Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 14.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Rom billigt milliardenschweres Corona-Hilfspaket
    Nach längerer Verzögerung hat Italien sein 55 Milliarden Euro schweres Hilfspaket auf den Weg gebracht, das Wirtschaft und Privatleute in der Corona-Krise unterstützen soll. Das Kabinett habe dem Vorhaben zugestimmt, teilte Regierungschef Giuseppe Conte mit. "Wir haben Tag und Nacht daran gearbeitet", berichtete der parteilose Politiker in Rom. Auch das Gesundheitssystem und die Schulen sollen gestärkt werden. Streit in der wackeligen Regierungskoalition hatte die Verabschiedung des Pakets wiederholt verzögert.
    Trump drängt auf baldige Öffnung von Schulen
    US-Präsident Donald Trump hat ein rasches Ende der Schulschließungen in den USA gefordert. Er sei in der Frage völlig anderer Meinung als sein Chefberater in der Corona-Krise, Anthony Fauci, sagte Trump in einem Interview des Fernsehsenders Fox Business Network. Fauci hatte zuvor in einer Senatsanhörung vor einer schnellen Wiederöffnung der Schulen gewarnt. Trump bezeichnete die Äußerungen des international anerkannten Epidemiologen als inakzeptabel.
    Frankreich geht härter gegen Hasskommentare vor
    Das französische Parlament hat ein Gesetz zur Löschung von Hassbotschaften in Onlinenetzwerken verabschiedet. Nach deutschem Vorbild werden große Internet-Plattformen und Suchmaschinen darin verpflichtet, "offenkundig" illegale Inhalte innerhalb von 24 Stunden nach einer Nutzermeldung zu entfernen. Dazu gehören die Aufstachelung zu Hass und Gewalt sowie rassistische oder religiöse Beleidigungen. Bei Zuwiderhandlung drohen den Betreibern der Portale Geldstrafen von bis zu 1,25 Millionen Euro.
    Spanien veröffentlicht neue Coronavirus-Studie
    In Spanien deutet eine aktuelle Studie darauf hin, dass sich dort bereits 2,3 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Das wären zehnmal mehr als bisher bekannt. Nach offiziellen Angaben gibt es etwa 230.000 Corona-Fälle in dem westeuropäischen EU-Land. Bei der Ende April gestarteten Studie seien 90.000 Personen in 36.000 Haushalten überprüft worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Dabei habe sich gezeigt, dass sich hochgerechnet schon fünf Prozent der Einwohner Spaniens angesteckt hätten.
    Neue Spannungen zwischen USA und Kuba
    Die Vereinigten Staaten haben Kuba auf ihre schwarze Liste der Länder gesetzt, die nicht vollständig bei der Terrorbekämpfung kooperieren. Das Außenministerium in Washington wies zur Begründung auf den Aufenthalt von Mitgliedern der linksgerichteten kolumbianischen ELN-Rebellen in dem sozialistischen Karibikstaat hin. Diese seien 2017 nach Havanna gereist, aber nicht nach Kolumbien zurückgekehrt. Neben Kuba stehen mit Iran, Syrien, Nordkorea und Venezuela vier weitere Staaten auf der aktuellen schwarzen Liste der USA.
    Boeing ergattert große Rüstungsaufträge
    Der krisengeschüttelte Boeing-Konzern hat zwei Rüstungsaufträge aus Saudi-Arabien erhalten. Die Verträge über die Lieferung mehr als tausend neuer Luftabwehr- und Anti-Schiff-Raketen sowie die Modernisierung bereits vorhandener Raketen haben ein Volumen von mehr als zwei Milliarden Dollar, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte. Boeing vereinbarte auch mit Brasilien, Katar und Thailand die Lieferung von Raketen zum Einsatz gegen Schiffe. Raketenzubehör werde an Indien, Japan, Südkorea und die Niederlande geliefert, hieß es. Das Gesamtvolumen aller Aufträge betrage 3,1 Milliarden Dollar.
    7 min
  • 13.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wuhan will alle elf Millionen Einwohner auf Coronavirus testen
    Die zentralchinesische Stadt Wuhan will alle ihre elf Millionen Einwohner in einer Rekordzeit von zehn Tagen einem Coronavirus-Test unterziehen. Das berichten mehrere Medien in der Volksrepublik. Demnach entschieden sich die Behörden zu der Maßnahme, nachdem in einem Wuhaner Wohngebiet sechs neue Infektionen festgestellt wurden. Wuhan war die weltweit erste Stadt, die wegen des Virus wochenlang komplett abgeschottet war. Von den mehr als 80.000 offiziell gemeldeten Infektionen in China waren 50.000 allein in der Metropole. Mehr als 2500 Bewohner starben an der Lungenkrankheit Covid-19.
    Expertenprognose: Bis Ende Juli fast 150.000 Corona-Tote in den USA
    US-Wissenschaftler gehen in einer aktualisierten Modellrechnung davon aus, dass es in den Vereinigten Staaten bis Ende Juli fast 150.000 Corona-Tote geben wird. Die höhere prognostizierte Opferzahl liege unter anderem an der in vielen Landesteilen beginnenden Lockerung der Corona-Auflagen, erklärten die Forscher des Instituts IHME in Seattle. Das IHME findet in den USA viel Beachtung. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat mehrfach das Institut zitiert, um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu erklären.
    Twitter-Mitarbeiter dürfen "für immer" von zu Hause aus arbeiten
    Twitter stellt sich auf einen dauerhaften Umbruch der Arbeitswelt durch die Corona-Krise ein. Beschäftigte, die von zu Hause aus arbeiten können und wollen, brauchen nie wieder ins Büro zurück, entschied die US-Firma. Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass die Zusammenarbeit von Menschen an verschiedenen Orten funktionieren würde, erklärte der Kurznachrichtendienst zur Begründung. Twitter hat nach eigenen Angaben rund 4900 Beschäftigte.
    EU-Kommission erarbeitet Empfehlungen zu Tourismus und Grenzkontrollen
    Die EU-Kommission will an diesem Mittwoch eine Reihe von Beschlüssen fassen, um Tourismus und Reisen trotz der Corona-Pandemie wieder möglich zu machen. Dazu gehören Vorgaben für Sicherheitsabstände in Hotels, Gaststätten und Verkehrsmitteln. Mit Blick auf die wegen der Pandemie von den Mitgliedstaaten eingeführten Grenzkontrollen will die Kommission eine schrittweise Aufhebung empfehlen. Die Beschränkungen sollen zunächst in Gegenden abgeschafft werden, in denen es eine vergleichbar günstige Entwicklung der Corona-Fallzahlen beiderseits der Grenze gibt.
    Zahl der Asylanträge in der EU ist rückläufig
    Die Zahl der Asylanträge in der EU ist laut einem Zeitungsbericht in den ersten vier Monaten dieses Jahres zurückgegangen. In der EU sowie der Schweiz und Norwegen sei die Zahl der Asylanträge zwischen Januar und April um 25 Prozent gesunken, berichtet die "Welt" unter Berufung auf noch unveröffentlichte Zahlen der EU-Asylbehörde Easo. Die meisten Asylanträge wurden der Zeitung zufolge in Spanien gestellt; es waren 37.471. Deutschland war damit nicht mehr das wichtigste EU-Zielland für Asylbewerber. Es rangiert laut "Welt" mit 33.714 Asylanträgen auf Platz zwei.
    Pompeo fordert afghanische Regierung und Taliban zu Zusammenarbeit auf
    Nach zwei blutigen Anschlägen auf eine Entbindungsklinik und eine Beerdigungsgesellschaft in Afghanistan hat US-Außenminister Mike Pompeo die Regierung in Kabul und die radikalislamischen Taliban zur Zusammenarbeit aufgefordert. Es müsse eine politische Lösung geben, sonst bleibe Afghanistan anfällig für Terrorismus. Die USA und die Taliban hatten im Februar ein Abkommen unterzeichnet. Es soll den Weg für Frieden in Afghanistan ebnen. Allerdings steht seine Zukunft nach den Anschlägen vom Dienstag mit mindestens 38 Toten noch mehr in Frage als ohnehin schon.
    US-Opposition will Auskunft über angeblichen Invasions-Versuch in Venezuela
    Die oppositionellen US-Demokraten verlangen von der Regierung Auskunft über eine angeblich gescheiterte Invasion in Venezuela. Der Kongress müsse wissen, ob Bürger oder Firmen der USA mit Aktivitäten in dem südamerikanischen Land die Gesetze gebrochen hätten, erklärte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Repräsentantenhaus, Eliot Engel. Auch müsse geklärt werden, ob Präsident Donald Trump von derartigen Aktivitäten gewusst habe. Venezuela hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, einen Angriff von "Söldnern" abgewehrt zu haben. Demnach wurden auch zwei frühere US-Soldaten festgenommen.
    8 min
  • 12.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Regierung: Maskenpflicht für Mitarbeiter im Weißen Haus
    Nach dem Bekanntwerden von zwei Corona-Infektionen bei US-Regierungsmitarbeitern ist das Tragen von Gesichtsmasken nun im Weißen Haus vorgeschrieben. Er habe das angeordnet, sagte US-Präsident Donald Trump und ergänzte, er selbst werde aber keine Maske tragen. Er komme niemandem so nahe, dass dies nötig wäre, sagte Trump. Der US-Präsident macht seit Tagen Druck, die Corona-Beschränkungen im ganzen Land wieder zu lockern, damit sich die Wirtschaft erholen kann.
    Tesla will Produktion trotz Behördenverbots hochfahren
    Tesla-Chef Elon Musk will das Hauptwerk in Kalifornien entgegen den Anweisungen der Behörden wieder hochfahren. Im Alameda County, in dem sich das Tesla-Werk befindet, gelten weiterhin Ausgangsbeschränkungen, die eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Tesla hatte dagegen Klage eingereicht - und Musk hatte gedroht, den Firmensitz des Elektroauto-Herstellers in einen anderen US-Bundesstaat zu verlegen.
    EU-Gesundheitsminister beraten über Arzneimittelversorgung
    Die EU-Gesundheitsminister beraten an diesem Dienstag über die Arzneimittelversorgung in der Corona-Krise. Für Deutschland will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an der Videokonferenz teilnehmen. Der CDU-Politiker hatte schon zu Beginn der Pandemie vor Engpässen bei Medikamenten gewarnt.
    Twitter will Tweets mit falschen Corona-Informationen kennzeichnen
    Das Online-Netzwerk Twitter will härter gegen die Verbreitung falscher Informationen über das Coronavirus vorgehen. Tweets, durch die Menschen zu Schaden kommen könnten, würden gelöscht, weniger gefährliche Angaben würden mit einem Verweis auf vertrauenswürdige Quellen versehen, kündigte das Unternehmen an. Facebook löscht bereits potenziell gefährliche falsche Behauptungen über das Coronavirus - und schickt Nutzern nachträglich eine Warnung, wenn sie mit solchen Behauptungen in Berührung kamen.
    Friedensforscher warnt vor Verschärfung internationaler Konflikte
    Der Direktor des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri, Dan Smith, rechnet in der Corona-Krise mit einer Verschärfung internationaler Konflikte. Das treffe insbesondere auf den Irak und Syrien zu, sagte der Friedensforscher den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Im Irak etwa gebe es Anzeichen für eine Stärkung der Terrororganisation "Islamischer Staat" so Smith. Er nannte den Jemen, Afghanistan und das Horn von Afrika als weitere mögliche Konfliktherde.
    Oberster US-Gerichtshof befasst sich mit Streit um Trumps Steuerunterlagen
    Der Oberste Gerichtshof der USA befasst sich mit dem Streit um die zurückgehaltenen Steuererklärungen von Präsident Donald Trump. Trump will eine Übergabe der Dokumente an die New Yorker Staatsanwaltschaft und mehrere Kongressausschüsse verhindern und ist deswegen nach mehreren juristischen Niederlagen bis vor den Supreme Court gezogen. Die Verhandlung wird auch in Frankfurt mit Spannung verfolgt: Schließlich geht es darum, ob die Deutsche Bank Finanzunterlagen von Trump herausgeben muss. Ein Urteil wird Ende Juni erwartet.
    7 min
  • 11.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bericht über gezielte Angriffe auf Kliniken und Schulen in Syrien
    Syrische und verbündete russische Truppen haben laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International gezielt Krankenhäuser und Schulen in Syrien angegriffen. Zwischen Mai 2019 und Februar 2020 hätten die Streitkräfte im Nordwesten des Bürgerkriegslandes mindestens 18 solcher Angriffe verübt. Der 40 Seiten lange Bericht von Amnesty International stützt sich auf Interviews mit mehr als 70 Menschen, darunter Augenzeugen, Vertriebene, Ärzte, Lehrer, humanitäre Helfer und UN-Mitarbeiter.
    Britischer Premier Johnson kündigt erste Lockerungen an
    In Großbritannien hat Premierminister Boris Johnson erste Lockerungen der Schutzmaßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie angekündigt. Johnson sagte, ab Montag sollten jene Bürger, die nicht von zu Hause aus arbeiten könnten, wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Ab Mittwoch dürften Menschen mit Angehörigen aus ihrem Hausstand - so oft sie wollten - wieder im Freien sein, wenn sie sich an die Abstandsregeln hielten. Frühestens am 1. Juni werde die Regierung aber entscheiden, ob auch Geschäfte nach und nach wieder öffnen und Grundschüler zurück in die Schulen könnten.
    Politiker warnen vor Radikalisierung der Corona-Proteste
    Nach bundesweiten Demonstrationen am Wochenende gegen die Corona-Restriktionen haben Vertreter verschiedener Parteien vor einer Vereinnahmung der Proteste durch Extremisten gewarnt. Man werde nicht zulassen, dass Extremisten die Corona-Krise als Plattform für ihre demokratiefeindliche Propaganda missbrauchten, sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak. SPD-Chefin Saskia Esken betonte, wer die Pandemie leugne und zum Verstoß gegen Schutzvorschriften aufrufe, nutze die Verunsicherung der Menschen "schamlos" aus.
    Wirbel um Kritik an Corona-Schutzmaßnahmen aus dem Innenministerium
    Das Bundesinnenministerium hat den Bericht eines Mitarbeiters zurückgewiesen, der die Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie massiv in Zweifel gezogen hat. Dies sei nur eine "Privatmeinung" gewesen, erklärte die Behörde. Es sei nicht akzeptabel, dass der Mitarbeiter sein Papier unter Nutzung des Briefkopfs des Ministeriums verbreitet habe. Presseberichten zufolge hatte der Mann sein etwa 80 Seiten umfassendes Schriftstück intern und extern verbreitet und darin im Zusammenhang mit der Pandemie von einem "Fehlalarm" gesprochen.
    US-Vizepräsident Pence trotz Corona-Fall nicht in häuslicher Isolation
    US-Vizepräsident Mike Pence begibt sich trotz der Infektion von Mitarbeitern mit dem Coronavirus nicht in Quarantäne. Pence sei negativ auf das Virus getestet worden und werde sich an diesem Montag ins Weiße Haus zur Arbeit begeben, teilte ein Sprecher des Vizepräsidenten mit. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Pence-Sprecherin Katie Miller sowie ein Diener des Vizepräsidenten positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.
    Wahl in Polen soll bald nachgeholt werden
    In Polen muss der Sprecher des Unterhauses in den nächsten zwei Wochen ein neues Datum für die Präsidentenwahl bekanntgeben. Das teilte der Leiter der staatlichen Wahlkommission mit. Der Termin müsse innerhalb der nächsten 60 Tage nach der Bekanntgabe liegen, hieß es. Ursprünglich sollte die Präsidentenwahl am Sonntag über die Bühne gehen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Abstimmung mit einem juristischen Trick verschoben.
    8 min
  • 09.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britische Königin Elizabeth II. erinnert an Kriegsende
    Die britische Königin Elizabeth II. hat in einer Ansprache im Fernsehen und im Internet des Endes des Zweiten Weltkriegs gedacht. "Niemals aufgeben, niemals verzweifeln", das sei die Botschaft des Victory in Europe Day gewesen, sagte die Queen. Sie erinnerte an die vielen Menschenleben, die der furchtbare Konflikt gefordert habe. Die beste Anerkennung für die Opfer sei, dass einst verfeindete Länder jetzt Freunde seien, betonte die Monarchin. Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte.
    Eurogruppe macht Corona-Hilfen über Rettungsfonds ESM klar
    Die Finanzminister der Eurozone haben sich auf die Bedingungen für Corona-Hilfen durch den Rettungsfonds ESM geeinigt. Sie umfassen bis zu 240 Milliarden Euro und sollen schon Ende nächster Woche bereitstehen. Die Durchschnittslaufzeit der Kredite soll zehn Jahre betragen. Die Vereinbarung muss noch von einigen Parlamenten wie dem Bundestag gebilligt werden. Der letzte Schritt sei ein formaler Beschluss des ESM am 15. Mai, sagte Eurogruppen-Chef Mario Centeno. Auf Vorschlag der EU-Kommission wird auf eine scharfe Überwachung der Haushaltsführung der Staaten verzichtet, die Hilfen beantragen.
    USA blockieren UN-Resolution zu Coronavirus-Pandemie
    Die USA haben im UN-Sicherheitsrat eine Resolution zum Coronavirus verhindert. Die Vetomacht blockierte eine Prozedur, die den Weg für eine Abstimmung über den Resolutionstext freigemacht hätte, den Frankreich und Tunesien vorgelegt haben. Darin wird zu Waffenruhen in allen Konfliktgebieten weltweit aufgerufen, um den Kampf gegen das Coronavirus zu erleichtern. Zudem sollten alle UN-Organisationen unterstützt werden, die am Kampf gegen die Pandemie beteiligt sind. Das würde auch die Weltgesundheitsorganisation WHO einschließen. Die USA werfen ihr Versagen in der Corona-Krise vor.
    Sprecherin von US-Vizepräsident Mike Pence mit Coronavirus infiziert
    Es ist der zweite Corona-Fall im Weißen Haus binnen zwei Tagen: Die Sprecherin von US-Vizepräsident Mike Pence, Katie Miller, wurde nach Angaben von US-Regierungsvertretern positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Ihr Ehemann Stephen Miller ist ein enger Berater von Präsident Donald Trump. Dessen Sprecherin versicherte, man habe die nötigen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Katie Miller hatte am Donnerstag an einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses teilgenommen. Anwesend waren neben Trump auch First Lady Melania Trump und die Ehefrau von Pence.
    Mitarbeiter von Google und Facebook bis Jahresende im Homeoffice
    Die US-Internetkonzerne Google und Facebook verlängern ihre Regelungen zur Heimarbeit wegen der Corona-Krise bis zum Jahresende. Die meisten Beschäftigten sollen weiterhin von zu Hause aus arbeiten, wie Google-Chef Sundar Pichai ankündigte. Wer vor Ort gebraucht werde, könne unter Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen im Juni oder Juli in sein Büro zurückkehren. Der Großteil der Belegschaft werde aber den Rest des Jahres im Homeoffice arbeiten. Google beschäftigt weltweit mehr als 100.000 Mitarbeiter. Für Facebook arbeiteten Ende 2019 rund 45.000 Menschen.
    Magier Roy Horn in Las Vegas an COVID-19 gestorben
    Der "Siegfried & Roy"-Magier Roy Horn ist tot. Der 75-Jährige sei in Las Vegas an den Folgen von COVID-19 gestorben, sagte Sprecher Dave Kirvin der Deutschen Presse-Agentur. Der in Nordenham bei Bremen geborene Dompteur und sein Partner Siegfried Fischbacher waren für ihre Auftritte mit weißen Tigern und Löwen weltbekannt. Ihre Karriere endete im Oktober 2003, als ein Tiger Horn bei einer Vorstellung schwer verletzte. Von dem schweren Blutverlust, Schlaganfällen und einer Gehirnoperation nach dem Unfall konnte sich Horn nie mehr vollständig erholen.
    Vernichtung von brasilianischen Regenwäldern erneut auf Rekordhoch
    Die Vernichtung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes ist in den ersten vier Monaten 2020 erneut im Rekordtempo fortgeschritten. Von Januar bis April wurden nach Angaben des Instituts für Weltraumforschung (Inpe) 1202 Quadratkilometer Urwald vernichtet. Das sind 55 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Wert in den ersten vier Monaten seit Beginn der Datenerfassung 2015. Der rechtsgerichete Präsident Jair Bolsonaro ist wegen seiner Umweltpolitik international umstritten. Ihm wird vorgeworfen, die kommerzielle Ausbeutung von geschützten Amazonas-Gebieten zu befürworten.
    9 min
  • 08.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Deutschland gedenkt der Befreiung vom NS-Terror
    Deutschland gedenkt an diesem Freitag des Endes des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus vor 75 Jahren. Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht endete am 8. Mai 1945 der von Hitler-Deutschland entfesselte Krieg in Europa. Hier und in Asien wurden nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 55 und mehr als 60 Millionen Menschen getötet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel legen an der Neuen Wache in Berlin, der zentralen Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, einen Kranz nieder. Im Anschluss hält Steinmeier eine Rede.
    Exporte brechen so stark ein wie seit 1990 nicht mehr
    Die deutschen Exporte sind wegen der Corona-Krise so drastisch eingebrochen wie seit 30 Jahren nicht mehr. Die Ausfuhren sanken im März im Vergleich zum Vormonat um 11,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies sei der "größte Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im August 1990". Bei den Importen gab es mit 5,1 Prozent das größte Minus zum Vormonat seit Januar 2009. Insgesamt exportierten die deutschen Unternehmen Waren im Wert von 108,9 Milliarden Euro in die Welt. Das ist ein Rückgang von 7,9 Prozent im Vergleich zum März des vergangenen Jahres.
    WHO warnt vor bis zu 190.000 Corona-Toten in Afrika
    In Afrika könnten laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zwischen 83.000 und 190.000 Menschen im ersten Jahr der Corona-Pandemie sterben, falls die Maßnahmen zur Eindämmung scheitern sollten. Bis zu 44 Millionen Menschen könnten sich mit dem Coronavirus infizieren, teilte das WHO-Regionalbüro in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo, mit. In vielen Teilen des Kontinents würde die Zahl der Behandlungsbedürftigen die vorhandenen Kapazitäten überfordern. Demnach gibt es in 47 untersuchten Ländern in Afrika gerade einmal neun Intensivbetten pro eine Million Einwohner.
    UN-Generalsektetär fordert Kampf gegen Verschwörungstheorien
    Angesichts aufkeimender Verschwörungstheorien in der Corona-Krise hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem verstärkten Kampf gegen Falschnachrichten und Hass aufgerufen. Guterres äußerte sich in New York vor allem entsetzt über antisemitische Theorien sowie islamfeindliche Attacken im Zusammenhang mit der Pandemie. Zudem seien mancherorts Migranten und Flüchtlinge als "Quelle des Virus" verunglimpft und in der Folge nicht medizinisch behandelt worden. Erneut kritisierte der UN-Generalsekretär auch Angriffe auf die Pressefreiheit und Menschenrechte.
    Merkel lädt Papst nach Deutschland ein
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat wegen der Coronavirus-Pandemie mit Papst Franziskus telefoniert. Dabei lud sie das Oberhaupt der katholischen Kirche zu einem Besuch nach Deutschland ein, "sobald dies wieder möglich ist", wie Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mitteilte. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die globale humanitäre und politische Situation angesichts der Corona-Krise. Merkel und Franziskus hätten die Bedeutung von Zusammenhalt und Solidarität in Europa und der Welt betont. Beide sprachen sich dafür aus, insbesondere ärmere Länder zu unterstützen.
    US-Justiz lässt Vorwürfe gegen Ex-Sicherheitsberater Flynn fallen
    Das US-Justizministerium lässt die Vorwürfe gegen den früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn fallen und hat beim Bundesgericht in Washington ein Ende des Verfahrens beantragt. Zur Begründung heißt es unter anderem, das Vorgehen der Bundespolizei FBI gegen Flynn sei unrechtmäßig gewesen. Nach nur 23 Tagen im Amt war Flynn im Februar 2017 als Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump zurückgetreten. Er räumte ein, im Zuge der Russland-Ermittlungen die Unwahrheit gesagt zu haben. Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass das FBI Flynn seinerzeit bewusst schaden wollte.
    Wieder tritt Gas aus indischer Fabrik aus
    Aus einem indischen Chemiewerk des südkoreanischen Konzerns LG Chem ist wieder giftiges Gas ausgetreten. Ein Feuerwehrmann sprach von einer angespannten Lage. Aus einem Umkreis von fünf Kilometern um die Fabrik, die im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh liegt, würden die Menschen in Sicherheit gebracht. Am Donnerstag waren mindestens elf Menschen an den durch ein Leck ausströmenden Dämpfen gestorben. Mehr als 300 Menschen waren verletzt in Krankenhäuser gebracht worden.
    10 min
  • 07.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Oberstes Gericht stellt sich hinter Netanjahu
    In Israel hat das Oberste Gericht die geplante Notregierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Ex-Armeechef Benny Gantz gebilligt. Das Kabinett soll nach Angaben von Netanjahu und Gantz nun am 13. Mai vereidigt werden. In der Anhörung vor Gericht ging es unter anderem darum, ob Netanjahu trotz seiner Korruptionsanklage wieder Ministerpräsident werden kann. Die Richter überprüften zudem die Koalitionsvereinbarung zwischen Netanjahus konservativer Likud-Partei und dem Mitte-Bündnis Blau-Weiß von Gantz.
    Neue Regierung im Irak vom Parlament bestätigt
    Nach fünfmonatigem Machtvakuum hat der Irak eine neue Regierung. Das Parlament in Bagdad stimmte der neuen Kabinettsbesetzung unter Führung von Ministerpräsident Mustafa Kadhemi zu. Der Ex-Geheimdienstchef war Anfang April als Regierungschef nominiert worden. Danach gab es schwierige Verhandlungen um die Kabinettsbildung, die auch weiterhin nicht abgeschlossen sind. Im Amt sind 15 Minister, sieben Posten sind dagegen noch unbesetzt, darunter die Schlüsselposten des Außen- und Ölministers. Vor Kadhemi hatten bereits zwei andere Anwärter vergeblich versucht, eine Regierung zu bilden.
    Präsidentenwahl in Polen wird wegen Corona verschoben
    Nach massiven Protesten wird die für Sonntag geplante Präsidentenwahl in Polen verschoben. Dies teilte die regierende nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) mit. PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski hielt bis zuletzt an der Abstimmung am 10. Mai fest. Er schlug wegen der Corona-Pandemie eine Briefwahl vor, was von der Opposition abgelehnt wurde, da sie keinen Wahlkampf machen konnte. Ihren Kurswechsel begründete die PiS nun damit, dass die Abstimmung ohnehin wohl vom Obersten Gericht annulliert worden wäre. Der Kandidat der PiS, Präsident Andrzej Duda, führt in den Umfragen.
    Kein schneller EU-Beitritt für Westbalkan-Staaten
    Die Europäische Union macht den sechs Westbalkan-Ländern weiter nur vage Hoffnung auf eine Aufnahme. Bei einer Video-Konferenz bestätigten die Staats- und Regierungschefs zwar ihre uneingeschränkte Unterstützung für die europäische Perspektive des westlichen Balkans. Ein Zeithorizont für eine mögliche EU-Erweiterung fehlt allerdings in der Abschlusserklärung. Stattdessen betonen die EU-Staaten, dass zusätzliche Unterstützung für den Balkan abhängig sei von spürbaren Fortschritten in der Rechtsstaatlichkeit und bei der Einhaltung von EU-Werten.
    Wieder Fernsehteam in Berlin angegriffen
    Bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen ist vor dem Reichstagsgebäude in Berlin ein ARD-Kamerateam angegriffen worden. Ein Mann hatte versucht, einen Tonassistenten zu treten. Laut Polizei traf er dabei aber die Mikrofon-Angel, die gegen den Kopf des Kameramanns schlug. Der 46-jährige Tatverdächtige habe versucht zu flüchten, sei dann aber von Polizisten festgenommen worden. Dem ARD-Team sei nichts passiert, hieß es. ARD-Chefredakteur Rainald Becker twitterte, wer Journalisten angreife und an ihrer Arbeit hindere, greife die Demokratie an.
    Sechs Tote und 300 Verletzte bei Gasunglück in Indien
    Mindestens sechs Menschen sind bei einem Gasunglück in einer Chemiefabrik in Indien ums Leben gekommen. Rund 300 Menschen mussten mit Atembeschwerden und Augenproblemen in Krankenhäuser gebracht werden. Das Unglück ereignete sich in einem Kunststoff-Unternehmen in der Nähe der Hafenstadt Visakhapatnam im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Anwohner in einem Radius von drei Kilometern um die Fabrik wurden nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht. Besitzer des Werks ist der südkoreanische Hersteller LG Polymers. Darin wird Plastik für Konsumgüter wie Spielsachen hergestellt.
    Fußball-Bundesliga soll am 15. Mai starten
    In der Fußball-Bundesliga soll nach mehr als zwei Monaten Zwangspause am übernächsten Wochenende wieder der Ball rollen. Das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga will am 15. Mai mit dem Spieltag starten, wie der Liga-Verband bestätigte. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer hatten zuvor grünes Licht für "Geisterspiele" vor leeren Rängen gegeben. Die Bundesliga wäre damit die erste der wichtigen Fußball-Ligen in Europa, die den Spielbetrieb in der Coronakrise wieder aufnimmt. In der aktuellen Saison stehen noch neun Spieltage aus.
    8 min
  • 06.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundesregierung überlässt weitere Lockerungen den Bundesländern
    Die Bundesregierung strebt beim weiteren Vorgehen in der Corona-Krise offenbar keine bundesweit einheitliche Linie an. Weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen sollen demnach weitgehend den Bundesländern überlassen werden. Die Regierung besteht aber auf einer Obergrenze von Neuinfektionen, ab der wieder härtere Beschränkungen greifen müssen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf die Beschlussvorlage der Bundesregierung für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder an diesem Mittwoch.
    Großbritannien hat die meisten Corona-Toten in Europa
    In Großbritannien sind inzwischen mehr Menschen an COVID-19 gestorben als in irgendeinem anderen Land Europas. Laut der Statistik der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore starben im Vereinigten Königreich bislang mehr als 29.500 Menschen nach einer Ansteckung mit dem neuartigen Virus. Damit sind dort mehr Tote zu beklagen als in Italien, das in Europa lange Zeit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen war. In Italien waren bis Dienstag 29.315 Coronavirus-Opfer gemeldet worden. Kritiker werfen der britischen Regierung unter Premierminister Boris Johnson schlechtes Krisenmanagement vor.
    Polens Senat lehnt Änderung des Wahlrechts ab
    Wenige Tage vor der Präsidentenwahl in Polen hat die zweite Kammer des Parlaments in Warschau eine umstrittene Änderung des Wahlrechts abgelehnt. Der von der Opposition dominierte Senat stimmte gegen einen Gesetzentwurf, den die nationalkonservative Regierungspartei PiS eingebracht hatte. Er sieht vor, die für den 10. Mai geplante Präsidentenwahl wegen der Corona-Pandemie ausschließlich per Brief abzuhalten. Das letzte Wort über den Gesetzentwurf hat allerdings die erste Kammer des Parlaments, der Sejm. Dort hat die von der PiS angeführte Regierungskoalition die Mehrheit.
    Kabinett befasst sich mit Ausweitung des Mali-Einsatzes
    Die Bundesregierung will den Einsatz zur Stabilisierung in Mali und die Hilfen im Kampf gegen islamistische Terrorgruppen deutlich ausweiten. Mit einem entsprechenden Vorschlag befasst sich das Kabinett an diesem Mittwoch. Nach Medienberichten soll die Zahl der für die EU-Ausbildungsmission EUTM tätigen Bundeswehr-Soldaten von derzeit bis zu 350 auf 450 erhöht werden. Geplant ist auch der Aufbau eines Ausbildungszentrums in Zentralmali sowie eine Erhöhung der Anzahl an Beratern. Erörtert werden soll zudem die Verlängerung des Mandats für die deutsche Beteiligung an der UN-Truppe MINUSMA.
    USA bestreiten Verwicklung in angebliche Invasion in Venezuela
    Die USA haben jede Verwicklung in eine angeblich versuchte "Invasion" in Venezuela bestritten. Damit habe die US-Regierung nichts zu tun, erklärte Präsident Donald Trump in Washington. Das Außenministerium warf der venezolanischen Regierung vor, eine großangelegte Desinformationskampagne zu fahren. Staatschef Nicolás Maduro hatte zuvor von der Festnahme zweier US-Bürger berichtet. Diese gehörten zu Trumps Sicherheitspersonal und seien an der Aktion beteiligt gewesen. Die Führung in Caracas hatte am Sonntag erklärt, Sicherheitskräfte hätten einen Angriff von "Söldnern" aus Kolumbien verhindert.
    Wolkenkratzer im Emirat Schardscha geht in Flammen auf
    In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist am Dienstagabend ein fast 200 Meter hoher Wolkenkratzer abgebrannt. Bei dem Feuer im Abbco Tower in der unweit von Dubai gelegenen Stadt Schardscha seien neun Menschen leicht verletzt worden, meldete die Nachrichtenseite Gulf News. Der Feuerwehr sei es mit einem Großeinsatz gelungen, den Brand in dem mehr als 40-stöckigen Gebäude unter Kontrolle zu bringen. Die Ursache ist noch unklar.
    9 min
  • 05.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Behörden prognostizieren starken Anstieg der Corona-Toten
    US-Behörden warnen einem Medienbericht zufolge vor einem starken Anstieg der Zahl der täglichen Coronavirus-Toten in dem Land. Die "New York Times" berichtet über eine Prognose, wonach die Zahl der Toten bis Anfang Juni auf bis zu 3000 täglich ansteigen könnte. Derzeit sterben in den USA bis zu 2000 Menschen täglich an COVID-19. Die Zahl der Neuinfektionen könnte der Prognose zufolge von derzeit bis zu 30.000 auf 200.000 täglich anwachsen. Das Weiße Haus sprach von einem "internen Dokument" der Gesundheitsbehörde CDC, das aber nicht mit anderen Behörden abgestimmt worden sei.
    Mehr als eine Viertelmillion Coronavirus-Tote weltweit
    An der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind nach Angaben der US-Universität Johns Hopkins inzwischen weltweit mehr als 250.000 Menschen gestorben. Die Universität verzeichnet zudem knapp 3,6 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus. Mit 1,2 Millionen Infizierten und rund 69.000 Opfern sind die USA demnach von der Pandemie am stärksten betroffen. Für Deutschland meldet Johns Hopkins mehr als 166.000 Infizierte und fast 7000 Tote. Die Zahlen der Universität sind in der Regel höher als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden.
    Deutschland verlängert Grenzkontrollen erneut
    Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark um weitere elf Tage bis zum 15. Mai verlängert. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, gilt die Verlängerung auch für Reisende, die mit Flügen aus Spanien und Italien nach Deutschland kommen. Mit den Grenzkontrollen "sollen die Infektionsgefahren durch das Coronavirus weiter erfolgreich eingedämmt werden", so das Ministerium. Seehofer hatte die Grenzkontrollen Mitte März angeordnet und im April bis zum 4. Mai verlängert.
    Polnisches Reparationsgutachten wird unter Verschluss gehalten
    Eine polnische Parlamentskommission hat ihren Bericht zu den von Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg angerichteten Kriegsschäden fertigstellt. Er wird aber bis auf weiteres unter Verschluss gehalten. Die Arbeit sei abgeschlossen, er wolle sich aber noch nicht zu Details äußern, sagte der bisherige Kommissionsleiter aus der Regierungspartei PiS, Arkadiusz Mularczyk, der Deutschen Presse-Agentur in Warschau. Die Parlamentskommission war 2017 eingesetzt worden, um die Kriegsschäden in dem 1939 von Deutschland überfallenen und bis 1945 besetzten Polen festzustellen.
    Venezuela meldet Festnahme von zwei US-Bürgern
    Die venezolanischen Sicherheitskräfte haben nach Angaben von Staatschef Nicolás Maduro zwei US-Bürger festgenommen, die an einer versuchten Invasion des Landes beteiligt gewesen sein sollen. Die Männer im Alter von 34 und 41 Jahren gehörten zum Sicherheitspersonal von US-Präsident Donald Trump, sagte Maduro in einer im Fernsehen ausgestrahlten Ansprache. Insgesamt seien bei dem Versuch der Invasion am Sonntag und Montag 15 Menschen von Armee und Polizei an der Küste gefasst worden. Die Generalstaatsanwaltschaft beschuldigt Oppositionschef Juan Guaidó, den Angriff auf die Regierung organisiert zu haben.
    Bolsonaro macht Vertrauten seines Wunschkandidaten zum Polizei-Chef
    Nach einem erbitterten Streit mit der Justiz hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro mit Rolando de Souza einen neuen Chef der Bundespolizei ernannt. De Souza arbeitete bisher als enger Vertrauter von Bolsonaros Wunschkandidaten, Alexandre Ramagem, beim Geheimdienst. Dessen Ernennung zum obersten Bundespolizisten hatte Brasiliens oberstes Gericht gestoppt, nachdem der damalige Justizminister Sergio Moro dem Präsidenten politische Einflussnahme auf die Bundespolizei vorgeworfen hatte. Bolsonaro hatte zuvor deren Chef, einen Vertrauten Moros, entlassen. Moro war daraufhin zurückgetreten.
    Drei Pulitzer-Preise für die "New York Times"
    Mit Auszeichnungen in drei Kategorien ist die "New York Times" das erfolgreichste Medium bei der diesjährigen Vergabe des Pulitzer-Preises. Die Tageszeitung gewann die renommierte Auszeichnung in den Kategorien Auslandsberichterstattung, Investigativer Journalismus und Kommentar. Fotopreise gingen an die britische Nachrichtenagentur Reuters für Bilder von den Protesten in Hongkong sowie an die US-Agentur AP für eine Bilderserie über das Leben in der zwischen Indien und Pakistan umstrittenen Region Kaschmir. Wegen der Corona-Krise wurden die Preisträger erstmals per Livestream bekanntgegeben.
    11 min
  • 04.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Italien lockert nach fast zwei Monaten Ausgangssperren
    Nach Spanien beendet auch Italien schrittweise die seit fast zwei Monaten andauernde drastische Ausgangssperre. Ab diesem Montag dürfen rund 60 Millionen Menschen wieder zum Sport oder zum Spazierengehen nach draußen. Auch Verwandtenbesuche sind wieder erlaubt. Außerdem fahren Industrie und Bauwirtschaft ihre Produktion hoch. Allerdings dürfen die meisten Geschäfte immer noch nicht öffnen. Restaurants und Bars dürfen nur Liefer- oder Mitnehm-Service anbieten und bleiben bis Juni für Besuche weiter geschlossen. Teilweise unklare Kriterien sorgten allerdings im Vorfeld für Kritik.
    Sachsen-Anhalt prescht bei Corona-Lockerungen vor
    Wegen der positiven Entwicklung der Infektionszahlen führt das deutsche Bundesland Sachsen-Anhalt weitere Lockerungen der Kontaktbegrenzungen ein. Ab diesem Montag dürfen sich bis zu fünf Personen bei Einhaltung von Mindestabständen innerhalb und außerhalb geschlossener Räume auch dann treffen, wenn sie nicht im selben Haushalt wohnen. Zudem können die Bürger ab sofort ihre Wohnung ohne triftigen Grund verlassen. Sachsen-Anhalt hat bundesweit die wenigsten Infektionen pro 100.000 Einwohner. Am Mittwoch berät Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über mögliche Corona-Lockerungen.
    Müller: Corona-Impfstoff muss für alle günstig zugänglich sein
    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ruft die internationale Gemeinschaft auf, den künftigen Impfstoff gegen das Coronavirus weltweit günstig zur Verfügung zu stellen. Vor der Geber-Videokonferenz, die an diesem Montag in Brüssel stattfindet, sagte er, es müsse sichergestellt sein, dass ein Impfstoff überall auf der Welt und zu einem erschwinglichen Preis erhältlich sei. "Denn Corona besiegen wir nur weltweit, sonst kommt es in Wellen zurück", betonte der CSU-Politiker. Die Weltgesundheitsorganisation WHO müsse gestärkt und Forschungsverbünde müssten aufgebaut werden.
    Trump hofft auf einen Impfstoff bis zum Jahresende
    Die Vereinigten Staaten von Amerika werden nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump voraussichtlich bis Jahresende über einen Impfstoff gegen das Coronavirus verfügen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir am Ende des Jahres, bis Ende des Jahres einen Impfstoff haben", sagte Trump in einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News. Zuletzt wurde vor allem auf fehlende Finanzmittel bei der Entwicklung eines solchen Mittels verwiesen. Auf einer - auf Initiative von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zustande gekommenen - Geberkonferenz wollen Regierungen, Pharmaunternehmen und private Stiftungen an diesem Montag neue Gelder für die Entwicklung eines Impfstoffes einsammeln.
    Griechische Behörden holen Flüchtlinge wieder auf das Festland
    Zum Schutz vor dem Coronavirus wollen die griechischen Behörden hunderte Flüchtlinge aus dem überfüllten Lager Moria auf der Ägäis-Insel Lesbos auf das Festland bringen. Zwei Gruppen mit 142 und 250 "gefährdeten" Asylsuchenden sollten auf Fähren die Insel verlassen, teilte die Polizei mit. Es ist das erste Mal seit Beginn der landesweiten Ausgangsbeschränkungen in Griechenland am 23. März, dass die Behörden Bewohner des notorisch überbelegten Lagers wieder auf das Festland verlegen.
    Bolsonaro-Anhänger in Brasilien rufen nach der Armee
    In Brasilien sind erneut Regierungsanhänger auf die Straße gegangen und haben wieder ein Eingreifen der Streitkräfte gefordert. Die Proteste in der Hauptstadt Brasília richteten sich gegen den Kongress und das Oberste Gericht. Der auch wegen des Umgangs mit der Corona-Pandemie umstrittene Präsident Jair Bolsonaro sprach zu seinen Anhängern. Unterdessen hat die Zahl der Corona-Fälle in dem Land nach offiziellen Angaben die Schwelle von 100.000 überschritten.
    Venezuela berichtet über Invasionsversuch von Söldnern
    Bei einem angeblichen Invasionsversuch von Söldnern an der Küste von Venezuela sollen nach Angaben der dortigen Regierung acht Menschen getötet worden sein. Auch ein großes Arsenal an Waffen sei sichergestellt worden, sagte der Vorsitzende der Verfassungsgebenden Versammlung, Diosdado Cabello. Die Behörden machten Kolumbien und die USA für die Aktion verantwortlich. Die Angreifer sollen den Berichten zufolge in La Guira gelandet sein, 30 Kilometer von der Hauptstadt Caracas entfernt.
    10 min

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