
Sign up to save your podcasts
Or


Stell dir vor, du verlierst deinen Job – und ganz schnell schleicht sich schon die Scham ein. Statt offen über Unsicherheit, Zweifel und Orientierungslosigkeit zu sprechen, verpacken viele von uns diese Zeit lieber als Erfolgsgeschichte. Dass man diese Phase jetzt natürlich ganz produktiv nutze, um sich neu auszurichten. Die eigentliche Verletzlichkeit dahinter bleibt dabei oft unausgesprochen.
In dieser Episode sprechen wir mit Lisa Willmann und Janine Bessen, den Gründerinnen von girls inbetween jobs – einer Community für Frauen im DACH-Raum, die ihren Job verloren haben. Die Idee dazu ist aus eigener Erfahrung entstanden: Beide haben ihren Erwerbsjob verloren, auf unterschiedlichen Wegen, aber mit einer ähnlich frustrierenden Erkenntnis danach – wie wenig echte, emotionale Unterstützung es in dieser Phase eigentlich gibt.
“Ich bin ein großer Fan davon, dass wir einfach aufhören, Karriere als diese perfekte lineare Geschichte zu erzählen. Genauso gehört es in der Karriere dazu, dass nicht immer alles nur steil nach oben geht. Das Schlimme und Verrückte ist, dass wir über diese Phasen nie reden.”
Wir schauen dorthin, wo es unbequem wird: Warum ist der Jobverlust für so viele mit Scham verbunden, obwohl er fast jede:n irgendwann trifft? Warum fällt es uns so schwer, uns mit unserer Unsicherheit zu zeigen, statt sie zu einer Erfolgsgeschichte umzudeuten? Und was braucht es wirklich, um jemanden durch dieses "Inbetween", die Zeit zwischen zwei Kapiteln, zu tragen?
Wir sprechen außerdem über das Format, das Lisa und Janine daraus gebaut haben: kleine, geschützte digitale Circles alle zwei Wochen, ganz bewusst ohne Pitch-Zwang, ohne Coaching oder klassisches Networking, ohne Selbstoptimierung. Und es wird persönlich: Beide erzählen, wie sich aus ihrer eigenen Freundschaft in der Krise die Idee entwickelt hat, diesen Raum auch für andere Frauen zu öffnen.
“Wir interessieren uns nicht dafür, wer dein vorheriger Arbeitgeber war oder welche Führungsebene du hattest, sondern du als Mensch zählst mit deiner Geschichte. Wenn du sie teilen und Gleichgesinnte finden möchtest, möchten wir diesen Raum dafür bieten und dafür sorgen, dass er sich geschützt anfühlt.”
Eine Episode über Scham, Verletzlichkeit und die Frage, warum wir die Zeit zwischen zwei Jobs so hartnäckig verstecken, statt sie als das zu behandeln, was sie ist: ein ganz normales Kapitel im Berufsleben.
Weiterführende Links zu dieser Episode:
Stell dir vor, dein männlicher Kollege macht die gleiche Arbeit wie du – aber bekommt ein deutlich höheres Gehalt. Und wenn du dich dagegen wehrst, riskierst du, im eigenen Unternehmen plötzlich als „Nestbeschmutzerin“ zu gelten. Genau das ist die Realität vieler Frauen*.
Lohndiskriminierung ist kein abstraktes Gleichstellungsthema. Sie kann über Jahre hinweg Einkommen, Karrierechancen und finanzielle Sicherheit beeinflussen. Gleichzeitig wissen viele Frauen* weder, was ihre männlichen Kollegen verdienen, noch welche Rechte sie haben, wenn sie eine ungerechte Bezahlung vermuten.
“Da macht man als Frau jahrelang gute Arbeit, mag seinen Job, kommt mit dem Chef gut aus, man ist da, wo man sein will. Und dann erfährt man, dass der Kollege, der genau das gleiche macht wie man selbst, einfach mal eine Riesensumme mehr Geld verdient. Diese fehlende Wertschätzung der Arbeit, diese Diskriminierung durch Menschen, mit denen man tagtäglich zu tun hat, die man mag, denen man vertraut: Das ist so ein krasser Moment. Und dann wird man als Frau damit auch noch alleine gelassen, damit umzugehen.”
In dieser Episode sprechen wir mit Silke Georgi, Volljuristin, Equal Pay Coach und Gründerin von DiscriminAid. Die gemeinnützige Organisation unterstützt Frauen*, die von Lohndiskriminierung betroffen sind, dabei, ihre Rechte tatsächlich geltend zu machen.
Wir schauen dorthin, wo es unbequem wird: Warum ist es für Einzelne noch immer so schwer, gegen ungleiche Bezahlung vorzugehen? Warum werden bestehende Auskunftsrechte kaum genutzt? Welche Rolle spielen intransparente Gehaltsstrukturen, die Angst vor negativen Reaktionen des Arbeitgebers und unsere merkwürdig hartnäckige Kultur des Schweigens über Geld?
Wir sprechen außerdem über die EU-Entgelttransparenzrichtlinie und darüber, was sich für Beschäftigte und Arbeitgeber künftig verändern wird.
Und es wird auch persönlich: Silke erzählt, warum sie DiscriminAid gegründet hat und welche Geschichte hinter dem Barbara-Schäfer-Georgi-Rechtsfonds steckt, der den Namen einer Frau trägt, der aufgrund ihres Geschlechts die Arbeit als Pfarrerin verwehrt wurde.
Eine Episode über Macht, die emotionale Dimension von Geld und ein Tabu, das Ungleichheit erstaunlich gut schützt.
Weiterführende Links zu dieser Episode:
Friedensarbeit klingt für viele nach Diplomatie, humanitären Missionen oder dem idealistischen Wunsch nach einer besseren Welt. Doch wie sieht dieses Berufsfeld tatsächlich aus? Wer arbeitet in Krisengebieten an ziviler Konfliktbearbeitung, wie herausfordernd ist diese Arbeit wirklich? Und welche Fähigkeiten braucht es, um in einem so komplexen und hoch relevanten Bereich tätig zu sein?
In dieser Episode sprechen wir mit Lilian Bourke, HR Managerin für internationale Programme bei Pro Peace, einer Organisation, die sich weltweit für Friedensarbeit und zivile Konfliktbearbeitung engagiert. Durch ihre Rolle begleitet Lilian Menschen auf ihrem Weg in die Friedensarbeit und kennt die Realitäten hinter den idealistischen Vorstellungen: von anspruchsvollen Auswahlverfahren über befristete Einsätze bis hin zu den emotionalen und psychologischen Anforderungen, die dieser Beruf mit sich bringt.
Wir sprechen zudem darüber, wie sich Friedensarbeit durch globale Krisen, geopolitische Spannungen und die Folgen der Klimakrise verändert hat. Welche Haltung braucht internationale Zusammenarbeit heute?
Des Weiteren werfen wir einen konkreten Blick hinter die Kulissen des Recruitings bei Pro Peace: Welche persönlichen Kompetenzen zählen oft mehr als formale Abschlüsse? Wie können Berufsanfänger:innen oder Quereinsteigende erste relevante Erfahrungen sammeln? Und woran erkennt Lilian eine wirklich überzeugende Bewerbung?
Eine Episode über Friedensarbeit jenseits romantisierender Vorstellungen, über die Menschen hinter internationalen Programmen – und über die Frage, wie berufliches Engagement in einem Feld zwischen Hoffnung, Krisenrealität und globaler Verantwortung konkret zu einer friedlicheren Welt beitragen kann.
Weiterführende Links zu dieser Episode:
Erfolg, Einfluss, Status – und trotzdem das Gefühl, dass etwas Wesentliches fehlt. Viele Menschen, gerade in Führungspositionen, funktionieren im Außen auf höchstem Niveau und erleben innerlich Leere, Entfremdung oder Sinnfragen, über die selten gesprochen wird.
In dieser Episode sprechen wir mit Florian Lanzer – Berater, Dozent, Autor und Coach für Führungskräfte und Changemaker. Sein Ansatz ist außergewöhnlich: Er begleitet Entwicklungsprozesse unter anderem mit legalen psychedelika-gestützten Coaching-Sessions. Doch statt Hype oder Heilsversprechen bringt Florian einen differenzierten, reflektierten Blick auf ein Feld mit großem Potenzial.
Wir sprechen über Chancen, Risiken und Grenzen psychedelischer Erfahrungen im professionellen Kontext:
Was können sie für Leadership, Innovationskraft, Kreativität und persönliches Wachstum eröffnen? Was sagt der aktuelle Stand der wissenschaftlichen Forschung zu Wirkung und langfristigen Nutzen psychedelischer Substanzen?
Bei Florians Arbeit geht es nicht um außergewöhnliche Erfahrungen, sondern darum, sich selbst mit mehr Klarheit und aus einer neuen Perspektive heraus zu begegnen.
Im Gespräch bewegen wir zudem eine größere Frage: Was passiert, wenn Menschen in einflussreichen Positionen sich als Teil eines größeren Ganzen empfinden – als Teil der Natur, Gesellschaft und kommender Generationen?
„Getrenntheit & Spaltung kann man als Waffe einsetzen, aber ein Gefühl von Einheit lässt sich nicht für Gewalt missbrauchen. Es geht darum, dass einzelne Menschen in einflussreichen Positionen sich stärker als Teil eines größeren Ganzen sehen. Wenn sich diese inneren Perspektiven verschieben, verschieben sich oftmals auch die Prioritäten. Und diese Summe an individuellen Prozessen kann positive gesellschaftliche Auswirkungen haben. Gleichzeitig dürfen wir nicht in eine naive Utopie rutschen.”Eine Episode über Bewusstsein, verschneite Hügel im Gehirn und die Frage, welches Potenzial innere Entwicklung für den Umgang mit globalen Krisen haben kann.
Weiterführende Links zu dieser Episode
Wissenschaftliche Literatur:
Sonstiges zum Thema:
Ratgeber & Artikel zum Thema erfüllte Karriere:
💌 Jetzt zum kostenlosen Newsletter von NachhaltigeJobs anmelden!
Die Bewerbung auf Stellenanzeigen ist wohl die gängigste Form der Jobsuche – doch wer schon einmal die Erfahrung gemacht hat, wenig positive (oder oftmals sogar gar keine) Rückmeldung zu erhalten, weiß, wie viel Frustrationspotential dieser Prozess bergen kann.
Neben Stellenanzeigen gibt es jedoch andere, proaktive Bewerbungsstrategien, die mit mehr Selbstbestimmung und einer weitaus höheren Rückmeldequote einhergehen können. Voraussetzung für das Gelingen solcher Initiativbewerbungen sind Geduld, eine gründliche Selbstreflexion sowie die Bereitschaft, Zeit in aktive Netzwerkarbeit zu investieren. Initiativ bewerben heißt: Qualität vor Quantität.
Unser Podcast-Gast Florian von Fraunberg hat bei seiner eigenen Jobsuche ein strategisches “Application Framework” entwickelt und war damit sehr erfolgreich – er hat nicht nur einen neuen Job gefunden, sondern vor allem auch ein bereicherndes Netzwerk aufgebaut. In dieser Episode brechen wir gemeinsam mit Florian Schritt für Schritt die Vorgehensweise für erfolgversprechende Initiativbewerbungen herunter. Zudem sprechen wir über Florians wichtigste Learnings während seiner Jobsuche – und darüber, warum es insbesondere in einer schwierigen Arbeitsmarktlage essentiell ist, Klarheit und Zielgerichtetheit den Massenbewerbungen vorzuziehen.
Weiterführende Links zu dieser Episode:
Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Doch wie kommen wir vom Wissen ins Handeln? Wissen, Daten und Fakten haben wir genügend. Unsere Emotionen sind die Schlüsselfaktoren für nachhaltiges Handeln, die noch viel zu wenig beachtet werden. Genau diese Brücke zwischen Verstand und Gefühl schlägt die Klimapsychologie – eine noch junge Disziplin mit enorm viel Zukunftspotential.
Fabian Hirt ist Klimapsychologe und Trainer bei ClimateMind – der ersten internationalen Beratungsagentur für Klimapsychologie. In dieser Podcast-Folge sprechen wir mit Fabian über seinen beruflichen Werdegang, seinen Arbeitsalltag und mögliche Einstiegspfade in dieses spannende Tätigkeitsfeld. Außerdem wollen wir herausfinden, was Klimaschutz eigentlich konkret mit Psychologie zu tun hat und wie Emotionen sowohl die größte Barriere, aber auch der wirkungsvollste Hebel für die nachhaltige Transformation sein können.
Weiterführende Links zu dieser Episode:
Aktuell geht es turbulent zu auf dem Non-Profit-Arbeitsmarkt: Auf der einen Seite eröffnet sich hier ein Tätigkeitsfeld, welches ein hohes Maß an Sinnerfüllung bietet, auf der anderen Seite stehen zahlreiche Non-Profits angesichts der gesellschaftspolitischen Entwicklungen vor ernsten Finanzierungsproblemen. Dies wirkt sich natürlich auch stark auf die beruflichen Perspektiven und Stellenbesetzungen aus – und macht die Jobsuche durchaus herausfordernd.
In der heutigen Podcast-Episode haben wir unsere langjährige Kooperationspartnerin Dr. Antje Schultheis zu Gast, die als Gründerin des beruflichen Netzwerkes Spinnen-Netz ArbeitMitWirkung allerbestens informiert ist über die Trends auf dem Non-Profit-Arbeitsmarkt.
Mit dem Spinnen-Netz ArbeitMitWirkung sowie mit persönlichen Coachings unterstützt Antje Jobsuchende, Freiberufler:innen sowie arbeitgebende Organisationen, u.a. mit individueller Beratung, Netzwerkveranstaltungen sowie einem Mentoring-Programm.
Du bist neugierig auf spannende Insider-Einblicke hinter die Kulissen des Non-Profit-Sektors und wertvolle Tipps, wie du deine Chancen auf dem verdeckten Arbeitsmarkt drastisch erhöhen kannst? Dann solltest du dir diese Folge auf keinen Fall entgehen lassen!
Weiterführende Links zu dieser Episode
In einer Welt, die zunehmend von politischen Konflikten, kriegerischer Gewalt und gesellschaftlicher Spaltung geprägt ist, werden Entwicklungszusammenarbeit sowie die Handlungsfelder Friedensarbeit & Konflikttransformation immer relevanter. Doch was genau bedeutet es wirklich, in diesen Tätigkeitsfeldern zu arbeiten? Wie gelingt der Einstieg in diese anspruchsvolle Aufgaben?
In dieser Episode sind Sina Brod und Paul Melichar, die als Fachkräfte im Entwicklungsdienst tätig waren und ebenfalls Erfahrungen in der Friedensarbeit gesammelt haben, unsere Gäste. Die beiden geben uns aus erster Hand einen Einblick in ihre Berufsbiografien sowie in die Aufgabenfelder und ihre persönlichen Erfahrungen im Rahmen unterschiedlicher Auslandsprojekte. So unterschiedlich die Projekte auch sind, so ist ihnen ein bestimmtes Rollenverständnis gemeinsam, welches die Entwicklungszusammenarbeit prägt.
Was wir vorab schon verraten können: Die Möglichkeiten, sich im Entwicklungsdienst sowie in der Friedensarbeit für Gerechtigkeit, gewaltfreie Konfliktbearbeitung und gesellschaftlichen Wandel einzusetzen, sind vielfältig, da für diese komplexen Aufgaben zahlreiche fachliche Hintergründe und Fähigkeiten gebraucht werden. Wenn du dich für eine Tätigkeit in der Friedensarbeit und Konflikttransformation interessierst, solltest du dir diese spannenden Insider-Einblicke nicht entgehen lassen!
Weiterführende Links zu dieser Episode:
Noch nie standen uns so viele digitale Tools zur Verfügung, die uns versprechen, unsere Arbeit und Team-Kommunikation noch effizienter zu machen. Doch irgendwie scheint dieses Versprechen nicht so recht aufzugehen.
Obwohl wir merken, dass und Zeiten für fokussiertes Arbeiten, Kreativität und sinnstiftendes Tätigsein immer mehr abhanden kommen, versuchen wir, uns selbst und unsere Arbeit mit noch mehr Tools zu optimieren. Doch wissen wir überhaupt noch, was und wohin wir eigentlich optimieren?
Markus Albers bewegt sich in seinen Tätigkeiten als Berater, Speaker und Autor an der Schnittstelle zwischen von Technologie, Gesellschaft und Kommunikation. Ein Thema, das seine Arbeit besonders prägt, ist u.a. das Zusammenspiel von Digitalisierung und unserer Arbeitswelt.
In seinem neuesten Buch “Die Optimierungslüge” zeigt Markus Albers auf, an welchen Stellen wir in unseren Bestrebungen nach maximal effizienter Team-Kollaboration, aber auch nach dem “optimalen Selbst” falsch abgebogen sind und uns selbst dabei im Wege stehen, in der Arbeit das zu finden, wonach wir eigentlich suchen: Zufriedenheit und sinnvolles Wirken.
In dieser Podcast-Episode gehen wir der Frage nach, wie wir uns frei machen können vom Optimierungswahn, der auch längst in unser Privatleben hinein greift - und auf welche Weise digitale Tools uns tatsächlich mehr Freiheit schenken können.
Weiterführende Links zu dieser Episode:
Jetzt zum kostenlosen Newsletter von NachhaltigeJobs anmelden!
Individuelle Erschöpfung, soziale Ungleichheit und der Klimawandel: Dies sind laut den Autorinnen Esther Konieczny und Lena Stoßberger nicht etwa (rein zufällig zeitgleich auftretende) voneinander getrennte Krisenherde, sondern Symptome einer Gesellschaft, die einen einseitigen Fokus auf Erwerbsarbeit legt und unter einer Fürsorgearmut leidet. Doch braucht es wirklich für ein “gutes Leben”?
In ihrem gemeinsamen Buch “Arbeit und das gute Leben" weben sie einen roten Faden durch unsere dringendsten gesellschaftlichen Krisen und erweitern unser oftmals verkürztes Verständnis von Wohlstand. Als zentrales Lösungsprinzip steht die Fürsorge - und zwar nicht nur im Privaten, sondern vor allem auch in der Wirtschaft.
In dieser Podcast-Episode sprechen wir mit Esther und Lena darüber, was fürsorge-orientierte Unternehmen (“Caring Companies”) auszeichnet, warum dies weit über das klassische Verständnis von Vereinbarkeit hinausgeht und wie Fürsorge die Basis für eine erweiterte Form von Wohlstand bildet, die uns wirklich zufrieden macht.
Weiterführende Links zu dieser Episode:
From the publisher's feed