kinderherzen Podcast

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By kinderherzen | Nina SchwarzbauerMedicineHealth & Fitness
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kinderherzen Podcast episodes

  • Folge 57: Leben mit Blutverdünnern – sicher durch den Alltag

    Blutverdünner gehören für viele Kinder mit komplexen angeborenen Herzfehlern zum Alltag. Besonders nach bestimmten Operationen oder bei speziellen Herzsituationen können sie notwendig sein, um die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern.

    Doch was genau bewirken Blutverdünner eigentlich? Welche Medikamente gibt es – und worin unterscheiden sie sich? Was sagt der INR-Wert aus und warum ist es so wichtig, ihn regelmäßig zu kontrollieren?

    In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Julia Lemmer, Kinderkardiologin, und Birgit Beckmann, Kinderkrankenschwester, die gemeinsam das Zentrum univentrikuläres Herz am Deutschen Herzzentrum München leiten. Dort begleiten sie Familien mit komplexen angeborenen Herzfehlern oft über viele Jahre hinweg und unterstützen sie auch bei der sicheren Anwendung und Dosierung von Blutverdünnern.

    Wir sprechen darüber, was bei der Einnahme im Alltag wichtig ist, welche Rolle Ernährung und andere Medikamente spielen können und was passiert, wenn eine Dosis vergessen wurde oder ein Kind krank ist.

    Und natürlich geht es auch um die Frage, die viele Familien beschäftigt: Wie normal darf der Alltag mit Blutverdünnern sein? Was ist mit Sport, Toben und kleinen Verletzungen? Welche Risiken sollte man kennen – und wann ist Vorsicht wirklich wichtig?

    Eine Folge über Blutverdünner, Gerinnungswerte und die Frage, wie sich medizinische Sicherheit und ein möglichst normales Kinderleben miteinander verbinden lassen.

    💬 Wir sprechen über:

    • warum manche Kinder mit angeborenem Herzfehler Blutverdünner benötigen
    • welche verschiedenen Blutverdünner es gibt und wie sie wirken
    • was der INR-Wert bedeutet und warum er kontrolliert wird
    • worauf Familien bei der täglichen Einnahme achten sollten
    • was bei vergessenen Dosen, Krankheit oder anderen Medikamenten wichtig ist
    • welche Rolle Ernährung und Vitamin K spielen können
    • Blutverdünner und Alltag: Kindergarten, Schule, Reisen und Sport
    • Verletzungen, Nasenbluten, blaue Flecken und Stürze
    • wann ein Verletzungsrisiko tatsächlich problematisch wird
    • wie Eltern und Kinder lernen können, mit der Blutverdünnung sicher und selbstständig umzugehen
    • und warum Blutverdünner nicht bedeuten müssen, dass ein Kind auf ein möglichst normales Leben verzichten muss

    Über das Zentrum univentrikuläres Herz:

    Das Zentrum univentrikuläres Herz und andere komplexe Herzfehler (ZUVH) am Deutschen Herzzentrum München begleitet Familien mit Kindern mit komplexen angeborenen Herzfehlern – von der Vorbereitung auf Operationen bis zur Nachsorge zu Hause.
    https://www.deutsches-herzzentrum-muenchen.de/klinik-fuer-angeborene-herzfehler-und-kinderkardiologie/

    Das Projekt wird von kinderherzen unterstützt:

    https://www.kinderherzen.de/projekte/vor-und-nachsorgeprogramm-familien-herzkranke-kinder-2025/

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    Redaktion: Nina Schwarzbauer, Anna Fouani, Linda Röß

    Ton & Postproduktion: Nina Schwarzbauer

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    34 min
  • Folge 56: Mutmachgeschichte - Katrins palliativer Weg: Wenn Medizin andere Ziele bekommt

    Was passiert, wenn schon während der Schwangerschaft feststeht, dass ein Kind einen so komplexen Herzfehler hat, dass eine klassische operative Versorgung keine realistische Überlebenschance bietet? Und wie entscheidet man als Eltern, welchen Weg man mit seinem Kind gehen möchte?

    In dieser Folge erzählt Katrin sehr persönlich von ihrem Sohn, dessen schwerer Herzfehler bereits während der Schwangerschaft bekannt war. Gemeinsam mit dem behandelnden Team entschied sich die Familie für einen palliativen Weg –zunächst davon ausgehend, dass ihr Sohn nur wenige Tage leben würde.

    Aus diesen Tagen wurden Wochen, aus Wochen fast sechs Monate. Vor wenigen Wochen ist Katrins Sohn gestorben.
    Wir sprechen darüber, wie eine solche Entscheidung überhaupt getroffen wird, wie sich eine Schwangerschaft verändert, wenn man weiß, dass das eigene Kind möglicherweise nur kurz leben wird, und was eine palliative Geburt bedeutet.

    Katrin erzählt, wie es war, dass ihr Sohn entgegen aller Erwartungen so lange lebte, ob es Momente des Zweifelns gab und warum die Familie dennoch zu ihrer Entscheidung steht. Es geht um Lebensqualität, medizinische und palliative Begleitung, schöne Momente und die Frage, wie man lebt, wenn man weiß, dass jeder gemeinsame Tag kostbar, weil möglicherweise der letzte ist.

    Wir beleuchten auch die Reaktionen anderer Menschen zum Thema. Und wie man damit umgeht, wenn Außenstehende eine Entscheidung beurteilen, die man selbst unter außergewöhnlich schwierigen Umständen getroffen hat.

    Eine Folge über eine schwere Entscheidung, fast sechs Monate Leben und einen palliativen Weg, der nicht vom Aufgeben erzählt, sondern davon, medizinische Behandlung an den Bedürfnissen und der Lebensqualität eines Kindes auszurichten.

    💬 Wir sprechen über:

    • die Diagnose und die Entscheidung für den palliativen Weg
    • die medizinischen und persönlichen Überlegungen hinter dieser Entscheidung
    • eine Schwangerschaft zwischen Vorfreude, Hoffnung und Abschied
    • die Vorbereitung und Gestaltung einer palliativen Geburt
    • die ersten Stunden und Tage mit einem schwer herzkranken Kind
    • was passiert, wenn aus erwarteten Tagen plötzlich Monate werden
    • Zweifel und die Frage nach einer möglichen Maximalversorgung
    • Lebensqualität und palliative Begleitung im Alltag
    • Reaktionen und Meinungen von außen
    • die letzten Wochen und den Abschied
    • Trauer nach dem Tod eines Kindes
    • und die Frage, was „palliativ“ eigentlich bedeutet: nicht nichts zu tun, sondern anders zu behandeln

    Katrins Geschichte

    Katrin teilt auf Instagram persönliche Einblicke in ihren Weg, ihre Erfahrungen und ihre Trauer:
    https://www.instagram.com/katrin.empowherself/

    🕯️ Hilfe und Unterstützung für Familien

    Wenn ein Kind lebensverkürzend erkrankt ist oder eine Familie ihr Kind verliert, kann professionelle Begleitung eine wichtige Unterstützung sein. Die pädiatrische Palliativversorgung bezieht dabei nicht nur das erkrankte Kind, sondern die gesamte Familie mit ein – und Unterstützung kann auch nach dem Tod des Kindes weitergehen.

    Bundesverband Kinderhospiz – Informationen und Unterstützung

    https://www.bundesverband-kinderhospiz.de/

    OSKAR Sorgentelefon – kostenlose und anonyme Beratung rund um die Uhr

    0800 8888 4711
    https://www.bundesverband-kinderhospiz.de/

    Familienportal des Bundes – Unterstützung und Informationen für Eltern von Sternenkindern

    https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/sternenkinder

    🎧 Mehr zum Thema Palliativmedizin

    In einer früheren Folge haben wir mit Dr. Nicole de Winkel darüber gesprochen, was Palliativmedizin bedeutet, wann sie beginnen kann und warum sie nicht automatisch die letzte Lebensphase meint.
    https://open.spotify.com/episode/1bXpmW6Tg6jJAqjC0oh70

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    1 hr 14 min
  • Folge 55: Kunsttherapie - Wenn Worte nicht reichen

    In dieser Folge spreche ich mit Tanita Eder, die als kreative Prozessbegleiterin intuitive Kunst-Workshops für Geschwister herzkranker Kinder leitet.

    Wenn ein Kind mit einem angeborenen Herzfehler in einer Familie lebt, gehört mehr zum Alltag als Arzttermine und Operationen: Angst, Sorgen, Wut, Unsicherheit und manchmal auch Gefühle, für die es schlicht keine Worte gibt. Das betrifft nicht nur die herzkranken Kinder selbst – auch Geschwisterkinder erleben häufig belastende Situationen, stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück oder möchten ihre Eltern nicht noch zusätzlich belasten.

    Genau hier setzt kreatives Arbeiten an. Denn Gefühle müssen nicht immer über Sprache ausgedrückt werden. Malen, Gestalten und andere kreative Prozesse können einen Raum schaffen, in dem Kinder ihre Erfahrungen und Emotionen auf ihre ganz eigene Weise erkunden und ausdrücken können.

    Wir sprechen darüber, was hinter dem Ansatz der Kunsttherapie steckt, warum kreatives Gestalten gerade für Kinder hilfreich sein kann und was „intuitives“ Gestalten eigentlich bedeutet. Außerdem geht es um die Frage, wie kreative Prozesse auch herzkranken Kindern selbst helfen können – etwa bei der Verarbeitung von Krankenhausaufenthalten, Untersuchungen oder belastenden Erfahrungen.

    Und natürlich wird es ganz praktisch: Was können Eltern zu Hause anbieten? Braucht es dafür besondere Materialien oder künstlerisches Talent? Wie können Eltern auf Bilder ihrer Kinder reagieren, ohne sie zu interpretieren? Und wie gelingt es, aus dem kreativen Gestalten nicht gleich die nächste Fördermaßnahme zu machen?

    Eine Folge über Kunst, Gefühle und Selbstwirksamkeit – und darüber, dass manchmal ein Bild dort anfangen kann, wo Worte aufhören.

    💬 Wir sprechen über:

    • Was Kunsttherapie eigentlich ist und was kreative Prozessbegleitung leisten kann
    • Warum Kreativität in belastenden Lebenssituationen hilfreich sein kann
    • Was „intuitives Gestalten“ bedeutet
    • Warum Kinder Gefühle manchmal leichter kreativ als sprachlich ausdrücken können
    • Wie kreatives Arbeiten Geschwister herzkranker Kinder unterstützen kann
    • Welche Möglichkeiten es auch für herzkranke Kinder selbst gibt
    • Wie Eltern kreative Räume für ihre Kinder schaffen können
    • Konkrete Ideen und Übungen für zu Hause
    • Warum Eltern die Bilder ihrer Kinder nicht vorschnell interpretieren sollten
    • Warum beim kreativen Gestalten nicht das Ergebnis, sondern der Prozess im Mittelpunkt steht

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    33 min
  • Folge 54: Einblicke in die Hirnforschung bei angeborenem Herzfehler

    In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Bettina Reich, Kinderkardiologin am Deutschen Herzzentrum München und Forscherin auf dem Gebiet der Hirnentwicklung bei Kindern mit angeborenem Herzfehler.

    Wenn wir über angeborene Herzfehler sprechen, denken wir zunächst an das Herz. Doch gerade bei komplexen Herzfehlern beschäftigt sich die Forschung zunehmend mit einer weiteren Frage: Wie beeinflusst die Erkrankung die Entwicklung des Gehirns?

    Prof. Dr. Reich erklärt, welche Rolle die Sauerstoff- und Blutversorgung bereits während der Schwangerschaft spielt und warum die Hirnentwicklung bei manchen Kindern mit angeborenem Herzfehler schon vor der Geburt anders verlaufen kann. Wir sprechen darüber, welche unterschiedlichen Faktoren die Entwicklung des Gehirns beeinflussen können – von der Art des Herzfehlers über Operationen und intensivmedizinische Behandlungen bis hin zu Infektionen und weiteren individuellen Faktoren.

    Außerdem geht es darum, was es eigentlich bedeutet, wenn bei einem Kind von einem „unreifen“ oder verzögert entwickelten Gehirn gesprochen wird. Welche Auswirkungen kann das im Alltag haben? Woran können Eltern erkennen, dass sich ihr Kind möglicherweise anders entwickelt als andere Kinder? Und vor allem: Was kann man dann tun?

    Prof. Dr. Reich erklärt, warum eine Entwicklungsverzögerung nicht automatisch bedeutet, dass ein Kind langfristig eingeschränkt sein wird, welche Möglichkeiten der frühen Förderung es gibt und warum es wichtig ist, Entwicklung aufmerksam zu beobachten, ohne jedes Kind mit angeborenem Herzfehler unter einen ständigen Förderdruck zu setzen.

    Eine Folge über Herz und Gehirn, die Entwicklung vor und nach der Geburt – und darüber, warum frühes Erkennen und gezielte Unterstützung einen wichtigen Unterschied machen können.

    💬 Wir sprechen über:

    • Den Zusammenhang zwischen Herz- und Hirnentwicklung
    • Die Bedeutung der Sauerstoffversorgung während der Schwangerschaft
    • Warum die Hirnentwicklung bei manchen Herzkindern bereits vor der Geburt verändert sein kann
    • Welche Faktoren die Entwicklung des Gehirns beeinflussen
    • Den Einfluss von Herzoperationen und intensivmedizinischen Behandlungen
    • Was mit einem „unreifen“ Gehirn gemeint ist
    • Mögliche Auswirkungen auf Lernen, Motorik und Entwicklung
    • Woran Eltern eine Entwicklungsverzögerung erkennen können
    • Möglichkeiten der frühen Förderung und Unterstützung
    • Warum individuelle Entwicklung wichtiger ist als ein Vergleich mit anderen Kindern

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    41 min
  • Folge 53: Mutmachgeschichte – Marie und Maxim

    In dieser Folge spreche ich mit Marie über die Geschichte ihres Sohnes Maxim, der mit einem sehr komplexen angeborenen Herzfehler zur Welt kam: einem Einkammerherz mit weiteren anatomischen Besonderheiten.

    Marie und ihr Mann hatten bereits einen gesunden Sohn und setzten sich während der Schwangerschaft intensiv mit der Frage auseinander, welchen Weg sie für ihr ungeborenes Kind gehen wollten. Auch ein palliativer Weg war für sie eine mögliche Option. Doch nach Maxims Geburt zeigte sich, dass er kämpfen wollte. Entgegen allen Erwartungen stabilisierte er sich und machte deutlich, dass er weiterleben wollte. Für seine Eltern war klar: Sie wollten ihm diese Chance geben und entschieden sich für den Weg der Maximaltherapie.

    Was folgte, war ein langer und komplexer medizinischer Weg. Mehrere Operationen waren notwendig – und weil Maxims Herz anatomisch von der typischen Situation bei einem Einkammerherz abwich, konnten die üblichen Operationsverfahren nicht einfach angewendet werden. Es gab Rückschläge, schwierige Entscheidungen, kleine und große Wunder und immer wieder Momente zwischen Hoffnung und Angst.

    Gleichzeitig musste für seinen großen Bruder ein möglichst normaler Alltag weitergehen, während Maxim auf der Intensivstation um sein Leben kämpfte. Marie erzählt sehr persönlich davon, wie es ist, gleichzeitig Mutter eines schwer kranken Kindes und eines gesunden Kindes zu sein – und wie sie und ihre Familie diese außergewöhnliche Zeit bewältigt haben.

    Wir sprechen darüber, was Marie in dieser Zeit getragen hat, welche Gedanken und Erfahrungen sie bis heute begleiten und was sie aus dieser herausfordernden Zeit für sich und ihre Familie mitgenommen hat. Und wir sprechen darüber, wie es Maxim und seiner Familie heute geht.

    Eine Folge über schwierige Entscheidungen, Hoffnung und Durchhaltevermögen – und über eine Familie, die ihren ganz eigenen Weg durch eine außergewöhnliche medizinische und persönliche Situation finden musste.

    💬 Wir sprechen über:

    • Maxims komplexen angeborenen Herzfehler und das Leben mit einem Einkammerherz
    • Die Entscheidung zwischen palliativer Versorgung und Maximaltherapie
    • Warum die üblichen Operationsverfahren bei Maxim nicht einfach angewendet werden konnten
    • Komplexe Herzoperationen und lange Aufenthalte auf der Intensivstation
    • Rückschläge, Hoffnung und kleine und große Wunder
    • Das Leben zwischen Krankenhaus und Familienalltag
    • Die besondere Situation von Geschwisterkindern
    • Was Marie und ihre Familie durch diese Zeit getragen hat
    • Was aus einer solchen Ausnahmesituation bleibt
    • Wie es Maxim und seiner Familie heute geht

    📚 Weitere Informationen & Links

    👧👦 Geschwisterkinder

    In Folge 8 sprechen wir über die besondere Situation von Geschwistern herzkranker Kinder:

    https://open.spotify.com/episode/2dDAT6OCwVUgjtAc9tETf3?si=rn3CxmLPTnasa3fU9ZXSYw

    In Folge 52 geht es erneut um Geschwisterkinder und ihre Bedürfnisse:

    https://open.spotify.com/episode/2ndJa9wLRW7kW4nPHUypeg?si=SQvrLuWwS_u9OYnRKgmWTQ

    📖 Geschwisterbuch

    Marie hat ein Buch für Geschwisterkinder von herzkranken Kindern verfasst:
    https://muenchen.kinderherzen.de/neu-ein-buch-fuer-geschwisterkinder-von-herzkranken-kindern/

    🌬️ Atemtraining

    Marie spricht in dieser Folge darüber, dass ihr gezieltes Atmen geholfen hat. Mehr dazu findest du in unserer Folge 27:
    https://open.spotify.com/episode/5gacSmlHFv3FqlRX5xNp52?si=IpRkKqYDTlSbiTMrp91oug

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    1 hr 4 min
  • Folge 52: Geschwister im Schatten der Diagnose

    In dieser Folge spreche ich mit Michaela Kleekamm – Psychologin mit Schwerpunkt Positive Psychologie und selbst Geschwister eines Jungen mit angeborenem Herzfehler.

    Als Michaelas jüngerer Bruder mit einem Herzfehler zur Welt kam, veränderte sich das Leben ihrer Familie von einem Tag auf den anderen. Wenige Monate später starb ihr Bruder kurz nach einer Herzoperation. Ein Schicksalsschlag, der die gesamte Familie aus der Bahn warf.

    Während ihre Eltern mit ihrer Trauer kämpften, stellte Michaela ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Sie übernahm schon als Kind Verantwortung, wollte keine zusätzliche Belastung sein und machte vieles mit sich selbst aus. Erst viele Jahre später wurde ihr bewusst, wie sehr ihre Kindheitserfahrungen, ihre Beziehungen und ihren weiteren Lebensweg geprägt hatten.

    Heute begleitet sie als Psychologin Menschen in belastenden Lebenssituationen. Gemeinsam sprechen wir darüber, was Geschwisterkinder brauchen, wenn ein Bruder oder eine Schwester schwer erkrankt ist, warum Kinder ihre Sorgen oft nicht aussprechen, wie Eltern Geschwister besser begleiten können und weshalb es kein Zeichen von Schwäche ist, sich frühzeitig professionelle Unterstützung zu holen.

    Denn wenn ein Kind schwer krank ist, betrifft das nie nur einen Menschen – sondern die ganze Familie.

    Eine Folge über Verlust, Geschwisterliebe und die Frage, wie Familienmitglieder auch in schwersten Zeiten füreinander da sein können.

    💬 Wir sprechen über:

    • Michaelas Geschichte als Geschwister eines Kindes mit angeborenem Herzfehler
    • Den Tod ihres Bruders und die Auswirkungen auf ihre Familie
    • Warum Geschwisterkinder ihre eigenen Bedürfnisse oft zurückstellen
    • Parentifizierung – wenn Kinder zu früh Verantwortung übernehmen
    • Wie belastende Kindheitserfahrungen das Erwachsenenleben beeinflussen können
    • Was Geschwisterkinder in Krisenzeiten wirklich brauchen
    • Woran Eltern erkennen können, dass Unterstützung sinnvoll ist
    • Welche Hilfsangebote Familien in belastenden Situationen zur Verfügung stehen
    • Warum frühe Begleitung die psychische Gesundheit der ganzen Familie stärken kann

    🎧 Mehr zum Thema Geschwisterkinder:

    Folge „Geschwister von Kindern mit angeborenem Herzfehler“
    https://open.spotify.com/episode/2dDAT6OCwVUgjtAc9tETf3?si=L2vUXnGGTb6fG_AFqZbkfw

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    1 hr
  • Folge 51: Emotionale Gesundheit

    In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Philipp Paul Heinisch, Herzchirurg für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler, sowie mit Dr. Caroline Andonian-Dierks, Psychologin und Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Psychokardiologie, über die emotionale Gesundheit von Menschen mit angeborenem Herzfehler.

    Dank der enormen Fortschritte in der Kinderherzmedizin erreichen heute die meisten Kinder mit angeborenem Herzfehler das Erwachsenenalter. Doch mit dem medizinischen Erfolg rücken neue Fragen in den Mittelpunkt: Wie lebt man mit einer chronischen Herzerkrankung? Warum gelingt es manchen Menschen erstaunlich gut, ihren Herzfehler in ihr Leben zu integrieren, während andere trotz eines vergleichsweise leichten Herzfehlers stark belastet sind?

    Gemeinsam sprechen wir darüber, warum die Schwere eines Herzfehlers nicht automatisch darüber entscheidet, wie gut Menschen mit ihrer Erkrankung zurechtkommen. Wir beleuchten den Einfluss von Resilienz und sozialem Umfeld auf die Krankheitsbewältigung, erklären, was hinter dem Begriff Krankheitsidentität steckt und warum emotionale Gesundheit auch die körperliche Gesundheit beeinflussen kann.

    Außerdem geht es darum, wie Betroffene ihre eigenen Ressourcen stärken können, welche Rolle Wissen über den eigenen Herzfehler spielt, weshalb psychologische Unterstützung kein Zeichen von Schwäche ist und was Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben können, damit der Herzfehler zwar Teil ihres Lebens wird, aber nicht ihre Identität bestimmt.

    Eine Folge über Mut, Resilienz und die Erkenntnis, dass ein angeborener Herzfehler zwar die Lebensgeschichte prägt – aber nicht darüber entscheidet, wer wir sind.

    💬 Wir sprechen über:

    • Wie sich das Leben mit angeborenem Herzfehler in den letzten Jahrzehnten verändert hat
    • Warum die Schwere des Herzfehlers nicht allein über das Wohlbefinden entscheidet
    • Was Krankheitsidentität bedeutet
    • Den Zusammenhang zwischen Herz und Psyche
    • Wie Stress und emotionale Belastungen die Herzgesundheit beeinflussen können
    • Welche Faktoren Resilienz fördern
    • Was Betroffene selbst für ihre emotionale Gesundheit tun können
    • Warum psychologische Unterstützung ein wichtiger Teil moderner Herzmedizin ist
    • Was Eltern ihren Kindern für ein selbstbestimmtes Leben mitgeben können

    🎧 Mehr zum Thema psychische Gesundheit bei angeborenem Herzfehler:

    Folge „Psychische Gesundheit von Kindern mit angeborenem Herzfehler“
    https://open.spotify.com/episode/60h4XIuXgCAemDskTH41ah?si=EBqhDN87Ss21CHHeyegACw

    🎧 Mehr zum Thema Trauma nach medizinischen Erfahrungen:

    Folge „Trauma bei angeborenem Herzfehler“
    https://open.spotify.com/episode/5bszOa4GT3fvf1RwPdsRf0?si=OSB3_fSkTG26_rpfDD-2Lg

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    50 min
  • Folge 50: Mutmachgeschichte - Extremsport mit angeborenem Herzfehler

    In dieser Folge spreche ich mit Sandra Spörl – Extremsportlerin, Botschafterin von kinderherzen und selbst mit einem Herzfehler zur Welt gekommen.

    Dass mit ihrem Herzen etwas nicht stimmt, wusste Sandra schon seit ihrer Jugend. Nach einer Herzmuskelentzündung und einem Zusammenbruch mit 18 Jahren wurde ihr lange Zeit geraten, auf Sport weitgehend zu verzichten. Doch genau das kam für sie nie infrage. Welche Form des angeborenen Herzfehlers sie tatsächlich hat, erfuhr sie erst viele Jahre später.

    Heute ist Sport ein fester Bestandteil ihres Lebens. Gemeinsam mit ihrer Kardiologin Dr. Isabell Schöffl rief sie 2024 das Spendenprojekt Heart on Trails ins Leben und absolvierte den Transalpine Run – trotz angeborenem Herzfehler und Multipler Sklerose. In diesem Jahr folgt mit dem Heart on Trails Everesting bereits die nächste sportliche Herausforderung.

    Wir sprechen darüber, wie sie ihren Weg zurück zum Sport gefunden hat, warum eine gute sportmedizinische Betreuung so wichtig ist, weshalb jeder Mensch mit angeborenem Herzfehler individuelle Belastungsgrenzen hat und warum Mut manchmal auch bedeutet, den eigenen Körper gut kennenzulernen.

    Außerdem erzählt Sandra, wie aus ihrer persönlichen Geschichte ein Herzensprojekt wurde – mit dem Ziel, Spenden für die sportmedizinische Ambulanz für Menschen mit angeborenem Herzfehler am Universitätsklinikum Erlangen zu sammeln.
    Eine Folge über Vertrauen in den eigenen Körper, medizinische Begleitung und darüber, dass Grenzen manchmal ganz anders verlaufen, als man zunächst denkt.

    💬 Wir sprechen über:

    • Sandras Weg mit einem lange unklaren angeborenen Herzfehler
    • Warum ihr lange von Sport abgeraten wurde
    • Wie sie ihre Leidenschaft für den Ausdauersport wiederentdeckte
    • Sport mit angeborenem Herzfehler und Multipler Sklerose
    • Warum individuelle Belastungsgrenzen wichtiger sind als pauschale Verbote
    • Das Spendenprojekt Heart on Trails
    • Das Heart on Trails Everesting am 18. Juli
    • Warum die sportmedizinische Ambulanz für Menschen mit angeborenem Herzfehler so wichtig ist

    🏔️ Heart on Trails – Hintergrund zum Projekt:

    https://www.heartontrails.com/

    ❤️ Beim Heart on Trails Everesting mitmachen oder spenden:

    https://www.kinderherzen.de/heart-on-trails-everesting-fuer-den-guten-zweck/

    🎧 Mehr zur sportmedizinischen Ambulanz für Menschen mit angeborenem Herzfehler:

    Folge 17 des Kinderherzen Podcasts:
    https://open.spotify.com/episode/5DqfHHGTKvLImBLRTbmS10?si=tGUehwy9TpeOhoOpFMD0zg

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    45 min
  • Folge 49: Schwangerschaft mit angeborenem Herzfehler

    In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Nicole Nagdyman, Kinderkardiologin und Leiterin der kardiologischen Ambulanz am Deutschen Herzzentrum München, über ein Thema, das viele Betroffene und Eltern beschäftigt: Schwangerschaft bei angeborenem Herzfehler.

    Viele Eltern eines herzkranken Kindes fragen sich schon früh, ob ihr Kind später einmal selbst Kinder bekommen kann. Gleichzeitig stehen erwachsene Frauen mit angeborenem Herzfehler oft vor ganz konkreten Fragen: Ist eine Schwangerschaft für mich möglich? Welche Risiken gibt es? Und wie kann ich mich bestmöglich darauf vorbereiten?

    Prof. Dr. Nagdyman erklärt, warum eine Schwangerschaft für das Herz grundsätzlich eine besondere Belastung darstellt, weshalb sie für die meisten Frauen mit angeborenem Herzfehler heute dennoch möglich ist und in welchen Situationen besondere Vorsicht geboten ist. Wir sprechen darüber, warum die Familienplanung idealerweise schon vor einer Schwangerschaft beginnt, welche Untersuchungen und Beratungen sinnvoll sind und weshalb eine frühzeitige Abstimmung mit dem kardiologischen Behandlungsteam so wichtig sein kann.

    Außerdem geht es um geeignete Verhütungsmethoden bei angeborenen Herzfehlern, um die Frage, wie hoch das Risiko ist, einen Herzfehler an das eigene Kind weiterzugeben, und darum, weshalb ein Kaiserschnitt nicht automatisch die sicherere Wahl sein muss.

    Eine Folge über Familienplanung, medizinischen Fortschritt und darüber, warum ein angeborener Herzfehler den Kinderwunsch heute in den meisten Fällen nicht ausschließt.

    💬 Wir sprechen über:

    • Schwangerschaft mit angeborenem Herzfehler
    • Warum eine Schwangerschaft das Herz besonders fordert
    • Welche Risiken individuell berücksichtigt werden müssen
    • Warum eine Beratung vor der Familienplanung sinnvoll ist
    • Geeignete und weniger geeignete Verhütungsmethoden
    • Die Betreuung von Schwangeren mit angeborenem Herzfehler
    • Das Risiko, einen Herzfehler an das eigene Kind weiterzugeben
    • Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
    • Warum ein Kaiserschnitt nicht immer die beste oder sicherste Wahl ist

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  • Folge 48: Palliativmedizin - Perspektiven zwischen Hoffnung und Lebensqualität

    In dieser Folge spreche ich mit Dr. Nicole de Winkel, Kinderkardiologin und Mitglied des Klinischen Ethikkomitees am Deutschen Herzzentrum München, über ein Thema, das viele Familien verunsichert – und über das gleichzeitig nur selten offen gesprochen wird: Palliativmedizin bei angeborenen Herzfehlern.

    Viele Menschen verbinden Palliativmedizin ausschließlich mit der letzten Lebensphase. Doch gerade in der Kinderkardiologie ist der Begriff deutlich vielschichtiger. Was bedeutet Palliativmedizin eigentlich? Wann wird sie zum Thema? Und warum geht es dabei oft nicht darum, Hoffnung aufzugeben, sondern gemeinsam das Therapieziel neu zu definieren?

    Dr. de Winkel erklärt, welche unterschiedlichen Formen palliativer Behandlung es bei angeborenen Herzfehlern gibt, was eine Therapiezieländerung bedeutet und wann solche Gespräche überhaupt geführt werden. Wir sprechen darüber, wie Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit Familien schwierige Entscheidungen treffen, welche Rolle das Klinische Ethikkomitee dabei spielen kann und warum Lebensqualität und Lebensverlängerung manchmal in einem Spannungsverhältnis stehen.

    Außerdem geht es darum, wie Familien solche Gespräche erleben, weshalb ein palliativer Weg keineswegs bedeutet, nichts mehr zu tun – und warum Palliativmedizin immer den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

    Eine Folge über schwierige Entscheidungen, gemeinsame Verantwortung – und darüber, warum Palliativmedizin oft etwas ganz anderes bedeutet, als viele zunächst denken.

    💬 Wir sprechen über:

    • Was Palliativmedizin bei angeborenen Herzfehlern bedeutet – und was nicht
    • Unterschiedliche Formen palliativer Behandlung
    • Was eine Therapiezieländerung ist und wann sie relevant wird
    • Wie schwierige Entscheidungen gemeinsam getroffen werden
    • Die Rolle des Klinischen Ethikkomitees
    • Warum Lebensqualität ein wichtiges Therapieziel sein kann
    • Wie Familien Gespräche über einen palliativen Weg erleben
    • Häufige Missverständnisse rund um Palliativmedizin

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    Redaktion: Nina Schwarzbauer, Anna Fouani, Linda Röß

    Ton & Postproduktion: Nina Schwarzbauer

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    1 hr 3 min

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