Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 30.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.WHO beruft Krisentreffen wegen Coronavirus ein
    Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für diesen Donnerstag erneut den Notfallausschuss einberufen. Dies teilte WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus mit. Das Team aus 16 Experten hatte sich zuletzt zweimal dagegen entschieden, einen internationalen Notfall zu erklären. Damit wären schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung des Ausbruchs verbunden. Ghebreyesus sagte, die Verbreitung des Virus vor allem in Ländern wie Deutschland bereite der UN-Behörde Sorgen. Bisher wurden laut der WHO Infektionen aus 15 Ländern gemeldet.
    US-Regierung will Boltons Buch wegen geheimer Informationen stoppen
    Die US-Regierung will die Veröffentlichung eines Buchs von Ex-Sicherheitsberater John Bolton verhindern. Das Manuskript enthalte Geheiminformationen, heißt es in einem Schreiben des Nationalen Sicherheitsrats. Auszüge des Buchs waren der "New York Times" zugespielt worden. Laut der Zeitung bestätigt Bolton darin den zentralen Vorwurf gegen US-Präsident Donald Trump im laufenden Amtsenthebungsverfahren. Demnach soll Trump zugesagte Militärhilfen in Millionen-Höhe an die Ukraine eingefroren haben, um die Regierung in Kiew zu Korruptionsermittlungen gegen seinen Rivalen Joe Biden zu drängen.
    Schottische Abgeordnete wollen Unabhängigkeit
    Schottlands Regionalparlament in Edinburgh hat sich mit 64 zu 54 Stimmen für ein zweites Unabhängigkeitsreferendum ausgesprochen. Man sei nur zwei Tage davon entfernt, die EU-Mitgliedschaft und alle Rechte zu verlieren, die damit verbunden seien, sagte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon im Hinblick auf den britischen EU-Austritt. Die Unabhängigkeit sei für Schottland nun der einzige Weg, um ein Teil Europas zu bleiben. Für ein Referendum ist Sturgeon auf die Zustimmung der britischen Regierung angewiesen. Premier Boris Johnson lehnt eine zweite Volksabstimmung jedoch ab.
    Mindestens 36 Tote bei Angriffen in Demokratischer Republik Kongo
    Bei Angriffen mutmaßlicher Islamisten in der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 36 Menschen getötet worden. Die Leichen seien zerstückelt aufgefunden worden, so die Behörden. Die Attacke hatte sich in der Nähe der Stadt Oicha ereignet. Für das Massaker wird die islamistische Miliz Alliierte Demokratische Kräfte, ADF, verantwortlich gemacht. Die ADF kämpften ursprünglich im Nachbarland Uganda gegen den heute noch amtierenden Präsidenten Yoweri Museveni. In den 1990er Jahren wurden sie aus Uganda vertrieben und zogen sich in die Demokratische Republik Kongo zurück.
    Koalition beschließt Maßnahmen für Arbeitsmarkt und Landwirte
    Die große Koalition hat sich auf Maßnahmen zur Stärkung des Arbeitsmarkts und des Wirtschaftsstandorts Deutschland geeinigt. Für Landwirte werden zur Umsetzung der Düngemittelverordnung in den kommenden vier Jahren eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt. Zudem wird in Krisenbranchen die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängert. Reformiert werden soll auch das Steuerrecht für Mittelständler. Für die Autoindustrie soll eine Dialogplattform geschaffen werden, auf der die Konsequenzen des Strukturwandels diskutiert und neue Perspektiven für Arbeitsplätze geschaffen werden.
    Deutsche Bank fährt 5,7 Milliarden Euro Verlust ein
    Der größte Umbau in der Konzerngeschichte hat der Deutschen Bank im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von 5,7 Milliarden Euro eingebrockt. Das Minus sei vollständig auf die Umstrukturierung zurückzuführen, teilte Vorstandschef Christian Sewing mit. Es ist der fünfte Jahresverlust in Folge. Sewing hatte dem größten deutschen Geldinstitut 2019 einen massiven Sanierungskurs auferlegt. Der Anleihehandel muss demnach kräftig abspecken, der Aktienhandel wird weitgehend eingestellt. Weltweit fallen 18.000 Arbeitsplätze weg. Ende Dezember beschäftigte die Deutsche Bank noch 87.600 Mitarbeiter.
    9 min
  • 29.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weitere Coronavirus-Fälle in Bayern
    Die Zahl der Coronavirus-Patienten in Deutschland ist auf vier gestiegen. Das bayerische Gesundheitsministerium bestätigte, dass sich in Bayern drei weitere Menschen mit dem neuartigen Erreger infiziert hätten. Auch diese Patienten seien Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei München, wo auch der erste Betroffene arbeitet. Der 33-Jährige war bei einer internen Schulung in der vergangenen Woche in Kontakt mit einer infizierten chinesischen Webasto-Mitarbeiterin gekommen. Das Unternehmen hat seine Firmenzentrale bis einschließlich Sonntag wegen der Erkrankungen geschlossen.
    UN-Generalsekretär reagiert zurückhaltend auf Trumps Nahost-Plan
    Die Vereinten Nationen beharren nach der Vorstellung des Nahost-Plans der USA auf einer Zwei-Staaten-Lösung für Israel und die Palästinenser auf Grundlage der Grenzen von 1967. Die Position der UN sei über die Jahre von den entsprechenden Resolutionen des Sicherheitsrats und der Vollversammlung definiert worden, erklärte ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres. Die UN würden Palästinenser und Israelis weiterhin dabei unterstützen, ihren Konflikt auf Basis dieser Resolutionen und anderer internationaler Vereinbarungen zu lösen. Ziel sei ein Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967.
    Trump-Anwälte schließen Plädoyers in Impeachment-Prozess ab
    Im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump haben dessen Anwälte gefordert, Trump in der Ukraine-Affäre so schnell wie möglich freizusprechen. Die Anklage gegen den Präsidenten müsse zurückgewiesen werden. Sie sei ohne Grundlage und verstoße gegen die US-Verfassung, sagte Trumps Chefverteidiger Pat Cipollone. Die oppositionellen Demokraten fordern dagegen, dass im Rahmen des Impeachment-Verfahrens mehrere Schlüsselfiguren der Ukraine-Affäre vorgeladen werden. Unter ihnen ist Trumps früherer Nationaler Sicherheitsberater John Bolton, der den Präsidenten schwer belasten könnte.
    Perus Oppositionschefin erneut in Haft
    Ein Gericht in Lima hat die erneute Inhaftierung von Perus Oppositionschefin Keiko Fujimori angeordnet. Die 44-Jährige war erst im November aus einer einjährigen Untersuchungshaft freigelassen worden. Laut der Nachrichtenagentur Andina soll die Tochter des früheren peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori 15 Monate im Gefängnis bleiben. Die Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei "Fuerza Popular" soll im Wahlkampf 2011 illegale Zahlungen vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht erhalten haben. Fujimoris Partei hat erst am Sonntag bei vorgezogenen Wahlen eine schwere Niederlage erlitten.
    Europarat geht gegen Polen vor
    Der Europarat will Polen wegen seiner umstrittenen Justizreform unter besondere Beobachtung stellen. Die Parlamentarische Versammlung der europäischen Staatengemeinschaft sprach sich in Straßburg mit großer Mehrheit dafür aus, ein sogenanntes Monitoring-Verfahren für Polen aufzunehmen. Darin soll grundlegend bewertet werden, ob die demokratischen Institutionen in Polen funktionieren und die Rechtsstaatlichkeit den Ansprüchen des Europarats genügt. Es ist das erste Mal, dass der Europarat ein solches Monitoring-Verfahren für einen EU-Staat eröffnet.
    "Ocean Viking" darf in Italien an Land anlegen
    Die mehr als 400 im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffs "Ocean Viking" dürfen in der süditalienischen Stadt Tarent an Land gehen. Das teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mit. Sie betreibt das Schiff zusammen mit der Organisation SOS Méditerranée. In den vergangenen vier Tagen wurden im Mittelmeer insgesamt fast 650 Menschen aus Seenot gerettet. 2019 registrierte die Internationale Organisation für Migration 1283 tote Flüchtlinge auf der Mittelmeerroute. Insgesamt kamen in den vergangenen fünf Jahren mindestens 19.000 Migranten im Mittelmeer ums Leben.
    7 min
  • 28.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Erster Coronavirus-Fall in Deutschland bestätigt
    In Deutschland ist erstmals eine Infektion mit dem aus China stammenden neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern habe sich mit dem Erreger infiziert, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mit. Der Patient befinde sich klinisch in einem guten Zustand. Er werde medizinisch überwacht und sei isoliert. Das neuartige Virus kann eine Lungenkrankheit auslösen. In China sind mittlerweile mehr als 4000 Erkrankungen offiziell bestätigt, die Zahl der Toten stieg auf mindestens 104.
    Israels Präsident Rivlin zu Besuch in Berlin
    Israels Präsident Reuven Rivlin ist zu einem zweitägigen Besuch in Deutschland eingetroffen. Er landete gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem Berliner Flughafen Tegel. Die beiden Präsidenten kamen aus Auschwitz, wo sie an der Zeremonie zum 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers teilgenommen hatten. Am Mittwoch wird Rivlin in der Holocaust-Gedenkstunde des Bundestags eine Rede halten. Zudem will der israelische Präsident Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zu politischen Gesprächen treffen.
    Trump stellt Nahost-Friedensplan vor
    US-Präsident Donald Trump will an diesem Dienstag seinen lange erwarteten Plan für die Lösung des Nahost-Konflikts vorstellen. Der wirtschaftliche Teil des Nahost-Plans war bereits im vergangenen Jahr präsentiert worden. Er sieht Milliardeninvestitionen in den Palästinensergebieten vor. Im politischen Teil soll jedoch nicht länger von der Zwei-Staaten-Lösung als Grundlage für einen Frieden in Nahost die Rede sein. Die Palästinenserführung hat den Plan daher bereits als Verstoß gegen UN-Resolutionen und geltendes Völkerrecht zurückgewiesen. Sie wirft Trump vor, Partei für Israel zu ergreifen.
    Druck auf Trump im Impeachment-Verfahren wächst
    Im Impeachment-Prozess gegen US-Präsident Donald Trump haben sich nun auch Senatoren von Trumps Republikanern dafür ausgesprochen, Schlüsselfiguren der Ukraine-Affäre als Zeugen zu befragen. Hintergrund ist ein Medienbericht, laut dem der frühere Nationale Sicherheitsberater John Bolton bestätigt, dass Trump als Druckmittel gegen die Ukraine Militärhilfe eingefroren habe. Es wäre wichtig, John Bolton zu befragen, sagte der konservative Senator Mitt Romney. Die republikanische Senatorin Susan Collins meinte, die neuen Enthüllungen zu Bolton würden die Forderung nach Zeugen "stärken".
    US-Außenministerium schließt öffentlichen US-Sender von Reise aus
    Eine Reporterin des öffentlichen US-Radiosenders NPR wird von einer Auslandsreise von Außenminister Mike Pompeo ausgeschlossen. Michele Kelemen dürfe nicht bei der am Mittwoch beginnenden Europa-Reise dabei sein, teilte die Vereinigung der im State Department arbeitenden Journalisten mit. Es scheine, dass das Ministerium damit Vergeltung übe, hieß es. Pompeo war in der vergangenen Woche mit der NPR-Mitarbeiterin Mary Louise Kelly während eines Interviews in Streit geraten. Auslöser war eine Frage zur Ukraine-Affäre rund um Präsident Donald Trump.
    UNICEF: Millionen Kinder im Sahel brauchen Hilfe
    Nach Einschätzung des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF sind im Sahel künftig knapp fünf Millionen Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen. Grund dafür sind anhaltende Anschläge, Entführungen und Zwangsrekrutierungen durch bewaffnete Gruppen in der Region, wie UNICEF mitteilte. Kinder seien davon besonders betroffen. Vor allem in Mali, Burkina Faso und Niger würden Mädchen und Jungen ermordet, verstümmelt und sexuell missbraucht, sagte die UNICEF-Regionaldirektorin für West- und Zentralafrika, Marie-Pierre Poirier. Hunderttausende seien traumatisiert und auf der Flucht.
    Airbus erzielt mit Behörden Einigung zu Korruptionsermittlungen
    Airbus steht nach eigenen Angaben vor einer Beilegung der Korruptionsermittlungen in drei Ländern. Man habe sich im Grundsatz mit Ermittlungsbehörden in Frankreich, Großbritannien und den USA geeinigt, teilte der europäische Flugzeugbauer mit. Gerichte in den drei Ländern sowie die zuständige Regulierungsbehörde in den USA müssten der Einigung aber noch zustimmen. Nach einem Bericht der "Financial Times" schätzen Analysten, dass der Flugzeugbauer insgesamt drei Milliarden Euro an Bußen wird zahlen müssen. In der Affäre geht es um den Vorwurf der Bestechung beim Verkauf von Verkehrsflugzeugen.
    10 min
  • 27.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sipri: China ist zweitgrößter Waffenproduzent der Welt
    China hat sich laut einem Bericht des Friedensforschungsinstituts Sipri zum zweitgrößten Waffenproduzenten der Welt entwickelt. Aus einer Studie der Stockholmer Wissenschaftler zu Waffenverkäufen in den Jahren 2015 bis 2017 geht hervor, dass die vier größten Rüstungskonzerne des Landes 2017 zusammen rund 54,1 Milliarden Dollar umsetzten. Damit landete China bei den weltweiten Waffenverkäufen hinter den USA, aber noch vor Russland. Es handelt sich laut Sipri um die erste detaillierte Studie zum chinesischen Waffenabsatz. Zuvor waren Daten der chinesischen Unternehmen demnach kaum zugänglich.
    USA, Frankreich und Japan wollen Bürger aus China ausfliegen
    Trotz drastischer Quarantäne-Maßnahmen der Sicherheitsbehörden breitet sich das Coronavirus in China weiter aus. Die USA, Frankreich und Japan kündigten an, ihre Bürger aus der betroffenen Provinz Hubei zu holen. In Berlin verlautete hingegen, das Auswärtige Amt berate noch mit den Betroffenen und Partnerorganisationen vor Ort über die Situation. Demnach leben in der Region etwa 100 Deutsche mit ständigem Wohnsitz. Das Gesundheitsministerium in Peking betonte derweil, das Potenzial des Virus werde "stärker". Offiziell gibt es in China nun rund 2800 Infektionsfälle, 80 Patienten starben.
    Boliviens Übergangspräsidentin fordert gesamtes Kabinett zum Rücktritt auf
    Boliviens Übergangspräsidentin Jeanine Áñez hat ihr gesamtes Kabinett zum Rücktritt aufgefordert. Gut drei Monate vor der vorgezogenen Präsidentschaftswahl wolle sie eine neue Phase des demokratischen Übergangs einleiten, erklärte Áñez. Kurz zuvor hatte Kommunikationsministerin Roxana Lizárraga ihren Rücktritt eingereicht. Die Neuwahl erfolgt mehr als sechs Monate nach der von Manipulationsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl im Oktober, aus welcher Evo Morales als Sieger hervorgegangen war. Nach Massenprotesten trat der Linkspolitiker Anfang November schließlich zurück und flüchtete ins Exil nach Mexiko.
    Salvinis Lega-Partei scheitert bei Regionalwahl in Italien
    Bei der wichtigen Regionalwahl in der norditalienischen Region Emilia Romagna liegen die Sozialdemokraten (PD) nach ersten Prognosen vor der rechten Lega von Oppositionschef Matteo Salvini. Laut dem Sender RAI vereinigten die Sozialdemokraten nach ersten Hochrechnungen 47 bis 51 Prozent der Stimmen auf sich. Salvinis Lega kam demnach nur auf 44 bis 48 Prozent. Die Regionalwahlen galten als wichtiger Test für die Regierung aus sozialdemokratischer PD und Fünf-Sterne-Bewegung in Rom.
    SPÖ holt bei Landtagswahl im Burgenland absolute Mehrheit
    In Österreich haben die Sozialdemokraten bei der Landtagswahl im Burgenland einen klaren Erfolg errungen. Nach dem vorläufigen Endergebnis errang die SPÖ 49,9 Prozent der Stimmen und holte damit die absolute Mehrheit der Mandate. Die rechtspopulistische FPÖ, die bisher im Burgenland eine Koalition mit der SPÖ bildete, verlor gut fünf Punkte und sank auf unter zehn Prozent. Im Vergleich zur Wahl von 2015 gewann die SPÖ acht Punkte hinzu. Sie kommt damit auf 19 der 36 Sitze im Parlament und kann somit künftig alleine regieren. Die konservative ÖVP legte leicht zu und kam auf 30,6 Prozent.
    Popstar Billie Eilish räumt bei Grammy Awards ab
    Die US-amerikanische Popsängerin Billie Eilish hat bei der 62. Verleihung der Grammy Awards die Preise in allen vier Hauptkategorien gewonnen. Die erst 18 Jahre alte Musikerin erhielt in Los Angeles Grammys für das beste Album, die beste Aufnahme und den besten Song. Außerdem wurde Eilish als beste Newcomerin des Jahres geehrt. Sie ist damit die jüngste Künstlerin, die jemals in allen vier Hauptkategorien ausgezeichnet wurde. Die Grammys gelten als die höchste internationale Auszeichnung für Künstler und Produzententeams.
    US-Basketball-Legende Kobe Bryant stirbt bei Hubschrauberabsturz
    Der frühere Basketball-Superstar Kobe Bryant ist bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Der 41-jährige frühere Spieler der Los Angeles Lakers verunglückte westlich der kalifornischen Metropole, wie die Behörden mitteilten. Unter den neun Todesopfern ist auch Bryants 13-jährige Tochter Gianna. Der Tod des einstigen NBA-Stars sorgte in den USA wie international für Entsetzen und Trauer. Bryant gilt als einer der besten Spieler in der Geschichte der nordamerikanischen Profiliga NBA. Er holte in seiner 20-jährigen Laufbahn fünf NBA-Meisterschaften.
    10 min
  • 25.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China verfügt wegen Coronavirus Kontrollen im Transportwesen
    Im Kampf gegen die Ausbreitung des Lungenvirus hat Chinas Regierung an Flughäfen, Bahnhöfen, Busstationen und Passagierhäfen Fiebermessgeräte installieren lassen. Damit können Passagiere und Kunden im Bedarfsfall ihre Temperatur messen. So soll der Grad des Ausbruches kontrolliert und eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich in China inzwischen auf 41. Knapp 1300 Menschen sind infiziert. In Australien decken sich nach dem ersten bestätigten Krankheitsfall viele Bewohner mit Atemmasken ein. Auch in Frankreich wurden drei Infektionsfälle registriert.
    Tote bei schwerem Erdbeben in der Osttürkei
    Bei einem schweren Erdbeben im Osten der Türkei sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Sie seien in den Provinzen Elazig und Malatya getötet worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Außerdem seien mehr als 900 Menschen verletzt worden. Zahlreiche Gebäude stürzten ein. Das Zentrum der Erdstöße lag in der Stadt Sivrice in der Provinz Elazig. Die Behörden gaben die Stärke des Bebens mit 6,8 an. Eine türkische Erdbebenwarte meldete eine Stärke von 6,5.
    US-Präsident spricht auf Abtreibungs-Kundgebung
    Als erster US-Präsident der Geschichte hat Donald Trump an der jährlichen Kundgebung von Abtreibungsgegnern in Washington teilgenommen. In seiner Rede vor tausenden Teilnehmern des sogenannten "March of Life" erklärte Trump, er selbst setze sich wie kein Präsident vor ihm für den Schutz des ungeborenen Lebens ein. Trumps republikanische Amtsvorgänger hatten während ihrer Amtszeit zwar ihre Unterstützung für die Abtreibungsgegner bekundet, waren der Großdemonstration aber ferngeblieben. Auch Trump hatte sich bislang lediglich in Video-Botschaften an die Demonstrierenden gewandt.
    Ratingagentur stuft Griechenland hoch
    Die US-Ratingagentur Fitch sieht die Kreditwürdigkeit Griechenlands optimistischer. Die Bonitätswächter hoben die Bewertung der langfristigen Verbindlichkeiten des südeuropäischen Staats um eine Stufe an. Danach wird der Ausblick jetzt als "positiv" nach zuvor "stabil" beschrieben. Damit ist eine Höherstufung innerhalb von zwölf Monaten möglich. Die Agentur begründete den Schritt unter anderem mit einer Beschleunigung des Wirtschaftswachstums in Griechenland im vergangenen Jahr. Zudem erwartet Fitch einen Rückgang der Staatsverschuldung.
    Nach Khashoggi-Tötung bald wieder Bundespolizisten in Saudi-Arabien
    Nach der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi will Deutschland die Ausbildung von Grenzschützern in Saudi-Arabien wieder aufnehmen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sollen die Bundespolizisten Ende Januar nach Riad verlegt werden. Die Ausbildung der saudischen Grenzschützer durch die Bundespolizei war im Oktober 2018 ausgesetzt worden, nachdem Khashoggi in Istanbul getötet worden war. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman steht im Verdacht, die Tötung in Auftrag gegeben zu haben.
    Fußball: Köln geht in Dortmund unter
    In der Fußball-Bundesliga hat Borussia Dortmund die Aufholjagd in Richtung Titel auch dank zweier Tore von Neuzugang Erling Haaland erfolgreich fortgesetzt. Das Team von Trainer Lucien Favre gewann 5:1 gegen den 1. FC Köln und verbesserte sich zumindest für einen Tag auf Rang drei der Tabelle. Dagegen ging die Siegesserie von Aufsteiger Köln nach zuletzt vier Siegen zu Ende.
    6 min
  • 24.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zahl der Infektionen durch Corona-Virus steigt auf 876 Fälle
    Die Zahl der bekannten Infektionen durch die neuartige Lungenkrankheit ist in China auf 876 Fälle angestiegen. 26 Todesfälle sind bislang offiziell bestätigt. Im Kampf gegen weitere Infektionen mit dem Cororna-Virus stehen rund 37 Millionen Chinesen praktisch unter Quarantäne. Die Behörden haben die Elf-Millionen-Metropole Wuhan und weitere große Städte in der zentralchinesischen Provinz Hubei weitgehend abgeriegelt. In Shanghai kündigte die Stadtverwaltung die Schließung des Disney-Freizeitparks ab Samstag an, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen.
    Merkel in Istanbul mit Wirtschaftsvertretern zusammengetroffen
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zum Auftakt ihres Türkei-Besuchs mit Wirtschaftsvertretern getroffen. Offiziellen Angaben zufolge sind in der Türkei rund 7400 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung aktiv. Die Bundesrepublik sei zudem der wichtigste Exportmarkt für türkische Firmen, sagte der Chef der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer, Thilo Pahl. Nach dem Wirtschaftstreffen weiht Merkel mit Präsident Recep Tayyip Erdogan einen neuen Campus der Deutsch-Türkischen Universität in Istanbul ein. Es folgen Gespräche mit Vertretern der Zivilgesellschaft sowie mit Erdogan.
    Polnisches Parlament verabschiedet Richtergesetz
    Das polnische Parlament hat ein umstrittenes Gesetz zur Disziplinierung von Richtern verabschiedet. Damit überstimmte die Regierungspartei PiS mit ihrer Mehrheit im Sejm ein Votum des Senats. Dieser hatte das Vorhaben abgelehnt. Das Gesetz sieht vor, dass Richter mit Geldstrafen, Herabstufung oder Entlassung rechnen müssen, wenn sie die Entscheidungskompetenz oder Legalität eines anderen Richters oder eines Gerichts infrage stellen. Sie dürfen sich auch nicht politisch betätigen. Das Gesetz muss noch von Präsident Andrzej Duda unterzeichnet werden. Das gilt aber als Formsache.
    Trump lädt Netanjahu und Gantz zu Nahost-Gesprächen ein
    US-Präsident Donald Trump hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Oppositionsführer Benny Gantz für kommenden Dienstag zu Gesprächen ins Weiße Haus eingeladen. Das teilte Vizepräsident Mike Pence in Jerusalem mit. Beide Politiker hätten zugesagt. Bei dem Treffen solle es um die Chancen für einen Frieden im Nahen Osten gehen. Es stünden auch gemeinsame Sicherheitsinteressen auf dem Programm. Im Nahost-Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern hat sich die US-Regierung klar auf die Seite Israels gestellt. Trump gilt als wichtigster internationaler Verbündeter Netanjahus.
    USA gehen gegen "Geburtstourismus" vor
    US-Präsident Donald Trump will mit strengeren Visa-Regeln für schwangere Frauen einen "Geburtstourismus" bekämpfen. Laut Weißem Haus sollen Konsularbeamte keine Visa ausstellen, wenn der Verdacht bestehe, dass Frauen eigens für eine Geburt in die USA einreisen wollten. Viele schwangere Frauen würden einreisen, um ihrem Kind per Geburt automatisch zu einer "dauerhaften US-Staatsbürgerschaft" zu verhelfen, erklärte das Weiße Haus. Dieses "Einwanderungs-Schlupfloch" müsse geschlossen werden, um die öffentliche und nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten zu verbessern.
    23 Migranten in Kühl-LKW in Belgien entdeckt
    In Belgien sind 23 Migranten in einem Kühllastwagen entdeckt worden. Keiner der Menschen, die nach eigenen Angaben aus Eritrea stammen, schwebe in Lebensgefahr, teilte die Staatsanwaltschaft in Brügge mit. Die Migranten, darunter drei Frauen, waren entdeckt worden, als der auf zwei Grad Celsius heruntergekühlte LKW am Hafen in Zeebrügge entladen wurde. Die Migranten hätten den Kühllastwagen vermutlich in der Nähe von Lüttich in der Annahme bestiegen, dass er ohne Stopp durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal nach Großbritannien fahren werde, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
    8 min
  • 23.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Keine Fortschritte im Kampf gegen Korruption
    Im Kampf gegen Korruption kommen die meisten Staaten der Welt nach Einschätzung von Transparency International nicht voran - oder machen sogar Rückschritte. Auch Deutschland konnte sich im neuen Korruptionsindex der Organisation nicht verbessern und erreichte lediglich Rang neun - deutlich hinter den Siegern Dänemark und Neuseeland. Für Kanada, Frankreich, Großbritannien und die USA verschlechterte sich das Ranking sogar. Die Untersuchung von Transparency International misst die in Wirtschaft, Politik und Verwaltung wahrgenommene Korruption im öffentlichen Sektor in 180 Ländern.
    China stoppt Verbindungen aus Wuhan wegen Corona-Virus
    Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit hat China alle Flüge und Züge aus der Millionenstadt Wuhan gestoppt, wie Staatsmedien berichten. Die Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei gilt als Ausgangspunkt des neuen Corona-Virus. Die erlassenen Reisebeschränkungen für Wuhan sollten die Ausbreitung der Epidemie "entschieden eindämmen", heißt es. Die Weltgesundheitsorganisation will an diesem Donnerstag erneut darüber beraten, ob sie eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausruft.
    US-Demokraten tragen Vorwürfe gegen Trump vor
    Im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump haben die oppositionellen Demokraten ihre Beweisführung begonnen. Anklageführer Adam Schiff sagte im Senat, der Präsident habe seine Macht missbraucht, um seine Chancen auf eine Wiederwahl zu vergrößern. Die Demokraten werfen Trump vor, den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen gegen Ex-Vizepräsident Joe Biden gedrängt zu haben, der ihn bei der Präsidentschaftswahl im November herausfordern könnte. Als Druckmittel soll er dabei zurückgehaltene Militärhilfe in Höhe von 391 Millionen Dollar eingesetzt haben.
    Türkei wirft EU Bruch des Flüchtlingsdeals vor
    Kurz vor dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Präsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag in Istanbul hat der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu schwere Vorwürfe gegen die EU erhoben. Der "Bild"-Zeitung sagte er, die im EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen zugesagten Milliardensummen seien nicht vollständig gezahlt worden. Auch an die vereinbarte Erweiterung der Zollunion und den Start eines neuen Kapitels der Beitrittsverhandlungen habe sich die EU nicht gehalten. Dies seien alles Gründe, aus denen die Türkei die Grenzen für Flüchtlinge Richtung Europa hätte öffnen können.
    Staatsgäste aus fast 50 Ländern bei Holocaust-Gedenken
    In Israel erinnern Staats- und Regierungschefs aus fast 50 Ländern an die Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau vor 75 Jahren. Nach Angaben des Außenministeriums handelt es sich um das größte Staatsereignis seit der Gründung Israels im Jahr 1948. Beim sogenannten Holocaust-Forum wird an diesem Donnerstag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als erstes deutsches Staatsoberhaupt eine Rede in der zentralen Gedenkstätte Yad Vashem halten. Nach Schätzungen wurden in Auschwitz mehr als eine Million Menschen ermordet, zumeist Juden.
    VW zahlt im Dieselskandal Millionenstrafe in Kanada
    Volkswagen muss in Kanada im Dieselskandal eine Strafe von umgerechnet rund 135 Millionen Euro zahlen. Ein Gericht in Toronto billigte einen zwischen dem deutschen Autokonzern und der kanadischen Regierung erzielten Vergleich. Volkswagen hatte sich zuvor schuldig bekannt, gegen Umweltschutzgesetze des Landes verstoßen zu haben. Die kanadische Regierung hatte dem Unternehmen zudem gezielte Desinformation vorgeworfen. In der Klage ging es um 128.000 Fahrzeuge, die bis 2015 eingeführt wurden. Es ist nicht die erste hohe Straf- und Entschädigungszahlung, die VW in Kanada leisten muss.
    Drei Tote bei Absturz von Löschflugzeug in Australien
    Beim Absturz eines kanadischen Löschflugzeugs im Brandgebiet von Australien sind drei Menschen ums Leben gekommen. Die C-130 Hercules verunglückte nach Behördenangaben in den Bergen des Bundesstaats New South Wales etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Canberra. Der Flughafen von Canberra wurde unterdessen für den regulären Betrieb geschlossen. Offiziell soll mit der Maßnahme Platz für Flugzeuge geschaffen werden, die im Kampf gegen die Brände eingesetzt werden. Allerdings wütet seit Mittwoch südlich des Airports auch ein Feuer, für das der Notfall ausgerufen wurde.
    10 min
  • 22.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Senat beschließt Prozedere für Amtsenthebungsverfahren gegen Trump
    Nach einer fast 13-stündigen Debatte hat der Senat das Prozedere für das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump festgelegt. Die Kongresskammer beschloss mit der Mehrheit der Republikaner, zunächst Anklagevertretern und Verteidigung Zeit für ihre Eröffnungsplädoyers zu geben. Erst in der kommenden Woche soll der Senat entscheiden, ob auch Zeugen gehört werden. Die Demokraten konnten sich nicht damit durchsetzen, dass der Senat vorab Zeugen vorlädt und bislang zurückgehaltene Dokumente für das Verfahren anfordert.
    Steinmeier reist zum Holocaust-Gedenken nach Israel
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fliegt nach Israel, um dort am internationalen Holocaust-Gedenken in Yad Vashem teilzunehmen. Am Donnerstag wird Steinmeier in Yad Vashem eine Rede halten, als erstes deutsches Staatsoberhaupt. Zu den Gedenkfeiern werden Staatsgäste aus fast 50 Ländern in Jerusalem erwartet, unter ihnen die Präsidenten Frankreichs und Russlands, Emmanuel Macron und Wladimir Putin. Anlass ist der 75. Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee.
    Bundesregierung sieht Deutschland als Einwanderungsland
    Im Nationalen Aktionsplan Integration, dessen erster Teil an diesem Mittwoch das Kabinett passieren soll, nennt die Bundesregierung Deutschland ein Einwanderungsland. Man habe einen Paradigmenwechsel vollzogen und sich dazu bekannt, dass Deutschland auf die Einwanderung ausländischer Fachkräfte angewiesen sei, heißt es in der Vorlage, die der "Rheinischen Post" vorliegt. Zudem ist geplant, potenzielle Einwanderer umfassend über ein Leben in Deutschland aufzuklären, bevor sie ihre Entscheidung zur Auswanderung treffen.
    Guterres wirbt für UN-Resolution zu Libyen
    UN-Generalsekretär António Guterres hat die Berliner Libyen-Konferenz vom Sonntag als einen "großen Schritt" zum Frieden in dem Bürgerkriegsland gewürdigt. Er wünsche sich, dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Libyen-Einigung unterstütze, sagte Guterres in New York. Der Vorteil einer UN-Resolution wäre, dass diese rechtlich bindend sei und den Beschlüssen so zusätzlichen Nachdruck verleihen könnte. 16 Staaten und Organisationen hatten sich im Kanzleramt auf einen Friedens-Fahrplan für das Bürgerkriegsland geeinigt, zu dem ein Waffenstillstand und ein Waffenembargo gehören.
    Neues Wuhan-Coronavirus auch in den USA
    In den USA ist erstmals ein Fall der neuartigen Lungenkrankheit nachgewiesen worden, an der in China bereits Hunderte Menschen erkrankt sind. Die Infektion wurde in Seattle im Bundesstaat Washington bei einem Reisenden aus China festgestellt. In den vergangenen Tagen waren bereits Ansteckungen in Thailand, Japan, Taiwan und Südkorea gemeldet worden. In China sind nun neun Tote und 440 Infektionsfälle offiziell bestätigt.
    Libanon hat eine neue Regierung
    Nach landesweiten Massenprotesten und einer monatelangen Hängepartie hat der Libanon wieder eine Regierung. Der neue Ministerpräsident Hassan Diab stellte in Beirut sein 20 Mitglieder zählendes Kabinett vor. Mit ihm soll das Mittelmeerland aus der schwersten politischen und wirtschaftlichen Krise seit dem Ende des Bürgerkriegs vor 30 Jahren finden. Die Ministerriege des Universitätsprofessors entstammt nicht den traditionellen politischen Parteien. Damit soll eine zentrale Forderung der Demonstranten, die einen Rücktritt der gesamten politischen Führung gefordert hatten, erfüllt werden.
    Klage gegen Bergbaukonzern Vale und den TÜV
    Vor knapp einem Jahr starben bei einem Staudammbruch in Brasilien mindestens 270 Menschen, 13 Millionen Kubikmeter Schlamm ergossen sich über das Land, als der Damm an der Mine Córrego do Feijão nachgab. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft des dortigen Bundesstaates Minas Gerais Anklage gegen den TÜV Süd und den Bergbaukonzern Vale. Sie begründete die Klage mit den verheerenden Auswirkungen des Unglücks auf die Umwelt. Gegen 16 Personen wurde zudem Mordanklage erhoben. Das brasilianische Tochterunternehmen des deutschen TÜV hatte kurz vor dem Dammbruch die Rückhaltebecken für sicher befunden.
    10 min
  • 21.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Sonderbeauftragter Salamé gegen Friedenstruppe für Libyen
    Der UN-Sondergesandte für Libyen, Ghassan Salamé, hat sich gegen eine internationale Friedenstruppe für das nordafrikanische Land ausgesprochen. Es gäbe dort keine Akzeptanz für ausländische Truppen, zudem sehe er in der internationalen Gemeinschaft auch nicht die Bereitschaft, Truppen zu entsenden. In einem Interview der Zeitung "Die Welt" schloss er daher diese Option aus. Ziel sei es, die derzeitige Waffenruhe in einen dauerhaften Waffenstillstand zu überführen, betonte der UN-Gesandte. Nach der Berliner Libyen-Konferenz soll es bei einem Folgetreffen im Februar um nächste Schritte gehen.
    Untersuchungsbericht zum Absturz der ukrainischen Passagiermaschine veröffentlicht
    Das irrtümlich im Iran abgeschossene ukrainische Passagierflugzeug wurde durch zwei Raketen zum Absturz gebracht. Das ist das Ergebnis eines zweiten Berichts der iranischen Luftfahrtbehörde: Wie die Nachrichtenagentur Isna berichtet, wurde die Maschine demnach nahe Teheran von zwei Raketen aus nördlicher Richtung getroffen. Der Iran hatte erst nach tagelangen Dementis und massivem internationalen Druck den versehentlichen Abschuss zugegeben. Bei dem Unglück am 8. Januar waren alle 176 Insassen ums Leben gekommen.
    Südkorea will Marineeinheit in Straße von Hormus entsenden
    Südkorea wird einen Zerstörer und rund 300 Soldaten in die Straße von Hormus entsenden. Die USA hatten ihren Verbündeten aufgerufen, sich an der von ihr geführten Marinemission in der für den globalen Handel wichtigen Meerenge zu beteiligen. Allerdings kündigte Südkorea an, es werde sich nicht offiziell der Mission anschließen. Der Iran hatte in der Region im vergangenen Jahr wiederholt Tanker festgesetzt. Die USA, andere westliche Länder und Saudi-Arabien machten das Land zudem für Angriffe auf Tanker verantwortlich. Teheran bestritt jedoch jede Verwicklung.
    Weltgesundheitsorganisation berät über das Lungenvirus
    Die Weltgesundheitsorganisation hat für Mittwoch wegen der neuen Lungenkrankheit in China eine Krisensitzung in Genf einberufen. In dem Land sind inzwischen über 200 mit dem Coronavirus infizierte Menschen erfasst. In Europa sind bislang keine Fälle bekannt. Das zuständige Komitee will bei der Sitzung mit unabhängigen Fachleuten darüber beraten, ob der Ausbruch als Gesundheitsnotfall von internationalem Ausmaß einzustufen ist – und was gegen das Virus getan werden kann. Der chinesische Präsident Xi Jinping kündigte einen entschlossenen Kampf gegen die Ausbreitung der Krankheit an.
    Britisches Oberhaus will Änderungen am Brexit-Gesetz
    Im britischen Oberhaus hat eine Mehrheit für eine Änderung am Brexit-Gesetz gestimmt, mit der das Bleiberecht für EU-Bürger zusätzlich abgesichert werden soll. Mit 270 zu 229 Stimmen votierten die nicht gewählten Mitglieder des Oberhauses dafür, die rund 3,6 Millionen in Großbritannien lebenden EU-Bürger und Schweizer mit einem Dokument auszustatten, mit dem sie ihren Aufenthaltsstatus in Großbritannien jederzeit dokumentieren können. Premierminister Boris Johnson wollte, dass alle EU-Bürger ihr Aufenthaltsrecht beantragen müssen. Über die Frage muss jetzt noch einmal das Unterhaus abstimmen.
    Frankreich und USA wollen bei Digitalsteuer keine Strafzölle
    Im Streit zwischen Frankreich und den USA über die Digitalsteuer für große Internetkonzerne wollen die Präsidenten beider Länder, Emmanuel Macron und Donald Trump, weiter über einen Kompromiss verhandeln. Macron sagte, er habe mit Trump über das Thema gesprochen und wolle mit ihm für eine gute Vereinbarung zusammenarbeiten. Damit solle verhindert werden, dass der Zollstreit eskaliere. Das Weiße Haus erklärte später, man strebe erfolgreiche Verhandlungen an. Frankreich erhebt seit Juli vergangenen Jahres für größere Unternehmen eine Digitalsteuer in Höhe von drei Prozent.
    USA sagen Guaidó weitere Unterstützung zu
    Im Machtkampf mit Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat US-Außenminister Mike Pompeo dem selbsternannten Präsidenten des Landes, Juan Guaidó, weitere Unterstützung zugesagt. Maduros Tyrannei, die den Bürgern Venezuelas schade und Auswirkungen auf die gesamte Region habe, müsse ein Ende gesetzt werden, sagte Pompeo in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá. Dort hatte er neben Guaidó auch den kolumbianischen Staatschef Iván Duque getroffen. Die USA würden "dauerhafte Maßnahmen ergreifen, um Präsident Guaidó und das venezolanische Volk weiterhin zu unterstützen", sagte der US-Außenminister.
    10 min
  • 20.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Außenminister beraten über Libyen
    Die EU-Außenminister beraten an diesem Montag über die Ergebnisse des Berliner Libyen-Gipfels. Außenminister Heiko Maas sowie der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell wollen in Brüssel über Details der Einigung vom Sonntag informieren. Die in den Bürgerkrieg in Libyen verwickelten Staaten hatten sich auf die Einhaltung eines UN-Waffenembargos verständigt. Milizen sollen entwaffnet werden. Bei Verletzungen eines Waffenstillstandes sind Sanktionen geplant.
    Fast 150 Verletzte bei gewaltsamen Protesten in Beirut
    In der libanesischen Hauptstadt Beirut ist es den zweiten Tag in Folge zu Auseinandersetzungen zwischen regierungskritischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden am Sonntag 145 Menschen verletzt. Bereits am Vortag mussten fast 400 Menschen medizinisch versorgt werden. Der Libanon wird seit Oktober von Protesten erschüttert. Die Wut der Bevölkerung hat zuletzt noch zugenommen, weil sich ihre wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert und es zwei Monate nach dem Rücktritt von Ex-Ministerpräsident Saad Hariri noch immer keine neue Regierung gibt.
    Warnung vor weiteren Unwettern in Australien
    Über die Brandgebiete im Südosten Australiens sind starker Regen und Gewitter gezogen. Außerdem gingen stellenweise Hagelkörner so groß wie Golfbälle nieder. Betroffen war unter anderem die Hauptstadt Canberra. Es gab auch Berichte über andere Wetterextreme: Viele Australier teilten Bilder im Internet, die einen gewaltigen Sandsturm in New South Wales zeigten, der den Himmel verdunkelte. Hier und in den Bundesstaaten Victoria und Queensland müssen die Bewohner mit heftigem Wind und schweren Gewittern rechnen. Das Wetteramt warnte auch vor möglichen Sturzfluten.
    Lungenkrankheit in China breitet sich deutlich aus
    Nach dem Ausbruch der rätselhaften Lungenkrankheit in China ist die Zahl der bestätigten Fälle sprunghaft auf rund 200 gestiegen. Ein weiterer Patient starb. Damit gibt es jetzt drei Todesfälle, wie die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Stadt Wuhan mitteilte. Erstmals wurden auch Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus an anderen Orten in China entdeckt.
    Neue Proteste gegen rechte Lega
    In Bologna sind zehntausende Menschen gegen die rechtspopulistische und fremdenfeindliche Lega des früheren italienischen Innenministers Matteo Salvini auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich rund 40.000 Menschen an der Protestaktion, zu der die sogenannte Sardinen-Bewegung aufgerufen hatte. Eine Woche vor der Regionalwahl in der Emilia Romagna im Nordosten Italiens warnten sie mit Luftballons und Plakaten in Form von Sardinen vor einem Sieg der Lega.
    Flucht durch Tunnel: Häftlinge türmen aus Gefängnis
    Mindestens 75 Insassen sind aus einem paraguayischen Gefängnis nahe der Grenze zu Brasilien entkommen. Die Häftlinge waren durch einen Tunnel geflohen. Wie es heißt, sind viele von ihnen Bandenmitglieder der First Capital Command, Brasiliens mächtigster Gruppierung für organisierte Kriminalität. Paraguays Justizministerin Cecilia Perez sagte, ein korruptes Netzwerk habe die Flucht ermöglicht. Der Direktor der Justizvollzugsanstalt in der Stadt Pedro und sechs weitere Gefängnisbeamte seien gefeuert worden.
    SpaceX-Rakete explodiert - Betreiber spricht von Erfolg
    Eine Rakete des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX ist bei einem Test kurz nach dem Start in Cape Canaveral in einem großen Feuerball explodiert - doch die Mission war ein voller Erfolg. Bei dem Test war ein Notfall-Rettungssystem mit einer Abspaltung der Raumkapsel simuliert worden. SpaceX-Chef Elon Musk sagte, jetzt sei der Weg frei für den ersten bemannten "Dragon"-Flug zur Internationalen Raumstation ISS in den nächsten Monaten.
    7 min

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