„Konzentriert geht's wie geschmiert" - Der Podcast für Mutter, Vater und Kind mit Gerda Arldt

„Konzentriert geht's wie geschmiert" - Der Podcast für Mutter, Vater und Kind mit Gerda Arldt

By Lernschwierigkeiten, Lern- und Konzentrationsprobleme, MotivationsproblemeEducationKids & Family
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„Konzentriert geht's wie geschmiert" - Der Podcast für Mutter, Vater und Kind mit Gerda Arldt episodes

  • 012 - Begriffserklärungen zur Konzentration

    „Konzentriere dich doch jetzt mal!" Diesen Satz haben bestimmt schon alle Eltern mehrfach oder sogar täglich zu ihren Kindern gesagt oder gedacht?!

    Konzentrationsmängel bei Kindern häufen sich zunehmend und sind in aller Munde. Studien beweisen, dass rund 45 Prozent der Kinder an einer gestörten, herabgesetzten und ungenügend ausgebildeten Konzentration leiden.

    Begriffserklärung Konzentration:Konzentration ist keine Begabung die man hat oder nicht. Sie kann sich unvermittelt einstellen, wenn etwas Entscheidendes hinzukommt, nämlich die Motivation oder Lernreize die Neugier erwecken. Dann ist es möglich die Aufmerksamkeit auf etwas zu richten. Konzentration bedeutet, dass die Aufmerksamkeit das Wahrnehmen, Denken und Handeln auf einen Fokus lenkt. Natürlich setzt die Konzentrationsfähigkeit einen bestimmten Entwicklungsstand voraus, die eine Grundlage in eine willkürliche und unwillkürliche Aufmerksamkeit bildet.

    Konzentrationsfähigkeit:Die Konzentration wechselt mit der Situation oder mit der Laune oder mit der Tagesform. Also ist die Konzentration keine Eigenschaft die immer und jederzeit vorhanden ist, sondern eine Fähigkeit, die in besonderem Maße von der Situation abhängt.

    Konzentrationsfunktion:Die grundlegende Fähigkeit zur Konzentration befindet sich ganz konkret in den Zellen unseren Körpers. Doch auch von den äußeren Bedingungen ist die Konzentration abhängig.

    Konzentrationsunterscheidung:Es gibt zwei Formen der Konzentration:

    • Die analysierende, denkende „Kopf-Konzentration", dabei werden Reize aus der Umwelt ausgeblendet. Man versinkt völlig in die zielgerichtete Gedankenwelt. Sie spielt die Hauptrolle bei Planungs- und Strategieaufgaben.
    • Die sinnliche-erlebens-Konzentration, dabei werden eigene Gedankenwelten ausgeblendet. Man versinkt völlig in das zielgerichtete Wahrnehmen von Umweltreizen. Sie spielt eine Hauptrolle beim konzentrierten Zuhören, Moderieren oder Musik hören.

    Konzentrationsstörung:Eine Konzentrationsstörung ist eine vorübergehende Beeinträchtigung der Konzentration.

    Konzentrationsschwäche:Eine Konzentrationsschwäche ist eine dauerhafte Beeinträchtigung der Konzentration, erworben durch schweres körperliches oder auch seelisches Trauma oder auch anlagebedingt.

    Gerda Arldt, Seminarstr. 14, 76275 Ettlingen, Mobil: 0151 504 27874

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    15 min
  • 011 - Pubertät, 14 Regeln die dir das Überleben sichern!

    Wenn Kinder in die Pubertät kommen, findet in vielen Familien ein Umbruch statt. Gerne teile ich euch 14 Regeln mit die euch als Eltern helfen, die Pubertät eurer Kidz zu überstehen und euch selbst dabei auch nicht aus den Augen zu verlieren.

    Pubertät:

    Begriff:

    Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: „ Mannbarkeit, geschlechtsreif".

    Damit wird die Zeit bezeichnet, in der Kinder geschlechtsreif werden.

    Was können Eltern tun:

    • nicht befehlen
    • nicht anordnen
    • nicht kommandieren
    • nicht warnen
    • nicht ermahnen
    • nicht drohen

    Aber:

    • aktiv Zuhören
    • Ich-Botschaften
    • Regeln zum Mitwachsen aufstellen
    • zu den eigenen Werten stehen
    • Win/win Regelungen über Rechte und Pflichten verhandeln
    • Zuneigung
    • humorvoll sein
    • Ein Fest des Erwachsenwerdens feiern
    • Spirituelle Entwicklung fördern

    (Sinn des Lebens, Konfirmation, Firmung, Jugendweihe)

    14 Regeln:

    1. Akzeptiere, dass dein Kind die Familie verlassen will und sich immer öfter zurückzieht oder die Gesellschaft seiner Freunde den Familienaktivitäten vorzieht.
    2. Lebe das vor, woran du glaubst und was für dich wichtig ist im Leben
    3. Höre zu, auch in unmöglichen Situationen. Entwickel Mitgefühl für die umwälzende Phase.
    4. Sei konsequent! Verhandele fair, zeitlich begrenzte Regeln und Lösungen und halte diese auch ein!
    5. Stelle dich den Konflikten. Reibung ist sehr wichtig, um zur eigenen Identität zu kommen.
    6. Bleibe in Kontakt (auch ohne Gespräche) und biete gemeinsame, praktische Aktivitäten an.
    7. Übergebe deinem heranwachsenden Jugendlichen bewusst nach und nach immer mehr Verantwortung und (nur) das nötige Geld. Risiken!
    8. Unterstütze dein jugendliches Kind dabei Verantwortung in einer Gemeinschaft zu übernehmen.
    9. Ergreife Gelegenheiten für Gespräche über das Leben, die Liebe und den Tod.
    10. Unterstütze dein jugendliches Kind dabei ein Ritual für seinen persönlichen Übergang ins Erwachsenenalter zu finden.
    11. Humor!!!!
    12. Betrachte unerträgliche Situationen aus der Metaebene, sozusagen übergeordnet oder aus einer mit Abstand bestehenden Rolle auf den Konflikt und finde so neue Handlungsspielräume.
    13. Stelle dir die Frage: „Was wäre passiert, wenn der Konflikt erfolgreich beendet wäre, was genau wäre im Einzelnen passiert?"
    14. Lass dein Kind ziehen, nur dann kommt es auch wieder!

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    10 min
  • 010 - Glückserleben mit und durch Kinder

    „Das leise Verschwinden der Kinder" will ich nicht so hinnehmen und deswegen kämpfe ich dagegen, laut und deutlich. „Junge Menschen wünschen sich eine Familie mit Kindern" ,stelle ich immer wieder fest. Sie wollen etwas schaffen, dazu gehören nun mal Kinder und sie wollen dann auch ihre Kinder gut ins Leben begleiten.

    Die Bereitschaft diese Verantwortung zu tragen ist da. Jedoch haben sich die Rahmenbedingungen verändert. Um Familie und Beruf zu vereinbaren, brauchen junge Menschen heute die Hilfe und Rückendeckung der Gesellschaft. So wie in früheren Zeiten die Kinder oft von der Großfamilie unterstützt wurden, muss heute die Gesellschaft als moderne Großfamilie die Eltern unterstützen. Denn die Geburtenrate sinkt, die Überalterung der Gesellschaft droht. Im Jahre 2050 werden in Deutschland nur noch rund 70 Millionen Menschen leben, davon werden nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes dann auf zwei 60-jährige nur ein Neugeborenes kommen.

    Wie sollte man nun die jungen Menschen unterstützen? Reicht es wenn man die Kindertagesstätten ausbaut, oder mehr Elterngeld verteilt, bzw. sogenannte Vätermonate anbietet? Rund 40 Prozent der Alleinerziehenden, die von Hartz 4 leben, könnten allerdings sofort einen Job annehmen, wenn sie einen Kinderbetreuungsplatz hätten.

    Kann man dann von einem Glückserleben mit und durch Kinder reden? Glücksforscher sagen nein! Sie bewegen sich in einer Welt von Zahlen und Suggestivfragen, die folgende Ergebnisse bringen:

    „Kinder machen unglücklich", sagt der niederländische Glücksforscher Veenhoven. Diese Behauptung stellte er auf, indem er aus aller Welt Statistiken hin und herwälzte, mit dem Ergebnis, das Familienglück nicht gefunden zu haben. „Kinder schicken Eltern auf emotionale Talfahrt, haben negativen Einfluss auf das persönliche Glück und die Partnerschaft. Aufwärts gehe es erst dann wieder, wenn die Kinder aus dem Haus sind," argumentiert er weiter.

    Der Leiter des Münchner Instituts für Glücksforschung Bernd Hornung sagt dazu: „Keiner traut sich zuzugeben, dass ihn die eigenen Kinder nicht glücklich machen." Fragt man Leute spontan, was sie gestern glücklich gemacht hat, sind es nicht die Kinder. Hornung meint weiter: „Elterliche Hochgefühle sind schon in den ersten beiden Jahren verblasst, danach geht die Glückskurve nach unten." Doppelverdiener ohne Kinder ersparen sich die Talsohle und sind insgesamt zufriedener, da ist sich Hornung sicher.

    Aber ist Glück denn nicht auch eine Frage der Einstellung? Und ist das Glück ohne Kinder von Dauer?

    Was bedeutet denn eigentlich Glück?

    Glück ist ein Gefühl ein Zustand und ist demnach eine extrem starke positive Emotion und ein vollkommener, dauerhafter Zustand intensivster Zufriedenheit.

    Aber Glück ist keine Glückssache, sondern kontrollierbar und erlernbar.

    Als Mutter mit vier tollen Kindern, einem Vollzeit-Job als Lern – Coach für Kinder und Eltern, mit einem Mediziner als Mann, behaupte ich einen Blick für die Glücksgefühle von Eltern zu haben. Nicht zuletzt auch wegen meiner Tätigkeiten, die mir Einblicke in viele Familienverhältnisse geben.

    Man muss natürlich sagen, dass Kinderkriegen viel Organisation und viel Stress bedeuten, gerade auch bei ärmeren Familien. Dabei springt nicht immer das Glück aus dem Kasten. Das zu erwarten wäre zu naiv. Aber alle die Kinder haben, sollten auch die Verantwortung dafür tragen, dann kommt das Glück, ob arm oder reich, ganz von selbst.

    Um Glück zu haben und als Gefühl positiv zu erleben, hat man etwas erreicht, oder etwas ist gelungen oder ein Ereignis ist günstig ausgegangen. Genau das erlebt man doch als Eltern jeden Tag. Mal ehrlich, nimmst du das auch bewusst wahr? Es sind doch oft die Kleinigkeiten die uns glücklich machen:

    • Da ist der Max, der seinen Eltern, die Tränen vor Rührung ins Gesicht treibt nur weil er ein Gedicht aufsagt.
    • Der Alexander, der zum ersten Mal einen Kopfsprung ins Wasser macht.
    • Lisa, die ihrer Mama ein Bild malt.
    • Nik, der sagt: „Äh, cool Alter!"
    • Kim, die schreit: „Mach dir keine Sorgen!"

    Das Leben wird durch Kinder enorm bereichert, da wird hinterfragt und bewusst gemacht. Wer liebt schon Vater und Mutter so bedingungslos wie unsere Kinder. Die Liebe und das naturgegebene Urvertrauen der Kinder in ihre Eltern sind es schon alleine wert, Nachwuchs zu bekommen. Welch größeres Glück könnte es sonst noch geben? Denn Glück zu empfinden hat immer zwei Varianten: „Das kurzfristige Glück oder das dauerhafte Glück. Das Glück Kinder zu haben und großzuziehen ist dauerhaft. Auch die Probleme, die immer mal wieder auftreten, geben einem Kraft, Selbstbewusstsein und einen Blick auf sich selbst.

    Der Soziologe Hettlage sagt: „Letztlich werde es aber keiner bedauern, Kinder zu haben. Im Gegenteil die Bedeutung des Kinderglücks wachse sogar mit dem Alter. Dies bestätigte sich durch Gespräche mit Senioren. Es ist schön, die eigenen Kinder und Enkel aufwachsen zu sehen.

    Verschiedene psychoanalytische Studien zeigten Tendenzen, dass gerade kinderlose Karrierefrauen unter ihrer Entscheidung leiden.

    Für mich sind meine Kinder und meine Familie das größte Glück, das mir passieren konnte. Alles was man an Glücksmomenten erlebt, wenn man Kinder begleitet, kann einem sonst niemand geben.

    Zum Abschluss eine Einladung an dich, zu einer kleinen Übung, damit du vorbildlich und verantwortungsvoll den Tag starten, sowie den Abend beenden kannst und dabei deine Glücksgefühle bewusster wahrnehmen kannst.

    Stelle dir morgens die Frage:

    • Was begeistert mich an meinem Kind am meisten? Wo/wie fühle ich das?
    • Was macht mich in meinem Leben mit meinem Kind glücklich? Wo/wie fühle ich das?
    • Was kann ich tun, um mich, um mein Kind glücklich zu machen? Woran erkenne ich das?

    Stelle dir abends die Frage:

    • Was ist mir heute durch mein Kind bewusst geworden? Wie habe ich darauf reagiert?
    • Was hat mich heute durch mein Kind glücklich gemacht? Was habe ich dadurch gelernt?
    • Wodurch habe ich heute mein Kind und meine Familie glücklich gemacht?

    Ich garantiere dir, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen, bedeutet sich bewusst mit dem Glückserleben mit und durch Kinder auseinander zu setzen.

    Ich wünsche dir viel Spaß dabei!

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    Herzlichst deine Gerda Arldt

    12 min
  • 009 - Mütter lernen mit ihre Kindern

    Mir ist noch nie eine Mutter begegnet, die ihrem Kind nicht alles Gute in der Welt gewünscht hätte.

    Doch dieses „Gutmeinen" ist nicht selten der Anfang einer langen Kette von Problemen.

    Mehr noch als Jugendliche wollen Kleinkinder die Welt entdecken. Bereits im Kleinkindalter entscheidet sich ob ich dem Kind diesen Spielraum einräume oder in die Welt des Kindes gerne eingreife. „Magnetismus-Modell"

    Bezüglich des Lernens bedeutet das:

    Es spricht nichts dagegen, dass besonders Mütter mit ihren Kindern lernen, da ist nichts entgegenzusetzen. Solange die Kinder das wünschen und solange das Thema Schule nicht zu viel Bedeutung bekommt. Wenn man der Schule zu viel Bedeutung gibt fällt das Kind schneller in das Lustloch und fühlt sich als Sorgenkind.

    Die unterschiedlichen Sorgenmütter und die dadurch evtl. entstehenden Reaktionen der Kinder:

    Unglückliche Mutter-

    Reaktion Kind: Ich will nicht unglücklich sein, also muss ich das Gegenteil von dem tun was meine Mutter will.

    Dominante Mutter-

    Reaktion Kind: Meine Mutter will mich beherrschen, also muss ich mich meiner Mutter widersetzen, wo immer ich kann.

    Klammernde Mutter-

    Reaktion Kind: Ich muss mich von meiner Mutter abwenden, ich will nicht verschlungen werden.

    Ängstliche Mutter-

    Reaktion Kind: Ich will keine Angst haben, also muss ich mich verschließen.

    Überfürsorgliche Mutter-

    Reaktion Kind: Ich kümmere mich nun mal um nichts.

    Alleinerziehende Mutter:

    Wird die Mutter bewusst oder auch unbewusst die Schuld der Trennung zugewiesen, hat das Kind oft ein starkes Bedürfnis Widerstand zu leisten.

    Wenn sich das Kind mehr mit dem Vater identifiziert kommt das Kind in die Versuchung eine übergeordnete Rolle einzunehmen. Dabei verliert die Mutter oft völlig die Autorität.

    Also die Erforschung der Innenwelt spielt eine entscheidende Rolle beim Lernverhalten!

    Man sollte nicht alles wissen wollen, aber wissen was ihre eigenen Gedanken, Gesten und Handlungen mit ihren Kindern mache. Das gilt für das was dem Kind gut tut, als auch für die Negativität, die man ihm einimpft. Die Sorgen der Mütter sind oft Kräfte mit einem großen Zerstörungspotential. Entspannung entsteht sofort, wenn man mit sich im Reinen ist.

    Gedankenspiel

    Frage: Überlegen Sie mal, was wäre passiert, wenn Sie morgen wach werden und die Problematik mit Ihrem Kind gibt es nicht mehr?

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    Deine Gerda

    10 min
  • 008 - Lernen mit ADHS Kindern

    Beginnen möchte ich mit einem Zitat von Herrn Mumbach:

    „AD(H)S selbst stellt ein System dar und zwar ein Problemsystem. Problemsysteme erkennt man daran, dass das Problem im Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit steht und dass sich alle Beteiligten so verhalten als ob es aus dem Problem keinen echten Ausweg gäbe."

    Schule erleben AD(H)Sler oft als wirklichkeitsfremde Zwangsveranstaltung, der man sich nicht entziehen kann, die es aber mit einem Minimum an Engagement und Energieaufwand hinter sich zu bringen gilt.

    Das beobachte ich oft bei den 9 bis 16jährigen Schülern.

    Das Kernproblem eines AD(H)Slers heißt Anpassung. Er verliert schnell den Faden bei Gesprächen, kann bei schriftlichen Arbeiten schlecht beim Thema bleiben hat Schwierigkeiten genaue Arbeitsanweisungen zu verfolgen. Sie oder er folgt meist spontan nach inneren Impulsen, Dinge die für sie oder ihn klar sind kann ein Außenstehender oft nicht verstehen. Vergessen ist auch ein Thema. Er oder sie vergisst allerdings nichts was seinem System entspricht.

    Ein Ausweg wäre, dass aus einem bestimmten Willen Handlungsimpulse entstehen. Beim AD(H)Sler sind aber oft Wille und Handlung eins sozusagen eine zwanghafte Spontanität. Das Verhalten ist unwillkürlich, wie unsere Atmung. Sie sind emotionsgesteuert und können nicht rational abwägen.

    Hier folgen nun einige Grundsätze, die dir helfen können mit deinem Kind erfolgreich zu lernen:

    • Dein Kind ist nicht absichtlich unkonzentriert
    • Dein Kind ist nicht einfach so faul
    • Bitte verwende das Wort „falsch" grundsätzlich bitte nicht
    • Sage lieber, es ist nicht ganz richtig
    • Bitte lobe auch kleinste Erfolge
    • Wenn dein Kind deine Erklärung nicht versteht, liegt es nicht an deinem Kind, sondern an deiner Erklärung
    • Mache bitte keine langen Lernblöcke
    • Grammatikregeln aus Büchern sind oft recht abstrakt, erfinde andere Beispiele
    • Lasse Vokabeln und Lernwörter aufschreiben und visualisieren, AD(H)Sler sind gut im visualisieren
    • Wenn deinem Kind das Schreiben schwer fällt, lasse es mit Bleistift schreiben
    • Bitte nicht mit Rotstift korrigieren, dadurch prägen sich eher die Fehler ein
    • Handele nicht zu viel reden
    • Weise dein Kind nicht auf unmögliches Verhalten hin
    • Bestärke positives Verhalten und beachte negatives Verhalten weniger
    • Bitte nimm nichts persönlich

    Noch etwas zum Nachdenken:

    Der österreichische Schriftsteller „Robert Musil" sagte: Die Erwachsenen begehen eine barbarische Sünde indem sie des Kindes durch den Raub seiner Welt zerstören unter herangebrachten toten Wissensstoff ersticken und auf bestimmte ihm fremde Ziele abrichten. So könnte man AD(H)S verstehen als die natürliche Reaktion gesunder Kinder auf krankhafte pädagogische Züchtigung durch zwangsverordnete Langeweile. Da aber diese Abwehrmechanismen der Kinder gegen den Raub ihrer Welt, als Krankheit definiert werden, besteht die Gefahr, dass AD(H)Sler infolge der damit verbundenen gesellschaftlichen Ausgrenzung früher oder später den Glauben an sich verlieren immer mehr an Leistungsfähigkeit und Leistungswillen einbüßen und schließlich wirklich krank werden.

    Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch (Hölderlin)

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    10 min
  • 007 - Die Prüfungsangst überwinden

    „Du schaffst das schon", ist zwar ein sehr schöner aufbauender Satz, aber er ist alleinig nicht sehr hilfreich und manchmal auch zu oberflächig um deinem Kind oder einem Prüfling die Prüfungsangst zu nehmen. Allerdings ist es auch nur eine Prüfung oder Klassenarbeit und was kann dabei schlimmstenfalls passieren? Ja, klar, durchfallen oder schlechte Note! Bevor dein Kind aber die Prüfung ausfallen lässt oder sich krank meldet vor einer Klassenarbeit, sollte es sich auf jeden Fall Hilfe holen. Das kann in der in der Schule der jeweilige Fachlehrer sein. Es können auch Klassenkameraden, Geschwister oder ihr Eltern sein. Ein einfaches, angenehmes und ruhiges Gespräch, das deinem Kind einen Überblick über den Lerninhalt verschafft kann schon hilfreich sein. Dann kann dein Kind mit einem Lernplan ins Tun kommen und dabei selbstverantwortlich handeln. Was passiert denn dann, dein Kind erzeugt automatisch damit Selbstbewusstsein. In dem Fall solltest du deinem Kind oder es sich selbst klar machen, ich habe mich selbst aus dem „Schlamassel" gezogen, habe daraus gelernt und das Bewusstsein nehme ich bei der nächsten Prüfung oder Klassenarbeit mit. So baut sich allmählich ein gesundes Selbstbewusstsein auf. Ist die Angst schwerwiegender und du kannst als Mutter oder Vater (auch andere Bezugspersonen) nicht helfen dann gibt es lerntherapeutische Praxen oder Psychologen die helfen können hinter die Angst zu schauen. Zunächst ist aber erst mal wichtig die Karten offen auf den Tisch zu legen und die Prüfungsangst einzugestehen. Das ist auf jeden Fall der erste Schritt in die richtige Richtung.

    So welche(r) Schüler(in) ist denn überhaupt von der Prüfungsangst betroffen?

    Zunächst mal die, die nicht oder schlecht vorbereitet sind auf die jeweilige Prüfung bzw. Klassenarbeit. Dann liegt eine Lösung klar auf der Hand! Hat dein Kind aus irgendeinem Grund nicht richtig oder rechtzeitig angefangen zu lernen. Dann kann es sich wahrscheinlich nicht gut strukturieren und managen und/oder es ist so ein „Last-minute-Pauker". Da kann ich nur den Tipp geben, einen vernünftigen Lernplan (was genau kommt dran) anzufertigen und mit kleinen Lernschritten den Stoff durcharbeiten, täglich seine Arbeit sichtbar abhaken und am Tag vor der Prüfung alles noch einmal kurz wiederholen oder einem der es hören will erklären. Auch mit einer Lerngruppe kann dein Kind sich wunderbar vorbereiten. Wenn das alles nicht so richtig nützt oder du das deinem Kind nicht so klar und ohne Stress rüberbringen kannst, dann melde dein Kind zum „Lernen lernen Kurs" an. Mit einer richtigen Kursleitung kann das richtig was bringen. So kann dein Kind die Prüfungsangst minimieren und du als Mutter und Vater hast auch ein gutes Gefühl. Ergänzt mit genügend Schlaf, ausreichend trinken und der Strategie, beginne mit der einfachsten Aufgabe ist die Prüfungsangst meist bewältigt. Die wohl eingangs kleine Aufregung kann mit dem Gedanken: Jetzt geht's endlich los abgelöst und von Mal zu Mal geschmälert werden.

    Ehrgeizige Schüler und Schülerinnen, die sich selbst stark unter Druck setzen oder auch unter Druck gesetzt werden (Jetzt lern, los, sonst schaffst du das schon wieder nicht o. ähnlich seitens Lehrer oder Eltern), brauchen da noch weitere und andere Tipps. Da geht es meist um Stress- und Angstabbau.

    Neben den ganzen lerntechnischen Vorbereitungen gehört auf jeden Fall die tägliche Entspannung, in Form von einer bestimmten Technik mit dazu. Um schon vorab die tolle Wirkung gespürt zu haben sollte dein Kind schon Erfahrungen gesammelt haben, z. B. mit der Atemtechnik. Die ist relativ leicht zu lernen und überall und jederzeit anwendbar. Es lohnt sich dafür einen Termin einmal oder auch mehrmals am Tag z.B. im Hausaufgabenheft einzutragen spätestens immer dann wenn der Körper deines Kindes Angstsymptome zeigt. Es geht um ein tiefes Einatmen. Lass dein Kind durch die Nase tief in den Bauch einatmen, so dass er sich wölbt. Dann erfolgt die Ausatmung bei leicht geöffnetem Mund bis das keine Luft mehr kommt. Das Ganze sollte drei- bis fünfmal wiederholt werden und dabei in Gedanken die Worte Ein- und Ausatmen gesagt werden. Die Atemtechnik wirkt immer, du wirst merken wie dein Kind innerlich ruhiger wird. Die Technik hilft auch dir! Die Muskelspannung lässt nach und auch der Herzschlag verlangsamt sich. Eine weitere Hilfestellung wäre eine Phantasiereise so wie ich sie dir in der Folge 005 vorgestellt habe. Ein Entspannungskurs für „Autogenes Training" bzw. für Kinder ab zwölf empfehle ich die „Progressive Muskelentspannung" kann auch recht hilfreich sein. Diese Entspannungskurse sind Präventivkurse und werden von Krankenkassen kostenfrei angeboten. Sind die Prüfungsangst –Symptome stark ausgeprägt kann eine Hypnose auch helfen.

    Ein letzter und ein ganz einfacher umsetzbarer Tipp ist auf seine Haltung zu achten. Wenn dein Kind Angst hat verändert sich auch immer automatisch seine Haltung. Sei als Mutter oder Vater Vorbild achte auf deine Haltung und dein Kind übernimmt das. Stehe oder sitze gerade und aufrecht achte dann auf deinen Atemrhythmus. Probiere gleich mal aus, wie du dich fühlst wenn du stehst oder sitzt und du hast den Kopf gesenkt und dann im Gegensatz dazu du stehst oder sitzt und du hast eine gerade Haltung und dein Kopf ist aufrecht. Versuche mal bei einer aufrechten Haltung zu sagen, es geht mir nicht gut, ich schaffe es nicht! Das wird wahrscheinlich nicht klappen!

    Probiere es einfach aus und hab Freude dabei!

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    Gerda Arldt

    12 min
  • 006 - Prüfungsangst und was genau steckt dahinter?

    Wie schon in der letzten Folge 005 Reale Ängste ablegen besprochen, sind unsere Gedanken und die daraus resultierenden Emotionen und Handlungen das Ergebnis unserer Ängste. Der auftretende Angst-Mechanismus bei einer Prüfungsangst entspricht einer Stressreaktion. Das auslösende Angsterlebnis, zum Beispiel bei einer Klassenarbeit wird auf den oben beschriebenen Ebenen produziert. Die/der Schüler(in)macht sich negative Gedanken, das schaffe ich nie oder ich weiß das alles nicht. Gedanken dieser Art werden dann als Emotionen und Körperreaktionen (Herzklopfen, Zittern, Schweißausbruch) erlebt. Da die Gedanken und die körperlichen Reaktionen immer vernetzt sind ist der Betroffene Opfer und handelt seiner momentanen Situation (Stressreaktion) entsprechend. Das Ergebnis kann man sich dann denken, die Prüfung wird bestimmt verhauen oder das Prüfungsergebnis entspricht nicht den tatsächlichen Leistungen des jeweiligen Schülers.

    Ein Teufelskreis!

    Wie entsteht nun solch ein Teufelskreis?

    Dieser Teufelskreis ist erlernt. Das heißt, die Gefühle, deren Bewertungen und Bezeichnungen ist eine gemeinsame Leistung von Kind und Eltern. Während der kindlichen Entwicklung lernt das Kind seine Gefühle so einzusetzen, dass es das Gewünschte erreichen kann. Das Kind vermittelt zunächst nonverbal seine Gefühle. Dann vermitteln die Eltern verbale Bedeutungen. Aus diesen Bedeutungen heraus entwickelt das Kind seine Gefühle und die passende Bedeutung dazu. Wenn nun ein Kind lernt zu sagen, es hat Angst und dadurch viel Zuwendung und Aufmerksamkeit erhält, wird es in seiner Kommunikation ganz viele Angstwörter einsetzen. Die Folge davon ist, noch mehr Zuwendung zu bekommen. Diese Angstwörter sind tief verankert, ganz egal ob die Situation diese Wörter fordert oder nicht. Die Entwicklung des Kindes wird dann später so sein, dass bei kleinsten Stresssituationen sofort sich vermehrt verbale Angstreaktionen zeigen werden. Durch die Sprache erfahren wir wie der Betroffene seine Angst wahrnimmt.

    Kinder sollten lernen, dass Angst zum Leben gehört und das es auch nicht nur sprachlich Gegenkräfte gibt wie Mut, Vertrauen, Erkenntnis, Hoffnung, Glaube und vor allen Dingen Liebe. Affirmationen können helfen entgegenzusteuern, z.B. Mut tut gut oder mutig sein macht Bären klein, mit Tricks geht's fix oder wie der Name meines Podcasts „Konzentriert geht's wie geschmiert".

    Die Prüfungsangst gehört zu den „Bewährungsängsten". Sie ist eine Angst vor einer Bewertungssituation, in der Erlerntes oder eine persönliche Leistung abgefragt wird. Die Prüfungsangst behindert den Betroffenen sein Wissen und sein Können zu beweisen.

    Kriterien der Prüfungsangst:

    Prüfungen oder Klassenarbeiten lösen bei vielen Kindern unangenehme Spannungszustände auf dabei unterscheidet man zwischen der

    Prüfungsangst im leichten Grad:

    Nervosität, innere Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisblockade, Denkblockade, Herzklopfen, feuchte Hände, trockene Kehle, Zittern, Frösteln, Stottern Übelkeit, Appetitlosigkeit, Selbstzweifel.

    Prüfungsangst im mittleren Grad:

    Da kommen noch zu den o.g. Kopfschmerzen, Migräne, Fieberanfälle, plötzliche Schweißausbrüche, Ess- und Brechsucht, Magen-Darmbeschwerden und Herzrhythmusstörungen hinzu.

    Prüfungsangst im schweren Grad:

    Das erkennt man durch Depressionen, Existenzkrisen, massiven Lernstörungen sowie im Extremfall durch Suizidankündigung.

    Viele Kinder reagieren aber auch unbewusst auf bevorstehende Prüfungen mit Krankheitsbeschwerden und solche Reaktionen werden oft nicht richtig erkannt und zugeordnet. Das passiert genau dann wenn Kinder sich einem enormen Erwartungsdruck ihrer Eltern entziehen wollen. Das Kind kann durch die Krankheit das oft schwach ausgebildete Selbstwertgefühl retten und bekommt auf jeden Fall elterliche Zuwendung.

    Auch Lehrer können sich oft unbewusst mit den Prüfungsängsten der Schüler identifizieren. Es ist nicht auszuschließen, dass eine Lehrperson nicht selbst an Prüfungsangst leidet oder litt. Deshalb sollten sich Lehrer mit der Entstehung der Prüfungsangst auskennen, diese vielleicht auch bekennen und entsprechende Hilfestellungen anbieten. Der bekennende Lehrer kann sehr helfend einwirken.

    Es ist hier an der Stelle auch erwähnenswert, dass für eine erfolgreiche Prüfung auch die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Prüfer und Prüfling entscheidend ist.

    Erziehung und Prüfungsangst

    Gion Condrau, war ein Psychiater und er formulierte dazu treffend:

    Angst entsteht auf dem Boden der Ungeborgenheit, der Lieblosigkeit. Die Entborgenheit bildet gleichsam den Nährboden, aus dem die Angst wachsen kann, denn mangelnde Liebe und mangelndes Verständnis bringen ihrerseits an erster Stelle Selbstverfehlung. So wie weiterhin, die Angst erscheint dort, wo der Mensch seine Selbstverwirklichung verfehlt hat.

    Durch diese Sätze werden die Auswirkungen einer nicht so guten Erziehung deutlich.

    Wie kannst du als Mutter und Vater durch die Erziehung positiv einwirken?

    Du kannst dein Kind stützen und fördern und ihm wertfreie Handlungskompetenzen vermitteln, damit dein Kind lernt eigene Fähigkeiten zu entwickeln. Das wirkt sich recht positiv auf alle stressigen Anforderungen die das Leben so bietet, in unserem Kontext auf die Prüfungsangst aus.

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    Gerda Arldt

    15 min
  • 005 - Reale Schulangst ablegen

    Für viele Kinder ist die Schule ein Ort der Angst. Sie haben Angst vor Klassenkameraden, Angst vor Klassenarbeiten, Angst vor Lehrern, Angst sich zu melden, Angst etwas Vorzutragen, Angst etwas Falsches zu sagen, Angst sich zu blamieren usw.

    Es wird viel von den Kindern erwartet. Die Noten müssen gut sein, der Schulbesuch soll konfliktfrei ablaufen. Doch gehen diese Erwartungshaltungen immer auf?

    Das wichtigste bei Schulängsten ist, dass das Kind in seiner Angst gesehen wird und ernst genommen wird. Damit ist der erste Schritt der Angstbewältigung vollzogen. Wir, damit meine ich alle Bezugspersonen von Kindern, müssen unseren Kindern helfen, nach Wegen zu suchen, wie sie zunächst trotz ihrer Angst und mit ihrer Angst bestehen können. Wir sollten keine Schuld bei anderen suchen, wenn das Kind ängstlich ist, sondern uns in Geduld üben, Rückschläge verkraften können und täglich eine neue Chance wittern. Denn was uns gestern nicht gelungen ist, kann heute gut gelingen, indem man mal etwas anders macht als sonst.

    Wie kann man dem Kind nun helfen?

    • Das Kind darf kurzfristig lernen, seine Angst anzunehmen, dadurch den Sinn der Angst zu durchblicken und seine Kontrolle über die Schulangst-Situation wieder zu erlangen.
    • Mittelfristig darf das Kind lernen die Angst total auszuschalten, die es mit der Angstsituation verbindet. „Es soll sozusagen mit der Angst tanzen"! Dadurch werden andere Energien frei und eigene Ressourcen erkannt.
    • Langfristig darf das Kind diesen Angstsituationen positiv gegenüberstehen, bzw. die Situation als positive Herausforderung sehen.

    Was kann ich als Mutter oder Vater tun?

    Kreiert doch einfach mal für euer Kind eine Phantasiereise zum Angstabbau. Was ist denn genau eine Phantasiereise? Der Begriff Phantasiereise wird für verschiedene Formen von Vorstellungsübungen verwendet. Das Wort „Phantasie" verweist auf die Vorstellungswelt und das Wort „ Reise" auf den Weg dorthin, auf den Aufenthalt in der Innenwelt und den Weg wieder zurück. Aus diesem Grund eignen sich Phantasiereisen ganz besonders für die Entspannung und gleichzeitig bauen sie auch Ängste ab und stärken das Selbstvertrauen. Durch die Entspannung während der Reise erreicht man den Alphazustand, das bedeutet die Gehirnwellen verlangsamen sich. In diesem Zustand können wir sinnvoll einen Text in Form von Bildersprache vermitteln. Eine Phantasiereise besteht aus vier Elementen:

    • Anleitung in die Entspannung
    • Positive Vorstellungsbilder als Text
    • Rückführung aus der Entspannung
    • Reflexion Feedback

    Hier nun meine Beispiel- Phantasiereise speziell für das Thema Angst:

    Dein Kind sitzt oder liegt ganz bequem. Du erklärst deinem Kind, mit ganz ruhiger Stimme, dass du es jetzt stärken möchtest, dass es dadurch mit seiner Angst besser klar kommt, bzw. neue Ideen kommen können, wie es mit seiner Angst umgehen kann.

    „Du liegst oder sitzt nun ganz ruhig da..... wenn du es möchtest dann schließe deine Augen das hilft dir dich viel besser auf deine inneren Bilder einzulassen.......... du bist nun ganz ruhig..........deine Atmung ist ganz ruhig......... dein Körper ganz schwer und warm......... erinnere dich nun an das Ereignis das dir Angst macht...... lass die Situation wie einen Film vor dir ablaufen......... stell dir vor du sitzt im Kino............ du siehst den Film an......... du bist der Hauptdarsteller........ in dem Film........meine Angst....... beantworte dir nun im Geiste diese folgenden Fragen....... überprüfe nun genau was du siehst......... ist es ein Film, oder nur ein Bild..... ist es farbig oder schwarzweiß........ ist es hell oder dunkel....... scharf oder unscharf..... was hörst du.......sind es Stimmen, Geräusche oder was.......ist es laut..... aus welcher Richtung kommt es....... wie fühlst du dich jetzt.......... wo im Körper spürst du was........ wo sitzt deine Angst....... riechst oder schmeckst du etwas......

    kurze Pause

    Schwebe nun aus deinen Körper heraus und werde dein eigener Beobachter.......begebe dich in den Vorführraum des Kinos...... Du kannst dich nun zweimal sehen.... einmal auf der Leinwand im Film..... und noch einmal siehst du dich im Zuschauerraum sitzen...... du siehst immer noch den Film .......meine Angst..... wie fühlst du dich jetzt ....... mit noch etwas mehr Abstand...... haben sich deine Empfindungen und Einstellungen geändert..... was ist jetzt aus der Angst geworden.....

    kurze Pause

    Mache nun den Abstand zur Kinoleinwand größer...... wie fühlt sich nun deine Angst an.....was ist mit der Angst..... gib dem Film auf der Leinwand einen weißen Rahmen.....was macht das mit deiner Angst.... wie fühlst du dich jetzt.....was hat sich geändert.....

    kurze Pause

    lass zwischen dir und der Leinwand eine dicke aber durchsichtige Glasscheibe herunter..... was genau ändert sich nun.... was fühlst du.....was macht deine Angst..... so du löst dich so langsam wieder von deiner Reise........ du kommst nun langsam wieder zurück ins Hier und Jetzt..... lass dir Zeit.......recke und strecke dich ausgiebig......nun ein paar kräftige Atemzüge...... und schon bist du wieder hier............

    Feedback:Frage dein Kind was es alles erlebt hat wer und was war auf dem Bildschirm, was hat sich verändert, was genau ist passiert, wie fühlst du dich jetzt.........

    Erkläre deinem Kind, dass es jederzeit seine Gedanken zu seiner Angstsituation verändern kann, indem es immer wieder die Kinoleinwand in Gedanken hervorholen kann und seinen eigenen Film so verändern darf, dass es ein schönes Ende gibt.

    Fazit: Die Gedanken bestimmen unsere Emotionen, die Emotionen unsere Handlung und die Handlung bringt dann das entsprechende Ergebnis.

    Wenn wir lernen unsere Gedanken zielgerecht zu steuern haben wir auch andere Ergebnisse.

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    Gerda Arldt

    18 min
  • 004 - Schulangst, ist die Schule das Problem?

    Schulangst zeigt sich in vielen Facetten und kann verschiedene Ursachen haben. Was steckt dahinter, wenn Schulkinder wochen- oder monatelang nicht in die Schule gehen. Es steckt die Angst dahinter. Angststörungen sind die häufigsten psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Einen hohen Anteil dieser Angststörungen findet man dabei in der Schulangst. Dabei werden aber die Ursachen nicht deutlich und oft sind diese Ängste nur auf die Schule verschoben. Die Schule nimmt dabei nur eine Stellvertreterrolle ein.

    Daher wird in der Therapie zwischen Schulangst, Schulschwänzen, Schulphobie und einer Mischform zwischen Schulangst und Schulphobie unterschieden.

    Was genau steckt hinter den Begriffen?

    Schulangst: Der Schulangst liegen ganz reale Ängste und Bedrohungen zugrunde. Damit ist die Schulverweigerung aus Angst vor Überforderung, Gewalt, Mobbing und sozialer Angst gemeint. Der Angstausdruck liegt in körperlichen Beschwerden (Kopf- oder Bauchschmerzen, Übelkeit, Kreislaufbeschwerden, Harndrang und Durchfall).

    Schulschwänzen: Damit sind die Schulverweigerer gemeint, die nicht motiviert sind am Unterricht teilzunehmen. Oftmals liegen schwierige soziale Familienverhältnisse dahinter.

    Schulphobie: Der Schulphobie liegen keine reale Ängste zugrunde. Damit sind die Schulverweigerer gemeint, die aus Angst vor Trennung einer Bezugsperson nicht in die Schule gehen. Diese Kinder haben zu Hause eine Rolle übernommen, die ihnen in der Klasse fehlt. Sie sind oft der Lebensinhalt ihrer Eltern, sind überbehütet, sind Partnerersatz oder übernehmen zu viel Verantwortung.

    Schulangst und Schulphobie als Mischform: Dabei fühlt sich der Schulverweigerer total überfordert ist aber dabei gleichzeitig recht narzisstisch. Bei ihnen korreliert die Erfahrung zu Hause mit einem nicht erfüllten Anerkennungsanspruch in der Schule. Hier hilft nur noch eine psychiatrische Maßnahme.

    Welche allgemeinen Anzeichen gibt es für die Schulverweigerung?

    Wenn es zum Beispiel während des Klassenausflugs oder beim Übernachten zu heftigen Widerständen oder zu körperlichen Symptomen kommt, kann das ein erstes Anzeichen sein. Wenn Eltern oder andere Bezugspersonen alle Ausreden die dann benutzt werden akzeptieren, geraten sie in eine auswegbare Situation. Das Kind wird die Eltern und alle anderen Bezugspersonen schlichtweg erpressen. Deshalb sollte man die Situationen auch einmal anzweifeln. Es ist also immer ein sozialer Rückzug festzustellen. Dieser soziale Rückzug wird meist oft lange nicht bemerkt oder kompensiert. Wenn das Kind keine Freunde mehr hat und sich immer mehr zurückzieht, dann sollte unbedingt gehandelt werden.

    Was kann man tun?

    Der allererste Schritt ist das Bewusstmachen der Situation. Nicht nach Schuldigen sondern nach Lösungen suchen! Wer Angst hat, braucht Hilfe! Ich möchte auch betonen, dass wir Eltern Teil der Ängste unserer Kinder sind, wir stehen mittendrin und nicht daneben. Deshalb braucht es auch Hilfe von außen, von jemandem der das Geschehen neutral betrachten kann. Um da lösungsorientiert zu handeln, sollte man sich mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

    Wie erkenne ich, dass mein Kind Angst hat?

    Wie helfe ich meinem Kind, diese Angst zu überwinden?

    Wer hilft mir, damit ich meinem Kind helfen kann?

    Dann brauche ich konkrete Ziele, wer welche Aufgaben übernehmen soll um gemeinsam das Problem zu lösen.

    Weitere Fragen beantworte ich gerne in meiner Praxis oder per E-Mail.

    Bitte melde dich über mein Kontaktformular auf meiner Website:

    www.gerda-arldt.de

    23 min
  • 003 - Lernen mit Spaß!

    Lernen macht Spaß und ist etwas Positives für Jung und Alt. Man kann es ein Leben lang erfolgreich und angstfrei praktizieren – davon bin ich Gerda Arldt, bei www.gerda-arldt.de überzeugt!

    Bei vielen Schulkindern verwandelt sich die anfängliche Lernbereitschaft und Begeisterung für die Schule in eine Reihe von Enttäuschungen. Es entsteht Resignation, Frust, Lernunlust und auch Lernblockaden, die oft nur schwer wieder aufzulösen sind.

    Woran mag es liegen?

    Zunächst kann man sagen, dass sich schon immer seit Einführung der Schulpflicht, Schüler im Grad ihres Lernerfolges unterschieden haben.

    Misserfolg in der Schule entsteht aber meistens dann, wenn Schüler nicht wissen, wie sie lernen sollen. Trotz des Wissens um die moderne Hirnforschung und auch der Methodik des ganzheitlichen Lehrens und Lernens, Unmengen von Büchern zum Thema werden immer mehr Gelder in Nachhilfestunden investiert. Man sollte aber eingangs erst einmal klären, warum der Schüler kein Erfolgserlebnis hat.

    Es gibt verschiedene Gründe, z.B.:

    1. Der Schüler hat nicht ausreichend gelernt.
    2. Der Schüler hat keinen optimalen Zugang zu seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten, (z.B. Konzentrationsprobleme, Angst, Wahrnehmung).
    3. Der Schüler lernt uneffektiv und mit einer falschen Lernmethode.

    Deshalb sollte zuerst die wichtigste Frage gestellt werden: „Wie hat das Schulkind gelernt und welche Lerntechnik hat es verwendet?"

    Unter dem Begriff Lerntechnik verstehe ich die Reihenfolge und die Art und Weise, wie die Sinne beim Lernen eingesetzt werden. Beim Lernen übernehmen unsere Sinne die Funktion von Lernassistenten. Der Lernerfolg hängt eng mit der Art und Weise des Lernens zusammen, d.h. mit dem unterschiedlichen Einsatz der Sinne beim Lernen. Der Mensch verfügt über fünf Sinne, mit deren Hilfe er seine Umwelt wahrnimmt. Beim Lernen sollten möglichst alle Sinne beteiligt sein. Der visuelle Sinn (Wahrnehmung über das Auge) ist für die Schule allerdings von entscheidender Bedeutung. Da es verschiedene Lerntypen gibt, ist es gut, abzuklären welcher Lerntyp der Schüler ist. Denn jeder Schüler lernt anders und braucht daher auch andere Unterstützung. Ein Lerntypentest gibt Auskunft darüber, welchen Wahrnehmungssinn der Schüler bevorzugt und welche Strategien für den Lerntyp entscheidend sind. Aber auch eine entspannte Lernumgebung und eine geschickte und effektive Planung der Lernzeit ist entscheidend für den Lernerfolg. Findet der Schüler seine Erfolgsstrategie beim Lernen lernt er effektiver schneller und erfolgreicher. Dadurch wird auch Stress und Angst reduziert.

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    Gerda Arldt

    11 min

About „Konzentriert geht's wie geschmiert" - Der Podcast für Mutter, Vater und Kind mit Gerda Arldt

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Konzentration kann man lernen, es ist mir ein Anliegen mit diesem Podcast Eltern und Schulkinder mit Konzentrationssymptomen, Motivationsproblemen und Lernproblemen in allen Bereichen ihres Lebens zu…