Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer

Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer

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Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer episodes

  • 21 - Meissener Service
    In Meissen wurde 1710 die erste -und für lange Zeit beste- Porzellanmanufaktur in Europa gegründet. Das Meissener Service, das um 1775 entstand, wird von prachtvoller Blumenmalerei dominiert. Die Formen sind gute Beispiele für den „Barockklassizismus“. Während die bauchigen Terrinen mit dem Früchteknauf noch der Barockzeit anzugehören scheinen, geht der durchbrochene Obstkorb bereits zum Klassizismus mit seiner Vorliebe für den Formenschatz der Antike über.
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  • 22 - Altfranzösischer Tafelaufsatz
    Der altfranzösische Tafelaufsatz wurde 1838 anlässlich der Krönung Kaiser Ferdinands zum lombardisch-venetianischen König in Mailand in Paris bestellt. Allerdings ist der Hersteller nicht bekannt. Man pflegte bei Hof große Bestellungen im Ausland geheimzuhalten oder über den Obersthofmeister abzuwickeln, um die Wiener Kunsthandwerker nicht vor den Kopf zu stoßen. Der Aufsatz besteht aus vergoldeter Bronze. Rechteckige Spiegelplatten reflektieren abends das Kerzenlicht der Girandolen. Der figurale Schmuck und die weichen, geschwungenen Ranken erzeugen den Eindruck von elegantem Prunk.
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  • 23 - Panoramateller
    Nach Meissen wurde 1718 in Wien die zweitälteste Porzellanmanufaktur Europas gegründet. Porzellan war damals zwar ein beliebtes und teures Sammelobjekt, doch der kaiserlichen Tafel - außer beim Dessertgang - noch nicht würdig. Dass es um 1800 hoffähig wurde, verdankte es auch den Vermünzungen des Hoftafelsilbers in Kriegszeiten. 1803 bestellte Kaiser Franz ein 120 Stücke umfassendes Porzellan-Service für die Hoftafel, darunter 60 Bildteller für Dessert und 24 in der Qualität einzigartige „Panorama-Teller“ als Suppenteller. Die dafür ausgewählten Motive waren patriotisch und romantisch zugleich. Zwischen Goldbordüren sahen die Gäste auf feuerspeiende Vulkane, eisige Gletscherlandschaften oder eindrucksvolle Wiener Architekturen - pro Teller drei Veduten aus Österreich, der Schweiz und Italien, nach alten Stichvorlagen von den besten Porzellanmalern geschaffen. Die Arbeit daran dauerte fünf Jahre.
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  • 25 - Alexander von Lothringen / Imariporzellan
    Die Silberkammer verdankt Herzog Karl Alexander von Lothringen eine interessante und umfangreiche Sammlung ostasiatischer Porzellane aus der Zeit um 1700. Karl Alexander war der jüngere Bruder von Kaiser Franz Stephan, dem Gemahl von Maria Theresia. Er heiratete 1744 deren einzige Schwester Maria Anna. Nach der Hochzeit übersiedelte das junge Paar nach Brüssel, wo Karl Alexander Statthalter der Niederlande wurde. Er entwickelte eine rege Sammeltätigkeit, häufte damit aber auch Schulden an. Nach seinem Tod wurde sein Neffe Kaiser Joseph II. Nachlaßverwalter; er ließ einen großen Teil der Sammlung in Brüssel versteigern. Das wertvolle Imariporzellan kam allerdings an den Wiener Hof. Einige der erhaltenen Stücke bilden eine interessante Symbiose zwischen ostasiatischer und europäischer Kultur. Es sind Porzellangegenstände aus Japan und China, die von europäischen Silberschmieden gefaßt und für den höfischen Gebrauch adaptiert wurden. Dazu gehören unter anderem silbermontierte Teller und Gefäße. Ihre blaue, rote und goldene Bemalung zeigt die charakteristischen Farben für japanisches Porzellan jener Epoche, das nach dem Ausfuhrhafen Imari benannt wird.
    Der Tafelaufsatz in Form einer Felsenlandschaft ist vermutlich eine Wiener Silberschmiedearbeit. Durch Löcher im silbernen Baumstamm konnte Räucherwerk seinen duftenden Rauch entströmen lassen. Auch die Früchte aus chinesischem Email verbargen duftende Essenzen.
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  • 26 - Mundzeug der Kaiserin Maria Theresia
    Mit dem Mundzeug hat sich ein sehr persönliches Utensil Kaiserin Maria Theresias erhalten. Es war ein eigens für sie angefertigtes und von ihr benütztes Besteck, das sie überall hin begleitete. Es setzt sich aus einem Messer, einer Gabel, einer Vorlegegabel und einem Löffel zusammen, ergänzt von einem kleinen Eierbecher, einem Eierlöffel mit Markzieher und einer Salzbüchse. Es besteht aus purem Gold und wurde um die Mitte des 18. Jahrhunderts geschaffen. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelten sich geschlossene Tafelbestecke, die Garnituren für 12, 24, 36 etc. Personen umfassten. Die Anzahl leitet sich von der Zahl der Apostel ab. Die gleichförmigen Besteckgarnituren ersetzten die persönlichen, individuell gestalteten Mundzeuge der kaiserlichen Familie.
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  • 27 - Wiener Hoftafel Silber
    Dass sich aus früheren Epochen so gut wie kein Hoftafelsilber erhalten hat, hat zwei Gründe: einerseits wurde Tafelsilber jederzeit rigoros eingeschmolzen und neu verarbeitet, sobald es abgenützt oder unmodern war oder der Besitzer Geldmangel litt. Die Hauptursache für die Vermünzungen Ende des 18. Jahrhunderts liegen jedoch in den napoleonischen Kriegen, zu deren Finanzierung beinahe alle Silbergegenstände in Österreich eingeschmolzen wurden. Da durfte auch das Hoftafelsilber keine Ausnahme machen und wurde ebenfalls diesem Zweck geopfert Die Silbergedecke wurden durch Porzellanservice der Wiener Manufaktur ersetzt. Erst ab 1830/35 begann man langsam, das Hoftafelsilber nachzuschaffen. Beauftragt wurde Stefan Mayerhofer, später komplettierten Mayerhofer & Klinkosch bzw. J. C. Klinkosch das Service, welches nach der Hochzeit von Kaiser Franz Joseph mit Prinzessin Elisabeth in Bayern 1854 besonders vermehrt wurde.
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  • 28 - Englisches Dessert-Service Minton
    Dieses Dessert-Service der englischen Manufaktur Minton war eines der Prunkstücke auf der Londoner Weltausstellung des Jahres 1851. Das aus 116 Teilen bestehende Porzellan-Service wurde mit der höchsten Auszeichnung für seine ästhetische Ausführung prämiert. Die englische Königin Victoria kaufte das Service und schickte einen Teil als Freundschaftsgeschenk an Kaiser Franz Joseph. Das bruchanfällige Kunstwerk mit unglasierten Buskuitfiguren und kleinen Bechern für die englische Eierrahmsauce wurde am österreichischen Hof nie verwendet. Die Fragilität des Materials machte dieses Luxusgut für seinen Zweck unbrauchbar. Damit endet der Rundgang durch die Silberkammer, begeben Sie sich nun in das Hauptgeschoß der Hofburg, in dem Sie das Sisi Museum sowie die historischen Wohnappartements Kaiser Franz Josephs und Kaiserin Elisabeths erwarten.
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  • 29 - Kaiserstiege
    Über die Kaiserstiege mit prachtvoller Stuckmarmorausstattung und vergoldeten Broncevasen erreichen Sie wie einst Kaiser Franz Joseph das Hauptgeschoß. Die Hofburg war über sechshundert Jahre Residenz der Habsburger und damit Zentrum des Heiligen Römischen Reiches. Neben ihrer Funktion als Regierungssitz und Verwaltungszentrum war die Hofburg vor allem aber Winterresidenz der kaiserlichen Familie – den Sommer verbrachte der Hof ab dem 18. Jahrhundert größtenteils im Schloß Schönbrunn.
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  • 30 - Eingang Sisi Museum
    Im April des Jahes 1854 kam die knapp sechzehnjährige Herzogin Elisabeth in Bayern nach Wien, um ihren Cousin Kaiser Franz Joseph zu heiraten. Nach der Hochzeit bezog sie ihr Appartement in der Hofburg und tauchte in die imperiale Welt des Wiener Hofes ein. Begeben Sie sich nun in das Sisi Museum - und erleben Sie in den folgenden 6 Räumen „Sisi – Mythos und Wahrheit“. Bitte beachten Sie, dass ab hier das Fotografieren nicht mehr gestattet ist.
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