Historisches Kolleg

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Historisches Kolleg episodes

  • Ländliche Kontaktzonen. Akteure und Konflikte des Übergangs im ländlichen Raum (ca. 1850–1950)
    Im Forschungsvorhaben von Dr. Anette Schlimm wird untersucht, wie sich zwischen 1850 und 1950 die Praktiken des Regierens im ländlichen Raum und die Regierung des ländlichen Raums gewandelt haben. Hierzu werden mehrere Mikrostudien zu bäuerlichen Gemeinden in Brandenburg, Oberbayern und dem Unterelsass angefertigt und mit breiteren Entwicklungen in Beziehung gesetzt, um den Wandel von Politik und Regierung auf der Ebene der Strukturen, der Deutungsmuster und der alltäglichen Praktiken aufzuspüren. Besonderes Augenmerk gilt der Frage, wie Akteure in den Landgemeinden mit Veränderungen umgingen und selbst zu ihnen beitrugen. Erforscht werden unter anderem: Probleme der lokalen Citizenship, Reformen ländlicher Selbstverwaltungsstrukturen, die Produktion von idealisierter Ländlichkeit sowie die Vorstellungen und Praktiken von „Volksgemeinschaft“ im Lokalen. In einem öffentlichen Vortrag gibt die Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung erste Einblicke in Ihre Forschung.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_anetteschlimm
    50 min
  • Souveränitätsbegehren. Die Enklave auf dem Skopusberg in Jerusalem 1948–1967
    In ihrem Vortrag am Historischen Kolleg München zeichnet Professorin Yfaat Weiss die Geschichte der Enklave auf dem Jerusalemer Skopusberg von der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 bis zum Sechstagekrieg 1967 nach. Dabei schildert sie die Auseinandersetzungen zwischen dem jungen Staat Israel und seinen arabischen Nachbarn und reflektiert die Rolle der Vereinten Nationen und des internationalen Rechts sowie moderne Konzepte staatlicher Territorialität und Souveränität. Indem Israel versuchte, seine territorialen Besitztitel in tatsächliche Souveränität umzuwandeln, und sich strikt gegen internationale Einmischung verwahrte, insistierte es auf seiner nationalstaatlichen Souveränität im Sinne des Westfälischen Systems.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_yfaatweiss
    52 min
  • Kriegsneurosen und Hungersterben. "Irrenanstalten" während des Ersten Weltkriegs
    Im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts entstanden moderne Irrenanstalten zur Unterbringung und Therapie der psychisch kranken Menschen. Diese Anstalten haben ihr architektonisches Bild wie auch ihre Funktionen immer wieder verändert. Auf der Basis verschiedenster Quellen wird der Wandel der psychiatrischen Anstalten im Hinblick auf die Verflechtung der medizinisch-psychiatrischen Sichtweisen mit den baulichen Aspekten und den sich wandelnden Funktionen der Anstalten in einer sich verändernden modernen Gesellschaft nachgezeichnet. Die Vielzahl von Räumen, wie der therapeutische Raum, der epistemische Raum, der Raum der Überwachung oder der Mikroraum des sozialen Subjekts in ihren sich gegenseitig durchdringenden Ausformungen als Resonanz komplexer gesellschaftlicher Dynamiken bilden den zentralen Untersuchungsgegenstand. In einem öffenltichen Vortrag führte Prof. Dr. Heinz-Peter Schmiedebach, Honorary Fellow 2018, in sein aktuelles Forschungsprojekt ein.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_heinzpeterschmiedebach
    1 hr 2 min
  • Die Hüter der Begriffe. Politische Sprache des Konservativen in Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland, 1945-1980
    Was meint "konservativ"? Nicht erst heute treibt diese Frage Intellektuelle, Politiker und Parteien um. Als in den 1960er und 1970er Jahren in Großbritannien und der Bundesrepublik die Konservativen ihre sprachliche Deutungshoheit an die Linke verloren glaubten – und selbst "konservativ" nicht mehr das zu bezeichnen schien, was es bezeichnen sollte –, wurden die politischen Sprachen des Konservativen neu formuliert. In Großbritannien führte die Debatte zu erbitterten Flügelkämpfen in der Conservative Party, aus denen die "Thatcherites" als Gewinner hervorgingen. In Deutschland kristallisierten sich eine liberale und eine neurechte Variante des Begriffs heraus. Für die Unionsparteien wurde dies zu einer enormen Herausforderung. Martina Steber arbeitet in ihrer Studie erstmals heraus, welche weitreichenden Folgen diese Auseinandersetzungen um die Begriffe hatten und wie stark sie unsere Gegenwart prägen.
    Buchpräsentation mit der Autorin PD Dr. Martina Steber (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin) und anschließender Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Paul Nolte (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Dietmar Süß (Universität Augsburg), PD Dr. Martina Steber (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin), Moderation: Prof. Dr. Andreas Wirsching (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin).
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_martinasteber
    1 hr 27 min
  • Agonale Renaissance. Städtische Pferderennen des 15. Jahrhunderts zwischen München und Rom
    Dr. Christian Jaser ist Förderstipendiat des Historischen Kollegs und beschäftigt sich im Rahmen seiner Forschungen mit den Pferderennen des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. Geografisch konzentriert er sich dabei auf die zahlreichen italienischen und oberdeutschen Städte, in denen die Rennen unter Beteiligung fürstlich-höfischer Rennpatrone ausgetragen worden sind. Erstmals in der nachantiken Geschichte Europas bietet sich hier eine hinreichende Überlieferungsdichte, um die Formierung einer agonalen Sportkultur im Dreiklang von Organisation, Praxis und Wahrnehmung zu rekonstruieren. Im Fluchtpunkt dieser Kulturgeschichte equiner Leistungskonkurrenzen steht ein transalpiner Vergleich, der einen neuen Blick auf Städte und Höfe um 1500 und die kompetitive Dimension ihrer jeweiligen Statusdemonstrationen eröffnet. In seinem Vortrag gibt der Wissenschaftler erste Einblicke in seinen Forschungsschwerpunkt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_christianjaser
    48 min
  • Wer hat Angst vor Deutschland? Ein Spiegelkabinett europäischer Wahrnehmungen seit 1870
    Wenn der deutsche Staatssekretär Bernhard von Bülow 1897 sagte, "wir verlangen auch unseren Platz an der Sonne", dann mochte er das "auch" unterstreichen – der britische Diplomat Eyre Crowe argwöhnte, Deutschland maße sich das Recht an, "den Vorrang der deutschen Ideale zu etablieren." Und während die Deutschen sich im 21. Jahrhundert als solidarische Europäer fühlten, wurde Deutschland in der Euro-Schuldenkrise als herzloser Hegemon kritisiert. Das Forschungsprojekt "Wer hat Angst vor Deutschland" möchte zwei Geschichten miteinander verbinden. Die eine ist die Strukturgeschichte der deutschen Stärke in Europa von der "halbhegemonialen Stellung" des Deutschen Kaiserreichs (Ludwig Dehio) bis zur Rolle der Bundesrepublik in der Europäischen Union nach dem Brexit. Die andere ist die Perzeptionsgeschichte der Spannungen zwischen deutschen Selbstbildern und Außenwahrnehmungen von Deutschland. Was die Deutschen für ihr gutes Recht oder ihre moralische Pflicht hielten, verstanden die anderen als deutsches Vormachtstreben und als Bedrohung.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_andreasroedder
    58 min
  • Die "Kinder des Oktober". Kinder als Zukunftsträger in sowjetischen Bilddarstellungen
    Pathosformeln der Kindheit haben eine lange ikonografische Tradition. In ihrem Forschungsprojekt untersucht Prof. Dr. Monica Rühters, ob und wie sich Darstellungen sozialistischer Kindheit von anderen Kindheitsdarstellungen unterscheiden. Die übergeordneten Fragen lauten: Wie entstanden spezifische sozialistische Bildcodierungen? Wurden sie im Alltag reproduziert? Dafür werden exemplarische Darstellungsformen der Kindheit identifiziert, analysiert, in motivgeschichtliche Kontexte eingeordnet und auf Transferprozesse, Konjunkturen und ihre Wirkungsmacht auch über 1991 hinaus untersucht. In dem öffentlichen Vortag am Historischen Kolleg untersucht Monica Rüthers die Darstellungen von Kindern als Zukunftsträgern in sowjetischen Bilddarstellungen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_monicaruethers
    1 hr
  • Schuld und Sühne? Reaktionen der katholischen Kirchenführung zu Nürnberger Prozessen und Entnazifizierung 1945–1955
    Welche Rolle spielte die katholische Kirche bei der Flucht von NS-Tätern nach 1945? Inwieweit waren Papst Pius XII. und sein Umfeld über die Geschehnisse informiert oder gar involviert? Und welche Motivation lag der Haltung der katholischen Kirche zu Grunde? Diese und weitere Fragen, die in der Forschung bislang wenig Beachtung fanden, stellte Professor Dr. Gerald Steinacher in dem öffentlichen Vortrag "Schuld und Sühne? Reaktionen der katholischen Kirchenführung zu Nürnberger Prozessen und Entnazifizierung 1945–1955" im Historischen Kolleg am 23. Oktober 2017.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_geraldsteinacher
    44 min
  • Der Zar in den Bergen: Russische imperiale Szenarien im Südkaukasus im 19. Jahrhundert
    Prof. Dr. Hubertus Jahns Vortrag „Der Zar in den Bergen: Russische imperiale Szenarien im Südkaukasus im 19. Jahrhundert“ beschäftigt sich mit einem Aspekt seines Forschungsvorhabens „Scenarios of Empire and Local Identity: Public Culture in the Nineteenth Century South Caucasus“. Darin untersucht er die Repräsentation russischer imperialer Macht im Südkaukasus im 19. Jahrhundert. Anhand einiger Fallstudien will er erklären, wie das Zarenreich sich an seiner Peripherie ästhetisch und herrschaftssymbolisch darstellte und damit möglicherweise einer imperialen "imagined community" Vorschub leistete. Dies geschah beispielsweise in Form von Monumenten, Museen und Ausstellungen, aber auch im Rahmen von Zarenbesuchen, kulturellen Veranstaltungen und Jubiläumsfeiern. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Transmissionsgeschichte imperialer Ideologie und Ästhetik in einer strategisch wichtigen multiethnischen Grenzregion.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_hubertusjahn
    45 min
  • Gerecht verteilen. Geschichte und Gegenwart von Finanzföderalismus
    Der Finanzföderalismus verteilt knappe Ressourcen zwischen Bund, Ländern und Kommunen. In Geschichte und Gegenwart wurde dafür nach gerechten Verteilungsmodellen gesucht. Die Podiumsdiskussion am 12. Mai 2017 beschäftigte sich angesichts der anstehenden Reform des Bund-Länder-Finanzausgleichs mit gesellschaftlichen Grundfragen von Finanztransfers, insbesondere ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz, politischen Begründung und volkswirtschaftlichen Umsetzung.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_finanzfoederalismus
    1 hr 46 min

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Das 1980 gegründete Historische Kolleg ist ein Ort wissenschaftlicher Kolloquien und Vorträge, außerdem gewährt es Gelehrten Stipendien und verlegt im Rahmen der Reihe "Schriften des Historischen…

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