Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 17.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Staaten beraten über Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger
    Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen an diesem Dienstag über einen 30-tägigen Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger wegen der Coronavirus-Pandemie entscheiden. Die Beratungen erfolgen in Form einer Video-Konferenz. Mehrere der 27 Mitgliedstaaten haben bereits ihre Grenzen zu den Nachbarn ganz oder teilweise geschlossen. In der Nacht verfügte Griechenland eine 14-tägige Quarantäne für alle ins Land einreisenden Menschen. Deutschland kontrolliert seit gestern an den Grenzen die Einreise aus Frankreich, Luxemburg, Dänemark, Österreich und der Schweiz.
    Ein neuer "Schwarzer Montag" an der Wall Street
    Erneute Panikreaktionen haben den US-Aktienmärkten die schlimmsten Verluste seit dem "schwarzen Montag" im Jahr 1987 eingebrockt. Der Dow Jones Industrial schloss am Montagabend mit einem Verlust von fast 3000 Punkten oder 13 Prozent bei 20.188 Zählern. Nun liegt der Leitindex wieder unter dem Niveau vom Juni 2017. Die Zinssenkung der US-Notenbank Fed ist weitgehend wirkungslos verpufft. US-Präsident Donald Trump hält inzwischen eine Rezession für möglich.
    Europa will Wirtschaftskrise mit allen Mitteln bekämpfen
    Die EU-Staaten wollen sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie stemmen. Man werde Bürger und Währung unter allen Umständen schützen, sagte Eurogruppen-Chef Mario Centeno nach einer Videokonferenz der 27 EU-Finanzminister. Es gehe darum, alles zu tun, was notwendig ist, um das Vertrauen wiederherzustellen. Schon jetzt haben die Staaten der Eurozone mehr als eine Billion Euro an Wirtschaftshilfen in Aussicht gestellt - das entspricht etwa zehn Prozent der gemeinsamen Wirtschaftskraft.
    Im US-Bundesstaat Ohio ist die Präsidentschaftsvorwahl wegen Corona verschoben
    In den USA ist die Präsidentschaftsvorwahl der Demokraten nun auch im Bundesstaat Ohio wegen des Coronavirus verschoben worden. Dies gab Gouverneur Mike DeWine per Twitter bekannt. Er nannte den 2. Juni als neuen Termin. Eigentlich sollte die Abstimmung an diesem Dienstag stattfinden, ebenso in Georgia und Louisiana. Dort waren die Vorwahlen bereits vor einigen Tagen verschoben worden. In den Bundesstaaten Arizona, Florida, und Illinois wird dagegen wie geplant gewählt. Favorit ist der frühere Vizepräsident Joe Biden.
    Merkel, Erdogan und Macron sprechen über Syrien-Krieg
    Bundeskanzlerin Angela Merkel will an diesem Dienstag mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron per Video über den Syrien-Konflikt und seine Folgen beraten. Dabei dürfte es vor allem um die Lage der Flüchtlinge an der türkisch-griechischen Grenze gehen. Die drei wollten sich ursprünglich in Istanbul treffen, wegen der Corona-Krise wurde das Treffen aber in eine Videokonferenz umgewandelt.
    Equal Pay Day: Frauen verdienen nur halb so viel
    In ihrem gesamten Erwerbsleben verdienen Frauen in Deutschland nur etwa halb so viel wie Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Untersuchung. In Westdeutschland liege das erwartete Lebenserwerbseinkommen im Schnitt bei rund 830.000 Euro für Frauen, Männer kommen auf durchschnittlich etwa anderthalb Millionen Euro. In Ostdeutschland sei von rund 660.000 Euro für Frauen und knapp 1,1 Millionen Euro für Männer auszugehen. Die Studie wurde zum internationalen "Tag für gleiche Bezahlung" veröffentlicht.
    8 min
  • 16.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kampf gegen Covid-19: Einreiseverbote und strenge Grenzkontrollen
    Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus wird es an den deutschen Außengrenzen zu fünf Nachbarländern künftig Kontrollen und Einreiseverbote geben. Betroffen sind die Übergänge zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Dänemark und auch Luxemburg. Ausnahmen gibt es unter anderem für den Warenverkehr und für Pendler. Zuvor hatten schon andere EU-Staaten ihre Grenzen weitgehend dicht gemacht, darunter Dänemark, Polen, die Slowakei, Tschechien und Österreich. Frankreich kündigte als Reaktion auf die deutschen Maßnahmen ebenfalls verschärfte Kontrollen an.
    Bundesregierung rät von allen nicht notwendigen Auslandsreisen ab
    Die Bundesregierung rät wegen der Corona-Krise von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", so Außenminister Heiko Maas. Vom Auswärtigen Amt heißt es weiter, es sei mit zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen.
    Zentralbanken von Japan und USA reagieren auf Corona-Krise
    Japans Notenbank hat angesichts der Corona-Krise ihre Geldpolitik weiter gelockert. So fährt sie unter anderem die Ankäufe börsennotierter Fonds und anderer riskanter Anlagen hoch. Die Zentralbank werde bei Bedarf ihre Geldpolitik ohne Zögern weiter lockern, hieß es nach einer Krisensitzung in Tokio. Zuvor hatte die US-Notenbank Fed den Leitzins um einen Prozentpunkt auf einen Korridor von 0 bis 0,25 Prozent verringert. US-Präsident Donald Trump begrüßte den Schritt. Die USA sollten keinen Leitzins haben, der höher als in anderen starken Wirtschaftsnationen sei, betonte Trump.
    Cyberangriffe auf 40 Prozent der deutschen Unternehmen
    In den vergangenen zwölf Monaten haben laut einer Studie 41 Prozent der deutschen Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern auf mindestens einen Cyberangriff reagieren müssen. Nach der vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen vorgelegten Untersuchung war das Phishing mit 22 Prozent die häufigste Attacke. Dabei versuchen Angreifer, mit Hilfe präparierter E-Mails an Passwörter oder Bankdaten zu kommen. Es folgten mit 13 Prozent Ransomware-Angriffe, bei denen Schadsoftware Daten verschlüsselt und Lösegeld fordert. Das CEO-Fraud mit angeblichen E-Mails vom Chef kam auf acht Prozent.
    Oppositionspolitiker Gantz soll Regierung in Israel bilden
    Israels Präsident Reuven Rivlin will den Oppositionspolitiker Benny Gantz mit der Regierungsbildung beauftragen. Der frühere Armeechef werde an diesem Montag den Auftrag dazu erhalten, kündigte die israelische Präsidentschaft an. Die rechtskonservative Likud-Partei des bisherigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte zwar bei der Parlamentswahl am 2. März die Nase vorn. Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß bekam jetzt aber von den im Parlament vertretenen Parteien mehr Empfehlungen für die Regierungsbildung.
    Historisch niedrige Beteiligung bei Kommunalwahlen in Frankreich
    Die vom Coronavirus überschattete erste Runde der Kommunalwahlen in Frankreich ist laut ersten Schätzungen mit einem Rekordtief bei der Wahlbeteiligung zu Ende gegangen. Nach Berechnungen des Instituts Ipsos-Steria sind rund 55 Prozent der Bürgerinnen und Bürger nicht zur Wahl gegangen. Obwohl das öffentliche Leben weitgehend stillsteht, waren fast 48 Millionen Menschen aufgerufen, die Wahllokale aufzusuchen. An der Entscheidung, die Wahl trotz der Ausbreitung des Coronavirus stattfinden zu lassen, gab es massive Kritik.
    Spanischer König streicht seinem Vater Zahlungen des Palasts
    Der spanische König Felipe VI. ist auf strikte Distanz zu seinem skandalumrankten Vater Juan Carlos gegangen. Felipe strich seinem Vater Zahlungen durch das Königshaus über mehr als 194.000 Euro im Jahr. Auch verzichtete Felipe VI. auf alle Erbschaftsansprüche gegenüber seinem Vater. Die Entscheidungen des Königs folgten auf Medienberichte über mutmaßliche Geldflüsse aus Saudi-Arabien an Juan Carlos.
    10 min
  • 14.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Europa jetzt Epizentrum der Coronavirus-Pandemie
    Europa ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt weltweit die am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Region der Welt. In Europa würden mehr Infektionen und Todesfälle gemeldet als in allen anderen Ländern außerhalb Chinas zusammen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Tedros rief alle Länder der Welt auf, weiter rigoros gegen die Ausbreitung zu kämpfen, Infizierte zu finden, zu isolieren und Kontaktpersonen der Infizierten zu überwachen. Außerdem solle jeder Abstand zu anderen Menschen halten.
    Zahl der Corona-Fälle in Europa steigt
    Italien hat am Freitag 250 neue Corona-Tote gemeldet, so viele wie noch nie an einem Tag seit Ausbruch der Pandemie. Insgesamt starben in dem südeuropäischen Land bisher 1266 Menschen an der Lungenkrankheit, es gibt offiziell 17.660 Infizierte. Die spanische Regierung meldete mehr als 4300 Infektionsfälle, das sind rund 1300 mehr als am Donnerstag. Die Zahl der Toten stieg von 84 auf 120. In Österreich werden am Montag nur noch Supermärkte, Drogerien und Apotheken öffnen, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz mitteilte. In Deutschland bleiben ab Montag alle Schulen und Kitas geschlossen.:
    Trump ruft Notstand aus
    US-Präsident Donald Trump hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA den nationalen Notstand ausgerufen. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Erregers der neuen Lungenkrankheit freigesetzt, sagte Trump bei einer Ansprache im Rosengarten des Weißen Hauses. Er rief die Krankenhäuser auf, ihre Notfallpläne zu aktivieren. Zudem kündigte Trump an, dass es Anfang der kommenden Woche möglich sein soll, 500.000 US-Bürger auf das Coronavirus zu testen. Bislang gab es zu wenige Tests in den USA.
    Türkisch-russische Nordsyrien-Vereinbarung
    Die Türkei und Russland haben sich auf gemeinsame Patrouillen in der nordsyrischen Provinz Idlib verständigt. Beide Seiten hätten eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, sagte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar. Die gemeinsamen Patrouillen sollen am Sonntag entlang einer Hauptverkehrsstraße beginnen. Mit einer russischen Militärdelegation arbeiteten türkische Vertreter seit Dienstag in Ankara die Details einer Feuerpause aus. Die Waffenruhe hatten der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der russische Staatschef Wladimir Putin am 5. März in Moskau ausgehandelt.
    Bill Gates will noch wohltätiger werden
    Microsoft-Gründer Bill Gates verlässt den Verwaltungsrat des US-Softwareriesen. Wie der Konzern mitteilte, wolle der Milliardär mehr Zeit für wohltätige Zwecke haben. Dazu gehörten unter anderem der weltweite Kampf gegen Krankheiten und den Klimawandel. Der 64-Jährige werde aber weiter als "Technologieberater" für Microsoft-Chef Satya Nadella und andere Spitzenmanager des Konzerns im Einsatz sein.
    Boeing 737 fliegt mit Riss im Rumpf
    Die US-Luftfahrtaufsicht FAA prüft nach einem Vorfall mit einer Southwest-Airlines-Maschine, ob bestimmte Boeing-Jets häufiger überprüft werden müssen. Anlass ist ein Flug von Las Vegas nach Boise im US-Bundesstaat Idaho, bei dem sich ein über dreißig Zentimeter langer Riss am Rumpf einer Boeing 737 gebildet hatte. Dadurch sei der Druck in der Kabine allmählich gesunken. Die Crew konnte dennoch sicher am Zielort landen. Die Maschine war das letzte Mal nur etwa 500 Flüge zuvor inspiziert worden - was den bisherigen Vorschriften entspricht.
    7 min
  • 13.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Deutsche sollen wegen Coronavirus auf Kontakte verzichten
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bevölkerung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus aufgefordert, wo immer möglich auf Sozialkontakte zu verzichten. Das sei ein Aufruf an alle, sagte die CDU-Politikerin nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer. Auch die vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen sei eine weitere Option, fügte die Kanzlerin hinzu. Die Zahl der Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus in Deutschland gestorben sind, ist unterdessen auf sechs gestiegen.
    Saarland und Bayern kündigen Schulschließungen an
    Im Saarland und in Bayern werden ab Montag alle Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten wegen der Coronavirus-Krise geschlossen bleiben. In beiden Bundesländern fällt der Unterricht damit bis zum Ende der Osterferien Ende April aus. Die Regierung des Saarlandes begründete den Schritt mit der geografischen Nähe zur französischen Krisenregion Grand-Est. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Andere Länder wie Nordrhein-Westfalen erwägen ähnliche Schritte.
    Kampf gegen Coronavirus weltweit
    Im Kampf gegen das Coronavirus haben Frankreich und Belgien angekündigt, vorerst landesweit alle Schulen zu schließen. In Frankreich bleiben auch Kindertagesstätten und Universitäten ab Montag zu, in Belgien gilt das auch für Restaurants und Cafés. Weltweit wird das öffentliche Leben mehr und mehr eingeschränkt. Der Start der Formel-1-Saison in Melbourne wurde abgesagt. In Kanada begab sich Regierungschef Justin Trudeau in eine selbstgewählte Isolation, nachdem seine Frau positiv auf den gefährlichen Krankheitserreger getestet wurde.
    EU-Innenminister beschäftigen sich mit Flüchtlingskrise
    Die Aufnahme minderjähriger Flüchtlinge von den griechischen Inseln wird an diesem Freitag Thema der EU-Innenministerkonferenz in Brüssel sein. Mehrere Länder wollen Angaben der EU-Kommission zufolge in einer "Koalition der Willigen" Kinder zu sich holen, darunter Deutschland. Die Regierungskoalition in Berlin hatte sich am vergangenen Sonntag grundsätzlich bereiterklärt, zusammen mit einigen anderen EU-Staaten bis zu 1500 unbegleitete minderjährige Migranten aus Griechenland aufzunehmen.
    US-Luftangriffe als Vergeltung im Irak
    US-Truppen haben nach dem Raketenbeschuss eines Stützpunktes im Irak Milizenstellungen angegriffen. Man habe "defensive Präzisionsangriffe" gegen Einrichtungen der vom Iran unterstützten Miliz Kataib Hisbollah ausgeführt, teilte das Pentagon mit. Nach irakischen Angaben fanden die US-Luftangriffe in Nadschif sowie an drei anderen Orten südlich von Bagdad statt. Am Vortag waren bei der möglicherweise von der Miliz gestarteten Raketenattacke auf den Militärstützpunkt der US-geführten Militärkoalition in Tadschi zwei Amerikaner und ein Brite getötet worden.
    Chelsea Manning kommt aus der Beugehaft frei
    Ein US-Gericht hat die Freilassung der früheren Wikileaks-Informantin Chelsea Manning angeordnet. Die gegen die 32-Jährige verhängte Beugehaft sei nicht mehr notwendig, entschied ein Bundesrichter in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia. Manning hatte zuvor nach Angaben von Unterstützern versucht, sich das Leben zu nehmen. Die Whistleblowerin sollte dazu gezwungen werden, vor einer sogenannten Grand Jury zum Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange auszusagen.
    8 min
  • 12.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA verhängen wegen Coronavirus Einreiseverbot für Menschen aus Europa
    Die USA verhängen wegen des Coronavirus für 30 Tage ein allgemeines Einreiseverbot für Menschen, die aus Europa in die Vereinigten Staaten reisen wollen. Die Maßnahme soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump am Freitag um Mitternacht in Kraft treten. Das Einreiseverbot gelte allerdings nicht für Großbritannien. Unterdessen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Verbreitung des neuartigen Krankheitserregers als Pandemie eingestuft.
    Italiens Regierung schließt im Kampf gegen Coronavirus Restaurants und Geschäfte
    Die italienische Regierung hat weitere drastische Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des gefährlichen Coronavirus angeordnet. So müssten alle Bars, Restaurants und Geschäfte in dem Land schließen, nur Lebensmittelläden und Apotheken seien weiter geöffnet, erklärte Premierminister Guiseppe Conte. Das ganze Land gilt bereits als Sperrzone. In Italien sind nach offizieller Statistik mehr als 12.400 Menschen mit dem Virus infiziert. Mehr als 820 sind gestorben.
    Drei Tote bei Raketenagriff im Irak
    Bei einem Raketenangriff auf einen Militärstützpunkt im Irak sind nach offiziellen Angaben zwei Soldaten der US-geführten Koalitionstruppen und ein Mitarbeiter eines Unternehmens getötet worden. Zwölf weitere Soldaten seien bei dem Beschuss der Basis Tadschi verwundet worden, teilte die von den Vereinigten Staaten angeführte Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit. Etwa 18 Katjuscha-Raketen seien auf dem Stützpunkt eingeschlagen. Auf wen der Angriff zurückgeht, ist unklar. Irakische Sicherheitskräfte hätten wenige Kilometer von dem Stützpunkt entfernt ein Fahrzeug gefunden, das für den Abschuss von Raketen umfunktioniert gewesen sei.
    Abschiebeflug aus Deutschland trifft in Afghanistan ein
    Deutschland hat erneut eine Gruppe abgelehnter Asylbewerber in die afghanische Hauptstadt Kabul ausgeflogen. An Bord der Maschine befanden sich nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur 39 Afghanen. Seit Ende 2016 haben Bund und Länder insgesamt 868 Männer nach Afghanistan zurückgebracht. Die Abschiebungen sind umstritten. Denn trotz der Aussicht auf Friedensgespräche geht der Konflikt zwischen der afghanischen Regierung und den militant-islamistischen Taliban weiter.
    Prozess gegen türkischen Anwalt der deutschen Botschaft startet
    In der türkischen Hauptstadt Ankara beginnt der Prozess gegen einen Anwalt der deutschen Botschaft. Der Angeklagte Yilmaz S. wurde vor sechs Monaten in der Türkei verhaftet. Ihm wird unter anderem Spionage vorgeworfen. Der Fall ist besonders brisant, weil der türkische Anwalt den Auftrag hatte, Angaben von Menschen aus der Türkei zu überprüfen, die in Deutschland Asyl beantragt hatten. Seit seiner Verhaftung besteht die Sorge, dass sensible Informationen über Schutzsuchende in die Hand türkischer Behörden gelangt sind.
    Weinstein mit Herzproblemen ins Krankenhaus gebracht
    Der wegen Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung zu 23 Jahren Haft verurteilte Filmproduzent Harvey Weinstein ist nach der Verkündung des Strafmaßes in ein New Yorker Krankenhaus gebracht worden. Der 67-Jährige habe Brustschmerzen und leide unter Herzproblemen, teilte eine Sprecherin Weinsteins mit. Mehr als 100 Frauen haben dem einstigen Hollywood-Mogul sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Vor dem Gericht in New York waren schließlich die Fälle der früheren Produktionsassistentin Mimi Haleyi und der Jungschauspielerin Jessica Mann gelandet. Weinsteins Anwälte haben Rechtsmittel gegen die Verurteilung angekündigt.
    BVB scheitert an Paris in der Champions League
    Borussia Dortmund hat im Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League die Chance auf ein Weiterkommen vergeben. Der BVB wurde von Paris Saint-German mit 2:0 besiegt. Die Treffer erzielten Neymar und der frühere Bayern-Profi Juan Bernat. Der 2:1-Sieg aus dem Hinspiel blieb insofern ohne Wirkung. - In der italienischen Serie A ist mit Daniele Rugani von Juventus Turin der erste Profi-Fußballer positiv auf das Coronavirus getestet worden.
    9 min
  • 11.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Unternehmen in Wuhan setzen Arbeit fort
    In der schwer von der Coronavirus-Epidemie betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan dürfen einige Unternehmen wieder ihren Betrieb aufnehmen. Dies gelte unter anderem für Unternehmen, die wichtig seien für "globale Industrieketten", teilte die Regierung der Provinz Hubei mit, in der Wuhan liegt. Auch Betriebe, die Güter des täglichen Bedarfs herstellen, dürfen demnach ihre Produktion wiederaufnehmen. In Wuhan war das neuartige Coronavirus im Dezember erstmals bei Menschen aufgetreten. Seitdem wurden in Festlandchina knapp 81.000 Infektionen sowie mehr als 3100 Todesfälle registriert.
    EU beschließt Investitionen gegen die Corona-Krise
    Die EU-Staaten wollen sich im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie besser abstimmen. Bei einer Konferenzschaltung hätten sich die Staats- und Regierungschefs darauf geeinigt, gemeinsam alles Notwendige zu tun und schnell zu handeln, sagte EU-Ratspräsident Charles Michel. Die Gesundheits- und Innenminister sollten sich nun täglich abstimmen. Die EU-Kommission will mit einem 25 Milliarden Euro schweren Fonds die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie mildern.
    Trumps Corona-Hilfsprogramm lässt auf sich warten
    Das an den US-Börsen bereits gefeierte Konjunkturpaket, das US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellt hatte, muss wohl erst noch geschnürt werden. Ursprünglich wollte Trump am Dienstag etwas zu den geplanten "großen" wirtschaftlichen Schritten sagen, mit denen die Corona-Krise gemildert werden soll. Stattdessen hieß es von seinem Wirtschaftsberater Larry Kudlow, für Details sei es noch zu früh. Kudlow kündigte jedoch "kühne Schritte" von einem "kühnen Präsidenten" an. Angedacht sind wohl befristete Lohnsteuererleichterungen sowie Kredite für Kleinunternehmen.
    Biden setzt sich bei US-Vorwahlen von Sanders ab
    Bei erneuten Vorwahlen der US-Demokraten hat Präsidentschaftsbewerber Joe Biden seine Siegesserie offenbar fortsetzen können. Ersten Prognosen zufolge konnte sich Biden in vier Staaten gegen seinen Konkurrenten, den linksgerichteten Bernie Sanders, durchsetzen. Dazu gehört auch Michigan, wo am Abend die meisten Delegierten für die Nominierung vergeben wurden. Zahlen aus zwei weiteren Staaten stehen noch aus. Biden ist seit seinem Erfolg beim "Super Tuesday" vor einer Woche der Favorit für die Präsidentschaftskandidatur. Der 77-jährige Politiker könnte den Vorsprung nun entscheidend ausbauen.
    Weltweit zweiter HIV-Patient gilt als "geheilt"
    In London ist zweieinhalb Jahre nach Beendigung einer Anti-HIV-Therapie bei dem Patienten kein funktionsfähiges HI-Virus mehr nachweisbar. Die behandelnden Mediziner an der britischen Universität von Cambridge betrachten den Mann als geheilt. Der Schlüssel dazu war eine spezielle Stammzellspende, die wegen einer zusätzlichen Blutkrebserkrankung notwendig wurde. Die Ärzte betonen, dass diese Behandlung für die meisten HIV-Patienten nicht infrage komme. Eine Heilung von Aids ist bis heute grundsätzlich nicht möglich.
    Afghanistan lässt Taliban-Kämpfer frei
    Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat die Freilassung von 1500 Taliban-Gefangenen versprochen. Der Schritt ist auch Teil des Abkommens zwischen den USA und der Terrorgruppe. Darin wird allerdings die Freilassung von 5000 Gefangenen gefordert. Die restlichen 3500 Kämpfer sollen nach Beginn von innerafghanischen Verhandlungen freigelassen werden, sofern die Taliban die Gewalt beenden. Das US-Außenministerium veröffentlichte aber eine Erklärung, in der es hieß, dass das Ausmaß der Gewalt vor allem in ländlichen Gebieten immer noch "inakzeptabel" sei.
    Sicherheitskräfte stoppen Regierungsgegner in Venezuela
    Polizisten in schwerer Montur und mit gepanzerten Wagen haben eine vom selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó angeführte Demonstration in der venezolanischen Hauptstadt gestoppt. Die Oppositionsanhänger, die zur Nationalversammlung in Caracas gelangen wollten, wurden mit Tränengas zurückgedrängt. Guaidó, der auch Parlamentspräsident ist, war vor zwei Monaten aus der Nationalversammlung ausgeschlossen worden. Seine Versuche, den autoritären sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro aus dem Amt zu drängen, sind trotz großer internationaler Unterstützung bislang fehlgeschlagen.
    10 min
  • 10.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Chinas Staatschef erstmals seit Corona-Ausbruch in Wuhan
    Erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Epidemie ist Chinas Staatschef Xi Jinping in die Millionenmetropole Wuhan gereist. Dort hatte der Erreger seinen Ausgang genommen. Xi traf mit dem Flugzeug zu der unangekündigten Visite in der Hauptstadt der Provinz Hubei ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Er wolle dort im Laufe des Tages die Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie inspizieren. Der sonst in den chinesischen Medien geradezu allgegenwärtige Xi hatte seit der starken Ausbreitung des Coronavirus ab Januar das Rampenlicht weitgehend gemieden.
    Premier Conte erklärt ganz Italien zur Sperrzone
    Italiens Regierung schränkt wegen der Coronavirus-Epidemie die Reise- und Versammlungsfreiheit im ganzen Land ein. Regierungschef Giuseppe Conte rief die Italiener dazu auf, ihre Lebensgewohnheiten zu ändern. Er kündigte ein Versammlungsverbot an, das an diesem Dienstag durch ein Dekret in Kraft gesetzt werden soll. Die Schulen und Universitäten in ganz Italien bleiben bis zum 3. April geschlossen. Mit knapp 10.000 Ansteckungsfällen und mehr als 460 Toten ist Italien das am schlimmsten von der Epidemie betroffene Land in Europa.
    Deutsche Wirtschaftsforscher befürchten wegen Coronakrise Rezession
    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erwartet, dass Deutschland in diesem Jahr infolge der Coronavirus-Krise in eine Rezession abgleitet. Das Virus scheine die deutsche Wirtschaft nach den vorliegenden Zahlen "recht kräftig zu erfassen", sagte der Leiter der DIW-Abteilung für Konjunkturpolitik, Claus Michelsen, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Vor allem die Industrie dürfte nach seiner Einschätzung betroffen sein, aber auch Dienstleistungen wie das Gastronomiegewerbe und die Reisebranche. Auch nach Ansicht von Ifo-Chef Clemens Fuest droht eine Rezession; er forderte die Bundesregierung in der "Augsburger Allgemeinen" auf, ihre Hilfen für die Wirtschaft zu verstärken.
    Keine Annäherung zwischen EU und Türkei
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat bei seinen Gesprächen in Brüssel keine Unterstützung für seinen Kurs im Syrien-Krieg erhalten. Konkret fordert er die Hilfe der Europäer bei der Versorgung von Flüchtlingen sowie bei den Kampfeinsätzen der Türkei in Syrien. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg verwies auf die mehr als fünf Milliarden Dollar, die das Bündnis bereits in der Türkei investiert habe. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen forderte von Erdogan, Migranten nicht länger zur Weiterreise nach Griechenland zu ermuntern.
    US-Armee zieht sich aus Afghanistan zurück
    Die US-amerikanischen Streitkräfte haben ihren schrittweisen Abzug aus Afghanistan eingeleitet. Innerhalb der nächsten 135 Tage wolle man die Truppenstärke auf 8600 Mann reduzieren, sagte ein Armeesprecher. Die US-Truppen seien aber weiterhin in der Lage, Anti-Terror-Missionen durchzuführen und die afghanischen Sicherheitskräfte zu unterstützen. Ende Februar hatten die USA nach langen Verhandlungen mit den Taliban ein Abkommen über Wege zum Frieden in Afghanistan geschlossen. Es soll nach mehr als 18 Jahren US-Präsenz im Land zu innerafghanischen Friedensgesprächen führen.
    Mexiko erlebt "Tag ohne Frauen"
    Mit einem groß angelegten Streik haben in Mexiko zahlreiche Frauen gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen protestiert. Schätzungen zufolge gingen am Montag mehrere Millionen Frauen nicht zur Arbeit, nicht einkaufen und beteiligten sich auch darüber hinaus nicht am öffentlichen Leben. Sie folgten damit einem Aufruf feministischer Gruppen, dem sich Unternehmen und Behörden ebenso angeschlossen hatten wie indigene Organisationen, Universitäten und Schulen. Auch Regierungspolitikerinnen und Abgeordnete beteiligten sich an der Aktion mit dem Titel "Ein Tag ohne uns".
    Der nächste große Vorwahltag in den USA
    Das Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten geht an diesem Dienstag mit Vorwahlen in sechs Bundesstaaten weiter. Der frühere Vizepräsident Joe Biden und der linksgerichtete Senator Bernie Sanders treten in Idaho, Michigan, Mississippi, Missouri, North Dakota und Washington gegeneinander an. Es geht um 352 der 3979 Delegierten, die im Juli den demokratischen Präsidentschaftskandidaten wählen werden. Besonders wichtig ist Michigan im Mittleren Westen, wo 125 Delegiertenstimmen vergeben werden. Ergebnisse werden nach deutscher Zeit erst am Mittwoch erwartet.
    10 min
  • 09.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ölpreis bricht um 30 Prozent ein
    Der Ölpreis ist an den Weltmärkten seit Sonntagabend um rund 30 Prozent eingebrochen. Grund dafür ist ein regelrechter Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland: Bislang hatte das Kartell der Erdöl exportierenden Länder OPEC vergeblich versucht, Russland von einer Drosselung der Fördermenge zu überzeugen. Nun will Saudi-Arabien, das anders als Russland der OPEC angehört, offenbar selbst mehr Öl fördern. Gleichzeitig lässt das Golfland sich auf niedrigere Preise ein. Der Ölpreis steht immer stärker auch unter dem Druck sinkender Nachfrage, weil das Coronavirus der Weltwirtschaft schadet.
    Maas fordert Türkei auf, sich an Vereinbarungen zu halten
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat weitere Flüchtlingshilfen für die Türkei an Bedingungen geknüpft. Zwar werde sich die EU dem Gespräch nicht verweigern, wenn es Finanzierungslücken bei der humanitären Versorgung von Flüchtlingen gebe, sagte Maas der Funke Mediengruppe. Die Türkei müsse sich aber an ihren Teil der Vereinbarungen halten. Außerdem dürften Flüchtlinge nicht "auch noch als politisches Faustpfand missbraucht werden."
    Deutschland will jungen Flüchtlingen helfen
    Deutschland soll einen "angemessenen Teil" von bis zu 1500 besonders bedürftigen Kindern aufnehmen, die als Flüchtlinge im türkisch-griechischen Grenzgebiet festsitzen. In einem Beschluss des Koalitionsausschusses ist die Rede von etwa tausend bis 1500 Minderjährigen in den hoffnungslos überfüllten Lagern der Ägäis-Inseln. Infrage kommen unbegleitete Kinder unter 14 Jahren sowie ältere Minderjährige, die wegen schwerer Erkrankungen dringend medizinische Hilfe benötigen. Die Regierung setzt auf eine "Koalition der Willigen", die sie derzeit auf europäischer Ebene zu schmieden versucht.
    Koalition will Wirtschaft wegen Corona-Krise helfen
    Zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie haben sich die Spitzen der großen Koalition auf Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld geeinigt. So sollen etwa die Sozialversicherungsbeiträge vollständig von der Bundesagentur für Arbeit erstattet werden, wie der Koalitionsausschuss in der Nacht zum Montag beschloss.
    Waffenexporte weltweit gestiegen
    Die Waffenexporte sind einem Bericht zufolge von 2015 bis 2019 weltweit um 5,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Zeitraum 2010 bis 2014 werde der Markt noch deutlicher von den USA dominiert, teilte das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI mit. Die größten Waffenexporteure waren nach den USA Russland, Frankreich, Deutschland und China. Der Gesamtanteil Deutschlands an den weltweiten Waffenexporten betrug 5,8 Prozent, dies entspricht einem Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zum Zeitraum 2010 bis 2014.
    TV: Sudans Ministerpräsident überlebt Attentatsversuch
    Sudans Ministerpräsident Abdullah Hamdok hat nach staatlichen Angaben einen Attentatsversuch überlebt. Es habe einen Anschlag auf seinen Konvoi in der Hauptstadt Khartum gegeben, berichtete das staatliche Fernsehen. Hamdok sei an einen sicheren Ort gebracht worden. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.
    Gewalttätige Konfrontationen bei Frauentag-Protest
    Am Internationalen Frauentag ist es in Chile zu Konfrontationen mit der Polizei gekommen. Demonstranten in der Hauptstadt Santiago versuchten, Barrieren am Präsidentenpalast zu überwinden. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. An den Demonstrationen nahmen nach Schätzungen der Polizei mehr als 125.000 Menschen teil. Die Organisatoren sprachen von 500.000 Teilnehmern. In Mexiko-Stadt gingen Zehntausende Demonstrantinnen auf die Straße."Der Unterdrückerstaat ist ein Macho-Vergewaltiger", skandierten sie.
    Remis im Kellerduell Mainz gegen Düsseldorf
    In der 1. Fußball-Bundesliga gab es am Sonntag zwei Partien mit den folgenden Ergebnissen: Bayern München - Augsburg 2 zu 0; Mainz - Düsseldorf 1 zu 1. Die Bayern bleiben Tabellenführer, gefolgt von Dortmund und Leipzig. Am Tabellenende stehen Düsseldorf, Bremen und Paderborn.
    9 min
  • 07.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Grünen-Chefin fordert neues Flüchtlingsabkommen zwischen EU und Türkei
    Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei als "gescheitert" bezeichnet. Man brauche ein neues, rechtsstaatlich garantiertes Abkommen, das aus den Fehlern der Vergangenheit lerne und dafür sorge, dass Menschen gut versorgt seien. Ein solches Abkommen müsse verhindern, dass "die 27 EU-Staaten nicht wie Dominosteine umfallen, wenn Recep Tayyip Erdogan einmal pustet", sagte Baerbock mit Blick auf den türkischen Präsidenten. Das Abkommen mit Ankara sei nicht erst in den vergangenen Tagen, sondern in den "furchtbaren Lagern von Lesbos" gescheitert.
    Immer mehr Ansteckungen mit Corona
    Die Zahl der weltweit diagnostizierten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist auf mehr als 100.000 gestiegen. Das bestätigen mehrere auf offiziellen Daten basierende Zählungen. Demnach sind 91 Länder rund um den Globus betroffen, 3406 Menschen starben an COVID-19, die weitaus meisten von ihnen in China. In Deutschland gibt es laut Robert-Koch-Institut (RKI) mittlerweile 639 Infektionsfälle. Zudem erklärte das RKI Südtirol zum Corona-Risikogebiet. Instituts-Präsident Lothar Wieler teilte mit, in Deutschland würden 36 Corona-Fälle in Verbindung mit Südtirol stehen.
    Mutmaßlicher IS-Angriff in Kabul
    Bei einem Anschlag auf eine Gedenkveranstaltung für einen schiitischen Milizenführer sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul mindestens 27 Menschen getötet worden. Nach offiziellen Angaben gab es zudem 55 Verletzte. Laut den Angaben nahmen auch hochrangige Politiker an der Veranstaltung teil. Sie seien in Sicherheit, hieß es. Nach der Explosion eines Sprengsatzes sollen mehrere Angreifer das Feuer eröffnet haben. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat sich zu der Tat bekannt.
    Trump wechselt Stabschef im Weißen Haus aus
    US-Präsident Donald Trump macht einen seiner treuesten Unterstützer, den republikanischen Abgeordneten Mark Meadows, zum Stabschef im Weißen Haus. Der 61-Jährige löse den kommissarischen Stabschef Mick Mulvaney ab, teilte Trump mit. Meadows hatte im Dezember erklärt, er werde nicht erneut für das US-Repräsentantenhaus kandidieren. Trump dankte Mulvaney für seine Arbeit für die Regierung. Er werde nun US-Sondergesandter für Nordirland. Während des Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump wegen der Ukraine-Affäre hatte Mulvaney mit Äußerungen bei einer Pressekonferenz Kritik auf sich gezogen.
    Rund 5000 Menschen demonstrieren in München gegen Rechtsextremismus
    Rund eine Woche vor der Kommunalwahl in Bayern haben in der Landeshauptstadt München mehr als 5000 Menschen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus demonstriert - und gegen die rechtsgerichtete Partei AfD. Ministerpräsident Markus Söder, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und andere riefen bei der Kundgebung dazu auf, Demokratiefeinden entschlossen entgegenzutreten. "Wir müssen aufpassen, dass das braune Gift nicht weiter sickert und ins demokratische Grundwasser kommt", sagte Söder.
    Ölpreis sinkt weiter
    Trotz weltweit sinkender Nachfrage haben sich die OPEC-Staaten und ihre Kooperationspartner nicht auf eine Drosselung der Fördermengen einigen können. Russland lehnte bei einem Treffen mit den führenden Erdölstaaten in Wien eine drastische Drosselung der Produktion bis Jahresende ab. Nach der Bekanntgabe verbilligte sich die Nordsee-Sorte Brent zeitweise um bis zu zehn Prozent. Schon zuvor waren aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus die Ölpreise stark unter Druck geraten.
    Brasilianischer Ex-Fußballstar Ronaldinho in Paraguay in U-Haft
    Kurz nach dem Verzicht des zuständigen Staatsanwalts auf eine Anklage wegen der Einreise mit einem gefälschten Pass ist der brasilianische Ex-Fußballstar Ronaldinho in Paraguay dennoch inhaftiert worden. Die Generalstaatsanwaltschaft teilte in Asunción mit, sie habe Untersuchungshaft "wegen Verwendung eines staatlichen Dokuments mit gefälschtem Inhalt" angeordnet. Am Freitag hatte ein Staatsanwalt darauf verzichtet, Ronaldinho und seinen Bruder de Assis Moreira anzuklagen. Die Brüder seien "betrogen" worden und hätten "in gutem Glauben" gehandelt, als sie die gefälschten Pässe erhielten.
    8 min
  • 06.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Waffenruhe in Idlib
    Seit Mitternacht gilt im nordsyrischen Idlib eine zwischen Russland und der Türkei ausgehandelte Waffenruhe. Nach Berichten von Aktivisten und Menschenrechtlern herrscht seither eine gespannte Ruhe. Zuvor hatten die Konfliktparteien die jeweilige Gegenseite noch mit Luftangriffen und Artilleriebeschuss unter Druck gesetzt. Die EU-Außenminister beraten an diesem Freitag im kroatischen Zagreb über die Lage in den Kriegsgebieten Syriens.
    Österreichs Kanzler warnt vor Aufnahme weiterer Migranten
    Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat die EU-Staaten vor einer Aufnahme der Flüchtlinge an der griechisch-türkischen Grenze gewarnt. Die Menschen dort würden vom türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan "ausgenutzt" und "instrumentalisiert", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Kurz argumentierte auch, die Migranten an der Grenze hätten keinen Anspruch auf Asyl. Sie kämen größtenteils nicht aus dem syrischen Kriegsgebiet. Vielmehr lebten die meisten von ihnen bereits jahrelang in der Türkei und würden dort nicht verfolgt.
    Deutsche Bürgermeister fordern Aufnahme von Flüchtlingskindern
    Sieben deutsche Städte haben die Bundesregierung aufgefordert, die Aufnahme von Kindern aus den griechischen Flüchtlingslagern zu ermöglichen. Vor allem alleinstehenden Kindern müsse sofort geholfen werden, heißt es in einem Appell der Oberbürgermeister, der an diesem Freitag bundesweit veröffentlicht werden soll. Unterzeichnet haben ihn die Oberbürgermeister von Köln, Düsseldorf, Potsdam, Hannover, Freiburg im Breisgau, Rottenburg am Neckar und Frankfurt (Oder). Bislang fehlen den Städten die rechtlichen Grundlagen, um Flüchtlinge freiwillig aufnehmen zu können.
    China wichtigster Handelspartner Deutschlands
    Das vierte Jahr in Folge ist China 2019 der wichtigste Handelspartner Deutschlands gewesen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, wurde Waren im Wert von 205,7 Milliarden Euro zwischen beiden Staaten gehandelt. Die Bundesrepublik importierte aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt Güter im Wert von 109,7 Milliarden Euro und damit so viel wie aus keinem anderen Land. Bei den Exporten verhält es sich etwas anders. Die meisten deutschen Ausfuhren gingen wieder in die USA, gefolgt von Frankreich und China.
    Coronavirus: Die Mehrheit der Deutschen bleibt noch gelassen
    Von der Ausbreitung des Coronavirus lassen sich die meisten Menschen in Deutschland nicht beunruhigen. Im ARD-Deutschlandtrend gaben mehr als drei Viertel der Befragten an, sie hätten nur geringe Sorge, sich mit dem Virus anzustecken. Im Vormonat sagten dies allerdings noch fast 90 Prozent. - Das für Infektionskrankheiten zuständige Robert Koch-Institut zählt inzwischen 400 Coronavirus-Fälle in Deutschland.
    Länderspielklassiker steht auf der Kippe
    Die Stadt Nürnberg stellt das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Italien wegen des Corona-Virus in Frage. Das Testspiel ist für den 31. März geplant. Wenn die Entscheidung heute zu treffen wäre, würde die Stadtverwaltung eine Absage empfehlen, hieß es in Nürnberg. Schließlich würden viele Fans auch aus den Risikogebieten Norditaliens erwartet. Ob die Begegnung wirklich abgesagt wird, soll im Laufe der kommenden Woche entschieden werden.
    Post-Brexit-Verhandlungen verlaufen zäh
    Die EU und Großbritannien sehen noch große Hindernisse vor einer Einigung auf ein Handelsabkommen nach dem Brexit. EU-Chefunterhändler Michel Barnier sprach nach Abschluss der ersten Verhandlungsrunde von vielen, sehr ernsten Differenzen. Ähnlich äußerte sich die britische Regierung. Wesentliche Streitpunkte sind die Regeln für einen fairen Wettbewerb, die Fischerei oder die Verfolgung von Straftätern. Übereinstimmungen verzeichnete Barnier etwa bei der friedlichen Nutzung der Atomkraft. Die nächste Runde beginnt am 18. März in London.
    8 min

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