Die Asylproblematik hat schon für viele Krisensitzungen gesorgt. Gestern hat es in Berlin zu diesem Thema ein Elefantenrunde gegeben, um eine Lösung zu finden. Die Koalitionsspitzen von CDU/CSU und SPD haben sich getroffen, um zu deeskalieren. Vor allem innerhalb der Union scheinen
die unterschiedlichen Auffassungen unüberwindlich. Hintergrund des Zoffs ist der Plan von Innenmister Horst Seehofer, Asylbewerber, die bereits in einem anderen EU-Land registriert wurden, an der deutschen Grenze abzuweisen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist gegen diesen "nationalen Alleingang". Sie möchte auf dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag für eine "europäische Lösung" in der Flüchtlingspolitik werben. Die Union zwerfleischt sich an dieser Frage und die SPD versucht den Laden zusammenzuhalten. Da könnte sich die Opposition ins Fäustchen lachen und sagen, das stärkt unsere Position und Politik. Wolfgang Kubicki ist Oppositonspolitiker und stellvertretedner Bundesvorsitzender der FDP. Seinen Standpunkt hat er Werner Schlierike im Interview erläutert.