Im Fokus der heutigen Folge steht die Gesundheit
IV-Kontroverse: Anpassungen bei der IV haben dazu geführt, dass Eltern IV berechtigter Kinder (Geburtsgebrechen) plötzlich auf Rechnungen sitzen geblieben sind, die vorher von der IV bezahlt wurden. Dass der Bund regelmässig die Kosten von Medikamenten und medizinischen Hilfsmittel überprüft und – wo möglich – auch senkt, ist sinnvoll. Hier scheint er aber vergessen zu haben, was die Auswirkungen sind, insbesondere wenn die Betroffenen auf andere Produkte wechseln sollten. Anstatt das sauber und gemeinsam mit den Familien vorzubereiten, wurde einfach umgesetzt. Zum Glück hat er seine Fehler erkannt [Bericht SRF]
Spitalplanung: Die Schweiz ist sehr kleinräumig hat aber eine grosse Anzahl Spitäler verschiedenster Grösse. Nun ist es nicht sinnvoll und notwendig, dass jede Operation an jedem Spital angeboten wird. Das ist jedem klar. Bis zu dem Moment, wo der ‹eigene› Spital betroffen ist. Wer hier als Politiker eingreifen will, hat es bei den Wählerinnen und Wählern schwer. Aus diesem Grund ist ein grosses Projekt der Ostschweiz – die gemeinsame Spitalplanung über sechs Kantone – leider gescheitert. Nötig wäre es. [Bericht SRF]
EFAS: In Schweizer Gesundheitssystem gibt es verschiedene Fehlanreize. Einer ist, dass je nach ort, wo eine Behandlung stattfindet – typischerweise stationär im Spital oder ambulant in einer Praxis – die Aufteilung der Finanzierung anders aussieht. Am einen Ort zahlen die Krankenkassen mehr, am anderen die öffentliche Hand. Damit besteht aber für beide ein Fehlanreiz eine Behandlung dort haben zu wollen, wo sie für einen selber weniger kostet, also dort, wo sie insgesamt am besten angesiedelt wäre – mit Bezug auf Qualität und Kosten. Mit EFAS – Einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Behandlungen – möchte man das beheben. Aber das Projekt aus dem Jahre 2009 hat einen schweren Stand in der Politik. [Vorstoss im Nationalrat]