Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 18.06.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Medien: Trump bat Xi laut Boltons Enthüllungsbuch um Wiederwahlhilfe
    Der ehemalige nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, wirft Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge vor, Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping um Hilfe bei der Wiederwahl gebeten zu haben. Dies sei bei einem Treffen im Juni 2019 geschehen, schreibt die "Washington Post" unter Hinweis auf ein unveröffentlichtes Enthüllungsbuch Boltons. Trump habe Xi angefleht, seinen Sieg sicherzustellen. Boltons Buch "The Room Where It Happened" soll am 23. Juni erscheinen. Die US-Regierung versucht, dies mit der Begründung zu verhindern, es könne die nationale Sicherheit gefährden.
    USA verhängen Sanktionen gegen China wegen dessen Uiguren-Politik
    US-Präsident Donald Trump hat ein Gesetz in Kraft gesetzt, das Sanktionen gegen China wegen des Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Uiguren vorsieht. Der US-Kongress hatte das Gesetz im Mai verabschiedet. Vorgesehen sind darin Strafmaßnahmen gegen chinesische Regierungsmitglieder und Behördenmitarbeiter, die für "Masseninhaftierungen" von Uiguren verantwortlich sind. Das Sanktionsgesetz dürfte die wegen des Handelskonflikts und des Streits um den Umgang mit der Coronavirus-Pandemie stark angespannten Beziehungen zwischen Washington und Peking weiter verschärfen.
    Polizist nach tödlichen Schüssen auf Schwarzen wegen Mordes angeklagt
    Die Staatsanwaltschaft in der US-Metropole Atlanta hat Mordanklage gegen den weißen Polizisten erhoben, der am vergangenen Freitag den Schwarzen Rayshard Brooks erschossen hat. Der Beamte habe übermäßige Gewalt angewendet, obwohl Brooks während der 40-minütigen Unterhaltung zu keinem Zeitpunkt eine Bedrohung gewesen sei, sagte Staatsanwalt Howard Paul. Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten lebenslange Haft oder die Todesstrafe. In den USA hat es in den vergangenen Wochen heftige Proteste wegen tödlicher Polizeieinsätze gegen Schwarze gegeben.
    UN: Zahl der Flüchtlinge steigt auf Rekordhoch
    Noch nie hat es weltweit mehr Flüchtlinge gegeben als im Vorjahr. Rund 79,5 Millionen Menschen und damit mehr als ein Prozent der Weltbevölkerung befanden sich 2019 auf der Flucht. Das geht aus einem Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR hervor. Damit hat sich die Zahl der Flüchtlinge binnen zehn Jahren fast verdoppelt. Mehr als zwei Drittel der Flüchtlinge stammen laut Statistik aus fünf Ländern: Syrien, Venezuela, Afghanistan, dem Südsudan und Myanmar. Stark zugenommen habe dort wie auch weltweit die Zahl der Binnenvertriebenen - um mehr als 4 Millionen auf rund 45 Millionen.
    Regierungspartner im Südsudan einigen sich über Aufteilung der Macht
    Im Südsudan haben sich Präsident Salva Kiir und sein langjähriger Rivale Riek Machar nach monatelangen Verhandlungen darauf geeinigt, wie die Macht in den Regionen des Landes aufgeteilt werden soll. Die Verteilung der Kontrolle über die zehn Bundesstaaten galt als die größte Hürde für die Arbeit der im März gebildeten Einheitsregierung. Die Vereinbarung sieht demnach vor, dass Kiir sechs Bundesstaaten und das Machar-Lager drei Bundesstaaten regieren sollen. Ein Bundesstaat wurde der Südsudanesischen Oppositionsallianz, dem dritten Unterzeichner des Friedensabkommens von 2018, zugesprochen.
    Wieder Corona-Ausbruch in Fleischfabrik
    Bei einem Schlachtbetrieb im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück sind mehr als 650 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die Behörden mitteilten, wurde die Arbeit in dem Betrieb gestoppt. Auch Schulen und Kitas im Kreis Gütersloh wurden geschlossen. Einen allgemeinen Lockdown werde es aber nicht geben, so die Verwaltung. Im Mai hatte es in einem Schlachtbetrieb im Kreis Coesfeld zahlreiche Infektionen gegeben. Die Bundesregierung will der Fleischindustrie nach der Häufung von Infektionen strengere Regeln verordnen.
    Brasilien senkt Leitzins auf historisches Tief wegen Corona-Krise
    Brasiliens Zentralbank hat ihren Leitzins erwartungsgemäß um 75 Basispunkte auf ein Rekordtief von 2,25 Prozent gesenkt. Mit dem niedrigsten Stand aller Zeiten gebe es nun kaum noch Spielraum für weitere geldpolitische Impulse zur Unterstützung der Wirtschaft, hieß es. Ökonomen rechnen damit, dass die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas den stärksten jährlichen Abschwung seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1900 erleiden wird. Brasilien ist in der Coronavirus-Pandemie mit 46.150 offiziellen Todesfällen und rund 955.000 Infizierten nach den USA weltweit das am stärksten getroffene Land.
    9 min
  • 17.06.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea will wieder Militärübungen an der Grenze durchführen
    Nordkorea will Militärübungen an der Grenze zu Südkorea wieder aufnehmen und Soldaten in die früher gemeinsam genutzten Industrie- und Tourismusgebiete verlegen. Regimente würden in den Industriepark der Grenzstadt Kaesong sowie in das Kumgang-Gebirge an der Ostküste geschickt, kündigte die Armee an. Am Dienstag hatte Nordkorea ein innerkoreanisches Verbindungsbüro in Kaesong gesprengt. Zuvor hatten Aktivisten aus Südkorea Flugblätter über dem Norden abgeworfen. In den Flugblättern war die Führung in Pjöngjang kritisiert worden.
    Peking verschärft Schutzmaßnahmen wegen neuen Coronavirus-Ausbruchs
    Die Behörden in Peking haben Flüge aus und in die chinesische Hauptstadt drastisch reduziert. Wie die staatliche "Volkszeitung" berichtete, wurden mindestens 1250 Flüge gestrichen, das entspricht etwa 70 Prozent aller geplanten Flüge. Bewohner aus Gegenden von Peking, in denen das Risiko als mittel oder hoch eingestuft wurde, dürfen die Stadt nicht mehr verlassen. Auch die Schulen wurden wieder geschlossen. Die Stadt teilte mit, dass binnen 24 Stunden 31 neue Corona-Infektionsfälle verzeichnet wurden. Den neuen Ausbruch des Erregers führen die Behörden auf einen Großmarkt zurück.
    Honduranischer Präsident mit dem Coronavirus infiziert
    In Honduras hat Präsident Juan Orlando Hernandez in einer Fernsehansprache seine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekanntgegeben. Die Diagnose sei erfolgt, nachdem er sich am Wochenende unwohl gefühlt habe, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Präsident befinde sich in Behandlung und arbeite von zu Hause aus.
    Weltbank unterstützt Ägypten mit 400 Millionen Dollar
    Die Weltbank unterstützt in der Corona-Pandemie die Gesundheitsversorgung in Ägypten mit einer Zahlung von 400 Millionen Dollar. Ägyptens Gesundheitsministerium meldete bislang knapp 48.000 Coronavirus-Fälle und fast 1800 verstorbene Patienten. Laut Weltbank haben viele Ägypter entweder keine Krankenversicherung oder sie nutzen sie nicht, weil sie Bedenken hinsichtlich der Versorgung in staatlichen Krankenhäusern haben.
    Trump bringt Polizeireform auf den Weg
    US-Präsident Donald Trump hat angesichts massiver Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus ein Dekret für eine Polizeireform unterzeichnet. Trump sagte, Polizisten sollten künftig Würgegriffe nur noch in Extremsituationen einsetzen dürfen. Vorgesehen ist auch ein Austausch von Daten, damit Behörden keine Beamten mehr einstellen, die wegen schweren Fehlverhaltens von einer anderen Polizeibehörde entlassen wurden. Trumps Dekret sieht zudem vor, dass Polizisten häufiger von Sozialarbeitern begleitet werden.
    Afrikanische Länder fordern UN-Untersuchung zu Rassismus in den USA
    Afrikanische Staaten wollen Rassismus und mögliche Menschenrechtsverletzungen in den USA und anderen Staaten der Welt von einer Untersuchungskommission beleuchten lassen. Das geht aus dem Entwurf für eine Resolution hervor, die sie dem UN-Menschenrechtsrat in Genf vorgeschlagen haben. Eine solche Kommission, die sich in erster Linie mit der Situation in einem westlichen Land beschäftigt, wäre ein beispielloser Vorgang. Die seit 2017 eingerichteten Kommissionen drehten sich um die Lage in Venezuela, Myanmar, dem Kongo, den palästinensischen Gebieten und dem Jemen.
    Türkei startet neue Luftoperation gegen PKK im Nordirak
    Die türkische Armee hat Spezialkräfte zur Bekämpfung der Rebellen der Arbeiterpartei Kurdistans PKK in den Norden des Irak entsandt. Die Luftoperation "Tigerkralle" sei nach Beschuss der PKK und "anderen Terroristen" auf türkische Stellungen gestartet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Es handele sich daher um das legitime Recht auf Verteidigung der Türkei. Die PKK hat in den nordirakischen Kandil-Bergen ihr Hauptquartier. Sie gilt in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation.
    8 min
  • 16.06.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump bestätigt Pläne für Teilabzug von US-Soldaten aus Deutschland
    US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er die Zahl der US-Soldaten in Deutschland auf 25.000 reduzieren möchte. Trump sagte zur Begründung, Deutschland weigere sich, die Verteidigungsausgaben so zu erhöhen, dass das selbstgesteckte NATO-Ziel erreicht werde. Derzeit sind rund 34.500 US-Soldaten in Deutschland stationiert. Trump sprach von 52.000 Soldaten. In dieser Zahl dürften rund 17.000 amerikanische Zivilisten im Dienst der US-Streitkräfte enthalten sein.
    Trump kündigt nach Protesten Verfügung zu Polizeireform an
    Nach wochenlangen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt will US-Präsident Donald Trump an diesem Dienstag eine Anordnung zur Reform der Polizei unterzeichnen. Welche Reformen konkret vorgesehen sind, soll auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden. Die USA werden seit Wochen von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt erschüttert. Auslöser war der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am 25. Mai.
    Start für offizielle Corona-Warn-App
    Im Kampf gegen das Coronavirus startet an diesem Dienstag die lange geplante staatliche Warn-App für Smartphones. Die Anwendung im Auftrag des Bundes ist freiwillig und soll das Nachverfolgen von Infektionen erleichtern. Die Corona-App wird am Vormittag von der Bundesregierung, dem Robert Koch-Institut und den beauftragten Unternehmen SAP und Deutsche Telekom vorgestellt. In den App-Stores von Google und Apple konnte sie bereits in der Nacht heruntergeladen werden. Die Regierung wirbt für eine breite Nutzung und verspricht einen wirksamen Datenschutz. Die Ärzte unterstützen die neue App.
    Mindestens 24 Soldaten von Dschihadisten in Mali getötet
    Im westafrikanischen Mali sind mindestens 24 Soldaten bei einem Angriff von Dschihadisten getötet worden - mehrere Armeeangehörige werden vermisst. Ein Militärkonvoi sei am Sonntag in Buka Weré im Südosten von Diabaly in Zentralmali angegriffen worden, teilte die Armee mit. Es handelte sich um den jüngsten in einer ganzen Serie von Angriffen durch dschihadistische Gruppen auf die Armee. Hunderte Soldaten wurden dadurch in den vergangenen Monaten getötet.
    Nordkoreas Militär prüft Wiedereintritt in entmilitarisierte Zonen
    Nordkorea hat nach einer Propagandaflugblatt-Aktion südkoreanischer Aktivisten damit gedroht, bereits "entmilitarisierte" Zonen an der Grenze wieder mit Soldaten zu besetzen. Die Armeeführung erklärte, man beobachte die Lage genau, in der sich die innerkoreanischen Beziehungen zusehends verschlechtern. Es würden Pläne der Regierung und der Arbeiterpartei geprüft, wonach die Armee wieder in Zonen vorstoßen könne, die unter dem Abkommen zwischen den beiden Ländern entmilitarisiert worden seien. Der Generalstab deutete zudem an, die Volksarmee könnte ihrerseits Flugblätter nach Südkorea schicken.
    ELN-Guerilla in Kolumbien lässt mehrere Entführte frei
    Die linksgerichtete Guerilla-Organisation ELN hat in Kolumbien binnen einiger Tage acht Entführte aus der Haft entlassen. Nach einem Bericht der Tageszeitung "El Tiempo" gab sie zuletzt im nordöstlichen Department Norte de Santander sechs Personen frei. Die vier Zivilisten und zwei Polizisten wurden Abgesandten der nationalen Ombudsstelle für Menschenrechte und der katholischen Kirche übergeben. Am Freitag hatte die ELN zwei Mitarbeiter einer Ölfirma in Arauca freigelassen. Die Freilassung von Geiseln ist eine der Hauptbedingungen der Regierung für Friedensgespräche mit der Guerilla.
    Nächste Oscar-Gala erst im Frühjahr
    Die Oscars 2021 werden erst im April vergeben. Die Gala des wichtigsten Filmpreises der Welt wird wegen der Coronavirus-Pandemie um zwei Monate verschoben. Damit sollen die Filmemacher mehr Zeit haben, ihre von der Pandemie gestoppten Projekte zu beenden. Um bei der 93. Ausgabe der Oscars berücksichtigt zu werden, muss ein Film nicht mehr vor dem 31. Dezember dieses Jahres ins Kino kommen, sondern vor dem 28. Februar des kommenden Jahres, wie die Oscar-Akademie erklärte. Filmemacher sollten nicht für etwas "bestraft" werden, für das sie keine Verantwortung trügen.
    8 min
  • 15.06.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Deutschland hebt Reisewarnungen auf
    Die Grenzen zwischen Deutschland und seinen Nachbarstaaten sind wieder ohne Kontrollen passierbar. Auf Anordnung von Innenminister Horst Seehofer beendete die Bundespolizei in der Nacht zum Montag die Grenzkontrollen, die vor drei Monaten wegen der Corona-Pandemie eingeführt worden waren. Zugleich liefen die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts für die meisten europäischen Staaten aus. Dazu zählen Haupturlaubsländer der Deutschen wie Österreich, Italien, Kroatien, Griechenland und Frankreich.
    SIPRI warnt vor Aufrüstungsspirale
    Der Welt droht nach Ansicht von Friedensforschern ein neues atomares Wettrüsten. Zwar habe sich die Zahl der nuklearen Sprengköpfe insgesamt weiter verringert, erklärte das Stockholmer Forschungsinstitut SIPRI. Zugleich seien manche Atommächte aber dabei, ihre Arsenale grundlegend zu modernisieren. Laut SIPRI besaßen die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea zu Beginn dieses Jahres insgesamt 13.400 nukleare Sprengköpfe. Das waren fast 500 weniger als noch Anfang 2019.
    Staatsanwalt könnte Polizisten in Atlanta anklagen
    Nach dem tödlichen Polizeieinsatz in der US-Großstadt Atlanta prüft die zuständige Staatsanwaltschaft auch eine mögliche Anklage wegen Mordes. Zuvor sollten noch Zeugen gehört werden, erklärte der zuständige Bezirksstaatsanwalt. Der Fall werde als Tötungsdelikt geführt, berichtete der Sender CNN. Ein weißer Polizist hatte am Freitag einen schwarzen 27-Jährigen erschossen, der sich zuvor seiner Festnahme widersetzt und einem der Beamten seine Elektroschockpistole entrissen hatte. Sein Tod heizte die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA weiter an.
    Polizisten in Paris demonstrieren wieder gegen Reformpläne
    In Paris haben erneut Polizisten gegen geplante Reformen bei den Polizeibehörden demonstriert. An dem Protest nahe dem Eiffelturm nahmen mehrere hundert Beamte teil. Frankreichs Innenminister Christophe Castaner hat angesichts der Demonstrationen gegen Diskriminierung und Polizeigewalt einen Kurs der "null Toleranz" bei rassistischen Tendenzen in den Strafverfolgungsbehörden zugesagt. Er will auch eine Festnahmetechnik verbieten lassen, bei welcher der Beamte seinen Arm auf die Luftröhre eines Festgenommenen presst. Bereits am Samstag hatten zahlreiche Polizisten in Paris demonstriert.
    Merkel sagt Antisemitismus den Kampf an
    Kanzlerin Angela Merkel hat die Entschlossenheit der Bundesregierung im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus bekräftigt. Das friedliche Zusammenleben in Deutschland baue auf grundlegenden Werten auf, sagte Merkel bei einer virtuellen Konferenz des American Jewish Committee. Mit diesen Werten seien Hass und Hetze, ob in sozialen Medien oder auf offener Straße, unvereinbar. Solchen Auswüchsen müssten Regierung und Gesellschaft mit aller Macht und Kraft entgegenwirken, betonte die deutsche Regierungschefin.
    Freiheitsstrafe für philippinische Journalistin Maria Ressa
    Die regierungskritische philippinische Journalistin Maria Ressa ist in einem Verleumdungsprozess zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ein Gericht legte das Strafmaß gegen die 56-Jährige und den mitangeklagten Journalisten Reynaldo Santos auf eine Höchstdauer von sechs Jahren und eine Mindestdauer von sechs Monaten fest. Ressa ist Chefredakteurin des Online-Nachrichtenportals "Rappler", es ging um einen Artikel über angebliche Verbindungen eines Unternehmers zum Obersten Gericht der Philippinen. Ressa ist eine scharfe Kritikerin des autokratisch herrschenden Präsidenten Rodrigo Duterte.
    Schalke trotzt Leverkusen einen Punkt ab
    Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat im Rennen um die Champions-League-Plätze beim FC Schalke wichtige Punkte liegen gelassen. Der DFB-Pokalfinalist kam bei den seit fünf Monaten sieglosen Schalkern nicht über ein 1:1 hinaus. Im Kellerduell beim FSV Mainz 05 gewann der FC Augsburg 1:0 und entledigte sich dadurch nahezu aller Abstiegssorgen.
    9 min
  • 13.06.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Stadtteil von Peking nach neuem Corona-Ausbruch abgesperrt
    Auf einem Großhandelsmarkt in der chinesischen Hauptstadt Peking ist es zu einem größeren Coronavirus-Ausbruch gekommen. 45 von bislang 517 untersuchten Personen, die den Markt Xinfadi besucht hätten, seien positiv getestet worden, teilten die Behörden mit. Der Markt sei einstweilen geschlossen worden. Für den Stadtbezirk Fengtai seien Notstandsmaßnahmen verfügt worden. 10.000 Händler und Beschäftigte des Marktes sollen getestet werden. Wegen der neuen Fälle wurden die Pläne fallengelassen, die Grundschulen in Peking für Erst- bis Drittklässler am Montag wieder zu öffnen.
    US-Gesundheitsbehörde mahnt zur Vorsicht
    Angesichts anhaltender Coronavirus-Neuinfektionen in den USA hat die Gesundheitsbehörde CDC alle Bewohner dazu aufgerufen, die Situation weiter ernst zu nehmen. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, betonte CDC-Direktor Robert Redfield. Daher sei es von "größter Bedeutung", dass die Menschen sich an Vorsichtsmaßnahmen wie Abstandhalten, Händewaschen und das Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit hielten. Auch neue strikte Ausgangsbeschränkungen "könnten wieder nötig werden", ergänzte der für Infektionskrankheiten zuständige CDC-Vertreter Jay Butler.
    New York verbietet Polizei Würgegriff - Donald Trump gestattet ihn
    Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai in Minneapolis hat der US-Bundesstaat New York der Polizei den Einsatz von Würgegriffen per Gesetz verboten. Es sieht Haftstrafen von bis zu 15 Jahren vor, sollten Polizisten sie trotzdem anwenden. Das sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei der Vorstellung des Reformpakets. Außerdem sollen künftig die Akten zu Fehlverhalten von Polizisten leichter einsehbar sein. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Würgegriffe in Ausnahmefällen verteidigt. In manchen Situationen müssten Polizisten sie anwenden dürfen, so der Präsident.
    Lukaschenko will offenbar Opposition schwächen
    In Weißrussland sind etliche Menschen mit Verbindungen zu einem politischen Rivalen von Präsident Alexander Lukaschenko festgenommen worden. Das bestätigte der Pressedienst des autoritären Staatschefs einen Tag nach Razzien in der Belgazprombank. Die Bank war von dem Geschäftsmann Wiktor Babariko geleitet worden, bevor dieser seine Kampagne für eine Präsidentschaftskandidatur startete. Babariko will bei der Wahl im August gegen Lukaschenko antreten.
    Burundi möchte schnell neuen Präsidenten vereidigen
    Nach dem plötzlichen Tod von Burundis Staatschef Pierre Nkurunziza übernimmt im ostafrikanischen Krisenstaat Burundi der Politiker Evariste Ndayishimiye die Amtsgeschäfte. Das gab das Verfassungsgericht des Landes bekannt. Der aus der Präsidentschaftswahl am 20. Mai als Sieger hervorgegangene Politiker solle nun schnellstens den Amtseid ablegen. Ein Datum dafür wurde aber zunächst nicht genannt. Der seit 2005 mit zunehmend harter Hand regierende Nkurunziza war am Dienstag unerwartet an einem Herzstillstand gestorben. Er sollte eigentlich noch bis August im Amt bleiben.
    RB Leipzig festigt Tabellenplatz drei
    RB Leipzig kommt der erneuten Qualifikation für die Champions League immer näher. Zum Auftakt des 31. Spieltages der Fußball-Bundesliga gewann die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann am Freitagabend 2:0 bei der TSG Hoffenheim. In den weiteren Spielen an diesem Wochenende könnten bereits einige Entscheidungen fallen: Tabellenführer Bayern München könnte mit einem Sieg gegen Mönchengladbach vorzeitig seinen Meistertitel verteidigen, wenn Dortmund in Düsseldorf verliert. Der Tabellenletzte Paderborn hingegen stünde bei einer Niederlage gegen Bremen als erster Absteiger fest.
    7 min
  • 12.06.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Sanktionen gegen Strafgerichtshof
    US-Präsident Donald Trump hat im Streit um mögliche Ermittlungen gegen US-Soldaten die Gangart gegen den Internationalen Strafgerichtshof verschärft: Trump genehmigte Wirtschaftssanktionen gegen Vertreter des Tribunals, sollten sie gegen Soldaten aus den Vereinigten Staaten ermitteln. Die Handlungen des Gerichts seien ein Angriff auf die Rechte von US-Bürgern und bedrohten die nationale Souveränität, erklärte das Weiße Haus. Hintergrund ist eine Untersuchung des Gerichtshofs zu möglichen Kriegsverbrechen in Afghanistan, die sich auch gegen US-Soldaten richten könnte. Die USA sind kein Vertragsstaat des Gerichtshofs.
    Weiterer US-Truppenabzug im Irak
    Die USA wollen ihre militärische Präsenz im Irak in den "kommenden Monaten" reduzieren. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Regierungen in Washington und Bagdad hervor. Angesichts der Fortschritte im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" solle "im Laufe der kommenden Monate" ein weiterer Abbau der US-Truppen im Irak erfolgen. Wieviele Soldaten wann abgezogen werden, wurde nicht mitgeteilt. Die Erklärung wurde zum Abschluss eines "strategischen Dialogs" beider Regierungen veröffentlicht. Im Irak sind derzeit rund 5200 US-Soldaten stationiert.
    Trump für bessere Polizei-Ausbildung
    Nach wochenlangen Protesten gegen Rassismus und Polizeibrutalität hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass seine Regierung mehr in die Ausbildung von Beamten investieren werde. Zugleich sagte er bei einem Auftritt in einer Kirche in Dallas, das Land brauche stärkere Polizeikräfte. Man komme nicht voran, indem man Millionen Amerikaner als Rassisten bezeichne. Auslöser der Massenproteste war die Tötung des Schwarzen George Floyd durch einen weißen Polizisten in Minneapolis am 25. Mai. Zuletzt waren Forderungen nach einer Reduzierung der Budgets der Polizeibehörden laut geworden.
    Twitter tilgt China-Accounts
    Der US-Onlinedienst Twitter hat mehr als 170.000 chinesische Konten entfernt. Auf ihnen soll Staatspropaganda verbreitet worden sein. Das US-Unternehmen entfernte Accounts, auf denen Positionen der Führung in Peking mit Falschinformationen und Propaganda unterstützt worden sein sollen. Nach Angaben von Twitter seien auf den hauptsächlich in chinesischer Sprache betriebenen Konten unter anderem Falschbotschaften zum Coronavirus und über die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong verbreitet worden. Dort wird seit einem Jahr gegen die dortige Peking-treue Führung protestiert.
    Keine Microsoft-Gesichtserkennung für Polizei
    Nach Amazon und IBM will auch der Technologiekonzern Microsoft der US-Polizei vorerst keinen Zugang zu seiner Gesichtserkennungssoftware gewähren. Unternehmenschef Brad Smith sagte, man werde die Technologie erst dann an Polizeibehörden verkaufen, wenn ein auf "Menschenrechten" basierendes Gesetz den Umgang mit solcher Software regle. Zuvor hatte Amazon der US-Polizei die Anwendung seines Gesichtserkennungsprogramms bis auf weiteres untersagt. Hintergrund ist die Sorge, dass Behörden in den Vereinigten Staaten die Software für diskriminierende Maßnahmen gegen Afroamerikaner und andere Minderheiten missbrauchen könnten.
    Maas für stärkeres Mali-Engagement
    Angesichts der Eskalation in der Sahelregion hat Bundesaußenminister Heiko Maas internationale Partner zum verstärkten Einsatz aufgerufen. Deutschland werde sein Engagement für den UN-Stabilisierungseinsatz MINUSMA in Mali fortsetzen und teils ausweiten, sagte Maas in einer virtuellen Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Andere UN-Mitgliedstaaten seien aufgerufen, sich an MINUSMA zu beteiligen und diese zu stärken. Es stehe außer Frage, dass die Lage in Mali eine Bedrohung für den Weltfrieden darstelle. Gewalt und Unruhen breiteten sich aus, vor allem im Zentrum des Landes.
    Griechenland soll Lage von Migranten verbessern
    Der Europarat hat Griechenland aufgefordert, für eine bessere Aufnahme und Integration von Flüchtlingen auf den Ägäis-Inseln zu sorgen. Die griechischen Behörden müssten sich "dringend um die prekären hygienischen Bedingungen und die psychische Belastung kümmern, die die Gesundheit von Asylbewerbern und Migranten auf den Inseln gefährden", sagte die Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatovic. Die Flüchtlingslager auf den Inseln sind für 6000 Bewohner ausgelegt. Dort leben aber 31.000 Menschen. Die Zustände in den Camps gelten seit langem als untragbar.
    10 min
  • 11.06.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Amazon stoppt die Versorgung der US-Polizei mit Gesichtserkennungssoftware
    Amazon hat der US-Polizei die Anwendung seiner Gesichtserkennungssoftware vorerst untersagt. Das vorläufige Verbot gelte für ein Jahr. Es solle dem Kongress die Zeit geben, angemessene Regeln für den Einsatz derartiger Technologien zu verabschieden, erklärte der US-Internetkonzern. Mit diesem Schritt reagierte Amazon auf die Kritik von Aktivisten, die in dieser Woche eine Petition gegen das Beobachtungsimperium von Amazon gestartet hatten. Erst Anfang der Woche hatte IBM angekündigt, sich aus dem Geschäft mit Gesichtserkennungssoftware komplett zurückzuziehen.
    Maas peilt Vermittlerrolle im Nahost-Konflikt an
    Der deutsche Außenminister Heiko Maas ist bereit, in Kürze eine stärkere Rolle bei der Suche nach einer Lösung des Nahost-Konflikts zu übernehmen. Man werde sicher eine Vermittlerrolle spielen, vor allem in der Europäischen Union und im UN-Sicherheitsrat, sagte Maas in Amman nach seinem Israel-Besuch. Ihm schwebe in diesen Gremien die Rolle eines "ehrlichen Maklers" vor. Am 1. Juli übernimmt Deutschland den EU-Ratsvorsitz und den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat. Maas äußerte sich nach einer Videokonferenz mit dem palestinensischen Ministerpräsidenten Mohammed Schtaje.
    Lateinamerika ist Corona-Hotspot
    Lateinamerika entwickelt sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation zum Coronavirus-Brennpunkt. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters sind in der Region über 70.000 Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben. Brasilien verzeichnet inzwischen die dritthöchste Zahl an Todesopfern weltweit nach den Vereinigten Staaten und Großbritannien. Das neuartige Coronavirus hat sich auch in Mexiko, Peru, Chile und Kolumbien rasch verbreitet.
    Frankreich verabschiedet Corona-Krisen-Haushalt
    Das französische Kabinett hat ein umfassendes Corona-Krisenbudget gebilligt. Der überarbeitete Haushaltsentwurf sieht Hilfen in Höhe von insgesamt 45 Milliarden Euro vor. Allein 18 Milliarden Euro sind für die Tourismusbranche vorgesehen. Weitere 15 Milliarden Euro sollen dem Luftfahrtsektor und acht Milliarden Euro den Autoherstellern zugutekommen. Die Krise erfordere eine "massive" Antwort, sagte Finanzminister Bruno Le Maire. Er rechne mit einer Pleitewelle und dem Verlust von 800.000 Arbeitsplätzen. Erwartet wird in Frankreich in diesem Jahr ein Wirtschaftseinbruch von elf Prozent.
    Bolivien soll am 6. September Wahlen nachholen
    Die Bolivianer sollen am 6. September an die Wahlurnen gerufen werden, nachdem der ursprüngliche Wahltermin am 3. Mai wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden war. Das Parlament bestätigte den neuen Termin für die Präsidenten- und Parlamentswahlen, auf den sich die Parteien geeinigt hatten. Übergangspräsidentin Jeanine Áñez muss dem noch zustimmen. Mit der Wahl soll die politische Krise in dem südamerikanischen Land beendet werden. Bolivien verzeichnet unter elf Millionen Einwohnern rund 15.000 Coronavirus-Infektionen. Knapp 500 Menschen starben durch das Virus.
    Deutschland will Wasserstoff-Land Nummer eins werden
    Deutschland soll nach dem Willen der großen Koalition bei der Nutzung neuartiger klimafreundlicher Wasserstoff-Energie weltweit zum Vorbild werden. Dazu billigte das Bundeskabinett eine Strategie, die unter anderem rechtliche Erleichterungen und konkrete Produktionsziele vorsieht. Neben laufenden Förderprogrammen soll mit sieben Milliarden Euro erreicht werden, dass sich Wasserstoff am Markt durchsetzt, weitere zwei Milliarden sind für internationale Partnerschaften wie mit Marokko eingeplant. Im Zentrum steht sogenannter grüner Wasserstoff, der nur mit erneuerbarer Energie gewonnen wird.
    FC Bayern erreicht das Finale des DFB-Pokals
    Der FC Bayern München steht zum 24. Mal im DFB-Pokalfinale. Der Titelverteidiger siegte im Halbfinale gegen den Bundesliga-Rivalen Eintracht Frankfurt mit 2:1. Damit trifft Bayern am 4. Juli im Endspiel im Berliner Olympiastadion auf Bayer Leverkusen. Die Münchner, die mit 19 Pokal-Triumphen Rekordsieger sind, kamen durch Treffer von Ivan Perisic und Robert Lewandowski zum Sieg. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Danny da Costa. Damit nahm der FC Bayern auch Revanche für die 1:3-Niederlage gegen die Eintracht im Pokalfinale 2018.
    9 min
  • 10.06.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hilfsorganisationen beklagen vergessene Krisen in Afrika
    Der Norwegische Flüchtlingsrat (NRC) hat der internationalen Gemeinschaft vorgeworfen, die Flüchtlingskrisen in Afrika zu vernachlässigen. Afrika stehe bei den weltweit "am meisten vernachlässigten Krisen" erneut im Fokus. Am schlimmsten sei die Lage in Kamerun, der Demokratischen Republik Kongo und Burkina Faso. Fast zeitgleich hat Amnesty International eindringlich auf Menschenrechtsverletzungen durch Soldaten in der afrikanischen Sahelzone hingewiesen. Randalierende Soldaten in Mali, Niger und Burkina Faso seien für den Tod sowie das Verschwinden von mindestens 199 Menschen verantwortlich.
    Israels Oberstes Gericht kippt umstrittenes Siedler-Gesetz
    Der Oberste Gerichtshof in Israel hat die nachträgliche Legalisierung von Siedlungen auf dem Land von Palästinensern gestoppt. Die Richter erklärten ein Gesetz für ungültig, mit dem die Regierung hunderte Hektar Land im besetzten Westjordanland enteignen wollte. Das Gesetz beeinträchtige die Rechte der palästinensischen Bevölkerung und sei nicht verfassungsgemäß. Israels Parlament hatte das Gesetz 2017 verabschiedet. Israelische und palästinensische Menschenrechtsorganisationen hatten jedoch dagegen geklagt.
    George Floyd in Texas beigesetzt
    Der bei einem gewaltsamen Polizeieinsatz in den USA getötete Afroamerikaner George Floyd ist beigesetzt worden. Nach einer emotionalen Trauerfeier in der texanischen Metropole Houston war Floyds Sarg zu einem Friedhof in der Nachbarstadt Pearland gebracht worden. Der Leichenwagen wurde von der Polizei eskortiert. Auf der letzten Meile wurde der Sarg in einer weißen Pferdekutsche transportiert. Der Gottesdienst war live übertragen worden, die anschließende Beisetzung erfolgte im Privaten. Floyd war am 25. Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben gekommen.
    Seehofer: Wir nehmen wieder Migranten auf
    Deutschland will aus Seenot gerettete Migranten einreisen lassen, die in Malta und Italien an Land gegangen sind. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, die genaue Anzahl könne er noch nicht beziffern, da weiterhin Gespräche liefen. Berlin hatte den Mittelmeeranrainern in der Vergangenheit regelmäßig geholfen. Wegen der Corona-Pandemie wurden zuletzt aber keine Zusagen mehr gemacht. Malta hatte am Wochenende mehr als 400 gerettete Migranten aufgenommen. Viele von ihnen saßen zuvor etliche Wochen auf kleinen Quarantäne-Schiffen vor der maltesischen Küste fest, einige bereits seit Ende April.
    Bundesregierung will Reisewarnung für Nicht-EU-Länder verlängern
    Die Bundesregierung hat sich intern darauf verständigt, die Reisewarnung wegen der Coronavirus-Pandemie für sogenannte Drittländer bis Ende August zu verlängern. Das geht aus einem internen Eckpunktepapier hervor, das auf Empfehlung des Auswärtigen Amtes und des Bundesinnenministeriums erstellt wurde und aus dem die Deutsche Presseagentur zitiert. Damit würde die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängert. Aufgehoben wird sie demnach nur für die EU, Großbritannien sowie für die Schengen-Länder Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein.
    Zahlreiche Tote bei Dschihadistenangriff in Nigeria
    Im Nordosten Nigerias haben Dschihadisten fast 60 Menschen getötet. Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat in Westafrika" (Iswap), die sich von Boko Haram abgespalten hat, attackierten das Dorf Felo im Bundesstaat Borno und töteten 59 Dorfbewohner, wie Anführer örtlicher Selbstverteidigungsmilizen und ein Behördenvertreter der Nachrichtenagentur AFP sagten. Die Dschihadistenmiliz Boko Haram verübt seit Jahren Gewalttaten im Norden Nigerias. Die Iswap-Miliz hatte sich im Jahr 2016 von Boko Haram abgespalten.
    NATO-Generalsekretär fordert hohe Rüstungsetats
    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg pocht trotz der Corona-Pandemie auf das Zwei-Prozent-Ziel bei den Verteidigungsausgaben. Die Bedrohungen und Herausforderungen in Sicherheitsfragen, die es vor der Krise gegeben habe, gebe es noch immer, sagte der Norweger der Zeitung "Die Welt". Er erkenne an, dass durch den Konjunkturabschwung in den Mitgliedstaaten erhöhte Ausgaben in vielen Bereichen erforderlich seien. Dennoch müsse verhindert werden, dass sich die globale Machtbalance weiter verschiebe.
    9 min
  • 09.06.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Deutschlands Exporte brechen ein
    Die bundesdeutschen Ausfuhren sind angesichts der Corona-Pandemie im April so stark zurückgegangenen wie noch nie. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, sanken die Exporte um mehr als 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Als Gründe werden insbesondere die Grenzschließungen im europäischen Binnenmarkt genannt, aber auch Corona-Beschränkungen beim Handel und im Reisesektor. Betroffen ist auch der Import. Deutschland führte im April deutlich weniger Waren ein als noch im März.
    Maier bestreitet Polizei-Rassismus
    In der Debatte um "latenten Rassismus" auch bei der deutschen Polizei hat der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thüringens Ressortchef Georg Maier, entsprechende Vorwürfe zurückgewiesen. Er verwahre sich gegen solche Äußerungen, sagte der SPD-Politiker der Funke Mediengruppe. Gerade in der jetzigen Zeit müsse die Politik hinter der Arbeit der Polizisten stehen, betonte Maier. Zuvor hatte die SPD-Vorsitzende Saskia Esken in einem Interview von "latentem Rassismus" in den deutschen Sicherheitskräften gesprochen und eine unabhängige Aufklärungsstelle gefordert.
    Trauer in Houston
    Einen Tag vor seiner Beisetzung haben hunderte Menschen Abschied von dem bei einem brutalen Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaner George Floyd genommen. In der texanischen Metropole Houston war Floyds geöffneter Sarg in der Kirche Fountain of Praise aufgebahrt. Vor dem Gotteshaus bildete sich eine lange Schlange. Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, traf sich mit Familienmitgliedern. Der in Houston aufgewachsene Floyd wird an diesem Dienstag in Rahmen einer privaten Zeremonie beigesetzt.
    Millionen-Kaution
    Im Fall des getöteten Afroamerikaners George Floyd ist die Kaution für den hauptbeschuldigten Ex-Polizisten auf eine Million Dollar festgelegt worden. Der inhaftierte 44-Jährige wurde erstmals per Video in einen Gerichtssaal in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota zugeschaltet. Die zuständige Richterin nannte zudem eine Reihe weiterer Bedingungen für eine vorläufige Haftentlassung. Der entlassene Polizist darf bei einer Freilassung den Bundesstaat nicht verlassen, darf keinen Kontakt zur Familie Floyd aufnehmen und muss Schusswaffen abgeben.
    Mögliche neue Abrüstungsrunde
    Die USA und Russland haben nach Angaben aus Washington Gespräche zur atomaren Abrüstung vereinbart. Der Sonderbeauftragte der US-Regierung für Abrüstungsfragen, Marshall Billingslea, teilte mit, er habe mit dem russischen Vize-Außenminister Sergej Rjabkow einen Zeitpunkt und Ort für Verhandlungen im Juni vereinbart. China sei auch eingeladen worden, so Billingslea. Wo und wann die Verhandlungen geführt werden, teilte er nicht mit. Von russischer Seite gab es noch keine Bestätigung.
    Funkstille zwischen Nord- und Südkorea
    Nordkorea hat die Abschaltung sämtlicher Kommunikationskanäle mit Südkorea angekündigt. Dies sei ein erster Schritt der Regierung in Pjöngjang, um die Verbindung zwischen den beiden Ländern vollständig abzubrechen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Bereits vergangene Woche hatte die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit dem Rückzug aus einem gemeinsamen Militärabkommen gedroht.
    Popwelt trauert um Bonnie Pointer
    Im Alter von 69 Jahren ist die US-Popsängerin Bonnie Pointer gestorben. Angaben zur Todesursache der aus Kalifornien stammenden Künstlerin wurden nicht gemacht. In den 1970er-Jahren hatten sie und ihre Schwestern Anita, Ruth und June als die Pointer Sisters eine Serie von Hits. Später verließ Bonnie Pointer die Gruppe, um eine Solo-Karriere beim legendären Motown-Label zu starten. Ihr größter Hit als Solo-Künstlerin war "Heaven Must Have Sent You" von 1978.
    9 min
  • 08.06.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Neuseeland offiziell coronafrei
    In Neuseeland gibt es keine aktiven Infektionen mit dem neuen Coronavirus mehr. Die letzte Patientin gilt als geheilt; es ist 17 Tage her, dass zuletzt eine Neuinfektion bekannt wurde. Die Regierung kündigte daher an, alle verbliebenen Beschränkungen aufzuheben. Nur die strengen Einreiseregeln bleiben bestehen. Allerdings gab Ministerpräsidentin Jacinda Ardern zu Bedenken, dass "mit ziemlicher Sicherheit" wieder COVID-19-Fälle in Neuseeland auftreten werden. In dem Land gab es gut 1500 bestätigte und wahrscheinliche Infektionsfälle. Insgesamt 22 Menschen starben an oder mit dem Virus.
    Britische Quarantänepflicht in Kraft
    Wer nach Großbritannien einreist, muss sich ab sofort nach der Ankunft in eine zweiwöchige Selbstisolation begeben. Damit will die Regierung in London eine zweite Welle von Corona-Infektionen verhindern. Einreisende sind nun verpflichtet, an der Grenze ihre Adress- und Kontaktdaten zu hinterlassen. Wer sich nicht an die 14-tägige Quarantäne-Pflicht hält, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Ausgenommen sind nur wenige Berufsgruppen, wie Lastwagenfahrer, medizinisches Personal und Erntehelfer, sowie Reisende aus Irland, von der Isle of Man oder den Kanalinseln.
    Zahl der Corona-Toten überschreitet traurige Marke
    Seit Beginn der Pandemie sind weltweit schon mehr als 400.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das geht aus jüngsten Zahlen der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Damit hat sich die Zahl der Toten in den vergangenen anderthalb Monaten verdoppelt. Rund sieben Millionen Menschen wurden bereits als infiziert registriert, gut 1,9 Millionen davon in den USA. In den vergangenen Wochen entwickelte sich Lateinamerika zum neuen Epizentrum der Pandemie.
    Powell unterstützt Trump-Herausforderer Biden
    Als erster prominenter Republikaner hat sich der ehemalige US-Außenminister Colin Powell offen für die Wahl des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl im November ausgesprochen. Amtsinhaber Donald Trump habe sich von der US-Verfassung entfernt und sei eine Gefahr für das Land und dessen Demokratie, sagte Powell dem Fernsehsender CNN. Er werde deshalb seine Stimme für Trumps Rivalen Biden abgeben.
    Minneapolis will Polizeibehörde auflösen
    Als Konsequenz aus dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd soll die Polizeiarbeit in der US-Großstadt Minneapolis völlig neu organisiert werden. Der Stadtrat einigte sich darauf, die örtliche Polizeibehörde komplett aufzulösen und eine neue Struktur für die Polizeiarbeit zu schaffen, wie die Ratsvorsitzende Lisa Bender mitteilte. Floyd war in der Stadt im Bundesstaat Minnesota vor knapp zwei Wochen bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben gekommen. Der Vorfall löste landesweite Proteste in den USA aus und sorgte für zahlreiche Demonstrationen auch in anderen Ländern.
    Mehr als 40 Tote bei Attacken in Mali
    Bewaffnete Angreifer haben im Zentrum des westafrikanischen Krisenstaates Mali 43 Menschen getötet. Die Attacken richteten sich gegen zwei nahe der Stadt Mopti gelegene Dörfer, teilte die Regierung mit. Alle Opfer sollen der ethnischen Gruppe der Peulh angehören. Die Hintergründe sind noch unklar, nach Augenzeugenberichten sollen die Angreifer Armeeuniformen getragen haben. Verteidigungsminister Ibrahima Dahirou Dembele kündigte an, eine Untersuchungskommission zu entsenden. Der malischen Armee wurden in den vergangenen Monaten wiederholt schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.
    Bremen tief im Abstiegsstrudel
    Für den norddeutschen Fußballklub Werder Bremen rückt der zweite Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte immer näher. Der Tabellen-Vorletzte verlor das Nordduell gegen den VfL Wolfsburg 0:1. Der FC Schalke 04 stellte seinen eigenen Negativrekord ein und blieb auch im zwölften Spiel in Folge ohne Sieg. Bei Union Berlin kamen die Schalker nicht über ein 1:1 hinaus. Ebenfalls 1:1 trennten sich am Sonntagabend der FC Augsburg und der 1. FC Köln.
    9 min

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