Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 26.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Parlamentarier geißeln Chinas Pläne für Sicherheitsgesetz
    Die Pläne Chinas für ein Sicherheitsgesetz in Hongkong stoßen bei führenden Parlamentariern der Europäischen Union auf scharfe Kritik. "Der völkerrechtlich vereinbarte Grundsatz 'Ein Land, zwei Systeme' und damit der Status Hongkongs als autonome Stadt wird durch das geplante Sicherheitsgesetz erheblich gefährdet", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, David McAllister. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam sagte, Rechte der Bevölkerung würden nicht eingeschränkt. In Hongkong demonstrierten wieder tausende Aktivisten gegen den Einfluss Chinas in der Sonderverwaltungsregion.
    US-Regierung zieht Verbot für Einreisen aus Brasilien vor
    Die US-Regierung zieht die wegen der Corona-Pandemie getroffenen Einreisebeschränkungen für aus Brasilien kommende Menschen um zwei Tage vor. Die neue Regelung gelte nun ab Mittwoch, teilte das Weiße Haus mit. Demnach dürfen Brasilianer und Ausländer, die sich in den zwei Wochen vor einer geplanten Einreise in Brasilien aufgehalten haben, nicht mehr in die USA kommen. Ausnahmen gelten für US-Bürger, deren Familienangehörige, Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung und Diplomaten. Die Regelung ist zeitlich nicht begrenzt. Brasilien zählt nach den USA weltweit die meisten Coronavirus-Fälle.
    WHO stoppt Tests des Medikaments Hydroxychloroquin zur Behandlung von Corona
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat klinische Tests des Malaria-Mittels Hydroxychloroquin zur Behandlung von COVID-19 wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt. Die Tests in mehreren Ländern seien "vorübergehend" eingestellt worden, während die Sicherheit des Medikaments überprüft werde, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Entscheidung sei nach der Veröffentlichung einer Studie gefallen, wonach eine Behandlung mit Hydroxychloroquin möglicherweise die Sterblichkeitsrate erhöht. Auch von einem erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen ist die Rede.
    Zwei deutsche Impfstoffe kurz vor klinischer Studie
    Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, geht davon aus, dass bald zwei weitere deutsche Impfstoffe klinisch getestet werden können. Vielversprechend seien ein Präparat der Firma CureVac aus Tübingen und ein Impfstoff des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung. Bislang hat nur die Firma BioNTech aus Mainz eine Genehmigung erhalten. Zudem forderte Cichutek die Politik auf, über faire Verteilungsmechanismen auf der Welt zu sprechen. Das Paul-Ehrlich-Institut ist für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständig.
    Bericht über baldige Aufhebung der Reisewarnung
    Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben, wenn die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Neben den 26 anderen Staaten der Europäischen Union gehören dazu Großbritannien und die vier Länder des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Das geht aus dem Entwurf für ein Eckpunktepapier hervor, das im Kabinett beschlossen werden soll und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Reisewarnung soll durch individuelle Hinweise für die einzelnen Länder ersetzt werden.
    Premier Johnson kündigt Lockerungen für England in der Coronakrise an
    In England dürfen zahlreiche Geschäfte im Juni wieder öffnen. Das kündigte Premierminister Boris Johnson in London an. So dürfen dann unter anderem Bekleidungsgeschäfte, Möbelläden, Fachgeschäfte für Elektronik oder Bücher, Auktionshäuser und Schneidereien ihre Dienste wieder anbieten. Friseursalons hingegen bleiben angesichts des Risikos der Ansteckung mit dem Coronavirus noch geschlossen. Ab Juni soll aber der Schulbetrieb für einzelne Jahrgangsstufen wieder aufgenommen werden. Unterdessen hat der Top-Regierungsberater Dominic Cummings, der mitten in der Corona-Krise von London ins 430 Kilometer entfernte Durham gefahren war, einen Rücktritt abgelehnt.
    Wieder hohe Zahl an Morden an Frauen
    Im April sind in Mexiko mehr Frauen ermordet worden als in jedem anderen Monat in den vergangenen fünf Jahren. Das Amt für öffentliche Sicherheit des Landes zählte in einer nun veröffentlichten Statistik 337 Frauen, die im vergangenen Monat mutmaßlich Opfer solcher Tötungsdelikte wurden. Eine höhere Zahl gab es bisher in keinem Monat seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2015. Ein Anstieg der registrierten Fälle von Gewalt gegen Frauen sowie mehrere besonders brutale Tötungsdelikte hatten bereits vor einigen Monaten in Mexiko einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.
    11 min
  • 25.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Regierung verbietet wegen Coronavirus Einreisen aus Brasilien
    Die USA reagieren mit Einreisebeschränkungen auf die steigenden Corona-Infektionszahlen in Brasilien. Nicht-US-Bürger, die in die USA einreisen wollten, dürften davor 14 Tage lang nicht in Brasilien gewesen sein, teilte das Weiße Haus mit. Der Schritt solle helfen, keine zusätzlichen Infektionen in die USA zu bringen. Brasilien ist nach den USA inzwischen das weltweit am stärksten von der Virus-Krise betroffene Land.
    Bolsonaro ignoriert erneut Abstandsregeln bei Kundgebung
    Ungeachtet der rasant steigenden Zahl der Corona-Infektionen in Brasilien verstößt Präsident Jair Bolsonaro weiter gegen die Abstandsregeln und die Hygienevorgaben. Am Sonntag suchte er die Nähe zu seinen Anhängern, die sich vor dem Präsidentenpalast in Brasília versammelt hatten. Der rechtsextreme Politiker gab Demonstranten die Hand und umarmte einige von ihnen. Die Atemmaske, die er anfangs trug, hatte er abgesetzt.
    Experten befürchten Biowaffen-Anschläge nach Corona-Pandemie
    Terrorexperten des Europarats warnen laut einem Zeitungsbericht vor einer wachsenden Gefahr von Anschlägen mit Biowaffen nach der Corona-Pandemie. Der neuartige Erreger habe gezeigt, "wie verwundbar moderne Gesellschaften durch Virusinfektionen sind", heißt es in einer Stellungnahme des Europarats-Ausschusses für Terrorbekämpfung, auf den sich Zeitungen der Funke Mediengruppe beziehen. Extremistische Gruppen würden diese Lektion aus der Pandemie nicht vergessen.
    Corona-Ausbruch in niederländischem Schlachthof
    In einem Schlachthof im niederländischen Groenlo nahe der Grenze zu Deutschland sind 147 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat die zuständige Gemeindeverwaltung mitgeteilt. Nach einem Bericht der Lokalzeitung "De Gelderlander" leben 79 der Infizierten in Deutschland. Bereits am Freitag hatten die Behörden für 600 Beschäftigte des Schlachthofs der Firmengruppe Vion Heim-Quarantäne angeordnet und den Betrieb geschlossen. Auch in Deutschland gab es zuletzt zahlreiche Corona-Infektionen in Schlachthöfen.
    BGH-Urteil im VW-Dieselskandal erwartet
    Im Dieselskandal bei Volkswagen entscheidet der Bundesgerichtshof an diesem Montag erstmals über die Schadensersatzklage eines Käufers. Das Urteil hat wegweisenden Charakter für tausende weitere Klagen, die noch anhängig sind. Im konkreten Fall hatte das Oberlandesgericht Koblenz dem Kläger, der seinen Wagen wegen manipulierter Software zurückgegeben hatte, Schadensersatz zugesprochen. Der BGH ließ bei der mündlichen Verhandlung Anfang Mai erkennen, dass er der Entscheidung der Vorinstanz im Wesentlichen folgen wird. VW hatte 2015 zugegeben, bei weltweit elf Millionen Fahrzeugen illegale Software verwendet zu haben.
    Waffenruhe in Afghanistan hält bislang
    Die Waffenruhe in Afghanistan wird bislang offenbar eingehalten. Am ersten Tag der dreitägigen Feuerpause wurden keine Kämpfe zwischen den radikalislamischen Taliban und den Regierungstruppen gemeldet. Die Taliban hatten angekündigt, während der Feiern zum Ende des Ramadan sämtliche Angriffe drei Tage lang einzustellen. Präsident Aschraf Ghani sagte daraufhin eine Kampfpause der Armee zu. Ghani kündigte zudem die Freilassung von bis zu 2000 gefangenen Taliban-Kämpfern an und erklärte sich zu Friedensgesprächen bereit.
    Köln rettet Punkt im Derby gegen Düsseldorf
    In den Sonntagsspielen der Fußball-Bundesliga gab es folgende Ergebnisse: Köln und Düsseldorf trennten sich unentschieden 2 zu 2. Schalke unterlag Augsburg 0 zu 3 und Mainz verlor gegen Leipzig mit 0 zu 5.
    9 min
  • 23.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Robert-Koch-Institut meldet 638 neue Corona-Fälle in Deutschland
    Das Robert-Koch-Institut hat für Deutschland 638 neue Corona-Fälle registriert. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 177.850, wie das RKI mitteilte. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 42 auf 8216 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 159.900, rund 800 mehr als am Vortag. Zum Vergleich: In den derzeit am schlimmsten betroffenen Ländern USA und Brasilien stieg die Zahl der Neu-Infektionen binnen eines Tages um jeweils mehr als 20.000.
    Trump verlangt sofortige Öffnung von Gotteshäusern
    US-Präsident Donald Trump hat die Gouverneure der Bundesstaaten aufgefordert, Gotteshäuser trotz der Corona-Pandemie umgehend wieder zu öffnen. Er bezeichnete Kirchen, Synagogen und Moscheen als "essenzielle Orte, die essenzielle Dienste leisten". Wenn die Gouverneure diese nicht öffneten, werde er sich über sie hinwegsetzen, betonte Trump. "In Amerika brauchen wir mehr Gebete, nicht weniger", so der Präsident wörtlich. Konservative Christen sind eine wesentliche Wählergruppe Trumps, deren Unterstützung er für eine Wiederwahl im November benötigt.
    WHO blickt mit Sorge nach Südamerika
    Südamerika ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu einem neuen Epizentrum der Corona-Pandemie geworden. Der Chef des WHO-Programms für Gesundheitsnotfälle, Mike Ryan, sagte, derzeit sei Brasilien sicherlich am meisten betroffen. Dort wurden inzwischen schon mehr als 330.000 infizierte Personen offiziell registriert, wie das Gesundheitsministerium in Brasilia mitteilte. Damit zog der Staat in der weltweiten Rangliste vorbei an Russland auf Platz zwei hinter den USA. Die Zahl der Corona-Todesfälle in Brasilien stieg auf mehr als 21.000.
    Autovermieter Hertz meldet Insolvenz in den USA und Kanada an
    Der Autovermieter Hertz hat in der Corona-Krise in den USA und Kanada Insolvenz angemeldet. Der Rückgang von Reisen habe zu einem massiven Einbruch bei Umsätzen und Buchungen geführt, teilte das Unternehmen mit Sitz in Estero im US-Bundesstaat Florida mit. Während der wegen der Krise erforderlichen Umstrukturierungen würden die Geschäfte weitergeführt, dafür habe man mehr als eine Milliarde Dollar (920 Millionen Euro) an Barbeständen zur Verfügung. Internationale Operationen des Autovermieters in Europa, Australien oder Neuseeland seien von dem Insolvenzantrag nicht betroffen.
    NATO richtet Appell an russische Regierung
    Die NATO hat Russland angesichts des angekündigten Ausstiegs der USA zur Einhaltung des Rüstungskontrollvertrages "Open Skies" aufgerufen. Die USA hätten erklärt, ihren Rückzug zu überdenken, sofern sich Russland wieder an die Vertragsbestimmungen halte, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Das Abkommen erlaubt den Unterzeichnern kurzfristig angekündigte Aufklärungsflüge im Luftraum der anderen Vertragspartner. Das Weiße Haus ist verärgert darüber, dass Russland die US-Luftwaffe einige Gebiete nicht überfliegen lässt, in denen Washington atomare Mittelstreckenraketen vermutet.
    Viele Tote bei Absturz eines Airbus in Pakistan
    Bei dem Flugzeugabsturz in Pakistans größter Stadt Karatschi sind nach Angaben der Behörden 97 Insassen ums Leben gekommen. Zwei Menschen überlebten das Unglück, wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilte. Unklar ist, ob auch Bewohner der am Boden zerstörten Gebäude getötet wurden. Kurz vor dem Absturz hatte der Pilot per Funkspruch einen Ausfall beider Triebwerke gemeldet. Der Airbus der Pakistan International Airlines mit 99 Menschen an Bord war in Lahore gestartet und befand sich im Landeanflug auf Karatschi.
    Argentinien will Gläubiger besänftigen
    Argentinien setzt im Kampf gegen eine erneute Staatspleite auf weitere Verhandlungen mit seinen Gläubigern. Eine eigentlich fällige Zinszahlung im Volumen von rund 500 Millionen Dollar werde zunächst ausgesetzt, teilte das Wirtschaftsministerium in Buenos Aires mit. Das einst reichste Land Südamerikas steckt in einer Rezession und kämpft mit den Folgen der Corona-Krise. Eine größere Gläubigergruppe erklärte, sie begrüße Argentiniens Ankündigung, nach einer Lösung zu suchen. Allerdings wolle man nun Taten statt Worte sehen.
    9 min
  • 22.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China plant Milliardenausgaben im Kampf gegen Coronavirus
    Mit zusätzlichen Milliardenausgaben und neuen Schulden will Chinas Regierung gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ankämpfen. Das kündigte Premierminister Li Keqiang zum Auftakt des Pekinger Volkskongresses an. Vorgesehen ist demnach die zusätzliche Ausgabe von Staatsanleihen im Wert von einer Billion Yuan (rund 128 Milliarden Euro), mit denen die Wirtschaft neuen Schwung erhalten soll. So sollen auch die Militärausgaben in diesem Jahr um 6,6 Prozent steigen.
    US-Präsident lässt für Corona-Tote Flaggen auf halbmast hängen
    Wegen der Zehntausenden Toten in der Corona-Pandemie in den USA lässt Präsident Donald Trump die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden auf halbmast hängen. So solle an den kommenden drei Tagen an die Amerikaner erinnert werden, die das Land wegen des Virus verloren habe, erklärte Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. Bei einem Besuch einer Ford-Fabrik in Ypsilanti trug der Präsident erneut keine Schutzmaske, obwohl ihn die Justizministerin des Bundesstaates Michigan ausdrücklich dazu aufgefordert hatte.
    Gesundheitsminister Spahn will mehr Corona-Tests in Kliniken und Pflegeheimen
    In Deutschland sollen nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn künftig mehr Corona-Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen durchgeführt werden. Wenn Patienten und Bewohner aufgenommen oder verlegt würden, sollten Sars-CoV-19-Tests die Regel sein, sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Die Welt". Unterdessen hat der Deutsche Städtetag Krankenkassen und Kassenärzten vorgeworfen, teilweise eine Ausweitung von Corona-Tests zu bremsen.
    Maas kritisiert US-Abkehr von gemeinsamer Luftüberwachung
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat die Ankündigung der US-Regierung bedauert, aus dem internationalen Militärabkommen zur Luftüberwachung austreten zu wollen. Der Pakt trage zu Sicherheit und Frieden auf praktisch der gesamten Nordhalbkugel bei, erklärte der SPD-Politiker. US-Präsident Donald Trump hatte den Schritt mit dem Vorgehen Russlands begründet. Der Vertrag zum Offenen Himmel, "Open Skies", zwischen den Nato-Staaten und ehemaligen Mitgliedern des Warschauer Pakts erlaubt den 34 Unterzeichnerstaaten unter anderem mehrere Beobachtungsflüge pro Jahr im Luftraum der Vertragspartner.
    Türkei schiebt mutmaßliche IS-Anhängerinnen nach Deutschland ab
    Die Türkei hat zwei mutmaßliche deutsche Anhängerinnen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in die Bundesrepublik abgeschoben. Die Frauen und ihre insgesamt vier Kinder landeten mit einem Flug aus Ankara in Frankfurt, wie ein Sprecher der Bundespolizei bestätigte. Gegen eine der Frauen ermittelt der Generalbundesanwalt wegen des Verdachts der Mitgliedschaft im IS. Sie wurde bei ihrer Ankunft festgenommen, wie ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte. Die Festgenommene stammt aus Berlin, die zweite Frau aus Hamburg.
    Mittelstandsverband warnt vor Übernahmen durch chinesische Firmen
    Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft plädiert für ein befristetes Verbot der Übernahme von einheimischen Unternehmen. Verbandspräsident Mario Ohoven sagte der Deutschen Presse-Agentur, infolge der Corona-Krise drohe weiten Teilen des deutschen Mittelstands die Insolvenz. Man müsse daher die Übernahme krisengeschwächter Firmen durch Profit-suchende Investoren, insbesondere durch chinesische Schnäppchenjäger, verhindern. Um Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandskraft und Innovationsfähigkeit zu erhalten, sei ein befristetes Übernahme-Moratorium der Europäischen Union dringend nötig.
    Dritte Festnahme wegen Tötung von farbigem Jogger in den USA
    Im US-Bundesstaat Georgia ist wegen der tödlichen Schüsse auf einen unbewaffneten farbigen Jogger ein dritter Tatverdächtiger festgenommen worden. Der 50-Jährige wird des Mordes beschuldigt, wie die Staatsanwaltschaft von Georgia mitteilte. Der Mann hatte den Angaben zufolge eine Videoaufnahme des Vorfalls gemacht, die in den Onlinenetzwerken große öffentliche Empörung über die Tat ausgelöst hatte. Ahmaud Arbery wurde Ende Februar beim Joggen in Brunswick erschossen. Erst durch den öffentlichen Druck wurden Anfang Mai zwei verdächtige weiße Männer festgenommen. Auch ihnen wird Mord vorgeworfen.
    10 min
  • 21.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Neun Milliarden Euro zur Rettung der Lufthansa
    Für die schwer angeschlagene Lufthansa zeichnet sich ein milliardenschweres Rettungspaket ab. Kanzlerin Angela Merkel sagte bei einer Pressekonferenz, es sei "in Kürze mit einer Entscheidung zu rechnen". Der Luftfahrt-Konzern bestätigte, das noch nicht final vereinbarte Rettungspaket sehe Stabilisierungsmaßnahmen im Umfang von bis zu neun Milliarden Euro vor, davon drei Milliarden als KfW-Darlehen. Hinzu komme eine direkte Beteiligung des Staates von 20 Prozent sowie eine Wandelanleihe im Wert von fünf Prozent plus einer Aktie. Der Bund werde im Aufsichtsrat über zwei Mandate vertreten sein.
    USA liefern Torpedos nach Taiwan
    Kurz nach der Vereidigung von Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen hat die US-Regierung die Genehmigung eines neuen Rüstungsdeals mit Taipeh bekanntgegeben. Geliefert werden 18 schwere Torpedos zum Preis von insgesamt 180 Millionen Dollar (164 Millionen Euro), wie das Außenministerium in Washington mitteilte. Die Torpedos des Typs MK-48 können von U-Booten aus abgefeuert werden. Das Rüstungsgeschäft dürfte die auch durch die Corona-Pandemie gestörten Beziehungen zwischen den USA und China zusätzlich belasten. Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung an.
    Europäer dürfen weiterhin nicht in die USA einreisen
    Die USA wollen am Einreisestopp für Europäer bis auf weiteres festhalten. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, erklärte, dass das vorrangige Anliegen des Präsidenten die Sicherheit der Amerikaner sei. Diese Reisebeschränkungen hätten Leben gerettet. Reisende aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland dürfen somit weiter nicht in die USA einreisen. Trotzdem zieht US-Präsident Donald Trump offenbar in Erwägung, den für Juni geplanten G7-Gipfel doch real in Camp David stattfinden zu lassen und ihn nicht per Videokonferenz abzuhalten.
    Spanien verlängert Ausnahmezustand um zwei Wochen
    Trotz des heftigen Widerstands der Opposition hat das Parlament in Spanien den Ausnahmezustand wegen der Corona-Pandemie zum fünften Mal verlängert. Die Abgeordneten in Madrid nahmen den entsprechenden Antrag der linken Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez mit knapper Mehrheit an. Der bereits seit Mitte März bestehende Notstand samt strenger Ausgehbeschränkungen gilt nun bis zum 6. Juni. Kurz nach der Abstimmung protestierten Hunderte Menschen in mehreren Städten dagegen. Sie skandierten "Freiheit" und schlugen auf Töpfe ein.
    Das neuartige Coronavirus breitet sich in Brasilien immer rasanter aus
    Brasilien hat erstmals fast 20.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden registriert. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete außerdem 888 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt haben sich in dem einwohnerreichsten Land Lateinamerikas bislang mehr als 290.000 Menschen nachweislich infiziert. Fast 19.000 Menschen sind mit oder an COVID-19 gestorben. Dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wird vorgeworfen, die Corona-Krise in seinem Land herunterzuspielen und sich nicht genügend für den Schutz der Bevölkerung einzusetzen.
    Schwerste Zerstörung durch Zyklon "Amphan"
    Der Zyklon "Amphan" ist in der Grenzregion zwischen Indien und Bangladesch auf Land getroffen und hat eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Starke Winde und schwerste Regenfälle verwüsteten Küstendörfer und Städte. Laut Medienberichten rollte eine Sturmflut mehrere Kilometer landeinwärts. Nach ersten Berichten kamen mindestens 22 Menschen ums Leben. "Die Situation ist besorgniserregender als die Coronavirus-Pandemie. Wir wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen", sagte die Regierungschefin des indischen Bundesstaates Westbengalen, Mamata Banerjee.
    Ein "Picasso" für 100 Euro in Paris verlost
    In der französischen Hauptstadt ist das Stillleben "Nature Morte" des spanischen Malers Pablo Picasso aus dem Jahr 1921 verlost worden. Das Auktionshaus Christie's übertrug die Aktion zugunsten von Projekten der Hilfsorganisation Care in Afrika live. Insgesamt wurden laut den Veranstaltern gut 51.000 Lose à 100 Euro verkauft und somit etwas mehr als 5,1 Millionen Euro eingenommen. Der "Picasso" ging an eine Italienerin, die das Gewinnlos als Geschenk erhalten hatte. Der bisherige Besitzer des Gemäldes, der Kunstsammler David Nahmad, bekommt von dem Erlös eine Million Euro.
    9 min
  • 20.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zyklon "Amphan" nähert sich Indien und Bangladesch
    Einer der stärksten Tropenstürme der Geschichte bedroht Bangladesch und das indische Westbengalen samt der Millionenstadt Kalkutta. Hunderttausende Menschen sind aus der Küstenregion in Sicherheit gebracht worden. Um dabei in Corona-Zeiten für genügend Abstand zu sorgen, nutzen die Behörden auch Schulen und Regierungsgebäude als provisorische Notunterkünfte. Beim Auftreffen auf Land im Grenzgebiet von Indien und Bangladesch drohen an diesem Mittwoch eine extreme Sturmflut, Winde um 200 Kilometer pro Stunde und bis zu 400 Liter Regen pro Quadratmeter.
    Militante Islamisten greifen Armeestützpunkt im Niger an
    Mutmaßliche Kämpfer der Terrorgruppe Boko Haram haben im Südosten des Niger einen Stützpunkt der Streitkräfte überfallen. Mindestens zwölf Soldaten wurden getötet und viele verwundet, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Zudem seien rund 20 Angreifer getötet worden. Der Stützpunkt Blabrine liegt nahe der Stadt Diffa in der Grenzregion zu Nigeria. Boko Haram terrorisiert vor allem die Bevölkerung im Nordosten Nigerias, greift aber auch immer wieder Zivilisten und Sicherheitskräfte in Kamerun, Tschad und Niger an.
    Abbas kündigt Abkommen mit Israel und USA auf
    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat alle Abkommen mit Israel und den USA für ungültig erklärt. Seine Regierung sei "ab heute" von all diesen Vereinbarungen entbunden, sagte Abbas nach einem Treffen der Palästinenserführung in Ramallah. Dies gelte auch für die Kooperation in Sicherheitsfragen. Er reagierte damit auf Pläne des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, die jüdischen Siedlungen sowie das wirtschaftlich bedeutende Jordantal im besetzten palästinensischen Westjordanland zu annektieren.
    Weltbank befürchtet Zunahme extremer Armut durch Corona
    Die Weltbank hat vor einer deutlichen Zunahme der extremen Armut als Folge der Corona-Pandemie gewarnt. Nach Schätzungen könnten durch die Pandemie bis zu 60 Millionen Menschen in bitterste Not abrutschen. Weltbank-Direktor David Malpass erläuterte, man gehe davon aus, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr um fünf Prozent schrumpfe. Dies treffe die ärmsten Länder besonders hart. Er nannte die Wiederbelebung des Tourismus einen wichtigen Faktor, um Entwicklungsländern bei der Bewältigung der Krise zu helfen.
    Facebook startet Plattform für Online-Shops
    Das Online-Netzwerk Facebook steigt in den Internethandel ein. Wie das Unternehmen mitteilte, können Händler künftig über eine neue Funktion unkompliziert Online-Shops erstellen. Das Projekt solle vor allem kleineren Firmen helfen, in der Corona-Krise zu überleben, erklärte Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Beobachter trauen der neuen Plattform zu, sich zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten für große Online-Marktplätze wie Amazon und eBay zu entwickeln.
    Mediziner für schnellere Öffnung von Schulen und Kitas
    Mehrere medizinische Fachgesellschaften fordern ein Ende des Notbetriebs in deutschen Kindergärten und Schulen sowie eine umgehende und unbeschränkte Wiederöffnung der Einrichtungen. In einer gemeinsamen Stellungnahme rufen unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte trotz der Corona-Pandemie zu dem Schritt auf. Der Schutz von Lehrern, Erziehern, Betreuern und Eltern und die allgemeinen Hygieneregeln stünden dem nicht entgegen, heißt es in dem Papier. Dagegen seien die sozialen und gesundheitlichen Folgen der Schließung gravierend.
    7 min
  • 19.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Präsident richtet Warnung an die WHO
    Im Streit um den Umgang mit der Corona-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump mit einem Austritt seines Landes aus der Weltgesundheitsorganisation gedroht. Sollte sich die WHO nicht innerhalb von 30 Tagen zu "größeren substanziellen Verbesserungen" in ihrer Arbeit verpflichten, werde seine Regierung ihre Beitragszahlungen permanent einstellen, warnte Trump. Auch die WHO-Mitgliedschaft würden die USA dann "überdenken". Der Präsident hatte bereits Mitte April eine vorläufige Aussetzung der Beitragszahlungen angekündigt. Er wirft der UN-Unterorganisation seit Wochen "Missmanagement" vor.
    Trump setzt auf tägliche Corona-Prophylaxe
    US-Präsident Donald Trump nimmt nach eigenen Angaben seit eineinhalb Wochen zur Vorbeugung gegen COVID-19 das Malaria-Medikament Hydroxychloroquin ein. Es sei gut möglich, dass die Arznei etwas bewirke, sagte Trump vor Journalisten. Er habe "viele gute Geschichten" darüber gehört. EU-Experten sehen dagegen keinen Beleg, dass es gegen COVID-19 wirkt. Gegenwärtig laufen mehrere Studien zur Klärung der Frage. Hydroxychloroquin hat Nebenwirkungen und kann etwa zu schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen führen.
    Türkei steht vor landesweiter Ausgangssperre
    Wegen der Corona-Pandemie hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine viertägige Ausgangssperre über die Feiertage nach dem Fastenmonat Ramadan angekündigt. Diese beginne am Vorabend des muslimischen Zuckerfestes Eid al-Fitr in der Nacht zum 23. Mai und ende am 26. Mai, sagte Erdogan in Istanbul. Die Maßnahme gelte für das ganze Land. Bislang wurden Ausgehverbote im Kampf gegen das Coronavirus stets nur über einzelne Regionen oder gewisse Städte wie Istanbul und Ankara verhängt.
    Lagarde begrüßt deutsch-französischen Wiederaufbauplan
    Die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat den deutsch-französischen Vorschlag für einen Wiederaufbaufonds in der Corona-Krise begrüßt. Die Initiative sei "ehrgeizig, gezielt und willkommen", sagte Lagarde vier europäischen Zeitungen, darunter dem "Handelsblatt". Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron plädieren für einen 500 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds für besonders schwer getroffene EU-Staaten. Die Milliardensumme soll demnach im Namen der EU am Kapitalmarkt aufgenommen werden.
    Britisches Unterhaus beschließt Ende der Freizügigkeit
    Dreieinhalb Monate nach dem Brexit hat das britische Unterhaus den Gesetzentwurf zur Beendigung der Freizügigkeit für europäische Arbeitskräfte verabschiedet. Das Papier wurde mit den Stimmen der konservativen Mehrheit gebilligt. Ab Januar 2021 haben Arbeitskräfte aus der EU sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz nicht mehr freien Zugang zum britischen Arbeitsmarkt. Welche Kriterien dann für die Zuwanderung europäischer Arbeitskräfte gelten sollen, wird in dem Gesetzentwurf nicht präzisiert.
    7 min
  • 18.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Corona-Kabinett berät über Zustände in der Fleischindustrie
    Ein weiterer geballter Corona-Ausbruch in einem norddeutschen Schlachtbetrieb erhöht den Druck auf die Bundesregierung, die Arbeitsbedingungen in der Branche stärker zu regulieren. 92 Mitarbeiter eines Schlachthofs im niedersächsischen Dissen wurden positiv getestet, wie der Landkreis Osnabrück am Sonntagabend mitteilte. Das Corona-Kabinett der Bundesregierung will beraten, wie der Arbeitsschutz in der Branche in Corona-Zeiten verbessert werden kann. Arbeitsminister Heil plant Berichten zufolge, Werksverträge weitgehend zu verbieten. Agrarministerin Klöckner fordert eine Selbstverpflichtung der Schlachthöfe.
    Virtuelle Jahresversammlung der WHO zur Corona-Pandemie
    An diesem Montag beginnt die Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation. Das Treffen findet erstmals als Online-Tagung statt. Hauptthema ist, wie eine globale Antwort auf die Ausbreitung des Coronavirus gefunden werden kann. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach von einer der wichtigsten Jahresversammlungen seit Gründung der WHO. Zur Abstimmung steht eine von der EU eingebrachte Resolution, die zum gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie aufruft. Überschattet wird das Treffen von den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China in der Frage, wer für die Krise verantwortlich ist.
    Fed-Chef Powell stimmt USA auf lange Krise ein
    US-Notenbank-Chef Jerome Powell rechnet mit einem Einbruch der US-Wirtschaft um 20 bis 30 Prozent im zweiten Quartal. Danach könne es wieder bergauf gehen, unter der Annahme, dass es keine zweite Pandemie-Welle gibt. Bis zur vollständigen Erholung könne es allerdings bis Ende 2021 dauern, schränkte der Chef der Federal Reserve in einem Interview ein. Zudem wolle er nicht ausschließen, dass die Voraussetzung dafür sei, dass es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gebe. Die Menschen müssten volles Vertrauen haben, damit sich die Wirtschaft erholen könne.
    Maas: Ab 15. Juni möglichst keine weltweite Reisewarnung mehr
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich zuversichtlich geäußert, dass ein Sommerurlaub trotz der Corona-Pandemie zumindest in Europa möglich wird. Es gebe vielfach positive Entwicklungen. Einige Länder hätten angekündigt, ab Juni oder Juli ihre Grenzen für Touristen wieder zu öffnen. Und auch die Bundesregierung wolle ihre Beschränkungen lockern, sagte Maas in der ARD. Deutschland wolle nach dem 15. Juni eigentlich keine generelle weltweite Reisewarnung mehr haben. Maas will an diesem Montag mit seinen Kollegen aus zehn Urlaubsländern über mögliche Lockerungen von Reisebeschränkungen beraten.
    Tödlicher Kunstflug-Unfall in Kanada
    Bei einer Flugshow zu Ehren der Corona-Helfer in Kanada ist eine Pilotin ums Leben gekommen und ein weiteres Besatzungsmitglied verletzt worden. Die Militärflugstaffel "Snowbirds" ist momentan im ganzen Land im Einsatz. Das Unglück ereignete sich in Kamloops im südwestlichen Bundesstaat British Columbia. Videoaufnahmen zeigen, wie zwei Maschinen im Formationsflug starten. Dann nimmt der Unglücksjet plötzlich eine Steilkurve, bevor beide Schleudersitze gezündet werden. Die Maschine vom Typ Canadair CL-41 "Tutor" stürzte in einen Vorgarten eines Wohngebiets und ging dort in Flammen auf.
    Corona-Ausbruch in NRW-Flüchtlingsheim
    In einer Unterkunft für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen ist es zu einer starken Ausbreitung des Coronavirus gekommen. In der Einrichtung in St. Augustin bei Bonn wurden 70 Menschen positiv getestet. Die Testergebnisse weiterer Bewohner stehen noch aus, wie die zuständige Bezirksregierung mitteilte. Ob sich auch Betreuer und Sicherheitskräfte angesteckt haben, ist nicht bekannt. In dem Flüchtlingsheim finden bis zu 600 Menschen Platz, knapp 500 sollen dort zuletzt gelebt haben. Die Unterkunft ist eine der zentralen Unterbringungseinrichtungen des Bundeslandes NRW für Flüchtlinge.
    Chefredakteurin der Nachrichtenseite Mada Masr in Ägypten inhaftiert
    Ägyptens autoritäre Führung ist erneut gegen eines der letzten regierungskritischen Medien vorgegangen. Sicherheitskräfte nahmen die Chefredakteurin der unabhängigen Nachrichtenseite Mada Masr fest. Lina Attalah sei während eines Interviews vor dem Tora-Hochsicherheitsgefängnis in Kairo abgeführt worden, teilte ihr Anwalt mit. Sie hatte dort die Mutter des Demokratieaktivisten Alaa Abdel Fattah interviewt. Die Festnahme ist ein weiterer Rückschlag für die sehr begrenzte Pressefreiheit in Ägypten. Als eines der letzten Medien berichtet Mada Masr kritisch und investigativ über die Lage im Land.
    10 min
  • 16.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Grenzen in Europa werden wieder durchlässiger
    Deutschland, Österreich, die Schweiz und Frankreich haben die wegen der Corona-Pandemie verhängten Beschränkungen für den Grenzübertritt für bestimmte Personengruppen gelockert. Reisende dürfen seit Mitternacht aus geschäftlichen Gründen und für Familienbesuche wieder in die Nachbarländer. Gleiches gilt für Besitzer selbst genutzter Liegenschaften sowie von Landwirtschaft oder Forstflächen. Erlaubt ist auch die Einreise für Studium oder Berufsausbildung. Es soll weiterhin Kontrollen geben, aber nur noch stichprobenartig. Eine Einreise aus touristischen Gründen ist weiterhin nicht gestattet.
    Kanzleramtschef lehnt Pflichtimpfung gegen Coronavirus ab
    In Deutschland soll es keine Impfpflicht gegen SARS-CoV-2 geben. Das sagte Kanzleramtschef Helge Braun den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wenn es einen Impfstoff gebe, könne jeder sich freiwillig impfen lassen. Wer das nicht wolle, müsse das Risiko einer Infektion selbst tragen. Der CDU-Politiker äußerte die Hoffnung, dass es zwischen Anfang und Mitte nächsten Jahres einen Impfstoff für die breite Bevölkerung geben wird. Wenn sich dann möglichst viele Menschen immunisieren ließen, würde es keine Beschränkungen mehr geben, und Deutschland könne zum normalen Leben zurückkehren.
    US-Demokraten stimmen im Repräsentantenhaus für Coronahilfe
    Mit ihrer Mehrheit im US-Repräsentantenhaus haben die Demokraten ein weiteres massives Konjunkturpaket beschlossen. Es sieht vor, mindestens drei Billionen US-Dollar - umgerechnet 2,8 Billionen Euro - etwa für den Ausbau von Sozialprogrammen, die Gesundheitsversorgung sowie Hilfen für Bundesstaaten und Kommunen bereitzustellen. Die nötige Unterstützung für die Pläne im US-Senat, in dem die Republikaner von Präsident Donald Trump die Mehrheit haben, ist nicht absehbar. Selbst im Fall einer Zustimmung im Senat dürfte Trump sein Veto einlegen.
    Wieder Ministerrücktritt in Brasilien im Streit um Corona
    Brasiliens ultrarechter Staatschef Jair Bolsonaro hat in der Corona-Krise bereits seinen zweiten Gesundheitsminister verschlissen: Nelson Teich reichte nach weniger als einem Monat seinen Rücktritt ein. Zuletzt war es bei zahlreichen Maßnahmen gegen die Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus in Brasilien zu Spannungen zwischen dem gelernten Mediziner und dem Präsidenten gekommen. Der Onkologe Teich stemmte sich gegen den umstrittenen Einsatz des Malariamittels Chloroquin gegen COVID-19, aber auch dagegen, dass Bolsonaro Schönheitssalons und Fitnessstudios zu systemrelevanten Betrieben erklärte.
    Trump kündigt "Super-Duper-Rakete" an
    Russlands Militär hat Ende 2019 eine neue Hyperschallrakete in Dienst genommen. Der US-Präsident will nun dagegenhalten. Die neue Rakete solle 17 Mal schneller fliegen als bislang im US-Arsenal vorhandene Raketen, sagte Donald Trump. Damit wäre sie drei Mal so schnell wie die schnellsten Raketen anderer Staaten wie Russland oder China. Er nenne sie die "Super-Duper-Rakete". Das Weltall werde sowohl hinsichtlich Verteidigung und Angriff als auch bei vielen anderen Dingen die Zukunft sein. Und nach dem, was er höre, seien die USA bereits führend im Weltraum.
    Bundesvorstand der AfD schließt Andreas Kalbitz aus der Partei aus
    Der Brandenburger Landes- und Fraktionschef Andreas Kalbitz ist nicht mehr Mitglied der rechtspopulistischen Partei AfD. Der Bundesvorstand beschloss, seine Mitgliedschaft für nichtig zu erklären. Grund sind frühere Kontakte im rechtsextremen Milieu. Aus Parteikreisen verlautete, Kalbitz habe die Mitgliedschaft in der "Heimattreuen Deutschen Jugend" (HDJ) und bei den Republikanern 1993 und 1994 verschwiegen. Wer Mitglied der HDJ war, darf nicht in die AfD eintreten. Kalbitz ist neben dem Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke der bekannteste Vertreter der rechtsnationalen Strömung der Partei.
    7 min
  • 15.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Debatte über Grundrente im Bundestag
    Der Bundestag befasst sich an diesem Freitag erstmals mit der Grundrente. Laut dem Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sollen rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland mit geringen Renten einen Zuschlag erhalten, wenn sie ausreichende Beitragszeiten nachweisen können. Im Vorfeld der Beratungen im Parlament hat sich der Streit über das Vorhaben zwischen den Regierungsparteien weiter zugespitzt. Die SPD von Minister Heil will die Grundrente schnell verabschieden. Führende CDU-Politiker sind skeptisch. Sie bemängeln vor allem, die Finanzierung sei nicht gesichert.
    Schon mehr als 300.000 Corona-Tote weltweit
    Seit Beginn der Corona-Pandemie sind bereits mehr als 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 gestorben. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg insgesamt auf mehr als 4,4 Millionen, wie die Universität Johns Hopkins in Baltimore mitteilte. Mehr als 80 Prozent der Corona-Toten wurden in den USA und Europa registriert. In Deutschland starben bisher mindestens 7824 Menschen an oder mit der Lungenkrankheit COVID-19. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle geht hierzulande jedoch seit längerem kontinuierlich zurück.
    Senat in Washington stimmt Uiguren-Gesetz zu
    Der US-Senat hat einstimmig ein Gesetz gebilligt, das Chinas Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren stärker sanktionieren soll. Es sieht Strafmaßnahmen für alle Personen vor, die für eine Unterdrückung von Uiguren und anderer muslimischer Gruppen verantwortlich sind. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden in den vergangenen Jahren mehr als eine Million Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang in Lagern festgehalten. China bestreitet jegliche Misshandlung dieser Volksgruppe.
    Burundi wirft WHO-Vertreter aus dem Land
    Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in Burundi hat die Regierung vier Experten der Weltgesundheitsorganisation ausgewiesen. Das Außenministerium erklärte die WHO-Mitarbeiter zu unerwünschten Personen und forderte sie auf, das ostafrikanische Land zu verlassen. Hintergrund ist der Wahlkampf in Burundi, bei dem sich ungeachtet der Corona-Pandemie Menschen in großen Mengen versammeln. Kritiker werfen dem autoritär regierenden Präsidenten Pierre Nkurunziza vor, die Gefahren durch das Virus bewusst zu ignorieren.
    Libyen-Konflikt bereitet Minister Maas Sorgen
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat die jüngsten Angriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis verurteilt. Statt endlich eine Waffenruhe einzuhalten, erlägen die Konfliktparteien noch immer dem Irrtum, der Konflikt sei militärisch zu gewinnen, erklärte er nach Beratungen mit EU-Kollegen. Ohne Namen zu nennen, warf Maas auch den internationalen Unterstützern beider Seiten "fortdauernde Verletzungen des UN-Waffenembargos" vor. Ziel bleibe eine politische Lösung unter Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen, so der deutsche Außenminister.
    Bundestag stellt sich gegen Flaggen-Verbrennungen
    Wer in Deutschland öffentlich die EU-Flagge oder die Flagge eines ausländischen Staates verbrennt, muss künftig mit bis zu drei Jahren Gefängnis rechnen. Eine entsprechende Gesetzesänderung beschloss der Bundestag. Das Verbrennen von Flaggen habe mit friedlichem Protest nichts zu tun, erklärte dazu Bundesjustizministerin Christine Lambrecht. Mit solchen Taten sollten vielmehr "Hass, Wut und Aggression geschürt werden". Wenn dabei noch das Existenzrecht Israels angegriffen werde, "dürfen wir das in Deutschland niemals dulden", betonte Lambrecht.
    Dämpfer für Trump im Rechtsstreit um Hotel
    US-Präsident Donald Trump hat im Rechtsstreit um sein Hotel in Washington einen Rückschlag erlitten. Ein Bundesberufungsgericht entschied, dass der Fall weiter verfolgt werden darf. Die Staatsanwaltschaften des Hauptstadtbezirks Washington und des Bundesstaats Maryland beschuldigen Trump, er habe auf illegale Weise von Besuchen etwa ausländischer Regierungsmitarbeiter in dem Hotel profitiert. Das Berufungsgericht hob nun eine eigene frühere Entscheidung dazu auf. 2019 hatte es die Klage als unbegründet verworfen. Die Entscheidung war aber nur von drei von insgesamt 15 Richtern getroffen worden.
    10 min

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