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Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich Application Whitelisting?"
Beim Application Whitelisting handelt es sich um ein Verfahren, mit dem man die Ausführung nicht autorisierter oder schädlichen Applikationen auf einem IT-System oder in einem Netzwerk verhindert. Das erreicht man, indem man eine Positivliste, die sogenannten Whitelist erstellt. Auf dieser Whitelist werden alle Anwendungen aufgeführt, die auf einem Gerät oder einem System laufen dürfen. Sprich, solange eine Anwendung nicht explizit in der Whitelist eingetragen ist, ist jegliche Kommunikation oder Interaktion über diese Anwendung untersagt.
Grundsätzlich bestehen Whitelisting-Produkte aus zwei Komponenten:
Wo lassen sich nun Application-Whitelisting Produkte konkret einsetzen?
Application-Whitelisting Produkte kommen in den unterschiedlichsten Bereichen der IT zum Einsatz. Zu den möglichen Einsatzszenarien zählen unter anderem:
Allerdings werden die zuvor genannten Einsatzszenarien in der Praxis von unterschiedlichen Seiten kritisiert.
Beispielsweise erfordert das Application Whitelisting die Pflege von Datensätzen. Das bedeutet, die Whitelist muss dynamisch sein. In Anbetracht der Vielzahl von Programmen, Apps, Betriebssystemen und Servern kann sich die Verwaltung von Application Whitelists als schwierig erweisen.
Der Aufwand lohnt sich hauptsächlich für Anbieter von Antivirenprogramme, Firewalls und weiteren Sicherheitsprogrammen.
Nichtsdestotrotz kann Application Whitelisting bei folgenden Aspekten helfen:
Wir kommen nun zum Ende unseres Podcasts. Alles in allem kann man sagen, dass mit Application-Whitelisting-Lösung Ihre Systeme und Netzwerke nicht mehr mit Schadsoftware infiziert oder durch eigenes Personal angegriffen werden können. Die daraus resultierenden Schäden entfallen und auch aufwändige Neuinstallationen sind dann Schnee von gestern. Außerdem erfüllen Sie durch den Einsatz von Whitelisting-Produkten die gesetzlichen Anforderungen. Kurzum: Application Whitelisting reduziert Ausfälle, erhöht die Stabilität und Produktivität.
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Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich eine heuristische Analyse?"
Bevor ich Ihnen die Frage beantworte, möchte ich Ihnen zunächst einmal erklären, was Heuristik eigentlich ist.
Der Begriff Heuristik stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie auffinden oder entdecken. Die Heuristik ist, einfach formuliert, die Lehre des Gewinnens neuer Erkenntnisse auf methodischem Weg.
Kommen wir also zurück zu der Ausgangsfrage: Was ist eigentlich eine heuristische Analyse?
Bei einer heuristische Analyse handelt es sich um eine Methode zur Virenerkennung. Hierbei untersucht die Heuristik den Code einer Datei nach verdächtig erscheinenden Befehlen und Merkmalen. Wenn sie einen verdächtigen Befehl erkennt, erhöht sie den "Verdächtigkeitszähler" für die Datei. Wenn der Wert des Zählers nach Untersuchung des gesamten Codes einen vordefinierten Grenzwert überschreitet, wird die Datei als verdächtig eingestuft.
Der Vorteil der heuristischen Analyse im Vergleich zu signaturbasierten Virenprogrammen ist, dass man nicht nur bekannte Viren, sondern auch neue und modifizierte Viren finden und erkennen kann. Virenprogramme die rein auf Signaturbasis arbeiten, können gefährliche Viren nur dann als schädlich einstufen, wenn diese bereits bekannt sind und analysiert wurden.
In der heuristischen Analyse kommen grundsätzlich zwei verschiedene Techniken zum Einsatz:
Die statische Heuristik und die dynamische Heuristik.
Die Vorteile dieser Methode liegen in der einfachen Umsetzung und hohen Leistungsfähigkeit. Die Erkennungsrate von neuem schädlichem Code ist jedoch gering, die Wahrscheinlichkeit von Fehlalarmen dagegen hoch.
Im Vergleich zur statischen erfordert die dynamische Methode mehr Systemressourcen, da für die Analyse eine sichere virtuelle Umgebung erforderlich ist und die Ausführung von Programmen auf dem Computer bis zum Abschluss der Analyse verschoben wird. Allerdings ist die Erkennungsrate von Schadprogrammen bei der dynamischen Methode entschieden höher als bei der statischen Methode und die Wahrscheinlichkeit von Fehlalarmen ist wesentlich geringer.
Bevor ich zum Schluss komme möchte ich festhalten, dass die heuristische Analyse heutzutage eine zentrale Komponente in Antivirenprogrammen spielt. Moderne Antivirenprogramme kombinieren sowohl die statischen als auch dynamischen Analysemethoden, um schädliche Viren, virusartiges Verhalten und verdächtige Änderungen an Dateien umgehend zu erkennen und unwirksam zu machen. Dadurch lernt sie auf diese Weise selbstständig, neue Gefahren zu entdecken. Außerdem kann man bei einer heuristischen Analyse im Vorfeld die Genauigkeitsstufen für die Untersuchung festlegen.
Allerdings möchte ich erwähnen, dass man die Heuristik sorgfältig abstimmen muss, um die bestmögliche Erkennung neuer Bedrohungen zu bieten, ohne einen Fehlalarm für völlig unschuldigen Code zu generieren.
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Bei einem Honeypot zu deutsch Honigtopf handelt es sich um eine digitale Lockfalle. Das bedeutet, dass sich Honeypots nach außen hin, wie echte Computerprogramme, Serversysteme oder Netzwerke verhalten und verschiedene Dienste und Nutzer simulieren.
Ähnlich wie Bären für Honig schwärmen, läuft Cyberkriminellen beim Anblick dieser unzureichend gesicherten Systeme, Anwendungen und Netzwerke das Wasser im Mund zusammen.
Sobald sie einen Angriff auf die Honeypots starten, erhalten die Administratoren eine Nachricht und die Aufzeichnung der "kriminellen" Aktivitäten beginnt.
Mit Honeypots lassen sich so die Angriffsmuster und Angriffsmethoden protokollieren und analysieren. Außerdem besteht sogar die Chance, dass man die Angreifer identifizieren und verfolgen kann.
Da Honeypots, von den produktiven IT-Systemen und Netzwerken isoliert sind und besonders überwacht werden, kann durch das Eindringen eines Angreifers kein Schaden entstehen.
Um Honeypots einzurichten gibt es in der Praxis serverseitige und clientseitige Technologien.
Grundsätzlich ist das Ziel eines Honeypots, lange unentdeckt zu bleiben und einen Angreifer zu täuschen. Daher ist eines der wichtigsten Kriterien zur Klassifizierung von Honeypots der Grad der Interaktivität mit dem Angreifer.
Man unterscheidet in diesem Zusammenhang sowohl serverseitig als auch clientseitig zwischen Low-Interaction-Honeypots und High-Interaction-Honeypots.
Neben diesen beiden Technologien gibt es noch die sogenannte Research-Honeypots und Produktion-Honeypots.
Durch die fingierten Sicherheitslücken werden die Angreifer so in ein ungenutztes System gelockt und die Zugriffe können als Angriff gewertet, überwacht und analysiert werden.
Wie werden Honeypots nun implementiert?Um Honeypots einzurichten beziehungsweise zu implementieren haben Administratoren grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder wird ein physisches System als Honeypot genutzt oder man implementiert einen Honeypot auf Basis von Virtualisierungs-Software.
Fazit:
Sie sehen, ein Honeypot kann, wenn er richtig eingesetzt wird, ein wertvoller Bestandteil eines mehrschichtigen IT Sicherheitskonzeptes sein. Sie sind ein bewährtes Mittel, um Cyberangriffe und Bedrohungen zu erkennen, zu analysieren und entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen. Außerdem kann man mit Honeypots Angreifer von echten Serversystemen oder Netzwerken ablenken, ohne sie zu schädigen.
Allerdings muss man bedenken, dass falsch konfigurierte Honeypot-Sicherheitssysteme ein hohes Sicherheitsrisiko für das Unternehmensnetzwerk und andere Systeme darstellen können. Darüber hinaus stellt die Installation und Überwachung des Systems sowie die Analyse der Angriffe einen großen Aufwand dar. Da Honeypots und Honeynets Hacker anlocken, sollten Sie vor der Implementierung und dem Live-Schalten von Honeypots sowohl IT-Security Experten, als auch einen Rechtsberater hinzuziehen.
Kontakt: Ingo Lücker, [email protected]
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich ein Rootkit?"
Bei einem Rootkit handelt es sich um eine ganze Sammlung verschiedener Schadprogramme. Diese nisten sich über eine Sicherheitslücke in einen Computer ein und ermöglichen einem Angreifer, den dauerhaft Remote-Access (ferngesteuerten Zugriff) auf den Rechner. Je nachdem, auf welcher Berechtigungsebene sich das Rootkit ausgebreitet hat, kann es dem Angreifer sogar umfassende Administrationsrechte verschaffen, wodurch er die uneingeschränkte Kontrolle über den Rechner erhält.
Da Rootkits in der Lage sind, sich und andere virtuellen Schädlinge zu verstecken, können sie unter anderem Änderungen auf der grundlegendsten Ebene eines Rechners vornehmen, Dateien auszuführen, das System modifizieren und seine Verwendung nachverfolgen. Und das Ganze geschieht natürlich ohne das Wissen des eigentlichen Nutzers. Deswegen werden Rootkits oft auch „Tarnviren" genannt, obwohl sie per Definition nicht als Viren klassifiziert werden.
Geschichte:
Die ersten Rootkits tauchten in den frühen 90er-Jahren auf. Damals zielten sie noch ausschließlich auf Unix-ähnliche Betriebssysteme wie Linux ab. Aus dieser Zeit stammt auch ihre Bezeichnung: Mit „Root" wird bei Unix der Administrator bezeichnet, der Wortteil „kit" bedeutet wiederum so viel wie „Ausrüstung" oder „Werkzeugkasten". Ein „Rootkit" ist also ein Programm, das einem Anwender (berechtigt oder unberechtigt) privilegierten Zugriff auf einen Computer ermöglicht. Einige von Ihnen dringen bis in den Kernel – also den innersten Kern und damit die „Wurzel" (Englisch: „root") – des Systems vor und werden von dort aus aktiv.
Wie funktionieren Rootkits eigentlich?
Inzwischen gibt es die verschiedensten Arten von Rootkits. Doch die Funktionsweise der Rootkits und das Vorgehen zur Infiltration eines Systems ist immer noch dieselbe:
Zuerst wird ein System infiziert: Das geschieht entweder durch
(Social Engineering, Drive-by-Download, einem USB Stick oder einem Evil Maid Attack)
oder durch
oder durch
Sobald das System infiziert ist, und sich das Rootkit eingenistet hat, erfolgt die Tarnung. Dafür beginnt das Rootkit, jene Prozesse zu manipulieren, über die Programme und Systemfunktionen Daten untereinander austauschen. Auf diese Weise erhält ein Virenprogramm bei einem Scan lediglich gefälschte Informationen, aus denen sämtliche Hinweise auf das Rootkit herausgefiltert wurden. Aus diesem Grund ist es selbst professioneller Antivirus-Software oft unmöglich, die Schädlinge anhand ihrer Signaturen oder einer Verhaltensanalyse (Heuristik) ausfindig zu machen.
Im letzten Schritt richtet das Rootkit eine sogenannte „Backdoor" zu deutsch eine Hintertür im System ein. Diese wird vom Angreifer Hacker mittels eines ausgespähten Passworts oder einer Shell genutzt, um dauerhaft via Remote-Access auf den Rechner zuzugreifen. Häufig werden mit einem Rootkit infizierte Rechner auch zu Bot-Netzen zusammengeschlossen und für Phishing oder DDoS-Attacken mobilisiert.
Dem Rootkit kommt dabei die Aufgabe zu, jeden Anmeldevorgang und jede verdächtige Aktivität zu verbergen.
Was für Rootkits gibt es eigentlich?
Rootkits unterscheiden sich vor allem in ihrer Methodik, mit der sie Malware-Prozesse und Hacker-Aktivitäten tarnen. Am häufigsten kommen Kernel- und User-Mode-Rootkits zum Einsatz.
Kernel-Mode-Rootkits nisten sich im Kernel eines Betriebssystems ein und ermöglicht somit den Tiefenzugriff auf sämtliche Hardware-Komponenten und erlaubt beliebige Veränderungen von Systemeinstellungen. Das bedeutet: Konnte ein Angreifer dort ein Rootkit platzieren, erhält er die volle Kontrolle über das gesamte System.
Im Gegensatz zu Kernel-Mode-Rootkits agieren User-Mode-Rootkits lediglich auf der Benutzerebene eines Computers. User-Mode-Rootkits tarnen sich, indem sie den Datenverkehr zwischen dem Betriebssystem und den installierten Viren- und Sicherheitsprogrammen abfangen und manipulieren.
Neben diesen beiden unterscheidet man noch vier weitere Arten von Rootkits, die eher als ungefährlich eingestuft werden:
Application-Rootkit ist die primitivste Variante des Rootkits. Sie ersetzt Systemprogramme durch eigene, modifizierte Varianten und ist daher recht einfach zu erkennen. Aus diesem Grund wird sie von Angreifern kaum noch eingesetzt.
Speicher-Rootkit können nur im Arbeitsspeicher existieren und verschwinden demnach vom System, sobald es neu gestartet wird.
Bootkits verändern den Bootsektor, die Software, die vor dem Laden des Betriebssystems gestartet wird.
Mobiler Rootkits attackieren vor allem Android-Geräte. Diese Rootkits sind meist Teil einer schädlichen App, die von einem Drittanbieter-App-Store heruntergeladen wird.
Zu guter Letzt widme ich mich der Frage, wie kann man sich vor Rootkits schützen?
Die Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Rootkits sind grundsätzlich dieselben, die auch für andere häufig vorkommende Schädlingstypen gelten:
oder Sie nutzen speziell auf Rootkits ausgerichtete Programme wie beispielsweise den sogenannten Rootkit-Scan. In manchen Security-Softwares ist diese Funktion bereits enthalten.
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich eine Multi Cloud?"
Unter dem Begriff "Multi Cloud" versteht man die Verbindung mehrerer Cloud-Dienste und -Plattformen zu einer gemeinsamen Cloud. Das bedeutet, dass man in einer Multi Cloud-Umgebung, Cloud-Services, Anwendungen und Infrastrukturen verschiedener Anbieter miteinander kombiniert und sie parallel nutzen kann. Aus Anwendersicht verhält sich eine Multi Cloud dann wie eine einzige große Cloud (Wolke), die sowohl Public Clouds als auch Private Clouds integriert.
Lassen Sie mich das Ganze an dem folgenden Beispiel erklären:
Stellen Sie sich die Multi Cloud als eine Autoindustrie mit ihren verschiedenen Zulieferern vor. Die unterschiedlichen Lieferanten der Autoindustrie repräsentieren in der Multi Cloud die verschiedenen Cloud-Anbieter. Zum Teil können gleiche Services (Fahrzeugkomponenten) sogar parallel von verschiedenen Anbietern (Lieferanten) bezogen werden. Die Multi Cloud kombiniert die einzelnen Services unterschiedlicher Provider zu einer einzigen großen Cloud analog zum Autohersteller, der die verschiedenen Komponenten der einzelnen Lieferanten zu einem Fahrzeug zusammenfügt.
So lassen sich in der Multi Cloud beispielsweise Infrastructure as a Services (IaaS), Platform as a Services (PaaS) und Software as a Services (SaaS) von unterschiedlichen Anbietern beziehen und parallel nutzen.
Die Multi Cloud Lösung bieten dem Anwender dabei auf einer Plattform eine einheitliche Managementoberfläche.
Welche Vorteile bietet Ihnen der Einsatz einer Multi Cloud?
Im Optimalfall können die ausgefallenen Services flexibel zur Überbrückung einer Störung von einem Alternativanbieter bezogen werden.
Die Nachteile der Multi Cloud
Natürlich hat auch das Konzept der Multi Cloud nicht nur Vorteile, sondern auch nennenswerte Nachteile, die man vor der Entscheidung berücksichtigen muss:
(Das Multi Cloud Management)
Um eine Multi Cloud-Lösung effizient im Unternehmen einsetzen zu können, ist eine ganzheitliche Sicht und Kontrolle der eingesetzten Cloud-Services und IT-Infrastruktur zwingend erforderlich. Diese Anforderung kann man ganz einfach durch Cloud-Management-Plattformen, kur CMP realisieren. Auf diesen Management-Plattformen lassen sich sämtliche Cloud-Modelle wie Private Cloud, Public Cloud, Hybrid Cloud und Multi Cloud unter einer gemeinsamen Management-Oberfläche vereinen und abbilden. Gleichzeitig können sowohl die Ressourcen im unternehmenseigenen Rechenzentrum als auch die virtualisierten Services der verschiedenen Cloud-Anbieter einbezogen werden. Im Optimalfall erfasst und visualisiert die Cloud-Management-Plattform die komplette IT-Landschaft des Unternehmens und ermöglicht die zentrale Verwaltung aller Services und Ressourcen.
Sie sehen, mit einer Multi-Cloud können Sie also unterschiedliche „Wolken" für unterschiedliche Aufgaben nutzen. Natürlich bestimmen die unternehmensspezifischen Workloads und individuellen Anforderungen zum Beispiel an Performance, Sicherheit, Datenschutz oder geografischer Reichweite, die Auswahlkriterien für die jeweilige Cloud-Lösungen.
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich QoS?"
Die Abkürzung QoS steht für den Fachbegriff "Quality of Service" oder zu deutsch Dienstgüte.
Unter QoS werden alle Maßnahmen, Parameter und Protokolle zusammengefasst, die Einfluss auf den Datenverkehr in einem Netzwerk nehmen, um die Qualität und Erreichbarkeit eines Dienstes zu verbessern oder zu gewährleisten.
Oder lassen Sie mich es so formulieren: Quality of Service ist die Qualität eines Netzwerkdienstes aus der Sicht des Anwenders. Wobei die Dienstgüte daran gemessen wird, wie der Dienst den entsprechenden Anforderungen entspricht.
Grundsätzlich verhält sich ein Netzwerk standardmäßig so, dass alle Datenpakete aus jeglichen Anwendungen gleich behandelt werden. Das heißt aber auch, dass in einem Paket-orientierten Netzwerk, je nach Auslastung wohlgemerkt, die einzelnen Datenpakete unterschiedlich schnell unterwegs sein können. So lange nur Nachrichten und Dateien übertragen werden, kommt es hierbei selten zu Verzögerungen. Werden jedoch Datenpakete von Echtzeit-Anwendungen, wie beispielsweise Live-Streaming oder Voice over IP übertragen, dann wirken sich Verzögerungen oder Paketverluste negativ aus.
Die Konsequenz: Es kommt zu Störungen bei der Sprach- und Videoübertragung. Beispielsweise durch abgehackte Sprache oder fehlende oder pixeligen oder ruckelnden Bild-Fragmente. Im Vergleich dazu fällt es allerdings kaum auf, wenn eine E-Mail ein paar Sekunden später beim Empfänger eintrifft.
Mit Quality of Service (QoS) kann man dem Ganzen entgegenwirken, indem man bestimmte Datenpakete priorisiert. In der Praxis sieht das dann so aus, dass man die Datenpakete unterschiedlichen Dienstklassen und Verkehrsklassen zuordnet. Datenpakete einer höheren Verkehrsklasse werden in Routern oder Switche bevorzugt weitergeleitet.
Doch das wiederum erfordert die Implementierung von notwendigen QoS-Mechanismen auf der ganzen Übertragungsstrecke. Sprich alle Geräte die den Datenverkehr auf der Übertragungsstrecke abwickeln sollen, wie Router oder Switches müssen die korrekte QoS-Konfiguration haben.
Sinnbildlich kann man das Ganze mit einer vollen Autobahn an einem Freitagnachmittag vergleichen. Der Verkehr ist auf allen Spuren stockend, jedes Auto kommt entsprechend langsam voran, ein Überholen ist aussichtslos. Plötzlich ertönt aus der Ferne ein Krankenwagen. Damit dieser ohne Verzögerung durchfahren kann, müssen alle Fahrer auf dem linken Fahrstreifen nach links ausweichen, alle anderen nach rechts. Und jetzt stellen Sie sich vor, ein Fahrer weicht nicht aus, oder weicht anstatt nach links nach rechts aus? Ähnlich verhält es sich mit QoS.
Also lassen Sie mich das noch einmal zusammenfassen. In einem typischen Netzwerk kann der Datenverkehr durch mehrere Faktoren beeinflusst werden.
Beispielsweise durch:
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich ein SD-Wan?"
Die Abkürzung SD-Wan steht für Software-Defined Wide Area Network. Und wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Weitverkehrsnetz bei dem die Netzwerksteuerung softwaremäßig erfolgt und von der Hardware getrennt ist. Es ist noch ein sehr junges Verfahren, dessen Ursprünge im Software-defined Networking (SDN) liegen.
Im Gegensatz zur traditionellen WAN-Architektur, die wie Sie wissen sehr teuer und komplex sind, ermöglicht SD-WAN eine einfache und kostengünstige Einrichtung und Bereitstellung von WAN-Diensten an verteilten Standorten und bietet eine zentralisierte Verwaltung, netzwerkweite Kontrolle und Transparenz.
SD-WAN ist eine Overlay-Architektur, die die traditionelle WAN-Architektur um eine Software-Ebene erweitert. Beim SD-WAN-Konzept spielen Controller eine wichtige Rolle, da sie die diversen Switches und Router steuern und die Policies an die Netzknoten verteilen. Dabei verwaltet die Software alle netzrelevanten Daten zentral. Sprich alle Informationen über das Routing, das Netzwerkmanagement, die Konfiguration und die Sicherheitsrichtlinien. Außerdem schafft die Softwaresteuerung flexible Strukturen, denen problemlos neue Links, Pfade oder Verbindungsstrukturen hinzugefügt oder geändert werden können. Ebenso können die Sicherheitsrichtlinien flexibel eingesetzt werden.
Wie funktioniert SD-WAN nun eigentlich genau?
Im Groben müssen Sie sich das so vorstellen:
Hallo und herzlich willkommen liebe IT Profis, zu einer neuen Folge des IT Manager Podcasts! Mein Name ist Ingo Lücker, schön, dass Sie wieder dabei sind!
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich ein Microsoft Flow?"
Microsoft Flow ist eine Cloud-basierte Workflowplattform, um sämtliche Geschäftsprozesse, Genehmigungsvorgänge und Informationssynchronisierungen zwischen verschiedenen Applikationen und Diensten zu automatisieren.
Oder einfach formuliert: Mit Microsoft Flow können Sie wiederkehrende Arbeitsschritte im beruflichen und privaten Alltag, durch automatisierte Prozesse und Workflows produktiver gestalten, ohne das Sie ständig einen Entwickler ansprechen müssen.
Aber lassen Sie mich das näher erklären:
Eine klassische Workflow-Anforderung besteht oft darin, das ein bestimmter Genehmigungsprozess automatisiert werden soll oder eine Benachrichtigung zu einem Prozess auszulösen. Hierbei kann es sich um die unterschiedlichsten Anwendungsfälle handeln, wie zum Beispiel die Genehmigung von Reisekosten, oder Urlaubsanträge oder die Freigabe einer Schulung.
Um einen automatisierten Workflow in Microsoft Flow anzulegen, müssen Sie zunächst einen Flow definieren. Dabei legen Sie die einzelnen Arbeitsschritten und Aktionen fest, die beim Eintreten eines bestimmten Ereignisses stattfinden sollen. Sobald Sie den Flow erstellt haben, können Sie ihn auf dem Desktop oder über eine App auf einem mobilen Endgerät verwalten oder Sie teilen ihn einfach mit ihren Kollegen. Hierzu haben Sie zwei Optionen. Bei der ersten Option können Sie weitere Personen als Besitzer eintragen und ihnen die Freigabe erteilen den Flow zu bearbeiten und anzupassen. Bei der zweiten Option erhalten die Personen nur die Berechtigung, manuell auszuführende Flows zu starten.
Mit dem Ein- und Ausschalter können Sie als Flow-Ersteller verhindern, dass Workflows automatisch ausgeführt und Daten verarbeitet werden.
Wie sieht das Ganze nun in der Praxis aus?
Nehmen wir doch mal das Beispiel: Sie möchten, dass alle E-Mail-Anlagen einer bestimmten Person in einer SharePoint-Dokumentbibliothek gespeichert werden. Für diesen Flow stellt Ihnen Microsoft Flow diverse Templates zur Verfügung. Dieses Template müssen Sie lediglich modifizieren, indem Sie die entsprechende E-Mail-ID als Absender in der zu überprüfenden Bedingung angeben.
Neben den zahlreichen Templates bietet Microsoft Flow die Möglichkeit, einen benutzerdefinierten Connector oder eine benutzerdefinierte Aktion zu erstellen, dass exakt auf die aktuellen Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten ist.
Ein Beispiel: Über ein Web-Formular werden personenbezogenen Daten in einer Azure SQL Datenbank eingetragen. Sie möchten, dass alle eingetragenen Daten als Lead im CRM-System erfasst werden. Anschließend soll eine E-Mail mit Details zum Lead an die Vertriebsmitarbeiter gesandt werden.
Hört sich komplex an, aber mit dem äußerst benutzerfreundlichen Microsoft Flow können Sie diesen Workflow mit nur wenigen Klicks und Modifikationen abbilden und automatisieren.
Da mittlerweile über 180 Services und Applikationen miteinander "Connected" werden können, um plattformübergreifend Flows zu erstellen - dazu zählen nicht nur Microsoft-Produkten wie SharePoint, Dynamics 365, OneDrive oder Microsoft Teams, sondern auch Dienste von Drittanbietern wie Dropbox, Google Drive, Twitter, Facebook oder Salesforce- müssen Unternehmen vertrauliche oder kritische Geschäftsdaten schützen, die in Unternehmensdiensten wie SharePoint oder OneDrive gespeichert sind.
Zum Schützen dieser Daten können Unternehmen in Microsoft Flow Data-Loss-Prevention-Richtlinien (DLP) erstellen und definieren, welche Applikation und Dienste Zugriff auf Geschäftsdaten haben und diese teilen können. Durch die DLP wird verhindert, dass wichtige Geschäftsdaten versehentlich an Connectors wie Websites von sozialen Netzwerken veröffentlicht werden.
Da Microsoft Flow bereits als eigenständiger Service-Bestandteil im Microsoft Office 365 und Dynamics-365-Pakets integriert ist, können ihn Unternehmen bereits nutzen.
Außerdem gibt es für mobile Endgeräte die kostenlose Flow-App, mit der man Workflows erstellen und diese anschließend veröffentlichen kann. Voraussetzung dafür ist ein aktiver Microsoft-Flow- bzw. Office-365-Unternehmens-Account und die mobile App.
Ein letztes Wort, bevor ich zum Schluss komme:
Mit Microsoft Flow können Sie sich nicht nur automatisiert Benachrichtigungen zukommen, Daten automatisiert mit anderen Bibliotheken synchronisieren oder Daten automatisiert an einem bestimmten Ort speichern lassen, sondern auch komplexe wiederkehrende Genehmigungsprozesse automatisieren. Flow gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre wertvolle Zeit für wichtige Prozesse zu nutzen, anstatt für Routinearbeiten.
So liebe IT Profis, das wars auch schon für heute vom IT Manager Podcast, ich hoffe es hat Ihnen gefallen – wenn ja freue ich mich wie immer sehr über ein Like auf Facebook und eine fünf Sterne Bewertung bei iTunes. Nächste Woche Freitag gibt es dann natürlich wieder eine neue Folge des IT Manager Podcasts.
In dieser Folge erfahren Sie alles rund um das Thema: „Was ist eigentlich Smarthome?"
Zunächst einmal die Zielformulierung für ein sogenanntes Smarthome: Es soll sicherer und komfortabler als ein herkömmliches Haus sein. Was für Möglichkeiten es dafür gibt, welche Produkte eingesetzt werden und wie diese funktionieren schauen wir uns an dieser Stelle einmal gemeinsam an:
Produkte die Smarthome bekannt gemacht haben sind natürlich die berühmt, berüchtigten Amazon Echo Gadgets in ihren verschiedensten Varianten. Meist auch als Alexa bekannt.
Mithilfe von Alexa kann man sich nicht nur Fragen beantworten oder das Wetter vorlesen lassen, sondern ebenfalls die Steuerung von Smarthome – Einheiten übernehmen.
Das funktioniert dann folgendermaßen: Alexa ist kontinuierlich in einer Art Standby Modus und registriert währenddessen sämtliche Kommunikation. Fällt ein Signalwort wird sie aktiv. Signalwörter sind zum Beispiel Alexa, Amazon oder auch Computer. Da Alexa mit dem Internet verbunden ist, wandelt sie das - dem Signalwort folgende – gesprochene in eine Art Suchanfrage um. Dabei lernt sie durch Interaktion mit dem Nutzer ständig dazu und erkennt dessen Stimme im Laufe der Zeit immer besser.
Um Alexa nun wirklich zur Steuerung des Smarthomes nutzen zu können bedarf es der sogenannten Skills – also Erweiterungen – der Grundfähigkeiten.
Diese Skills werden dann von dritt Anbietern konfiguriert.
Mit dem Skill Philips Hue gelingt es unter anderem Lampen, Räume und Szenen steuern. Mit dem Skill Samsung Smart Home – Complete kann man Haushaltsgeräte wie Staubsaugerroboter oder Rasenmäher bedienen. Und nicht zuletzt mit Sonos die verschiedensten Lautsprecher regeln.
Wie Sie sehen liebe IT Profis mit einem Smarthome, egal ob es nun über Alexa gesteuert oder Google Assistent und Lenovo Smart Assistent genutzt wird bietet viele Vorteile und Möglichkeiten.
Neben den Vorteilen gibt es aber natürlich auch immer wieder Probleme, die bei der Nutzung dieser Produkte auftauchen, insbesondere im Datenschutz. Denn man sollte nie vergessen, dass sämtliche Kommunikation im Standby Modus des Gerätes zunächst einmal aufgezeichnet wird. Auch kann es bei Familien zu Fehlbestellungen komme, wo Alexa - wie in den Medien berichtet wurde - per Sprachsteuerung durch Kinder und dem gekoppelten 1-Click-Pay Puppenhäuser gekauft hat oder die Musik laut aufdrehte obwohl niemand im Haus war.
Hallo und herzlich willkommen liebe IT Profis, zu einer neuen Folge des IT Manager Podcasts! Mein Name ist Ingo Lücker, schön, dass Sie wieder dabei sind!
Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich ein PoE?"
Die Abkürzung PoE steht für Power over Ethernet (PoE) und beschreibt ein Verfahren, mit dem vor allem Netzwerkgeräte, die wenig Strom verbrauchen, wie zum Beispiel IP-Kameras, IP-Telefone, kleine Hubs und WLAN Access Points (WAP) über das Ethernet-Kabel mit Strom und Daten versorgt werden.
Das hat den großen Vorteil, dass ein einziges Kabel genügt, um die Strom- und Datenübertragung zu ermöglich. Dadurch können Anschaffungs-und Betriebskosten für zusätzliche Stromversorgungskabel eingespart werden. Außerdem lassen sich Netzwerkgeräte an Orten installieren, an denen keine Stromkabel vorgesehen sind. Durch die zentrale Stromverteilung über Switches werden auch keine externe Netzadapter oder Netzteile benötigt. Ein schöner Nebeneffekt: Weniger Kabel, weniger Kabelsalat.
Wie funktioniert PoE also im Detail?
Damit die Endgeräte mit Strom versorgt werden können, ist eine bestehende Datenverbindung Voraussetzung. Über diese Datenverbindung stellt das Power Sourcing Equipment (PSE), eine Komponente der PoE-Architektur, fest, ob die PoE-kompatiblen Netzwerkgeräte Strom benötigen. Diese Powered Devices (PD) werden über sogenannte Endspan-Devices wie zum Beispiel Switches, oder Midspan-Devices wie zum Beispiel Hubs mit Strom versorgt. Durch die ausgefeilte Schutzfunktion des PoE-Systems wird der Strom automatisch abgeschaltet, sobald zu viel Spannung übertragen wird und die Gefahr eines Kurzschlusses droht. So werden Schäden an den anhängenden Endgeräten verhindert.
Wichtig ist es hierbei, dass alle Netzwerkgeräte im Vorfeld auf Tauglichkeit für PoE untersucht werden. Beim Resistive-Power-Directory-Verfahren, prüft die Stromquelle mithilfe einer speziellen Messschaltung den Innenwiderstand des angeschlossenen Endgeräts. Ist er hochohmig, liegt also im Bereich von etwa 20 bis 26 Kiloohm und überschreitet die Kapazität einen bestimmten Wert nicht, aktiviert die Stromquelle die Energieversorgung. In einem zweiten Messschritt ermittelt die Stromquelle die Leistungsklasse des Endgeräts.
PoE-Leistungsklassen:
Mögliche PoE Klassen sind die Klassen 0 bis 4. Je nachdem wie viel Strom ein Netzwerkgerät benötigt, ist es einer bestimmten Klasse zugewiesen. Dadurch kann die Stromquelle die richtige Menge an Energie bereitstellen und das Netzwerkgerät entsprechend versorgen.
PoE-Standards:
Neben den PoE Klassen wird PoE in unterschiedliche Standards unterteilt. Jeder Standard ermöglicht unterschiedliche maximale Leistungen. Diese unterschiedlichen Standards könnt ihr in unseren ShowNotes nachlesen.
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