Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 16.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ernüchterung nach Minimalkonsens bei UN-Klimagipfel
    Das Ergebnis der UN-Klimakonferenz in Madrid hat weithin Enttäuschung ausgelöst. Vor allem Umwelt- und Entwicklungsorganisationen kritisierten die am Sonntag verabschiedeten Minimalbeschlüsse als völlig unzureichend. In der Abschlusserklärung werden alle Länder lediglich ermahnt, ihre Klimaschutzziele für 2030 rasch zu verschärfen. Die ursprünglich angestrebte Einigung auf Regeln für einen internationalen Emissionshandel kam nicht zustande.
    Amnesty: Noch mehr Todesopfer bei Unruhen
    Bei den schweren Unruhen im Iran im November sind nach jüngsten Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) nicht 208, sondern 304 Menschen ums Leben gekommen. Tausende Menschen seien zudem verletzt worden, als Sicherheitskräfte landesweite Proteste "mit tödlicher Gewalt zerschlugen", erklärte Amnesty. Die Führung in Teheran hatte schon die bisherigen Opferzahlen als Lüge bezeichnet. Sie bestätigte nur fünf Todesopfer. Mit einer zeitweisen Internetblockade sorgte Teheran dafür, dass kaum Informationen, Bilder und Videos der Proteste verbreitet werden konnten.
    Türkei erwägt Schließung zweier US-Stützpunkte
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat damit gedroht, den USA nicht mehr die Nutzung von zwei Militärstützpunkten in seinem Land zu gestatten. "Falls erforderlich" könne man die Luftwaffenbasis Incirlik und die Radarstation Kürecik schließen, erklärte Erdogan. Die Beziehungen beider Staaten werden derzeit unter anderem dadurch belastet, dass die Türkei trotz scharfer Kritik ihres NATO-Partners USA das russische Luftabwehrsystem S-400 gekauft hatte. Für zusätzliche Verstimmungen sorgte der Beschluss des US-Kongresses zur Einstufung der Massaker an den Armeniern als "Völkermord".
    Erneut Krawalle bei Protesten in Beirut
    In Libanons Hauptstadt ist es wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Sicherheitskräfte in Beirut setzten Tränengas und Wasserwerfer gegen Demonstranten ein, die in der Nähe des Parlamentsgebäudes mit Wasserflaschen und Knallkörpern geworfen hatten. Dutzende Menschen seien am Sonntagabend verletzt worden, heißt es. Die Proteste halten schon seit Mitte Oktober an. Sie richten sich vor allem gegen die politische Elite des Landes. Die Demonstranten lehnen es auch ab, dass der zurückgetretene Ministerpräsident Saad Hariri erneut mit der Regierungsbildung beauftragt wird.
    Gedenken an Ardennenoffensive in Bastogne
    Anlässlich des 75. Jahrestags der sogenannten Ardennenoffensive reist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an diesem Montag nach Belgien. Bei den Gedenkfeierlichkeiten in der Kleinstadt Bastogne wird an die alliierten Soldaten erinnert, die den letzten deutschen Großangriff im Zweiten Weltkrieg abwehrten. Die Wehrmacht hatte ihre Offensive am 16. Dezember 1944 begonnen. Sie war der letzte Versuch Hitler-Deutschlands, die Alliierten doch noch militärisch zu schlagen.
    Berichte: Boeing entscheidet über weitere Produktion von Krisenjet 737 Max
    Der US-Flugzeugbauer Boeing könnte bereits an diesem Montag über die weitere Produktion des Krisenjets 737 Max entscheiden. Die Unternehmensführung halte eine Produktionspause zusehends für die gangbarste Option, schreibt das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Die Alternative wäre, die Produktion weiter zu drosseln. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hatte Boeing jüngst zu verstehen gegeben, dass nicht mit einer raschen Wiederzulassung der 737 Max zu rechnen sei. Das bestverkaufte Flugzeug Boeings darf wegen zwei Abstürzen binnen fünf Monaten mit zusammen 346 Toten nicht mehr abheben.
    Neuer Rückschlag in Bundesliga für Gladbacher Borussen
    Nach dem Aus in der Europa League schwächelt Borussia Mönchengladbach auch in der Fußball-Bundesliga. Beim VfL Wolfsburg verlor das Team 1 zu 2 und verpasste damit die Rückkehr an die Tabellenspitze, die weiterhin RB Leipzig innehat. In zweiten Sonntagsspiel gewann der FC Schalke 04 1:0 gegen Eintracht Frankfurt. Die Gelsenkirchener behaupteten damit den vierten Tabellenplatz vor Rekordmeister Bayern München.
    8 min
  • 14.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nach seiner Wahl will Premier Johnson Brexit-Streit beenden
    Nach dem Wahlsieg der Konservativen in Großbritannien hat sich Premierminister Boris Johnson dafür ausgesprochen, einen Schlussstrich unter den Brexit-Streit zu ziehen. Er rief dazu auf, die gesellschaftliche Spaltung über den EU-Austritt zu überwinden. Johnsons Konservative Partei sicherte sich 365 Sitze im Parlament und damit klar die absolute Mehrheit. Die Labour-Partei erzielte ihr schlechtestes Ergebnis seit 1935 und kommt auf nur noch 203 Sitze. Parteichef Jeremy Corbyn kündigte an, in einigen Monaten zurückzutreten. Premier Johnson will Großbritannien zum 31. Januar aus der EU führen.
    Polen besteht auf EU-Finanzhilfen für die Energiewende
    Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki pocht auf umfassende EU-Finanzhilfen für die Energiewende in seinem Land. Wer wolle, dass dieser Übergang stattfinde, müsse angemessene Instrumente bereitstellen, sagte der Regierungschef den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ursprüngliche Zusagen für einen Fonds in Höhe von fünf Milliarden Euro seien bei weitem unzureichend gewesen. Morawiecki zeigte sich mit der Planung der EU-Kommission zufrieden, die nun mindestens 100 Milliarden Euro für den Übergang bereitstellen wolle. Polen ist bei seiner Energiegewinnung stark von der Kohle abhängig.
    Proteste in Indien weiten sich aus
    In Indien haben sich die Proteste gegen ein umstrittenes Staatsbürgerschaftsgesetz auf weitere Regionen ausgeweitet. Begonnen hatten sie im Nordosten des Landes. Am Freitag gingen auch in Neu Delhi, Amritsar, Kolkata, Kerala und im Bundesstaat Gujarat Menschen auf die Straße. In der Hauptstadt Neu Delhi ging die Polizei mit Schlagstöcken und Tränengas gegen Hunderte Studenten vor, wie im Fernsehen zu sehen war. In Guwahati im Bundesstaat Assam waren am Donnerstag bei Demonstrationen zwei Menschen erschossen worden. Insgesamt wurden 26 Menschen mit Schusswunden ins Krankenhaus eingeliefert.
    Streit um Trumps Finanzunterlagen wird vom Supreme Court entschieden
    Der Streit um die Herausgabe der Finanzunterlagen von US-Präsident Donald Trump wird vom Obersten Gericht der Vereinigten Staaten entschieden. Der Supreme Court teilte mit, er werde sich von März an mit dem Thema befassen. Eine Entscheidung wird bis Ende Juni erwartet. Trump hatte den Supreme Court angerufen, nachdem untergeordnete Gerichte unter Strafandrohung entschieden hatten, dass er die Dokumente herausgeben müsse. Trump versucht seit langem, die Herausgabe seiner Steuerunterlagen zu verhindern. Kritiker mutmaßen, er habe etwas zu verbergen.
    Erneute Abschuss-Tests in Nordkorea
    Nordkorea hat einen weiteren Test auf seiner Satelliten-Startanlage Sohae gemeldet. Der Test sei Freitagnacht erfolgt und sei erfolgreich und wichtig gewesen, berichteten nordkoreanische Staatsmedien, ohne dass Details genannt wurden. Die jüngsten Forschungserfolge im Verteidigungsbereich würden dazu verwendet, die zuverlässige strategische atomare Abschreckung des Landes weiter zu stärken, heißt es. Vor einer Woche hatte Nordkorea bereits einen ähnlichen Test in Sohae vermeldet. Von der Anlage waren 2012 und 2016 Trägerraketen mit Satelliten gestartet. International wurden die Starts als verschleierte Tests ballistischer Raketen gewertet und scharf verurteilt.
    Fußball-Bundesliga: Augsburg besiegt Hoffenheim
    Der Siegeszug des FC Augsburg in der Fußball-Bundesliga hält an. Die Augsburger gewannen zum Auftakt des 15. Spieltages ein torreiches Duell bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 4 zu 2. Für die Augsburger war es der vierte Sieg im fünften Spiel ohne Niederlage. Hoffenheim wartet dagegen seit vier Spielen auf einen Sieg und hat als Tabellenachter nun nur noch einen Zähler Vorsprung auf den FC Augsburg, der auf Rang zehn vorrückte. Zweimal Philipp Max sowie Fredrik Jensen und Iago trafen für Augsburg. Robert Skov und Jürgen Locadia schossen die Tore für Hoffenheim.
    7 min
  • 13.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Corbyn kündigt nach Wahlschlappe Teilrückzug an
    Der Chef der britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, hat aus dem schlechten Abschneiden bei der Parlamentswahl Konsequenzen gezogen. Er werde nicht mehr als Spitzenkandidat antreten, sagte Corbyn in London. Für einen nun anstehenden "Reflexionsprozess" wolle er jedoch Labour-Vorsitzender bleiben. Die Konservativen von Regierungschef Boris Johnson kommen auf eine absolute Mehrheit im Unterhaus. Johnson sprach von einem "starken neuen Mandat" für den Brexit. Der Premier will das Vereinigte Königreich bis Ende Januar 2020 aus der Europäischen Union führen.
    EU-Gipfel ringt sich zu Klimakompromiss durch
    Nach langem Ringen haben sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf das Ziel verständigt, dass Europa bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden soll. Polen ist von der Regelung zunächst ausgenommen; man wolle im Juni darauf zurückkommen, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Nacht in Brüssel. Daneben wird in der Gipfel-Erklärung erwähnt, dass einige Mitgliedsstaaten Nuklearenergie zur Stromversorgung verwenden. Dieser Passus wurde auf Drängen Tschechiens in das Abkommen eingearbeitet.
    EU verlängert Sanktionen gegen Russland
    Die EU-Staaten haben die im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine verhängten Sanktionen gegen Moskau verlängert. Europäische Diplomaten erklärten am Rande des EU-Gipfeltreffens in Brüssel, die Dauer der Strafmaßnahmen gegen Russland hänge von der vollständigen Umsetzung des Minsker Friedensabkommens ab. Erst am Montag hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj auf weitere Schritte zum Truppenrückzug in der Ostukraine verständigt.
    USA testen ballistische Mittelstreckenrakete im Pazifik
    Die USA haben eine bodengestützte Mittelstreckenrakete getestet und damit die Sorge vor einem neuen Wettrüsten angeheizt. Die ballistische Rakete sei von der Luftwaffenbasis Vandenberg an der Pazifikküste zwischen San Francisco und Los Angeles abgefeuert worden, bestätigte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. Die Ergebnisse des Tests würden derzeit ausgewertet, hieß es. Es war der zweite derartige Test innerhalb von vier Monaten. Unter den Vorgaben des INF-Vertrags mit Russland, aus dem die USA im August ausgestiegen waren, wären diese Tests verboten gewesen.
    US-Kongress spricht von Völkermord an den Armeniern
    In einer historischen Entscheidung hat der US-Kongress die Massaker an den Armeniern im Ersten Weltkrieg offiziell als Völkermord eingestuft. Der Senat in Washington beschloss einstimmig eine entsprechende Resolution, die das Repräsentantenhaus bereits im Oktober angenommen hatte. Schätzungen zufolge wurden zwischen 1915 und 1917 im Osmanischen Reich bis zu 1,5 Millionen Armenier getötet. Die Türkei spricht von wesentlich geringeren Opferzahlen und weigert sich, das Massaker als Völkermord anzuerkennen.
    Sechs Tote von Vulkaninsel White Island geborgen
    Elitesoldaten haben sechs Leichen von der neuseeländischen Insel White Island geborgen. Allerdings seien zwei weitere auf der Vulkaninsel vermutete Tote nicht gefunden worden, teilte die Polizei mit. Die Suche soll zunächst aus der Luft fortgesetzt werden. Das geologische Überwachungssystem Geonet warnte weiter vor einem erneut möglichen Ausbruch von Neuseelands aktivstem Vulkan. Am Montag war der Whakaari ausgebrochen, mindestens 16 Menschen kamen dabei ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt.
    Mönchengladbach scheidet in der Europa League aus
    Borussia Mönchengladbach ist in der Fußball-Europa-League schon nach der Vorrunde ausgeschieden. Der Spitzenreiter in der Bundesliga verpasste durch eine 1:2-Heimniederlage gegen Istanbul Basaksehir das Weiterkommen. Dagegen zogen die Mannschaften von Eintracht Frankfurt und VfL Wolfsburg in die K.O.-Phase des Wettbewerbs ein.
    7 min
  • 12.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Repräsentantenhaus will Sanktionen gegen Nord Stream 2-Konzern
    Das US-Repräsentantenhaus hat Sanktionen gegen Firmen im Zusammenhang mit der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 auf den Weg gebracht. Die Abgeordneten billigten mit großer Mehrheit ein Gesetzespaket zum Verteidigungsetat, in das das Sanktionsgesetz eingefügt worden war. Erwartet wird, dass der Senat das Gesetzespaket noch vor Beginn der Sitzungspause Ende nächster Woche verabschiedet. Das Weiße Haus hat deutlich gemacht, dass Präsident Donald Trump das Gesetzespaket unterzeichnen wird. Nord Stream 2 soll ab 2020 unter Umgehung von Polen und der Ukraine Gas von Russland nach Deutschland liefern.
    Großbritannien wählt ein neues Parlament
    In Großbritannien hat die Wahl eines neuen Parlaments begonnen. Umfragen zeigen, dass die Konservativen von Premierminister Boris Johnson die meisten Abgeordneten im neuen Unterhaus in London stellen könnten. Es ist jedoch noch unklar, ob es letztendlich eine Mehrheit der Brexit-Befürworter im Parlament geben wird. Johnson hat die Absicht, Großbritannien am 31. Januar aus der Europäischen Union zu führen. Im Gegensatz dazu hat die Labour-Partei im Falle eines Wahlsiegs ein zweites Referendum zum Brexit angekündigt. Mit ersten Ergebnissen wird in der Nacht zum Freitag gerechnet.
    Israelis müssen schon wieder wählen
    Auf die Israelis kommen die dritten Parlamentswahlen binnen eines Jahres zu. Das Parlament stimmte in erster Lesung für Neuwahlen. Einstimmig votierten die Abgeordneten dafür, am 2. März ein neues Parlament zu bestimmen. Der Schritt war nötig geworden, nachdem weder Ministerpräsident Benjamin Netanjahu noch Oppositionsführer Benny Gantz nach den vergangenen Wahlen eine Regierung bilden konnten. Um Mitternacht Ortszeit lief eine letzte Frist ab, in der die Knesset-Abgeordneten die Möglichkeit hatten, einen neuen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten aus ihren Reihen zu finden.
    Filmmogul Weinstein will Frauen entschädigen
    Der ehemalige Filmproduzent Harvey Weinstein hat laut Medienberichten gemeinsam mit seiner Filmfirma einen Vergleich mit mehr als 30 Frauen geschlossen, die ihm sexuelle Gewalttaten vorwerfen. Unter ihnen sollen über 25 Millionen Dollar aufgeteilt werden. Die Frauen werfen Weinstein Delikte wie sexuelle Belästigung und Vergewaltigung vor. Die Entschädigung steht nicht im Zusammenhang mit einem im Januar beginnenden Prozess gegen Weinstein. Dort soll es um die Anschuldigung zweier Frauen gehen, die Weinstein ebenfalls Vergewaltigung und erzwungenen Oralverkehr vorwerfen.
    Kosovo und Sarajevo erklären Handke zur unerwünschten Person
    Die Republik Kosovo und der bosnische Kanton Sarajevo haben den österreichischen Literaturnobelpreisträger Peter Handke zur persona non grata (unerwünschten Person) erklärt. Der kosovarische Außenminister Behgjet Pacolli twitterte, die Verbrechen zu leugnen und Verbrecher zu unterstützen, sei "ein schreckliches Verbrechen". Kosovo hatte bereits die Verleihung des Nobelpreises am Dienstag in Stockholm boykottiert. Kritiker werfen ihm seine Nähe zu führenden serbischen Nationalisten und die Relativierung serbischer Kriegsverbrechen in den Jugoslawienkriegen der 1990er Jahre vor.
    Türkei schiebt mutmaßliche IS-Anhängerin nach Berlin ab
    Die Türkei hat eine mutmaßliche Anhängerin der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) mit ihrer Tochter nach Deutschland abgeschoben. Das Innenministerium in Ankara sprach von zwei "Terroristenkämpfern" mit deutschem Pass. Mehr Auskünfte - etwa zu den konkreten Vorwürfen - erteilte das Ministerium nicht. Nach Angaben aus deutschen Sicherheitskreisen handelt es sich um eine Deutsch-Eritreerin und ihre fünfjährige Tochter. Die Frau soll 2014 von Deutschland nach Syrien ausgereist sein. Im Oktober wurde sie dann in der Türkei gefasst. Ein Haftbefehl gegen die Frau liegt vorerst nicht vor.
    Champions League: Bayern besiegt Hotspur mit 3 zu 1
    Als erster deutscher Club hat der FC Bayern München ohne Punktverlust die Gruppenphase in der Fußball-Champions-League abgeschlossen. Der deutsche Rekordmeister gewann auch sein sechstes und letztes Spiel in der Gruppe B gegen Tottenham Hotspur mit 3 zu 1 und zog mit der Rekordpunktzahl von 18 Zählern in das Achtelfinale ein. Dies gelang überhaupt erst sechs Vereinen in der Königsklassen-Geschichte. Dagegen verpasste Bayer Leverkusen das Achtelfinale nach einer 0 zu 2-Niederlage gegen Juventus und steigt in die Europa League ab.
    10 min
  • 11.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Deutsche Ex-Kolonie will unabhängig werden
    Die Pazifikinsel Bougainville hat sich für die Unabhängigkeit entschieden. In einer Volksabstimmung entschieden sich 98 Prozent der Wähler für eine Trennung von Papua-Neuguinea, wie die Wahlkommission bekannt gab. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 85 Prozent. Damit wird Bougainville nun mit einiger Wahrscheinlichkeit jüngster Staat der Welt. Das letzte Wort hat jedoch das Parlament von Papua-Neuguinea. Bis zum Ersten Weltkrieg war Bougainville Teil von Deutsch-Neuguinea. Seit 1975 gehört es zu Papua-Neuguinea. Die Bevölkerung ist trotz Rohstoffvorkommen sehr arm.
    Tote bei Anschlag in Mogadischu
    In der somalischen Hauptstadt Mogadischu haben islamistische Extremisten einen Anschlag auf ein Hotel verübt. Sicherheitskräfte konnten den Angriff nach einem stundenlangen Gefecht beenden. Dabei sind mindestens zehn Menschen getötet worden, darunter alle fünf Attentäter. Das bei Militärs und Regierungsmitgliedern beliebte Hotel war in den vergangenen Jahren schon mehrfach Anschlagsziel. Dies war der dritte Angriff. Die Terrorgruppe Al-Shabaab bekannte sich zu der Tat. Die sunnitischen Extremisten kontrollieren bereits große Gebiete im Süden und im Zentrum Somalias.
    Tote bei Schießerei in New Jersey
    In der US-Ostküstenstadt New Jersey haben sich zwei Männer einen stundenlangen Schusswechsel mit Einsatzkräften geliefert. Dabei wurden drei Zivilisten, ein Polizist und die beiden Angreifer getötet, erklärte die Polizei. Zwei weitere verletzte Beamte wurden nach kurzer Behandlung bereits aus dem Krankenhaus entlassen. Die ersten Schüsse fielen auf einem Friedhof. Anschließend fuhren die Schützen mit einem mutmaßlich gestohlenen Transporter zu einem koscheren Supermarkt, in dem sie sich über Stunden verschanzten. Hunderte Polizisten aus New Jersey und New York waren im Einsatz.
    Neues Freihandelsabkommen von USA, Mexiko und Kanada
    Vertreter der Regierungen der USA, Mexikos und Kanadas haben in Mexiko-Stadt ein neues Freihandelsabkommen unterzeichnet. Die USMCA genannte Übereinkunft ersetzt das 25 Jahre alte Nafta-Freihandelsabkommen, das die drei Volkswirtschaften eng miteinander verband. US-Präsident Donald Trump hatte Nafta in Frage gestellt und kritisiert, dass es den Vereinigten Staaten schade. USMCA betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Gesamtwirtschaftsleistung von rund 23 Billionen US-Dollar ab.
    Saudische Pilotenschüler dürfen nicht in US-Jets
    Nach dem tödlichen Angriff auf einer US-Militärbasis in Florida hat das US-Verteidigungsministerium die Ausbildung von Kampfpiloten aus Saudi-Arabien teilweise ausgesetzt. Wie das Pentagon mitteilte, sollen die mehr als 300 Auszubildenden bis auf Weiteres keine praktischen Trainings mehr erhalten. Theoretische Einheiten wie Englischunterricht sollten weitergehen. Am Freitag hatte ein saudischer Soldat auf dem Luftwaffenstützpunkt Pensacola in Florida das Feuer eröffnet und drei Menschen getötet. Ermittler gehen von einem terroristischen Motiv aus. Hinweise auf Komplizen gibt es bisher keine.
    Suu-Kyi-Verteidigung in Den Haag
    Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi wird an diesem Mittwoch vor dem Internationalen Gerichtshof aussagen. Die Regierung des südostasiatischen Lands wird beschuldigt, einen Genozid an der muslimischen Minderheit der Rohingya geplant zu haben. 2017 waren Hunderttausende Rohingya ins benachbarte Bangladesh geflohen, als Anschläge und Gegengewalt durch Polizei und Militär das Land erschütterten. Die Friedensnobelpreisträgerin von 1991 Suu Kyi wird für ihre späte Reaktion auf die Gewalt kritisiert. Der höchste Gerichtshof der Vereinten Nationen eröffnete auf Betreiben Gambias ein Verfahren.
    Ungarn schränkt Oppositionsrechte ein
    Die Regierungsmehrheit der rechtsnationalen Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orban hat eine Reihe umstrittener Gesetze durchs ungarische Parlament gebracht. Beschlossen wurde unter anderem ein Gesetz, das jeden Protest im Parlamentsgebäude unter Strafe stellt. Außerdem sollen gemeinsame Kandidaturen der Opposition auf kommunaler Ebene verboten werden. Gegen solche Zusammenschlüsse hatte Fidesz im Oktober mehrere Bürgermeisterwahlen verloren. Ein weiteres umstrittenes Gesetz, das der Regierung Kontrolle über die Kunst verschaffen soll, soll am Mittwoch verhandelt werden.
    8 min
  • 10.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.In der Ostukraine sollen die Waffen schweigen
    Beim Gipfeltreffen in Paris ist eine Wiederbelebung des seit Jahren blockierten Friedenplans für die umkämpfte Ostukraine beschlossen worden. So soll die Waffenruhe bis Ende des Jahres vollständig umgesetzt werden. Vereinbart wurden auch ein weiterer Truppenabzug von der Front und ein Gefangenenaustausch. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, Kanzlerin Angela Merkel, der russische Präsident Wladimir Putin und dessen ukrainischer Kollege Wolodymyr Selenskyj berieten acht Stunden lang im Élyséepalast. Ein solches Treffen hatte es zuletzt vor gut drei Jahren in Berlin gegeben.
    USA blockieren UN-Sitzung zu Nordkorea
    Nach Druck aus Nordkorea wird eine Sitzung im UN-Sicherheitsrat zur desaströsen Menschenrechtslage in dem ostasiatischen Land nicht stattfinden. Nach Angaben von Diplomaten verhinderte das Weiße Haus, dass das Thema auf die Tagesordnung gesetzt wird, um den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu beschwichtigen. In einem Brief hatte Nordkorea zuvor mit einer "starken Reaktion" gedroht. Nun soll der Sicherheitsrat am Mittwoch lediglich über die jüngsten Raketentests beraten. Zuletzt hatte Nordkorea am Sonntag einen "sehr wichtigen Test" an einer Satelliten-Startanlage gemeldet.
    Kanada verklagt VW im Dieselskandal
    Wegen manipulierter Abgaswerte und der Verbreitung irreführender Informationen geht die kanadische Regierung juristisch gegen den Wolfsburger Autobauer vor. Ein Sprecher teilte mit, die Klageschrift umfasse insgesamt 60 Punkte, darunter die gezielte Einfuhr von Autos, die nicht kanadischen Umweltrichtlinien entsprächen. Damit habe Volkswagen gegen Gesetze des Landes verstoßen. Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, in großem Stil bei der Abgasreinigung von Dieselmotoren betrogen zu haben.
    Ermittlungen gegen Trump-Team zulässig
    Die Russland-Ermittlungen des FBI gegen das Wahlkampf-Team von US-Präsident Donald Trump waren nicht politisch motiviert. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des Generalinspektors des Justizministeriums. Man habe keine Hinweise auf eine "politische Voreingenommenheit" oder "unangemessene Motivation" für die Einleitung der Ermittlungen gefunden, heißt es. Trump bezeichnete die Ermittlungen erneut als "Schande". Das FBI hatte untersucht, ob es im Zuge des Wahlkampfes 2016 Geheimabsprachen zwischen Trump und Russland gab.
    Ermittlungen nach Vulkanausbruch
    Nach der Eruption auf der neuseeländischen Insel White Island hat die Polizei Ermittlungen zum Hergang des schweren Unglücks eingeleitet. Es geht darum, ob Opfer hätten vermieden werden können. Mindestens fünf Menschen kamen bei dem Vulkanausbruch ums Leben, acht werden vermisst. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, unter ihnen sind auch Deutsche. Viele haben schwere Brandverletzungen und sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in einem kritischen Zustand. Trotz starker Aktivität des Vulkans wurden bis zuletzt immer wieder Touristengruppen dorthin gebracht.
    Hitze und Wind fachen Buschbrände in Australien weiter an
    Hohe Temperaturen und starker Wind haben die Buschbrände in Australien weiter angefacht und die Millionenmetropole Sydney in Rauch gehüllt. Das Amt für Meteorologie warnte vor gefährlichen Luftqualitätswerten und schlechter Sicht. Auch in den kommenden Tagen ist keine Entspannung der Lage in Sicht. Die Temperaturen sollen auf mehr als 40 Grad steigen. Rund 2000 Feuerwehrleute kämpfen gegen mehr als 80 Buschfeuer im südöstlichen Bundesstaat New South Wales. Normalerweise beginnt die Zeit der Buschbrände in Australien erst im Dezember. In diesem Jahr ging es jedoch schon im Oktober los.
    7 min
  • 09.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mehr als 400 Milliarden Dollar für neue Waffen
    Die großen Rüstungskonzerne der Welt machen weiterhin glänzende Geschäfte. Die 100 wichtigsten Produzenten verkauften im vergangenen Jahr Waffen und militärische Dienstleistungen im Wert von 420 Milliarden US-Dollar, wie das internationale Friedensforschungsinstitut SIPRI in Stockholm errechnete. Das waren 4,6 Prozent mehr als 2017 - und 47 Prozent mehr als im Jahr 2002. China kann SIPRI nicht berücksichtigen, weil es nicht genügend Daten gibt. Absoluter Spitzenreiter bleiben deshalb die USA, die hinter 59 Prozent aller Waffenverkäufe stehen. Deutschland hat einen Anteil von zwei Prozent.
    Sanna Marin soll in Finnland Regierungschefin werden
    In Finnland wurde die bisherige Verkehrsministerin Sanna Marin als neue Ministerpräsidentin nominiert. Die 34-jährige Sozialdemokratin wurde von der Parteiführung zur Nachfolgerin des zurückgetretenen Regierungschefs Antti Rinne gewählt. Die Sozialdemokraten führen in Finnland eine Mitte-Links-Koalition aus fünf Parteien an. Rinne war nur rund ein halbes Jahr im Amt, bis ihm einer seiner Koalitionspartner im Streit um eine Postreform das Vertrauen entzogen hatte. Am Dienstag soll Marin im Parlament vereidigt werden.
    Hariri soll im Libanon erneut Regierungschef werden
    Die Vertreter des sunnitischen Islam im Libanon votieren nach Angaben eines Kandidaten für das Amt des Regierungschefs für eine Rückkehr von Ex-Ministerpräsident Saad Hariri in das Amt. Der Geschäftsmann Samir Chatib sagte im Fernsehen, Großmufti Scheich Abdellatif Derian habe ihm gesagt, dass es "Einigkeit darüber" gebe, Hariri mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Der 72-jährige Chatib hatte bisher als Favorit für die Nachfolge gegolten. Er zog sich nun aus dem Rennen zurück. Libanons Präsident Michel Aoun verschob inzwischen die Konsultationen über die Regierungsbildung um eine Woche.
    Jeden Monat werden im Jemen 33 Kinder getötet oder verletzt
    Ein Jahr nach der Vereinbarung einer Waffenruhe für Teile des Jemens bleibt die Situation für Kinder dort lebensgefährlich. Zwar seien die Opferzahlen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, berichtet die Hilfsorganisation Save the Children. Doch zwischen Januar und Oktober 2019 seien jeden Monat durchschnittlich 33 Kinder durch Kämpfe getötet oder verletzt worden. Die Hälfte der jungen Opfer lebte in den Städten Hodeida und Taes. Die Konfliktparteien hatten vereinbart, einen humanitären Korridor in Taes zu öffnen, um Hilfslieferungen zu ermöglichen. Das sei aber bisher nicht geschehen.
    Saudi-Arabien beendet Geschlechtertrennung in Restaurants
    Männer und Frauen dürfen in Restaurants und Cafés in Saudi-Arabien künftig denselben Eingang nutzen. In dem streng konservativen muslimischen Land galt bisher die Vorschrift, dass Frauen und Familien einen Eingang nutzen müssen und Männer einen weiteren. Das saudische Ministerium für Gemeinden und ländliche Angelegenheiten kündigte an, dass diese Regelung nun abgeschafft werde. Die Neuerung gilt unter anderem auch für Vergnügungszentren und Räume, die für Hochzeiten genutzt werden. In Saudi-Arabien bestehen generell strenge Vorschriften für viele Bereiche des öffentlichen Lebens.
    Mindestens ein Toter bei Vulkanausbruch in Neuseeland
    Vor der Küste Neuseelands ist ein bei Touristen beliebter Vulkan ausgebrochen. Dabei kam mindestens ein Mensch ums Leben, mehrere wurden verletzt. Nach offiziellen Angaben befanden sich bis zu 50 Personen auf oder in der Nähe der Insel White Island, als es dort zu einer Eruption kam. Einige Personen werden noch vermisst. Die unbewohnte Vulkaninsel White Island liegt rund 50 Kilometer vor der Nordinsel Neuseelands.
    Trauer um "Sesamstraßen"-Puppenspieler Spinney
    Caroll Spinney, der in der Kinderserie "Sesamstraße" die Figuren Bibo und Oscar aus der Mülltonne spielte, ist tot. Er starb im Alter von 85 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Connecticut. Der US-Puppenspieler litt seit einiger Zeit an der Bewegungsstörung Dystonie. Erst im vergangenen Jahr hatte er seinen Rückzug aus der Kindersendung verkündet und selbst die Nachfolger für Bibo und Oscar bestimmt. Spinney zählte zu den Miterfindern der beiden Figuren und war seit der ersten Folge der "Sesamstraße" dabei.
    8 min
  • 07.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zehntausende fordern mehr Klimaschutz bei Großdemo in Madrid
    Am Rande der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid haben Zehntausende Menschen für mehr Klimaschutz demonstriert. Von den Konferenzteilnehmern forderten sie strengere Maßnahmen gegen den Klimawandel. Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg mahnte, die Mächtigen der Welt müssten endlich begreifen, wie ernst die Situation sei. Seit Montag diskutieren Tausende Politiker und Experten in der spanischen Hauptstadt über Möglichkeiten, wie der globale Temperaturanstieg zu bremsen ist. In der kommenden Woche werden die Verhandlungen dann auf Ministerebene fortgesetzt.
    TV-Duell zwischen Großbritanniens Premier Johnson und Labour-Chef Corbyn
    Sechs Tage vor der Parlamentswahl in Großbritannien haben sich Premierminister Boris Johnson und sein Herausforderer Jeremy Corbyn in einem weiteren TV-Duell einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Zentrales Thema war der Brexit. Der Labour-Vorsitzende Corbyn kritisierte, dass Regierungschef Johnson seine Pläne für den Austritt Großbritanniens aus der EU nicht offen darlege. Johnson wiederum warf Corbyn vor, in Sachen EU-Austritt keine klare Position einzunehmen. Einer Umfrage zufolge hat Johnson das TV-Duell mit 52 zu 48 Prozent knapp für sich entschieden.
    Etliche Tote bei Angriff auf Regierungsgegner im Irak
    Bei einem Überfall auf ein zentrales Protestlager von Regierungskritikern in Bagdad sind mindestens zwölf Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Zeugen berichteten, Bewaffnete hätten nach Einbruch der Dunkelheit ein Gebäude in der irakischen Hauptstadt angegriffen, in dem regierungskritische Soldaten seit Wochen ausharren. Sie demonstrieren gegen Misswirtschaft und Korruption sowie gegen den Einfluss des Nachbarlandes Iran. Seit Beginn der Proteste im Oktober wurden der irakischen Menschenrechtskommission zufolge mehr als 460 Menschen getötet und mindestens 20.000 verletzt.
    Oberstes US-Gericht stoppt Hinrichtungen auf Bundesebene
    In den USA hat das Oberste Gericht den Bundesbehörden vorerst untersagt, erstmals seit 16 Jahren Todesurteile zu vollstrecken. Einen Eilantrag der Regierung, das Verbot einer niedrigeren Instanz aufzuheben, lehnte der Supreme Court ab. Damit sind eine für Montag vorgesehene Hinrichtung und drei weitere bis Ende Januar geplante Exekutionen ausgesetzt. Das Gericht zweifelte nicht die Todesurteile an sich an, sondern die geplante Methode: die Tötung per Giftspritze mit einem einzigen Wirkstoff. Eine Regelung von 1994 schreibt die Kombination von mindestens drei verschiedenen Wirkstoffen vor.
    Oberster Gerichtshof stoppt Herausgabe von Steuerunterlagen Donald Trumps
    US-Präsident Donald Trump hat vor dem Obersten Gerichtshof der USA einen Teilerfolg im Streit um seine Steuerunterlagen erzielt. Der Supreme Court erließ eine einstweilige Verfügung gegen das Urteil eines New Yorker Berufungsgerichts vom Dienstag, das die Herausgabe von Finanzunterlagen des US-Präsidenten an den Kongress anordnete. Zwei Ausschüsse des von den oppositionellen Demokraten dominierten Repräsentantenhauses hatten im April von der Deutschen Bank Dokumente zu Trump, dessen drei ältesten Kindern sowie zu den Firmen des früheren Immobilienunternehmers angefordert.
    USA klassifizieren mexikanische Drogenkartelle doch nicht als Terrororganisation
    Die US-Regierung wird mexikanische Drogenkartelle vorerst doch nicht als ausländische Terrororganisationen einstufen. Alle behördlichen Vorbereitungen dafür seien zwar getroffen, aber man werde den Schritt auf Bitten Mexikos aufschieben, schrieb US-Präsident Donald Trump auf Twitter. Die Einstufung der Gruppen als Terrororganisation hätte der US-Regierung mehr Möglichkeiten bei der Bekämpfung gegeben, inklusive direkter Eingriffe im Nachbarland. Mexiko hat seit Jahren ein massives Problem mit Gewaltkriminalität. Vergangenes Jahr wurden dort mehr als 36.000 Morde registriert.
    Netzwerkausrüster Ericsson akzeptiert Milliardenvergleich
    Das schwedische Unternehmen Ericsson hat sich mit den US-Behörden auf einen Vergleich geeinigt, um ein Korruptionsverfahren abzuschließen. Der Netzwerkausrüster zahle mehr als eine Milliarde US-Dollar wegen Verstößen gegen Anti-Bestechungs-Gesetze, teilte das Justizministerium in Washington mit. Gegen Ericsson war wegen jahrelanger fragwürdiger Geschäftspraktiken in mindestens fünf Ländern ermittelt worden.
    8 min
  • 06.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Streiks in Frankreich legen öffentlichen Verkehr weiter lahm
    Der Nah- und Fernverkehr sowie Flughäfen in Frankreich sind auch an diesem Freitag von massiven Streiks betroffen. Von zehn Hochgeschwindigkeitszügen des TGV werde lediglich einer fahren, bei den Regionalzügen fahre nur etwa jeder dritte Zug, so ein Sprecher der Staatsbahn SNCF. Auch Verbindungen in die Nachbarländer sind weiter stark eingeschränkt. Hintergrund des Streiks ist die geplante Rentenreform der Regierung. Präsident Emmanuel Macron will das komplizierte Rentensystem vereinheitlichen. Die Gewerkschaften warnen vor massiven Einschnitten.
    SPD wählt neue Parteispitze
    Beim Parteitag der SPD in Berlin dürften Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans heute zu neuen Vorsitzenden der Partei gewählt werden. Die beiden hatten den Mitgliederentscheid gewonnen. Es wird erwartet, dass der Parteitag danach über die Zukunft in der Regierungskoalition diskutiert. Die Sozialdemokraten bilden zur Zeit zusammen mit CDU und CSU die Regierung; es gibt innerhalb der SPD aber viel Kritik daran. Einige Parteimitglieder fordern, den Koalitionsvertrag in Teilen neu zu verhandeln, um unter anderem Änderungen beim Mindestlohn und dem gerade verabschiedeten Klimapaket zu erreichen.
    Großer Klimamarsch in Madrid mit Greta Thunberg
    Hunderttausende Demonstranten wollen am Freitagabend mit einer Großkundgebung im Zentrum von Madrid den Teilnehmern der Weltklimakonferenz Druck machen. Zu dem Protestmarsch wird auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg erwartet. Die Demonstranten wollen die globalen Entscheidungsträger, die bei der zweiwöchigen Konferenz dabei sind, zu mehr Ehrgeiz und Engagement im Kampf gegen die Erderwärmung ermahnen. UN-Generalsekretär António Guterres hatte die Weltklimakonferenz am Montag eröffnet.
    Ölkartell OPEC einigt sich auf Förderkürzungen
    Die 14 Mitgliedsstaaten des Ölkartells OPEC haben beschlossen, ihre seit Jahren geltende Produktionsbremse, mit der sie die Ölpreise hoch halten wollen, zu verschärfen. Die wichtigsten Ölproduzenten verständigten sich auf eine Drosselung ihrer Ölförderung um weitere 500.000 Barrel pro Tag in den ersten drei Monaten 2020. Weitere Details sollen am Freitag verkündet werden. Die OPEC-Staaten und weitere unabhängige Förderländer, die sogenannten OPEC+, haben die Produktionsbremse 2017 gestartet, um auf die wachsende Förderung von Schiefergas in den USA zu reagieren.
    Putin bietet USA Abrüstungsschritte an
    Bei einem Treffen mit hochrangigen Militärs hat der russische Präsident Wladimir Putin öffentlich angeboten, das sogenannte New-Start-Abkommen zu verlängern. Es gebe dafür keine Vorbedingungen. Der 2010 von den Präsidenten Barack Obama und Dmitri Medwedew abgeschlossene Vertrag begrenzt die Zahl der nuklearen Sprengköpfe auf 1500 und die Anzahl der Trägersysteme auf je 800. Die US-Regierung zeigte bislang wenig Interesse, den Vertrag zu verlängern. Washington und andere westliche Regierungen werfen Moskau im Zusammenhang mit einem anderen Abkommen vor, Abrüstungsvereinbarungen zu verletzen.
    Bundeskanzlerin Merkel besucht Konzentrationslager Auschwitz
    Kanzlerin Angela Merkel besucht erstmals das ehemalige NS-Konzentrationslager Auschwitz. Offizieller Anlass ist das zehnjährige Bestehen der Stiftung Auschwitz-Birkenau. Bund und Länder wollen für die Erhaltung der Gedenkstätte 60 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Kanzlerin wird im früheren Stammlager Auschwitz an der sogenannten "Schwarzen Wand" eine Gedenkminute abhalten und danach im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eine Rede halten. In Ausschwitz wurden von den Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1945 bis zu 1,5 Millionen Menschen, vor allem Juden, umgebracht.
    Iran verspricht Angehörigen von unschuldig Getöteten Entschädigung
    Im Zusammenhang mit landesweiten Protesten gegen die iranische Führung hat Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei eine Entschädigung angekündigt. Sie soll an Angehörige jener Opfer gezahlt werden, die sich nicht aktiv beteiligt hätten. Das geht aus einer Ankündigung auf Chameneis Website hervor. Bisher hatte die Führung in Teheran nur den Tod von fünf Menschen bestätigt. Amnesty International hingegen geht von mindestens 208 Getöteten aus. Die Proteste hatten sich am 15. November an der Erhöhung der Benzinpreise entzündet. Kurz darauf wurde das Internet weitgehend abgeschaltet.
    10 min
  • 05.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Arbeitsmärkte im Aufschwung - Armutsrisiko bleibt dennoch hoch
    Zehn Jahre nach Beginn der globalen Finanzkrise haben sich laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung die Arbeitsmärkte in vielen Industrieländern erholt. Das hat jedoch keine großen Auswirkungen auf die Armutsquoten. In 25 von 41 Staaten der EU und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stagniere das Armutsrisiko oder sei sogar gestiegen, heißt es. Die besten Teilhabechancen gibt es in Island, Norwegen, Dänemark und Finnland. Deutschland liegt auf Platz zehn. Die USA gehören zu den Schlusslichtern, am schlechtesten schneiden die Türkei und Mexiko ab.
    Beweise für Wahlmanipulation in Bolivien
    Die Präsidentschaftwahl in Bolivien ist nach Erkenntnissen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gezielt manipuliert worden. Es gebe "erdrückende Beweise" für eine ganze Reihe von Manipulationen, mit denen der Wählerwille verfälscht werden sollte, heißt es im Abschlussbericht der OAS zu der Wahl vom 20. Oktober. Der langjährige erste indigene Staatschef Evo Morales war am 10. November nach wochenlangen Demonstrationen infolge der umstrittenen Abstimmung zurückgetreten. Er bestand zunächst auf einem Sieg bei der ersten Wahlrunde. Die Opposition warf ihm Betrug vor.
    Generalstreik in Frankreich
    Mit einem Generalstreik protestieren die Franzosen gegen die geplante Rentenreform von Präsident Emmanuell Macron. In Paris fahren viele U-Bahnen nicht. Auch fast alle Regionalbahnen und TGV-Schnellzüge bleiben in ihren Depots. Dem Ausstand haben sich Feuerwehrleute, Mitarbeiter von Schulen, Krankenhäusern und der Müllabfuhr angeschlossen. Es wird mit den größten Protesten seit Beginn der "Gelbwesten"-Krise vor gut einem Jahr gerechnet. Fast 250 Kundgebungen sind angemeldet. Macron will Vorrechte für viele Berufsgruppen abschaffen. Die genauen Pläne sollen in Kürze vorgestellt werden.
    Rechtsprofessoren sehen Grundlage für Amtsenthebungsverfahren gegen Trump
    Die Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump in der Ukraine-Affäre sind nach Ansicht mehrerer Rechtsprofessoren so schwerwiegend, dass ein Amtsenthebungsverfahren gerechtfertigt ist. Bei der ersten Anhörung im Justizausschuss des Repräsentantenhauses gaben drei der vier eingeladenen Verfassungsrechtler an, Trump habe sich des Amtsmissbrauchs schuldig gemacht. Dagegen argumentierte ein von Trumps Republikanern geladener Experte, es gebe keine Grundlage für ein Impeachment.
    USA und Sudan auf Annäherungskurs
    Die USA wollen erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten wieder einen Botschafter in den Sudan entsenden. Das erklärte US-Außenminister Mike Pompeo bei einem Besuch des neuen sudanesischen Ministerpräsidenten Abdullah Hamduk in Washington. Während der fast 30-jährigen Herrschaft des sudanesischen Machthabers Omar al-Baschir waren die Beziehungen zu den USA höchst angespannt. Die USA führten den Sudan auf einer Liste von Staaten, denen sie Terrorismus-Unterstützung vorwerfen.
    Müller will Schulpartnerschaften mit Afrika fördern
    Entwicklungsminister Gerd Müller will einem Medienbericht zufolge jede Schule in Deutschland mit einer Partnerschule in einem afrikanischen Entwicklungsland vernetzen. Eine solche Schulpartnerschaft könne man über digitale Kommunikation aufbauen und später durch gegenseitige Besuche beleben, sagte Müller der "Rheinischen Post". Dazu laufe bereits das Programm "1000 Schulen für Afrika". Es gehe ihm um ein deutsch-afrikanisches Jugendwerk mit dem Austausch von Schülern, von Studenten und jungen Fachkräften, ergänzte der Minister.
    Fast 60 Tote bei Schiffsunglück vor Mauretanien
    Vor der Küste des westafrikanischen Staates Mauretanien sind mindestens 57 Migranten ertrunken, als ihr Schiff kenterte. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) erklärte, 83 Menschen seien gerettet worden. Das Schiff sei von Gambia aus gestartet, insgesamt seien rund 150 Menschen an Bord gewesen. Die Suche nach weiteren Überlebenden werde fortgesetzt.
    9 min

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