Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer

Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer

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Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer episodes

  • 31 - Der Tod
    Am 10. September 1898 schockierte die Nachricht Europa: Kaiserin Elisabeth von Österreich ermordet! Elisabeths tragischer Tod war das Ende eines bewegten, unglücklichen und oft mißverstandenen Lebens einer außergewöhnlichen Persönlichkeit. Er trug aber auch entscheidend zur Enstehung eines Mythos bei, den Elisabeth schon zu Lebzeiten durch ihren unkonventionellen Lebensstil gefördert hatte. Wie entstand nun dieser Mythos? Begeben wir uns auf eine Suche nach der Persönlichkeit der Kaiserin!
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  • 32 - Entstehung eines Mythos
    Die Zeitungsausschnitte auf den beiden Tafeln vor und hinter Ihnen gehen der Frage nach, wie Elisabeth von zeitgenössischen Journalisten gesehen wurde. Sie zeigen ganz deutlich, dass Elisabeth zu ihren Lebzeiten nicht die allseits beliebte, umjubelte schöne Kaiserin war, die Titelseiten füllte. Tatsache ist, dass über Elisabeth, die sich sehr früh ihrer öffentlichen Rolle als Kaiserin entzog und in den letzten Jahren selten in Wien weilte, auch nur selten berichtet wurde. Da die Zeitungen innerhalb der Monarchie außerdem einer strengen Zensur unterlagen, war eine offene kritische Auseinandersetzung mit der Kaiserin kaum möglich. Kaiser Franz Joseph nahm hier die weitaus wichtigere Rolle ein, der „gute alte Kaiser“ war in den Herzen der Bevölkerung verankert, ihm galt die ganze Sympathie. Das zeigen auch die Zeitungsmeldungen nach dem Tod der Kaiserin, in denen das Mitgefühl vor allem dem Kaiser gilt, der einen neuerlichen schweren Schicksalsschlag verkraften muß. Erst nach ihrem tragischen Tod wurde Elisabeth zur verehrten, selbstlosen und guten Kaiserin stilisiert, und somit ein verfälschtes Bild weitergegeben.
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  • 33 - Die Ikone
    Zu Lebzeiten Elisabeths hatte man sich nur wenig für die zurückgezogene und eher „seltsame“ Kaiserin interessiert – erst nach ihrem Tod wurden die Möglichkeiten der Vermarktung der unglücklichen schönen Kaiserin, die tragisch ums Leben gekommen war, erkannt und auch so weitergegeben. Schnell verbreiteten sich unzählige Gedenkbilder, Gedenkmünzen und andere Memorabilia, die an die Kaiserin erinnerten.
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  • 34 - Denkmäler
    Nach dem Tod Elisabeths wurden zahlreiche Denkmäler errichtet. Noch vor Wien fanden in Budapest 1901 und 1902 zwei Wettbewerbe für ein Elisabeth Denkmal statt. Diese Aktivitäten und ähnliche in Salzburg führten in Wien zur Gründung eines Denkmalkomitees. Die mit viel Unstimmigkeiten verbundene Suche nach einem würdigen Standort entschied der Kaiser zugunsten des Volksgartens.
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  • 35 - Klotz Statue
    Die schlichte Stehfigur für Salzburg inspirierte den Wiener Bildhauer Hermann Klotz, der sein Vorbild um ein Bewegungsmoment bereicherte. Die „Hoheitsvoll – Schreitende“ wurde lebensgroß und als Kleinplastik ausgeführt. Seine Interpretation fand große Anerkennung. Ein Exemplar der Kleinplastik schmückte sogar das Arbeitszimmer des Kaisers im Schloss Schönbrunn. Die hier ausgestellte lebensgroße Plastik war ein Geschenk des Erzherzogs Franz Salvator, dem Schwiegersohn der Kaiserin, an die Republik.
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  • 36 - Elisabeth im Film
    Erst mit den Filmproduktionen wurde Elisabeth zu der weltweit bekannten und verehrten „Sissi“. Dazu trug vor allem die Sissi Trilogie von Ernst Marischka aus den 50er Jahren bei, mit der die junge Romy Schneider berühmt wurde. Sie prägte und prägt bis heute das Bild der jungen, herzigen, ungezwungenen „Sissi“, das jedoch nur bedingt mit der tatsächlichen Persönlichkeit der Kaiserin Elisabeth übereinstimmt.
    Nähern wir uns also der historischen Elisabeth:
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  • 37 - Jugendzeit in Bayern
    Am 24. Dezember 1837 wird Elisabeth in München als Tochter von Herzog Maximilian in Bayern und der bayerischen Königstochter Ludovika geboren. Sisi – wie Elisabeth im Familienkreis genannt wird – ähnelt in vielem ihrem Vater – der volkstümliche Herzog liebt die Natur, ist ein passionierter Reiter und Reisender. Sisi wächst mit ihren sieben Geschwistern sehr frei und ungezwungen in München und in Schloß Possenhofen am Starnberger See auf, abseits von Etikette, Zeremoniell und höfischen Zwängen. Zu ihrem um zwei Jahre jüngeren Bruder Karl Theodor, der in der Familie „Gackel“ genannt wird, hat Elisabeth zeitlebens ein besonders inniges Vehältnis.In der linken Vitrine sehen sie ein Aquarell, das die Geschwister zeigt. Das Kinderkleidchen, das Elisabeth auf dem Bild trägt, können sie in diesem Raum als Replik sehen.
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  • 38 - Verlobung in Ischl
    Im Sommer 1853 begleitet Sisi ihre Mutter und ältere Schwester Helene – Néné genannt- nach Bad Ischl, um den 23. Geburtstag ihres Cousins, des jungen Kaisers Franz Joseph zu feiern. Eigentlicher Grund dieser Reise sind allerdings Hochzeitspläne, die die Mütter der beiden, die Schwestern waren, geschmiedet haben. Franz Joseph verliebt sich Hals über Kopf in die fünfzehnjährige Sisi. Am 19. August findet die feierliche Verlobung statt, Sisi ist von all der Aufmerksamkeit, die man ihr entgegenbringt, eingeschüchtert und still – Franz Joseph ist überglücklich. Auch seine Mutter, Erzherzogin Sophie hat Verständnis für die verschreckte Sisi und ist im übrigen gar nicht, wie so oft berichtet, gegen die Wahl ihres Sohnes, sondern freut sich ihn so glücklich zu sehen.
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  • 39 - Polterabendkleid
    Nach der Verlobung in Ischl kehrt Sisi nach Bayern zurück, wo sofort mit den Hochzeitsvorbereitungen begonnen wird. Unter anderem wird Sisi auf ihre künftige Rolle als Kaiserin von Österreich vorbereitet – Sisis Unbehagen und ihre Angst vor dem Wiener Hof nimmt zu. Sie spürt, dass sie mit ihrer Verlobung vor der Kulisse Bad Ischls die Bühne der Weltgeschichte betreten und damit ihre persönliche Freiheit aufgegeben hat. Nur wenige Kleider Elisabeths sind bis heute erhalten. Dazu zählt das sogenannte Polterabendkleid, von dem Sie hier eine Nachbildung sehen. Das Original befindet sich im Kunsthistorischen Museum, kann aber aus konservatorischen Gründen nicht mehr präsentiert werden. Elisabeth trug dieses außergewöhnliche Kleid vermutlich anlässlich der Abschiedssoiree vor ihrer Abreise nach Wien. Interessant sind vor allem die orientalischen Verzierungen auf der Stola des Kleides, neben einem Sultanszeichen ist eine arabische Inschrift gestickt, die übersetzt „Oh mein Herr welch schöner Traum“ bedeutet.
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  • 40 - Hochzeit
    Mit ihrer Hochzeit am 24. April 1854 beginnt für Elisabeth ein neuer Lebensabschnitt. Elisabeth ist mit den zeremoniösen Feierlichkeiten, den fremden Blicken und großen Erwartungen überfordert. Während ihres ersten Empfanges als Kaiserin bricht sie vor Erschöpfung in Tränen aus und verläßt den Saal. Elisabeth versucht zu Beginn die Erwartungen, die in sie gesetzt werden zu erfüllen. Das Kaiserpaar bekommt vier Kinder, die älteste Tochter, Sophie, verstirbt jedoch bereits mit 2 Jahren. Elisabeth ist verzweifelt, muß ihre Gefühle aber unterdrücken, denn die repräsentativen Pflichten werden den persönlichen Befindlichkeiten vorangestellt.
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