Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 12.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Comeback für Bernie Sanders - Schlappe für Joe Biden
    Der linksgerichtete Senator Bernie Sanders hat die wichtige Präsidentschaftsvorwahl der Demokraten im US-Bundesstaat New Hampshire gewonnen. Ihm folgten zwei moderat-pragmatische Bewerber, der Ex-Bürgermeister von South Bend, Pete Buttigieg, und die Senatorin aus Minnesota, Amy Klobuchar. Ex-Vizepräsident Joe Biden, der lange Zeit zu den Top-Favoriten für die Kandidatur gegen Präsident Donald Trump zählte, landete nur auf dem fünften Platz. "Dieser Sieg hier ist der Anfang vom Ende für Donald Trump", sagte der 78-jährige Sanders vor jubelnden Anhängern in seinem Heimatstaat Vermont.
    Trump sorgt mit Stellungnahme für Ex-Berater Stone für Empörung
    US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Kritik an der Höhe der geforderten Haftstrafe für seinen Ex-Berater Roger Stone für Empörung gesorgt. Die vier federführend mit dem Fall befassten Staatsanwälte zogen sich nach Trumps Äußerungen aus dem Verfahren zurück. Das Justizministerium will jetzt die ursprünglich geforderten sieben bis neun Jahre Gefängnis für Stone reduzieren, der im November in der Russland-Affäre der Falschaussage und Zeugenbeeinflussung schuldig gesprochen worden war. Trump hatte nach der Strafforderung von einem Justizirrtum gesprochen, den er nicht zulassen könne.
    Italiens Senat stimmt über Immunität von Ex-Innenminister Salvini ab
    Der italienische Senat entscheidet an diesem Mittwoch darüber, ob dem ehemaligen Innenminister Matteo Salvini wegen seiner Flüchtlingspolitik der Prozess gemacht werden kann. Dafür müsste die Parlamentskammer in Rom die Immunität des Chefs der rechten Lega aufheben. Es wird erwartet, dass die Regierungsmehrheit im Senat den Weg für das Verfahren freimacht. Die Staatsanwaltschaft in Catania auf Sizilien wirft Salvini Freiheitsberaubung vor. Salvini hatte im Sommer 2019 als Innenminister 131 Migranten auf dem Küstenwachschiff "Gregoretti" tagelang ausharren lassen.
    Corona-Virus bekommt WHO-Bezeichnung
    Experten der Weltgesundheitsorganisation sind in Genf zusammengekommen, um über Impfungen und Therapien gegen die neuartige Corona-Lungenerkrankung zu beraten. Zum Auftakt bekam die Krankheit einen eigenen Namen. Sie heißt jetzt Covid-19, wie WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bekanntgab. Bei den zweitägigen Beratungen gehe es darum, die Epidemie zu stoppen und Leben zu retten, sagte Tedros. In China sind laut offiziellen Stellen mehr als 1000 Menschen durch das Virus gestorben, mehr als 42.000 sind infiziert. Zwei neue Infektionen werden aus dem deutschen Bundesland Bayern gemeldet.
    Abbas weiter gegen US-Nahostplan
    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat den Nahostplan der USA abermals abgelehnt. Dieser werde keinen Frieden und keine Stabilität in der Region bringen, sagte Abbas im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York. Deshalb würden die Palästinenser den Plan nicht akzeptieren. Abbas forderte eine internationale Friedenskonferenz. Der US-Nahostplan war bereits kurz nach seiner Vorstellung Ende Januar auf viel Kritik gestoßen, weil er die Palästinenser zu erheblichen Zugeständnissen an Israel zwingt. Gleichzeitig würde damit Israel eine Annexion des Jordantals erlaubt.
    Libanons Regierung gewinnt Abstimmung
    Das libanesische Parlament hat der neuen Regierung das Vertrauen ausgesprochen. 63 der 84 anwesenden Abgeordneten stimmten für das Kabinett von Ministerpräsident Hassan Diab. Der neue Regierungschef verspricht unter anderem, die Korruption zu bekämpfen. Vor dem Parlamentsgebäude in Beirut kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, die die neue Regierung ablehnen. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden dabei mehr als 370 Menschen verletzt.
    Guaidó wieder in Caracas
    Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó ist von einer offiziell verbotenen Auslandsreise zurückgekehrt. Er wurde am Flughafen der Hauptstadt Caracas von Anhängern empfangen. Zuvor war es dort zu Auseinandersetzungen zwischen oppositionellen Abgeordneten und Unterstützern von Präsident Nicolás Maduro gekommen. Trotz eines Verbots war Guaidó vor gut drei Wochen nach Kolumbien, Europa und in die Vereinigten Staaten gereist, um für Unterstützung in seinem Machtkampf mit Maduro zu werben. Der Oppositionsführer wird von mehr als 50 Staaten, darunter Deutschland, als Interimspräsident anerkannt.
    7 min
  • 11.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zahl der Coronavirus-Toten wird vierstellig
    In China sind inzwischen mehr als tausend Menschen an einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Innerhalb eines Tages kamen erstmals mehr als 100 Todesfälle hinzu - nämlich 108, wie offizielle Stellen in der Volksrepublik mitteilten. Die Zahl der registrierten Infizierten kletterte demnach um fast 2500 auf gut 42.600. Damit stieg diese Zahl allerdings weniger stark an als noch am Vortag. Der chinesische Staatschef Xi Jinping nannte die Lage "immer noch sehr ernst" und forderte "entschiedenere Maßnahmen" im Kampf gegen die Lungenkrankheit.
    Chinesische Bürgerjournalisten in Wuhan verschwunden
    Zwei chinesische "Bürgerjournalisten", die über den Ausbruch des Coronavirus und die überfüllten Krankenhäuser in Wuhan im Internet berichtet haben, sind von der Polizei festgesetzt worden. Wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch unter Hinweis auf Familie und Freunde berichtete, wurden der Anwalt Chen Qiushi und der Blogger Fang Bin unter dem Vorwand abgeholt, sie sollten unter Quarantäne gestellt werden. Seither gibt es kein Lebenszeichen von ihnen.
    Sechs Tote nach Explosion nahe Militärakademie in Kabul
    Bei einem Anschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul unweit einer großen Militärakademie sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Die Opfer seien vier Soldaten und zwei Zivilisten, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Nasrat Rahimi. Zwölf Menschen seien verletzt worden, darunter fünf Zivilisten. Nach seinen Angaben hatte ein Selbstmordattentäter seine Sprengstoffweste in der Nähe der Marschall-Fahim-Akademie im Südwesten der Stadt gezündet. Lokale Medien berichten, der Täter habe an einer Bushaltestelle gestanden.
    Türkei will etliche syrische Soldaten "neutralisiert" haben
    Die türkische Armee hat in der umkämpften nordwestsyrischen Region Idlib nach eigener Darstellung mehr als hundert syrische Soldaten "außer Gefecht gesetzt". Unklar ist, ob diese getötet oder lediglich verwundet wurden. Man habe auf einen tödlichen Angriff syrischer Regierungstruppen reagiert, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Zudem seien drei syrische Panzer und zwei Geschütze zerstört und ein Hubschrauber getroffen worden, hieß es. Die Angaben konnten nicht von unabhängiger Seite überprüft werden.
    Trump präsentiert seine Haushaltspläne
    US-Präsident Donald Trump strebt für das nächste Haushaltsjahr ein Budget von 4,8 Billionen Dollar an. Während die Militärausgaben steigen sollen, plant Trump massive Einschnitte im Etat der Umweltbehörde EPA und bei sozialen Leistungen. Die internationale Entwicklungshilfe will er um mehr als 20 Prozent kürzen. Die oppositionellen Demokraten kritisierten Trumps Haushaltspläne scharf und kündigten ihren Widerstand im Repräsentantenhaus an, wo sie die Mehrheit stellen.
    Heuschreckenplage alarmiert die UN
    Die Vereinten Nationen haben zu ausländischen Hilfen bei der Bekämpfung der Heuschreckenplage in Ostafrika aufgerufen. Die Nahrungsmittelversorgung von 13 Millionen Menschen sei stark gefährdet, erklärte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock in New York. Falls die Weltgemeinschaft nicht unverzüglich reagiere, werde die Versorgung in der Region zu einem "gewaltigen Problem" werden. Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft schätzt die Kosten für einen Plan zur Bekämpfung der Plage auf 76 Millionen Dollar. Bisher habe man aber nur 20 Millionen beisammen.
    Kramp-Karrenbauer bringt CDU in Führungskrise
    Nach der Rückzugsankündigung von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wird in Deutschland über mögliche Nachfolger diskutiert. Die 57-Jährige hatte am Montag überraschend erklärt, sie werde auf eine Kanzlerkandidatur verzichten. Sobald diese Kandidatur geklärt sei, wolle sie auch als Parteivorsitzende der Christdemokraten abtreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will bei der nächsten Bundestagswahl, die regulär spätestens im Herbst 2021 stattfindet, nicht erneut kandidieren.
    7 min
  • 10.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei."Parasite" triumphiert bei den Oscars
    Die südkoreanische Gesellschaftssatire "Parasite" ist der Gewinner der Oscar-Verleihung in Los Angeles: Die schwarze Komödie von Regisseur Bong Joon Ho gewann vier der begehrten Auszeichnungen. Sie holte den Hauptpreis für den besten Film, den besten internationalen Film, die beste Regie und das beste Originaldrehbuch. Joaquin Phoenix erhielt einen Oscar als bester männlicher Hauptdarsteller für seine Rolle im Thriller "Joker". Renée Zellweger gewann die Auszeichnung als beste weibliche Hauptdarstellerin in dem Film "Judy" über die Filmlegende Judy Garland. Beste Nebendarstellerin ist Laura Dern mit ihrer Rolle als Scheidungsanwältin im Familiendrama "Marriage Story". Bester Nebendarsteller ist Brad Pitt, der in Quentin Tarantinos "Once Upon a Time... in Hollywood" einen Stuntman verkörpert.
    Milliardenpaket zur Bekämpfung des Coronavirus
    In China sind inzwischen mehr als 900 Menschen an dem neuartigen Coronavirus verstorben. Innerhalb eines Tages kamen 97 Todesfälle hinzu, wie die Regierung in Peking mitteilte. Die Zahl der in Festlandchina registrierten Krankheitsfälle übersprang demnach die Marke von 40.000. Die chinesische Zentralbank kündigte an, den Kampf gegen die Epidemie mit umgerechnet rund 39 Milliarden Euro zu unterstützen. Unternehmen, die zur Prävention und Eindämmung der Krankheit beitragen, sollen Kredite erhalten.
    Historischer Umbruch in Irland
    Bei der irischen Parlamentswahl hat die linksgerichtete Sinn Fein voraussichtlich die etablierten bürgerlichen Parteien Fianna Fail und Fine Gael überflügelt. Weil sie zu wenige Kandidaten aufstellte, wird Sinn Fein aber wohl dennoch nicht stärkste Kraft im Parlament in Dublin. Die Partei galt früher als politischer Arm der Untergrundorganisation IRA. Sollte es wider Erwarten zu einer Regierungsbeteiligung der lange geächteten Sinn Fein kommen, dürfte die Forderung nach einem baldigen Referendum über die irische Wiedervereinigung zur offiziellen Regierungslinie werden.
    Regierungspartei gewinnt Wahl in Aserbaidschan
    Bei der Parlamentswahl in Aserbaidschan hat die Partei des autoritär regierenden Präsidenten Ilham Aliyev laut Prognosen mit absoluter Mehrheit gewonnen. Sie sicherte sich demnach 69 der 125 Sitze. Die Wahl sollte ursprünglich erst im November stattfinden. Ende des Jahres votierte das Parlament jedoch überraschend für eine vorgezogene Neuwahl. Die Opposition spricht von Manipulation. Sie wirft Aliyev zudem vor, für seinen Machterhalt Vertreter der alten Elite durch ihm ergebene Technokraten ersetzt zu haben.
    Europäische Sonde "Solar Orbiter" erfolgreich gestartet
    Die europäische Sonnensonde "Solar Orbiter" ist vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Bundesstaat Florida erfolgreich gestartet. Auch die erste entscheidende Phase der Mission, die Entfaltung der Sonnensegel, verlief "recht reibungslos", wie der Leiter des ESA-Raumfahrtkontrollzentrums Rolf Densing mitteilte. Von der gemeinsamen Mission der ESA und der US-Raumfahrtbehörde NASA erwarten Wissenschaftler beispiellose Einblicke in die geheimnisvolle Welt der Sonne. Zudem soll die Sonde der ESA helfen, für die Erde gefährliche Weltraumwetterfronten besser vorherzusagen.
    Sturm "Sabine" legt Verkehr in Deutschland lahm
    Im gesamten Bundesgebiet müssen sich die Menschen wegen des Orkantiefs "Sabine" weiter auf Einschränkungen und Behinderungen einstellen. Die Deutsche Bahn unterbrach den Fernverkehr bis mindestens zehn Uhr am Montagvormittag. Wie es hieß, könnten die Störungen aber noch den ganzen Tag andauern. Gleiches gilt für den Regionalverkehr. Auch Straßen und Autobahnen sind wegen umgestürzter Bäume blockiert. Zudem fallen an mehreren Flughäfen, darunter Frankfurt am Main, München und Düsseldorf Verbindungen aus. In vielen Regionen Deutschlands bleiben Schulen und Kindertagesstätten wegen des Sturms geschlossen.
    Spitzenduell Bayern gegen Leipzig endet torlos
    In der Fußball-Bundesliga hat Spitzenreiter Bayern München seinen Vorsprung von einem Punkt vor dem Tabellenzweiten RB Leipzig nicht weiter ausbauen können. Im direkten Vergleich gegen die Sachsen kamen die Münchner im eigenen Stadion nicht über ein 0:0 hinaus. - Im DFB-Pokal wurden die Paarungen des Viertelfinales ausgelost. Es spielen: Leverkusen gegen Union Berlin, Schalke gegen München, Frankfurt gegen Bremen und Saarbrücken gegen Düsseldorf. Die Partien finden am 3. und 4. März statt.
    8 min
  • 08.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump entlässt zwei Impeachment-Zeugen
    US-Präsident Donald Trump hat innerhalb weniger Stunden zwei Zeugen, die ihn im Amtsenthebungsverfahren belastet hatten, von ihren Aufgaben entbunden. Alexander Vindman und Gordon Sondland hatten in der Ukraine-Affäre gegen ihn ausgesagt. Wie die New York Times meldet, wurde der US-Botschafter bei der Europäischen Union, Sondland, mit sofortiger Wirkung abberufen. Kurz zuvor war bereits der Ukraine-Experte Vindman entlassen worden, der als Berater im Nationalen Sicherheitsrat fungierte. Er wurde aus dem Weißen Haus eskortiert.
    Coronavirus: Zahl der Opfer in China steigt weiter
    Die Zahl der Infektionen und der Toten durch das Coronavirus ist in China erneut gestiegen. Bis Samstag kletterte die Zahl der Patienten, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, innerhalb eines Tages um fast 3400 auf 34.546. Die Zahl der Toten legte nach offiziellen Angaben um 86 auf 722 zu. Allein die besonders schwer betroffene Provinz Hubei, wo das Virus in der Metropole Wuhan ausgebrochen war, meldete 81 neue Todesopfer. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern über 270 weitere Fälle, davon 14 in Deutschland.
    Russland schlägt im Machtkampf um Venezuela gegen Trump zurück
    Russland und Venezuela haben nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow eine engere militär-technische Zusammenarbeit vereinbart. Angesichts der Bedrohungen des Landes von außen werde Russland dabei helfen, die Verteidigungskraft seiner Freunde zu gewährleisten, sagte Lawrow bei einem Treffen mit dem sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro in Venezuelas Hauptstadt Caracas. Gleichzeitig kritisierte er die Sanktionen der USA. Die Regierung in Washington unterstützt Interimspräsident Juan Guaidó.
    Parlamentswahlen in Irland haben begonnen
    In Irland wird ein neues Parlament gewählt. Die Wahllokale sind bis zum späten Abend geöffnet. Irlands Regierungschef Leo Varadkar muss um seine Wiederwahl bangen. Denn derzeit führt die republikanische Sinn-Fein-Partei mit 25 Prozent die Umfragen an. Varadkars Partei "Fine Gael" liegt mit 20 Prozent nur an dritter Position, die Oppositionspartei "Fianna Fail" kommt auf 23 Prozent. Sinn Fein strebt ein vereintes Irland mit dem zu Großbritannien gehörenden Nordirland an. Mit ersten Ergebnissen wird erst am Sonntag gerechnet.
    Dresden im Walzertakt: Opernball nach Skandal
    Nach dem Eklat um einen der Ballorden hat Dresden unter dem Motto "märchenhaft rauschend" zum 15. Mal den Semperopernball gefeiert. Er wolle, dass es das Fest auch weiterhin gebe, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Die umstrittene Ordensverleihung für Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hatte die Ballvorbereitungen überschattet. Nach vielen Absagen prominenter Gäste und Künstler und öffentlichem Druck wurde ihm die Auszeichnung wieder aberkannt.
    Zwei Chandler-Tore bei Frankfurter 5:0-Sieg über Augsburg
    Die Frankfurter Eintracht hat ihre Aufholjagd in der 1. Fußball-Bundesliga mit einem 5:0 Erfolg über den FC Augsburg fortgesetzt. Drei Tage nach dem Pokalerfolg über RB Leipzig setzten sich die Hessen am Freitag dank zweier Tore von Timothy Chandler und Filip Kostic sowie des Treffers von André Silva souverän durch. Sie sind nun in der Bundesliga seit vier Spielen unbesiegt und rückten auf Platz 9 vor.
    7 min
  • 07.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.CDU will bei Neustart in Thüringen vorerst Wege im Parlament ausloten
    Die CDU will nach dem Eklat bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen zunächst die parlamentarischen Möglichkeiten eines Neustarts ausloten. Sollte dies nicht möglich sein, müsse es Neuwahlen geben, sagte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nach stundenlangen Beratungen in Erfurt. Die CDU hatte am Mittwoch zusammen mit der AfD dem FDP-Politiker Thomas Kemmerich ins Amt des Regierungschefs verholfen. Das war auf heftige Kritik gestoßen.
    Weitere 73 Todesopfer in China durch Coronavirus-Epidemie
    Die Zahl der Todesopfer in China durch das Coronavirus steigt weiter. Wie die Behörden mitteilten, starben seit Donnerstag 73 Menschen an den Folgen der Infektion, 69 allein in der vor allem betroffenen zentralchinesischen Provinz Hubei. Damit erlagen inzwischen mindestens 636 Menschen in der Volksrepublik der Lungenkrankheit. Die Zahl der Infizierten dort wird mit 30.400 angegeben. In Deutschland gibt es 13 bestätigte Ansteckungsfälle.
    Früher Entdecker des Coronavirus selber an Infektion gestorben
    Ein chinesischer Arzt, der als einer der ersten vor dem Coronavirus gewarnt hatte, ist nun selber an der Infektion gestorben. Dies teilte das Zentralkrankenhaus der Millionenmetropole Wuhan mit, an dem der 34-jährige Li Wenliang tätig war. Li hatte Ende des vergangenen Jahres bei Patienten entsprechende Symptome festgestellt und Kollegen darüber informiert. Daraufhin wurde er von der Polizei wegen der "Verbreitung von Gerüchten" ermahnt. Der Tod Lis hat große Anteilnahme ausgelöst, weil er für viele Chinesen die Folgen der langsamen Behördenreaktion auf das Coronavirus symbolisiert.
    Chef von Al-Kaida im Jemen stirbt bei US-Drohnenangriff
    Der Chef der Extremistenorganisation Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP), Kassim al-Rimi, ist bei einem US-Angriff im Jemen getötet worden. Al-Rimi sei bei einer "Anti-Terror-Operation" getötet worden, erklärte US-Präsident Donald Trump. AQAP war 2009 durch den Zusammenschluss des saudi-arabischen und des jemenitischen Zweigs des Terrornetzwerkes Al-Kaida entstanden. Im jemenitischen Bürgerkrieg verübt die Organisation Anschläge sowohl gegen die Regierungstruppen als auch gegen die schiitischen Huthi-Rebellen.
    Buttigieg gewinnt erste Vorwahl der US-Demokraten hauchdünn vor Sanders
    Drei Tage nach der ersten Vorwahl der US-Demokraten steht das Ergebnis fest. Nach Auszählung aller Bezirke im Bundesstaat Iowa liegt Pete Buttigieg, ein früherer Bürgermeister von South Bend mit 26,2 Prozent der Stimmen auf Platz eins. Knapp dahinter folgt Senator Bernie Sanders. Die Vorwahl hatte bereits am Montag stattgefunden. Wegen technischer Probleme verzögerte sich jedoch die Bekanntgabe des Ergebnisses.
    Merkel berät in Angola über Wirtschaftszusammenarbeit und Reformen
    Kanzlerin Angela Merkel setzt ihre zweitägige Afrikareise mit einem Besuch in Angola fort. Präsident João Manuel Gonçalves Lourenço empfängt sie an diesem Freitag in der Hauptstadt Luanda. Mit dem Besuch will die Kanzlerin den Einsatz der Regierung Lourenços etwa im Kongo oder im Konflikt zwischen Ruanda und Uganda würdigen. Außerdem dürfte der Ausbau der Wirtschaftskooperation ein Thema sein. In Angola sind derzeit nur 25 deutsche Unternehmen engagiert. Korruption und fehlende Rechtsstaatlichkeit gelten als größte Bremse für deutsche Investitionen.
    7 min
  • 06.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Krisentreffen der großen Koalition nach Thüringer Wahl-Eklat
    Nach der umstrittenen Ministerpräsidentenwahl in Thüringen wollen die Spitzen von Union und SPD im Bund in einem kurzfristig anberaumten Koalitionsausschuss über die Konsequenzen beraten. Das Treffen am Samstag sei auf Initiative der SPD einberufen worden, sagte SPD-Co-Chef Norbert Walter-Borjans. Die SPD habe dringende Fragen an die CDU, ergänzte Co-Chefin Saskia Esken. Die SPD-Spitze kritisierte es als historischen Tabubruch, dass mit dem FDP-Politiker Thomas Kemmerich erstmals ein Ministerpräsident mithilfe einer rechtsgerichteten Partei, nämlich der AfD, ins Amt gekommen sei.
    US-Senat stimmt gegen eine Amtsenthebung von Trump
    Im Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten hat der Senat Donald Trump in allen Anklagepunkten freigesprochen. In der von Trumps Republikanern dominierten Kongresskammer kam wie erwartet nicht die nötige Zweidrittelmehrheit zustande, um Trump für Machtmissbrauch oder die Behinderung von Kongress-Ermittlungen zu verurteilen. Im ersten Anklagepunkt Amtsmissbrauch stimmten 52 der 100 Senatoren für "nicht schuldig", beim zweiten Anklagepunkt Behinderung des Kongresses alle 53 republikanischen Senatoren. Trump bezeichnete seinen Freispruch als "Sieg" des Landes über den "Impeachment-Scherz".
    Auto fährt in Menschenmenge in Jerusalem - 14 Verletzte
    In Jerusalem ist ein Wagen in eine Menschenmenge an einer Bushaltestelle gefahren. Mindestens 14 Menschen wurden verletzt, einer davon schwer, wie ein Ambulanzdienst in der Nacht mitteilte. Der Vorfall ereignete sich in einer belebten Zone mit vielen Restaurants und Bars. Der Fahrer oder die Fahrerin flüchtete. Der Vorfall werde als möglicher "Terrorangriff" untersucht, sagte ein Polizeisprecher. In Israel hat es schon häufig Anschläge mit Fahrzeugen auf Soldaten und Zivilisten gegeben.
    Zahl der Toten durch das Coronavirus steigt auf mehr als 500
    Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus in China wächst weiter. Wie die chinesischen Behörden mitteilten, starben weitere 73 Menschen an den Folgen der Infektion. Die offizielle Gesamtzahl der Todesfälle in Festlandchina stieg damit auf 563. Die bestätigten Infektionen mit dem Virus kletterten ebenfalls wieder stark um fast 3700 auf mehr als 28.000 Fälle. Hinzu kommen mehr als 24.000 weitere Verdachtsfälle. Außerhalb von Festlandchina sind in mehr als einem Dutzend Ländern mehr als 240 Infektionen bekannt. In Hongkong und auf den Philippinen gab es zwei Tote.
    China halbiert Strafzölle auf US-Importe im Wert von 75 Milliarden Dollar
    Zur Umsetzung der Teilvereinbarung im Handelskonflikt mit den USA halbiert China seine Sonderzölle auf Importe amerikanischer Waren im Wert von 75 Milliarden US-Dollar. Der Schritt zum 14. Februar erfolgt zeitgleich mit einer Senkung amerikanischer Strafzölle auf Importe aus China. Nach Angaben des Finanzministeriums in Peking halbieren sich die Sonderabgaben von fünf und zehn Prozent, die seit September 2019 erhoben worden waren. Peking und Washington hatten Mitte Januar ein erstes Teilabkommen zur Beilegung des fast zweijährigen erbitterten Handelsstreits unterzeichnet.
    Drei Tote bei Flugzeugunglück in Istanbul
    Nach der Bruchlandung eines Passagierflugzeugs am Istanbuler Airport Sabiha Gökcen ist die Zahl der Todesopfer auf drei gestiegen. Das teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Weitere 179 Menschen wurden laut den neuen Angaben des Ministers verletzt. An Bord der Maschine befanden sich demnach 177 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. In vorherigen offiziellen Angaben war noch von insgesamt 177 Menschen an Bord die Rede gewesen. Die Boeing 737 der türkischen Fluggesellschaft Pegasus war nach der Landung von der Piste abgekommen, einen Abhang hinunter gestürzt und zerbrochen.
    Hollywood-Legende Kirk Douglas gestorben
    Schauspieler und Filmproduzent Kirk Douglas ist im Alter von 103 Jahren gestorben. Das teilte sein Sohn Michael Douglas bei Facebook mit. Kirk Douglas war einer der letzten Überlebenden aus dem "Goldenen Zeitalter" Hollywoods. Der Sohn russischer Einwanderer spielte in mehr als 80 Filmen. Seine bekannteste Rolle war die des Sklavenanführers "Spartacus" in Stanley Kubricks gleichnamigem Historienfilm. Obwohl über lange Zeit einer der populärsten Hollywoodstars, bekam Douglas für keine seiner Rollen einen Oscar. Erst 1996 wurde er für sein Lebenswerk mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet.
    8 min
  • 05.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ex-Vizepräsident Biden wird in Iowa nur Vierter
    Bei der ersten Vorwahl der US-Demokraten steht der nationale Favorit auf die Präsidentschaftskandidatur vor einer Niederlage. Nachdem die Demokratische Partei erste Teilergebnisse der Abstimmung veröffentlichen konnte, liegt Ex-Vizepräsident Joe Biden mit 15,6 Prozent nur auf Platz vier. Der frühere Bürgermeister Pete Buttigieg führt das Rennen mit rund 27 Prozent an, vor dem linksgerichteten Senator Bernie Sanders und der ebenfalls zum linken Parteiflügel zählenden Senatorin Elizabeth Warren. Iowa hatte die Vorwahl bereits am Montag abgehalten. Eine schwere technische Panne hat die Bekanntgabe der Ergebnisse verzögert.
    US-Präsident Trump rühmt seine Wirtschaftspolitik
    Donald Trump hat seine politische Bilanz nach drei Jahren als US-Präsident in höchsten Tönen gelobt. Amerika sei stärker als jemals zuvor, sagte er im US-Kongress bei seiner Rede zur Lage der Nation. Neben einer boomenden Wirtschaft sei das US-Militär das mächtigste auf der Welt, die Grenzen seien sicher, die Werte des Landes seien erneuert und sein Stolz wiederhergestellt. Es war Trumps dritte "State of the Union". Sie stand unter dem Motto "Das große amerikanische Comeback".
    Bislang höchste Zustimmungsrate für US-Präsident Trump
    Das Ansehen von Donald Trump wurde durch das Amtsenthebungsverfahren eher noch erhöht. Eine Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Gallup zeigt die höchste Zustimmungsrate für den US-Präsidenten seit dessen Amtsantritt. Demnach befürworten 49 Prozent der Befragten, wie Trump seinen Job wahrnimmt. Die andere Hälfte ist mit dem Führungsstil des Republikaners allerdings nicht einverstanden. An diesem Mittwoch spricht der Senat sein Urteil im Impeachment-Prozess, den die Demokraten in Gang gesetzt hatten. Angesichts der republikanischen Mehrheit ist mit einem Freispruch zu rechnen.
    520.000 Syrer aus Idlib geflohen
    Im Nordwesten Syriens sind seit Anfang Dezember schon 520.000 Menschen vor der Offensive der Regierungstruppen geflohen. Diese Zahl nannte das UN-Büro für humanitäre Hilfe (Ocha). 80 Prozent der Flüchtlinge in der Provinz Idlib seien Frauen und Kinder. UN-Generalsekretär António Guterres rief zu einem Ende der Gefechte zwischen der türkischen Armee und syrischen Soldaten in Idlib auf. Am Montag waren dabei mehr als 20 Menschen getötet worden. Die türkische Armee verfügt in der letzten Hochburg islamistischer Kämpfer in Syrien über zwölf Beobachtungsposten.
    65 weitere Tote durch Coronavirus in China
    Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus in China ist erneut deutlich gestiegen. Laut den Behörden in der Volksrepublik starben allein seit Dienstag weitere 65 Menschen an den Folgen der Infektion. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf mindestens 491, diejenige der Infizierten auf 24.324. Auf einem in Japan unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiff sind mindestens zehn Menschen mit dem Virus infiziert. Sie wurden von Bord der "Diamond Princess" geholt. Die rund 3700 verbleibenden Passagiere und Besatzungsmitglieder müssen noch zwei Wochen auf dem Schiff ausharren.
    Chinesische Botschaft beklagt Anfeindungen wegen des Coronavirus
    Die chinesische Botschaft in Berlin beobachtet seit der Ausbreitung des Coronavirus mehr Anfeindungen gegen chinesische Bürger in Deutschland. Die Zunahme sei besorgniserregend, heißt es. Die Botschaft habe beim Auswärtigen Amt interveniert und notwendige Maßnahmen gefordert, um Sicherheit, legitime Rechte und Würde chinesischer Staatsbürger zu gewährleisten. Am Freitag sollen zwei Frauen im Stadtteil Moabit eine Chinesin rassistisch beleidigt, bespuckt, zu Boden gerissen sowie geschlagen und getreten haben. Das Opfer musste in einem Krankenhaus behandelt werden, die Angreiferinnen flüchteten.
    Al-Sisi soll Dresdner St. Georgs Orden wieder zurückgeben
    Die Verleihung des Dresdner St. Georgs Ordens des Semperopernballs an Abdel Fattah al-Sisi soll rückgängig gemacht werden. Ägyptens Präsident, der nach einem Militärputsch an die Macht kam und hart gegen Kritiker und Oppositionelle vorgeht, war als "Hoffnungsträger und Mutmacher eines ganzen Kontinents" sowie als "Brückenbauer und Friedensstifter" geehrt worden. Dies hatte Empörung und Protest bei Moderatoren und Laudatoren ausgelöst. Zunächst hatte der Veranstalter nur alle weiteren Ordensverleihungen abgesagt. Wie die Aberkennung des Ordens an al-Sisi erfolgen soll, ist noch nicht bekannt.
    10 min
  • 04.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Chaos bei Auszählung der Vorwahlergebnisse in Iowa
    Im US-Bundesstaat Iowa wurde die Vorwahl der Demokraten von einer schweren Panne bei der Auszählung der Stimmen überschattet. Nach Angaben der Partei hat es "Unstimmigkeiten" zwischen drei verschiedenen Datensätzen gegeben. Offizielle Ergebnisse könnten erst im Verlauf des Dienstags veröffentlicht werden, die Stimmen würden nun per Hand überprüft, erklärte Iowas Parteichef Troy Price. Das Wahlkampfteam des linksgerichteten Senators Bernie Sanders hatte zuvor den Wahlsieg bereits für sich reklamiert und auf eigene Erhebungen verwiesen.
    China räumt Fehler im Umgang mit Coronavirus ein
    Chinas Führung hat erstmals Fehler im Umgang mit der Gesundheitskrise im Land eingeräumt. Das Politbüro der Kommunistischen Partei erklärte, die Reaktion auf das sich rasant verbreitende Coronavirus habe "Fehler und Schwierigkeiten" beim nationalen Notfallmanagement offengelegt. Mittlerweile wurden mehr als 20.400 Infektionsfälle in China registriert, die Zahl der Todesopfer stieg auf 425. Auch aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong wurde ein Todesfall vermeldet. Damit sind mittlerweile zwei Menschen außerhalb des chinesischen Festlands durch das Virus gestorben.
    Arme Länder vernachlässigen Maßnahmen gegen Krebs
    Die Weltgesundheitsorganisation hat vor einem drastischen Anstieg der Krebserkrankungen in armen Ländern gewarnt. In Staaten mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau werde die Zahl der Krebsfälle ohne energische Gegenmaßnahmen in den kommenden zwei Jahrzehnten um gut 80 Prozent steigen, heißt es in einem Bericht der WHO zum Weltkrebstag an diesem Dienstag. In diesen Ländern werde der Schwerpunkt darauf gelegt, Infektionen zu bekämpfen und die Versorgung von Müttern und kleinen Kindern sicherzustellen. Maßnahmen gegen den Krebs würden hingegen vernachlässigt.
    Merkel sagt Argentinien Unterstützung zu
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem wirtschaftlich angeschlagenen Argentinien Unterstützung in Aussicht gestellt. Vor einem Gespräch mit dem argentinischen Präsidenten Alberto Fernandez in Berlin sagte sie, man überlege, wie man dem Land von deutscher oder europäischer Seite helfen könne. Die Kanzlerin begrüßte die Gespräche der argentischen Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds. Der IWF hatte Argentinien 2018 mit dem größten Kredit seiner Geschichte vor einer drohenden Zahlungskrise gerettet.
    Kenianischer Ex-Staatschef Moi gestorben
    Kenias früherer Präsident Daniel arap Moi ist tot. Er starb im Alter von 95 Jahren in der Hauptstadt Nairobi, wie aus dem Büro von Staatschef Uhuru Kenyatta verlautete. Mois Amtszeit von 1978 bis 2002 wird heute vor allem mit Menschenrechtsverletzungen und einer Zentralisierung der Macht in Verbindung gebracht. Ihm wurde nachgesagt, die tiefen ethnischen Spannungen im Land zu seinen Gunsten instrumentalisiert zu haben.
    7 min
  • 03.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Blutiger Schlagabtausch zwischen Syrern und Türken in Idlib
    Die syrische Armee hat bei ihrem Vormarsch auf die letzte größere Rebellen-Hochburg in der nordwestsyrischen Provinz Idlib vier türkische Soldaten getötet. Neun weitere Soldaten wurden verletzt, wie die Regierung in Ankara mitteilte. Die Syrer hätten angegriffen, obwohl sie zuvor auf die türkischen Stellungen hingewiesen worden seien. Die türkischen Truppen hätten daraufhin eine Gegenoffensive gestartet und bis zu 35 syrische Soldaten getötet, hieß es weiter. In der Region Idlib hat die Türkei zwölf Beobachtungsposten. Basis dafür ist das türkisch-russische Deeskalationsabkommen von 2018.
    Zahl der Coronavirus-Fälle steigt über 17.000
    In China wurden binnen eines Tages mehr als 2800 zusätzliche Patienten registriert, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten auf über 17.000. Auch die Zahl der Todesfälle in China kletterte um 57 auf 361. Am Sonntag war zudem auf den Philippinen ein Patient gestorben - der erste außerhalb Chinas. In Deutschland sind derzeit mindestens zehn Coronavirus-Fälle bestätigt, zwei der Personen waren erst am Wochenende im Rahmen einer Rückholaktion aus China eingetroffen. Nach Angaben des Frankfurter Uniklinikums geht es ihnen den Umständen entsprechend gut.
    Attentäter von London war einschlägig vorbestraft
    Nach der Messerattacke von London geraten Details über den Angreifer an die Öffentlichkeit: Mehrere Medien berichteten übereinstimmend, der Mann sei 2018 wegen Verbreitung islamistischer Propaganda zu einer Haftstrafe verurteilt und erst im Januar aus dem Gefängnis entlassen worden. Die Londoner Polizei erklärte, ihn im Rahmen einer Anti-Terror-Operation beobachtet zu haben. Zivilpolizisten waren zur Stelle, als der Mann im Süden Londons auf Passanten losging und zwei von ihnen verletzte. Beamte erschossen den Angreifer. Die Ermittler gehen von einem islamistisch-extremistischen Motiv aus.
    Bundesregierung kritisiert Trumps Landminen-Entscheidung
    Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen, hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zur Wiederzulassung von Landminen kritisiert. Dieser Schritt sei "ein schwerer Rückschlag für die langjährigen internationalen Bemühungen, diese tödliche Waffe zu ächten", sagte Annen. Die USA wären "gut beraten, ihre Entscheidung zu überdenken". Der SPD-Politiker betonte, mit den Folgen des Einsatzes von Landminen hätten die betroffenen Staaten oft noch viele Jahre nach dem Ende von Konflikten zu kämpfen. Auch deshalb bleibe Deutschland im Bereich des Minenräumens in vielen Staaten engagiert.
    Angolas Präsident: Keine Verhandlungen mit dos Santos
    Angolas Präsident João Lourenço hat kategorisch ausgeschlossen, dass die Milliardärin Isabel dos Santos sich durch Rückzahlungen in die Staatskasse freikaufen könnte. Es gebe keine Verhandlungen und es werde auch keine geben, sagte er der Deutschen Welle. Die Justiz in Angola hat der Tochter von Ex-Staatschef José Eduardo dos Santos Unterschlagung vorgeworfen und Anklage erhoben. Man gehe davon aus, dass das Geld, das Dos Santos in Portugal investiert habe, Angola auf illegale Weise verlassen habe, sagte Generalstaatsanwalt Helder Pitta Gros. Die Milliardärin nannte die Vorwürfe unwahr.
    Kriegsdrama "1917" räumt bei BAFTA-Awards ab
    Bei den BAFTA-Filmpreisen der britischen Akademie wurde das Kriegsdrama "1917" des britischen Regisseurs Sam Mendes in sieben Kategorien ausgezeichnet. Preise gab es unter anderem für Kameraführung, Produktionsdesign und Ton. Als beste Hauptdarsteller wurden Joaquin Phoenix und Renée Zellweger für ihre Titelrollen in den Filmen "Joker" beziehungsweise "Judy" geehrt. Die Auszeichnung für die beste nicht-englischsprachige Produktion gewann der südkoreanische Film "Parasite". Die Sieger der BAFTAs gehen auch bei der Oscar-Verleihung am kommenden Wochenende als Favoriten ins Rennen.
    Kansas City Chiefs gewinnen Superbowl
    Im jährlichen Höhepunkt der Football-Saison, dem Superbowl, haben die Kansas City Chiefs über die San Francisco 49ers triumphiert. Nach einer Aufholjagd stand es in Miami zum Spielende 31:20 für die Chiefs. Das Team gewann seinen ersten Titel seit 1970. Ein Höhepunkt des Superbowl war wie in jedem Jahr die Halbzeitshow, in der diesmal die Popsängerinnen Shakira und Jennifer Lopez auftraten. Vor Beginn des Spiels gedachten die Sportler des Basketballers Kobe Bryant, der vor einer Woche bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war.
    10 min
  • 01.02.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Großbritannien hat die EU verlassen
    Seit Mitternacht MEZ ist das Vereinigte Königreich kein Mitglied der Europäischen Union mehr. Viele Brexit-Befürworter feierten vor dem Parlament in London. Der Gründer der Brexit-Partei, Nigel Farage, sprach vom "wichtigsten Moment der modernen Geschichte" Großbritanniens. Andernorts hielten überzeugte Europäer Mahnwachen ab. Die EU verlor mit dem Abschied der 66 Millionen Briten ihre zweitgrößte Volkswirtschaft nach Deutschland und ist außen- und sicherheitspolitisch schwächer. Nun müssen London und Brüssel bis zum 31. Dezember ihre künftigen Beziehungen klären.
    Nach Brexit zeichnen sich harte Verhandlungen ab
    Nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union in der Nacht zum Samstag zeichnen sich harte Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zwischen London und Brüssel ab. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, sie werde keine "Rosinenpickerei" zuzulassen. "Wir werden sehr fair verhandeln, aber sehr hart", sagte von der Leyen. Der britische Premierminister Boris Johnson will mit der EU ein Freihandelsabkommen nach dem Vorbild Kanadas ohne Zölle aushandeln. Bis Ende des Jahres bleibt der EU und Großbritannien Zeit, ein Abkommen zu vereinbaren.
    Inzwischen 11.000 Virus-Fälle in China
    Das Coronavirus breitet sich in der Volksrepublik China mit großer Geschwindigkeit aus. Nach vorläufigen Zahlen leiden mindestens 11.000 Menschen an der Lungenkrankheit. Allerdings haben noch nicht alle chinesischen Provinzen ihre Statistiken veröffentlicht. Nach 45 weiteren Todesfällen sind bis jetzt 259 Menschen an dem Virus gestorben. Die USA haben einen öffentlichen Gesundheitsnotstand ausgerufen und allen Nicht-US-Bürgern die Einreise aus China verboten. Deutschland holt 90 Bundesbürger aus der chinesischen Metropole Wuhan zurück.
    Impeachment-Prozess gegen Trump ist geplatzt
    Das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump ist praktisch gescheitert. Der Senat stimmte mit der Mehrheit von Trumps Republikanern gegen eine Vorladung von Zeugen im Impeachment-Prozess. Das Ergebnis fiel mit 51 zu 49 sehr knapp aus, denn zwei Republikaner stimmten mit den oppositionellen Demokraten. Deren Anführer im Senat, Chuck Schumer, sprach von einer der "schlimmsten Tragödien" in der Geschichte der Kongresskammer. Ohne Zeugen sei das Verfahren gegen Trump nur ein "Scheinprozess". Das abschließende Urteil soll nach dem Willen der Republikaner am kommenden Mittwoch fallen.
    US-Militär darf wieder Landminen nutzen
    US-Präsident Donald Trump hat den Streitkräften seines Landes erlaubt, künftig moderne Anti-Personen-Minen einzusetzen. Damit wurde ein Verbot von Trumps Vorgänger, Barack Obama, wieder aufgehoben. Jetzt steht die Regierung in Washington auf dem Standpunkt, ein Verzicht auf Landminen könne für US-Soldaten einen schwerwiegenden Nachteil bedeuten, und dieses Risiko wolle der Präsident nicht akzeptieren. Anti-Personen-Minen sind besonders heimtückische Waffen, die auch Jahre nach Kriegsende unentdeckt bleiben. Tausende Zivilisten werden dadurch verstümmelt - sehr häufig sind es spielende Kinder.
    US-Börsenaufsicht ermittelt gegen Boeing
    Der US-Luftfahrtkonzern Boeing muss sich in der Krise um seinen Unglücksflieger 737 MAX nun auch Ermittlungen der Börsenaufsicht SEC stellen. Der Flugzeugbauer kündigte an, bei den Untersuchungen vollumfänglich zu kooperieren. Gleiches gelte für die bereits bekannten Ermittlungen des US-Justizministeriums und anderer Regierungsbehörden. Boeing steht nach zwei 737-MAX-Abstürzen mit insgesamt 346 Todesopfern heftig in der Kritik. Der Konzern wird verdächtigt, diesen Flugzeugtyp überstürzt auf den Markt gebracht und die Sicherheit vernachlässigt zu haben.
    Schalke verpasst Prestigesieg gegen Hertha
    Der FC Schalke 04 hat in der Fußball-Bundesliga den vorübergehenden Sprung auf den fünften Platz verpasst. Die Gelsenkirchener mussten zum Auftakt des 20. Spieltages mit einem 0:0 bei Hertha BSC zufrieden sein und sind weiter Tabellensechster. Damit könnte das Team von Trainer David Wagner im Kampf um die Champions-League-Plätze den Anschluss verlieren. Die Berliner von Trainer Jürgen Klinsmann belegen weiter Platz 13.
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