verpfändete Kronen. Die Anfänge vormoderner Staatsverschuldung im Reich des 15. Jahrhunderts
    Mathias Kluge erforscht im Rahmen seiner Habilitation die Funktionalität und Wirkung des Agierens mit Krediten im Kontext der politischen Ordnung des 15. Jahrhunderts. Gegenüber dem etablierten wirtschafts- und verwaltungsgeschichtlichen Zugang sucht die Studie eine funktionsorientierte Erklärung für die wachsende Verschuldung des Königtums und erhellt dabei eine dunkle Seite finanzhungriger Reichspolitik. Statt der Bilanz nachzugehen, wird untersucht, wie das nötige Geld für steil ansteigende Ausgaben über ein immer stärker zu Lasten von Bürgern und Juden ausgebautes Netz von Krediten und Zwangsdarlehen beschafft wurde. Warum Könige dennoch nahezu uneingeschränkte Kreditwürdigkeit besaßen, ist eine der Fragen, die es zu klären gilt. In seinem Vortrag gibt er Einblick in seiner Forschungsergebnisse.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_mathiaskluge
    53 min
  • Wilhelm Dilthey und die Erfindung der Geisteswissenschaften aus der Defensive heraus
    Kaum eine Annahme über Wissen scheint weniger problematisch und zugleich weiter verbreitet als die, dass die Natur- und die Geisteswissenschaften durch eine tiefe Kluft voneinander getrennt seien. Die angeblichen "zwei Kulturen" – eine Bezeichnung, die Charles Percy Snow in den 1950er-Jahren geprägt hat – wirken unverrückbar. Aber wie andere, die Moderne kennzeichnende Dichotomien ist dieser Gegensatz jünger als vielfach angenommen wird. Einige seiner Wurzeln reichen zwar bis in die Frühe Neuzeit zurück, aber erst im langen 19. Jahrhundert begannen Forscher, sich entweder als Natur- oder als Geisteswissenschaftler zu sehen. Die Entstehung dieser Trennung stellt eine fundamentale Transformation in der Wissensgeschichte dar. Mit dieser Thematik beschäftigt sich Dr. Fabian Krämer, Junior Fellow des Historischen Kollegs, in seinem geförderten Forschungsvorhaben "Before the Two Cultures. How the Sciences and the Humanities Grew Apart". In einem öffentlichen Vortrag gibt der Historiker erste Einblicke in seine Forschungen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_fabiankraemer
    42 min

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Das 1980 gegründete Historische Kolleg ist ein Ort wissenschaftlicher Kolloquien und Vorträge, außerdem gewährt es Gelehrten Stipendien und verlegt im Rahmen der Reihe "Schriften des Historischen…

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