
Sign up to save your podcasts
Or


Bei einem Wireless Access-Point, kurz WAP, handelt es sich vereinfacht ausgedrückt um eine Hardwarekomponente, die als Schnittstelle zwischen dem LAN- und dem WLAN-Netzwerk fungiert und mehreren Notebooks und anderen mobilen Endgeräte gleichzeitig den Zugriff auf Netzwerkressourcen und gegebenenfalls das Internet ermöglicht.
Wireless Access Points kommen hauptsächlich bei kleineren bis großen Netzwerkinstallationen zum Einsatz. Sie dienen zur Verstärkung des Funksignals und vergrößern somit die Reichweite des WLAN-Signals im gesamten Netzwerk. Das ist insofern von Vorteil, wenn es Bereiche gibt, in denen man ein WLAN-Netzwerk nutzen möchte, die Signalstärke aber nicht ausreicht.
Dabei gleicht ihre Arbeitsweise einem Switch oder eine Netzwerk-Bridge. Das bedeutet sie verbinden verschiedene Geräte auf hardwarenahem Niveau miteinander und vermeiden dabei einerseits Datenkollisionen durch Techniken wie CSMA/CA und überbrücken andererseits Unterschiede zwischen verschiedenen Übertragungsmedien.
Wireless Access Points sind im OSI-Modell in der Sicherungsschicht sprich in der Schicht 2, dem Data Link Layer, angesiedelt. Sie arbeiten in der Regel nach dem Standard IEEE-802.11 und werden per sogenannter Service Set Identifier, kurz SSID, von den Geräten im Netzwerk identifiziert. Dabei wird die Funkverbindung bzw. die Kommunikation durch die Verschlüsselungsverfahren Wired Equivalent Privacy (WEP), Wi-Fi Protected Access oder Wi-Fi Protected Access 2. Wobei man erwähnen muss, dass die Vorgänger WPA und Wired Equivalent Privacy inzwischen als überholt und angreifbar gelten.
Mittlerweile sind Wireless Access Points in vielfältigsten Ausführungen verfügbar. Neben spezialisierter Hardware gibt es auch Softwarelösungen, mit denen sich klassische Rechner zu einem Wireless Access Point umrüsten lassen.
Außerdem lassen sich aktuelle Wireless Access Points über ein Set von verschiedenen Betriebsmodi, die unterschiedliche Infrastrukturen abbilden, unterscheiden:
Hierunter zählen: Infrastruktur Modus, Ad-Hoc Modus, Client Modus, Ethernet Bridge Modus, Bridge Modus, Repeater Modus.
Dazu zählt:
Kommen wir nun zu den Vor-und Nachteilen, die der Einsatz von Wireless Access Points bringt?
Wireless Access Points bieten eine ganze Reihe von Vorteilen, die ich zum Teil bereits erwähnt habe:
Dazu zählen:
Die nennenswerten Nachteile von Wireless Access Points sind:
Bevor wir nun zum Ende unseres heutigen Podcast kommen, möchte ich noch ganz kurz auf das Thema Sicherheit eingehen.
Ein Wireless Access-Point stellt ein potenzielles Einfallstor dar. Um das Netzwerk vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen, muss man darauf achten, dass der eingesetzte Wireless Access Point die aktuellen Sicherheitstechniken unterstützt. Außerdem lassen sich die Endgeräte mit dem WiFi-Protected Setup, kurz WPS, über das WLAN mit dem Router verbinden, ohne dass der Netzwerkschlüssel benötigt wird.
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Die Abkürzung TPM steht für Trusted Platform Module. Es handelt sich hierbei um einen Mikrochip, der Computer oder ähnliche Geräte um grundlegende Sicherheitsfunktionen erweitert, um die Plattformintegrität sicherzustellen. Sobald es auf einem System installiert ist, dient es zur sicheren Hinterlegung von Schlüsseln, Passwörtern und digitalen Zertifikaten, um eine Plattform-Validierung zu ermöglichen, eine zentrale Vertrauensbasis einzurichten und die Voraussetzungen für das Management von Anwender-Legitimationen zu schaffen. Außerdem lässt sich mit dem TPM verifizieren, dass an der Hardware keine Veränderungen vorgenommen wurden und am BIOS keine Manipulationen erfolgt sind.
TPM-Chips werden grundsätzlich nach der TCG-Spezifikation entwickelt. Die TCG-Spezifikation basiert auf einem offenen herstellerneutralen Industriestandard, der durch die Trusted Computing Group, einer Non-Profit-Organisation von Firmen, für das Trusted Computing entwickelt, definiert und gefördert wird.
Das TPM ist laut TCG-Spezifikation ein passives Modul. Das bedeutet, dass jede Aktion einer TPM-Komponente von außerhalb des TPM über eine entsprechende Schnittstelle angestoßen werden muss. Auf den ersten Blick ist es mit einer Chipkarte vergleichbar. Das heißt es enthält unter anderem logische Einheiten, Speicherbereiche und einen Ein-/Ausgabekanal. Der signifikante Unterschied besteht jedoch darin, dass ein TPM-Chip an eine Plattform bzw. ein System gebunden ist, wogegen eine Chipkarte in aller Regel einen einzigen Besitzer hat.
Die Sicherheitsfunktionen, die die TPM-Module bieten, sind umfassend. Dazu zählen:
Versiegelung, Auslagerung, Bescheinigung, Schutz für kryptografische Schlüssel und sicherer Zufallsgenerator.
Außerdem sind im Trusted Platform Module diverse Zertifikate und Schlüsselpaare enthalten, die zum einen die Korrektheit des Herstellungsprozesses bestätigen sollen und zum anderen das Modul eindeutig identifizieren und zum Verschlüsseln oder digitalen Signieren von Daten dienen.
Die genannten Zertifikate dienen dem Nachweis der Vertrauenswürdigkeit des Computersystems im Auslieferungs- bzw. Herstellungszustand. Alle entsprechenden Schlüssel befinden sich an ausgezeichneten Speicherplätzen innerhalb des TPMs.
Neben diesen Zertifikaten und Schlüsseln enthält jedes Trusted Platform Module einen eindeutigen Storage Root Key, kurz SRK.
Als weitere fundamentale Basiskomponenten des Trusted Platform Module sind die Roots of Trust zu nennen.
Bevor wir nun zum Ende unseres heutigen Podcast kommen, möchte ich kurz die wichtigsten Punkte noch einmal zusammenfassen.
Mit einem Trusted Platform Modul können Sie ihre Geräte wie Mainboards von PCs, Notebooks und Mobiltelefone um grundlegende Sicherheitsfunktionen erweitern. Zusammen mit einem angepassten Betriebssystem und einer geeigneten Software erstellen Sie mit einem Trusted Platform Modul eine Trusted Computing Plattform. Diese ermöglicht eine weitreichende und umfangreich konfigurierbare Zugriffs- und Verwendungskontrolle, die typischerweise in Bereichen wie dem Lizenzschutz und dem Datenschutz genutzt wird. TPM-Chips stellen Ihnen verschiedene Sicherheitsfunktionen bereit um die Plattformintegrität zu gewährleisten.
Kurzum: Auf ein TPM kann immer dann zurückgegriffen werden, wenn es gilt, sichere kryptografische Operationen durchzuführen und/oder ein sicheres Speichermedium bereitzustellen.
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Bevor ich Ihnen diese Frage beantworte, möchte ich ganz kurz auf zwei Begriffe eingehen, die häufig in Zusammenhang mit Hotspots genannt werden: WLAN und WiFi
Die Abkürzung WLAN steht für Wireless Local Area Network und bedeutet zu Deutsch: Drahtloses lokales Netzwerk. Die Verbindung zum Internet erfolgt also drahtlos über einen sogenannten WLAN-Router. Der wesentliche Unterschied zu einem normalen LAN ist, dass das Endgerät beispielsweise ein Notebook nicht mit einem Kabel, sondern über ein Funksignal mit dem Internet verbunden ist. WLANs zeichnen sich durch ihre große Sendeleistung, Reichweite sowie ihrer hohen Datenübertragungsrate aus.
WiFi hingegen steht für Wireless Fidelity und ist ein Kunstwort, das für den 802.11 Funk-Standard und dazu kompatible Geräte steht. Der Begriff WiFi wurde von einer Organisation namens Wi-Fi Alliance entwickelt, die Tests überwacht, die den nahtlosen Austausch zwischen Produkten zertifizieren. Ein Produkt, das die Tests besteht, erhält das Label "Wi-Fi certified" nach dem IEEE-802.11-Standard.
Kehren wir nun zurück zu unserer Ausgangsfrage: Was ist eigentlich ein Hotspot?
Ein Hotspot ist ein öffentlicher oder privater WLAN-Zugriffspunkt außerhalb des eigenen WLAN- Netzes. Öffentliche Hotspots, findet man mittlerweile an vielen öffentlichen Anlaufstellen wie Universitäten, Bibliotheken, Krankenhäusern, Flughäfen oder aber in Hotels, der Gastronomie und in Einkaufszentren. Während private WLAN-Zugänge nur von der Familie und vielleicht noch Gästen genutzt werden, sind Hotspots von vornherein auf eine öffentliche Nutzung angelegt.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen gesicherten Netzwerken, auf die man ohne entsprechende Zugangsdaten keinen Zugriff hat, und ungesicherten Netzwerken, die für alle frei zugänglich sind. Beides hat seine Vor- und Nachteile.
Wie funktioniert ein Hotspot-System?
Grundsätzlich werden öffentliche Hotspots mit speziellen "Free WiFi" oder "Hotspot" Schildern oder Aufkleber gekennzeichnet.
Sobald sich ein Nutzer in der Nähe eines öffentlichen WLAN-Hotspots befindet, muss er nur das WLAN seines Endgeräts aktivieren und nach "Verfügbare Netzwerke" suchen. Wird das WLAN des Anbieters angezeigt, kann er sich mit dem Netzwerk verbinden. Falls sich der Nutzer noch nicht authentifiziert hat, wird sein Web-Browser automatisch zunächst auf eine Anmeldeseite, ein sogenanntes Captive Portal, geleitet. Dort muss sich der Nutzer mittels Eingabe eines gültigen Prepaid- Codes oder Passwortes authentifizieren. Der eingegebene Prepaid- Code oder das Passwort wird anhand einer Datenbank, die im Internet oder lokal auf einem Hotspot-Router liegt, überprüft. Wenn der Code bzw. das Passwort mit den Informationen auf der Datenbank übereinstimmt wird der Benutzer freigeschaltet. Gleichzeitig wird ein Timer aktiviert der sicherstellt, dass der Zugang nach Ablauf der gebuchten Zeit endet und gesperrt wird. Allerdings ist es möglich, die Internet-Sitzung zwischenzeitlich zu unterbrechen. Meldet sich ein Nutzer ab, kann er sein nicht verbrauchtes Zeitguthaben später weiter nutzen. Einige Systeme bieten zudem die automatische Speicherung des Guthabens, falls der Benutzer vergisst, sich abzumelden.
In der Regel sind auf Hotspots eine Benutzerisolierung konfiguriert. Das bedeutet, dass die Daten, die an einen anderen Benutzer des gleichen Hotspots gerichtet sind, nicht weitergeleitet werden und damit der gegenseitige Zugriff auf Netzwerkdienste von Geräten anderer Benutzer unterbunden wird. Allerdings bietet die Benutzerisolierung keinen Schutz gegen das Abhören eigener Daten, da diese von Cyberkriminellen mit sogenannten Sniffer-Programmen auch direkt empfangen werden können.
Und da es bei der Nutzung öffentlicher Netzwerke keine absolute Sicherheit gibt, gilt jedoch die Grundregel bestenfalls überhaupt keine vertraulichen Daten über ein fremdes WLAN-Netz abzurufen. Will der Nutzer dennoch surfen, dann sollte er folgende Maßnahmen treffen:
Werden die genannten Maßnahmen zur Sicherung des eigenen Datenverkehrs getroffen, so bewegt man sich bereits deutlich sicherer durch öffentliche Netzstrukturen. Trotzdem sollte man sich im Einzelfall immer zweimal überlegen, ob man mit dem Abrufen und dem Transfer vertraulicher Daten nicht „warten" kann, bis man sich in einer geschützten Netzwerkumgebung befindet.
Bevor wir zum Schluss unseres heutigen Podcast kommen, möchte ich der Vollständigkeit halber noch kurz auf mobile Hotspots eingehen.
Grundsätzlich hat es Vorteile, einen mobilen Hotspot einzurichten anstatt einen lokalen Hotspot zu nutzen. Denn lokale Hotspots, wie etwa in einem Café, sind häufig überlastet und haben zudem nur eine bestimmte Reichweite. Mit einem mobilen Hotspot ist man unabhängig von diesen Faktoren. Außerdem bietet ein mobiler Hotspot Sicherheit, da die Daten nicht über das Netzwerk eines öffentlichen lokalen Hotspots fließen, bei dem andere WLAN-Nutzer diese möglicherweise einsehen könnten.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, um einen mobilen Hotspot einzurichten.
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Die Abkürzung FTP steht für File-Transfer-Protocol und ist die englische Bezeichnung für „Dateiübertragungsprotokoll". Bei diesem Protokoll handelt es sich genauer gesagt um ein Netzwerkprotokoll, welches den Transfer von Daten zwischen einem Server und Client in einem IP-Netzwerk ermöglicht.
Die ursprüngliche Spezifikation des File-Transfer-Protocol wurde am 16. April 1971 als RFC 114 veröffentlicht. RFC steht für Request for Comments und bezeichnet ein formelles Dokument der Internet Engineering Task Force. Im Oktober 1985 wurde mit RFC 959 die heute noch gültige Spezifikation des File Transfer Protocol eingeführt. Somit gilt das File-Transfer-Protocol als eines der ältesten Protokolle, die es im Zusammenhang mit dem Internet gibt.
Das File-Transfer-Protocol dient primär dem Austausch von Dateien zwischen einem Client und einem Server oder der Übertragung zwischen zwei Servern. Hierbei sind mehrere Konstellationen denkbar:
und
Sobald eine FTP-Verbindung hergestellt worden ist, können FTP-User nicht nur Dateien hoch- und herunterladen, sondern auch neue Verzeichnisse anlegen, verändern, auslesen oder löschen. Außerdem können sie Dateien umbenennen, verschieben und löschen. Zudem ermöglicht das File Transfer Protocol die Berechtigungsverwaltung für Dateien. Sprich, man kann festlegen, ob gespeicherte Dateien nur vom Besitzer, von einer bestimmten Gruppe oder von der Öffentlichkeit gelesen, geändert oder ausgeführt werden dürfen.
Aber lassen Sie mich die Dateiübertragung mittels des File Transfer Protokolls noch etwas näher erklären.
Um einen FTP-Server zu erreichen, ist zunächst einmal der Verbindungsaufbau durch eine Benutzerauthentifizierung und einen FTP-Client notwendig. Beim FTP-Client handelt es sich um eine Software, die in den meisten Betriebssystemen standardmäßig integriert ist und welches das FTP-Protokoll zur Übertragung von Dateien nutzt.
Ein FTP-Verbindungsaufbau sieht vor, dass das FTP zwei separate Verbindungen zwischen Client und Server herstellt. Eine Verbindung ist der Steuerkanal über den TCP-Port 21. Dieser Kanal dient ausschließlich zur Übertragung von FTP-Befehlen, auch Kommandos genannt und deren Antworten. Die zweite Verbindung ist der Datenkanal über den TCP-Port 20. Dieser Kanal dient ausschließlich zur Übertragung von Daten.
Im ersten Schritt wird also der Steuerkanal vom FTP-Client zum FTP-Server aufgebaut. Steht der Steuerkanal werden sowohl Befehle des Clients zum Server gesendet als auch die Antworten des Servers zum Client übertragen. Im zweiten Schritt wird Datenverbindung vom FTP-Server zum FTP-Client initiiert, um die Daten auszutauschen, wie es in den Kommandos festgelegt wurde. Sobald die Dateiübertragungen abgeschlossen sind, werden die Verbindungen vom Benutzer oder vom Server (Timeout) beendet.
Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Herangehensweisen, einen Datei-Transfer zwischen Client und Server zu initialisieren: den aktiven und den passiven Verbindungs-Modus.
Beiden gemein ist, dass zuerst eine Steuerverbindung aufgebaut wird, über die FTP-Kommandos gesendet werden, und anschließend zum Datentransfer eine Datenverbindung aufgebaut wird.
Der Unterschied liegt darin, wer diese Verbindungen aufbaut - Client oder Server. Im Detail läuft das folgendermaßen ab:
Neben dem aktiven und dem passive Verbindungs-Modus kennt das FTP zwei verschiedene Übertragungsmodi: Den ASCII-Modus und den Binary-Modus, wobei sich die beiden Modi in der Art der Codierung unterscheiden.
Außerdem bieten viele FTP-Server, vor allem Server von Universitäten ein sogenanntes Anonymous FTP an. Hier ist zum Einloggen neben den realen Benutzerkonten ein spezielles Benutzerkonto, typischerweise „anonymous" und/oder „ftp", vorgesehen, für das kein (oder ein beliebiges) Passwort angegeben werden muss. Früher gehörte es zum „guten Ton", bei anonymem FTP seine eigene, gültige E-Mail-Adresse als Passwort anzugeben. Die meisten Webbrowser tun dies heute nicht mehr, da es aus Spamschutz-Gründen nicht zu empfehlen ist.
Bevor wir nun zum Ende unseres heutigen Podcast kommen, möchte Ihnen kurz die Begriffe FTPS und SFTP erläutern und vor allem warum sie zum Einsatz kommen.
Zunächst einmal müssen Sie wissen, obwohl ein -User zum FTP-Verbindungsaufbau stets ein Kennwort und Passwort eingeben muss, erfolgt die Übertragung von Dateien zwischen Client und Server immer unverschlüsselt. Das bedeutet, dass mit etwas Know-How und den richtigen Tools die gesamte Kommunikation einfach abgehört und auch verändert werden kann. Daher kann bei einer FTP-Verbindung kein Datenschutz oder und ein Schutz der Datenintegrität gewährleistet werden.
Um die Sicherheitsprobleme des FTPs zu umgehen hat man nun zwei Möglichkeiten: den Einsatz von SFTP oder FTPS.
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Jeder kennt sie, niemand mag sie: CAPTCHAs. Vermutlich haben Sie auch des Öfteren Straßenschilder abgetippt, verzerrte und oftmals undefinierbare Ziffern wiedergegeben oder auch nur Tierbilder ausgewählt, um zu bezeugen, dass sie kein Roboter, sondern ein echter Webseitenbesucher mit Herz & Seele sind, richtig?
Der Begriff "CAPTCHA" steht für "Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart". Frei übersetzt handelt es sich dabei also um einen „Test zur Unterscheidung zwischen Menschen und Computer".
CAPTCHAs dienen der IT-Sicherheit und werden oft als Sicherheitsmechanismus eingesetzt, um interaktive Webseiten vor Missbrauch zu schützen und automatische Eingaben oder Abfragen von Spam- und Click-Robotern (Bots) abzuwehren. Man findet sie heutzutage nahezu in allen Bereichen, in denen es menschliche Nutzer von Bots zu unterscheiden gilt. Das betrifft beispielsweise Anmeldeformulare für E-Mail-Services, Newsletter, Communities und soziale-Netzwerke, aber auch Online-Umfragen oder Web-Services wie Suchmaschinendienste.
In der Regel handelt es sich bei CAPTCHAs meist um Challenge-Response-Tests, bei denen der Webseitenbesucher eine Aufgabe, die sogenannte Challenge, lösen und das entsprechende Ergebnis (Response) zurückschicken muss. Diese Art von Sicherheitsabfragen können menschliche Nutzer ohne weiteres bewältigen, während sie automatisierte Bots vor ein nahezu unlösbares Problem stellen.
Welche Arten von CAPTCHAs gibt es heutzutage?
Grundsätzlich lassen sich CAPTCHAS in text- und bildbasierte CAPTCHAs, Logik- und Frage-CAPTCHAs, Audio CAPTCHAs und Gamification CAPTCHAs unterteilen.
Bevor wir zum Ende unseres heutigen Podcasts kommen, möchte ich noch ganz kurz auf die Frage eingehen: Gibt es alternative Lösungen zu CAPTCHAs?
Obwohl CAPTCHAs zu den weitverbreitetsten Sicherheitsabfragen zur Erkennung von maschinellen Zugriffen zählen, gibt es auch alternative Sicherheitsmechanismen.
Zu bekannten Alternativen gehören unter anderem:
Zusammenfassend lässt sich sagen, CAPTCHAs können effektiv vor automatisierten und maschinell verbreiteten Spam-Nachrichten schützen. Obwohl die CAPTCHA-Technologie mit Einbußen in der Benutzerfreundlichkeit einhergeht und insbesondere Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen eine zusätzliche Barriere darstellt, ist sie für den Schutz einer Website oder eines Dienstes unverzichtbar.
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich ein Bitlocker?"
Bei BitLocker handelt es sich um eine Sicherheitsfunktion von Microsoft, die in bestimmten Versionen des Windows-Betriebssystems integriert ist und eine Verschlüsselung der Systemlaufwerke, Festplatten oder Wechseldatenträger ermöglicht. Dadurch bleiben die Daten bei Diebstahl oder beim physischen Entfernen einer Festplatte aus einem Rechner geschützt.
Die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung sorgt in erster Linie dafür, dass Nutzer Daten nur dann lesen oder schreiben können, wenn sie über das erforderliche Kennwort bzw. die entsprechenden Smartcard-Anmeldeinformationen verfügen oder aber ein Datenlaufwerk auf einem Computer verwenden, der mit Bitlocker geschützt wird und über die entsprechenden Schlüssel verfügt. Darüber hinaus können Nutzer mit der BitLocker-Verschlüsselung ihr System so konfigurieren, dass dieses nur dann gestartet werden kann, wenn die richtige PIN eingegeben oder eine Schlüsseldatei auf einem Wechseldatenträger bereitgestellt wird.
Wie funktioniert die BitLocker-Verschlüsselung nun genau?
Zunächst einmal müssen Sie wissen, die BitLocker-Verschlüsselung durch den Advanced Encryption Standard, kurz AES, erfolgt. Die Schlüssellänge beträgt dabei 128 oder 256 Bit.
Außerdem setzt BitLocker für den Idealfall voraus, dass in dem System, dessen Laufwerke verschlüsselt werden sollen, eine Trusted Platform Module -Lösung integriert ist. Hierbei handelt es sich um einen Chip, der grundlegende Sicherheitsfunktionen zur Verfügung stellt. Zwar ist ein solcher TPM-Chip für die Aktivierung von BitLocker optimal, aber nicht zwingend erforderlich.
Kehren wir nun zur Frage zurück, Wie funktioniert die BitLocker-Verschlüsselung nun genau?
Um ein Systemlaufwerk verschlüsseln zu können, benötigt BitLocker grundsätzlich eine eigene Partition auf der Systemfestplatte. Auf dieser befinden sich dann alle notwendigen Daten, um den Rechner zu starten und die verschlüsselten Daten der Betriebssystem-Partition zu laden. Wird die Verschlüsselung aktiviert, erstellt Windows bei Bedarf diese Partition automatisch.
Diese Systempartition greift dann vor jedem Starten des Betriebssystems auf den TPM-Chip zu, um sicherzustellen, dass die Hardware im Offlinezustand weder verändert noch manipuliert wurde.
Sobald die Integrität des Systems durch das TPM-Chip sichergestellt wurde, entschlüsselt BitLocker die Systemfestplatte und das Betriebssystem kann endlich starten.
Grundsätzlich lässt BitLocker lässt sich abhängig von der Ausstattung des Computers in fünf verschiedenen Varianten betreiben.
Die Bitlocker-Verschlüsselung wird grundsätzlich nur von bestimmte Windows-Versionen unterstützt. Dazu zählen:
Bevor wir nun zum Ende unsere heutigen Podcasts kommen, möchte ich noch ganz kurz auf die Vor-und Nachteile der BitLocker-Verschlüsselung eingehen.
Die BitLocker-Verschlüsselung bietet zahlreiche Vorteile. Dazu zählen:
Neben bereits genannten Vorteilen birgt die BitLocker-Verschlüsselung auch Nachteile, wie
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man mit BitLocker sowohl eine effektive Datensicherung als auch Datenschutz gewährleisten kann. Auch wenn es einige Nachteile gibt, sollten Sie nicht vor einer BitLocker-Verschlüsselung abschrecken lassen.
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich ein Ryuk?"
Bei Ryuk handelt es sich um einen neuen hochriskanten Verschlüsselungstrojaner, der gezielt große Unternehmen und staatliche Behörden angreift, um immens hohe Lösegelder für die Entschlüsselung verschlüsselter Datenbestände zu fordern.
Der Verschlüsselungstrojaner Ryuk trat erstmals im August 2018 in Erscheinung und erwirtschaftete seitdem mindestens 705 Bitcoins Lösegeld – umgerechnet entspricht das derzeit 2,25 Millionen Euro. Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit der Ransomware Hermes, gehen Sicherheitsexperten davon aus, dass beide Viren von der gleichen Hackergruppe entwickelt wurden und der Ursprung von Ryuk vermutlich in Russland liegt.
Ryuk tritt häufig in Kombination mit anderen Schadprogrammen wie Emotet und TrickBot auf. Er wird als besonders gefährlich eingestuft, da er neben der Verschlüsselung geschäftskritischer Daten, sämtliche Sicherungskopien die er in einem System und/ oder Netzwerk findet löscht und dadurch die Datenwiederherstellung erschwert.
Bevor es allerdings zu einer Infektion mit Ryuk kommt, öffnet der Trojaner Emotet seinen Mitstreitern die Tür zum Computersystem. Dabei installiert er sich in den meisten Fällen beim Öffnen eines infizierten E-Mail-Anhangs selbst und beginnt anschließend, das gesamte Computernetzwerk auszuspähen.
Im nächsten Schritt lädt er den Banking-Trojaner TrickBot nach. Dieser sammelt Informationen und sorgt für Datenabfluss. Dabei greift er vor allem Kontozugangsdaten für Bankkonten ab und gewährt den Hintermännern somit Einblick in die finanzielle Situation eines Unternehmens.
Zu guter Letzt hat dann die Ryuk-Ransomware ihren großen Auftritt. Wenn die Angreifer das Unternehmen als angemessen lukrativ für eine Lösegeldforderung einschätzen, lädt TrickBot schließlich die Verschlüsselungssoftware Ryuk herunter. Diese verschlüsselt vor allem geschäftskritische Datenbestände, welche bei der Auskundschaftung des Unternehmens als besonders wichtig eingestuft worden sind. Dabei nutzt sie die starken Verschlüsselungsalgorithmen RSA-4096 und AES-256. Darüber hinaus löscht sie im gleichen Zuge sämtliche Sicherungskopien, die sie finden kann.
Eine weitere Besonderheit von der Ryuk-Ransomware ist, dass sie im Gegensatz zu ihren Artgenossen, die verschlüsselten Daten nicht umbenennt, sondern eine Textdatei namens ("RyukReadMe.txt") erzeugt. Dessen Kopie fügt sie jedem vorhandenen Ordner bei, sodass die Betroffenen mehrere einzigartige Schlüssel benötigen, sprich mehr Lösegeld zahlen müssen, um die Daten zu entschlüsseln.
Im finalen Schritt fordert sie mittels einer Nachricht auf dem "Sperrbildschirm" die Betroffenen auf, das Lösegeld für die Entschlüsselung der Daten zu überweisen. Um hierbei die Spuren zu verwischen, werden die Zahlungen auf mehrere Bitcoin-Wallet aufgeteilt.
Wie kann man sich nun vor solchen gefährlichen Ryuk-Angriffen schützen?
Der beste Schutz gegen Ryuk-Angriffe ist, das man gar nicht erst mit infizierten Dokumenten und Dateien in Kontakt kommt und für ein rundum abgesichertes Unternehmensnetzwerk sorgt.Damit ein Unternehmensnetzwerk wirklich sicher ist, müssen Sie alle Komponenten innerhalb des Netzwerks sichern, aufeinander abstimmen und auf dem neuesten Stand halten. All dies erreichen sie unter anderem durch:
● Updates und Patches, die möglichst zeitnah nach Veröffentlichung installiert werden. Damit kann man bekannte Sicherheitslücken, Schwachstellen und mögliche Einfallstore in Betriebssystemen oder Anwendungen schließen.
● einer aktuellen Antiviren-Software, die viele Schädlinge erkennt, blockiert und beseitigt, so dass es gar nicht erst zu deren Ausführung kommt.
● einer richtig konfigurierten Firewall, die die Kommunikation zwischen Netzwerk und Internet überwacht. Sobald sie einen verdächtigen Datenfluss registriert, wird diese gemeldet und die Kommunikation geblockt.
● einen Spamfilter, der eine ganze Menge schädlicher E-Mails aussortiert, so dass diese gar nicht erst in einem E-Mail Postfach landen. Allerdings können Spamfilter im Falle von Emotet und Ryuk nicht ausreichend sein. Hier müssen alle Mitarbeiter im richtigen Umgang mit E-Mails samt E-Mail Anhängen geschult werden.
● regelmäßige Security-Awareness Trainings. Dadurch können sowohl Mitarbeiter, als auch die Geschäftsführung und alle Anwender in einem Unternehmensnetzwerk für potentielle Gefahren sensibilisiert und im Umgang mit diesen geschult werden.
● regelmäßige Backups, die im Falle eines Angriffs oder eines Ausfallszenarios einen Datenverlust minimieren.
● die Deaktivierung von Makros in Office-Dokumenten
Kommt es allerdings doch zu einem Sicherheitsvorfall müssen Sie Ruhe bewahren und dürfen unter keinen Umständen voreilige Maßnahmen treffen, die womöglich die Situation noch verschlimmern oder für die Analyse wertvolle Spuren vernichten könnten.
Melden Sie den Vorfall an das BSI. Beim Abfluss personenbezogener Daten – was bei Emotet-Infektionen bereits durch das Ausspähen von E‑Mails aus Outlook-Postfächern geschieht – ist außerdem eine Meldung gemäß Art. 33 DSGVO an Ihren Landesdatenschutzbeauftragten in der Regel innerhalb von 72 Stunden verpflichtend. Darüber hinaus sollten sie eine Sprachregelung zum Vorfall formulieren und Ihre Mitarbeiter informieren.
Im Fall einer Verschlüsselung von Daten sollten Sie grundsätzlich nicht auf die Erpressung eingehen und Lösegeld bezahlen. Stattdessen sollten die Daten nach einem Neuaufbau des Netzwerks aus Backups zurückgespielt werden.
Bevor wir nun zum Schluss unseres heutigen Podcasts kommen, möchte ich noch einmal ganz kurz alle wichtigen und jüngsten Fakten über die Ransomware Ryuk zusammenfassen:
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich ein UEFI?"
Die Abkürzung UEFI steht für "Unified Extensible Firmware Interface", was auf Deutsch soviel wie „Einheitliche erweiterbare Firmware-Schnittstelle". bedeutet.
Das Unified Extensible Firmware Interface ist der Nachfolger des lange bewährten Basic Input/Output System. Da das 1981 veröffentlichte PC-BIOS den rasant verändernden Anforderungen moderner Hardware und Betriebssysteme nicht mehr gerecht wurde, entstand das erste EFI (Extensible Firmware Interface) unter der Anleitung und der Initiative von Intel.
2005 wurde das UEFI-Forum zur Weiterentwicklung von EFI, unter anderem durch Microsoft, Hewlett-Packard, AMD und anderer BIOS- & PC-Hersteller gegründet. Aus diesem Zusammenschluss entstand 2006 die erste UEFI-Version 2.0.
Diese bildet wie auch das BIOS, die zentrale Schnittstelle zwischen der Firmware, den einzelnen Komponenten eines Rechners und dem Betriebssystem und das System nach dem Start dem Betriebssystem zu übergeben.
Im Gegensatz zum BIOS stellt das UEFI ein eigenes kleines Betriebssystem dar, sodass sich Updates direkt über das UEFI laden und installieren lassen. BIOS-Updates dagegen, mussten früher heruntergeladen und aufwendig ins BIOS eingespielt werden. Außerdem umfasst die UEFI-Spezifikation eine API-Schnittstelle, um den Bootprozess und die Booteinträge von einem laufenden Betriebssystem aus konfigurieren zu können.
Die Grundfunktionen des Unified Extensible Firmware Interfaces haben sich gegenüber dem Basic Input/Output System nicht wirklich verändert.
Wie das BIOS wird auch UEFI bereits bei der Herstellung eines Rechners installiert. Es ist somit das erste Programm, das nach dem Einschalten ausgeführt wird. Dabei sorgt das Unified Extensible Firmware Interface für die Initialisierung der Hardware, die Überprüfung und Aktivierung der vorhandenen Hardwarekomponenten und das Starten des Betriebssystems.
Im Gegensatz zum BIOS bietet das Unified Extensible Firmware Interface allerdings viele neue Funktionen und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten. Beispielsweise ist es über eine grafische Benutzeroberfläche bedienbar und unterstützt hochauflösende Grafikkarten schon beim Bootvorgang. Außerdem ermöglicht es die Nutzung von Netzwerkkarten schon vor dem Start des Betriebssystems. Darüber hinaus ist das Unified Extensible Firmware Interface modular erweiterbar.
Eine weitere wichtige und nennenswerte Funktion ist der so genannte Secure Boot.
Der im Unified Extensible Firmware Interface implementierte Secure-Boot-Mechanismus soll sicherstellen, dass nur signierte, vertrauenswürdige Software oder Betriebssysteme auf die Hardware zugreifen können. Das bedeutet wiederum, dass die Ausführung von Schadsoftware wie Viren oder Trojanern und das Starten von unerwünschten Betriebssystemen durch die Secure-Boot-Funktion verhindert wird.
Zur Realisierung dieser Funktion sind in der UEFI-Firmware Signatur-Datenbanken und ein Platform Key (PK) implementiert. Dadurch ist es möglich, Softwarecode vor der Ausführung zu überprüfen. Mal angenommen man möchte ein Betriebssystem starten. Wenn die digitale Signatur im UEFI nicht hinterlegt ist, wird dieser Vorgang durch den Secure-Boot-Mechanismus verhindert. Das gilt auch für das Booten von externen Medien wie USB-Sticks oder DVDs.
Ein weiterer entscheidender Unterschied ist zwischen dem BIOS und dem UEFI ist, dass Festplatten und SSDs anders partitioniert werden. Während das BIOS mit MBR arbeitet, nutzt UEFI das GPT-Partitionsschema. So kann man statt 4 primären Partitionen bis zu 128 Partitionen einrichten und statt 2,2 TByte nun 3 TByte große Speichermedien verarbeiten.
Ein weiterer Vorteil des UEFIs ist, dass die parallele Initialisierung der Hardware wie CPU, Arbeitsspeicher und Chipsatz den Bootvorgang beschleunigt. Im BIOS läuft dieser Vorgang seriell ab.
Leider hat das Unified Extensible Firmware Interface auch einige nennenswerte Nachteile und konzeptionelle Schwächen:
Zum einen benötigen viele Hardwarekomponenten nach wie vor zwei unterschiedliche Treiber, einen für das UEFI und einen für das eigentliche Betriebssystem.
Zum anderen gilt das UEFI in kritischen Systemumgebungen als Sicherheitsrisiko. Es erzeugt zumindest eine theoretische Möglichkeit, beispielsweise unter Ausnutzung der UEFI-Netzwerkunterstützung, Daten vom Betriebssystem unbemerkt an Netzwerkressourcen zu senden oder von diesen zu empfangen. Zudem stellt der Netzwerkstack unterhalb des Betriebssystems ein erhöhtes Risiko für Manipulationen oder die Ausführung von Schadsoftware dar. Trojaner und Viren könnten bereits vor dem Start des Betriebssystems auf den Rechner gelangen, da die Sicherheitssoftware der Betriebssystemumgebung im UEFI nicht aktiv ist.
Bevor wir nun zum Schluss unseres heutigen Podcast kommen, möchte ich noch auf die Frage eingehen, wie sieht es eigentlich mit der Kompatibilität zum BIOS aus?
Das Unified Extensible Firmware Interface bietet einen speziellen Kompatibilitätsmodus, um ältere Betriebssysteme ohne UEFI-Kompatibilität zu unterstützen. Man nennt das Modul Compatibility Support Module (CSM). Dieses Modul bildet ein normales BIOS innerhalb des UEFIs nach. Damit können auch ältere Betriebssystem mit einem UEFI-Motherboard starten. Je nach Implementierung zeigen die Systeme unterschiedliches Verhalten. Einige prüfen zunächst, ob UEFI-kompatible Bootmedien vorhanden sind und versuchen anschließend darüber zu booten. Hat dies keinen Erfolg, wechseln sie in einen BIOS-kompatiblen Modus. Andere Systeme erlauben das direkte Umschalten zwischen dem Basic Input/Output System und dem Unified Extensible Firmware Interface.
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich eine API?"
Der Begriff API stammt aus dem Englischen und ist die Kurzform von „Application-Programming-Interface". Frei ins Deutsche übersetzt bedeutet das, so viel wie „Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung". Allerdings wird die API umgangssprachlich meistens als Programmierschnittstelle bezeichnet und ist für das moderne Programmieren unerlässlich.
Generell dienen Programmierschnittstellen zur Kommunikation, zum Austausch sowie zur Weiterverarbeitung von Daten und Inhalten zwischen verschiedenen Geräten, Programmen, Websites oder Anbietern. So ermöglichen APIs zum Beispiel die Fernsteuerung der heimischen Heizung, indem sie die Temperaturwerte, die von einem Thermostat gemessenen wurden, über eine Cloud zum Smartphone des Endverbrauchers übermitteln.
Im Gegensatz zu einer Benutzerschnittstelle kommunizieren die Anwendungen direkt miteinander und nicht der Menschen mit einem System. Mal angenommen ein Internetnutzer bestellt einen Fernseher im Webshop. Dann kommuniziert er nur über die Weboberfläche des Onlineshops. Das Shopsystem selbst kann über die Programmierschnittstelle die Kundenbonität erfragen, die Zahlung per Kreditkarte oder Paypal veranlassen, bei einer Versicherung eine Garantieverlängerung abschließen und einen Spediteur beauftragen.
In anderen Unternehmensprozessen gewährleisten Programmierschnittstellen beispielsweise den Austausch sowie die Weiterverarbeitung von Daten und Inhalten zwischen Customer Relationship Management (CRM), Dokumentenmanagementsystem (DMS) und Enterprise-Resource-Planning (ERP) über die Cloud.
Aber wie funktioniert die API nun genau?
Die Programmierschnittstelle dient wie bereits erwähnt dazu, Soft- und Hardwarekomponenten wie Anwendungen, Festplatten oder Benutzeroberflächen zu verbinden, sprich mit einer API können zwei Anwendungen, die voneinander unabhängig sind, problemlos interagieren und Inhalte, Ressourcen und Daten austauschen. Die Übergabe von Daten und Befehlen erfolgt dabei strukturiert nach einer zuvor definierten Syntax*.
Hierzu werden einzelne Programmteile, die spezifische Funktionen erfüllen, vom Rest des Programmes abgekapselt. Die Module kommunizieren untereinander lediglich über die festgelegte API. Dort werden ausschließlich die Daten übergeben, die für den weiteren Programmablauf benötigt werden. Die API definiert dabei, in welcher Form Daten vom Anwendungsmodul entgegengenommen und wieder zurückgegeben werden. Der eigentliche Programmablauf innerhalb des Moduls ist für die API unwichtig.
Im Gegensatz zu einer Binärschnittstelle, kurz ABI, findet in der API die Programmanbindung rein auf der Quelltext-Ebene statt. Zur Bereitstellung einer API gehört meist eine ausführliche elektronische oder aber eine papiergebundene Dokumentation, in der die einzelnen Schnittstellenfunktionen, der genauen Syntax und die möglichen Parameter aufgeführt sind.
Grundsätzlich können Programmierschnittstellen in verschiedene Typen unterteilt werden: funktionsorientierte APIs, dateiorientierte APIs, objektorientierte APIs, protokollorientierte APIs und die RESTful-API-Schnittstelle.
Programmierschnittstellen sind mittlerweile in vielen Bereichen unterschiedlichster Softwareanwendungen vorzufinden. Im Web-Umfeld kommen APIs häufig bei Online-Shops und Content-Management-Systemen zum Einsatz. Es können dadurch unterschiedliche Bezahldienstleister, Online-Marktplätze, Shop-Bewertungssysteme oder Versanddienstleister und weitere Services mit wenig Aufwand standardisiert an die verschiedenen Systeme angebunden werden. Beispielsweise existieren APIs zu Services wie: Wikipedia, Google Maps, Facebook, Twitter, PayPal, DHL etc.
Bevor wir nun zum Ende unseres heutigen Podcasts kommen, möchte ich auf die Frage eingehen: Welche Vorteile ergeben sich nun durch die Verwendung von Programmierschnittstellen?
Einer der vielen Vorteile ist es, die Entwicklung von Software zu vereinfachen, indem komplizierte und zeitaufwendige Aufgaben automatisiert werden. Das bedeutet, dass bestimmte Aufgaben, die mehrere Stunden in Anspruch nehmen, nun in wenigen Sekunden durchgeführt werden können. Zudem sind die angebundenen Programme weniger fehleranfällig und leichter wartbar, da modulare Programmcodes verwendet werden. Arbeiten einzelne Funktionen fehlerhaft, müssen lediglich die betroffenen Module und die an der API übergebenen Daten genauer geprüft werden.
Ein weiterer Vorteil, dass sich aus einer sauber dokumentierten Programmierschnittstelle ergibt, ist die Möglichkeit der Auslagerung von Programmierarbeiten. Die Entwicklung einzelner Teilbereiche einer Software kann dank der Programmierschnittstelle mit geringem Aufwand an eine externe Softwareunternehmen oder freie Entwickler übertragen werden.
Zudem können Drittanbieter selbst Funktionen für das System entwickeln. Dadurch steigert sich die Attraktivität und Flexibilität des Gesamtprodukts und es ergeben sich klare Wettbewerbsvorteile.
Allerdings gibt es neben den genannten Vorteilen auch Nachteile: Um andere Anwendungen, Festplatten oder Benutzeroberflächen individuell anbinden zu können, braucht man Programmierkenntnisse. Hat man also keinen Entwickler im Unternehmen, muss man jemanden extern beauftragen. Außerdem benötigt das Entwickeln einer Anbindung Zeit.
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich ein VLAN?"
Ein Virtual Local Area Network, kurz VLAN oder virtuelles LAN, ist ein virtuelles, rein logisches Netzwerk, welches auf einem physikalischen Netz basiert.
Bevor wir uns aber der Ausgangsfrage widmen, möchte ich Ihnen kurz den Begriff LAN erläutern.
Das physische Netzwerk, auch bekannt unter dem Begriff LAN oder Local Area Network, basiert heutzutage in den meisten Fällen auf einem oder mehreren Switches. Switches sind Geräte, die den Datenverkehr unter den Teilnehmern regeln. Hierfür werden alle Netzwerkkabel an einem Switch verbunden, um so die Kommunikation zwischen den Computern zu ermöglichen.
Kehren wir nun zurück zu VLANs.
Ein VLAN ist wie bereits erwähnt ein virtuelles, rein logisches Netzwerk, das auf einem physischen LAN aufsetzt und eine standortunabhängige Verbindung im gleichen LAN ermöglicht.
Allerdings können VLANs nur mit Managed Switches etabliert werden. Sprich einem Switch der VLAN-fähig ist. Jedes virtuelle Netzwerk erhält dann eine Broadcast-Domäne über die ein Broadcast (Nachricht) versendet werden kann.
Sobald ein Teilnehmer innerhalb des VLAN einen Broadcast sendet, erhalten nur alle Teilnehmer innerhalb dieses VLANs die Nachricht. Sprich der Broadcast wird nicht über die Grenzen des virtuellen Netzes weitergetragen.
Grundsätzlich können VLANs auf zwei verschiedene Arten eingerichtet werden: portbasierte VLANs und Tagged VLANs.
Je nach Typ steckt eine andere Technik dahinter. In vielen Fällen realisieren Netzwerkadministratoren ihre Installationen und Zuweisungen über eine Mischform dieser beiden Typen.
Der Vorteil eines Tagged VLAN gegenüber eines portbasierten VLANs ist, das bei einer portbasierte VLAN-Verbindung, mindestens zwei Kabel zwischen den Switches verlegt werden müssen, da jedes VLAN seine eigene Verbindung braucht. Bei Tagged VLANs reicht ein Kabel, da die Verteilung über die Informationen des Frames funktioniert. Der Switch erkennt das korrekte VLAN und sendet es weiter an den entsprechenden zweiten Switch. Dort wird das Tag entfernt und das Paket an den korrekten Empfänger weitergeleitet.
Bevor wir nun zum Schluss unserer heutigen Podcast kommen, möchte Ich kurz auf die Frage eingehen: Warum sollte man ein größeres LAN in mehrere kleine VLANs segmentieren?
Der Einsatz von VLAN-Technologie hat gleich mehrere Vorteile:
● Erstens, die Flexibilität: Die Konfiguration findet rein auf der Basis einer Software statt und ist somit auf jedem Endgerät installierbar und hängt nicht vom Standort ab. Der Mitarbeiter kann somit auch bei wechselnden Arbeitsplätzen die Daten über das virtuelle Netzwerk erhalten.
● Zweitens, die Sicherheit: Die Broadcast-Domäne steht nur einer begrenzten Anzahl an Personen zur Verfügung und erreicht somit keine Personen für die die Informationen nicht gedacht sind.
● Drittens, die Performance: Nachrichten müssen nicht mehr das komplette Netzwerk durchlaufen. Die unnütze Belastung der Bandbreite minimiert sich somit.
● Viertens, die Ordnung: In einem LAN müssten alle Mitarbeiter bzw. deren Endgeräte verkabelt werden. Bei einem virtuellen Netz können mehrere Switches teilnehmen und die Verkabelung kann sinnvoller und ordentlicher erfolgen.
● und zuletzt der Preis: Ein Virtual Local Area Network ist die günstigere Alternative zu LANs, weil sie weniger Router benötigen und auch der hohe zeitliche Aufwand bei der Installation der parallelen Netze entfällt.
Fazit: Sie sehen mithilfe von VLANs können IT-Verantwortliche ein bestehendes einzelnes physisches Netzwerk in mehrere logische virtualisierte Netzwerke unterteilen, um beispielsweise Hardwarekosten zu reduzieren, die unter anderem für den Kauf von Router anfallen, Hierarchien und Zugriffe besser kontrollieren oder aber die Sicherheit verbessern und sensible Daten schützen.
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
From the publisher's feed

308 Listeners

30 Listeners