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Xi Jinping gehört heute zu den einflussreichsten Politikern der Welt. Während die Vereinigten Staaten zunehmend durch geopolitische Konflikte und militärische Interventionen geprägt sind, verfolgt China unter Xi Jinping eine langfristige Strategie technologischer Modernisierung, wirtschaftlicher Vernetzung und geopolitischer Expansion. Doch wer ist Xi Jinping eigentlich? Der Beitrag zeichnet seinen Aufstieg im Kontext der chinesischen Geschichte nach – vom „Jahrhundert der Demütigung“ zwischen den Opiumkriegen von 1839–1842 und 1856–1860 bis zur Gründung der Volksrepublik China 1949, von Mao Zedong über Deng Xiaopings Reformpolitik ab 1978 bis zum heutigen Machtanspruch Chinas. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Xi Jinping China verändert hat und warum sein langfristiges Modernisierungsprojekt bis 2049 die globale Ordnung des 21. Jahrhunderts prägen könnte.
Gibt es überhaupt „die“ islamische Welt – oder verdeckt dieser Begriff mehr, als er erklärt? Der Beitrag zeigt, dass das Verhältnis von Religion und Politik im Islam weder einheitlich noch statisch ist, sondern aus historischen Konflikten, kolonialen Erfahrungen und unterschiedlichen politischen Antworten hervorgegangen ist. Mit Denkerfiguren wie Muhammad Abduh und Ibn Khaldun wird deutlich: Zwischen Reform, religiöser Fundierung und staatlicher Modernisierung entsteht kein einheitliches Modell, sondern ein Spannungsfeld. Genau darin liegt die Herausforderung für eine Welt, die noch immer an universale Antworten glaubt.
Der Hintergrund analysiert den technologischen Machtkampf zwischen den Vereinigten Staaten und China und geht der Frage nach, ob Amerika unter Donald Trump beginnt, seinen jahrzehntelangen Status als führende technologische Supermacht zu verlieren. Im Mittelpunkt stehen Chinas rasante Fortschritte in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Halbleitertechnologie, Robotik, Elektromobilität und Raumfahrt sowie die Folgen der amerikanischen Sanktions- und Handelspolitik gegenüber Unternehmen wie Huawei. Der Beitrag zeigt, warum selbst führende amerikanische Tech-Unternehmer China inzwischen als Konkurrenten auf Augenhöhe betrachten und weshalb der Konflikt zwischen den USA und China längst zu einem Kampf um die technologischen, industriellen und geopolitischen Standards des 21. Jahrhunderts geworden ist.
Der Staatsbesuch von Donald Trump bei Xi Jinping steht für weit mehr als ein gewöhnliches diplomatisches Treffen. Im Hintergrund des Gipfels steht der globale Machtkampf zwischen den USA und China um Technologie, wirtschaftliche Dominanz und die zukünftige Ordnung des 21. Jahrhunderts. Der Beitrag analysiert, warum die amerikanische Strategie der Eindämmung Chinas bisher nicht ihr eigentliches Ziel erreicht hat, wie Trumps Zoll- und Handelspolitik zunehmend auch westliche Verbündete verunsichert und weshalb China unter Xi Jinping international oft als langfristig rationaler und strategisch berechenbarer wahrgenommen wird als die gegenwärtige amerikanische Politik. Im Mittelpunkt steht dabei auch die europäische Perspektive: die Frage, welche Rolle Europa in einer entstehenden multipolaren Weltordnung künftig überhaupt noch spielen kann und wo seine eigenen strategischen Interessen liegen.
Warum werden Demokratien anfällig für Figuren, die sich als Retter inszenieren? Der Beitrag zeigt, wie Unsicherheit und politische Sprachlosigkeit den Boden für messianische Politik bereiten. Am Beispiel von Donald Trump wird deutlich, wie sich Politik in eine Erlösungslogik verschiebt – und warum diese Entwicklung auch mit den Versäumnissen liberaler Eliten zusammenhängt.
Warum erschüttern die englischen Kommunalwahlen das politische Establishment Großbritanniens? Und weshalb reichen ihre Ursachen weit über England hinaus? Ausgangspunkt dieses Beitrags ist die Analyse des britischen Publizisten David Goodhart, der bereits 2017 eine neue gesellschaftliche Spaltung westlicher Demokratien beschrieb: die Spannung zwischen den global orientierten „Anywheres“ und den kulturell verwurzelten „Somewheres“. Vor dem Hintergrund dieser Deutung analysiert der Beitrag den Aufstieg von Nigel Farage und Reform UK, die Krise von Labour und den Conservatives sowie die tiefere kulturelle und politische Identitätskrise liberaler Demokratien in Europa. Im Zentrum steht dabei die Frage, warum immer mehr Menschen das Gefühl entwickeln, kulturell, sozial und politisch nicht mehr repräsentiert zu werden – und weshalb populistische Bewegungen daraus neue politische Stärke gewinnen.
Wie konnte der Populismus so stark werden – und warum greifen moralische Verurteilungen seiner Wählerinnen und Wähler so oft ins Leere? Catherine Liu gibt darauf eine unbequeme Antwort: Der Populismus ist nicht nur ein Angriff auf liberale und linke Politik, sondern auch eine Reaktion auf deren eigene Versäumnisse. Ihre Kritik richtet sich gegen eine akademisch geprägte liberale Mittelschicht, die sich moralisch überlegen inszeniert, aber den Kontakt zu den materiellen Sorgen breiter Bevölkerungsschichten verloren hat. Gerade diese Mischung aus moralischer Selbstgewissheit, performativer Radikalität und sozialer Entkopplung habe dazu beigetragen, dass populistische Bewegungen an Zustimmung gewinnen
Die AfD erreicht in Sachsen-Anhalt erstmals über 40 Prozent und entwickelt sich damit weit über eine klassische Protestpartei hinaus zu einer tief verankerten politischen Kraft. Der Beitrag analysiert die gesellschaftlichen Ursachen dieses Aufstiegs: die wachsende Unsicherheit vieler Menschen, das Auseinanderdriften von ökologischer Transformation und sozialer Realität sowie die Krise der traditionellen Volksparteien – insbesondere der Sozialdemokratie. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Wahlkampfstrategie des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund, der soziale Anerkennung, digitale Inszenierung und populistische Kommunikation miteinander verbindet. Zugleich wird deutlich, dass die Entwicklung in Sachsen-Anhalt Teil eines größeren internationalen Trends ist, der sich auch in den USA unter Donald Trump oder in Frankreich beim Rassemblement National beobachten lässt.
Der Iran-Krieg entwickelt sich zunehmend zu einer innenpolitischen Belastung für Donald Trump. Während die amerikanische Regierung mit „Project Freedom“ eine neue Form technologisch gestützter Kriegsführung präsentiert, wachsen innerhalb der USA die wirtschaftlichen und sozialen Spannungen. Steigende Energiepreise, eine sich vertiefende soziale Spaltung und sinkende Zustimmungswerte treffen auf die bevorstehenden Midterm-Wahlen, die über die politische Zukunft der Trump-Administration entscheiden könnten. Der Beitrag analysiert, wie außenpolitische Konflikte in den Vereinigten Staaten immer stärker zu innenpolitischen Krisen werden – und warum technologische Überlegenheit allein politische Stabilität nicht garantieren kann.
Ist das westliche Modell von Politik – geprägt durch Wahrheit, Universalismus und den Anspruch auf allgemeine Geltung – wirklich der Maßstab für alle Gesellschaften? Der Beitrag zeigt, dass das politische Denken Ostasiens einen grundlegend anderen Ausgangspunkt hat: keine Trennung von Religion und Politik, kein absoluter Wahrheitsanspruch, sondern ein Verständnis von Ordnung als Beziehung, Kontext und Prozess. Am Beispiel von Konfuzianismus und Daoismus wird deutlich, warum Moderne nicht einheitlich gedacht werden kann – und weshalb die Zukunft politischer Ordnung in der Spannung zwischen universalen Ansprüchen und kultureller Vielfalt liegt.
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