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* Wir haben aktuell in Deutschland genügend Reservekapazitäten, ein Blackout durch die Erneuerbaren droht NICHT.
* Wenn wir bei Engpässen und auch bei anderen Gelegenheiten Strom importieren, hat das vor allem Preis-Gründe.
* Der Ausbau von Speichern, Netzen, flexiblen und dynamischen Regelungen bei Verbrauch und Erzeugung ist extrem wichtig.
* Wir brauchen bis auf weiteres Gaskraftwerke, evtl. auch noch andere Erzeugungskapazitäten, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
* Die Notwendigkeit dieses Umbaus ist allerdings inzwischen mehr als hinlänglich geklärt. Unsere Klimaziele können wir nur erreichen, wenn wir die Energiewirtschaft entschlossen transformieren.
* Der Alarmismus der Gegner der Energiewende ist weder angebracht noch hilfreich.
* Wenn wir die Energiewende gut auf die Reihe kriegen, werden wir günstigen und sicheren Strom haben. Und wir werden viel unabhängiger von Lieferanten und Lieferketten werden.
Wie kann das gut gehen, wie soll ein Umschwung zu einer klimafreundlichen Leben- und Wirtschaftsweise gelingen - bei der täglichen Flut von negativen Wasserstandsmeldungen?
Diese Flut ist so dominant, dass wir oft nicht anders können als in Zynismus, Resignation und Pessimismus zu verfallen.
Im Folgenden werde ich ein paar Ressourcen auflisten, die mir in solchen Momenten geholfen haben oder helfen. Quellen von guten Nachrichten, Menschen, die Mut machen, Botschaften aus einer Welt, in der es wirklich besser werden kann.
Eigentlich hatte ich mir schon öfter vorgenommen, mich mit den sogenannten “Klimawandelleugnern” nicht mehr zu beschäftigen. Die Erfahrungen damit waren oft ermüdend, enttäuschend, empörend und also frustrierend.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Immer, wirklich bisher immer habe ich entweder heraus gefunden, dass das alles wissenschaftlich klingender Quatsch war und ist, dass die AutorInnen mit mindestens einem Fuß in der fossilen Öl-Tonne stehen, oder dass sie sich nach ihrer Emeritierung nochmal sehr gerne sehr wichtig machen wollen.
Trotzdem werde ich mich immer wieder mal mit den Thesen, Hypothesen und anderen Äußerungen aus dem Lager der Klimaschutzgegner auseinandersetzen.
Und ich will aber auch nicht zuletzt immer “den Verdacht aufrechterhalten, der andere könnte Recht haben” (frei nach Kurt Tucholsky)
Das Klima hat bei mir so eine Priorität, weil es eine Art “Metathema” ist.
Kriege, Despoten, Pandemien und ähnliche Desaster sind dann doch immer noch irgendwann wieder vergangen, die Folgen der Klimakrisen werden ziemlich lange Zeit nicht mehr vergehen. Deshalb diese meine Priorisierung.
…
Fokus Klima
Ich habe für mich entschieden: Ich bleibe beim Klima. Auch wenn es nicht das einzige Problem ist – es ist das zentrale Problem.
Warum?
Weil ein destabilisiertes Klima alle anderen Herausforderungen verschärft.
Weil sich Kipppunkte nicht zurückverhandeln lassen.
Weil wir hier ein sich schließendes Zeitfenster haben.
Dabei meine ich mit „Klima“ mehr als CO₂-Bilanzen: Es geht auch um Gerechtigkeit, um internationale Verantwortung, um Wirtschaftssysteme und Machtfragen. Klimaschutz ist ein Türöffner für viele andere Transformationen – wenn man ihn richtig versteht. Und trotz dieser Fokussierung bleibt mir immer noch die Möglichkeit, eine Petition gegen das Aufkommen des Faschismus zu unterschreiben.
Ihr habt das immer gewusst. Es war von euren eigenen Leuten glasklar erforscht worden. Ihr habt gewusst: „Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird die Welt unserer Kinder und Enkelkinder ziemlich anders ausschauen, ziemlich schlecht sogar…“
Das ist es, was ich nicht verstehen kann, beim besten Willen nicht. Einige von euch haben doch auch Kinder und Enkelkinder, und ihr liebt sie vermutlich auch, wenn ihr das noch könnt. Und trotzdem? Da wird mir schlecht, ehrlich…
Das geht nicht in meinen Kopf, meine Herren.
In dieser Episode habe ich einen Interview-Gast:
Michl Koch ist Ingenieur und er ist Mitglied der BERR (Bürgerenergie für die Region Regensburg). Eigentlich ist er sogar ein ganz besonderes Mitglied, er ist nämlich im Aufsichtsrat und hat dort auch den Vorsitz. Die BERR ist eine Genossenschaft, ich habe an anderer Stelle schon darüber berichtet, warum ich dort ebenfalls Mitglied bin.
Mit Michl Koch konnte ich ein Interview führen, in welchem er einige Details aus der Geschichte unserer gemeinsamen Genossenschaft erzählt, aber auch zu sonstigen Themen rund um das Genossenschaftswesen und auch die „Energiewende vor Ort“ etwas zu sagen hat.
Ist es naiv, sich über gute Nachrichten, oft auch nur kleine gute Nachrichten zum Thema Klimawandel zu freuen? Wäre es nicht viel angemessener, laut und deutlich Alarm zu schlagen, immer und immer wieder, kompromisslos?
Oder ist es eben doch richtig und gut, sich immer wieder genau anzuschauen, wo was läuft, wo was klappt, und wie die entsprechenden ProtagonistInnen das hinbekommen.
In diesem Sinne gibt’s hier ein paar der ermutigenden Botschaften zu hören…
Die Anzahl an sogenannten „Klimaklagen“ steigt rasant, das eine oder andere Urteil fällt auch so aus, dass man Hoffnung schöpfen möchte, doch nach wie vor verlassen die Bösewichte zu oft ungeschoren den Gerichtssaal.
Wie sind diese Klagen einzuordnen? Was dürfen wir uns von ihnen erwarten, und welche Rolle können und müssen die Gerichte im Kampf gegen die Klimakatastrophe spielen?
Der Krieg hat bereits jetzt riesige Gebiete hinterlassen, die mit Landminen und anderen explosiven Gegenständen kontaminiert sind. Das bedeutet eine signifikante Bedrohung für alles Leben und auch für eine sichere Nahrungsmittelversorgung. Unsere Beobachtungen zeigen, dass explosive Waffensysteme direkt die Böden zerstören, dass sie Flächenbrände verursachen, und dass sie unkontrolliert kontaminierte Materialien freisetzen und hinterlassen.
In diesem Podcast geht’s um einige der klimaschädlichen Auswirkungen von Armeen und Kriegen.
Man muss sich das mal so richtig gründlich durch den Kopf gehen lassen. Mehr als die Hälfte unseres Strombedarfs decken wir mit erneuerbaren Energiequellen, für die wir keine Rohstoffe einkaufen müssen, also keine Kohle, kein Öl, kein Gas. Und natürlich auch kein Uran mehr. Von keinem Despoten der Welt muss dieser Anteil an der Stromproduktion über weite Strecken angeliefert werden. Weder per Pipeline, noch per Frachtschiff. (Übrigens : ungefähr vierzig Prozent der Frachtschiff-Ladungen weltweit sind - fossile Brennstoffe… verrückt, oder?)
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