"Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor" kurz EUGT - klingt wissenschaftlich und vor allem seriös. Und genau das war auch ein ganz wichtiger Zweck, als dieser Verein gegründet worden ist 2007 von den deutschen Autobauern BMW, Daimler, Volkswagen und dem Zulieferkonzern Bosch. Ein Lobbyverein, der passende Studien liefern sollte, die die Produkte der Autobauer in einem günstigen Licht erscheinen lassen.
Und so hat diese EUGT unter anderem Versuche mit Menschen und Affen und in Auftrag gegeben. Die Affen haben in einem Institut in den USA Dieselabgase einatmen müssen, um zu zeigen, dass der sogenannte "Clean Diesel" nicht mehr so schädlich ist wie herkömmliche Dieselmotoren. Und bei einem anderen Versuch im Auftrag dieser EUGT ist eine Menschengruppe begast worden mit Stickstoffdioxid an einem Institut der Uniklinik in Aachen, das allerdings behauptet, da sei es nicht um den Dieselskandal gegangen, sondern um Stickstoffdioxidbelastung am Arbeitsplatz. hr-iNFO-Moderator Ulli Höhmann im Interview mit dem Vorsitzenden des deutschen Ethikrats mit Peter Dabrock.