Der Beitrag zeichnet nach, wie Carl Schmitt in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen die inneren Spannungen liberaler Demokratien analysiert. Im Zentrum steht seine These, dass politische Ordnung im Ernstfall nicht durch Verfahren, sondern durch Entscheidung gesichert werde. Schmitts Denken macht sichtbar, wie demokratische Systeme unter Krisendruck an ihre Grenzen geraten – und zugleich, welche Gefahren entstehen, wenn der Ausnahmezustand zur Quelle politischer Legitimität wird. Der Text zeigt, warum Schmitts Begriffe bis heute in Debatten über Sicherheit, Souveränität und staatliche Handlungsfähigkeit wiederkehren – und weshalb sie Demokratien zugleich herausfordern und gefährden.