Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 09.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wieder stärkerer Anstieg von Corona-Fällen in Deutschland
    Den dritten Tag in Folge hat es wieder mehr Corona-Fälle in Deutschland gegeben als am Vortag. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind derzeit 108.202 Menschen mit dem Virus infiziert. Das ist eine Zunahme von 4974 Fällen. Zuletzt hatte sich der Anstieg im Vergleich zum jeweiligen Vortag verlangsamt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betonte, die Entwicklung während der Osterfeiertage sei entscheidend für das weitere Vorgehen. Zuvor hatte Gesundheitsminister Jens Spahn angesichts erster Erfolge im Kampf gegen die Pandemie eine Lockerung der Einschränkungen nach Ostern angedeutet.
    Frankreich verlängert Ausgangssperre über 15. April hinaus
    Frankreich wird nach Angaben des Élysée-Palasts die strikte Ausgangssperre im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie über den 15. April hinaus verlängern. Wie ein Sprecher weiter mitteilte, will sich Staatschef Emmanuel Macron am Ostermontag erneut in einer Rede an die Nation wenden und das weitere Vorgehen des Staates in der Krise erläutern. In Frankreich starben nach Angaben der Behörden in den vergangenen 24 Stunden weitere 541 Menschen in Krankenhäusern. Insgesamt gibt es bislang 10.869 Todesfälle.
    EU-Kommission entwickelt Corona-Exit-Strategie
    Die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten strikten Auflagen sollten aus Sicht der EU-Kommission nur in kleinen, streng kontrollierten Schritten über einen Zeitraum von mehreren Monaten gelockert werden. Dies geht aus dem Entwurf zur sogenannten Exit-Strategie hervor, der nächste Woche veröffentlicht werden soll. Zwischen den einzelnen Maßnahmen sollte ein Zeitraum von etwa einem Monat liegen, um die Wirkung zu beobachten, heißt es weiter. Ansammlungen von Menschengruppen sollten nur schrittweise wieder erlaubt werden. Nicht alle Beschäftigten dürften gleichzeitig an den Arbeitsplatz zurückkehren.
    Wieder fast 2000 Corona-Tote in den USA
    Die USA verzeichnen den zweiten Tag in Folge knapp 2000 Corona-Tote. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität starben bislang an der neuen Lungenkrankheit insgesamt mehr als 14.760 Menschen. Fast 432.000 Personen sind infiziert. US-Präsident Donald Trump kann es nicht erwarten, dass die Coronavirus-Pandemie überwunden ist. Allerdings müsse die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen dafür wohl erst einmal zurückgehen, sagte Trump in seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. Eigentlich wäre es schön, das Land "mit einem großen Knall" wieder zu öffnen, meinte er weiter.
    Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliarden-Hilfen
    Die Afrikanische Entwicklungsbank hat umgerechnet 9,2 Milliarden Euro für den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auf dem Kontinent zur Verfügung gestellt. Die Bank werfe "ihr ganzes Gewicht" in die Waagschale, um Afrika in dieser schwierigen Zeit zu helfen, erklärte Bankchef Akinwumi Adesina in der Elfenbeinküste. Obwohl Afrika bislang weniger stark von der Pandemie betroffen ist als andere Weltregionen, gibt es große Sorgen, dass die überwiegend nur schwach entwickelten Gesundheitssysteme der Länder bei einer weiteren Ausbreitung des Virus rasch überfordert sein könnten.
    Zusätzlich halbe Milliarde Menschen von Armut bedroht
    Rund eine halbe Milliarde Menschen könnte im Zuge der Corona-Pandemie nach Einschätzung von Oxfam in Armut stürzen. Die sich rasch entfaltende Wirtschaftskrise sei schwerer als die globale Finanzkrise von 2008, heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation. Schätzungen zeigten, dass die weltweite Armut erstmals seit 1900 zunehmen könnte. Im schlimmsten Fall würde die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben und mit 1,90 Dollar am Tag oder weniger auskommen müssten, um 434 Millionen auf 922 Millionen zunehmen.
    Saudische Militär-Allianz ruft Waffenruhe für Jemen aus
    Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis hat für den Jemen eine zweiwöchige Feuerpause ausgerufen, um eine Verbreitung von COVID-19 zu verhindern. Die Waffenruhe soll an diesem Donnerstag um 11 Uhr MESZ beginnen, wie ein ranghoher saudischer Beamter in Riad mitteilte. Die Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, haben auf die Ankündigung bislang nicht reagiert. Im Jemen sind offiziell noch keine Infektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet worden. Ein Ausbruch könnte verheerende Folgen haben, weil die medizinische Versorgung in dem bitterarmen Land extrem schlecht ist.
    8 min
  • 08.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Gespräche zu Corona-Hilfen vertagt
    Im Streit um ein umfangreiches Corona-Rettungspaket haben die EU-Finanzminister auch nach 16 Stunden Verhandlungen keinen Durchbruch erzielt, sondern sich auf Donnerstag vertagt. Dies teilte Eurogruppen-Chef Mario Centeno auf Twitter mit. Man sei einem Kompromiss nahe gekommen, habe ihn aber noch nicht geschafft. Ziel bleibe ein starkes Sicherheitsnetz im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie. Es soll einen Umfang von rund 500 Milliarden Euro haben. Die schwierigste Hürde war nach Angaben von Teilnehmern der Unterredung immer noch der Streit über eine gemeinsame Schuldenaufnahme. 
    Trump droht WHO mit Beitragsstopp
    US-Präsident Donald Trump droht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einem Stopp der amerikanischen Beitragszahlungen. Vor Journalisten in Washington kündigte er an, die Zahlungen auszusetzen. Auf Nachfrage präzisierte er allerdings, er prüfe einen solchen Schritt. Ob er ihn auch umsetzt, wollte er nicht bestätigen. Stunden zuvor hatte Trump der WHO auf Twitter vorgeworfen, beim Umgang mit der Coronavirus-Pandemie "wirklich Mist gebaut" zu haben. Die Organisation werde zu großen Teilen von den USA finanziert, sei aber zu sehr auf China fokussiert und habe schlechte Ratschläge erteilt.
    US-Marineminister tritt im Streit um Corona-Flugzeugträger zurück
    Im Konflikt um die zahlreichen Coronavirus-Fälle auf dem US-Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" ist der amtierende Marineminister Thomas Modly zurückgetreten. Modly hatte am vergangenen Donnerstag den Kommandanten des Kriegsschiffes entlassen und später mit einer Ansprache an die Besatzung, in der er den Kapitän vulgär beschimpfte, Empörung ausgelöst. Kapitän Brett Crozier hatte angesichts von mehr als 150 Coronavirus-Infektionen auf der "Theodore Roosevelt" in einem Brandbrief an seine Vorgesetzten die Evakuierung des Flugzeugträgers mit 4800 Mann Besatzung gefordert.
    Twitter-Gründer Dorsey spendet eine Milliarde Dollar
    Twitter-Gründer Jack Dorsey spendet Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar für den Kampf gegen das Coronavirus. Der 43-Jährige kündigte per Tweet an, 28 Prozent seines Privatvermögens in einen entsprechenden Fonds zu stecken. Bei den Mitteln handelt es sich um Anteile an dem von Dorsey gegründeten und als Vorstandschef geführten Online-Bezahldienst Square. Nach Bekämpfung von COVID-19 solle das Geld in Gesundheits- und Bildungsprojekte zugunsten von Mädchen investiert werden, schrieb Dorsey. Der Internet-Unternehmer versprach Transparenz bei der Verwendung der Mittel.
    Tausende Menschen verlassen Wuhan
    76 Tage nach der Abriegelung der chinesischen Großstadt Wuhan wegen des Coronavirus haben die Behörden die Abschottung beendet. An diesem Mittwoch durfte das einstige Epizentrum der Virus-Pandemie erstmals wieder verlassen werden. Der Zugverkehr und die Autobahnen wurden freigegeben. Tausende Menschen nutzten die Gelegenheit und machten sich auf den Weg aus der zentralchinesischen Stadt. Das neuartige Coronavirus war Ende 2019 erstmals in Wuhan festgestellt worden. Am 23. Januar wurde die Stadt abgeriegelt.
    Deutschland lässt Flüchtlingskinder kommen
    Deutschland wird in einem ersten Schritt 50 unbegleitete Minderjährige aus Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufnehmen. Einen entsprechenden Beschluss will das Kabinett an diesem Mittwoch fassen, wie das Innenministerium in Berlin mitteilte. Darauf habe sich Ressortchef Horst Seehofer (CSU) mit Vertretern der Fraktionen von Union und SPD verständigt. Die Kinder und Jugendlichen sollten "nach Möglichkeit schon in der kommenden Woche" nach Deutschland gebracht werden, hieß es weiter. Nach zwei Wochen in Quarantäne würden sie auf verschiedene Bundesländer verteilt.
    Ronaldinho gegen Kaution im Hausarrest
    Der brasilianische Ex-Fußballstar Ronaldinho ist in Paraguay nach einem Monat aus der Untersuchungshaft entlassen und unter Hausarrest gestellt worden. Der 40-Jährige, dem ein Prozess wegen der Einreise mit mutmaßlich gefälschten Pässen bevorsteht, wurde zusammen mit seinem Bruder Roberto de Assis Moreira in ein Hotel in der Hauptstadt Asunción gebracht. Beide stehen unter Aufsicht der Polizei und dürfen das Land nicht verlassen. Ihre Anwälte hatten zuvor eine Kaution von 1,6 Millionen US-Dollar (1,47 Millionen Euro) hinterlegt.
    8 min
  • 07.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Großbritannien bangt um Premier Johnson
    Der britische Regierungschef Boris Johnson ist wegen seiner COVID-19-Erkrankung auf eine Intensivstation verlegt worden. Der Gesundheitszustand des 55-Jährigen habe sich im Laufe des Montags verschlechtert, teilte das Büro des Premierministers mit. Die Verlegung sei "vorsichtshalber" für den Fall erfolgt, dass Johnson beatmet werden müsse. Er sei bei Bewusstsein, hieß es aus London. Johnson hatte seine Coronavirus-Infektion Ende März öffentlich gemacht. Nach gut einer Woche in Quarantäne mit Fieber war der Premier am Sonntagabend in ein Krankenhaus gebracht worden.
    Dänemark lockert erste Corona-Maßnahmen
    Nach Österreich und Tschechien hat auch Dänemark angekündigt, seine Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie langsam wieder zu lockern. In einem ersten Schritt sollen Kindergärten und Grundschulen am 15. April geöffnet werden, wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mitteilte. Die Dänen sollten sich jedoch darauf gefasst machen, dass sie noch über Monate wegen der Corona-Pandemie mit Einschränkungen leben müssten. So blieben beispielsweise Restaurants, Bars, Friseursalons und Einkaufszentren vorerst noch geschlossen.
    WHO fordert mehr Pflegepersonal
    Angesichts der Corona-Pandemie und anderer Gesundheitskrisen verlangen die Vereinten Nationen eine zügige Aufstockung des Pflegepersonals. Weltweit fehlten rund 5,9 Millionen Pflegekräfte in Krankenhäusern, Heimen und sonstigen Einrichtungen, warnte die Weltgesundheitsorganisation in Genf. Pflegekräfte bildeten das Rückgrat jedes Gesundheitssystems, betonte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus anlässlich des Weltgesundheitstages an diesem 7. April. Im Kampf gegen die Atemwegserkrankung COVID-19 wirkten sie an der Frontlinie und riskierten ihr eigenes Leben.
    Freispruch für australischen Kardinal Pell
    Der wegen Kindesmissbrauchs zu sechs Jahren Haft verurteilte Kardinal George Pell kommt überraschend auf freien Fuß. Das Oberste Gericht Australiens gab dem Berufungsantrag des 78-Jährigen statt. Es folgte damit den Argumenten der Verteidigung, die auf Schwächen in Zeugenaussagen verwiesen hatte. Dem ehemaligen Finanzchef des Vatikans war vorgeworfen worden, Mitte der 1990er-Jahre einen Chorknaben in der Kathedrale von Melbourne sexuell missbraucht und einen weiteren belästigt zu haben.
    Sejm billigt Präsidentenwahl per Brief
    In Polen hat das Parlament dem Vorschlag der nationalkonservativen Regierungspartei PiS zugestimmt, die Präsidentenwahl am 10. Mai als reine Briefwahl abzuhalten. Für einen entsprechenden Gesetzentwurf sprach sich die Mehrheit der Abgeordneten aus. Die Opposition im Sejm und sogar politische Verbündete der PiS hatten vergebens eine Verschiebung der Wahl auf einen Zeitpunkt nach der Corona-Krise gefordert. Politische Beobachter sind der Ansicht, eine Abstimmung im Mai erhöhe die Wiederwahl-Chancen von Staatschef Andrzej Duda. Er führt derzeit in Umfragen.
    Medienbericht: Mehr rechtsextrem motivierte Straftaten in 2019
    Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl rechtsextrem motivierter Straftaten im vergangenen Jahr gestiegen. Für 2019 wurden insgesamt 22.337 Delikte vorläufig im Kriminalpolizeilichen Meldedienst für Politisch Motivierte Kriminalität gemeldet, bei denen die Tat einen rechtsextremen Hintergrund hatte. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Politikerin Irene Mihalic hervor, auf die sich die Zeitungen der Funke Mediengruppe berufen. 2018 habe die Polizei 20.431 rechtsextrem motivierte Straftaten gezählt, 2017 insgesamt 20.520.
    7 min
  • 06.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Generalsekretär warnt vor Gewalt gegen Frauen in Corona-Krise
    UN-Generalsekretär António Guterres hat eine Zunahme von häuslicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der weltweiten Corona-Krise angeprangert. Als Folge der in der Krise gewachsenen wirtschaftlichen und sozialen Drucksituationen habe es in der vergangenen Woche eine erschreckende globale Zunahme der häuslichen Gewalt gegeben, sagte Guterres in einer auf Twitter verbreiteten Videobotschaft. Der UN-Generalsekretär appellierte an alle Regierungen, Maßnahmen zur Eindämmung der Gewalt gegen Frauen in ihre Notfallpläne aufzunehmen. So sollten etwa Notrufsysteme in Apotheken und Drogerien eingerichtet werden.
    Johns Hopkins meldet Schreckenszahl
    Deutschland hat nach Angaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität jetzt mehr als 100.000 bekannte Corona-Infektionsfälle. Die Schwelle wurde demnach am Sonntagabend überschritten. Die Zahl der Menschen in der Bundesrepublik, die bisher an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19 starben, wurde mit 1576 angegeben. Die Johns-Hopkins-Universität erhebt ihre Daten nach einer anderen Methodik als das deutsche Robert-Koch-Institut, das bis zum Sonntag einige tausend Infektionsfälle weniger bestätigt hat.
    Queen spricht Briten in Corona-Krise Mut zu
    Königin Elizabeth II. hat die Briten in einer Rede an die Nation auf einen gemeinsamen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eingeschworen. Sie rief die Bürger auf, "geeint und entschlossen" zu bleiben. "Wir werden siegen", sagte die Monarchin in der am Sonntagabend ausgestrahlten Fernsehansprache wörtlich. Die Queen bedankte sich zudem bei allen Briten, die zu Hause blieben, um besonders gefährdete Menschen zu schützten.
    Sorge um britischen Premierminister
    In Großbritannien ist der an COVID-19 erkrankte Regierungschef Boris Johnson in ein Krankenhaus gebracht worden. Da der Premierminister noch immer Symptome aufweise, habe ihm sein Arzt zu weiteren Untersuchungen geraten, hieß es aus der Downing Street. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Der 55-jährige Johnson hatte sich nach seinem positiven Corona-Test vor anderthalb Wochen in Quarantäne begeben.
    Duma untersucht Corona-Beiträge der DW
    Das russische Parlament will die Deutsche Welle und andere Medien wegen ihrer Berichterstattung über den Umgang Moskaus mit der Corona-Pandemie ins Visier nehmen. Der Auslandssender der Bundesrepublik habe falsche Nachrichten über das russische Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus verbreitet, sagte Wassili Piskarjow, der eine entsprechende Untersuchungskommission in der Staatsduma leitet. Die DW wies die Vorwürfe vehement zurück. Kritiker werfen Russland vor, ein "Regime der totalen Zensur" zu schaffen.
    Erhöhte Radioaktivität bei Tschernobyl
    In der Sperrzone rund um das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist infolge eines Waldbrands erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Der Leiter des staatlichen Umweltinspektionsdienstes, Jegor Firsow, veröffentlichte ein Video, in dem ein Geigerzähler das 16-fache des Normalwertes anzeigte. Das Feuer habe sich auf 100 Hektar Fläche ausgebreitet, berichtete Firsow. Ein Reaktorblock des AKW war 1986 explodiert. Die Umgebung ist bis heute stark verstrahlt.
    7 min
  • 04.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China gedenkt der Coronatoten
    Mit drei Schweigeminuten hat China der Toten durch das neue Coronavirus gedacht. Landesweit heulten am chinesischen Totengedenktag um 10.00 Uhr Ortszeit die Sirenen. Auch hupten Autos und Schiffe ließen ihre Hörner ertönen. Die Nationalflaggen auf öffentlichen Gebäuden und in chinesischen Botschaften weltweit wehten auf halbmast. Das Gedenken sei zu Ehren der Märtyrer und Landsleute, die im Kampf gegen die Epidemie ums Leben gekommen seien, teilte der Staatsrat mit.
    Müller befürchtet neue Gewalt durch Corona in Afrika
    Entwicklungsminister Gerd Müller befürchtet, dass die Corona-Pandemie in Afrika zum Ausbruch neuer Gewalt bis hin zu Bürgerkriegen führen könnte. Müller sprach von einer dramatischen Lage. Mit einer Verzögerung von zwei Monaten komme das Virus jetzt in den Entwicklungs- und Schwellenländern an. Die wirtschaftlichen Verwerfungen der Krise träfen Afrika mit voller Wucht. Millionen Menschen hätten bereits ihre Arbeit verloren und verfügten über keinerlei Absicherung, sagte der CSU-Politiker.
    Trump rät zum Tragen von Gesichtsmasken
    Die US-Regierung rät entgegen einer bisher geltenden Richtlinie nun auch zum Tragen von Gesichtsmasken, um sich vor der Ausbreitung des Coronavirus zu schützen. Verpflichtend sei dies nicht, sagte US-Präsident Donald Trump bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. Er fügte hinzu: "Ich habe mich entschieden, es nicht zu tun." Der US-Präsident hatte die Pandemie zu Beginn verharmlost. In den USA haben sich mehr als 273.000 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt und damit so viele, wie in keinem anderem Land. Die Zahl der Toten stieg innerhalb von 24 Stunden um mehr als 1000 auf 7141.
    Weitere Entlassung in der Ukraine-Affäre
    US-Präsident Donald Trump entlässt den Generalinspekteur der Geheimdienste, Michael Atkinson. Der 55-Jährige spielte eine zentrale Rolle in der Ukraine-Affäre. Sie führte zum Amtsenthebungsverfahren gegen Trump, das aber vom Senat abgelehnt wurde. In einem Brief an die Vorsitzenden der Geheimdienstausschüsse im Senat und im Repräsentantenhaus schrieb Trump nun, er habe das Vertrauen in Atkinson verloren. Der hatte die Beschwerde eines Whistleblowers weitergeleitet, wonach Trump den ukrainischen Präsidenten zu Ermittlungen gegen seinen demokratischen Rivalen Joe Biden gedrängt haben soll.
    40.000 deutsche Urlauber noch im Ausland
    Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass in der Corona-Krise aktuell noch mehr als 40.000 deutsche Reisende im Ausland festsitzen. Die Angaben beruhten auf Schätzungen, teilte das Ministerium mit. Die meisten Deutschen sind demnach noch in Südafrika, Neuseeland und Peru. Insgesamt seien bislang 194.000 deutsche Touristen zurückgeholt worden, sagte Außenminister Heiko Maas nach Beratungen mit seinen 26 EU-Amtskollegen. Er sprach von einem logistischen Husarenstück für alle Beteiligten. An manchen Tagen seien 20 Flugzeuge zugleich in der Luft gewesen, um Deutsche zurückzubringen.
    Spitzenrating für Deutschland trotz Corona-Krise
    Die Ratingagentur Standard & Poor's hat Deutschlands Spitzenbewertung trotz der Pandemie bestätigt. Das Land halte seine Topnote "AAA" für die Kreditwürdigkeit, erklärten die Bonitätswächter. In der Bewertung spiegele sich der starke finanzielle Puffer, über den Deutschland verfüge, hieß es bei S&P. Die staatlichen Finanzen seien in einem guten Zustand und ermöglichten eine starke Reaktion auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Die Ratingagentur geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr in Deutschland um 1,9 Prozent schrumpfen wird.
    Großes Hilfspaket für den Mittelstand wegen Corona
    Die Bundesregierung plant wegen der Coronavirus-Pandemie ein zusätzliches riesiges Hilfspaket, um im Mittelstand eine Pleitewelle zu verhindern. Im Gespräch ist, Kredite für mittelständische Firmen für eine begrenzte Zeit mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abzusichern. Die Höchstgrenze könnte bei 500.000 Euro pro Firma liegen. Die EU-Kommission hat hierfür schon den Weg geebnet. Sie genehmigte Programme, bei denen Mitgliedstaaten beispielsweise zinslose Kredite vergeben oder eine 100-prozentige Risikohaftung übernehmen können.
    8 min
  • 03.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weltweit mehr als eine Million nachgewiesene Covid-19-Infizierte
    Weltweit sind nach einer Zählung der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität inzwischen mehr als 51.000 Menschen in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 habe sich binnen acht Tagen auf eine Million verdoppelt. Rund 22 Prozent der Corona-Fälle gibt es demnach in den USA, gefolgt von Italien und Spanien mit je elf Prozent. In Deutschland ist die Zahl der Todesopfer mit einer Corona-Infektion auf 1074 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Infektionen in der Bundesrepublik gab die Universität aus Baltimore zuletzt mit 84.264 Menschen an.
    Deutschlandtrend: Großes Vertrauen in die Arbeit der Bundesregierung
    In der Corona-Krise bekommt die Bundesregierung Rückendeckung von der Bevölkerung. Laut dem neuen ARD-Deutschlandtrend des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap sind 72 Prozent der Deutschen zufrieden mit dem Krisenmanagement der großen Koalition. Gleichzeitig blicken die Bürger mit 63 Prozent auch viel positiver auf die Arbeit der Regierung insgesamt. Davon profitieren insbesondere CDU und CSU. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 34 Prozent der Befragten für die Union stimmen. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als noch vor einem Monat. Die SPD käme unverändert auf 16 Prozent.
    NATO will Hilfen gegen Corona-Pandemie besser koordinieren
    Die NATO will im Kampf gegen das Coronavirus künftig stärker zusammenarbeiten. Das Militärbündnis sei für Krisen geschaffen worden und könne in der aktuellen Pandemie-Krise helfen, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg nach einer Videokonferenz der NATO-Außenminister. Die 30 Bündnispartner hätten beschlossen, dass Oberbefehlshaber Tod D. Wolters die militärische Unterstützung in der Corona-Krise fortan koordinieren, ausbauen und beschleunigen soll. Er solle etwa Kapazitäten im Lufttransport ausmachen und sicherstellen, dass medizinische Ausrüstung geliefert werden könne, sagte Stoltenberg.
    USA bleiben auch in Corona-Krise kreditwürdig
    Die Kreditwürdigkeit der USA ist der Ratingagentur Standard & Poor’s zufolge auch in der Corona-Krise unverändert gegeben. Die Bonität werde weiterhin mit der zweitbesten Note "AA+" bewertet, teilte die Agentur mit. Der Ausblick sei trotz der hohen Staatsverschuldung und des aktuellen Hilfsprogramms unverändert stabil.
    US-Demokraten verschieben Nominierungsparteitag
    Wegen der Coronavirus-Pandemie verschieben die US-Demokraten ihren Parteitag zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten. Das Treffen in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin solle nun in der am 16. August beginnenden Woche stattfinden, teilte die Oppositionspartei mit. Ursprünglich sollte der Parteitag mit tausenden Delegierten vom 13. bis 16. Juli ausgetragen werden. Das Kandidatenrennen bestreiten inzwischen nur noch Ex-Vizepräsident Joe Biden und der linksgerichtete Senator Bernie Sanders. Wahlkampf und Vorwahlen sind aber faktisch zum Erliegen gekommen.
    Extremabenteurer und Aktivist Nehberg gestorben
    Der deutsche Extremabenteurer und Menschenrechtler Rüdiger Nehberg ist 84-jährig gestorben. Seit Anfang der 70er Jahre hatte er mit seinen spektakulären Aktionen als Überlebenskünstler immer wieder für Aufsehen gesorgt. Er überquerte den Atlantik auf einem Baumstamm, einem Tretboot und einem Floß und kämpfte sich monatelang allein und ohne Ausrüstung durch Regenwald und Wüste, erst als Abenteurer, später als Menschenrechtsaktivist. Sein Einsatz galt vor allem dem indigenen Volk der Yanomami in Brasilien und dem Kampf gegen die Genitalverstümmelung von Frauen.
    7 min
  • 02.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.In Deutschland jetzt deutlich mehr als 70.000 Corona-Fälle registriert
    Die Corona-Krise breitet sich auch in Deutschland weiter aus: Nach den jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die Zahl der Infizierten und Toten binnen 24 Stunden wieder deutlich gestiegen. Das RKI meldet 73.522 bestätigte Infektionsfälle, 6156 mehr als am Mittwoch. 872 Menschen seien im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore spricht dagegen schon von knapp 78.000 Infizierten und 931 Todesfällen. Besonders betroffen von der Pandemie sind weiter die Bundesländer Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.
    Corona-Krise: Kontaktbeschränkungen bis zum 19. April ausgedehnt
    Die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise werden in Deutschland bis mindestens zum 19. April verlängert. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder mit. Am Dienstag nach Ostern wollen sie die Lage neu bewerten. Kontakte zu Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushalts sollten auf ein absolutes Minimum reduziert werden, so Merkel. Sie mahnte, die Menschen in Deutschland sollten generell auf private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - verzichten. "Eine Pandemie kennt keine Feiertage", betonte die Kanzlerin.
    13 EU-Staaten befürchten Gefahr für Demokratie
    Mehr als ein Dutzend EU-Staaten haben sich besorgt über den Fortbestand der Demokratie gezeigt, sollten die Notfallmaßnahmen in der Corona-Krise zu drastisch ausfallen. Notmaßnahmen sollten auf das Nötigste begrenzt werden, verhältnismäßig und befristet sein, regelmäßig überprüft werden und die Grundsätze von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wahren. Unterzeichner der von den Niederlanden veröffentlichten und mit getragenen Erklärung sind Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, Spanien und Schweden.
    UN-Klimakonferenz in Glasgow wird verschoben
    Die Coronavirus-Pandemie bremst nun auch die Klimadiplomatie aus. Der für November im schottischen Glasgow geplante Weltklimagipfel COP26 wurde abgesagt. Die Entscheidung wurde gemeinsam vom Klimasekretariat der Vereinten Nationen und den Veranstaltern Großbritannien und Italien getroffen. UN-Klimasekretärin Patricia Espinosa erklärte, die Verschiebung sei angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus unvermeidlich. Auf lange Sicht sei der Klimawandel aber die deutlich größere Bedrohung für die Menschheit. Der Gipfel soll im kommenden Jahr nachgeholt werden. Einen Termin gibt es noch nicht.
    Algerien und Irak entlassen Tausende Häftlinge wegen Coronavirus
    Offenbar aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus sollen in Algerien und im Irak Tausende Gefangene entlassen werden. Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune erließ ein Dekret zur Begnadigung von mehr als 5000 Häftlingen. Ausgenommen sind Häftlinge, die wegen Terrorismus, Vergewaltigung, Mord und anderer schwerer Delikte verurteilt wurden. In Algerien wurden 716 Corona-Infektionen gemeldet, es gab 44 Todesopfer. Im Irak ordneten die Gerichte die Freilassung von mehr als 750 Häftlingen an. Dort wurden bisher 715 Infektionen gemeldet, darunter 50 Todesfälle.
    Wegen Coronavirus: Tennis-Klassiker in Wimbledon fällt 2020 aus
    Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg fällt Wimbledon aus. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werde das bedeutendste Tennis-Turnier der Welt in diesem Jahr auch nicht zu einem anderen Termin nachgeholt, teilten die Organisatoren mit. Ursprünglich sollte der Rasen-Klassiker vom 29. Juni bis 12. Juli in London ausgetragen werden. Nun soll die 134. Auflage der prestigeträchtigen Veranstaltung vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. Es ist das erste Mal seit 75 Jahren, dass das Turnier nicht stattfindet.
    Tornados nach Anti-IS-Einsatz zurück in Deutschland
    Vier Tornado-Aufklärungsjets der Bundeswehr sind nach mehr als vierjährigem Einsatz im Rahmen des internationalen Kampfes gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) nach Deutschland zurückgekehrt. Die Maschinen landeten auf einem Luftwaffenstützpunkt in Schleswig-Holstein sowie einem Fliegerhorst in Rheinland-Pfalz, teilte die Luftwaffe mit. Die zunächst im türkischen Incirlik und später in Jordanien stationierten Tornados absolvierten fast 2500 Einsatzflüge. Die Bundeswehr unterstützte die internationale Militärkoalition gegen den IS im Irak und in Syrien seit 2016 mit Aufklärungsflügen.
    9 min
  • 01.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weitere 149 Virus-Tote in Deutschland
    In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf 67.366 gestiegen. Insgesamt seien bislang 732 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Virus gestorben, teilte das RKI auf seiner Website mit. Im Vergleich zum Vortag wurden demnach 5453 Neuinfektionen gemeldet, die Zahl der Todesopfer stieg um 149. Die Sozialdemokraten sprachen sich unterdessen für eine Vermögensabgabe wohlhabender Bürger aus, um die finanzpolitischen Folgen der Krise zu bewältigen. Entsprechend äußerte sich SPD-Chefin Saskia Esken in Zeitungsinterviews.
    Steinmeier und andere Staatschefs fordern "globale Allianz" gegen Corona
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zusammen mit anderen für eine "neue globale Allianz" im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie plädiert. Vor diesem Virus seien alle gleich, schrieben Steinmeier und die Staatsoberhäupter von Jordanien, Äthiopien, Singapur und Ecuador in einem gemeinsamen Beitrag für die "Financial Times". Die Pandemie werde kein Land verschonen, egal wie fortschrittlich seine Wirtschaft, seine Fähigkeiten oder seine Technologie seien. Mit Corona steht die Welt nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres vor der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.
    Pentagonchef verweigert Evakuierung von Flugzeugträger mit Corona-Fällen
    Trotz Alarms durch den Kapitän eines US-Flugzeugträgers, auf dem sich das Coronavirus ausbreitet, hat Verteidigungsminister Mark Esper eine Evakuierung des Schiffes verweigert. Stattdessen würde zusätzliches medizinisches Personal auf die "USS Theodore Roosevelt" geschickt, sagte Esper im US-Sender CBS. Der Flugzeugträger hat mehr als 4000 Besatzungsmitglieder. In Kalifornien sollen wegen der Corona-Krise vorzeitig bis zu 3500 Häftlinge aus den Gefängnissen entlassen werden. In dem US-Bundesstaat haben sich vier Insassen und 25 Angestellte mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.
    USA fordern Übergangsregierung für Venezuela
    Die US-Regierung hat ihre Strategie für den gewünschten Machtwechsel in Venezuela geändert und die Bildung einer Übergangsregierung vorgeschlagen. Dafür soll Oppositionsführer Juan Guaidó vorübergehend auf seinen Machtanspruch verzichten. Zusammen mit Präsident Nicolás Maduro soll er eine Übergangsregierung ermöglichen, die Neuwahlen organisieren soll. Außenminister Mike Pompeo sagte, der von den USA als Interimspräsident anerkannte Guaidó könne dabei antreten. Maduro hingegen müsse gehen. Die Regierung in Caracas wies den US-Vorschlag als Bevormundung eines souveränen Landes umgehend zurück.
    Trump will dreckigere Autos erlauben
    US-Präsident Donald Trump will die von seinem Vorgänger Barack Obama erlassenen Umweltstandards für neue PKW lockern. Die US-Umweltbehörde EPA und das Verkehrsministerium stellten neue Regelungen für Autos der kommenden Baujahre 2021 bis 2026 vor. Diese sehen vor, dass die Emissions- und Verbrauchsstandards jährlich statt um 5 Prozent nur noch um 1,5 Prozent verschärft werden. Ursprünglich hatte Trump sogar vorgeschlagen, die Vorschriften für mehr Kraftstoffeffizienz ganz fallen zu lassen. Obama kritisierte Trumps Politik, man könne sich keine weitere Leugnung des Klimawandels leisten.
    Asselborn: Ungarn hat eine "diktatorische Regierung"
    In der EU mehren sich die Rufe nach Sanktionen gegen Ungarn, wegen des vom rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban durchgesetzten Pandemie-Notstandsgesetzes. Angesichts weitreichender Vollmachten für Orban zur Corona-Bekämpfung rief Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn zu Gegenmaßnahmen auf. Die EU dürfe sich nicht damit abfinden, dass es in ihren Reihen eine diktatorische Regierung gebe, sagte Asselborn der Zeitung "Die Welt". Eine Regierung, die unbefristet von keinem Parlament mehr kontrolliert werde, dürfe nicht mitentscheiden bei Sachentscheidungen die ganz Europa betreffen.
    9 min
  • 31.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA wollen weiterhin keine neuen Europäer im Land
    Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der US-Regierung für Besucher aus Europa soll verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden möglicherweise sogar verschärft werden, sagte US-Präsident Donald Trump. Das werde helfen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen. Es sei sehr wichtig, Grenzen zu haben, so Trump. Er machte keine Angaben, bis wann der Einreisestopp verlängert wird. Die Maßnahme sollte zunächst bis Mitte April gelten. Inzwischen sind in den USA mehr als 3000 Menschen an COVID-19 gestorben, mehr als 163.000 sind infiziert.
    US-Bundesrichter kippt Abtreibungsverbot in Texas
    Ein US-Richter hat ein vom Bundesstaat Texas erlassenes generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen während der Corona-Krise aufgehoben. Ein solches Verbot sei nicht zulässig, erklärte Bundesrichter Lee Yeakel. In Texas sind derzeit alle nicht dringlich notwendigen chirurgischen Eingriffe untersagt, um Kapazitäten für die Behandlung von Coronavirus-Patienten freizuhalten, darunter auch Abtreibungen. Die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates will Yeakels Aufhebung des Verbots nun anfechten. Schwangerschaftsabbrüche sind seit Jahrzehnten eines der kontroversesten Themen in den USA.
    Indische Wanderarbeiter fliehen aufs Land
    In Indien sind nach der Verhängung einer dreiwöchigen Ausgangssperre im Kampf gegen das neue Coronavirus hunderttausende Wanderarbeiter aus den großen städtischen Zentren in ihre Heimatdörfer unterwegs. Die riesige Wanderungsbewegung in die ländlichen Regionen droht, sämtliche Versuche der Regierung im Kampf gegen den Erreger Sars-CoV-2 zu konterkarieren. Um dies zu verhindern, hat die Regierung von Premier Narendra Modi die Bundesstaaten aufgefordert, die Grenzen zu schließen, zurückkehrende Tagelöhner und ihre Angehörigen in provisorischen Massenunterkünften zu versorgen und zu isolieren.
    UN fordern gigantisches Corona-Finanzpaket für arme Staaten
    Die Vereinten Nationen machen sich angesichts der Corona-Krise für ein riesiges finanzielles Hilfspaket für Entwicklungsländer stark. Insgesamt sollte etwa durch einen Schuldenerlass eine Summe von 2.500 Milliarden US-Dollar für die armen Staaten mobilisiert werden, verlangte die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) in Genf. Damit könnten die Folgen der Pandemie für die Entwicklungsländer abgefedert werden. Nach Berechnungen des Entwicklungsprogramms UNDP könnten durch die Corona-Krise alleine in Afrika knapp die Hälfte aller Jobs vernichtet werden.
    Rettungsschiff "Alan Kurdi" sticht trotz Corona wieder in See
    Nach zweimonatiger Pause ist das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" wieder im Mittelmeer im Einsatz. Die spanischen Behörden hätten grünes Licht zum Auslaufen gegeben, mittlerweile habe das Schiff internationale Gewässer erreicht, teilte die Organisation "Sea Eye" mit. Das Zielgebiet vor Libyen werde voraussichtlich am Wochenende erreicht. Zum Schutz vor COVID-19 habe die Einsatzleitung besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Wegen der begrenzten Reisemöglichkeiten für Crewmitglieder während der Pandemie sei es das erste Schiff seit Wochen, dem es gelungen sei einen Einsatz zu starten.
    18 Feuerwehrleute sterben bei Waldbrand in China
    Bei einem Waldbrand im Südwesten Chinas sind 18 Feuerwehrleute und ein weiterer Mensch ums Leben gekommen. Wie der chinesische Staatssender CCTV berichtete, wurden die Einsatzkräfte und ein Farmangestellter aus der Region bei Löscharbeiten von Flammen eingeschlossen, als der Wind plötzlich drehte. Das Feuer war demnach in der Nähe der Präfektur Liangshan Yi in der Provinz Sichuan ausgebrochen. In dieser Provinz hatte es schon vor gut einem Jahr ein schweres Unglück bei einem Waldbrand gegeben: Mindestens 26 Feuerwehrleute starben damals im Kreis Muli.
    9 min
  • 30.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump befürchtet 100.000 Coronavirus-Tote in den USA
    US-Präsident Donald Trump befürchtet, dass durch das neuartige Coronavirus in den USA mindestens 100.000 Menschen sterben könnten. Er kündigte an, Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sollten nun bis zum 30. April gelten. Die USA sind schon seit einigen Tagen das Land mit den weltweit meisten bestätigten Corona-Fällen. Der Berater von US-Präsident Donald Trump im Kampf gegen das Coronavirus, Anthony Fauci, rechnet mit insgesamt bis zu 200.000 Todesopfern in den Vereinigten Staaten.
    Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland steigen weiter
    Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin gibt die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen jetzt mit 57.298 an - ein Plus von 4751 seit dem Sonntag. Zudem registrierte das RKI 455 Todesfälle. Dagegen meldet die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität für Deutschland 62.435 Infizierte und 541 Corona-Tote. Aufgrund der steigenden Fallzahlen versucht die Bundesregierung energisch, die Debatte über eine Lockerung der Abwehrmaßnahmen einzudämmen. Finanzminister Olaf Scholz betonte, gesundheitliche Fragen seien vorrangig. Wirtschaftsminister Peter Altmaier twitterte, die Maßnahmen könnten erst gelockert werden, wenn sich die Zahl der Neuinfektionen verlangsame.
    Wirtschaftsweise stellen wegen Corona Sondergutachten vor
    Angesicht der massiven Folgen der Corona-Pandemie für die Wirtschaft stellt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an diesem Montag ein Sondergutachten vor. Neben den Auswirkungen für die wirtschaftliche Entwicklung wollen die sogenannten Wirtschaftsweisen darin auch Maßnahmen anregen, mit denen die negativen Folgen abgefedert und eine Erholung der deutschen Volkswirtschaft gefördert werden könnten. Die Corona-Krise hat die wirtschaftliche Aktivität in vielen Bereichen lahmgelegt, es wird mit einer Rezession gerechnet.
    Nigerias Präsident macht Lagos und Abuja dicht
    Nigerias Präsident Muhammadu Buhari riegelt zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie die Millionenstadt Lagos und die Hauptstadt Abuja ab. Die Maßnahme solle ab Montag für 14 Tage gelten, teilt Buhari in einer TV-Ansprache mit. Alle Einwohner dieser beiden Städte müssten in ihren Wohnungen bleiben. In Nigeria sind offiziellen Angaben zufolge 97 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
    Nordkorea berichtet von Test mit Mehrfachraketenwerfer
    Nordkorea hat bei seinem jüngsten Raketentest laut eigener Darstellung einen "supergroßen Mehrfach-Raketenwerfer" eingesetzt. Das erfolgreich getestete System werde in Kürze an die Streitkräfte ausgeliefert, meldete Nordkoreas staatliche Medienagentur KCNA. Am Sonntag hatte das Regime in Pjöngjang zum vierten Mal in diesem Monat Raketen ins offene Meer gefeuert - obwohl eine UN-Resolution Nordkorea die Erprobung ballistischer Raketen verbietet.
    Trump: Harry und Meghan müssen für Schutz in den USA selbst zahlen
    Der britische Prinz Harry und Herzogin Meghan ziehen Medienberichten zufolge in die USA. Präsident Donald Trump wies das Paar darauf hin, dass die US-Regierung nicht für den Personenschutz aufkommen werde. Sicherheitskräfte müssten sie selbst bezahlen, betonte Trump. Harry und Meghan verzichten von April an auf die Anrede "Königliche Hoheit" und nehmen keine offiziellen Aufgaben mehr für das britische Königshaus wahr.
    8 min

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