Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer

Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer

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Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer episodes

  • 61 - Konferenzzimmer
    In diesem Raum fanden die Ministerkonferenzen, die sogenannten “Minister Conseils” statt, bei denen der Kaiser stets den Vorsitz führte. Die Marmorbüste sowie der Ehrensäbel rechts neben der hinteren Wandnische erinnern an Feldmarschall Radetzky, einem der berühmtesten Militärs der Monarchie. Unsterblich wurde der Feldmarschall jedoch durch den nach ihm benannten Radetzkymarsch von Johann Strauß Vater. Die Gemälde zeigen Schlachtenszenen aus der ungarischen Revolution 1849. Durch die geöffnete Tür im Hintergrund sehen Sie in die sogenannte Kaisergarderobe, in der sich zur Zeit Franz Josephs jene Schränke und Kommoden befanden, in denen die Kleidung des Kaisers aufbewahrt wurde. Franz Joseph trug fast ausschließlich Uniform. Nur bei privaten Reisen war er in Zivil gekleidet, bei der Jagd trug er Lederhosen, grüne Weste, Bergschuhe und Steirerhut.
    2 min
  • 62 - Arbeitszimmer
    Kaiser Franz Joseph nahm seine Verantwortung als Kaiser eines Vielvölkerreiches sehr ernst und sah seine Aufgabe weniger im prunkvollen Repräsentieren, sondern fühlte sich zeitlebens als erster Beamter seines 56 Millionen Einwohner zählenden Reiches. Die meiste Zeit des Tages verbrachte er daher in seinem Arbeitszimmer um alle Akten, die er unterzeichnen sollte, studieren zu können. Sein Arbeitstag begann vor fünf Uhr morgens und endete erst spätabends nach öffentlichen Diners, Empfängen oder Bällen. Hinter dem Schreibtisch sowie an der linken Wand sehen Sie Portraits Elisabeths von Franz Xaver Winterhalter, welche die Kaiserin mit offenem Haar zeigen. Diese Gemälde seiner “Engels-Sisi”, wie Franz Joseph seine geliebte Frau nannte , waren die Lieblingsportraits des Kaisers. Die geoffnete Tapetentür im Hintergrund führt in das Zimmer des Leibkammerdieners Eugen Ketterl. Er war für das persönliche Wohl Franz Josephs verantwortlich, stand dem Kaiser jederzeit zur Verfügung und servierte ihm das Frühstück sowie kleine Mahlzeiten an den Schreibtisch.
    2 min
  • 63 - Schlafzimmer
    Als das Kaiserpaar getrennte Schlafzimmer bezog, wurde dieses Zimmer als Schlafzimmer des Kaisers eingerichtet. Franz Joseph schlief in diesem einfachen Eisenbett, worin sich auch der spartanische Lebensstil des Kaisers widerspiegelt. Franz Joseph begann seinen Tag lange vor Tagesanbruch, meist um halb vier Uhr früh, nur nach größeren Festlichkeiten gönnte er sich noch eine Stunde Schlaf. Zunächst wurde der Kaiser in einer Kautschuk-badewanne, die täglich im Schlafzimmer aufgestellt wurde, von einem “Badewaschler” gebadet. Der einfache Toilettetisch für die tägliche Hygiene, den Sie vor dem Bett sehen, zeigt, daß Franz Joseph nicht nur eine bescheidene Ausstattung seiner Privatgemächer bevorzugte, sondern auch jeglichen Luxus als überflüssig ablehnte. Nachdem sich der Kaiser angekleidet hatte, verrichtete er auf dem Betschemel, den Sie rechts neben dem Bett sehen, knieend sein tägliches Morgengebet. Anschließend wurde ihm das Frühstück im Arbeitszimmer serviert.
    2 min
  • 64 - Großer Salon
    Die Raumgestaltung geht wie im gesamten Appartement des Kaisers größtenteils auf das 18. Jahrhundert zurück, während die Möblierung aus der Zeit Franz Josephs stammt. Wie alle Räume der Hofburg wurde auch der Große Salon mit Keramiköfen geheizt. Die Öfen wurden ursprünglich von den k.k. Hofofenheizern ausschließlich von außen über den hinter den Räumen liegenden Heizgang mit Holz beheizt, um die Räume nicht zu verschmutzen. Ab 1824 wurde succzessive die Professor Meißnersche Luftheizung installiert, wobei die Öfen zentral durch Rohrleitungen mit Heißluft gespeist wurden.
    1 min
  • 65 - Kleiner Salon/Gedenkzimmer Kaiser Maximilian von Mexiko
    Dieser Raum wurde zur Zeit Franz Josephs als Rauchsalon verwendet, in den sich die Herren zurückziehen konnten, da man in Gegenwart von Damen nicht zu rauchen pflegte. Heute ist dieser Raum als Gedenkzimmer für Kaiser Maximilian von Mexiko, den jüngeren Bruder Franz Josephs eingerichtet. An der rechten Wand sehen Sie sein Portrait. Maximilian nahm im Jahr 1864 die mexikanische Kaiserkrone an und ging mit seiner ehrgeizigen Frau Charlotte von Belgien nach Mexiko, die ihren Mann gedrängt hatte, trotz der schwierigen politischen Situation die Krone anzunehmen – ihr Portrait sehen Sie an der linken Wand. Schon kurz darauf zog jedoch Frankreich seine zugesagte Unterstützung zurück womit Maximilian den Revolutionären unter Benito Juarez ausgeliefert war, gefangengenommen und 1867 schließlich hingerichtet wurde. Mit diesem Raum endete das Appartement des Kaisers.
    2 min
  • 66 - Appartement der Kaiserin Elisabeth: Wohn- und Schlafzimmer
    Ab 1857 bewohnte Elisabeth das Hauptgeschoß der Amalienburg, das an das Appartement des Kaisers anschloß. Elisabeth nützte diesen Raum sowohl als privaten Wohnsalon als auch als Schlafzimmer. Das Bett stand in der Mitte des Raumes und war durch einen Paravent geschützt. Am Schreibtisch in der hinteren Fensternische erledigte Elisabeth ihre Korresondenz und schrieb auch einige ihrer zahlreichen Gedichte. Heute sehen Sie hier ein Faksimile ihres Testamentes.
    2 min
  • 67 - Toilette-und Turnzimmer
    Das Toilette- und Turnzimmer war der wichtigste und zugleich persönlichste Raum Elisabeths, in dem sie die meiste Zeit verbrachte. Links sehen Sie den Toilettetisch der Kaiserin an dem Elisabeth täglich 2-3 Stunden beim Frisieren saß. Diese Stunden nützte die Kaiserin vor allem zum Lesen und um Sprachen zu erlernen, Elisabeth sprach neben englisch und französich auch perfekt ungarisch. Elisabeth liebte vor allem die griechische Antike und Mythologie - auf dem kleinen Sessel neben dem Toilettetisch saß meistens ihr griechischer Vorleser Constantin Christomanos, der der Kaiserin während der aufwendigen Prozedur des Frisierens aus Homers Odysse oder Ilias vorlas, oder er kontrollierte die griechisch Übungen der Kaiserin, die auch alt- und neugriechisch erlernte. In diesem Raum absolvierte die Kaiserin - zum großen Entsetzen und Unverständnis des Hofstaates - aber auch ihr tägliches Turnprogramm, um ihre schlanke Linie zu erhalten und fit zu bleiben. Vor sich können Sie die dafür verwendete Sprossenwand, das Reck sowie die im Türrahmen befestigten Ringe sehen.
    3 min
  • 68 - Toilette
    Vom Toilettezimmer gelangen Sie nun in die sanitären Räumlichkeiten der Kaiserin. Im Durchgang können Sie rechterhand einen Blick in die Toilette der Kaiserin werfen. Das Wasserklosett aus bemaltem Porzellan hat die Form eines Delphins, daneben ist ein kleines Waschbecken zu sehen.
    1 min
  • 69 - Badezimmer
    Hinter ihrem Toilettezimmer ließ sich Elisabeth 1876 als erstes Mitglied der kaiserlichem Familie ein eigenes Badezimmer nach heutigen Maßstäben einrichten. An der linken Seite steht bis heute die Badewanne der Kaiserin aus verzinktem Kupferblech, die dazugehörigen Armaturen sowie der Badewanneneinsatz sind leider nicht erhalten. Hier nahm Elisabeth ihre Bäder, und auch – oft Dampf- oder Ölbäder sowie kalte Bäder zur Anregung des Kreislaufes und der Durchblutung. Auch die Prozedur des Haarewaschens mit einer eigens für Elisabeth angefertigten Mixtur aus Eigelb und Cognac, die einen ganzen Tag in Anspruch nahm, fand hier statt. Besonders interessant ist der historische Linoleumboden – eine damals ganz moderne Neuerfindung. Durch die Tür gelangen Sie nun in die beiden sogenannten „Bergl-Zimmer“, die vermutlich als Ankleideräume der Kaiserin dienten.
    2 min
  • 70 - Bergzimmer
    Die „Bergl-Zimmer“ sind nach dem Maler Johann Bergl benannt, der die Räume um 1766 ausmalte. Durch die vollständig bemalten Wände wird man in eine phantastische exotische Landschaft mit üppiger Pflanzen- und Tierwelt versetzt. Verweilen Sie ein paar Minuten und entdecken Sie zahlreiche Details wie kleine Vögel, Schmetterlinge, und exotische Früchte, die diese Phantasielandschaft lebendig erscheinen lassen. Von hier aus gelangen Sie nun in den Kleinen Salon der Kaiserin. Bevor Sie sich hier jedoch nach rechts wenden, werfen Sie noch einen Blick nach links in den großen Salon der Kaiserin – Raum Nr. 71.)
    1 min

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