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Kopje koffie – bei einer Tasse Kaffee kommen die Journalistinnen Katharina Borchardt und Bettina Baltschev mit Autor:innen aus den Niederlanden und Flandern ins Gespräch und stellen frische Neuerscheinungen aus unseren Nachbarländern vor. Dabei sind auch Auszüge in Originalsprache und viel Persönliches von ihren Gästen zu hören. Der deutsche Bücherpodcast macht Lust und Laune auf eine Entdeckungsreise durch die aktuelle niederländischsprachige Literaturszene und ist ideale Einstimmung auf 2024, wenn die Leipziger Buchmesse die Niederlande und Flandern als Gastland präsentiert.
David Van Reybrouck eröffnete das internationale literaturfestival berlin 2022 mit einer einprägsamen Rede zum Thema Klimawandel. Katharina Borchardt traf ihn am folgenden Tag in der Vertretung von Flandern bei einer Tasse Kräutertee, denn Kaffee sei für ihn eine harte Droge, so der Autor. Er tränke davon nur eine Tasse pro Jahr und das spüre er dann drei Tage lang! Dennoch stand er frisch und munter Rede und Antwort zu seinem neuen Buch „Revolusi“ (Suhrkamp), das sich mit der niederländischen Kolonialzeit und dem Befreiungskampf Indonesiens beschäftigt. Das Land schrieb damit 1945 Weltgeschichte und setzte sich an die Spitze der Dekolonisation, die bald auch Afrika erfasste und die politische Landkarte für immer veränderte.
Seit etwa 1600 waren die Niederländer in heutigen Indonesien präsent, doch nicht, um das Land zu erobern, sondern um so billig wie möglich Gewürze einzukaufen. Das erste Stück Niederlande vor Ort war Fort Ambon, ein 200 mal 100 Meter großer Fleck, so groß wie der Dam, der Platz vor dem Königspalast in Amsterdam, weiß der Autor zu berichten. „Erst im 19. Jahrhundert wurde es eine echte Kolonie. Es dauerte mehr als 200 Jahre, bevor ein klassischer Kolonialismus entstand. Erste 200 Jahre: Merkantilismus. Die folgenden 150 Jahre: Kolonialismus. Beide zusammen kann man Imperialismus nennen.“
Auf über 750 Seiten schildert David Van Reybrouck, der sich zuvor mit seinem Buch „Kongo“, über die Kolonialgeschichte Belgiens in dem afrikanischen Staat einen Namen gemacht hat, die historische Entwicklung und schließlich die Befreiung Indonesiens von der niederländischen Fremdherrschaft mit all ihren Konsequenzen. Bei diesen beiden Werken handele es sich um die „dünnstmöglichen Bücher zu diesem Thema“ stellt er lachend fest. In der Tat nahm der Autor es sehr genau mit seinen Recherchen. Jahrelang führte fast 200 Zeitzeugengespräche, von denen er anschaulich erzählt: „Ich habe vor allem Menschen interviewt, die zwischen 90 und 104 Jahre alt waren. Ich musste mich so wahnsinnig beeilen, dass ich irgendwann dachte: Ich werde niemals so alt wie meine Gesprächspartner. Ich reiste kreuz und quer mit Zügen, Motorrädern, auf Kanus, in Japan auch mit Schnellzügen. Es war unglaublich viel Arbeit, es war unglaublich interessant.“
In der nächsten Episode wird Cees Nooteboom Auszüge aus seinem Gesamtwerk vorstellen, von dem kürzlich Band 11 bei Suhrkamp erschienen ist. Hören Sie gerne auch die anderen Folgen mit Arnon Grünberg, Judith Fanto, Charlotte Van den Broeck, Herman Koch, Marente de Moor, Tobi Lakmaker, Gerda Blees, Gerbrand Bakker, Stefan Hertmans, Lize Spit oder Jessica Durlacher!
Kopje Koffie. Der niederländisch-flämische Bücherpodcast
von der Niederländischen Botschaft in Berlin und der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam in Kooperation mit Flanders Literature Antwerpen und der Vertretung von Flandern.
Episode #12 mit
David Van Reybrouck und Katharina Borchardt (Moderation, Übersetzung) sowie Matthias Friedrich (Lesung). Die Übersetzungen wurden von Jan Jaroszek eingesprochen.
Produktion
ARTEFAKT Kulturkonzepte im Auftrag von Flanders Literature Antwerpen © Berlin 2022
Presseinformationen
ARTEFAKT Kulturkonzepte: Literatur aus den Niederlanden & Flandern
Werk & Autor
David Van Reybrouck: Revolusi. Indonesien und die Entstehung der modernen Welt. Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke. Erschienen im Suhrkamp Verlag. 751 Seiten. 34,00 €. ISBN: 978-3-518-43092-7. Erscheinungstermin: 12.09.2022
Informationen des Suhrkamp Verlags zu David Van Reybrouck
Kopje koffie – bei einer Tasse Kaffee kommen die Journalistinnen Katharina Borchardt und Bettina Baltschev mit Autor:innen aus den Niederlanden und Flandern ins Gespräch und stellen frische Neuerscheinungen aus unseren Nachbarländern vor. Dabei sind auch Auszüge in Originalsprache und viel Persönliches von ihren Gästen zu hören. Der deutsche Bücherpodcast macht Lust und Laune auf eine Entdeckungsreise durch die aktuelle niederländischsprachige Literaturszene und ist ideale Einstimmung auf 2024, wenn die Leipziger Buchmesse die Niederlande und Flandern als Gastland präsentiert.
Die niederländische Autorin Jessica Durlacher hat vor kurzem ihren sechsten Roman im Diogenes Verlag veröffentlicht und auf einer Lesereise in Deutschland vorgestellt. Katharina Borchardt traf sie in den Räumen der Literarischen Gesellschaft in Bielefeld, um bei einer Tasse Kaffee nicht nur über ihr neues Buch „Die Stimme“ zu reden, sondern auch über ihre deutschen Wurzeln und ihren jüdischen Vater, die Anregungen für ihren Romanstoff und die Arbeitsweisen in einem Schriftstellerhaushalt. Mit ihrem Mann Leon de Winter tausche sie sich regelmäßig am Telefon über ihre Arbeit aus, erzählt die Autorin, obwohl sie beide quasi Tür an Tür zuhause schreiben. Ebenso wie die Protagonisten Zelda und Bor hat das Paar in New York geheiratet und die Twin Towers kurz vor dem Attentat vom 11. September 2001 besucht. Auch die Freundschaft zu der ehemals aus Somalia geflüchteten Islam-Kritikerin Ayaan Hirsi Ali kommt zur Sprache, die nach der Ermordung des Regisseurs Theo van Gogh und eigenen Todesdrohungen von den Niederlanden in die USA emigrierte und Jessica Durlacher zu ihrem Roman inspirierte.
In „Die Stimme“ nimmt die niederländische Familie Wagschaal die Geflüchtete Amal zunächst als Nanny in ihr Haus auf. Neben der engen Beziehung zu den Kindern Pol und Sam wächst schnell ein freundschaftliches Verhältnis zu der Psychologin Zelda, die Amal für ihre heitere Art und ihr Sprachtalent bewundert, und ihrem Mann Bor, einem angesehenen Rechtsanwalt und politisch engagierten Autor. Bald treten Amals außergewöhnliche Gesangskünste zutage, die zu einer Einladung in eine Talentshow führen, wo Amal nach einem glanzvollen Auftritt vor laufender Kamera ihr Kopftuch abnimmt und sich kritisch über den Islam äußert. Dieser Akt der Befreiung hat dramatische Konsequenzen, nicht nur für die über Nacht berühmt gewordene Amal, sondern auch für die Familie Wagschaal, die sich plötzlich in einer Beschützerrolle wiederfindet und unerwarteten Bedrohungen ausgesetzt ist. „Den unglaublich geschickt ausgelegten Fangnetzen dieses Textes kann man sich kaum entziehen. Es ist klar, dass hier keine Familiengeschichte ausgebreitet wird. Aber es ist auch kein Krimi. Es ist ein großer Roman über die Konflikte in unserer modernen Welt an einem Beispiel erzählt. Das Globale im Kleinen.“ (Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur)
Kopje Koffie. Der niederländisch-flämische Bücherpodcast
von der Niederländischen Botschaft in Berlin und der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam in Kooperation mit Flanders Literature Antwerpen und der Vertretung von Flandern.
Episode #11 mit
Jessica Durlacher und Katharina Borchardt (Moderation) sowie Petra Hinze (Lesung).
Produktion
ARTEFAKT Kulturkonzepte im Auftrag der Niederländischen Botschaft, Berlin © 2022
Presseinformationen
ARTEFAKT Kulturkonzepte: Literatur aus den Niederlanden & Flandern
Werk & Autorin
Jessica Durlacher: Die Stimme. Aus dem Niederländischen von Annelie Bogener. Erschienen im Diogenes Verlag. 496 Seiten. 25,00 €. ISBN: 978-3-257-07185-6. Erscheinungstermin: 25.05.2022.
Informationen des Diogenes Verlags zu Jessica Durlacher
Kopje koffie – bei einer Tasse Kaffee kommen die Journalistinnen Katharina Borchardt und Bettina Baltschev mit Autor:innen aus den Niederlanden und Flandern ins Gespräch und stellen frische Neuerscheinungen aus unseren Nachbarländern vor. Dabei sind auch Auszüge in Originalsprache und viel Persönliches von ihren Gästen zu hören. Der deutsche Bücherpodcast macht Lust und Laune auf eine Entdeckungsreise durch die aktuelle niederländischsprachige Literaturszene und ist ideale Einstimmung auf 2024, wenn die Leipziger Buchmesse die Niederlande und Flandern als Gastland präsentiert.
Bei ihrem Kopje koffie-Treffen in Brüssel servierte Lize Spit einen leckeren Cappuccino und gestand, dass sie davon schon gerne mal vier an einem Tag trinkt. „Manchmal brauche ich die auch, weil so ein starker Kaffee einem auch ein bisschen Mut machen kann, um weiterzuarbeiten. Ich brauche den Kaffee regelmäßig, wenn ich mal ein kleines Tief habe.“ Mit großem Schwung berichtet sie in ihrem Gespräch mit Bettina Baltschev von der Arbeit an ihrem neuen Buch „Ich bin nicht da“ (S. Fischer), nach dem preisgekrönten Debüt „Und es schmilzt“ von 2016 nun der zweite Roman der flämischen Autorin, der momentan für große Beachtung sorgt.
Lize Spit schildert hier die Geschichte von Leo und Simon, einem Paar, das seit zehn Jahren zusammenlebt und in symbiotischer Gemeinsamkeit die Höhen und Tiefen des Lebens meistert. Als Simon eines Nachts vollkommen überdreht nach Hause kommt, sich auf eine neue berufliche Idee fixiert, an der er wie versessen arbeitet, und schließlich seinen gutbezahlten Job in einem renommierten Grafikbüro kündigt, steht Leo vor neuen Herausforderungen in dieser Beziehung. Aus ihrer Perspektive wird geschildert, wie Simon sich immer mehr verändert, paranoid wird und Wahnvorstellungen entwickelt. Als schließlich schreckliche Dinge geschehen und es nicht mehr gelingt, die psychische Krankheit ihrer großen Liebe gegenüber der Außenwelt geheim zu halten, muss Leo handeln…
In ihrem Gespräch erzählt Lize Spit unter anderem von ihrer persönlichen Motivation, diesen Roman zu schreiben: Auch sie durchlebte eine Beziehung mit einem manisch-depressiven Menschen. „Ich bin lange und in erster Reihe Beobachterin davon gewesen, wie eine psychische Krankheit zwei Menschen zu Fremden machen kann, und vor allem auch, welche Rolle die Liebe dabei spielt.“ Daneben unternahm sie zahlreiche Recherchen und redete mit Betroffenen, Ärzten und Psychiatern, um professionelle und alternative Perspektiven in die Handlung einfließen zu lassen. Ziel war es, den Roman für die Angehörigen von Menschen zu schreiben, die psychisch krank sind. „Und das sind sehr viele, denn jeder kennt in seiner Umgebung jemanden, der an Depressionen, Burnout oder Ähnlichem leidet. […] Es war ganz sicher meine Absicht, die Einsamkeit der Menschen zu mildern, die sich in diesem Buch wiedererkennen. Ich glaube, es kann einem das Gefühl geben: Ach ja, ich bin nicht allein in dieser Situation.“
In der nächsten Episode wird Jessica Durlacher ihren neuen Roman „Die Stimme“ (Diogenes) vorstellen. Hören Sie gerne auch die anderen Folgen mit Arnon Grünberg, Judith Fanto, Charlotte Van den Broeck, Herman Koch, Marente de Moor, Tobi Lakmaker, Gerda Blees, Gerbrand Bakker oder Stefan Hertmans!
Kopje Koffie. Der niederländisch-flämische Bücherpodcast
von der Niederländischen Botschaft in Berlin und der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam in Kooperation mit Flanders Literature Antwerpen und der Vertretung von Flandern.
Episode #10 mit
Produktion
ARTEFAKT Kulturkonzepte im Auftrag von Flanders Literature Antwerpen © Berlin 2022
Presseinformationen
ARTEFAKT Kulturkonzepte: Literatur aus den Niederlanden & Flandern
Werk & Autorin
Lize Spit: Ich bin nicht da. Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen. Erschienen im S. Fischer Verlag. 576 Seiten. 26,00 €. ISBN: 978-3-10-397124-8. Erscheinungstermin: 27.07.2022
Informationen des S. Fischer Verlags zu Lize Spit
Kopje koffie – bei einer Tasse Kaffee kommen die Journalistinnen Katharina Borchardt und Bettina Baltschev mit Autor:innen aus den Niederlanden und Flandern ins Gespräch und stellen frische Neuerscheinungen aus unseren Nachbarländern vor. Dabei sind auch Auszüge in Originalsprache und viel Persönliches von ihren Gästen zu hören. Der deutsche Bücherpodcast macht Lust und Laune auf eine Entdeckungsreise durch die aktuelle niederländischsprachige Literaturszene und ist ideale Einstimmung auf 2024, wenn die Leipziger Buchmesse die Niederlande und Flandern als Gastland präsentiert.
„Ich schreibe sehr gern mit Kaffee und Hunger“, gesteht Stefan Hertmans in unserer neuen Podcast-Folge, die im Poëziecentrum in der Innenstadt von Gent aufgenommen wurde. In seinem Gespräch mit Katharina Borchardt geht es nicht nur um seinen Werdegang als Schriftsteller, um Schreibgewohnheiten und Kaffeerituale, sondern vor allem um sein neues Buch „Der Aufgang“ (Diogenes), das in dieser Stadt, genauer in einem alten Haus spielt, das der Autor einst besaß und bewohnte. Bei seinem Kauf Ende der 1970er Jahre ahnte er noch nichts von den geheimnisvollen Geschichten, die sich Jahrzehnte zuvor hinter diesen Mauern im Drongenhof abgespielt haben. Hier lebte einst der belgische SS-Mann Willem Verhulst, der als namhafter Nazikollaborateur viele seiner Landsleute bespitzeln ließ und ans Messer lieferte. Sein Sohn Adriaan, Historiker und früherer Professor des Autors, verarbeitete seine Sicht auf diese Geschehnisse in einem Buch, das eine von vielen Recherchegrundlagen für „Der Aufgang“ war. Stefan Hertmans erzählt auch von seinen Begegnungen mit den Töchtern Letta (90) und Suzy (86), die ihm offen von den familiären Verhältnissen, ihrer pazifistischen Mutter Mientje, der Geliebten und den Machenschaften ihres Vaters berichteten und ihn auf weitere historische Quellen aufmerksam machten. Das Ergebnis ist ein fesselnder Roman, der ein facettenreiches Familienporträt rund um einen Mann zeichnet, dessen nationalistische Überzeugung Auslöser für extreme Taten und Verbrechen war. Als Spezialist für historische Stoffe und angetrieben von einem tiefen Bedürfnis nach Verständnis, tastet sich Stefan Hertmans an diese Figuren heran und beleuchtet damit die Tragödie eines ganzen Landes.
In der nächsten Episode wird Lize Spit ihren Roman „Ich bin nicht da“ vorstellen, der Ende Juli im S. Fischer Verlag erscheint. Hören Sie gerne auch die anderen Folgen mit Arnon Grünberg, Judith Fanto, Charlotte Van den Broeck, Herman Koch, Marente de Moor, Tobi Lakmaker, Gerda Blees oder Gerbrand Bakker!
Kopje Koffie. Der niederländisch-flämische Bücherpodcast
von der Niederländischen Botschaft in Berlin und der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam in Kooperation mit Flanders Literature Antwerpen und der Vertretung von Flandern.
Episode #9 mit
Stefan Hertmans und Katharina Borchardt (Moderation) sowie Matthias Friedrich (Lesung).
Produktion
ARTEFAKT Kulturkonzepte im Auftrag von Flanders Literature Antwerpen © Berlin 2022
Presseinformationen
ARTEFAKT Kulturkonzepte: Literatur aus den Niederlanden & Flandern
Werk & Autor
Stefan Hertmans: Der Aufgang. Aus dem Niederländischen von Ira Wilhelm. Mit Fotografien. Erschienen im Diogenes Verlag. 480 Seiten. 26,00 €. ISBN: 978-3-257-07188-7. Erscheinungstermin: 27.04.2022.
Informationen des Diogenes Verlags zu Stefan Hertmans
Kopje koffie – bei einer Tasse Kaffee kommen die Journalistinnen Katharina Borchardt und Bettina Baltschev mit Autor:innen aus den Niederlanden und Flandern ins Gespräch und stellen frische Neuerscheinungen aus unseren Nachbarländern vor. Dabei sind auch Auszüge in Originalsprache und viel Persönliches von ihren Gästen zu hören. Der deutsche Bücherpodcast macht Lust und Laune auf eine Entdeckungsreise durch die aktuelle niederländischsprachige Literaturszene und ist ideale Einstimmung auf 2024, wenn die Leipziger Buchmesse die Niederlande und Flandern als Gastland präsentiert.
In Trier, nicht weit von der Eifel, wo er seit 2010 ein Haus besitzt, traf Katharina Borchardt den niederländischen Autor Gerbrand Bakker, um bei einer Tasse Kaffee über sein neues Buch „Knecht, allein“ (Suhrkamp) zu sprechen. Doch zunächst war von seiner Leidenschaft für das Gärtnern und die Natur die Rede und von den zahlreichen Pflichten eines Hausbesitzers in ländlicher Umgebung. Der ausgebildete Diplom-Gärtner kam über Umwege zum Schreiben und investierte das Preisgeld für einen seiner ersten Erfolge, „Oben ist es still“, in einen großen Garten. An seinen weiteren Werken, überwiegend autobiografische Romane, arbeitet Gerbrand Bakker in der Eifel und in Amsterdam.
Sein neuestes Buch „Knecht, allein“ stellt das Thema Depression in den Mittelpunkt. Der Autor weiß, wovon er schreibt, und schildert offen seine Erfahrungen mit sich und seinen Mitmenschen, den Umgang mit Psychopharmaka, die Gespräche mit seinem Therapeuten und einer Sexologin in Amsterdam, die er aufsucht, weil der Libidoverlust auch eine Folge dieser Krankheit zu sein scheint. Diese rät ihm, eine „love map“, eine persönliche Liebeskarte, zu erstellen, und so versammelt Gerbrand Bakker viele Geschichten und Anekdoten um sein Leben und seine Lieben. Dabei kommen ein Roadtrip nach Griechenland, eine Wanderung in Wales, viele Erinnerungen an die Familie bis hin zu seinem früh verstorbenen Bruder, der Tod seines guten Freundes Dachdecker Rudi, aber auch zahlreiche Begegnungen mit Nachbarn und Kollegen in der Eifel und in den Niederlanden zur Sprache.
„Knecht, allein“ liefert psychologische Einsichten in das Leben und Lieben eines Depressiven, wie man sie in dieser Ehrlichkeit und Klarheit selten liest. Der „Sprachhandwerker“ Gerbrand Bakker umkreist sein Selbstverhältnis zu seiner Krankheit, sucht fast fiebrig nach den geeigneten Worten, um die Leere zu greifen, und begegnet ihr zugleich mit einer besonderen Lakonie, mit Humor und Freimut.
Kopje Koffie. Der niederländisch-flämische Bücherpodcast
von der Niederländischen Botschaft in Berlin und der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam in Kooperation mit Flanders Literature Antwerpen und der Vertretung von Flandern.
Episode #8 mit
Gerbrand Bakker und Katharina Borchardt (Moderation) sowie Matthias Friedrich (Lesung).
Produktion
ARTEFAKT Kulturkonzepte im Auftrag der Niederländischen Botschaft, Berlin © 2022
Presseinformationen
ARTEFAKT Kulturkonzepte: Literatur aus den Niederlanden & Flandern
Werk & Autor
Gerbrand Bakker: Knecht, allein. Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke. Erschienen im Suhrkamp Verlag. 318 Seiten. 24,00 €. ISBN: 978-3-518-43033-0. Erscheinungstermin: 27.03.2022.
Informationen des Suhrkamp Verlags zu Gerbrand Bakker
Blog des Autors (NL)
Kopje koffie – bei einer Tasse Kaffee kommen die Journalistinnen Katharina Borchardt und Bettina Baltschev mit Autor:innen aus den Niederlanden und Flandern ins Gespräch und stellen frische Neuerscheinungen aus unseren Nachbarländern vor. Dabei sind auch Auszüge in Originalsprache und viel Persönliches von ihren Gästen zu hören. Der deutsche Bücherpodcast macht Lust und Laune auf eine Entdeckungsreise durch die aktuelle niederländischsprachige Literaturszene und ist ideale Einstimmung auf 2024, wenn die Leipziger Buchmesse die Niederlande und Flandern als Gastland präsentiert.
Sie habe als Kind niemals gelernt, Kaffee zu trinken, berichtet Gerda Blees lachend, die diese „Droge“ auch nicht zum Schreiben braucht und eine gute Tasse Tee vorzieht. Sehr wohl hat sie bis vor Kurzem selbst in einer Wohngemeinschaft gelebt und dort wichtige Erfahrungen gesammelt, die sie gemeinsam mit einer „realen Begebenheit“ zu ihrem Roman „Wir sind das Licht“ inspirierten. In ihrem Gespräch, das sie mit Bettina Baltschev in der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam führt, erzählt sie von der Entstehung ihres Debütromans, für den sie u.a. mit dem Nederlandse Boekhandelprijs und dem Europäischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde.
Nahezu sektenhaft zieht sich die Wohngruppe „Klang und Liebe“ in eine Welt zurück, die von außen nur schwer zugänglich und verständlich ist. Melodie, Muriel, Petrus und Elisabeth meinen, nur von „Luft und Licht“ leben zu können, und die strikte Nahrungsverweigerung führt schließlich zum Tod von Elisabeth, die vor den Augen ihrer Mitbewohner verhungert. Die Polizei ist ratlos und strengt eine Untersuchung an. Die drei Tage, die nun folgen, sind Gegenstand des Romans. Dabei lässt die Autorin 25 unterschiedliche Perspektiven zu Wort kommen, und so schildern nicht nur Personen wie der Vater und die Geschwister, sondern auch Gegenstände wie ein Kugelschreiber, ein Saftmixer, ein Butterbrot, Wollsocken oder ein Cello ihre Sichtweise auf das Geschehen. In Zeiten der Covid-Pandemie werden die Folgen von sozialer Isolation und unbegrenztem Zugang zu (Des-)Information ebenso originell wie eindrücklich vor Augen geführt.
„Hellwach findet Gerda Blees ihren präzise ausgesteuerten Erzählweg durch das Minenfeld modischer Denkströmungen und wissenschaftsfeindlicher Blut-und-Boden-Fanatismen, wobei man ihr in dieser Hörbuchversion gespannt, gebannt und zunehmend verstört folgt.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Kopje Koffie. Der niederländisch-flämische Bücherpodcast
von der Niederländischen Botschaft in Berlin und der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam in Kooperation mit Flanders Literature Antwerpen und der Vertretung von Flandern.
Episode #7 mit
Gerda Blees und Bettina Baltschev (Moderation, Übersetzung) sowie Nele Solf (Lesung). Die Übersetzungen wurden von Rumo Wehrli eingesprochen.
Produktion
ARTEFAKT Kulturkonzepte im Auftrag der Niederländischen Botschaft, Berlin © 2022
Presseinformationen
ARTEFAKT Kulturkonzepte: Literatur aus den Niederlanden & Flandern
Werk & Autorin
Gerda Blees: Wir sind das Licht. Aus dem Niederländischen von Lisa Mensing. Erschienen im Paul Zsolnay Verlag. 240 Seiten. 23,00 €. ISBN 978-3—552-07274-9. Erscheinungstermin: 24.01.2021.
Gerda Blees. Wir sind das Licht. Ungekürzte Lesung mit Claudia Michaelsen, Jannik Schürmann, Sandrine Mittelstädt, Benno Fürmann. 23,00 €. Hörbuch CD. ISBN: 978-3-8371-5985-1. Erscheinungstermin: 24.01.2021.
Informationen des Paul Zsolnay Verlags
Gerda Blees im Interview über „Wir sind das Licht“ (YouTube Video)
Kopje koffie – bei einer Tasse Kaffee kommen die Journalistinnen Katharina Borchardt und Bettina Baltschev mit Autor:innen aus den Niederlanden und Flandern ins Gespräch und stellen frische Neuerscheinungen aus unseren Nachbarländern vor. Dabei sind auch Auszüge in Originalsprache und viel Persönliches von ihren Gästen zu hören. Der deutsche Bücherpodcast macht Lust und Laune auf eine Entdeckungsreise durch die aktuelle niederländischsprachige Literaturszene und ist ideale Einstimmung auf 2024, wenn die Leipziger Buchmesse die Niederlande und Flandern als Gastland präsentiert.
Auf einen starken Kaffee am Morgen könne er schwer verzichten, gesteht Tobi Lakmaker, der am liebsten auch bei seinem Wanderurlaub in Frankreich eine handliche Espressomaschine dabeihätte. Bettina Baltschev traf ihn im Januar in Amsterdam, um über sein deutsches Debüt „Die Geschichte meiner Sexualität“ zu reden, das Ende des Monats bei Piper erschienen ist. In den Niederlanden noch unter dem alten Vornamen Sofie veröffentlicht, machte ihn der Roman in seiner Heimat über Nacht zum Shootingstar. Die Filmrechte sind bereits verkauft, und die Vogue kürte ihn zum literarischen Talent 2021.
Worum es geht? Mit 24 Jahren gab Sofie es auf, die Frau zu werden, die andere in ihr sehen. Sie trägt die Haare raspelkurz, schwärmt für Jennifer, Muriel und Roos und wird schließlich zu Tobi. Vorangegangen sind Jahre intensiver Suche nach dem eigenen Selbst, eine geplante „Solide Entjungferung“ und intime Erfahrungen mit Walter und Lusche D. Eine endgültige Antwort zu seiner sexuellen Identität hat Tobi nicht, gerade deswegen aber die wildeste, witzigste Geschichte darüber. Sein Buch berichtet frisch und entwaffnend von den Räumen zwischen Weiblichkeit und Männlichkeit, von fluider Identität – und davon, dass wahre Intimität dort beginnt, wo wir alle Kategorien vergessen.
Im Gespräch mit Bettina Baltschev erzählt Tobi von seinen Jobs als Tellerwäscher und Pizzabäcker, die ihn letztlich auf seine wahre Leidenschaft, das Schreiben, vorbereiteten. Er berichtet von Beziehungen zu Männern und Frauen und der Schwierigkeit, Nähe zuzulassen und sich zu öffnen. Es geht um Literatur, Philosophie und vor allem Fußball, die eine wichtige Rolle in seinem Leben spielen. Eine Reise führt ihn quer durch Europa und lässt ihn die wahre Liebe zu seiner Heimatstadt Amsterdam erkennen. Aber auch davon ist die Rede: Als Tobi schließlich bei sich selbst ankommt, die Schriftstellerei als Berufung entdeckt und erste Erfolge feiert, stirbt seine Mutter, die ihn während der ganzen Geschichte mit viel Neugierde begleitet hat. An seinem 25. Geburtstag wird sie begraben. Abschied und Neubeginn in einem.
Kopje Koffie. Der niederländisch-flämische Bücherpodcast
von der Niederländischen Botschaft in Berlin und der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam in Kooperation mit Flanders Literature Antwerpen und der Vertretung von Flandern.
Episode #6 mit
Tobi Lakmaker und Bettina Baltschev (Moderation, Übersetzung) sowie Nele Solf (Lesung). Die Übersetzungen wurden von Rumo Wehrli eingesprochen.
Produktion
ARTEFAKT Kulturkonzepte im Auftrag der Niederländischen Botschaft, Berlin © 2022
Presseinformationen
ARTEFAKT Kulturkonzepte: Literatur aus den Niederlanden & Flandern
Werk & Autor
Tobi Lakmaker: Die Geschichte meiner Sexualität. Aus dem Niederländischen von Christina Brunnenkamp. Erschienen im Piper Verlag. 224 Seiten. 20,00 €. ISBN: 978-3-492-07142-0.
Erscheinungstermin: 27.01.2022
Informationen des Piper Verlags zu Tobi Lakmaker
Kopje koffie – bei einer Tasse Kaffee kommen die Journalistinnen Katharina Borchardt und Bettina Baltschev mit Autor:innen aus den Niederlanden und Flandern ins Gespräch und stellen frische Neuerscheinungen aus unseren Nachbarländern vor. Dabei sind auch Auszüge in Originalsprache und viel Persönliches von ihren Gästen zu hören. Der deutsche Bücherpodcast macht Lust und Laune auf eine Entdeckungsreise durch die aktuelle niederländischsprachige Literaturszene und ist ideale Einstimmung auf 2024, wenn die Leipziger Buchmesse die Niederlande und Flandern als Gastland präsentiert.
In die Wildnis der russischen Wälder führt der neue Roman von Marente de Moor, mit der sich Bettina Baltschev in Amsterdam traf, um Näheres über „Phon“ (Hanser) zu erfahren. Diesmal wurde Tee gereicht, den die Autorin besonders schätzt. Was verbirgt sich hinter diesem Titel und der Geschichte um die seltsamen Geräusche am Himmel, die immer wieder die Handlung beherrschen, mal wie Trompetenstöße klingen und mal so, „als würde Gott Möbel verrücken“?
Erzählt wird das Leben des Zoologenpaars Nadja und Lew, die seit über dreißig Jahren die Einsamkeit der westrussischen Wälder schätzen. Sie lernen sich bei einer wissenschaftlichen Expedition kennen - sie eine junge Studentin, er der erfahrene, wesentlich ältere Professor – bleiben zusammen und gründen eine Familie. In Rückblicken, auch auf die letzten Jahre der Sowjetunion und die Zeit nach ihrem Zerfall, wird das Leben mit Tochter Vera und Sohn Dimko erzählt, die Betreibung eines unabhängigen Forschungslabors im Wald und das Eindringen von Personen wie der Niederländerin Esther. Sie verfolgt ihre eigenen Pläne und will Leben in die verlassene Gegend bringen, wobei das bewährte Gefüge ins Wanken gerät und schließlich in einer Katastrophe endet. „Phon“ ist eine Hymne an die wilde Natur, an ihre Geräusche, ihre Farben, ihr Geheimnis. Mit beinahe unheimlicher Tiefe erzählt Marente de Moor von einer Frau auf der inneren Flucht vor sich selbst, ein flirrendes psychologisches Verwirrspiel, fesselnd bis zur letzten Seite.
In ihrem Gespräch mit Bettina Baltschev schildert Marente de Moor, was sie auf die Idee für diesen Roman brachte, ihr persönliches Verhältnis zu Russland, wo sie lange Zeit lebte und arbeitete, den Zusammenprall der Kulturen nach dem Fall der Sowjetunion, aber auch den Ansatz, in ihren Büchern verschiedenen sinnlichen Leitmotiven wie Licht und Klang nachzugehen.
Kopje Koffie. Der niederländisch-flämische Bücherpodcast
von der Niederländischen Botschaft in Berlin und der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam in Kooperation mit Flanders Literature Antwerpen und der Vertretung von Flandern.
Episode #5 mit
Marente de Moor und Bettina Baltschev (Moderation) sowie Petra Hinze (Lesung)
Produktion
ARTEFAKT Kulturkonzepte im Auftrag der Niederländischen Botschaft, Berlin © 2022
Presseinformationen
ARTEFAKT Kulturkonzepte: Literatur aus den Niederlanden & Flandern
Werk & Autor
Marente de Moor: Phon. Aus dem Niederländischen von Bettina Bach. Erschienen im Hanser Verlag. 336 Seiten. 24,00 €. ISBN: 978-3-446-27081-7. Erscheinungstermin: 23.08.2021.
Informationen der Hanser Literaturverlage zu Marente de Moor
Materialien zum Lesekreis / mit Kurzinterview Marente de Moor
Website der Autorin
Kopje koffie – bei einer Tasse Kaffee kommen die Journalistinnen Katharina Borchardt und Bettina Baltschev mit Autor:innen aus den Niederlanden und Flandern ins Gespräch und stellen frische Neuerscheinungen aus unseren Nachbarländern vor. Dabei sind auch Auszüge in Originalsprache und viel Persönliches von ihren Gästen zu hören. Der deutsche Bücherpodcast macht Lust und Laune auf eine Entdeckungsreise durch die aktuelle niederländischsprachige Literaturszene und ist ideale Einstimmung auf 2024, wenn die Leipziger Buchmesse die Niederlande und Flandern als Gastland präsentiert.
In den Räumen des Letterenfonds, der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam, trafen sich Ende September der niederländische Kultautor Herman Koch und die Moderatorin Bettina Baltschev bei einer leckeren Tasse Kaffee und einer Cola Light. Ihr Gespräch drehte sich um den neuen Roman „Finnische Tage“ (Kiepenheuer & Witsch), den die Medien in den Niederlanden als „Meisterwerk der Autofiktion“ und literarischen Höhepunkt des Schriftstellers feiern. Seit seinem Roman „Angerichtet“ (2010), der in 37 Sprachen übersetzt wurde und in vielen Ländern auf der Bestsellerliste stand, ist Herman Koch auch bei uns ein viel beachteter Autor, dessen neue Werke mit Spannung erwartet werden. Mit „Finnische Tage“ hat er nun einen Ausflug in die eigene Vergangenheit vorgelegt, in der Realität und Fiktion ineinander übergehen. Man folgt dem 19jährigen Abiturienten bei seinem Versuch, auf einer Reise ins abgelegene Finnland wichtige Lebensentscheidungen zu treffen, erhält Einblicke in die unglückliche Ehe der Eltern und in wichtige Beziehungen bis hin zu Reflexionen eines alternden Mannes, der schon immer wusste, dass er Schriftsteller werden wollte. Herman Koch spannt einen Bogen zwischen Zeiten und Ländern, um immer wieder nach Finnland zurückzukehren.
Das Gespräch mit Bettina Baltschev folgt Herman Koch auf seinen Spuren und stellt viele persönlichen Fragen. Welche Rolle spielte der Finnland-Aufenthalt in seinem Leben? Wie veränderte er die Perspektive auf bisherige, vor allem familiäre Ereignisse und die Selbstwahrnehmung? Welche Wünsche an die Zukunft kamen dabei zum Vorschein? Welche Rolle spielt der zeitliche Abstand zu den Erlebnissen in Finnland, wie sehr formt die Zeit die Erinnerung? Und: Sind die Finnen wirklich so kaffeesüchtig?
Kopje Koffie. Der niederländisch-flämische Bücherpodcast
von der Niederländischen Botschaft in Berlin und der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam in Kooperation mit Flanders Literature Antwerpen und der Vertretung von Flandern.
Episode #4 mit
Herman Koch und Bettina Baltschev (Moderation) sowie Matthias Friedrich (Lesung)
Produktion
ARTEFAKT Kulturkonzepte im Auftrag der Niederländischen Botschaft, Berlin © 2021
Presseinformationen
ARTEFAKT Kulturkonzepte: Literatur aus den Niederlanden & Flandern
Werk & Autor
Herman Koch: Finnische Tage. Aus dem Niederländischen von Christiane Kuby und Herbert Post. Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch. 288 Seiten. 22,00 €. ISBN: 978-3-462-00065-8. Erscheinungstermin: 19.08.2021.
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Website des Autors
Kopje koffie – bei einer Tasse Kaffee kommen die Journalistinnen Katharina Borchardt und Bettina Baltschev mit Autor:innen aus den Niederlanden und Flandern ins Gespräch und stellen frische Neuerscheinungen aus unseren Nachbarländern vor. Dabei sind auch Auszüge in Originalsprache und viel Persönliches von ihren Gästen zu hören. Der deutsche Bücherpodcast macht Lust und Laune auf eine Entdeckungsreise durch die aktuelle niederländischsprachige Literaturszene und ist ideale Einstimmung auf 2024, wenn die Leipziger Buchmesse die Niederlande und Flandern als Gastland präsentiert.
Im September 2021 war die flämische Lyrikerin Charlotte Van den Broeck beim internationalen literaturfestival berlin zu Gast. Katharina Borchardt traf sie gleich im Anschluss bei Kaffee und Keksen in der Vertretung von Flandern in der Belgischen Botschaft Berlin. In ihrem Gespräch ging es um die Neuerscheinung „Wagnisse“ (Rowohlt), in der sich die Autorin auf eine unterhaltsame Recherchereise zu „13 tragischen Bauwerken und ihren Schöpfern“ begibt. „Architektur kann tödlich sein“, stellt Katharina Borchardt gleich am Anfang fest, denn für so manche Architekten waren mangelnde Anerkennung und das tragische Scheitern ihrer Gebäude Anlass für einen Selbstmord.
In ihrem Gespräch schildert Charlotte Van den Broeck, was sie auf die Idee für diese Sammlung ungewöhnlicher Geschichten brachte, wohin sie reiste und welche Parallelen sie zu ihrem eigenen Schaffen zieht. Bei ihrer Suche stieß sie auf leidenschaftliche, alltägliche und skurrile Menschen und auf Fragen wie: Welcher Wagemut, welche Leidenschaft und welche Opfer sind nötig, um etwas Großes zu schaffen? Und sollten wir nicht alle mehr scheitern dürfen? Ihr Fazit: Nur Lust am Wagnis bringt echte Kunst hervor!
Kopje Koffie. Der niederländisch-flämische Bücherpodcast
von der Niederländischen Botschaft in Berlin und der Niederländischen Stiftung für Literatur in Amsterdam in Kooperation mit Flanders Literature Antwerpen und der Vertretung von Flandern in Berlin.
Episode #3 mit
Produktion
ARTEFAKT Kulturkonzepte im Auftrag von Flanders Literature, Antwerpen © 2021
Presseinformationen
ARTEFAKT Kulturkonzepte: Literatur aus den Niederlanden & Flandern
Werk & Autorin
Charlotte Van den Broeck. Wagnisse. 13 tragische Bauwerke und ihre Schöpfer. Aus dem Niederländischen von Christiane Burckhardt. Erschienen im Rowohlt Verlag. 352 Seiten. 26,00 €. ISBN: 978-3-498-00215-2. Erscheinungstermin: 21.04.2021.
Deutschsprachige Website der Autorin
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