Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Download on the App Store
  • Favorites

    662

    Followers

  • Typical duration

    9 min

    per episode

Based on Podcast App listening data

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen episodes

  • 08.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.176 Menschen bei Flugzeugabsturz im Iran getötet
    Nach dem Absturz eines ukrainischen Flugzeugs im Iran hat die ukrainische Regierung den Tod aller 176 Insassen bestätigt. Nach Angaben des Außenministeriums befinden sich unter den Todesopfern drei Deutsche. Die Boeing 737 der Fluglinie Ukraine International war am Morgen kurz nach dem Start in Teheran verunglückt. Nach iranischen Medienberichten war die Maschine in Flammen aufgegangen. Die ukrainische Botschaft im Iran gab bekannt, es habe einen Triebwerksdefekt gegeben. In Kiew wurde ein Krisenstab eingerichtet.
    Iran greift Stützpunkte mit US-Soldaten im Irak an
    Der Iran hat Luftstützpunkte im Irak, die von US-Soldaten genutzt werden, mit Raketen beschossen. Auf der Airbase Ain al-Assad im Zentrum des Iraks schlugen 17 Raketen ein, fünf weitere in der Basis in der nördlichen Stadt Erbil. Über Todesopfer wurde bisher nichts bekannt. Nach arabischen TV-Berichten wurden fünf irakische Soldaten verletzt. Der Beschuss gilt als Vergeltungsaktion für die gezielte Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani durch das amerikanische Militär. US-Präsident Donald Trump und sein iranischer Kollege Hassan Rohani kündigten für diesen Mittwoch Erklärungen an.
    Bundeswehrsoldaten im Raum Erbil nach Raketeneinschlag unverletzt
    Die im nordirakischen Erbil stationierten Soldaten der Bundeswehr sind nach den iranischen Raketenangriffen auf Militärziele in dem Land wohlbehalten. Den Soldaten gehe es gut, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte, man bereite einen Teilabzug vor. Dabei gehe es um Ausbilder, die derzeit ohnehin nicht tätig seien. Die Bundeswehr hatte zuletzt Soldaten aus dem Süden des Iraks abgezogen. Ein Viertel der gut 120 Soldaten wurden nach Jordanien und Kuwait verlegt.
    Trump will wohl doch keine Kulturgüter zerstören
    US-Präsident Donald Trump hat seine Drohung relativiert, gegebenenfalls auch iranische Kulturstätten angreifen zu lassen. Es sei "okay" für ihn, internationales Recht zu befolgen, sagte Trump im Weißen Haus vor Journalisten. Im eskalierenden Konflikt mit dem Iran hatte der US-Präsident am Samstag damit gedroht, als Reaktion auf mögliche Angriffe auf amerikanische Bürger auch iranische Kulturstätten zu attackieren. Das sorgte international für Empörung. Die UN-Kulturorganisation UNESCO ermahnte Washington, sich an internationale Übereinkommen zum Schutz solcher Stätten zu halten.
    EU verurteilt türkische Truppenentsendung nach Libyen
    Die EU hat die Entscheidung der Türkei verurteilt, Soldaten nach Libyen zu entsenden. Dies vergrößere die Sorgen über das Bürgerkriegsland, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas und anderen EU-Kollegen in Brüssel. "Wir fordern einen Waffenstillstand und ein Ende der Einmischung von außen", so Borrell. Maas ergänzte, dass von Mittwoch an Gespräche mit den Konfliktparteien geführt werden sollen. In Libyen kämpft die international anerkannte Regierung von Fajis al-Sarradsch mit dem abtrünnnigen General Chalifa Haftar um die Macht.
    Juan Guaidó legt nach Tumulten nochmals Amtseid ab
    Der Machtkampf um das Parlament in Venezuela dauert an. Der selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó wurde zum zweiten Mal als Parlamentspräsident vereidigt. Die Abgeordneten sorgten mit ihren Smartphones für Licht. Im Plenarsaal war zuvor der Strom abgeschaltet worden. Zunächst hatten schwer bewaffnete Nationalgardisten Guaidó und seine Anhänger gewaltsam am Betreten des Gebäudes gehindert. Der Interimspräsident rief anschließend zu neuen Massenprotesten gegen den amtierenden Staatschef Nicolás Maduro auf.
    Rauchwolke der australischen Buschfeuer erreicht Südamerika
    Die Rauchfahne der verheerenden Wald- und Buschbrände in Australien hat mehr als 11.000 Kilometer überwunden und liegt nun auch über Chile und Argentinien. Der wolkenlose Himmel in Zentral-Chile ist durch die Rauchpartikel ergraut, wie Meteorologen bestätigten. Auch in Argentinien ist der Rauch vom südlichen Patagonien bis in die zentralen Provinzen Córdoba und Buenos Aires sichtbar. Die Wetterwarte SNM erklärte, die Rauchwolke sei in einer Höhe von rund 5000 Metern und stelle kein Gesundheitsrisiko dar.
    8 min
  • 07.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Regierung dementiert Abzugspläne
    Die USA haben Meldungen über einen Truppenabzug aus dem Irak zurückgewiesen. Es gebe derzeit keine solchen Pläne, sagte Verteidigungsminister Mark Esper. Als Reaktion auf die Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani durch einen US-Luftangriff hatte das irakische Parlament die Regierung in Bagdad aufgefordert, alle ausländischen Truppen des Landes zu verweisen. Die USA haben derzeit rund 5000 Soldaten im Irak stationiert, die meisten als Teil des internationalen Militärbündnisses gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat".
    Weniger Bundeswehrsoldaten im Irak
    Als Reaktion auf die anhaltenden Spannungen am Golf will die Bundeswehr die Stärke ihrer Truppe im Irak reduzieren. Dies geschehe auf Anordnung des internationalen Anti-IS-Einsatzkommandos, teilten Außenminister Heiko Maas und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer den Obleuten der zuständigen Bundestagsausschüsse mit. Dies gelte insbesondere für die Standorte Bagdad und Tadschi. Die dort eingesetzten Soldaten würden zeitnah nach Jordanien und Kuwait verlegt, hieß es. Wenn die Ausbildung der irakischen Sicherheitskräfte wieder aufgenommen werde, könnten die Soldatinnen und Soldaten zurückverlegt werden.
    Bolton will aussagen
    Der frühere US-Sicherheitsberater John Bolton ist im Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump zu einer Aussage bereit. Sollte ihn der Senat in Washington verbindlich zu einer Aussage auffordern, würde er dem Folge leisten, sagte Bolton. Wegen seines ehemals engen Kontakts zum Präsidenten gilt Bolton als Schlüsselzeuge in der Ukraine-Affäre. Die US-Demokraten werfen Trump vor, die Regierung in Kiew zu Ermittlungen gegen seinen Rivalen Joe Biden gedrängt zu haben, um die Präsidentschaftswahl im November zu beeinflussen.
    Tote bei Anschlag in Nigeria
    Bei einer Bombenexplosion im Nordosten Nigerias sind Sicherheitskreisen zufolge mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Der Sprengsatz detonierte demnach auf einer Brücke, die die Stadt Gamboru in Nigeria mit der Stadt Fotokol in Kamerun verbindet. Auf der Brücke wird viel Handel betrieben. Augenzeugen zufolge wurden mehr als 35 Verletzte in ein Krankenhaus gebracht. Wer hinter dem Anschlag steckt, ist noch unklar. Die Islamisten-Gruppe Boko Haram operiert in der Region. Auch ein Ableger der IS-Terrormiliz verübt immer wieder Attentate in Nigeria.
    Suchkommission meldet 1100 Leichen
    Mexikos nationale Suchkommission hat eine erste Bilanz ihrer Arbeit gezogen. Demnach wurden bei der Suche nach Vermissten in den vergangenen 13 Monaten mehr als 1100 verscharrte Leichen gefunden. Erst ein Drittel der Toten konnte identifiziert werden. Seit den 1960er-Jahren wurden in Mexiko mehr als 61.000 Menschen als vermisst gemeldet. Die meisten von ihnen sind vermutlich Opfer des Drogenkriegs zwischen 2006 und 2012. Die Regierung hat eine DNA-Datenbank eingerichtet, um die Identifizierung von Leichen zu erleichtern.
    Tote nach Busunglück in Peru
    Bei einem schweren Busunfall in Peru sind 16 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind auch zwei Deutsche, wie die Staatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes mitteilte. Weitere 40 Menschen wurden verletzt. Der Bus war im Süden des Landes, in der Gegend der Stadt Arequipa auf der Panamericana unterwegs, als er von der Straße abkam und in acht am Straßenrand parkende Fahrzeuge krachte. Wie es zu dem Unfall kam, wird noch untersucht. Nach Angaben des Busfahrers, sollen die Bremsen versagt haben.
    Ermittlungen gegen Gewichtheber-Verband
    Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat nach Vorwürfen gegen den Gewichtheber-Weltverband IWF Ermittlungen aufgenommen. Dies bestätigte die WADA der Deutschen Presse-Agentur. Untersucht werden die in einer ARD-Dokumentation erhobenen Anschuldigungen. Darin werden dem IWF und seinem langjährigen ungarischen Präsidenten Tamas Ajan vorgeworfen, seit fast 20 Jahren ein System von Korruption, Doping-Vertuschung und schwarzen Kassen aufgebaut zu haben. Diese seien "sehr besorgniserregend", so die WADA. Der Gewichtheber-Verband sprach dagegen von "substanzlosen Anschuldigungen".
    9 min
  • 06.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Maas hält US-Drohungen gegen den Irak für "nicht sehr hilfreich"
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat die Haltung der USA als "nicht sehr hilfreich" bezeichnet. Es gelte, den Irak mit Argumenten zu überzeugen und nicht mit Drohungen, sagte der SPD-Politiker dem Deutschlandfunk. US-Präsident Donald Trump hat dem Irak mit Sanktionen gedroht, nachdem das Parlament in Bagdad einen Abzug ausländischer Truppen aus dem Land gefordert hatte. "Wir werden jede Entscheidung akzeptieren, die im Irak getroffen wird", sagte Maas. Auch Bundeswehrsoldaten sind dort im Einsatz. Wegen der angespannten Lage stoppte die Bundeswehr vorläufig die Entsendung neuer Soldaten.
    Berlin, Paris und London dringen auf Deeskalation
    Angesichts der schweren Spannungen zwischen dem Iran und den USA haben Deutschland, Großbritannien und Frankreich alle Seiten zu äußerster Zurückhaltung aufgerufen. Es komme nun "entscheidend darauf an, zu deeskalieren", heißt es in einer vom Bundespresseamt veröffentlichten Erklärung von Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Boris Johnson. Den Iran riefen die Länder auf, sämtliche Maßnahmen zurückzunehmen, die nicht mit dem Atomabkommen von 2015 in Einklang stünden. Teheran hatte sich zuvor noch weiter von dem Vertrag distanziert.
    Guaidó-Rivale ernennt sich zum Parlamentspräsidenten
    In Venezuela hat sich Luis Parra, ein Rivale des selbsternannten Staatschefs und Parlamentspräsidenten Juan Guaidó, zum neuen Parlamentspräsidenten erklärt. Guaidó, der eigentlich im Amt bestätigt werden sollte, und mit ihm verbündete Abgeordnete waren zuvor am Betreten der Nationalversammlung in Caracas gehindert worden. Die Opposition sprach von einem "parlamentarischen Staatsstreich". Guaidó hatte sich im Machtkampf mit dem amtierenden Staatschef Nicólas Maduro Anfang 2019 zum Übergangspräsidenten erklärt. Er wird von rund 50 Staaten anerkannt, darunter den USA und Deutschland.
    Dschihadisten töten drei Mitarbeiter des US-Militärs in Kenia
    Bei einem Angriff der somalischen Terrormiliz Al-Shabaab in Kenia sind ein US-Soldat und zwei zivile Vertragspartner des Pentagons getötet worden. Das teilte die für Afrika-Einsätze zuständige Kommandozentrale der US-Streitkräfte mit. Bei der Attacke auf eine gemeinsame Militärbasis von kenianischer und US-Armee nahe der Ferieninsel Lamu seien zudem zwei US-Soldaten verletzt worden. Nach Angaben des kenianischen Militärs wurden auch vier Islamisten getötet. US-General Stephen Townsend erklärte, man werde die Terrorgruppe zur Rechenschaft ziehen.
    Türkei beginnt Truppenentsendung nach Libyen
    Wenige Tage nach der Zustimmung des türkischen Parlaments für eine Militärintervention in Libyen sind nach den Worten von Staatschef Recep Tayyip Erdogan erste Soldaten auf dem Weg in das nordafrikanische Bürgerkriegsland. Die türkischen Truppen sollten dort zunächst Koordinationsaufgaben übernehmen, sagte Erdogan in einem Interview mit dem TV-Sender CNN Turk. Mit dem Einsatz will die Türkei die international anerkannte Regierung in der libyschen Hauptstadt Tripolis unterstützen. Diese liefert sich einen Machtkampf mit dem einflussreichen General Chalifa Haftar.
    Kroatien bekommt einen neuen Präsidenten
    Der Sozialdemokrat Zoran Milanovic hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Kroatien gewonnen. Nach Angaben der Wahlkommission kam er auf knapp 53 Prozent der Stimmen. Die bisherige Amtsinhaberin, die konservative Kolinda Grabar-Kitarovic erhielt demnach etwas mehr als 47 Prozent. Damit fiel der Sieg Milanovics deutlicher aus als Umfragen kurz vor der Wahl vorhergesagt hatten. Für den 53-Jährigen ist es das zweite Spitzenamt. Er war von 2011 bis 2016 bereits Ministerpräsident Kroatiens. Der Präsident hat in dem Balkanstaat vor allem repräsentative Funktionen.
    Golden Globes für "Once Upon a Time... in Hollywood", "Rocketman" und "1917"
    In den USA sind zum 77. Mal die Golden Globes vergeben worden - nach den Oscars der wichtigste internationale Filmpreis. Die Auszeichnung als bestes Drama erhielt der Film "1917" von Regisseur Sam Mendes. Der Brite gewann auch den Preis für die beste Regie. In der Sparte Komödie siegte "Once Upon a Time in... Hollywood" von Quentin Tarantino. Renée Zellweger holte den Golden Globe als beste Schauspielerin in einem Drama. Sie stellt in dem Film "Judy" die Schauspiel-Ikone und Sängerin Judy Garland dar. Bei den Männern gewann Joaquin Phoenix, der die Hauptrolle in dem Thriller "Joker" spielt.
    10 min
  • 04.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump will keinen Krieg mit Teheran
    Nach der von den USA angeordneten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani hat Präsident Donald Trump versichert, Washington wolle keinen Krieg mit dem Iran und strebe keinen Regimewechsel in dem Land an. Soleimani habe "finstere Angriffe" gegen US-Ziele geplant, rechtfertigte Trump den Schritt. Unterdessen kündigte das Pentagon an, mindestens 3000 zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten zu schicken. Soleimani war am Freitag bei einem US-Drohnenangriff in Bagdad getötet worden. Teheran hat "schwere Vergeltung" angedroht. International wird eine Gewalteskalation in der Region befürchtet.
    Bundeswehr setzt Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte aus
    Die Bundeswehr setzt die Ausbildung von Sicherheitskräften der Kurden und der Zentralregierung im Irak nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch einen US-Luftangriff aus. Eine entsprechende Entscheidung habe das Hauptquartier der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" zum Schutz der eigenen Kräfte getroffen, teilte die Bundeswehr den Obleuten im Verteidigungsausschuss des Bundestages mit. Der Beschluss sei für alle beteiligten Nationen bindend. Derzeit sind etwa 120 deutsche Soldaten im Irak stationiert.
    Trauerzug nach US-Drohnenangriff im Irak
    Tausende Iraker haben in der Hauptstadt Bagdad an einem Trauerzug für den iranischen Elite-General Ghassem Soleimani und den irakischen Milizenführer Abu Mehdi al-Muhandis teilgenommen. Der Trauerzug fand im Bezirk Kasimija statt, wo sich ein schiitisches Heiligtum befindet. Im Anschluss war ein Staatsbegräbnis in der Grünen Zone Bagdads geplant, wo viele Ministerien und Botschaften liegen. Soleimani und der Vize-Chef der Hasched-al-Schaabi-Milizen, Al-Muhandis, waren in der Nacht zum Freitag durch einen US-Drohnenangriff nahe des Flughafens von Bagdad getötet worden.
    Türkisches Parlament erlaubt Militäreinsatz in Libyen
    Das türkische Parlament hat für eine Militärintervention in Libyen gestimmt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will damit die international anerkannte Regierung unter Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch in Tripolis stützen. Die liefert sich einen Machtkampf mit dem einflussreichen General Chalifa Haftar. Der Türkei geht es dabei um Einfluss in der Region, aber auch um Erdgasvorkommen im Mittelmeer. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Türkei. Guterres erklärte, "jegliche ausländische Unterstützung" der Kriegsparteien würde den Konflikt "nur verschärfen".
    Spanische Wahlbehörde setzt katalanischen Regionalchef Torra ab
    Die spanische Wahlkommission hat die Absetzung des katalanischen Regionalpräsidenten Quim Torra angeordnet. Das Obergericht von Barcelona hatte den Separatisten bereits am 19. Dezember wegen Ungehorsams mit einem 18-monatigen Ämterverbot belegt. Torra war jedoch zunächst im Amt geblieben, da das Urteil noch nicht rechtskräftig war. Der 57-Jährige hatte sich vor der Parlamentsneuwahl am 28. April geweigert, Symbole der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung von öffentlichen Gebäuden zu entfernen. Die Wahlkommission entzog Torra nun sein Mandat im Regionalparlament.
    Bolivien wählt Anfang Mai neuen Präsidenten
    Nach dem Rücktritt von Präsident Evo Morales sollen die Bolivianer am 3. Mai einen neuen Staatschef wählen. Das teilte die Wahlkommission des südamerikanischen Landes mit. Die Stichwahl könnte der Behörde zufolge in der zweiten Junihälfte stattfinden. Ex-Präsident Morales war im November unter dem Druck des Militärs zurückgetreten, nachdem die Opposition und internationale Wahlbeobachter ihm Betrug bei der Präsidentenwahl vom 20. Oktober vorgeworfen hatten. Derzeit führt eine rechtsgerichtete Übergangsregierung unter Interimspräsidentin Jeanine Añez die Amtsgeschäfte.
    Australien setzt Reservisten gegen Brände ein
    Wegen der Buschbrände in Australien zieht die Regierung tausende Reservisten der Armee zur Bekämpfung der Flammen heran. Bis zu 3000 Reservisten seien betroffen, sagte Premierminister Scott Morrison. Die Regierung habe diese Entscheidung nicht leichtfertig gefällt, betonte Verteidigungsministerin Marise Payne. Es sei das erste Mal in der Geschichte, dass Reservisten in so großer Zahl herangezogen würden. Australiens Armee unterstützt die Einsatzkräfte im Kampf gegen die Buschbrände bereits seit Monaten. Seit September wurde in Australien eine Fläche von der Größe Belgiens zerstört.
    8 min
  • 03.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Iran droht nach US-Luftangriff mit Vergeltung
    Nach dem Tod eines iranischen Kommandeurs durch einen US-Luftangriff im Irak hat die iranische Führung mit Vergeltung gedroht. Sein Land sei noch entschlossener, den USA Widerstand zu leisten, sagte der iranische Präsident Hassan Rohani im Staatsfernsehen. Der geistliche Führer des muslimischen Landes, Ajatollah Ali Chamenei, bezeichnete die Verantwortlichen für den Luftschlag als "Kriminelle" und schrieb, sie erwarte "schwere Rache". Die USA hatten auf Befehl von Präsident Donald Trump einen Konvoi im Irak mit Raketen beschossen und dabei auch den iranischen General Ghassem Soleimani getötet.
    Australische Marine evakuiert von Feuer eingeschlossenen Küstenstreifen
    Die australische Marine hat viele Menschen in Sicherheit gebracht, die zwischen Feuern und Ozean eingeschlossen waren. Nach Angaben von Premierminister Scott Morrison wurden mehr als 1000 Menschen bei der Stadt Malacoota gerettet. Sie hatten seit dem Neujahrstag mit ihren Haustieren und wenigen Habseligkeiten dort ausgeharrt. Um den Jahreswechsel hatten die seit Monaten wütenden Brände noch einmal drastisch an Intensität gewonnen, in mehreren Bundesstaaten gilt der Notstand. Meteorologen rechnen weiter mit Hitze über 40 Grad. Landesweit starben durch die Feuer bisher mindestens 19 Menschen.
    Zahl der Toten nach Überschwemmungen in Indonesien steigt weiter
    Während die Fluten im Großraum der indonesischen Hauptstadt Jakarta langsam zurückgehen, finden Einsatzkräfte immer mehr Tote. Die Katastrophenschutzbehörde des Inselstaates hat bislang 43 Opfer bestätigt. Mehr als 190.000 Menschen sind weiter in Notunterkünften untergebracht. Unterdessen laufen dort, wo die Wassermassen bereits abgeflossen sind, die Aufräumarbeiten. In Indonesien herrscht Regenzeit, Meteorologen haben bereits die nächsten Starkregenfälle vorhergesagt. Die Regierung will mit Flugzeugen Chemikalien in Regenwolken ausbringen, damit diese über dem Ozean abregnen.
    Regierungskritiker in Algerien aus der Haft entlassen
    In Algerien sind 76 Regierungskritiker aus dem Gefängnis freigelassen worden. Unter ihnen ist der 86-jährige Lakhdar Bouregaa, der schon gegen die französische Kolonialherrschaft kämpfte. Er ist zudem Gründer einer der ältesten Oppositionsparteien des Landes. Alle anderen Freigelassenen sind Mitglieder der Protestbewegung "Hirak". In dem Maghreb-Staat fordern Demonstranten seit Monaten weitreichende Reformen und die Schaffung demokratischer Institutionen. Die Präsidentschaftswahl Anfang Dezember gewann mit dem früheren Regierungschef Abdelmadjid Tebboune ein Vertreter der alten Eliten.
    Tote bei Absturz von Lazarettmaschine in Darfur
    In der sudanesischen Region Darfur sind, wie erst jetzt bekannt wurde, zu Wochenbeginn bei Kämpfen rivalisierender Volksgruppen fast 50 Menschen getötet und mehr als 240 verletzt worden. Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen arabischen und afrikanischen Stämmen brachen in Al-Geneina aus, der Hauptstadt des Bundesstaates West-Darfur. Mit einer Lazarettmaschine des Militärs sollten einige der bei den Unruhen verletzten Menschen zur medizinischen Behandlung nach Khartum ausgeflogen werden. Das Flugzeug vom Typ Antonow 12 stürzte kurz nach dem Start ab. Alle 18 Insassen kamen ums Leben.
    Katalanen beenden politische Blockade in Madrid
    Der Weg zur Wiederwahl von Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez ist offenbar frei. Die 13 Abgeordneten der katalanischen Partei ERC wollen dem Vorsitzenden der Sozialistischen Arbeiterpartei PSOE bei der Abstimmung im Parlament mit ihrer Enthaltung ins Amt helfen. Die PSOE hat mit dem linken Bündnis Podemos eine Koalition vereinbart und sich die Unterstützung mehrerer Regionalparteien gesichert. Für eine Mehrheit ist Sánchez aber auf die Enthaltungen der ERC-Abgeordneten angewiesen. Die Opposition kritisiert, Sánchez mache sich zur "Geisel" der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter.
    Mittelmeerstaaten unterzeichnen Abkommen zu Gas-Pipeline Eastmed
    Zypern, Griechenland und Israel haben ein Grundsatzabkommen für den geplanten Bau der Gas-Pipeline Eastmed unterzeichnet. An der Zeremonie in der griechischen Hauptstadt Athen nahmen Regierungschef Kyriakos Mitsotakis, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der zyprische Präsident Nikos Anastasiades teil. Als nächstes soll das Projekt ausgeschrieben werden, für das sich dann private Investoren bewerben können. Die gut 2000 Kilometer lange Mittelmeer-Pipeline soll von 2025 an israelisches Erdgas nach Europa liefern. Die Baukosten könnten sich auf mehr als sechs Milliarden Euro belaufen.
    10 min
  • 02.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Österreichs ÖVP und Grüne einigen sich auf Koalition
    In Österreich haben sich die konservative Volkspartei ÖVP und die Grünen erstmals auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung verständigt. ÖVP-Chef Sebastian Kurz soll demnach erneut Bundeskanzler werden. Seine Partei hatte die Parlamentswahl Ende September mit 37,5 Prozent der Stimmen gewonnen. Die Grünen mit ihrem Vorsitzenden Werner Kogler wurden mit 13,9 Prozent viertstärkste Kraft. Das Übereinkommen muss am Samstag noch vom Bundeskongress der Grünen gebilligt werden. Dem Regierungsbündnis wird bereits jetzt Symbolcharakter für Deutschland und andere europäische Länder zugesprochen.
    Pompeo verschiebt Ukraine-Besuch wegen Sturm auf US-Botschaft im Irak
    Nach dem Ende der Angriffe proiranischer Demonstranten auf die US-Botschaft in Bagdad bleibt die Lage weiter angespannt. US-Außenminister Mike Pompeo verschob eine Reise in die Ukraine. Er ließ erklären, er wolle von Washington aus die Entwicklung verfolgen und die Sicherheit der Amerikaner im Nahen Osten garantieren. Die US-Truppen in der Region wurden verstärkt. Unterstützer irakischer Milizen, die vom Iran Rückendeckung erhalten, hatten seit Dienstag versucht, das Gelände der diplomatischen Vertretung zu stürmen. Auslöser dafür waren mehrere US-Luftangriffe auf die proiranische Hisbollah.
    Drei Mittelmeeranrainer unterzeichnen Vertrag zur Gaspipeline Eastmed
    Zypern, Griechenland und Israel unterzeichnen an diesem Donnerstag in Athen ein Abkommen für den Bau der Mittelmeer-Gas-Pipeline Eastmed. Durch die gut 2000 Kilometer lange Röhre, die in bis zu 3000 Meter Tiefe am Meeresboden durch das Mittelmeer verlaufen soll, will Israel von 2025 an Erdgas nach Europa liefern. Die Kosten werden sich laut Schätzungen auf mehr als sechs Milliarden Euro belaufen. Die Pipeline soll von Israel nach Zypern und von dort aus nach Kreta über das griechische Festland bis nach Italien reichen. Das Projekt wird von der EU und den USA unterstützt.
    Urlauber sollen Brandgebiete in Australien verlassen
    Angesichts einer für das Wochenende erwarteten verstärkten Hitzewelle im Südosten Australiens sind Touristen aufgefordert worden, die von Buschbränden bedrohten Gebiete binnen 48 Stunden zu verlassen. Die Feuerwehr des Bundesstaats New South Wales legte ein Gebiet fest, in dem sich nur noch Menschen aufhalten dürfen, die dort ihren Wohnsitz haben. Es erstreckt sich über 240 Kilometer vom Urlaubsort Batemans Bay Richtung Süden bis zur Grenze des Staates Victoria. Das Wetteramt erwartet für die Region am Samstag Temperaturen jenseits der 40-Grad-Grenze und starken Wind.
    Taiwans Generalstabschef bei Helikopter-Unfall ums Leben gekommen
    Beim Absturz eines Militärhubschraubers im Norden von Taiwan ist der Generalstabschef des asiatischen Landes ums Leben gekommen. Insgesamt acht Menschen wurden getötet, als der Helikopter rund eine halbe Stunde nach dem Start aus ungeklärter Ursache zu Boden ging. Die Unfallstelle befindet sich in einer bergigen Gegend nahe der Hauptstadt Taipeh, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Zehn der 13 Insassen wurden geborgen, drei werden noch vermisst.
    Illinois legalisiert Cannabiskonsum
    Als elfter Bundesstaat der USA erlaubt Illinois Cannabis als Genussmittel. Allen Bewohnern ab 21 Jahren ist der Erwerb und der Konsum von Marihuana in festgelegten Mengen gestattet. Außerdem vergibt die Regierung des Staates im Mittleren Westen nun Lizenzen für den Anbau und den Vertrieb des Rauschgifts. Personen, die wegen geringfügiger Vergehen im Zusammenhang mit Cannabis-Konsum verurteilt worden waren, sollen begnadigt werden. Die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA stuft Marihuana aber weiterhin als eine ebenso gefährliche Substanz ein wie LSD oder Heroin.
    9 min
  • 01.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA schicken Hunderte Soldaten in den Nahen Osten
    Die US-Regierung verlegt wegen der jüngsten Spannungen im Irak 750 zusätzliche Soldaten in die Region. Darüber hinaus stünden weitere Soldaten bereit, um in den kommenden Tagen auszurücken, erklärte Verteidigungsminister Mark Esper. Es handele sich um eine "Vorsichtsmaßnahme". Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump den Iran für die Attacke auf die US-Botschaft in Bagdad am Dienstag verantwortlich gemacht und Teheran mit Konsequenzen gedroht. Auslöser für den Angriff waren amerikanische Luftangriffe auf pro-iranische Hisbollah-Brigaden, bei denen am Wochenende 25 Kämpfer getötet worden waren.
    Nordkorea kündigt neue strategische Waffe an
    Nordkorea wird sich nicht mehr an das Moratorium für Atomversuche und Tests von Interkontinentalraketen halten. Es gebe keinen Grund, sich länger einseitig an die Verpflichtungen gebunden zu fühlen, sagte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Die Welt werde eine neue strategische Waffe erleben, betonte Kim. In den festgefahrenen Gesprächen über eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel hatte Nordkorea den USA eine Frist für Zugeständnisse gesetzt, die an Silvester endete.
    Macron will umstrittene Rentenreform umsetzen
    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält an seiner umstrittenen Rentenreform fest. Er gehe davon aus, dass seine Regierung zügig einen Kompromiss mit den Gewerkschaften finden werde, sagte Macron in seiner Neujahrsansprache im französischen Fernsehen. Die Grundzüge der Reform dürften aber nicht angetastet werden. Macron will das Rentensystem vereinfachen, das bislang mehr als 40 verschiedene Pensionskassen umfasst. Künftig sollen die Franzosen erst mit 64 Jahren in Rente gehen. Seit Wochen wird in Frankreich gegen die Rentenreform protestiert und gestreikt.
    Entwicklungsminister Müller fordert Energiepartnerschaft mit Afrika
    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat an die EU-Kommission appelliert, Afrika ins Zentrum ihrer Klimaschutzpolitik zu stellen. Die Zeit der Lippenbekenntnisse müsse vorbei sein. Notwendig sei eine umfassende Klima- und Energiepartnerschaft Europas mit Afrika, sagte der CSU-Politiker der Funke-Mediengruppe. Von der neuen Kommission erwarte er ein ambitioniertes Investitions- und Innovationsprogramm für den Ausbau erneuerbarer Energien in Afrika. Als erster Schritt sollten im neuen Jahr gemeinsame Forschungsplattformen aufgebaut werden, vor allem im Norden des Kontinents.
    Hunderttausende feiern Silvester am Brandenburger Tor
    In ganz Deutschland haben die Menschen mit Feuerwerken das neue Jahr 2020 begrüßt. Zur größten Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin kamen Hunderttausende zusammen und bejubelten das Feuerwerk, das den Nachthimmel über der Hauptstadt erleuchtete. Feuerwerkskörper und Alkohol waren nicht erlaubt. Während der Feier wurden nach ersten Angaben der Polizei drei Verdächtige wegen sexueller Belästigung von Frauen festgenommen. Auch auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz wurde eine Frau sexuell belästigt; ein 19 Jahre alter Verdächtiger wurde festgehalten und der Polizei übergeben.
    6 min
  • 31.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel verlangt Veränderungsbereitschaft
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Deutschen zu Zuversicht aufgerufen und zugleich Veränderungsbereitschaft gefordert. In ihrer Neujahrsbotschaft sagte sie, Veränderungen zum Guten seien möglich, wenn wir uns offen und entschlossen auf Neues einlassen. Neue Antworten seien unter anderem angesichts der Digitalisierung und des Wandels des Arbeitslebens nötig. Merkel mahnte zudem verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel an. Die Erwärmung der Erde sei real, sagte sie. Ferner forderte Merkel, dass die Werte des Grundgesetzes auch im nächsten Jahrzehnt der Kompass blieben.
    Russland und Ukraine besiegeln Gastransit
    Im Streit um den Gastransit haben die Ukraine und Russland ein Abkommen unterzeichnet. Das bestätigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Nach Angaben des russischen Energiekonzerns Gazprom soll der neue Vertrag für die kommenden fünf Jahre gelten. Das vorangegangene Abkommen läuft am 31. Dezember aus. Die beiden Parteien hatten bereits vor zwei Wochen eine Grundsatzeinigung erzielt, danach waren die Verhandlungen jedoch wieder ins Stocken geraten. Rund 18 Prozent des gesamten Gasbedarfs in der EU stammen aus Russland und werden durch die Ukraine geleitet.
    Washington rechtfertigt Luftangriffe im Irak
    Die USA haben ihre Luftangriffe auf schiitische Milizen im Irak und Syrien verteidigt. US-Präsident Donald Trump sei angesichts der Aggressionen gegen amerikanische Truppen und Bürger im Irak "sehr geduldig" gewesen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Doch angesichts von elf Angriffen innerhalb von zwei Monaten habe man handeln müssen. Der Nationale Sicherheitsrat in Bagdad kritisierte die Bombardements als Verletzung der irakischen Souveränität. Man werde die Beziehungen zu den USA überprüfen. Zuvor hatte bereits der irakische Präsident Barham Salih die Luftangriffe verurteilt.
    Arabische Liga berät in Dringlichkeitssitzung über Libyen
    Die Arabische Liga hat für diesen Dienstag eine Dringlichkeitssitzung zur Lage in Libyen einberufen. In einer Mitteilung heißt es, dabei solle es um die Risiken einer Eskalation gehen, welche die Stabilität des nordafrikanischen Landes sowie der ganzen Region bedrohen könnte. Beantragt wurde das Treffen von Ägypten. Hintergrund ist das geplante militärische Engagement der Türkei in Libyen. Am Montag hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan dem Parlament in Ankara einen Mandatsentwurf zur Entsendung von Truppen in das Bürgerkriegsland vorgelegt. Die Zustimmung der Abgeordneten gilt als sicher.
    Al-Shabaab bekennt sich zu Blutbad
    Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab hat die Verantwortung für den Anschlag mit mindestens 83 Toten in Somalia übernommen. Der Sprecher der Miliz teilte mit, Ziel des Anschlags in Mogadischu seien die beiden getöteten türkischen Ingenieure und ihre Leibwächter gewesen. Zugleich sprach er den Angehörigen der anderen getöteten Zivilisten sein Mitgefühl aus. Nach dem schweren Anschlag gehen die Rettungskräfte davon aus, dass die Zahl der Toten noch steigen wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich in einem Kondolenztelegramm an Premierminister Hassan Ali Khaire erschüttert.
    Ex-Renault-Nissan-Chef Ghosn verlässt Japan
    Der frühere Chef des Automobilkonzerns Renault-Nissan, Carlos Ghosn, ist in den Libanon gereist. Er sei am Montag in Beirut gelandet, hieß es aus Regierungs- und Sicherheitskreisen. Es ist demnach unklar, ob Ghosn Japan mit Erlaubnis der dortigen Justizbehörden verlassen hat. Der Manager hatte in Japan wegen Vorwürfen des finanziellen Fehlverhaltens zuletzt rund vier Monate in Untersuchungshaft gesessen. Ghosn war von der japanischen Justiz nur unter strikten Auflagen und gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden. Der Beginn seines Prozesses in Japan ist im Frühjahr 2020 geplant.
    Tausende von Buschfeuern in Australien eingeschlossen
    Die verheerenden Buschbrände im Südosten Australiens nehmen immer dramatischere Ausmaße an. Im Küstenort Mallacoota suchten Tausende Touristen und Einheimische am Strand und in Geschäften Schutz vor den Flammen. Premierminister Scott Morrison sagte dem Bundesstaat Victoria die Unterstützung des Militärs zu, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Vielerorts sind die Fluchtwege abgeschnitten. Bei den seit Oktober wütenden Großbränden sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen, darunter drei freiwillige Feuerwehrleute. Fünf Menschen werden vermisst.
    8 min
  • 30.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei."Gen-Babys": Chinesischer Forscher zu drei Jahren Haft verurteilt
    Ein Jahr nach der Geburt der ersten angeblich genmanipulierten Babys in China ist der verantwortliche Forscher zu drei Jahren Haft verurteilt worden. He Jiankui wurde in der südchinesischen Stadt Shenzhen zudem zu einer Geldstrafe von umgerechnet 380.000 Euro verurteilt. Er hatte im November 2018 die Geburt der Zwillingsmädchen "Lulu" und "Nana" bekanntgegeben. Der Forscher gab an, ihr Erbgut mit Hilfe der Genschere CRISPR/Cas9 so manipuliert zu haben, dass die Kinder vor einer Ansteckung mit HIV geschützt sind. Sein Vorgehen rief in der Fachwelt und der Öffentlichkeit große Empörung hervor.
    Kim Jong Un kündigt "offensive Maßnahmen" an
    Kurz vor Ablauf seines Ultimatums an die USA hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un "Offensivmaßnahmen" angekündigt. Wörtlich sagte Kim laut Staatsmedien, es sei nötig, "positive und offensive Maßnahmen zu ergreifen, um die Souveränität und Sicherheit des Landes sicherzustellen, wie es die derzeitige Lage erfordert". Im Atomstreit mit den USA hatte Kim zuletzt Zugeständnisse bis Jahresende gefordert, andernfalls wolle er einen "neuen Weg" einschlagen. Experten vermuten, dass damit der Test einer Langstreckenrakete gemeint ist. Die US-Regierung kündigte "entsprechende Maßnahmen" an.
    Putin dankt Trump für US-Geheimdienstinformationen
    Der russische Staatschef Wladimir Putin hat Präsident Donald Trump für wichtige US-Informationen zur Terrorbekämpfung gedankt. In einer Erklärung Putins heißt es, mit Hilfe der vom US-Geheimdienst übermittelten Erkenntnisse hätten geplante Attentate auf russischem Boden verhindert werden können. Details nannte er nicht. Moskauer Nachrichtenagenturen berichteten unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB, am Freitag seien zwei russische Staatsbürger festgenommen worden. Sie hätten Anschläge an belebten Plätzen in Sankt Petersburg während der Neujahrsfeiern geplant.
    Tote bei US-Vergeltungsangriffen im Irak
    Die US-Luftwaffe hat im Irak und in Syrien insgesamt fünf Stellungen der schiitischen Miliz Hisbollah bombardiert. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums befanden sich dort Waffenlager und Kommandostrukturen. Mit den Luftschlägen habe man auf wiederholte Angriffe der Hisbollah gegen amerikanische Truppen im Irak reagiert, hieß es weiter. Nach Angaben von Milizionären wurden bei den Angriffen allein im Irak 19 Kämpfer getötet. Die USA machen die Hisbollah unter anderem für einen Raketenangriff am Freitag verantwortlich. Bei der Attacke war ein amerikanischer Zivilist getötet worden.
    Tausende fliehen vor Buschbränden in Australien
    In Australien fliehen Tausende Menschen vor Buschbränden aus dem Bundesstaat Victoria. Die Behörden hatten wegen der Gefahr weiterer Brände Anwohner und Urlauber zur sofortigen Evakuierung der Region östlich der Stadt Bairnsdale aufgerufen. Für Montag seien hohe Temperaturen, starke Winde und Gewitter zu erwarten, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Dadurch erhöhe sich die Brandgefahr in sieben der neun Bezirke des Bundesstaates extrem und bedrohe den Princes Highway, eine Hauptverkehrsader in der Region. Rund 30.000 Bewohner und Urlauber sind von der Evakuierung betroffen.
    Gewalt gegen Kinder in Krisengebieten seit 2010 verdreifacht
    Im vergangenen Jahrzehnt haben sich die nachgewiesenen Gewalttaten gegen Kinder in Krisengebieten einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks UNICEF zufolge fast verdreifacht. Ein "tödliches Jahrzehnt" für Kinder gehe seinem Ende zu, teilte UNICEF mit. Seit 2010 seien insgesamt 170.000 schwere Misshandlungen von Kindern in Krisengebieten nachgewiesen worden - durchschnittlich 45 pro Tag. Darunter fielen zum Beispiel Tötungen, Verstümmelungen, sexuelle Gewalt, Entführungen oder Angriffe auf Schulen. 2018 wiesen die Vereinten Nationen 24.000 solcher Taten nach - fast dreimal so viele wie noch 2010.
    Flugbegleiter der Germanwings streiken seit Mitternacht
    Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat seit Mitternacht zu einem Streik bei der Lufthansa-Tochter Germanwings aufgerufen. Der Ausstand soll bis zum Neujahrstag um 24 Uhr andauern. Die größere Konzernschwester Eurowings, in deren Auftrag Germanwings fliegt, hat einen Sonderflugplan angekündigt. Das Unternehmen hat wegen des dreitägigen Ausstandes mehr als 170 Flüge gestrichen. In dem Konflikt zwischen UFO und dem Lufthansa-Konzern ist es bereits zu Streiks gekommen. Dabei fielen bereits mehr als tausend Flüge aus. Gestritten wird unter anderem um Zulagen und Arbeitsbedingungen.
    8 min
  • 28.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Tödlicher Angriff auf irakische Militärbasis
    Bei einem Raketenangriff auf einen Militärstützpunkt in der nordirakischen Stadt Kirkuk ist ein US-Bürger getötet worden. Mehrere irakische und US-Soldaten seien verletzt worden, teilte die internationale Koalition zum Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" mit, die von den Vereinigten Staaten angeführt wird. Bei dem Getöteten handelt es sich demnach um einen US-Subunternehmer. Irakische Sicherheitskräfte seien zuständig für eine mögliche Reaktion auf den Angriff, heißt es in der Mitteilung weiter. Zu den mutmaßlichen Angreifern äußerte sich die Anti-IS-Koalition nicht.
    Bolivien hindert spanische Diplomaten am Betreten der mexikanischen Botschaft
    Bolivianische Sicherheitskräfte haben spanische Diplomaten am Betreten der mexikanischen Botschaft in La Paz gehindert. Die Diplomaten seien von vermummtem Sicherheitspersonal begleitet worden und hätten sich "heimlich" Zutritt verschaffen wollen, sagte Boliviens Außenministerin Karen Longaric. In der Botschaft halten sich rund 20 Regierungsmitarbeiter des geflüchteten bolivianischen Ex-Staatschefs Evo Morales auf. Mexiko kündigte eine Klage beim Internationalen Strafgerichtshof an. Mit der Stationierung von Polizisten um das Gebäude verletze Bolivien das Übereinkommen zum Schutz diplomatischer Missionen.
    Zeman über russische Kritik an Feiertag verärgert
    Tschechiens Präsident Milos Zeman hat russische Einwände gegen einen neuen tschechischen Feiertag als "Unverschämtheit" bezeichnet. Er behalte sich vor, seine Teilnahme an den 75-Jahr-Feiern zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau zu überdenken, sagte Zeman. Zuvor hatte das Parlament in Prag den 21. August als Feiertag zum Gedenken an die blutige Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 bestimmt. Wenige Tage später äußerte Moskau "große Enttäuschung" darüber. Der neue Feiertag werde "kaum zu erfolgreicher bilateraler Kooperation beitragen", kritisierte das russische Außenministerium.
    Polen bestellt russischen Botschafter ein
    Das polnische Außenministerium hat nach eigenen Angaben den Botschafter Russlands einbestellt. Grund sind Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Antisemitismus in Polen vor dem Zweiten Weltkrieg. Polen habe seinen "vehementen Einspruch gegen die historischen Unterstellungen" zum Ausdruck gebracht, hieß es. Russland versuche, seinen "Anteil an der Verantwortung für die Zerstörung des Friedens in Europa" kleinzureden. Putin hatte gesagt, der polnische Botschafter in Deutschland habe in den 1930er Jahren versprochen, eine Statue von Hitler in Warschau zu errichten.
    Spotify verbannt 2020 wegen US-Wahlen politische Werbung
    Spotify will im Jahr der US-Präsidentschaftswahl politische Werbung auf seiner Plattform untersagen. Das neue Regelwerk solle Anfang 2020 in Kraft treten, teilte der Musikstreamingdienst mit. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 141 Millionen Nutzer. Spotify hat nicht genug Kapazitäten, um die politischen Anzeigen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu prüfen. Der Kurznachrichtendienst Twitter hatte im Oktober politische Anzeigen verbannt. Facebook und Google stehen derweil unter wachsendem Druck, politische Anzeigen zu untersagen, die falsche oder irreführende Behauptungen beinhalten.
    Türkei plant eigenes Elektro-Auto
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat eine heimische Automarke vorgestellt. "Heute erleben wir einen historischen Tag für unser Land", sagte Erdogan während der Vorstellung der Prototypen in Gebze bei Istanbul. Damit erfülle sich ein seit Jahrzehnten gehegter Traum. Bei dem Wagen handelt sich um ein Elektrofahrzeug, das 2022 in Produktion gehen soll. Der Name soll 2020 bekanntgegeben werden. Insgesamt soll es fünf Modelle geben. Die Regierung unterstützt das Projekt finanziell. Es ist auch die Rede von Garantien für die Abnahme von 30.000 Elektroautos bis Ende 2035.
    Queen Elizabeth II. ehrt "Grease"-Star Olivia Newton-John
    Die australische Sängerin und Schauspielerin Olivia Newton-John wird von der britischen Königin Elizabeth II. mit königlichen Ehren ausgezeichnet. Die in Großbritannien geborene Newton-John wird wegen ihres Engagements für die Krebsforschung und ihrer künstlerischen Verdienste in den Rang einer "Dame" erhoben, teilte der Buckingham-Palast mit. Die mit dem Musicalfilm "Grease" an der Seite von John Travolta weltberühmt gewordene Künstlerin sagte, sie sei "äußerst aufgeregt und dankbar". Auch die Oscar-Preisträger Sam Mendes und Steve McQueen werden ausgezeichnet.
    8 min

About Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

From the publisher's feed

B2 | Deutsch für Fortgeschrittene: Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

Best of Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Coffee Break German by Coffee Break Languages

Coffee Break German

1,465 Listeners

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen

99 Listeners

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen

126 Listeners

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen

37 Listeners

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen

75 Listeners

News in Slow German (Intermediate) by Linguistica 360

News in Slow German (Intermediate)

220 Listeners

Slow German by Annik Rubens

Slow German

450 Listeners

Auf Deutsch gesagt! by Robin Meinert

Auf Deutsch gesagt!

107 Listeners

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern by Cari, Manuel und das Team von Easy German

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern

939 Listeners

Deutsch Podcast - Deutsch lernen by Deutsch-Podcast

Deutsch Podcast - Deutsch lernen

143 Listeners

Deutsch lernen durch Hören by www. einfachdeutschlernen.com

Deutsch lernen durch Hören

82 Listeners

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast by expertlygerman.com

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast

97 Listeners

German Stories - Learn German with Stories by german-stories.com

German Stories - Learn German with Stories

184 Listeners

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene by Patrick Thun und Jan Kruse

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene

46 Listeners

Slow German listening experience by Teja D.

Slow German listening experience

98 Listeners