Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 04.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Die Erde heizt sich weiter auf
    Der weltweite Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) hat auch in diesem Jahr zugenommen. Der internationale Forscherverbund Global Carbon Project prognostizierte am Rande der UN-Klimakonferenz in Madrid einen Anstieg der weltweiten CO2-Emissionen um 0,6 Prozent für 2019. Das ist zwar weniger als in den beiden Vorjahren, aber immer noch zu viel, um die Erderwärmung zu begrenzen. Das Jahrzehnt von 2010 bis 2019 war nach Angaben der Weltwetterorganisation mit größter Wahrscheinlichkeit das heißeste seit Beginn der Messungen 1850.
    NATO-Gipfel in London wird von Konflikten überschattet
    Zum Auftakt des NATO-Gipfels haben sich tiefe Risse im Bündnis gezeigt. US-Präsident Donald Trump nannte es in London "sehr beleidigend", dass der französische Staatschef Emmanuel Macron der Militärallianz den "Hirntod" bescheinigt hatte. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte mit der Blockade von Beschlüssen, falls die NATO-Mitgliedstaaten die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien nicht als "Terrororganisation" einstufen sollten. Kanzlerin Angela Merkel hofft dennoch auf einen versöhnlichen Ausgang des Treffens. In einer Arbeitssitzung soll versucht werden, die Differenzen beizulegen.
    United Airlines bestellt 50 Maschinen von Airbus
    Es ist ein weiterer Rückschlag für den US-Flugzeugbauer Boeing: United Airlines hat 50 Maschinen des europäischen Konkurrenten Airbus geordert. Es handle sich um Flugzeuge vom Typ A321 XLR, teilte die US-Airline mit. Das Geschäft hat einen Umfang von umgerechnet 5,9 Milliarden Euro. Seit März gilt ein weltweites Flugverbot für die Boeing 737 MAX, nachdem bei zwei Abstürzen von Maschinen dieses Typs in Indonesien und Äthiopien insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen waren. Ermittler sehen eine Ursache beim Stabilisierungssystem MCAS.
    Geheimdienstausschuss sieht "überwältigende" Beweislast gegen Trump
    Die US-Demokraten bereiten den Boden für die nächste Stufe zur Einleitung eines möglichen Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Donald Trump vor. Sie präsentierten dem Kongress eine Zusammenfassung der bisherigen Zeugenanhörungen, in der sie Trump Machtmissbrauch und Behinderung der Untersuchung vorwerfen. Der Bericht soll Basis für den Justizausschuss im Repräsentantenhaus sein, der an diesem Mittwoch mit seinen Anhörungen beginnt. Empfiehlt dieser eine Anklage des US-Präsidenten, muss anschließend die gesamte Kammer über die Aufnahme des Amtsenthebungsverfahrens abstimmen.
    US-Repräsentantenhaus fordert Sanktionen gegen China wegen Uiguren
    Das US-Repräsentantenhaus hat mit großer Mehrheit einen Gesetzentwurf beschlossen, der einen härteren Kurs der US-Regierung gegenüber China wegen der Unterdrückung der Uiguren fordert. Der Entwurf sieht unter anderem eine Sanktionierung ranghoher chinesischer Regierungsvertreter vor, die für Menschenrechtsverletzungen gegen die muslimische Minderheit verantwortlich gemacht werden. Der US-Senat hatte bereits im September einen ähnlichen Gesetzestext verabschiedet. Nun müssen beide Versionen zusammengeführt werden, bevor das Gesetz Präsident Donald Trump zur Unterschrift vorgelegt werden kann.
    Sydney verschwindet im Rauch
    Wegen der nahen Buschbrände ist Australiens Ostküstenmetropole Sydney wieder in Rauch gehüllt. Anwohner berichteten in sozialen Medien von Ascheregen, der in Ausläufern Sydneys niedergegangen sei. Andere sprachen von Brandgeruch in der eigenen Wohnung. Die Gesundheitsbehörde von New South Wales warnte nochmals vor dem Einatmen des schädlichen Qualms. Seit Wochen bemühen sich Feuerwehrleute, die vielen Brände an der Ostküste einzudämmen. Außer Kontrolle ist unter anderem ein Feuer im Nationalpark Dharug, nur 80 Kilometer nördlich von Sydney.
    Nur leichte Fortschritte im Kampf gegen Malaria
    Der Kampf gegen die Infektionskrankheit Malaria ist nach Ansicht des deutschen Entwicklungsministers Gerd Müller noch nicht gewonnen. Über 200 Millionen Menschen erkrankten jedes Jahr und Resistenzen gegen Insektizide und Medikamente erschwerten die endgültige Ausrottung von Malaria, sagte er bei der Vorstellung des diesjährigen Weltmalariaberichts in Genf. Die meisten Fälle registrierte die Weltgesundheitsorganisation WHO in Afrika. Die Zahl der Malaria-Todesopfer ging von weltweit 435.000 in 2017 auf 408.000 in 2018 zurück.
    10 min
  • 03.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.NATO-Jubiläumsgipfel ringt um Einigkeit
    In einer heiklen Phase für die NATO kommen die Staats- und Regierungschefs des Militärbündnisses an diesem Dienstag in London zum Jubiläumsgipfel zusammen. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Allianz beraten sie über eine Positionierung gegenüber Russland und China, die Höhe der Verteidigungsausgaben und den Weltraum als militärisches Einsatzgebiet. Überschattet wird das Treffen durch die massive Kritik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der dem Bündnis den "Hirntod" bescheinigt hatte. Vor dem offiziellen Gipfel-Beginn sind Beratungen zum Syrien-Krieg angesetzt.
    USA erwägen höhere Zölle wegen französischer Digitalsteuer
    Die US-Regierung hat Frankreich wegen seiner Digitalsteuer für Internetkonzerne mit Strafzöllen von bis zu 100 Prozent auf Importe im Wert von 2,4 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) gedroht. Die Strafzölle könnten demnach ab Mitte Januar fällig werden. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte zur Begründung, die Steuer diskriminiere US-Unternehmen wie Google, Apple, Facebook und Amazon und sei für die betroffenen Internetkonzerne eine außergewöhnliche Belastung. Er kündigte zudem an, auch ähnliche Steuern in Österreich, Italien und der Türkei zu überprüfen.
    Putin billigt Gesetz zur "Agenten"-Einstufung von Journalisten
    In Russland können Journalisten und Blogger ab sofort als "ausländische Agenten" eingestuft werden. Präsident Wladimir Putin erließ ein entsprechendes Gesetz. Schon seit 2012 werden in Russland politisch tätige Organisationen, die ganz oder teilweise aus dem Ausland finanziert werden, als "ausländische Agenten" registriert. Seit 2017 gelten die Vorgaben auch für Medienunternehmen. Diese Regelung wird nun auf Einzelpersonen ausgeweitet. Menschenrechtsorganisationen äußerten Kritik an der Novelle.
    Leistungen deutscher Schüler gehen wieder zurück
    Deutsche Schüler haben bei der internationalen Vergleichsstudie PISA zwar überdurchschnittlich abgeschnitten, zugleich gehen ihre Leistungen aber wieder zurück. Getestet wurden die Bereiche Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Die Ergebnisse liegen über dem Durchschnitt der Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der Abstand zur Spitzengruppe mit Singapur, Hongkong, Japan, Estland, Kanada oder Finnland bleibt allerdings groß.
    Epstein-Opfer beschuldigt britischen Prinz Andrew
    Der Druck auf den britischen Prinzen Andrew steigt. Der Sender BBC strahlte ein Interview mit der US-Amerikanerin Virginia Giuffre aus, die dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorwirft, sie als 17-Jährige zwei Mal zum Sex mit Prinz Andrew gezwungen zu haben. Die Übergriffe sollen 2001 und 2002 stattgefunden haben. Der Prinz streitet das ab. Die Frau rief die britische Öffentlichkeit auf, ihr zu helfen. Es gehe nicht um eine "erbärmliche Sex-Story", sondern um Missbrauch. Der Royal war jahrelang mit dem Millionär Epstein befreundet und hatte mehrfach in dessen Anwesen übernachtet.
    Messi und Rapinoe gewinnen Ballon d'Or
    Lionel Messi hat zum sechsten Mal seit 2009 den Ballon d'Or gewonnen. Der 32-jährige Argentinier vom FC Barcelona erhielt die Auszeichnung des französischen Fachmagazins "France Football" in Paris. Als beste Fußballerin wurde die US-Amerikanerin Megan Rapinoe vom Reign FC aus Seattle geehrt. Als bester Jungstar setzte sich der Niederländer Matthijs de Ligt von Juventus Turin durch. Bester Torwart wurde der Brasilianer Alisson vom FC Liverpool. Die Torhüter-Trophäe, der sogenannte Yachine-Award, wurde erstmals vergeben. Die Preisträger werden von Fachjournalisten aus aller Welt bestimmt.
    9 min
  • 02.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Große Erwartungen an die UN-Klimakonferenz
    Unter dem Eindruck weltweiter Klima-Proteste, zunehmender Wetterextreme und eindringlicher Warnungen der Wissenschaft beginnt in Madrid die 25. Weltklimakonferenz. An ihr nehmen Vertreter von 196 Staaten, internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft teil. Dabei geht es etwa um Kosten, die Dürren, Stürme und andere extreme Wetterereignisse anrichten, die durch die Erderhitzung häufiger vorkommen und vor allem ärmere Staaten hart treffen. Umweltorganisationen dringen darauf, dass in Madrid zumindest ein paar große Emittenten wie die EU eine Anhebung ihrer Klimaschutzziele zusagen.
    20 Millionen Flüchtlinge durch Klimakatastrophen
    Klimabedingte Katastrophen sind nach Ansicht der Hilfsorganisation Oxfam die Hauptursache dafür, dass Menschen ihre Heimatregion verlassen müssen. Jährlich würden dadurch rund 20 Millionen Menschen zu Binnenflüchtlingen, heißt es in einem Bericht, den Oxfam anlässlich der UN-Klimakonferenz in Madrid publizierte. Häufigste Fluchtursachen sind demnach Wirbelstürme, Überschwemmungen und Waldbrände - und zwar dreimal häufiger als Konflikte. Laut Oxfam stieg die Zahl solcher Wetterextreme von rund 190 im Jahr 2012 auf mehr als 1500 in 2018. Die Schäden beziffert die Organisation auf rund zwei Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.
    Ermittlungen gegen Rechtsextremismus in der Bundeswehr
    Nach Bekanntwerden eines Neonazi-Skandals bei der Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) hat Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ein konsequentes Vorgehen angekündigt. Radikale hätten in der Bundeswehr keinen Platz, sagte die Ministerin. Man prüfe, ob es rechtsradikale Netzwerke im KSK gebe. Die Zeitung "Bild am Sonntag" hatte zuvor von Ermittlungen gegen einen Unteroffizier der Elitetruppe wegen Rechtsextremismus berichtet. Auch zwei Stabsoffiziere sollen dem Bericht zufolge unter Verdacht stehen.
    Tote bei Anschlag auf Kirche in Burkina Faso
    Bei einem Anschlag auf eine Kirche im westafrikanischen Burkina Faso sind 14 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Nach Angaben der örtlichen Behörden hatten schwer bewaffnete Angreifer die Kirche während eines Gottesdienstes gestürmt. In Burkina Faso gab es seit Jahresbeginn eine Reihe von Anschlägen auf christliche Einrichtungen, bei denen bis Sonntag insgesamt bislang 21 Menschen getötet wurden. Islamistengruppen attackieren neben Christen immer wieder auch Muslime, die sie für nicht radikal genug halten.
    21 Tote bei Schießerei in Mexiko
    Bei einer Schießerei zwischen mutmaßlichen Drogenhändlern und der Polizei in Mexiko sind mindestens 21 Menschen getötet worden. Darunter seien vier Polizisten, teilten die Behörden im Bundesstaat Coahuila mit. Der Vorfall ereignete sich 60 Kilometer von der US-Grenze entfernt. Der Umgang mit Drogenkartellen sorgt für Spannungen zwischen Mexiko und den USA. Staatschef Andrés Manuel López Obrador hatte sich vor kurzem gegen einen bewaffneten US-Einsatz verwahrt. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang November einen "Krieg" gegen die Drogenkartelle gefordert und Mexiko dabei US-Hilfe angeboten.
    Zehntausende Philippiner fliehen vor Taifun
    Vor der Ankunft des Taifuns "Kammuri" haben auf den Philippinen zehntausende Menschen ihre Häuser verlassen. Der Wirbelsturm nähere sich mit bis zu 185 Kilometern pro Stunde der Küste und werde voraussichtlich am Montag oder Dienstag auf Land treffen, teilten Meteorologen mit. Die Behörden gaben Evakuierungswarnungen für die Region Bicol aus. Fast 70.000 Menschen brachten sich bereits in Sicherheit. Die Wetterbehörde warnte vor starken Niederschlägen und Erdrutschen. Demnach könnte es durch die starken Winde an der Küste bis zu drei Meter hohe Wellen geben.
    9 min
  • 30.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Londoner Attentäter war verurteilter Terrorist
    Bei dem Attentäter von London handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 28-Jährigen, der 2012 wegen terroristischer Straftaten verurteilt worden war. Wie der Chef der britischen Anti-Terror-Polizei, Neil Basu, mitteilte, war der Mann im Dezember 2018 vorzeitig unter Auflagen aus der Haft entlassen worden. Er lebte in der Grafschaft Staffordshire. Dort habe es Durchsuchungen gegeben. Der Angreifer hatte auf der "London Bridge" mit einem Messer zwei Passanten getötet; drei weitere Opfer werden in Krankenhäusern behandelt. Der Täter war von der Polizei erschossen worden.
    Verletzte nach Messerangriff in den Niederlanden
    In der niederländischen Stadt Den Haag hat es einen Messerangriff gegeben. Die Polizei teilte mit, auf einer belebten Haupteinkaufsstraße habe ein Mann mit einem Messer um sich gestochen und mindestens drei Menschen verletzt. Bei den Verletzten soll es sich um drei Minderjährige handeln. Der Täter ist flüchtig - man suche nach einem Mann im Alter von 45 bis 50 Jahren. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst offen. Nach einem Bericht der niederländischen Nachrichtenagentur ANP geht man nicht von einem "terroristischen Motiv" aus. Die Behörden bestätigten dies jedoch zunächst nicht.
    Türkei schickt Clan-Chef Miri in den Libanon zurück
    Der aus Deutschland abgeschobene libanesische Clan-Chef Ibrahim Miri hat erneut versucht, sein Land zu verlassen. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, flog der 46-Jährige von Beirut nach Istanbul. Die türkische Polizei verweigerte ihm jedoch die Einreise und schickte ihn zurück in den Libanon. Es wird vermutet, dass Miri versuchen wollte, nach Deutschland weiterzufliegen. Miri war nach zahlreichen rechtskräftigen Verurteilungen im Juli dieses Jahres und nach seiner illegalen Wiedereinreise im Oktober noch einmal vor einer Woche aus Deutschland in den Libanon abgeschoben worden.
    Proteste von Klimaaktivisten in Ostdeutschland
    Tausende Klimaaktivisten der Bewegung "Ende Gelände" sind zu einer Blockade des Lausitzer und des Leipziger Kohlereviers aufgebrochen. Rund 4000 Menschen aus Dresden, Leipzig und Berlin wollen die Infrastruktur in den beiden Revieren zum Stillstand bringen. Die Aktivisten protestieren damit gegen die Klimapolitik der Bundesregierung. Nach den bundesweiten Klimaprotesten am Freitag gehe die Bewegung einen Schritt weiter und leiste zivilen Ungehorsam, sagte eine Sprecherin. Am Freitag hatten Zehntausende Demonstranten einen schnelleren Ausstieg aus der Kohlenutzung gefordert.
    AfD-Delegierte wählen auf Parteitag neuen Vorstand
    Die Alternative für Deutschland (AfD) kommt an diesem Samstag zu ihrem Bundesparteitag in Braunschweig zusammen. Das zweitägige Treffen steht im Zeichen der Vorstandswahlen: Während Ko-Chef Jörg Meuthen für eine weitere Amtszeit kandidiert, setzt Alexander Gauland auf den sächsischen Bundestagsabgeordneten Tino Chrupalla als Nachfolger. Dieser gilt als Kompromisskandidat, weil er sowohl vom rechtsgerichteten 'Flügel' unterstützt als auch von West-Landesverbänden akzeptiert wird. Das Treffen wird begleitet von Protesten, zu denen ein Bündnis aus mehr als 160 Organisationen aufgerufen hat.
    Haftstrafe für Präsidenten von Suriname wegen Tötung
    Im südamerikanischen Suriname ist Präsident Desi Bouterse zu einer 20-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Gericht befand ihn der Tötung von 15 politischen Widersachern im Jahr 1982 für schuldig. Unter den Opfern waren einige der bekanntesten Bürger des Landes. Die Taten soll er zusammen mit 25 Mitangeklagten in seiner Zeit als militärischer Machthaber begangen haben. Bei der Urteilsverkündung befand sich der Präsident auf einer China-Reise. Er hatte zuvor die politische Verantwortung für die Tötungen übernommen, aber beteuert, bei diesen nicht anwesend gewesen zu sein.
    Israel greift Gazastreifen aus der Luft an
    Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben Ziele militanter Palästinenser im Gazastreifen angegriffen. Zuvor war erneut eine Rakete aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet abgefeuert worden, wie israelische Medien unter Berufung auf das Militär berichten. Sie sei auf unbewohntem Gelände eingeschlagen. Erst vor zwei Wochen war der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen eskaliert, nachdem die israelische Armee einen Militärchef des Islamischen Dschihad getötet hatte. Beide Seiten einigten sich unter UN-Vermittlung auf eine Waffenruhe.
    8 min
  • 29.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weltweite Klimaproteste beginnen in Australien und Asien
    Zum Auftakt neuer weltweiter Klimastreiks sind in Australien Tausende Schüler auf die Straße gegangen. Sie folgten dem Aufruf der Bewegung Fridays for Future. Die Demonstranten machten den Klimawandel für die schlimmsten Waldbrände verantwortlich, die seit Wochen im Südosten Australiens wüteten. In Japans Hauptstadt Tokio zogen Hunderte Demonstranten durch den betriebsamen Stadtteil Shinjuku. Im Laufe des Tages sind in zahlreichen anderen Ländern ähnliche Massenproteste geplant, darunter in Deutschland.
    Polizei beendet Belagerung von Uni-Campus in Hongkong
    Nach fast zweiwöchiger Belagerung hat sich die Polizei in Hongkong vom Campus der Polytechnischen Universität zurückgezogen. Dort hatten sich einige der schwersten Zusammenstöße während der Proteste der vergangenen Monate ereignet. Hunderte Polizisten stellten seit dem Vortag in den verwüsteten Gebäuden, in denen sich Demonstranten verschanzt hatten, Beweismittel sicher. Die Demonstranten riefen erneut zu Protesten an diesem Wochenende auf. Tausende Menschen protestieren seit Monaten in der chinesischen Sonderverwaltungszone gegen einen wachsenden Einfluss Pekings.
    Trump auf Truppenbesuch in Afghanistan
    US-Präsident Donald Trump hat amerikanische Soldaten auf der größten US-Militärbasis in Afghanistan in Bagram besucht. Dabei weckte er Hoffnungen auf eine Verständigung mit den Taliban. Auf die Frage einer mitreisenden Journalistin, ob die US-Regierung die Gespräche mit den Islamisten wieder aufgenommen habe, antwortete Trump nach Angaben der Reporterin mit "Ja". In einer Ansprache an die Soldaten sagte er, die Taliban wollten einen Deal. Bei seinem Kurzbesuch traf Trump auch Präsident Aschraf Ghani. Der Truppenbesuch war, wie in solchen Fällen üblich, vorab geheimgehalten worden.
    Konservativer Kandidat gewinnt Präsidentenwahl in Uruguay knapp
    Die Stichwahl um das Präsidentenamt in Uruguay hat der konservative Luis Lacalle Pou gewonnen. Noch vor Bekanntgabe des offiziellen Wahlergebnisses hat der Kandidat der regierenden Linkspartei, Daniel Martínez, seine Wahlniederlage gegen den Bewerber der rechtsgerichteten Nationalpartei eingeräumt. Die Niederlage von Martínez dürfte das Ende von 15 Jahren linksgerichteter Regierungen in dem südamerikanischen Land einleiten. Nach der Stichwahl am Sonntag hatten die beiden Kandidaten so eng beieinander gelegen, dass die Wahlbehörde die Stimmen noch einmal komplett nachzählen ließ.
    Enthüllungen setzen Maltas Regierung unter massiven Druck
    Der Mord an der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia weitet sich immer mehr zu einem politischen Skandal im kleinsten EU-Land aus. Der unlängst in dem Fall festgenommene Geschäftsmann Yorgen Fenech sieht die Hintermänner des Auftragsmordes in den obersten politischen Rängen Maltas, wie aus Justizkreisen verlautete. Der Ex-Stabschef von Regierungschef Joseph Muscat, Keith Schembri, werde von dem selbst auf Straffreiheit hoffenden Fenech bezichtigt, Urheber des Komplotts zu sein. Die Agentur Reuters berichtet, die drei Auftragsmörder hätten 150.000 Euro für den Anschlag erhalten.
    BMW will Elektro-Mini in China bauen
    Der Autobauer BMW und sein chinesischer Partner Great Wall treiben ihren Plan zur Produktion von Elektroautos in China voran. Langfristig sollen in einer gemeinsamen Fabrik jährlich rund 160.000 elektrische Fahrzeuge der BMW-Marke Mini und von Great Wall vom Band rollen. Das teilte der deutsche Autobauer zum Baubeginn der Fabrik bei Shanghai mit. Mit dem Werk stärkt BMW seine Präsenz in China. Der deutsche Konzern hält bereits eine Mehrheit an einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Autobauer Brilliance, das Fahrzeuge der Marke BMW produziert.
    Verdi ruft zu mehrtägigen Streiks bei Amazon auf
    Am Schnäppchentag Black Friday will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi erneut Druck auf den Online-Händler Amazon im Kampf für einen Tarifvertrag ausüben. Während der umsatzstarken Einkaufstage legten die Beschäftigten an allen deutschen Standorten bis Montag die Arbeit nieder, teilte Verdi mit. Amazon hat bislang keine Bereitschaft gezeigt, Tarifverhandlungen aufzunehmen - mit der Begründung, dass die Mitarbeiter Tätigkeiten der Logistikbranche und nicht des Einzelhandels ausübten.
    8 min
  • 28.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump unterzeichnet Gesetze zu Hongkong
    US-Präsident Donald Trump hat die vom Kongress beschlossenen Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong unterzeichnet. So können bei Menschenrechtsverstößen US-Sanktionen verhängt werden. Außerdem wird der Export von Tränengas, Pfefferspray, Gummigeschossen und Elektroschockern an die Hongkonger Polizei verboten. Die Gesetze seien in der Hoffnung verabschiedet worden, dass die Vertreter Chinas und Hongkongs ihre Differenzen einvernehmlich beilegten, sagte Trump. Chinas Vize-Außenminister Le Yucheng missbillligte die Gesetze als Einmischung in "innere Angelegenheiten".
    Entrüstung über Angriff auf iranisches Konsulat
    Der Irak hat den Angriff auf das iranische Konsulat in Nadschaf verurteilt. Der Vorfall spiegele nicht die Perspektive des Irak wieder, hieß es aus dem Außenministerium. Ein Sprecher des iranischen Außenamts sagte, der Iran erwarte eine "lückenlose Aufklärung und ein konsequentes Vorgehen gegen die Täter". Demonstranten hatten am Mittwoch das iranische Konsulat in der südirakischen Stadt Nadschaf gestürmt und angezündet. Im Irak kommt es seit einiger Zeit zu Massenprotesten. Die Demonstranten werfen der Regierung unter anderem vor, von ausländischen Mächten wie dem Iran kontrolliert zu werden.
    Gericht verlängert Haftstrafe für Ex-Präsident Lula
    Ein Berufungsgericht in Brasilien hat die Verurteilung des früheren Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva wegen einer Korruptionsaffäre bestätigt. Das Gericht erhöhte die bisherige Strafe um etwas mehr als vier Jahre auf 17 Jahre und einen Monat Haft. Lula wird beschuldigt, Baufirmen im Gegenzug für die Renovierung eines Landguts bei staatlichen Aufträgen bevorteilt zu haben. Der Ex-Präsident weist alle Vorwürfe zurück und sieht diese als politisch motiviert an. Lula war vor drei Wochen aus dem Gefängnis entlassen worden, da er gegen die Verurteilung noch vorgehen kann.
    Deutschland zahlt künftig mehr für die NATO
    Vom Jahr 2021 an wird Deutschland einen genauso hohen Anteil an den Gemeinschaftskosten der NATO tragen wie die USA. Darauf hätten sich die 29 Mitgliedstaaten des Militärbündnisses kurz vor dem Jubiläumsgipfel in London verständigt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Mit dem Geld aus der Gemeinschaftskasse werden zum Beispiel die Bündniszentrale in Brüssel und die militärischen Hauptquartiere finanziert. Für Deutschland würde die Änderung des Verteilungsschlüssels bei konstanten Kosten eine jährliche Mehrbelastung von mehr als 33 Millionen Euro bedeuten.
    Benin wirft EU-Botschafter raus
    Die Regierung in Benin hat EU-Botschafter Oliver Nette aufgefordert, bis zum 1. Dezember den westafrikanischen Staat zu verlassen. Der Deutsche habe sich an "umstürzlerischen" Aktivitäten beteiligt, sagte Regierungssprecher Alain Orounla. Ein hochrangiger Beniner Diplomat erklärte, Nette habe die Zivilgesellschaft wiederholt zu Demonstrationen gegen die Regierung aufgerufen. Seit der Parlamentswahl im April gibt es in Benin immer wieder Proteste. Präsident Patrice Talon wird vorgeworfen, das Land in einen autoritären Staat zu verwandeln. Die Europäische Union ist ein wichtiger Geldgeber Benins.
    Leipzig im Champions-League-Achtelfinale
    Der Fußball-Bundesligaklub RB Leipzig hat sich erstmalig für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Den Sachsen genügte im vorletzten Gruppenspiel zu Hause ein 2 zu 2 gegen den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon. Dagegen sind Borussia Dortmunds Chancen auf die Teilnahme am Achtelfinale der Champions League erheblich gesunken. Der Bundesligaklub unterlag 1 zu 3 beim FC Barcelona. In der übernächsten Woche empfängt Dortmund beim letzten Gruppenspiel Slavia Prag.
    9 min
  • 27.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Von der Leyens EU-Kommissionsteam stellt sich zur Wahl
    Das EU-Parlament stimmt an diesem Mittwoch über das Team der künftigen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ab. Nur wenn die neue EU-Kommission als Ganzes grünes Licht erhält, können die CDU-Politikerin und ihre 26 Kommissare am 1. Dezember an den Start gehen. Die 61-Jährige kann mit einer deutlichen Mehrheit rechnen. Neben Sozial- und Christdemokraten signalisierten am Abend auch die Liberalen im Europaparlament Unterstützung für das Personalpaket. Von der Leyen soll die erste Frau an der Spitze der Kommission und die erste Deutsche seit fünf Jahrzehnten werden.
    Neuer Schlagabtausch zwischen Israel und Gazastreifen
    Auch zwei Wochen nach der Tötung eines ranghohen Dschihad-Kommandeurs im Gazastreifen durch die israelische Luftwaffe bleibt die Lage in Nahost sehr gespannt. Aus dem Gazastreifen wurden am Abend zwei Raketen auf Israel abgefeuert, von denen eine abgefangen wurde. Danach beschoss die israelische Luftwaffe Stellungen der radikalislamischen Hamas und der Miliz "Islamischer Dschihad". Dabei seien eine Waffenfabrik und unterirdische Tunnel getroffen worden, teilte die Armee mit. Derzeit gilt eigentlich eine von Ägypten und den Vereinten Nationen vermittelte Waffenruhe, die aber sehr brüchig ist.
    Papst Franziskus räumt Korruptionsskandal im Vatikan ein
    Papst Franziskus hat einen Finanzskandal im Vatikan eingestanden. Auf dem Rückflug von Tokio nach Rom sagte der Pontifex, es habe "Fälle von Korruption" gegeben. Das Gute daran sei, dass die "internen Mechanismen" im Vatikan zur Aufdeckung solcher Skandale funktionierten. Konkret geht es um Ermittlungen zu Kirchenspenden, die unter anderem in fragwürdige Immobiliengeschäfte in London geflossen sein sollen. Die vatikanische Justiz ermittelt in dem Fall gegen fünf Mitarbeiter der Kurie, darunter einen Staatssekretär und den Direktor der Finanzaufsicht, Tommaso Di Ruzza.
    Landesweite Proteste in Kolumbien angekündigt
    Die Protestbewegung in Kolumbien hat für diesen Mittwoch zu einem neuen Generalstreik aufgerufen. Die Gewerkschaften werfen der Regierung vor, Reformen zu Lasten von Arbeitern, Rentnern und Berufsanfängern durchsetzen zu wollen. Seit Tagen gehen in dem südamerikanischen Land Zehntausende Menschen gegen die Regierung auf die Straße. Am Rande kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen, bei denen mindestens vier Menschen getötet wurden. Präsident Iván Duque hatte am Freitag einen "Nationalen Dialog" ausgerufen. Er kündigte inzwischen Maßnahmen zur Entlastung von Familien und Ruheständlern an.
    Bolivien nähert sich den USA wieder an
    Nach dem Rücktritt des linken bolivianischen Präsidenten Evo Morales will die Interimsregierung die diplomatischen Beziehungen zu den USA wieder normalisieren. Das Außenministerium nominierte nach elf Jahren erstmals wieder einen Botschafter für die Vereinigten Staaten. Der damalige Präsident Morales hatte 2008 den US-Botschafter wegen angeblicher Einmischung in die inneren Angelegenheiten Boliviens des Landes verwiesen. Im Gegenzug wiesen auch die Vereinigten Staaten den bolivianischen Vertreter aus. Seither haben beide Länder wechselseitig nur Geschäftsträger entsandt.
    Namibia wählt Präsidenten und Parlament
    In Namibia sind heute 1,4 Millionen Stimmberechtigte zur Wahl eines neuen Parlaments und eines Präsidenten aufgerufen. Trotz einer Rezession, eines Korruptionsskandals und einer Dürre dürfte die seit der Unabhängigkeit 1990 regierende Swapo-Partei erneut stärkste Kraft werden. Der 78-jährige Präsident Hage Geingob von der Swapo bewirbt sich für ein zweites Mandat, zehn Kandidaten treten gegen ihn an, darunter erstmals eine Frau. Obwohl das Land reich an Bodenschätzen wie Uran und Diamanten ist und als beliebtes Urlaubsland gilt, steckt es seit 2016 in einer schweren Wirtschaftskrise.
    Waldbrand bedroht Santa Barbara
    Im Süden Kaliforniens ist ein schwerer Waldbrand außer Kontrolle geraten. Mehrere Hundert Einsatzkräfte sowie Löschflugzeuge und Hubschrauber sind im Einsatz. Die Flammen bewegen sich immer weiter auf die dichtbesiedelten Küstenstädte Santa Barbara und Goleta zu. Die Behörden ordneten die Evakuierung von rund 2400 Häusern an. Das sogenannte Höhlenfeuer war am Montag im Los Padres National Forest bei Los Angeles ausgebrochen und breitete sich rasch auf mehr als 1600 Hektar aus. Erst im Oktober war in Kalifornien wegen verheerender Waldbrände der Notstand ausgerufen worden.
    10 min
  • 26.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Starkes Erdbeben erschüttert Albanien
    Bei einem schweren Erdbeben in Albanien sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Beben der Stärke 6,4 wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums dutzende weitere Menschen verletzt. Mehrere Gebäude seien eingestürzt. Das Epizentrum lag 30 Kilometer westlich der Hauptstadt Tirana in einer Tiefe von zehn Kilometern. Betroffen war außer der Hauptstadt auch die nahegelegene Hafenstadt Durres. Es war das zweite schwere Erdbeben in dem Mittelmeerland in zwei Monaten.
    Hongkongs Regierungschefin macht nach Wahl keine Zugeständnisse
    Nach der herben Niederlage für pekingtreue Kandidaten bei den Kommunalwahlen in Hongkong hat Regierungschefin Carrie Lam eine verbreitete Unzufriedenheit mit ihrer Regierung eingeräumt. Allerdings machte sie bei ihrer wöchentlichen Pressekonferenz keine neuen Zugeständnisse an die Protestbewegung. Eine unabhängige Kommission sei beauftragt worden, die Ursachen der Proteste zu ergründen und der Regierung Maßnahmen vorzuschlagen. Damit blieb Lam weit hinter den Forderungen ihrer Kritiker zurück.
    China zitiert US-Botschafter ins Ministerium
    Das chinesische Außenministerium hat US-Botschafter Terry Branstad einbestellt, um gegen die Verabschiedung des Hongkonger Menschenrechts- und Demokratiegesetzes durch den US-Kongress zu protestieren. Vizeaußenminister Zheng Zeguang sagte, Washington müsse aufhören, sich in innere Angelegenheiten Chinas einzumischen. Die USA wollen unter anderem in jährlichen Berichten klären, ob Hongkong noch ausreichend autonom von China ist. Gegen Personen, die Menschenrechtsverletzungen in der chinesischen Sonderverwaltungszone begehen, soll es Sanktionen geben.
    Mehrheit der Deutschen hält Verhältnis zu USA für schlecht
    Deutsche und Amerikaner haben nach einer Umfrage stark abweichende Ansichten zur Qualität der Beziehungen zwischen den beiden Nato-Partnerstaaten. In einer gemeinsamen Umfrage des amerikanischen Pew-Forschungszentrums und der deutschen Körber-Stiftung bezeichneten 75 Prozent der Amerikaner das Verhältnis als gut oder sehr gut. Diese Meinung vertraten nur 34 Prozent der befragten Deutschen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich die Zahl derjenigen, die das Verhältnis positiv beurteilen, allerdings auf beiden Seiten verbessert: Bei den Amerikanern um 5 Prozentpunkte, bei den Deutschen sogar um 10 Punkte.
    Regierung setzt Kooperation mit Vertrauensanwälten in der Türkei aus
    Nach der Festnahme eines Anwalts der deutschen Botschaft in Ankara arbeitet das Auswärtige Amt vorerst nicht weiter mit Kooperationsanwälten in der Türkei zusammen. Man habe das Instrument "für die Türkei im Moment ausgesetzt", bestätigte das Auswärtige Amt. Die türkische Polizei hatte den Anwalt, der die deutsche Botschaft in Asylangelegenheiten mit rechtlichen Einschätzungen unterstützte, im September inhaftiert. Vermutlich hatte der Jurist Daten von Asylbewerbern aus der Türkei bei sich, die nun den türkischen Behörden in die Hände gefallen sind.
    Perus Oppositionsführerin Fujimori soll aus Haft entlassen werden
    Nach über einem Jahr in Untersuchungshaft soll die peruanische Oppositionsführerin Keiko Fujimori wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Das Verfassungsgericht des südamerikanischen Landes gab einem entsprechenden Antrag auf einstweilige Verfügung statt. Eine endgültige Entscheidung in der Sache ist damit aber noch nicht getroffen. Fujimori war im Oktober vergangenen Jahres wegen Verdachts auf Geldwäsche festgenommen worden.
    8 min
  • 25.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Demokraten bejubeln Erdrutschsieg in Hongkong
    Das pro-demokratische Lager hat bei den Bezirksratswahlen in Hongkong erstmals eine deutliche Mehrheit bekommen. Nach Zwischenergebnissen sicherten sich pro-demokratische Kandidaten mehr als 380 der 452 Sitze. "Dies ist die Macht der Demokratie. Das ist ein demokratischer Tsunami", sagte Tommy Cheung, ein ehemaliger Studentenanführer, der ebenfalls einen Sitz errang. Bei der Wahl im Jahr 2015 hatte das regierungstreue und fest zu Peking haltende Lager noch drei Viertel der Mandate geholt und seither alle 18 Bezirksräte kontrolliert. Der Bezirksrat in der chinesischen Sonderverwaltungszone ist unter anderem für die Gesundheitsversorgung zuständig, hat aber keine politische Macht.
    Geheimdokumente enthüllen Internierung und Verfolgung von Uiguren
    Laut geheimer Dokumente der Kommunistischen Partei Chinas wird die Minderheit der Uiguiren systematisch verfolgt. Bislang hatte die Führung in Peking das Gegenteil behauptet. Die Papiere wurden von einem Internationalen Konsortium Investigativer Journalisten - kurz ICIJ - unter der Bezeichnung "China Cables" veröffentlicht. Sie sollen belegen, dass die von Peking als "Weiterbildungseinrichtungen" in der Region Xinjiang bezeichneten Lager in Wirklichkeit abgeschottete, streng bewachte Umerziehungslager sind. Eine offizielle Reaktion aus Peking auf die Offenlegung gab es zunächst nicht.
    Papst fordert Solidarität mit Fukushima-Opfern
    Papst Franziskus hat mehr Hilfe für die Opfer der 2011 von einem Erdbeben und Tsunami ausgelösten Atomkatastrophe von Fukushima angemahnt. Bewohner der betroffenen Region im Nordosten Japans fühlten sich vergessen, obwohl sie weiter mit verseuchten Böden und Wäldern sowie den langfristigen Auswirkungen der Strahlung leben müssten, sagte Franziskus bei einem Treffen mit Überlebenden der Katastrophe in Tokio. Franziskus erwähnte, dass sich japanische Bischöfe im Vorfeld besorgt über die fortdauernde Nutzung der Kernenergie im Land geäußert und eine Abschaffung der Atomkraftwerke gefordert hätten.
    Iohannis im Präsidentenamt bestätigt
    Der deutschstämmige Klaus Iohannis bleibt Staatspräsident in Rumänien. Auf Iohannis entfielen fast 63 Prozent der Stimmen der Stichwahl, wie die Wahlkommission in Bukarest mitteilte. Er lag damit deutlich vor seiner Gegenkandidatin Viorica Dancila von der sozialdemokratischen Partei PSD, die auf gut 37 Prozent kam. Zusammen mit der neuen bürgerlichen Minderheitsregierung des PNL-Vorsitzenden Ludovic Orban will Iohannis nun die Unabhängigkeit der Justiz weiter vorantreiben. Zudem will der Siebenbürger Sachse mehr Investoren anziehen und EU-Gelder besser abrufen.
    Julian Assange schwer erkrankt
    Mehr als 60 Ärzte haben sich in einem offenen Brief an die britischen Behörden gewandt. Sie befürchten, dass der 48-jährige Wikileaks-Gründer Julian Assange im britischen Gefängnis sterben könnte und fordern, ihn in einer Universitätsklinik behandeln zu lassen. Assange habe psychische Probleme einschließlich einer Depression, eine schwere Schultererkrankung und Zahnprobleme. Schon Anfang November hatte der UN-Menschenrechtler Nils Melzer Assanges Gesundheitszustand als lebensbedrohlich bezeichnet. Im Februar sollen die Anhörungen über eine Auslieferung von Assange an die USA beginnen.
    Waldschäden nehmen erheblich zu
    Der Zustand der deutschen Wälder hat sich drastisch verschlechtert. In vielen Bundesländern sei die Menge an Schadholz rapide gestiegen, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Bundeslandwirtschaftsministerium. So seien in Brandenburg im vorigen Jahr 400.000 Kubikmeter Schadholz angefallen und in diesem Jahr fast sieben Millionen. Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen Anstieg von 4,5 auf 14,5 Millionen Kubikmeter Schadholz, Bayern von 4,6 auf 9,8 Millionen Kubikmeter. Die Forstwirtschaft werde in den nächsten Jahren gut vier Milliarden Euro weniger einnehmen, hieß es.
    9 min
  • 23.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Autonome Region stimmt über Unabhängigkeit von Papua-Neuguinea ab
    Auf der Inselgruppe Bougainville im südwestlichen Pazifik hat ein Referendum zur Unabhängigkeit begonnen. Die ehemalige deutsche Kolonie gehört politisch zu Papua-Neuguinea, liegt jedoch in Nachbarschaft der Salomonen. Auf der 9000 Quadratkilometer großen Hauptinsel Bougainville sowie zahlreichen kleineren Inseln leben gut 200.000 Bewohner. Bis 1998 wütete ein Bürgerkrieg mit mehr als 15.000 Toten. Das nicht bindende Referendum ist Bestandteil eines damals geschlossenen Friedensabkommens. Neben Unabhängigkeit steht auch mehr Autonomie zur Auswahl. Ergebnisse werden für Mitte Dezember erwartet.
    Ausgangssperre in Bogotá
    Im Zusammenhang mit den Massenprotesten gegen die Regierung gilt in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá eine nächtliche Ausgangssperre. Bis 6 Uhr morgens Ortszeit dürfe niemand auf die Straße, teilte Bürgermeister Enrique Peñalosa Londoño mit. Ausnahmen gelten für Flugreisende, Flughafenmitarbeiter und Piloten. Mit der Ausgangssperre will die Stadtverwaltung weitere Krawalle verhindern. Im Süden von Bogotá hatten sich vermummte Demonstranten zuletzt Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Die Proteste richten sich unter anderem gegen geplante Sozialreformen des rechtskonservativen Präsidenten Iván Duque.
    Briten lassen Frist zur Rückgabe von Kolonie verstreichen
    Großbritannien hat ein Überseegebiet nicht an den afrikanischen Inselstaat Mauritius zurückgegeben, obwohl die UN-Vollversammlung das Königreich dazu aufgefordert hatte. Eine entsprechende Frist ist an diesem Samstag verstrichen. Großbritanniens Premier Johnson erklärte zuvor, die von Mauritius erklärten Ansprüche nicht anzuerkennen. Das Chagos-Archipel im Indischen Ozean war 1965 von Mauritius abgespalten worden, drei Jahre, bevor der Inselstaat von Großbritannien unabhängig wurde. Aktuell haben die USA die größte Insel des Archipels gepachtet und betreiben darauf einen Militärstützpunkt.
    Lange Haftstrafe für IS-Anhängerin
    In Frankreich muss eine Anhängerin der Terrororganisation "Islamischer Staat" für 14 Jahre ins Gefängnis. Die Französin war vor fünf Jahren mit ihren Kindern nach Syrien gereist, um sich dem IS anzuschließen. Ein Gericht in Paris verurteilte die 38-Jährige nun wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Verletzung der Fürsorgepflicht. Die von den Richtern als "blutrünstig" beschriebene Mutter sei sich ihrer Beteiligung an einer "kriminellen Unternehmung" bewußt gewesen. Deshalb sei nur eine "erhebliche Strafe" infrage gekommen, so die Urteilsbegründung.
    NPD-Demo in Hannover darf stattfinden
    Die rechtsextreme NPD hat in Norddeutschland einen juristischen Erfolg errungen. Die Partei darf an diesem Samstag in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover gegen mehrere, namentlich genannte, kritische Journalisten demonstrieren. Ein von der Polizeidirektion verhängtes, vollständiges Verbot der Versammlung sei nicht zu rechtfertigen, entschied das Oberverwaltungsgericht Lüneburg. Die Polizei könne aber Beschränkungen und Auflagen anordnen. Das Bündnis "Bunt statt braun" hat zu einer Gegendemo aufgerufen.
    Ex-CIA-Mitarbeiter wegen Spionage verurteilt
    Ein Gericht im US-Bundesstaat Virginia hat einen früheren Mitarbeiter des Geheimdienstes CIA zu 19 Jahren Haft verurteilt. Er hatte im Prozess zugegeben, für China spioniert zu haben. Der 55-jährige Jerry Chuan Shing Lee habe "sein Land verkauft", erklärte Staatsanwalt G. Zachary Terwilliger. Lee war Anfang 2018 festgenommen worden. Er soll der Führung in Peking Geheiminformationen über die US-Verteidigung geliefert und dafür hunderttausende Dollar erhalten haben. Lee ist einer von drei Ex-US-Agenten, die in den vergangenen Monaten wegen Spionage für China zu Haftstrafen verurteilt wurden.
    Dortmund gegen Paderborn endet Remis
    Das Freitagabendspiel der Fußball-Bundesliga ist unentschieden ausgegangen. Borussia Dortmund konnte mit einem 3 zu 3 gegen den Tabellenletzten Paderborn buchstäblich in letzter Minute eine Schlappe im heimischen Stadion verhindern. Am Ende der ersten Halbzeit lag der BVB noch 0 zu 3 hinten. Erst in der Nachspielzeit gelang den Gastgebern der Ausgleich. Dortmunds Trainer Lucien Favre sprach im Anschluss von einer "desaströsen" ersten Halbzeit. So könne es nicht weitergehen.
    8 min

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