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Christian Henke: "2008 lässt grüßen, die Angst ist wieder aufgekommen, dass es zu einer Finanzmarktkrise 2.0 kommt. Wir können die Anleger beruhigen, Credit Suisse ist gerettet, die Kunden der Silicon Valley Bank bekommen ihr Geld wieder. Aber letztendlich, die Angst ist spürbar. Die Bank-Aktien waren in den letzten Monaten und Wochen die Gewinner waren. Irgendwann recht sich das Tempo der US-Notenbank Fed. Wie belastbar war / ist die Erholungsrallye: Das hängt davon ab, welche Nachbeben wir bekommen. Die Credit Suisse ist gerettet, aber wer ist der nächste Wackelkandidat? Überwiegend sind das kleine US-Banken, kleine Sparkassen in den USA, aber auch hier in Europa, welche Bank ist als Nächstes dran? Jahre lang hat man immer gesagt, das italienische Bankensystem ist angeschlagen. Wenn eine Finanzkrise kommt, dann aus Italien. Wer ist das nächste Opfer? Dann wäre das Vertrauen dahin!"
"Die Hoffnungsrallye zeigt leichte Risse", sagt Salah Bouhmidi von IG. "Ich rechne mit volatiler Seitwärtsbewegung. Zinsen und Inflation wird uns noch eine Weile beschäftigen. Ebenso der Ukraine-Krieg." Die 14.800 Punkte im DAX sollten halten, ansonsten könnten wir dann doch eine Korrektur sehen. Banken und Versicherer profitieren von den höheren Zinsen. Die Commerzbank ist zurück im DAX. "Neben der Commerzbank ist auch die ING interessant. Ich kann mir durchaus Upside-Potenzial vorstellen." Und zum Abschluss gibt es noch eine Kaffee-Investmentidee.
Christian Henke IG: "Wo standen wir am 24. Februar 2022 und wo stehen wir heute nach 356 Kriegs-Tagen an den Börsen? Und da muss man ganz einfach sagen, wir stehen höher gegenüber dem Tag, als der leidige Ukraine-Krieg angefangen hat. Warum? - Mein Kursziel für 2023 ist 16.300 Punkte im DAX." Der Chemiekonzern BASF will 2.600 Stellen streichen. "Wenn man sich den Chart heute anschaut, wir haben eine schöne rote Kerze. Das freut natürlich den BASF-Aktionär weniger." Haben wir da doch schon die Rezession? - "Nachdem ich keinen Mercedes in der Garage habe, sehe ich eher die Mercedes-Aktie in meinem Depot." Mehr: https://www.ig.com/de
Timo Emden: "Der Bitcoin ist derzeit rund 21.600 USD wert, das sind rund 5 % weniger als vor einer Woche. Für Ethereum geht es aktuell unter die psychologisch wichtige 1.500 Dollarmarke, rund 10 % weniger als vor einer Woche. Seit Jahresbeginn war die Entwicklung richtig gut. Seit Jahresbeginn haben Anleger wieder verstärkt Fuß gefasst. Im Einklang mit den traditionellen Aktienmärkten. Auch im Krypto-Sektor gibt es die Zuversicht, dass die Inflationsraten sich wieder rückläufig sich bewegen. Was auch wieder die Zinssorgen drosselt!" - Ist jetzt Zeit, Bitcoin-Gewinne mitzunehmen? "Auf weite Sicht ist der Trend doch noch abwärts."
Zu Wochenstart muss der DAX Federn lassen. Der Jahresstart war aber auch ausgesprochen stark. IG-Analyst Salah Bouhmidi: "Wir sind ja eigentlich seit Anfang letzten Jahres in einem Bärenmarkt. Wenn wir die 14.800 nachhaltig unten brechen, dann würden wir den intakten Abwärtstrend fortsetzen. Und nach oben wird die Luft dünner. Ich erwarte keine Bewegungen über 15.500 Punkte". An der Wall Street sind auch keine großen Sprünge drin. "Der Seitwärtsmarkt könnte fortgesetzt werden." Einzelwerte im Fokus: Bayer "Chart zeigt Fortsetzung des Aufwärtstrends", Vonovia und die 3 großen A Amazon, Alphabet und Apple.
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Für alle Assetklassen sind die Entscheidungen der Notenbanken ein ganz wesentlicher Faktor. Das gilt auch für den Kryptosektor. Nun kommen in dieser Woche alle wichtigen Notenbanken mit Entscheidungen. Welche Rolle spielt diese Woche also für Kryptos? Krypto-Analyst Timo Emden: "Die Notenbankpolitik ist von zentraler Bedeutung für Kryptoassets. Der Hintergrund ist, dass die Aussicht auf höhere Zinsen dazu führt, dass zukünftige Gewinne weniger wert sind. Das ging zulasten der Nasdaq und damit auch zulasten der Kryptowerte, da diese gerne in die Schublade der Techwerte geworfen werden". Es ist noch immer viel Vertrauen zerstört, noch zum Beispiel ist unklar, wie eine mögliche Regulierung aussehen könnte. "Dann könnten auch Spekulationen laut werden: Bitcoinverbot ja/nein bzw. wie stark wollen wir regulieren?" Was für ein Kryptojahr könnte 2023 werden?
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Das heimliche Motto des diesjährigen Börsentags Dresden: "Aus Sparern werden Anleger. Und aus Anlegern vielleicht sogar Trader". Die Eckpfeiler des Tradings liefert IG-Analyst Christian Henke. Auf die Theorie in der Pandemie folgt für viele nun die richtige Praxis. "Die angehenden Anleger haben Fragen, z.B.: Wann steige ich aus, wenn ich im Gewinn bin?" Stichwort: Gewinnaversion. Auf der anderen Seite lockt die Gier. Gar nicht so einfach, sich zu positionieren. Henke rät allen Anlegern zu einem langfristigen Plan: "Wie ein römischer Feldherr: Schlachtplan machen und sich auch daran halten." Denn die Disziplin entscheidet über Erfolg und Misserfolg. "Erst das Kapital schützen, dann wachsen lassen."
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Der Jahresstart ist stark verlaufen, vor allem im DAX. Die psychologische Marke von 15.000 Punkten hält zu Wochenbeginn. Wie ist die Lage? Chartanalyst Salah Bouhmidi von IG: "Die Ampel ist auf Grün umgeschlagen und das an allen Aktienmärkten". Wichtig wird die charttechnische Lage in den USA. "Ich schaue gerne auf drei wichtige Muster: Die Weihnachtsrallye, der Weihnachtsmann enttäuscht die Börse nie, so auch diesmal. Den Fünftagesindikator, der ist auch positiv. Jetzt müssen wir noch auf den Januarindikator warten. Wenn der auch positiv ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das Jahr positiv wird". In der Berichtssaison kommen nun auch die großen Techs dran. Netflix hat positiv überrascht. Was sagt die Charttechnik? "Die Aktie ist in einem schönen neuen Aufwärtstrend." Bei Alphabet waren es Meldungen über Stellenstreichungen, die den Kurs beflügelt haben.
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Die Berichtssaison startet, den Anfang machen üblicherweise die großen US-Banken J.P. Morgan, Wells Fargo, Bank of America und Citigroup. Die Banken sind vor allem vor dem Hintergrund der steigenden Zinsen spannend. Das zeigt sich auch in Europa, wo die Zahlen zwar noch nicht da sind, die Banken aber schon recht gut performen. IG-Analyst Christian Henke: "Seit einigen Wochen und Monaten sind die Banken die Outperformer im Stoxx 600." Was ist charttechnisch möglich bei der Deutschen Bank und der Commerzbank?
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Die Euphorie ist raus, nach den Chaos-Tagen, dem FTX Fiasko oder dem Celsius Bankrott. Wer in den Bitcoin investiert, hat 2022 einiges Geld verloren. Sehr problematisch vor allem in El Salvador: Dort ist der Bitcoin seit Herbst 2021 sogar offizielles Zahlungsmittel - neben dem US-Dollar. Das sind noch ganz andere Probleme. An welcher Schwelle stehen wir denn jetzt zum Beginn 2023? Hat 2022 schon "aufgeräumt, wie damals beim Neuen Markt"? Ist dieser ganze Bitcoin-Markt jetzt mit der Konsolidierung durch? Wie groß ist die Gefahr der Überregulierung? Timo Emden IG: "Bitcoin hat 2022 ungefähr 65 % an Wert verloren, das tut erst mal ganz schön weh, wenn man im Hoch 2021 bei 69.000 USD eingestiegen ist, aber das wichtigste, was 2022 passiert ist, ist die Zinswende!" https://www.ig.com/de/trading-podcasts
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