Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 05.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU weist Vorgehen der Türkei im Flüchtlingsstreit entschieden zurück
    Die Europäische Union hat der Türkei mit Blick auf die angespannte Lage an der Grenze zu Griechenland einen Missbrauch der Krise zu politischen Zwecken vorgeworfen. Die EU weise das Vorgehen Ankaras entschieden zurück, erklärten die EU-Innenminister nach einem Sondertreffen in Brüssel. Die Türkei hatte Brüssel zuvor Bedingungen für eine Lösung des Flüchtlingsstreits gestellt und bestritten, dass sie die EU mit der Grenzöffnung erpressen wolle. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, die EU zeige "hohe Solidarität" gegenüber Griechenland.
    Keine Mehrheit für Aufnahme von 5000 Flüchtlingen aus Griechenland
    Die große Koalition hat im Bundestag gegen die Aufnahme von 5000 schutzbedürftigen Flüchtlingen aus Griechenland gestimmt, obwohl zahlreiche Sozialdemokraten einen entsprechenden Antrag der Grünen inhaltlich weitgehend befürworten. Die SPD-Vize-Fraktionsvorsitzende Eva Högl erklärte, in dem Antrag stehe zwar viel Richtiges, notwendig sei aber eine europäische Lösung. Die Grünen hatten gefordert, Deutschland solle 5000 Kinder, Schwangere, alleinreisende Frauen oder schwer Traumatisierte aus den griechischen Flüchtlingslagern aufnehmen.
    NATO-Generalsekretär: Afghanistan-Abzug nur bei Reduzierung der Gewalt
    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich mit einem Appell an die radikalislamischen Taliban in Afghanistan gewandt. Ein Abzug westlicher Truppen aus dem Land setze eine Reduzierung der Gewalt voraus. Der NATO-Chef bezog sich damit auf das zwischen den USA und den Taliban am Wochenende unterzeichnete Abkommen. Trotz der Vereinbarung hatten die Aufständischen am Mittwoch Posten der afghanischen Armee angegriffen und mindestens 20 Sicherheitskräfte getötet. Die US-Armee flog daraufhin einen Luftangriff auf Talibankämpfer.
    Coronavirus: US-Repräsentantenhaus stellt rund acht Milliarden bereit
    Das US-Repräsentantenhaus stellt für den Kampf gegen das Coronavirus Finanzmittel in Höhe von 8,3 Milliarden US-Dollar bereit. Das Nothilfegesetz muss allerdings noch vom Senat verabschiedet werden. Es sieht drei Milliarden Dollar für die Entwicklung von Therapien und Impfstoffen vor. 2,2 Milliarden Dollar sollen für die Vorsorge bestimmt sein. Rund 430 Millionen Dollar sind für Hilfe im Ausland vorgesehen. In den USA sind bislang mehr als 100 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Washington.
    Risiko für Rezession in Deutschland gestiegen
    Deutschlands Industrie sieht die Gefahr einer Rezession durch die Ausbreitung des Coronavirus erheblich gestiegen. Das Wirtschaftswachstum drohe "fast zum Erliegen zu kommen", heißt es im neuen Quartalsbericht des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Komme es im zweiten Quartal nicht zu einer wirtschaftlichen Normalisierung in den von der Epidemie betroffenen Ländern, erwartet der BDI für die Bundesrepublik für dieses Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Es wäre die erste Rezession seit 2009. Der BDI hatte bisher ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent erwartet.
    Jeder fünfte Europäer leidet unter Lärm
    Mindestens jeder fünfte Europäer ist in seiner Umgebung gesundheitsschädlichem Lärm ausgesetzt. Das geht aus einem Bericht der EU-Umweltbehörde EEA hervor. So leiden beispielsweise mehr als 100 Millionen Menschen unter einer dauerhaften Lärmbelastung durch Straßenverkehr, rund 22 Millionen EU-Bürger sind von einem ungesund hohen Lärmpegel durch Züge betroffen. Trotz größerer Versuche der Lärmverminderung sei es nicht gelungen, diese Zahlen zu senken, kritisiert die EEA. Durch das Wachstum der Städte in den kommenden Jahren müsse man sogar mit einer Zunahme der Zahl der Betroffenen rechnen.
    Ex-UN-Generalsekretär Pérez de Cuéllar mit 100 Jahren gestorben
    Der frühere UN-Generalsekretär Javier Pérez de Cuéllar ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Perus Präsident Martín Vizcarra würdigte Pérez de Cuéllar als Vollblut-Demokraten. Der 1920 geborene Peruaner war von 1982 bis 1991 als Nachfolger des Österreichers Kurt Waldheim der fünfte Generalsekretär der Vereinten Nationen. 1988 nahm er stellvertretend für die UN-Blauhelme den Friedensnobelpreis entgegen.
    10 min
  • 04.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Joe Biden überholt Bernie Sanders beim Super Tuesday
    Bei den Präsidentschaftsvorwahlen der US-Demokraten am "Super Tuesday" hat Ex-Vizepräsident Joe Biden laut Zwischenergebnissen in mindestens acht von 14 Bundesstaaten gewonnen. Außerdem entschied er laut Medienberichten die Abstimmung im wichtigen Texas für sich. Sein linksgerichteter Konkurrent Bernie Sanders gewann demnach in mindestens drei Staaten und liegt im bedeutenden Bundesstaat Kalifornien vorne. Alleine in Kalifornien werden 415 Delegiertenstimmen vergeben - von insgesamt 1344, die bei den Vorwahlen am "Super Tuesday" zu holen sind.
    Trauerfeier für Cardenal durch Gewaltausbruch gestört
    Der Trauergottesdienst für den verstorbenen nicaraguanischen Dichter Ernesto Cardenal ist durch aggressive Zwischenrufe und Ausschreitungen gestört worden. Anhänger der regierenden Sandinistischen Befreiungsfront riefen während der Zeremonie in Managua beleidigende Sprüche in Richtung von Angehörigen und Freunden des Literaten. Später griffen Sandinisten auch politische Gegner und Journalisten körperlich an. Cardenal war einst ein Weggefährte von Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega, hatte mit diesem aber in den 1990er-Jahren gebrochen. Der Befreiungstheologe war am Sonntag 95-jährig gestorben.
    Trump telefoniert mit Taliban-Unterhändler zu Friedensplan
    US-Präsident Donald Trump hat mit dem politischen Chef der radikalislamischen Taliban, Abdul Ghani Baradar, telefoniert. Er habe ein "sehr gutes Gespräch" mit dem Chefunterhändler der Islamisten geführt, sagte Trump. "Wir wollen keine Gewalt", fügte er hinzu. Den USA und den Taliban sei daran gelegen, den Konflikt zu beenden. Es ist das erste bekannte Gespräch zwischen einem US-Präsidenten und einem hochrangigen Taliban-Mitglied. Beide Seiten hatten vor Kurzem ein Abkommen unterzeichnet, das den Weg für einen dauerhaften Frieden in Afghanistan und für den US-Truppenabzug ebnen soll.
    Weltbank schnürt Hilfspaket für Kampf gegen Coronavirus
    Die Weltbank stellt Entwicklungsländern für den Kampf gegen das Coronavirus Kredite und Hilfsgelder in Höhe von zwölf Milliarden US-Dollar bereit. Es gehe darum, rasch und flexibel zu helfen, um den gesundheitlichen und ökonomischen Folgen der COVID-19-Epidemie zu begegnen, sagte Weltbankpräsident David Malpass. Arme Staaten seien am wenigsten gut ausgestattet, um die Ausbreitung des Virus aufzuhalten. Mit den Mitteln könnten unter anderem Gesundheitssysteme ausgebaut werden. Schon früher habe die Weltbank bei Krisen aufgrund von Epidemien Hilfspakete aufgelegt, etwa bei Ebola oder Zika.
    EU sagt Griechenland nach türkischer Grenzöffnung Unterstützung zu
    Nach der türkischen Grenzöffnung für Flüchtlinge haben die EU-Spitzen Griechenland den Rücken gestärkt. Bei einem Besuch der griechisch-türkischen Grenze sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen der Regierung in Athen Hilfen in Höhe von 700 Millionen Euro zu. Zudem werde die EU-Grenzschutzagentur Frontex hundert zusätzliche Beamte sowie Schiffe, Hubschrauber und Fahrzeuge nach Griechenland schicken. Zugleich richtete von der Leyen eine Warnung an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Wer die Geschlossenheit der EU auf die Probe stelle, werde "enttäuscht" werden.
    Ex-Premier Jansa ist erneut Regierungschef Sloweniens
    Begleitet von Protesten ist in Slowenien der Chef der rechtsnationalen Partei SDS, Janez Jansa, als Ministerpräsident vereidigt worden. 52 der 90 Abgeordneten im Parlament stimmten für Jansa. Er war bereits zweimal Regierungschef, musste aber 2013 wegen eines Korruptionsskandals zurücktreten. Der 61-Jährige gilt als enger Verbündeter des nationalkonservativen ungarischen Regierungschefs Viktor Orban. Jansas SDS steht für eine einwanderungsfeindliche Politik. Die Partei will vor allem die Zuwanderung aus dem Nahen Osten und Zentralasien begrenzen.
    Fußball: Saarbrücken schreibt Pokal-Geschichte
    Der 1. FC Saarbrücken hat Fußball-Geschichte geschrieben und ist als erster Viertligist ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Spitzenreiter der Regionalliga Südwest gewann mit 7:6 nach Elfmeterschießen gegen den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Im zweiten Spiel des Tages zog Bayern München durch einen unspektakulären 1:0-Arbeitssieg bei Schalke 04 in Gelsenkirchen zum elften Mal in Folge ins Halbfinale ein.
    10 min
  • 03.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Netanjahu nach Auszählungsbeginn klar vor Gantz
    Nach Beginn der Auszählung der Parlamentswahl in Israel liegt der Likud von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu klar in Führung. Die rechtskonservative Partei erhielt knapp 30 Prozent der Stimmen, wie das Zentrale Wahlkomitee mitteilte. Das Bündnis Blau-Weiß von Herausforderer Benny Gantz kommt demnach auf knapp 24 Prozent. Netanjahus rechts-religiöses Lager würde damit insgesamt 59 Sitze erzielen, das Mitte-Links-Lager von Gantz maximal 55. Für eine Regierungsmehrheit sind aber mindestens 61 von 120 Parlamentsmandaten notwendig. Es war bereits die dritte Wahl in Israel binnen eines Jahres.
    Erdogan fordert in Telefonat mit Merkel "Lastenteilung" in Flüchtlingskrise
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine "Lastenteilung" angemahnt, um die Flüchtlingskrise zu bewältigen. Nach Angaben der türkischen Präsidentschaft setzte er sich für eine "gerechte Aufteilung der Last und der Verantwortung gegenüber Migranten" zwischen der EU und der Türkei ein. Zugleich lehnte er eine angebotene EU-Flüchtlingshilfe von einer Milliarde Euro ab. Am Samstag hatte die Türkei ihre Grenzen zur EU für Flüchtlinge geöffnet. Seither versuchten tausende Menschen, die Grenze zu Griechenland zu überqueren.
    Taliban kündigen Angriffe auf afghanische Streitkräfte an
    Zwei Tage nach der Unterzeichnung eines Abkommens mit den USA haben die radikal-islamischen Taliban ihre Waffenruhe gegenüber den afghanischen Sicherheitskräften aufgekündigt. Das Abkommen mit den USA beziehe sich nur auf ausländische Truppen, sagte ein Sprecher der Miliz in Kabul. Nach Militär-Angaben griffen Aufständische derweil Armeestellungen im Nordwesten des Landes an. Mindestens ein Soldat wurde getötet. Zuvor waren bei einem Anschlag auf ein Fußballspiel in der ostafghanischen Stadt Chost drei Menschen getötet worden. Zu der Tat bekannte sich bislang niemand.
    WHO: Zahl der Neuinfektionen in anderen Ländern fast neunmal höher als in China
    Das Coronavirus verbreitet sich deutlich rascher außerhalb Chinas als in seinem Ursprungsland. Binnen 24 Stunden seien fast neunmal so viele Neuinfektionen aus anderen Ländern wie in China gemeldet worden, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Infizierte gibt es nun in über 70 Ländern, die Zahl der Toten stieg weltweit auf über 3080. Die Epidemie erreicht auch Metropolen wie New York und Moskau. In der EU wird das Ansteckungsrisiko als "moderat bis hoch" eingestuft. In Deutschland stieg die Zahl der Infektionen auf 170. Erstmals wurden Fälle in Brandenburg, Thüringen und Sachsen gemeldet.
    US-Regierung geht härter gegen Chinas Staatsmedien vor
    Die USA verschärfen ihre Gangart im Umgang mit den Ablegern der chinesischen Staatsmedien in den Vereinigten Staaten. Das Außenministerium verfügte eine Personal-Obergrenze für fünf Presseorgane. Diese dürfen nur noch etwa 100 statt bisher 160 Chinesen beschäftigen, wie US-Medien berichten. Dies sei eine Reaktion auf die "andauernde Einschüchterung und Schikane" ausländischer Journalisten in China, erklärte Außenminister Mike Pompeo. Ein Vertreter des Ministeriums sagte, ein "ziemlich ungeheuerliches" Beispiel dafür sei die Ausweisung von drei Journalisten des "Wall Street Journal".
    US-Präsidentschaftsbewerber Biden geht gestärkt in "Super Tuesday"
    Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden geht gestärkt in den Wahltag "Super Tuesday". Der frühere Vizepräsident erhielt nach seinem Vorwahlerfolg in South Carolina die Unterstützung der Senatorin Amy Klobuchar, die aus dem Präsidentschaftsrennen der Demokraten ausstieg. Medienberichten zufolge will sich auch Ex-Bewerber Pete Buttigieg hinter Biden stellen. Favorit am Super-Dienstag ist aber der linksgerichtete Senator Bernie Sanders. Dann laufen in 14 Bundesstaaten Vorwahlen, vergeben werden rund ein Drittel aller 3979 Delegiertenstimmen zur Wahl des Kandidaten.
    9 min
  • 02.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Frontex erwartet "massiven Strom" an Flüchtlingen
    Die EU-Grenzschutzagentur Frontex geht einem Medienbericht zufolge für die kommenden Tage von einer weiteren Zuspitzung der Lage an den EU-Grenzen zur Türkei aus. In einem vertraulichen Bericht der Behörde für die politischen Entscheidungsträger in der Europäischen Union (EU) sei von "Massenmigrationsströmen nach Griechenland" die Rede, zitiert die Tageszeitung "Die Welt". Es werde schwierig sein, den massiven Strom von Menschen, die sich auf die Reise gemacht haben, zu stoppen. Am Samstag hatte die Türkei ungeachtet des bestehenden Abkommens ihre Grenzen zur EU geöffnet. Nach UN-Angaben haben sich an den türkisch-griechischen Grenzübergängen daraufhin mindestens 13.000 Menschen versammelt.
    Coronavirus fordert weltweit mehr als 3000 Opfer
    Während die Zahl der neuen Erkrankungen in China langsam abnimmt, breitet sich die Lungenkrankheit in anderen Teilen der Welt rasant aus. Die Zahl der Todesopfer durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist weltweit auf über 3000 gestiegen. Zu den bestätigten 2980 Opfern kamen am Montag 42 weitere Todesopfer aus China hinzu. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Erkrankungen weltweit stieg auf fast 89.000. Am stärksten betroffen sind China und Südkorea. In Deutschland sind mittlerweile in 10 der 16 Bundesländer Infektionen nachgewiesen. Am Abend wurde der erste nachgewiesene Fall in Berlin bekannt.
    Buttigieg scheidet aus US-Präsidentschaftsrennen aus
    Der Politiker Pete Buttigieg ist aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der oppositionellen Demokraten ausgestiegen. Das gab der 38-Jährige in der Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana bekannt, wo er acht Jahre Bürgermeister war. Buttigieg war bei der jüngsten Vorwahl am Samstag in South Carolina mit nur acht Prozent der Stimmen auf dem vierten Platz gelandet. Die dortige Wahl gewann der frühere Vizepräsident Joe Biden. Der Ex-Bürgermeister vertritt wie Biden den moderat-pragmatischen Flügel der Demokratischen Partei.
    Allawi scheitert mit Regierungsbildung im Irak
    Der irakische Ex-Minister Mohammed Allawi hat nach wochenlangen Verhandlungen seine Versuche einer Regierungsbildung aufgegeben. Dies teilte er in einer TV-Ansprache mit. Allawi war es nicht gelungen, für seinen Kabinettsvorschlag genügend Rückhalt im Parlament in Bagdad zu bekommen. Auch kam es immer wieder zu Protesten gegen den Politiker, weil er als Repräsentant der alten Eliten betrachtet wird. Durch den Rückzug wird die seit Monaten andauernde Regierungskrise im Irak weiter verschärft. Staatschef Barham Saleh hat nun zwei Wochen Zeit, einen anderen möglichen Regierungschef zu benennen.
    Nicaraguanischer Befreiungstheologe Ernesto Cardenal gestorben
    Ernesto Cardenal, Dichter, Befreiungstheologe und ehemaliger nicaraguanischer Kultusminister, ist tot. Nach Medienberichten starb er im Alter von 95 Jahren in Managua an den Folgen eines Nieren- und Herzversagens. Cardenal war als scharfer Kritiker des nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega bekannt. Wegen seiner politischen Aktivitäten verbot die Katholische Kirche dem Theologen mehr als drei Jahrzehnte die Tätigkeit als Priester. Cardenal war bis ins hohe Alter als Schriftsteller aktiv. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter 1980 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
    8 min
  • 29.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.WHO setzt Corona-Risiko auf höchstes Niveau
    Angesichts der wachsenden Zahl von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Risikobewertung verändert. Sie erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Verbreitung des Virus von hoch auf sehr hoch, die höchstmögliche Stufe. Noch aber sei der Kampf gegen die weltweite Ausbreitung der Lungenkrankheit COVID-19 nicht verloren, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Inzwischen wurden laut dem in Deutschland für die Seuchenbekämpfung zuständigen Robert Koch-Institut in über 50 Ländern etwa 83.000 Infektionen gezählt, rund 1000 mehr als am Vortag.
    Türkei droht Syrien im UN-Sicherheitsrat
    Nach dem Tod von mehr als 30 türkischen Soldaten bei einem Luftangriff der syrischen Armee in der Provinz Idlib hat Ankara bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates weitere Vergeltungsschläge angekündigt. Die Türkei wolle keinen Krieg, werde aber nicht zögern, Gewalt anzuwenden, wenn ihre Sicherheit bedroht sei, sagte UN-Botschafter Feridun Sinirlioglu mit Blick auf die syrische Armee und Machthaber Bashar al-Assad. Sinirlioglu nahm als Gast an der Sitzung teil, da die Türkei nicht Mitglied des höchsten UN-Gremiums ist. Die USA sicherten der Türkei "volle Rückendeckung" zu.
    USA und Taliban unterzeichnen Abkommen über Wege zu Frieden
    Die USA und die islamistischen Taliban wollen an diesem Samstag ein Abkommen über Wege zum Frieden in Afghanistan und den Abzug der US-Truppen aus dem Land unterzeichnen. US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass die Unterzeichnung der Vereinbarung bevorstehe. Außenminister Mike Pompeo werde an der Zeremonie in Doha teilnehmen. In dem Abkommen sind auch Garantien für Friedensgespräche zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung geregelt. Washington hatte als Voraussetzung für den Vertrag eine siebentägige Phase der Gewaltreduzierung verlangt, die weitestgehend eingehalten wurde.
    Ältester Regierungschef der Welt will nochmal antreten
    Malaysias Regierungschef Mahathir Mohamad will sich um eine dritte Amtszeit bewerben. Der 94-Jährige sagte, er sei zuversichtlich, die notwendigen Stimmen für eine Mehrheit im Parlament zu erhalten. Mahathir hatte am vergangenen Montag zunächst überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Er wurde dann aber vom König zum Interimsregierungschef ernannt. Beobachter spekulieren, dass Mahathir so verhindern wollte, dass sein ehemaliger Bündnispartner Anwar Ibrahim an die Macht kommt. Die beiden hatten nach der Wahl 2018 vereinbart, dass Anwar nach zwei Jahren das Amt des Premiers übernehmen solle.
    Spannende Parlamentswahl in der Slowakei
    In der Slowakei sind rund vier Millionen Bürger dazu aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Umfragen zufolge muss die bisherige Drei-Parteien-Koalition aus Sozialdemokraten, Nationalisten und Vertretern der ungarischen Volksgruppe um ihre Mehrheit bangen. Die Regierung steht seit zwei Jahren in der Kritik. Auslöser ist der mutmaßliche Auftragsmord an dem Investigativ-Journalisten Jan Kuciak und dessen Frau. Als Favorit bei der Wahl gilt die rechtskonservative Protestpartei Olano von Igor Matovic. Bei einem Wahlsieg wäre der Medienunternehmer aber auch auf Koalitionspartner angewiesen.
    Bus und Bahn in Luxemburg für Nutzer kostenfrei
    Als erstes Land der Welt führt Luxemburg von heute an den kostenlosen öffentlichen Nahverkehr ein. Mit Ausnahme der ersten Klasse in der Bahn und bei einigen Nachtbussen muss künftig niemand mehr für eine Fahrt mit Bus, Bahn oder Straßenbahn zahlen. Gleichzeitig sollen Bus- und Bahnlinien ausgebaut werden. Der Einnahmeausfall in Höhe von jährlich 41 Millionen Euro soll über Steuern ausgeglichen werden. Das Großherzogtum will mit dem kostenlosen Beförderungsangebot die Menschen dazu bringen, stärker als bisher auf ihr Auto zu verzichten.
    7 min
  • 28.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.NATO-Sondertreffen nach Eskalation in Idlib
    Nach der Eskalation des Konflikts zwischen der Türkei und Syrien kommt der Nordatlantikrat der NATO an diesem Freitag zu einem Sondertreffen zusammen. Die Türkei bat um dieses Treffen auf Grundlage des Artikels 4 des NATO-Vertrags. Dieser sieht Beratungen vor, wenn ein Mitgliedsstaat die Unversehrtheit seines Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die eigene Sicherheit bedroht sieht. Am Donnerstag waren bei einem syrischen Luftangriff in der Provinz Idlib mindestens 33 türkische Soldaten getötet worden. Ankara machte die syrische Regierung verantwortlich und startete Vergeltungsangriffe.
    Maas spricht von Kriegsverbrechen in Syrien
    Angesichts der Eskalation der Gewalt in Idlib hat Bundesaußenminister Heiko Maas das Vorgehen der syrischen Armee und Russlands als Kriegsverbrechen gebrandmarkt. Die Konfliktparteien hätten die Pflicht, die Zivilbevölkerung zu schützen. Stattdessen bombardierten sie zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser und Schulen, sagte Maas vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Auch Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus würden niemanden von der Einhaltung des humanitären Völkerrechts freisprechen. Der SPD-Politiker verlangte nochmals eine sofortige Waffenruhe.
    Zahl der Coronavirus-Infizierten steigt in Deutschland
    Das Coronavirus breitet sich weiter in Deutschland aus. Im Laufe des Donnerstags wurden mindestens 22 neue Fälle nachgewiesen. So gibt es jetzt 14 neue Infektionen in Nordrhein-Westfalen, vier in Baden-Württemberg und jeweils einen in Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen. In Hamburg erkrankte ein Kinderarzt am Universitätsklinikum Eppendorf. Der Krisenstab der Bundesregierung berät an diesem Freitag über weitere Vorkehrungen. Dabei geht es auch darum, wie mit Großveranstaltungen - wie der Reisemesse ITB in der nächsten Woche in Berlin - umgegangen werden soll.
    Israel plant 1800 Siedlerwohnungen im Westjordanland
    Israel hat den Bau von fast 1800 Wohnungen im besetzten Westjordanland genehmigt. Die zuständige Behörde habe vier Tage vor der Parlamentswahl Bauplänen in zehn Siedlungen zugestimmt, teilte die Friedensorganisation Peace Now mit. Mehr als 90 Prozent davon lägen tief im Inneren des Westjordanlands, in Gebieten, die von den Palästinensern als Teil eines künftigen Staates beansprucht werden. Peace Now kritisierte, die rechts-religiöse Übergangsregierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wolle sich damit die Unterstützung rechter Wähler sichern.
    Metallica sind Namenspaten für Tiefseekrebs
    Ein neu entdeckter Tiefseekrebs ist nach der Heavy-Metal-Band Metallica benannt worden. Forscher vom Senckenberg Forschungsinstitut und der Universität Gent gaben der wurmartigen Krebsart den Namen Macrostylis metallicola. Die Tiere leben am Meeresboden zwischen Mexiko und Hawaii. Dort werden Untersuchungen für zukünftigen Manganabbau durchgeführt. Der bis zu 6,5 Millimeter lange Krebs lebt in einer Tiefe von rund 5000 Metern. Manganknollen enthalten neben den Bestandteilen Mangan und Eisen auch Elemente wie Kupfer, Kobalt sowie seltene Erden. Umweltschützer befürchten, dass der Abbau Ökosysteme und ganze Arten zerstören könnte.
    Leverkusen und Wolfsburg im Europa-League-Achtelfinale
    Die Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg stehen im Achtelfinale der Europa League. Leverkusen gewann 3 zu 1 beim FC Porto, die Niedersachsen siegten 3 zu 0 bei Malmö FF. Das Zwischenrunden-Rückspiel von Eintracht Frankfurt bei RB Salzburg ist wegen einer Orkanwarnung vom Donnerstagabend um 21 Stunden auf diesen Freitagabend verschoben worden.
    9 min
  • 27.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump sieht nur "sehr geringes" Coronavirus-Risiko
    Nach dem Einbruch der Aktienmärkte und Warnungen der Gesundheitsbehörden vor einer Ausbreitung des Coronavirus in den USA, versucht Präsident Donald Trump zu beschwichtigen. Das Risiko für Amerikaner sei weiterhin "sehr gering", es gebe keinen Grund zur Panik, betonte er vor Journalisten im Weißen Haus. Die USA seien sehr gut vorbereitet. Trump ernannte seinen Vizepräsidenten Mike Pence zum Sonderbeauftragten im Kampf gegen COVID-19. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es bislang 15 bestätigte Neuinfektionen im Land.
    Schlag gegen Rechtsterrorismus in den USA
    In den USA sind vier mutmaßliche Mitglieder der Neonazi-Gruppierung "Atomwaffen Division" festgenommen worden. Die Männer sollen sich verschworen haben, um Juden und andere Minderheiten sowie investigative Journalisten zu bedrohen und zu terrorisieren, wie das Justizministerium mitteilte. Sie sind zwischen 20 und 24 Jahre alt und werden nun in Seattle im Bundesstaat Washington unter Anklage gestellt. Die "Atomwaffen Division" gilt als extrem fanatisch und gewaltbereit. Sie wird mit mehreren Morden und Anschlagsplanungen in den vergangenen Jahren in den USA in Verbindung gebracht.
    Israels Botschafter sieht Deutschlands Demokratie in Gefahr
    Nach dem rechtsterroristischen Anschlag im hessischen Hanau vor einer Woche macht sich Israels Botschafter in Deutschland Sorgen um die Demokratie im Land. Keine demokratische Gesellschaft könne überleben, wenn Minderheiten permanent bedroht oder geschädigt würden, sagte Jeremy Issacharoff der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine offene Gesellschaft könne viele Dinge tolerieren, aber niemals Gewalt. Issacharoff appellierte an Juden und Muslime, ihre Religionszugehörigkeit nicht zu verstecken. Mehr Sicherheit könne nicht dadurch erreicht werden, dass Menschen ihre Identität, ihre Religion verheimlichten.
    Maas droht Waffenlieferanten im Libyen-Konflikt
    Außenminister Heiko Maas hat den Staaten, die trotz des UN-Verbots weiter Waffen und Kämpfer nach Libyen schicken, mit Konsequenzen gedroht. Insbesondere diejenigen Länder, die sich im Januar beim Berliner Libyen-Gipfel zu dem seit 2011 bestehenden Waffenembargo bekannt hätten, müssten sich bei Verstößen verantworten, forderte der SPD-Politiker in New York. Er nahm an einer Sitzung des Weltsicherheitsrats zum Libyen-Konflikt teil. UN-Generalsekretär António Guterres nannte ausdrücklich die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Russland und die Türkei. Er sprach von einem Skandal.
    Neue Regierung in Tunesien
    Knapp fünf Monate nach der Parlamentswahl und einer schwierigen Suche hat Tunesien eine neue Regierung. Das Parlament sprach dem Kabinett von Elyes Fakhfakh Donnerstagfrüh das Vertrauen aus. Wie die Nachrichtenagentur TAP berichtete, stimmten 129 Abgeordnete für die Regierung, 77 dagegen, einer enthielt sich. Vor gut einem Monat hatte Präsident Kais Saied den früheren Minister Elyes Fakhfakh, der die Ressorts Finanzen und Tourismus leitete, mit der Regierungsbildung beauftragt.
    Gewalt bei Protesten auf griechischen Inseln
    Auf mehreren griechischen Ägäis-Inseln sind die Proteste gegen den Bau neuer Flüchtlingslager eskaliert. Auf Lesbos gab es Verletzte, als Demonstranten Polizisten mit Steinen bewarfen und diese mit Tränengas, Blendgranaten und dem Einsatz von Gummigeschossen reagierten. Auch auf Chios griffen Demonstranten Polizeibeamte an. Zeugen sprachen von einer kriegsähnlichen Situation. Auf fünf Inseln sind derzeit mehr als 38.000 Asylsuchende in völlig überfüllten Lagern untergebracht. Die griechischen Bewohner fürchten um ihre Sicherheit und Gesundheit.
    9 min
  • 26.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Coronavirus-Fälle in NRW und Baden-Württemberg
    Erstmals sind jetzt auch in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg Patienten nachweislich an COVID-19 erkrankt. In NRW wurde bei einem Mann im Kreis Heinsberg die Virusinfektion diagnostiziert. Der 47-Jährige ist in kritischem Zustand und wird im Universitätskrankenhaus Düsseldorf auf der Intensivstation isoliert. Seine Ehefrau und ein Verwandter gelten als Verdachtsfälle. In Baden-Württemberg wurde bei einem 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen das Coronavirus bestätigt. Er hatte sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt.
    Verfassungsgericht entscheidet über Sterbehilfe
    Das Bundesverfassungsgericht entscheidet an diesem Mittwoch über das gesetzliche Verbot organisierter Sterbehilfe. Der neue Paragraf 217 steht seit 2015 im Strafgesetzbuch. Dagegen geklagt haben Sterbehelfer und schwerkranke Menschen, aber auch mehrere Ärzte. Sie befürchten, sich bei der palliativmedizinischen Behandlung Todkranker strafbar zu machen. Manche von ihnen wünschen sich auch die Freiheit, in bestimmten Fällen ein tödliches Medikament zur Verfügung stellen zu dürfen.
    Deutschland hilft Kenia bei der Ausbildung
    Deutschland will Kenia bei der beruflichen Ausbildung junger Menschen unterstützen. Das versicherte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Gespräch mit Präsident Uhuru Kenyatta. In Kenia drängen jedes Jahr rund 800.000 Schulabgänger auf den Arbeitsmarkt, oft ohne Chance auf einen Job. In Nairobi legten beide Präsidenten den Grundstein für ein Projekt, bei dem mit deutscher Unterstützung 280 Ausbildungsplätze zum Industriemechaniker und 200 Unterkünfte für Lehrlinge entstehen sollen. Die Bundesregierung stellt dafür ein Darlehen von 5,5 Millionen Euro bereit.
    Luftangriff von Kundus 2009 vor Gericht in Straßburg
    Mehr als zehn Jahre nach dem von einem deutschen Oberst veranlassten NATO-Luftangriff im afghanischen Kundus mit zahlreichen Toten befasst sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte an diesem Mittwoch mit dem Fall. Bei der Verhandlung in Straßburg geht es um die Klage eines Afghanen gegen Deutschland. Er wirft der Bundeswehr eine Menschenrechtsverletzung vor. Der Kläger hatte bei der Attacke zwei Söhne verloren. In den vergangenen Jahren war er mit Entschädigungsklagen vor deutschen Gerichten gescheitert. Ermittlungen gegen den damaligen Bundeswehr-Oberst wurden eingestellt.
    Breitseite gegen Bernie Sanders
    Der linksgerichtete US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders ist angesichts seiner Favoritenrolle bei den Vorwahlen von seinen demokratischen Konkurrenten scharf attackiert worden. Bei einer hitzigen TV-Debatte im Bundesstaat South Carolina warfen sie dem Senator vor, mit seinen Vorschlägen moderate Wähler zu verschrecken. Er habe deswegen bei der Präsidentschaftswahl im November keine Chance gegen Amtsinhaber Donald Trump. Sanders nahm die Angriffe mit Ironie: "Ich höre meinen Namen heute Abend ein wenig", sagte der 78-Jährige und verteidigte energisch seine politischen Vorschläge.
    Champions League: Bayern München schielt Richtung Viertelfinale
    Bayern München hat einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale der Champions League gemacht. Der Fußball-Rekordmeister siegte im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse beim FC Chelsea mit 3 zu 0 und geht mit einer glänzenden Ausgangslage in das Rückspiel am 18. März.
    8 min
  • 25.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Laschet und Merz wollen für CDU-Vorsitz kandidieren
    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und der frühere Unions-Fraktionschef Friedrich Merz wollen am heutigen Dienstag offenbar ihre Kandidatur für den Partei-Vorsitz bekannt geben. Laschet lud gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu einer Pressekonferenz ein. Aus Parteikreisen hieß es, Spahn kandidiere nicht und solle Laschets Stellvertreter werden. Zuvor hatte schon Merz für diesen Dienstag zu einer Pressekonferenz eingeladen. CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hatte bereits vergangene Woche seine Kandidatur für die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer angemeldet.
    Zehn Jahre Haft für Peking-kritischen Verleger
    Der in China festgehaltene Hongkonger Buchhändler Gui Minhai ist wegen der "illegalen Weitergabe von geheimen Informationen ans Ausland" zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil sprach ein Volksgericht in Ningbo in der Provinz Zhejiang. Gui Minhai hatte China-kritische Bücher veröffentlicht und vertrieben. Er will nach Angaben des Gerichts nicht in Berufung gehen. Der in China geborene 55-Jährige wurde 1996 schwedischer Staatsbürger. Das Gericht teilte mit, seit 2018 habe er wieder einen chinesischen Pass. Der Fall löste schwere diplomatische Verwicklungen mit Schweden aus.
    Polizei in Volkmarsen geht von versuchter Tötung aus
    In der nordhessischen Kleinstadt Volkmarsen laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Ein 29-jähriger Deutscher war während des Rosenmontagsumzugs mit seinem Auto in eine Menschenmenge gerast. Nach Angaben des Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill wurden 30 Menschen verletzt, unter ihnen sind etwa zehn Kinder. Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat gibt es bisher nicht. Der festgenommene Fahrer ist nach ersten Erkenntnissen den Behörden nicht als Extremist bekannt. Bei einem weiteren Festgenommenen ist noch unklar, ob er ein Tatverdächtiger oder ein Zeuge ist.
    Coronavirus-Verdacht bei Kölner Tourist
    In einem Krankenhaus in Köln wird seit Montag ein Mann in Quarantäne behandelt, der sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert hat. Der Patient klagt über Fieber, wie die Behörden mitteilten. Der Mann war vor Kurzem aus der norditalienischen Region Lombardei zurückgekehrt. Norditalien ist von der neuen Lungenkrankheit am stärksten in Europa betroffen. Die Zahl der Todesopfer stieg dort auf sieben, laut Innenministerium gibt es 229 Infizierte. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nimmt an diesem Dienstag in Rom an einem Krisengipfel zur Ausbreitung des Coronavirus teil.
    Abschied von Kobe Bryant
    Knapp einen Monat nach dem Tod von Kobe Bryant haben tausende Menschen bei einer bewegenden Gedenkveranstaltung Abschied von dem US-Basketball-Ausnahmespieler und dessen Tochter Gianna genommen. Die Trauerzeremonie fand im Staples Center in Los Angeles statt, das 20.000 Menschen Platz bietet. Der Ex-NBA-Superstar (41) und seine 13-jährige Tochter waren am 26. Januar gemeinsam mit sieben weiteren Menschen bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Kobe Bryants Witwe Vanessa Bryant geht nach US-Medienberichten gerichtlich gegen die Helikopter-Betreiberfirma vor.
    Union Berlin schlägt Eintracht Frankfurt
    In der Fußball-Bundesliga hat Aufsteiger Union Berlin bei Eintracht Frankfurt mit 2:1 gewonnen. In der Tabelle steht Union nun als Zehnter vor den Hessen.
    8 min
  • 24.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Israels Militär attackiert Islamischen Dschihad
    Nach Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee Ziele in dem Palästinensergebiet sowie auch in Syrien bombardiert. Die Attacken richteten sich gegen Stellungen der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Diese hatte zuvor Raketen auf Israel abgefeuert, nachdem einer ihrer Kämpfer von israelischen Soldaten getötet worden war. Er soll versucht haben, Sprengstoff in der Nähe des Gaza-Grenzzauns anzubringen.
    Polizisten greifen Armee-Hauptquartier an
    In Haiti haben protestierende Polizisten die Zentrale der Armee in der Hauptstadt Port-au-Prince angegriffen. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen. Laut Medienberichten gab es bei dem Angriff mindestens einen Toten und mehrere Verletzte. "Wir sind im Belagerungszustand", sagte Armeeoberbefehlshaber Jodel Lessage der Nachrichtenagentur AFP. Das Hauptquartier werde mit Sturmgewehren, Brandsätzen und Tränengas attackiert. Die Soldaten schossen seinen Angaben zufolge zurück.
    Staatschef Gnassingbé gewinnt Wahl in Togo
    Die Präsidentenwahl im westafrikanischen Togo hat laut offiziellen Ergebnissen der langjährige Amtsinhaber Faure Gnassingbé für sich entschieden. Er sei mit 72 Prozent der Stimmen für eine vierte Amtszeit gewählt worden, teilte die Nationale Wahlkommission in Lomé mit. Sein stärkster Herausforderer, der frühere Ministerpräsident Agbéyome Kodjo, kam demnach auf nur 18 Prozent. Der Oppositionskandidat sprach von Wahlbetrug.
    Klarer Wahlsieg für "Rot-Grün" in Hamburg
    Bei der Bürgerschaftswahl im Bundesland Hamburg haben die Regierungsparteien SPD und Grüne einen deutlichen Sieg errungen. Die Sozialdemokraten blieben trotz Verlusten mit 39 Prozent die mit Abstand stärkste Kraft, die Grünen konnten ihr Ergebnis von 2015 auf gut 24 Prozent verdoppeln. Die CDU stürzte hingegen auf ein Rekordtief von rund elf Prozent. Die Linke konnte leicht auf neun Prozent zulegen. Die rechtspopulistische AfD und die liberale FDP schafften nur knapp den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.
    Österreich hält Personenzüge aus Italien auf
    Ein Coronavirus-Fehlalarm hat den Zugverkehr zwischen Italien und Österreich massiv behindert. Zwei Eurocitys auf dem Weg von Venedig nach München wurden von den österreichischen Behörden am Brennerpass gestoppt. Einer der Züge hatte zwei deutsche Frauen an Bord, die Fieber und starken Husten hatten. Sie wurden aber negativ auf das Virus getestet. Italien ist das Land mit der höchsten Zahl an bestätigten COVID-19-Erkrankten in Europa - nämlich inzwischen mehr als 150. Drei Menschen starben dort bereits an dem neuartigen Coronavirus.
    Gewaltsame Proteste stören Auftakt von Musikfestival in Chile
    Erneut ist es in Chile zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Zum Auftakt des größten lateinamerikanischen Musikfestivals im chilenischen Badeort Viña del Mar lieferten sich tausende regierungskritische Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei. Dabei wurden Autos in Brand gesteckt und Hotels angegriffen. Die Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Die Proteste hatten im Oktober begonnen. Etwa 30 Menschen wurden seitdem nach Behördenangaben getötet, tausende verletzt. Die Proteste richten sich gegen die zunehmende Armut im Land.
    Saharasand zwingt Flughäfen zur Schließung
    Ein Sandsturm aus der Sahara hat am Wochenende den Flugverkehr auf den Kanarischen Inseln lahmgelegt. Nach ersten Flugausfällen am Samstag auf Gran Canaria und Teneriffa wurden am Sonntag alle acht Flughäfen der spanischen Inselgruppe wegen schlechter Sichtverhältnisse geschlossen. Überall in der Luft hing feiner Wüstensand, der von starkem Wind auf die Kanaren geblasen wurde. Die Inseln liegen vor der Küste Marokkos im Atlantik.
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