Kulturplatz

Kulturplatz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kulturplatz episodes

  • Faszination Royals
    Früher Prinz Charles, heute König Charles III. und die Welt schaut gebannt nach Grossbritannien. Den einen gilt er als Retter der Monarchie, für die anderen symbolisiert der Neo-König ein gestriges Feudalsystem, das abgeschafft gehört. «Kulturplatz» über Royals, die faszinieren und irritieren.
    Die Lovestory: Das bündnerische Klosters und König Charles
    Charles musste schon viel einstecken: Verspottet als ewiger Sohn der Queen, öffentlich gescholten als Ehebrecher und diskreditiert vom eigenen Sohn, per Enthüllungsbuch. Von den Schlagzeilen erholt sich Charles am liebsten im Kanton Graubünden. Seit vielen Jahrzehnten organisiert Clair Southwell die Ferien von Charles in Klosters GR. Sie sagt: «Charles liebt das Bündner Bergdorf und Klosters liebt ihn zurück.» «Kulturplatz» über die beständigste Liebesgeschichte im Leben des britischen Monarchen.
    Die Kritik: Die Monarchie muss abgeschafft werden
    Die britische Schriftstellerin A. L. Kennedy gehört zu den prominentesten und pointiertesten Kritikerinnen der Royals. Sie stellt fest, dass sich viele Menschen in Grossbritannien immer weniger leisten können und gleichzeitig werden Millionen an Steuergeldern für das komfortable Leben der königlichen Familie ausgegeben. A. L. Kennedy ortet Unrecht im Staate und kämpft schreibend dagegen an.
    Das Gedanken-Experiment: Warum zum Herrschen auch Dienen gehört
    «Den König spielen die anderen», heisst es unter Theaterleuten. Denn eine Monarchin, einen Monarchen auf der Bühne glaubhaft zu verkörpern, ohne dass die Mitspieler dieser Person huldigen, sie ehren oder fürchten, ist kaum möglich. Was bedeutet diese Erkenntnis für das reale Leben, für die Gesellschaft? «Kulturplatz» fragt Theater-Studierende in Zürich und trifft Luana Maiullari, Head of Butler des renommierten Hotels The Dolder Grand, die weiss, was es heisst, erlauchten Gästen jeden Wunsch zu erfüllen.
    Die andere Annäherung: Kaiserin im Kino
    Die Regisseurin Frauke Finsterwalder zeigt Sissi, wie sie noch nie zu sehen war: nicht lieblich und Romy-Schneider-mässig, sondern crazy und cool. «Sisi & ich» ist Teil der Sissi-Mania. Zahlreiche Bücher und Serien beschäftigten sich mit dem Leben der österreichisch-ungarischen Kaiserin. «Kulturplatz» zeigt auf, warum Sissi bis heute die Kinosäle füllt und die Bestseller-Listen stürmt.
    31 min
  • Faszination Wildtier
    Im Solothurner Jura soll der Wisent wiederangesiedelt werden. Das Urrind Europas hat hierzulande viele Freunde – und lässt bei anderen die Emotionen hochgehen. «Kulturplatz» widmet sich der Faszination Wildtier und geht unserem ambivalenten Verhältnis gegenüber Wolf, Bär und Co. auf den Grund.
    Unterwegs mit dem Wisent-Ranger
    Benjamin Brunner ist Biobauer und seit einem halben Jahr auch Wisent-Ranger. Seit der Freilassung der Urrinder auf seinem Landstück im Solothurner Jura macht er regelmässig Führungen mit interessierten Besucherinnen und Besuchern. Er beobachtet, ob sich die Tiere gut in das Ökosystem integrieren und ob die Idee des Vereins Wisent Thal, die Tiere in zehn Jahren ganz der freien Wildbahn zu überlassen, realistisch ist. Einige Bauern in der Umgebung stehen dem kritisch gegenüber und gingen sogar bis vor Bundesgericht, das ihre Klage abgelehnt hat. Der Wisent: ein sanftes Urrind, das polarisiert.
    Wie der Wildbiologe Darius Weber auf den Wisent kam
    Seine erste Begegnung mit einem freilebenden Wisent hat Darius Weber Anfang der 1990er-Jahre in Polen. Der Wildbiologe ist im Wald von Bialowieza nahe der weissrussischen Grenze unterwegs, um Wölfe und Marderhunde zu beobachten und dokumentieren. Plötzlich sieht er in 70 Metern Entfernung einen Wisent-Bullen, der ihm zunächst gehörige Angst einjagt. Von diesem Tag an beginnt Weber, in Bialowieza nach Wisenten Ausschau zu halten. In ihm reift ein Gedanke: Frei lebende Wisente sollte es überall geben – auch in der Schweiz, wo sie früher ebenfalls heimisch waren.
    Eine Kulturgeschichte der Wildtiere in der Schweiz
    Der Mensch und die Wildtiere – Beziehungsstatus: seit je her kompliziert. Einerseits ist der Mensch fasziniert von ihrer Unzähmbarkeit, ihrer wilden Art. Andererseits hat er genau aus dem Grund Angst vor ihnen. Das ambivalente Verhältnis zum Wildtier findet seit Jahrhunderten Ausdruck in Liedern, Filmen, Kunst und sogar in der Religion. Das konnte aber nicht verhindern, dass zahlreiche Wildtiere auch in der Schweiz bis vor einigen Jahrzehnten beinahe ausgerottet waren. Doch seit einiger Zeit entsteht ein neues Bewusstsein für den Wert von Wildtieren für Mensch und Umwelt.
    29 min
  • Vom Mut zum Widerstand
    Von der Demokratiebewegung in Hongkong bis zu den Klimaprotesten in Europa, eines ist ihnen gemeinsam: Sie kämpfen für ihr Recht gehört zu werden und sie kämpfen gegen eine stille Mehrheit. «Kulturplatz» über Zivilcourage und die Furchtlosigkeit von David gegen Goliath.
    Im Sommer 2019 gingen in Hongkong über ein Million Menschen auf die Strasse und demonstrierten für mehr Freiheit und Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Heute, knapp vier Jahre später, ist Hongkongs Demokratiebewegung faktisch zerschlagen. Den oppositionellen Medien und Politikern wird seit Februar der Prozess gemacht. Das Beispiel Hongkong zeigt, wie China mit Gesetzen und scheinbarer Rechtsstaatlichkeit eine Opposition zum Schweigen gebracht hat. Die Frage bleibt, gibt es noch einen letzten Funken Hoffnung?
    Klimaseniorinnen haben vor dem europäischen Gerichtshof eine Klage gegen die Schweiz eingereicht, weil sie der Meinung sind, der Klimaschutz des Bundes sei unzureichend und verletze ihr Grundrecht auf Unversehrtheit. Ihr Argument: Die globale Erwärmung stelle ein erhöhtes Sterberisiko gerade für ältere Frauen dar. Mit der Frage, ob der Klimaschutz ein Menschenrecht sein kann, hat «Kulturplatz» die Seniorinnen auf ihrem Marsch nach Strassburg begleitet.
    Eine Frau, die mit ihrer Kunst und ihrem Protest einiges erreicht hat, ist die Fotografin Nan Goldin. Sie ist angetreten, eine der mächtigsten Familien der USA zu Fall zu bringen – die Sacklers. Sie haben mit ihrem Pharmaunternehmen Purdue und dem umstrittenen Schmerzmittel Oxycontin Milliarden verdient. Als Goldin von diesem Schmerzmittel abhängig wird, beginnt sie zu kämpfen. Der wunderbare Dokumentarfilm «All the Beauty and the Bloodshed» begleitet die Künstlerin in ihrem Kampf für Gerechtigkeit. In den Kinos ab dem 27. April 2023.
    31 min
  • Picasso – Genie und Egomane
    Picasso gilt auch 50 Jahre nach seinem Tod als wichtiger Künstler des 20. Jahrhunderts. Seine Frauen jedoch behandelte er oft schlecht. Und Männer waren für ihn Rivalen. «Kulturplatz» wirft einen kritischen Blick auf die Überfigur, und Eva Wannenmacher versucht sich im Aktzeichnen à la Picasso.
    Picasso feierte die Frauen und zerlegte sie
    Pablo Picassos Verhältnis zum weiblichen Geschlecht war stets ambivalent. Für ihn waren Frauen «Göttinnen und Fussabstreifer». Er dekonstruierte sie in seinen Bildern, manchmal bis zur Entstellung. Ein aktuelles Buch schaut jetzt genauer auf das «System Picasso» und auf die Frauen, die sich mit dem «Genie», wie er sich selbst sah, einliessen.
    Picasso und seine Männer
    Neben den Beziehungen zu seinen Geliebten, pflegte Pablo Picasso auch Männerfreundschaften. Unter seinen Freunden waren Handwerker, Kulturschaffende und andere Künstler. Zwei Bücher beschäftigen sich aktuell mit den Freundschaften des Künstlers, einerseits mit der zum Universalkünstler Jean Cocteau, andererseits mit der zu seinem Frisör. Und beide zeigen: Auch in seinen Freundschaften drehte sich alles um ihn selbst.
    Picasso à la Designer Paul Smith
    Zum 50. Todestag von Pablo Picasso wählte das Picasso-Museum in Paris einen speziellen Ansatz: In der Ausstellung «Picasso Prends De Coleurs» gestaltete der britische Designer Paul Smith neu und verband Picassos Meisterwerke Picasso mit moderner Kunst. Die Ausstellung lädt auf spielerische Art ein, Picassos Vermächtnis neu zu entdecken und will so auch die jungen Leute anlocken.
    30 min
  • Weltenretter Pilze?
    Diesen Herbst gab es Pilze im Überfluss. Weitgehend unbekannt sind aber die riesigen Pilzgeflechte, die unter dem Boden versteckt wuchern. Sie können Plastik, Beton oder Leder ersetzen. Sie sind Hoffnungsträger für eine grössere Nachhaltigkeit – Alleskönner und gar die neuen «Weltenretter»?
    Pilze sind offenbar die neuen Superhelden. Die Zwischenwesen – nicht Pflanze, nicht Tier – scheinen über fast magische Kräfte zu verfügen, die jetzt nach und nach von der Menschheit entdeckt und genutzt werden. Pilze kann man nicht nur essen, sondern sich auch mit ihnen kleiden und in naher Zukunft sogar in ihnen wohnen, heisst es. Ob der Pilz diesen Erwartungen gerecht werden kann? Artemis Treindl, Mykologin an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, führt durch die vielfältigen Anwendungsbereiche von Pilzen.
    Zu Besuch beim Pilzforscher Patrik Mürner in Emmenbrücke LU: Auf dem Gelände einer ehemaligen Textilfaser-Fabrik in Emmenbrücke LU betreibt er sein Labor. Pilzgeflechte sollen dazu beitragen, den mit Zink belasteten Boden zu sanieren. Und Mürner treibt er seine Vision voran: mit aus Pilzgeflecht hergestellten Bauplatten könnten irgendwann Häuser nachhaltiger gebaut werden.
    Merlin Sheldrake ist einer der auffälligsten Pilzforscher. Der britische Biologe hat den internationalen Bestseller «Verwobenes Leben. Wie Pilze unsere Welt formen und unsere Zukunft beeinflussen» verfasst und geht in seiner Faszination für die Pilze so weit, dass er versucht, sich in sie hineinzufühlen. Eine Entdeckung.
    Auch an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA nutzt man das kreative Potenzial der Pilze in verblüffender Art und Weise. Richtig angeleitet, schreiben und malen diese auf Holz. Eine Augenweide.
    Weiter stellt «Kulturplatz» eine gewagte Pilzfantasie vor, den neuen Roman des Schweizer Autors Benjamin von Wyl. «In einer einzigen Welt» entwirft ein faszinierendes Szenario, was passieren könnte, wenn ein wildwuchernder grössenwahnsinniger Pilz die Welt beherrschen will.
    Eine Wiederholung vom 2. November 2022
    28 min
  • Katharina Grosse
    Kunst muss einem auf den Wecker gehen, das sagt die Künstlerin Katharina Grosse. Ihre Werke sind spektakulär. Sie überzieht mit ihrer Spraypistole ganze Landschaften mit einem Farbteppich. «Kulturplatz» hat die Künstlerin in ihrem Atelier getroffen.
    Katharina Grosse ist eine der wenigen Künstlerinnen, die sich in einer immer noch männlich dominierten Kunstwelt durchsetzen konnten. Die 61-Jährige ist ein Star in der Kunstszene, ihre Werke werden derzeit auf dem Markt für 200’000 bis 600’000 Euro gehandelt. Berühmt wurde sie durch ihre spektakulären Malereien im öffentlichen Raum, die sie sprayt. Bereits in den 90er-Jahren tauschte Grosse den Malpinsel gegen die Spraypistole und wollte sich nicht von den Grenzen der Leinwand beschränken lassen. Erst überzog sie «nur» Museumswände mit Farbteppichen. Sehr bald kamen Häuser, leerstehende Industriegebäude und ganze Landschaften hinzu. 2017 gestaltete Grosse eine Parklandschaft im dänischen Aarhus. Ein höchst umstrittenes Projekt. Grosse sprayte ein grossflächiges Stück Wiese mitsamt aller Bäume und der durchquerenden Strasse in grellem Magenta. Das rief Anwohnende und Tierschützende auf den Plan. Zu Recht, wie Grosse sagt. Das, was toxisch aussieht, sei auch genau so gemeint. Denn ihre Aufgabe als Künstlerin sei es, aufzuzeigen, dass an diesem Ort alles falsch sei, inklusive ihrer Intervention.
    Katharina Grosse hat «Kulturplatz» ein Exklusiv-Interview in ihrem Atelier in Berlin gegeben. Eine Begegnung mit einer Frau, die genau weiss, was sie will und die keinerlei Angst vor Grösse hat.
    29 min
  • Der Schwarm
    Aggressive Orcas, geheimnisvolle Meereswürmer und gefährliche Bakterien. Der «Kulturplatz» nimmt die Fernsehserie «Der Schwarm» zum Anlass, in Naturkatastrophen abzutauchen, und macht den Reality Check im Zoo Zürich. «Kulturplatz» über Fiktion und Realität einer Natur, die sich am Menschen rächt.
    Ob im Film, im Fernsehen oder in der Literatur: Fiktionale Erzählungen mit Klimabezug liegen voll im Trend. Inzwischen ist daraus sogar ein eigenes Genre geworden: Climate Fiction, kurz «Cli-Fi». Oft kommt sie ohne Katastrophe aus, ohne dystopische Zukunftsvision. Denn das, was die Climate Fiction heute beschreibt, liegt nahe an der Realität – und sorgt damit für politische Reaktionen.
    Der Bestseller Autor Frank Schätzing hat früh über Klimakatastrophen geschrieben, mit seinem Buch «Der Schwarm» gelang ihm 2004 der grösste Erfolg seiner Karriere. Nun ist sein Buch als 40-Millionen Euro teure TV-Serie verfilmt worden. Was er davon hält und was ihn antreibt, seine Bücher zu schreiben, zeigt ein Porträt.
    30 min
  • Hoch lebe der «Weltuntergangspoet» Franz Hohler
    Er ist längst eine schweizerische Institution: Franz Hohler, «unterhaltender Moralist», wie er sich selbst bezeichnet, und kritischer Autor. «Kulturplatz» trifft den Jubilar zu seinem 80. Geburtstag, wandert mit ihm am Rhein, zeigt Perlen aus dem Archiv und entdeckt eine bisher unbekannte Seite.
    Am 1. März wird Franz Hohler 80. «Kulturplatz»-Moderatorin Eva Wannemacher nutzt die Gelegenheit und wandert mit ihm im Kanton Thurgau ein Stück entlang des Rheins. Inspiriert von Hohlers neuestem Buch «Rheinaufwärts», einer Sammlung von Beobachtungen unterwegs zu Fuss. Dabei schauen die beiden zurück auf seine lange Schaffenszeit von nahezu 60 Jahren.
    Da ist etwa das legendäre «Totemügerli» oder der «Weltuntergang», in dem Hohler bereits vor 50 Jahren die drohende Klimakatastrophe thematisierte. Franz Hohler war schon immer ein Mann der Bühne – oft begleitet von seinem Cello – und begeistert bis heute mit scharf beobachteten Szenen aus dem Schweizer Alltag.
    Das Image des Kabarettisten haftet ihm in der Öffentlichkeit an, dabei habe er sich vor über 20 Jahren längst als Kabarettist «pensioniert», sieht sich vielmehr als Autor. «Autor stand für mich immer am Anfang meiner Arbeit. Ich sah mich stets als literarischen Allgemeinpraktiker.» Hohler schrieb schon als Kind über seine Geschwister und Eltern, Wilhelm Busch hat ihn tief beeindruckt. Wie Busch jeweils endete mit «und die Moral von der Geschicht …», so fand auch Hohler später seine Berufung als «unterhaltender Moralist», wie er sich selbst beschreibt.
    Doch auf der Bühne steht der «zwanghaft Fleissige» immer noch regelmässig. Aktuell reist er mit seinen bekanntesten Nummern unter dem Titel «Franz Hohler spaziert durch sein Gesamtkunstwerk» quer durch die Schweiz.
    In Biel BE am 1. März 1943 zur Welt gekommen, wuchs Hohler in Olten SO auf. Und dieser «Knotenpunkt» der Schweiz widmet dem prominenten Jubilar ab Mai zwei Ausstellungen: In der Stadtkirche stellt Hohler erstmals seine eigenen Fotografien aus und im Kunstmuseum kuratiert er eine Gruppenausstellung mit Künstlerinnen und Künstlern wie Pipilotti Rist, Beni Bischoff oder Roman Signer, die sich mit Hohlers Person und Werk auseinandersetzen.
    29 min
  • Kein Kriegsende in Sicht, doch es gibt Projekte der Hoffnung
    In Luzern wird ein Wohnheim zum ukrainischen Kulturzentrum und ein Chor entsteht. In Charkiw trotzt eine Tänzerin den Angriffen auf die Stadt. Und eine geflüchtete Kunststudentin beschäftigt sich mit dem Thema Heimat. «Kulturplatz» über Hoffnungsschimmer in schweren Zeiten.
    Die Kultur gibt Ukrainerinnen und Ukrainern Halt
    Viele Kunstschaffende sind aus der hart umkämpften Ostukraine in den Westen geflohen. In Lviv finden noch Opernaufführungen statt, die Kunst gibt den Menschen hier Kraft und Widerstandsfähigkeit in schwierigen Zeiten. Doch es gibt auch Kunstschaffende, die im Osten geblieben sind. Wie eine Tänzerin, die in Charkiw dem Bombenalarm trotzt. Um mit ihrem Tanz den Menschen Momente der Freude zu schenken.
    Wie man das kulturelle Erbe in der Ukraine schützt
    Der Krieg zerstört auch die Kultur eines Landes. In der Ukraine sind nach einem Jahr unzählige Kulturdenkmäler und Museen zerstört oder beschädigt worden. Der Westen schickt Hilfe in Form von Geldern und Material. Doch was geschieht mit Kunstwerken, Denkmälern und geschützter Architektur, wenn der Krieg noch lange anhält? Über Strategien, das kulturelle Erbe in Kriegsgebieten zu schützen.
    Die Suche nach Heimat wird zu einer künstlerischen Auseinandersetzung
    Die 19-jährige Ulyana Pasternak floh am Tag nach der russischen Besetzung und studiert inzwischen Kunst an der Hochschule Luzern. Hier beschäftigt sich die Ukrainerin mit dem Begriff Heimat und erschafft poetische Videos. Über ihre eigene Sehnsucht nach Heimat erzählt sie bei einem Atelierbesuch.
    Ein Studentenwohnheim in Luzern wird zum Kulturzentrum für Ukrainerinnen und Ukrainer
    Die Kunst-Box in Luzern war ursprünglich ein Wohnheim für Musik- und Kunststudierende. Doch zu Beginn des Krieges rückte man zusammen und nahm rund 40 geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer auf. Rasch organisierten die sich untereinander, gaben Yoga und Musikunterricht, kochten, kümmerten sich um die Kinderbetreuung und gründeten einen Chor, der Benefitskonzerte gibt. Das nächste findet am 24. Februar, dem Jahrestag des russischen Angriffskrieges, statt. «Kulturplatz» über ein besonderes Projekt.
    31 min
  • Die Macht der Mode
    Mit Kleidung erzählt man, wer man ist oder sein will. Das gilt für alle, besonders aber für TV-Moderatorinnen und -Moderatoren oder Politikerinnen und Politiker. «Kulturplatz» fragt, welchen Einfluss Mode in der Politik hat und welche Botschaften im Fernsehen mit Textilem vermittelt werden.
    Eva Wannenmacher ist zu Gast im Styling-Department von Schweizer Radio und Fernsehen SRF und spricht mit den Verantwortlichen, wie Mode gezielt eingesetzt wird, welche Werte und Haltungen damit kommuniziert werden können und warum Nachhaltigkeit und Vintage-Bekleidung eine immer grössere Rolle spielen.
    Mode und Politik
    Von Links bis Rechts gilt, der adäquate Auftritt ist zentral. Das wissen die Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus National- und Ständerat bestens. Diana Gutjahr (SVP), Heidi Z’graggen (Die Mitte) und Fabian Molina (SP) erzählen, welche textile Rüstung sie sich für den politischen Nahkampf in Bundesbern jeweils anziehen. Auch auf internationaler Ebene überraschen und irritieren Polit-Grössen immer wieder mit speziellen oder gewagten modischen Statements. Der österreichische Autor Daniel Kalt analysiert in seinem neuen Buch «Staat tragen» die Garderobe von Obama, Merkel und Co.
    Crossdressing
    Die Mode ist ein Spiel und ihre Kraft liegt auch darin, scheinbar Gegensätzliches miteinander zu kombinieren, Geschlechterklischees auf die Spitze zu treiben und damit aufzulösen. Die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken zeigt in ihrem Buch «Ver-kleiden» auf, was man eigentlich tut, wenn man sich anzieht und warum die Farbe Rosa mal die Farbe der Männer und dann wieder der Frauen ist.
    Recycling-Mode von «Prototypes»
    Die Modebranche steht für den unethischen Verbrauch und eine nicht mehr tragbare Verschwendung von Ressourcen. Gleichzeitig bedeutet Mode auch immer die Gestaltung der Zukunft. Fashion wirklich neu denken, das tun die Macherinnen und Macher von «Prototypes», radikal und sehr erfolgreich. Im letzten Jahr gewann das Label den Swiss Design Award für ihre Upcycling-Kreationen. Nino Gadient besucht die Designerin und den Designer von «Prototypes» im Atelier und lernt dort, dass Fashion vor allem eine Frage des richtigen Bewusstseins ist.
    30 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Kultur durchdringt unser Leben.…