Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 11.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Boliviens Präsident Morales tritt zurück
    Die Zeit des ersten indigenen Präsidenten Boliviens geht zu Ende: Evo Morales hat nach 13 Jahren seinen Rücktritt als Staatschef des südamerikanischen Landes erklärt. Zunehmend gewaltsame Proteste, eine Serie von Rücktritten im eigenen Lager und massive Vorwürfe von Wahlbetrug hatten die politische Führung immer stärker unter Druck gesetzt. Am Ende hatte Morales auch den Rückhalt von Armee und Polizei verloren. Mexiko kündigte umgehend an, dem bolivianischen Ex-Präsidenten politisches Asyl zu gewähren.
    Hongkongs Polizei schießt wieder auf Demonstranten
    Nach dem Tod eines Studenten in der vergangenen Woche sind die Proteste in Hongkong wieder aufgeflammt. Wütende Demonstranten blockierten Straßen und legten Brände. Die Polizei ging mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Menge vor. Ein Beamter zog seine Dienstwaffe. Nach einem Handgemenge mit einem Randalierer feuerte er mehrere Kugeln ab und traf einen Demonstranten. Dieser befindet sich in einem kritischen Zustand, wie die behandelnden Ärzte mitteilten. Seit Juni gehen die Hongkonger auf die Straße. Sie werfen der chinesischen Führung zu große Einflussnahme vor.
    Politisches Patt in Spanien bleibt bestehen
    Die Parlaments-Neuwahl in Spanien hat die politische Situation im Parlament in Madrid nicht entschärft. Zwar landeten die Sozialisten von Ministerpräsident Pedro Sánchez wieder auf Platz eins, sie verpassten jedoch wie bei der Abstimmung im April die absolute Mehrheit. Die rechtsextreme Partei Vox legte deutlich zu. Sie hat jetzt 52 der 350 Mandate inne und ist nach der konservativen Volkspartei PP drittstärkste Kraft. Die Sozialisten könnten mit der PP ein Bündnis bilden, doch beide Fraktionen schlossen dies aus. Die andere Option wäre eine Minderheitsregierung, auch das gilt als unwahrscheinlich.
    Präsidentenwahl in Rumänien entscheidet sich in der zweiten Runde
    Staatschef Klaus Iohannis ist bei der Präsidentenwahl in Rumänien auf Platz eins gekommen, hat jedoch die notwendige absolute Mehrheit verfehlt. Auf dem zweiten Platz landete die frühere sozialdemokratische Regierungschefin Viorica Dancila. Damit treten die beiden Politiker in der Stichwahl übernächstes Wochenende gegeneinander an. Dancila war vor einer Woche als Ministerpräsidentin im Parlament gestürzt worden. Sie vertrat eine von der EU und Iohannis heftig kritisierte Justizpolitik, die möglicherweise nur dazu dienen sollte, korruptionsverdächtige Politiker vor der Strafverfolgung zu schützen.
    Australischer Bundesstaat ruft nach Buschfeuer Notstand aus
    Wegen der seit Tagen wütenden Buschbrände in Australien hat der östliche Bundesstaat New South Wales den Notstand ausgerufen. Bei den Feuern im Osten des Landes sind seit vergangener Woche mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, etwa 100 wurden verletzt. Für die Anwohner der Brandgebiete könnten die kommenden Tage die gefährlichsten überhaupt werden, warnten die Behörden. Auch der Großraum Sydney sowie das Weinanbaugebiet Hunter Valley sind demnach von Flammen bedroht.
    BDI-Chef fordert deutschen Weltraumbahnhof
    Deutschland sollte nach Meinung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), einen eigenen Weltraumbahnhof schaffen. BDI-Präsident Dieter Kempf sagte, Satelliten- und Weltraumtechnik seien eine Schlüsseltechnologie für die gesamte Industrie. Satelliten könnten künftig beim autonomen Fahren, der Mobilfunkversorgung oder der Waldbrandbekämpfung eine entscheidende Rolle spielen. Es gehe ihm nicht um eine Startrampe für Mondraketen, betonte der Industriepräsident. Er rede von sogenannten Micro-Launchern, die kleine Satelliten just-in-time ins All befördern könnten.
    Türkischstämmiger Grüner wird Oberbürgermeister von Hannover
    Als vierte deutsche Großstadt wird Hannover künftig von einem Grünen regiert. Mit dem türkischstämmigen Belit Onay bekommt die niedersächsische Landeshauptstadt einen Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund. Der 38-jährige Landtagsabgeordnete setzte sich in der Stichwahl gegen einen CDU-Bewerber durch. Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund oder gar ausländischer Staatsbürgerschaft gibt es zwar bereits, bislang aber noch nicht in einer Landeshauptstadt.
    7 min
  • 09.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Deutschland feiert 30 Jahre Mauerfall
    In Berlin wird an diesem Samstag an den Fall der Mauer vor genau 30 Jahren erinnert. Zu den Feierlichkeiten in der Hauptstadt werden zahlreiche Staatsgäste aus dem Ausland erwartet. An der zentralen Veranstaltung an der Mauer-Gedenkstätte nehmen am Vormittag unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel teil. Steinmeier wird außerdem am Abend bei einer großen Bühnenshow mit vielen Künstlern und Zeitzeugen zu den Besuchern sprechen. Darüber hinaus sind an mehreren historischen Orten der friedlichen Revolution von 1989 Gesprächsrunden und Vorführungen geplant.
    Von der Leyen will hohe Investitionen in den Klimaschutz
    Die designierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will sich nach ihrem Amtsantritt massiv für den Klimaschutz stark machen. Die neue Kommission werde dafür in den kommenden zehn Jahren eine Billion Euro aktivieren, sagte die CDU-Politikerin in einer Rede vor der parteinahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin. Von der Leyen kündigte einen konkreten Investitionsplan an. Außerdem sollen nach ihren Vorstellungen Teile der Europäischen Investitionsbank in eine Klimaschutzbank umgewandelt werden. Ziel sei es, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen.
    Trumps Stabschef ignoriert Vorladung des Kongresses in Ukraine-Affäre
    Der Stabschef im Weißen Haus, Mick Mulvaney, ist trotz einer Vorladung des US-Kongresses nicht zu einer Zeugenaussage erschienen. Mulvaney berief sich auf seine Immunität als einer der engsten Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump. Die Opposition hatte Mulvaney im Zuge der US-Kongressuntersuchung zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Trump zu einer Aussage aufgefordert. Die Untersuchung des von den Demokraten kontrollierten Repräsentantenhauses soll prüfen, ob Trump die Ukraine dazu gedrängt hat, Ermittlungen gegen innenpolitische Rivalen Trumps anzustreben.
    Brasiliens Ex-Präsident Lula wieder auf freiem Fuß
    In Brasilien ist der frühere Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva aus der Haft entlassen worden. Der 74-Jährige saß gut anderthalb Jahre lang im Polizeipräsidium der südbrasilianischen Stadt Curitiba hinter Gittern. Er war wegen Korruption zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Beim Verlassen des Gebäudes wurde Lula von zahlreichen Anhängern mit Jubel empfangen. Zuvor hatte das Oberste Gericht Brasiliens entschieden, dass verurteilte Straftäter ihre Haft nicht antreten müssen, bevor sie alle Rechtsmittel ausgeschöpft haben.
    UN registrieren fast 270 Tote bei Protesten im Irak
    Bei den schweren Unruhen im Irak sind laut den Vereinten Nationen (UN) seit Anfang Oktober landesweit 269 Todesfälle und mindestens 8000 Verletzte registriert worden. Das teilte das Hochkommissariat für Menschenrechte in Genf mit. Die Dunkelziffer könnte viel höher liegen. Die Sicherheitskräfte gingen mit rücksichtsloser Gewalt gegen Protestierende vor. Vor allem junge Arbeitslose hatten vor Wochen mit Protestzügen gegen die miserable Beschäftigungslage begonnen. Das UN-Hochkommissariat fordert ein Ende der Gewalt. Die Regierung in Bagdad müsse auf die Anliegen der Demonstrierenden eingehen.
    Bundeswehr bekommt angeblich 80 neue Panzer
    Die Große Koalition will nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" die Bundeswehr mit 80 weiteren "Leopard"-Panzern der neuesten Bauart ausrüsten. Das habe der Verteidigungsausschuss mit den Stimmen von CDU, CSU und SPD beschlossen. Bezahlt werden sollen die Panzer demnach aus Haushaltsmitteln, die für andere Waffenprojekte vorgesehen waren, aber wegen Lieferverzögerungen noch nicht ausgegeben wurden. Grund für die Anschaffung seien Befürchtungen beim Heer, dass Deutschland seine Verpflichtungen bei der NATO nicht einhalten könne.
    Fußball-Bundesliga: Köln trennt sich nach weiterer Niederlage von Sportchef Veh
    Im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga hat Köln zu Hause gegen Hoffenheim mit 1:2 verloren. Die Kölner kassierten damit am 11. Spieltag ihre 8. Saisonniederlage. Als Konsequenz teilte der Verein unmittelbar nach dem Spiel mit, der eigentlich noch bis Mitte nächsten Jahres laufende Vertrag mit Sportchef Armin Veh werde mit sofortiger Wirkung aufgelöst.
    8 min
  • 08.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Michael Bloomberg will US-Präsident werden
    Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg bereitet sich offenbar auf einen Einstieg in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den US-Demokraten vor. Mehrere Medien, darunter die "New York Times", berichteten, der 77-Jährige werde in dieser Woche voraussichtlich die Unterlagen für seine Kandidatur einreichen. Im März hatte der Milliardär eine Kandidatur bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 noch ausgeschlossen. Seit Wochen habe er mit dem Gedanken gespielt, sich nun doch um den Einzug ins Weiße Haus zu bewerben. Die endgültige Entscheidung stehe aber noch aus.
    Trump muss Millionen für Missbrauch von Stiftungsgeldern zahlen
    Weil US-Präsident Donald Trump seine inzwischen aufgelöste Stiftung für politische und persönliche Interessen zweckentfremdet hat, muss er nun umgerechnet 1,8 Millionen Euro an Wohltätigkeitsorganisationen zahlen. Das entschied ein Gericht in New York. Die Zahlung ist Teil einer Vereinbarung zur Beilegung des Rechtsstreits rund um die Trump-Stiftung. Die Staatsanwaltschaft warf Trump und seinen drei ältesten Kindern mit Blick auf die Stiftung in einer Klage unerlaubte Eigengeschäfte vor. So hätten die Trumps Spenden gesammelt, um damit den Präsidentschaftswahlkampf 2016 zu beeinflussen.
    Rechtsextremismus-Verdacht beim Verfassungsschutz
    Das Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln hat einen Mitarbeiter unter dem Verdacht des Rechtsextremismus vom Amt suspendiert. Das bestätigte der Chef des deutschen Inlands-Nachrichtendienstes, Thomas Haldenwang. Eine Sprecherin sagte, seit Mai gebe es gegen einen Beamten disziplinarische Ermittlungen. Nach Recherchen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" soll es sich um einen Verfassungsschützer handeln, der seit acht Jahren im Amt in Köln-Chorweiler arbeitet. Der Mann soll unter anderem in einer WhatsApp-Gruppe rechtsradikale Äußerungen gemacht haben.
    Student stirbt bei Protesten von Hongkong
    Am Rande der Anti-Regierungsproteste in Hongkong ist ein Student nach einem Sturz von einem Parkhaus gestorben. Wie die Hongkonger Krankenhaus-Behörde mitteilte, starb der 22-Jährige an seinen schweren Verletzungen. Der Informatik-Student war am Montag von einem Parkhaus gestürzt, in dessen Nähe es zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten gekommen war. Bis zu seinem Tod lag er im Koma. Mitglieder der Protestbewegung hatten wütend und bestürzt auf das Unglück reagiert. Viele werfen der Polizei vor, für den Sturz verantwortlich zu sein.
    Tote bei Erdbeben im Iran
    Bei einem Erdbeben im Nordwesten des Irans sind mindestens fünf Menschen getötet und viele verletzt worden. Das berichteten iranische Staatsmedien unter Berufung auf Behörden. Sie rechneten mit weiteren Opfern. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ereigneten sich die Erdstöße am frühen Freitagmorgen rund 50 Kilometer nordöstlich von Hashtrud, einer Stadt in Richtung der Grenzen zu Armenien und Aserbaidschan. Das Innenministerium entsandte mehrere Rettungsteams in die Region. Erdbeben gibt es im Nordwesten des Irans und in der Osttürkei des Öfteren.
    Gericht macht Weg für Freilassung Lulas frei
    Brasiliens Oberstes Gericht hat einen wegweisenden Beschluss gefasst. Mit sechs zu fünf Stimmen entschieden die Richter, dass verurteilte Straftäter bis zur Ausschöpfung aller möglichen Rechtsmittel auf freiem Fuß bleiben dürfen. Damit könnte auch Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva aus der Haft entlassen werden. Er war in zwei Prozessen wegen Korruption zu mehr als 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Lula da Silva bestreitet die Vorwürfe und spricht von einer politischen Verschwörung gegen ihn. Aufgrund seiner Inhaftierung konnte er 2018 nicht an der Präsidentenwahl teilnehmen.
    Flugbegleiter-Streik bei Lufthansa geht in den zweiten Tag
    Lufthansa-Passagiere müssen auch an diesem Freitag mit Flugabsagen und Verspätungen rechnen. Der Konzern strich wegen des zweiten Streiktages der Flugbegleiter 600 Verbindungen. Die Gewerkschaft UFO will das Unternehmen in Verhandlungen über höhere Spesen und Zulagen sowie weitere Verbesserungen zwingen. Für das Wochenende wurden Sondierungsgespräche vereinbart, die in eine Schlichtung münden könnten. An der Fortführung des Arbeitskampfes ändere das aber nichts, bekräftigte ein UFO-Sprecher.
    7 min
  • 07.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Pompeo besucht US-Soldaten in Bayern
    Ein Besuch bei US-Soldaten in Bayern ist die erste Station der Deutschlandreise des amerikanischen Außenministers Mike Pompeo. Im Tagesverlauf will sich der US-Minister dann in Mödlareuth an der ehemaligen innerdeutschen Grenze mit Außenminister Heiko Maas treffen. Gespräche mit Kanzlerin Angela Merkel, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Finanzminister Olaf Scholz sind für Freitag in Berlin geplant. Die US-Regierung wirft dem NATO-Partner Deutschland zu geringe Militärausgaben vor und kritisiert das deutsch-russische Pipeline-Projekt Nord Stream 2.
    Iran nimmt Urananreicherung in Fordo wieder auf
    Der Iran hat die Urananreicherung in der Atomanlage Fordo offiziell wiederaufgenommen. Das teilte die iranische Atomenergiebehörde mit. Präsident Hassan Rohani hatte die sogenannte "vierte Etappe" des schrittweisen Rückzugs aus dem Atomabkommen zuvor angekündigt und damit international Besorgnis ausgelöst. In der Folge des 2015 geschlossenen Atomabkommens war die Urananreicherung in der unterirdischen Anlage eingefroren worden. US-Präsident Donald Trump war im Mai 2018 aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen. Der Iran hielt sich zunächst weiter an die Vereinbarungen.
    Kolumbiens Verteidigungsminister Botero tritt zurück
    Kolumbiens Verteidigungsminister Guillermo Botero ist vor einem drohenden Misstrauensvotum im Parlament zurückgetreten. Der Minister war in die Kritik geraten, nachdem die Armee ein Lager von Dissidenten der ehemaligen FARC-Guerilla bombardiert hatte. Bei dem Angriff im südlichen Caquetá im August waren nach Angaben eines Senators unter anderem acht Kinder und Jugendliche getötet worden. Der Senator wirft Botero vor, Informationen zu dem Vorfall verschwiegen zu haben. Armeechef Luis Fernando Navarro wurde zum Interimsminister ernannt.
    Twitter-Mitarbeiter sollen für Saudis spioniert haben
    US-Staatsanwälte beschuldigen zwei ehemalige Angestellte des Online-Netzwerks Twitter, im Auftrag Saudi-Arabiens spioniert zu haben. Die entsprechenden Unterlagen wurden bei einem Gericht in San Francisco eingereicht. Demnach sollen die beiden Männer, ein US-Bürger und ein saudischer Bürger, ihre Stellung bei dem Internetkonzern dazu benutzt haben, private Kontoinformationen von Regierungskritikern zu beschaffen. Unter den Opfern war den Angaben zufolge auch ein bekannter Journalist.
    Kalifornien klagt gegen Facebook
    Facebook droht in den USA weiterer rechtlicher Ärger. Der Bundesstaat Kalifornien will den Konzern per Gerichtsbeschluss zur Kooperation bei Ermittlungen zu möglichen Datenschutz-Verstößen und zur Herausgabe von Dokumenten zwingen. Er habe beim Obersten Gerichtshof Kaliforniens Klage eingereicht, teilte Generalstaatsanwalt Xavier Becerra in San Francisco mit. Die kalifornische Staatsanwaltschaft ermittelt schon seit Juni 2018 gegen den Online-Riesen, wie jetzt bekannt wurde. Auslöser war der Cambridge-Analytica-Skandal. Der Konzern ist in den USA mit verschiedenen Ermittlungen konfrontiert.
    Lufthansa-Flugbegleiter sind im Streik
    Bei der Lufthansa hat in der Nacht zum Donnerstag ein 48-Stunden-Streik der Flugbegleiter begonnen. Die größte deutsche Fluglinie strich für die nächsten beiden Tage 1300 Verbindungen. An den Drehkreuzen München und Frankfurt bleiben viele Maschinen am Boden. 180.000 Passagiere sind betroffen, ihnen wurde angeboten, auf andere Gesellschaften und Tage sowie auf Bahnfahrten umzubuchen. Die Gewerkschaft UFO fordert für die 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse.
    Bayern München im Achtelfinale der Champions League
    Bayern München hat als erste Mannschaft das Achtelfinale der Fußball-Champions-League erreicht. Im ersten Spiel unter der Leitung von Interimstrainer Hansi Flick gewann der deutsche Rekordmeister 2:0 gegen Olympiakos Piräus und löste vorzeitig das Ticket für die nächste Runde. Bundesligist Bayer Leverkusen feierte im vierten Spiel der Champions League den ersten Sieg. Gegen Atletico Madrid setzte sich das Team von Trainer Peter Bosz 2:1 durch und darf damit noch auf den Achtelfinaleinzug hoffen.
    8 min
  • 06.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weiterer US-Botschafter belastet Trump in der Ukraine-Affäre
    In der Ukraine-Affäre gerät US-Präsident Donald Trump durch eine revidierte Aussage des US-Botschafters bei der EU, Gordon Sondland, weiter unter Druck. Sondland erklärte nun ebenfalls, dass er den Eindruck gehabt habe, dass es einen Zusammenhang zwischen den zurückgehaltenen US-Hilfen für die Ukraine und Trumps Dringen auf Ermittlungen zu den Ukraine-Geschäften seines innenpolitischen Rivalen Joe Biden gegeben habe. Zuvor hatte bereits der geschäftsführende US-Botschafter in Kiew, William Taylor, ausgesagt, dass Trump Militärhilfen für die Ukraine gezielt zurückgehalten habe.
    US-Regierung verurteilt Irans Urananreicherung
    Die USA verurteilen die Aktivitäten Irans zur Urananreicherung scharf. Die Ausweitung der Urananreicherung unter Missachtung der nuklearen Verpflichtungen aus dem Atomabkommen sei "ein großer Schritt in die falsche Richtung", sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Hintergrund ist die Ankündigung der Regierung in Teheran, Urangas in die Zentrifugen in der unterirdischen Anreicherungsanlage Fordow zu injizieren. Die USA waren 2018 einseitig aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen. Nach diesem Abkommen darf der Iran die Zentrifugen zwar laufen lassen, aber kein Gas einleiten.
    Große Koalition zieht positive Halbzeitbilanz
    Die Bundesregierung hat zur Halbzeit der Legislaturperiode den Anspruch zum Weitermachen bekräftigt. Zusammen mit den Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD habe die Koalition viel erreicht und umgesetzt - aber es bleibe auch noch viel zu tun, heißt es in der gut 80-seitigen Zwischenbilanz, die verschiedenen Zeitungen vorliegt. Die Bestandsaufnahme orientiert sich demnach an den 13 Kapiteln des Koalitionsvertrages und listet alle Vorhaben auf, die bis Anfang November 2019 bearbeitet wurden.
    Britisches Parlament vor Neuwahl aufgelöst
    Das britische Unterhaus ist kurz nach Mitternacht aufgelöst worden. Am 12. Dezember sollen die Briten ein neues Parlament wählen. Zusammentreten sollen die Abgeordneten dann erstmals wieder am 16. Dezember. Premierminister Boris Johnson will mit dem vorgezogenen Urnengang das Patt im Brexit-Streit auflösen. Ob ihm das gelingen wird, ist jedoch ungewiss. Obwohl seine Konservativen in den Umfragen führen, ist nicht ausgeschlossen, dass es wieder keiner der beiden großen Parteien für eine absolute Mehrheit reicht.
    Über 11.000 Wissenschaftler warnen vor Klima-Notfall
    Mehr als 11.000 Wissenschaftler aus 153 Ländern warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor einem weltweiten Klima-Notfall. Wenn sich das menschliche Verhalten nicht grundlegend und anhaltend ändere, sei "unsägliches menschliches Leid" nicht mehr zu verhindern, heißt es in der Erklärung. Die Forscher fordern den Umstieg auf erneuerbare Energien, die Reduzierung des Ausstoßes von Stoffen wie Methan und Ruß, besseren Schutz von Ökosystemen, Konsum von mehr pflanzlichen und weniger tierischen Produkten, nachhaltige Veränderung der Weltwirtschaft und Eindämmung des Anwachsens der Weltbevölkerung.
    Mindestens 15 Tote bei Angriff in Thailand
    Bei einem Angriff mutmaßlicher Separatisten sind im muslimischen Süden Thailands mindestens 15 Menschen getötet worden. Die Angreifer hätten Sicherheitskräfte und Bewohner in dem Dorf in der Provinz Yala attackiert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Täter gehörten jenen Gruppierungen an, "die den Frieden in den drei südlichen Grenzprovinzen stören" - mit solchen Worten werden die muslimischen Aufständischen im Süden des Landes beschrieben. Einem örtlichen Armeesprecher zufolge galt der Überfall einem Wachposten, der mit freiwilligen Sicherheitskräften besetzt war.
    Dortmund und Leipzig siegen in der Champions-League
    Die Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und RB Leipzig haben ihre Partien am 4. Spieltag der Champions League gewonnen. Dortmund siegte nach einem 0:2-Rückstand zur Pause noch 3:2 gegen Inter Mailand und rückte damit in seiner Gruppe auf Platz 2 vor. RB Leipzig kam beim russischen Meister Zenit St. Petersburg zu einem verdienten 2:0. Damit stehen die Sachsen dicht vor dem erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde der Königsklasse. Ein Remis im nächsten Gruppenspiel würde Leipzig bereits zum Einzug ins Achtelfinale reichen.
    8 min
  • 05.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Regierung kündigt offiziell Beteiligung am Pariser Klimaabkommen
    Die USA haben die Vereinten Nationen offiziell über ihren Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen informiert. Das teilte das US-Außenministerium mit. Der Austritt wird frühestens einen Tag nach der US-Präsidentenwahl am 3. November 2020 wirksam. US-Präsident Donald Trump hatte bereits mehrfach die Aufkündigung des Abkommens angekündigt, das die Treibhausgasemissionen reduzieren soll. Trumps Vorgänger Barack Obama hatte das Pariser Klimaabkommen im Jahr 2016 unterzeichnet. Die Vereinigten Staaten sind - hinter China - der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasen.
    Zusammenstöße bei neuen Massenprotesten in Chile
    In Chile haben erneut zehntausende Menschen gegen die Sozialpolitik der Regierung protestiert. In der Hauptstadt Santiago kam es im Anschluss an eine friedliche Demonstration zu gewaltsamen Zusammenstößen, wie lokale Medien berichten. Vermummte warfen Molotow-Cocktails und errichteten brennende Straßenbarrikaden. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse ein. Laut den Berichten gab es auch in den Städten Viña del Mar, Valparaíso und Concepción Plünderungen und Vandalismus. Die Demonstranten fordern eine Renten- und Verfassungsreform sowie Verbesserungen im Gesundheits- und Bildungswesen.
    Xi spricht Hongkongs Regierungschefin Lam Vertrauen aus
    Vor dem Hintergrund andauernder Proteste hat sich Chinas Präsident Xi Jinping hinter Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam gestellt. Die Zentralregierung habe großes Vertrauen in sie und sei von ihrer Arbeit voll und ganz überzeugt, sagte Xi laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua bei einem Treffen mit Lam in Shanghai. Es war die erste offizielle Zusammenkunft mit Lam seit Ausbruch der Proteste in Hongkong. Seit dem 9. Juni kommt es in Hongkong zu teils gewaltsamen Protesten gegen die Regierung und den wachsenden Einfluss der Pekinger Führung auf die ehemalige britische Kronkolonie.
    Länger und mehr Fördergeld für Elektroautos in Deutschland
    Die Kaufprämie für Elektro-Autos in Deutschland wird um bis zu 50 Prozent angehoben und das Programm bis 2025 verlängert. Darauf haben sich die Bundesregierung und die Autoindustrie bei einem Treffen im Kanzleramt geeinigt. So soll die Prämie für rein elektrische Autos bis zu einem Listenpreis von 40.000 Euro auf 6000 Euro steigen. Für Autos mit einem Listenpreis von mehr als 40.000 Euro soll der Zuschuss bei 5000 Euro liegen. Die Kosten wollen Bund und Autoindustrie weiter jeweils zur Hälfte übernehmen. Zudem sollen bis 2022 zusätzlich 50.000 öffentliche Ladepunkte errichtet werden.
    Schriftsteller Ahmet Altan kommt aus türkischer Haft frei
    Nach mehr als drei Jahren Haft hat ein türkisches Gericht die Freilassung des Schriftstellers und Journalisten Ahmet Altan angeordnet. Dasselbe gilt auch für die Journalistin Nazli Ilicak. Beide wurden jedoch zu mehrjährigen Haftstrafen wegen Unterstützung einer Terrororganisation verurteilt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtet. Altan wurde demnach zu zehn Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, Ilicak erhielt eine Strafe von acht Jahren und neun Monaten. Die beiden Journalisten wurden unter Auflagen freigelassen, sie müssen sich regelmäßig bei der Polizei melden.
    Britisches Unterhaus hat neuen "Speaker"
    Der Labour-Abgeordnete Lindsay Hoyle ist zum neuen Präsidenten des britischen Unterhauses gewählt worden. Der bisherige Stellvertreter von "Speaker" John Bercow setzte sich in der vierten Wahlrunde gegen seinen Parteifreund Chris Bryant durch. Er werde neutral sein und transparent arbeiten, kündigte Hoyle an. Er werde wieder dafür sorgen, dass Respekt und Toleranz gegenüber jedem gezeigt werde, der im Parlament arbeite. Hoyles Vorgänger Bercow hatte vergangene Woche nach zehn Jahren das Amt abgegeben, kurz bevor das Parlament für die vorgezogene Wahl am 12. Dezember aufgelöst wird.
    USA verhängen weitere Sanktionen gegen iranische Führung
    Die USA haben Strafmaßnahmen gegen neun Personen aus dem Umfeld des geistlichen und staatlichen Oberhaupts des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, verhängt. Unter den Betroffenen sind laut US-Finanzministerium einer der Söhne Chameneis und der Chef des Generalstabs der Streitkräfte. Als Grund wurden Fehlverhalten und die - so wörtlich - "destabilisierende Politik" Chameneis genannt. Der Iran ist wie angekündigt von weiteren Teilen des Atomabkommens abgerückt. Man habe mehrere moderne Zentrifugen in Betrieb genommen, um die Anreicherung von Uran zu beschleunigen, hieß es aus Teheran.
    8 min
  • 04.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkei will deutsche IS-Kämpfer abschieben
    Die Türkei will 20 deutsche Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" in die Bundesrepublik zurückschicken. Das teilte ein Vertrauter von Präsident Recep Tayyip Erdogan mit. Seit Beginn der Offensive in Nordsyrien habe man vier deutsche IS-Anhänger festgenommen. 16 weitere Deutsche befänden sich schon länger in Abschiebezentren. Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hatte zuvor kritisiert, dass mehrere europäische Staaten, darunter Großbritannien und die Niederlande, IS-Verdächtigen die Staatsangehörigkeit entzogen hätten.
    Wieder Massenprotest in Beirut
    Im Libanon haben erneut Tausende Menschen gegen die politische Führung des Landes protestiert. Bei den Demonstrationen in der Hauptstadt Beirut und in anderen Städten forderten sie in Sprechchören den "Sturz des Regimes" und eine "Revolution". Sie werfen der politischen Führung Korruption und Missmanagement vor. Die Demonstranten versammelten sich nur wenige Stunden, nachdem Präsident Michel Aoun die Bürger des Landes in einer Fernsehansprache zur Einheit aufgerufen hatte. Aoun hatte die Bildung eines Expertenkabinetts angekündigt.
    US-Handelsminister deutet Verzicht auf Autozölle an
    Im Streit um möglicherweise höhere Importzölle für Autos haben die USA einen Verzicht auf die Pläne in Aussicht gestellt. Man habe sehr gute Gespräche mit europäischen, japanischen und südkoreanischen Freunden geführt, sagte US-Handelsminister Wilbur Ross. Unter anderem seien Verhandlungen mit einzelnen Herstellern über ihre geplanten Investitionen in den USA geführt worden. Er hoffe, es werde dadurch nicht nötig sein, die von seiner Regierung geplanten Restriktionen einzuführen, sagte Ross. Die US-Regierung hatte mit Strafzöllen von 25 Prozent auf Autoimporte gedroht.
    Bolivien stoppt Lithium-Projekt mit deutscher Firma
    Bolivien hat ein Joint Venture zur Lithiumgewinnung mit einem deutschen Unternehmen annulliert. Der Gouverneur des Departements Potosí teilte mit, die Regierung von Präsident Evo Morales habe das Gemeinschaftsprojekt des Staatsunternehmens YLB und der baden-württembergischen Firma ACI Systems per Dekret gestoppt. Es zielte darauf ab, Lithium aus dem Salzsee Uyuni zu gewinnen. In Potosí, wo der See liegt, war es zu Protesten gekommen, weil die dortige Bevölkerung nach Ansicht der Demonstranten zu wenig von dem Projekt profitiert hätte. Lithium wird zur Batterieproduktion benötigt.
    Hamilton vorzeitig Formel-1-Weltmeister
    Lewis Hamilton ist zum sechsten Mal nach 2008, 2014, 2015, 2017 und 2018 Formel-1-Weltmeister. Der Mercedes-Pilot aus Großbritannien wurde beim Großen Preis der USA in Austin/Texas beim vierten Saisonsieg seines Teamkollegen und letzten Titelrivalen Valtteri Bottas Zweiter. Das Podium komplettierte Max Verstappen im Red Bull. Hamilton kann damit bei zwei ausstehenden Rennen nicht mehr von der Spitze der Fahrerwertung verdrängt werden. Der 34-Jährige hat damit nur noch einen Titel weniger auf dem Konto als Rekordchampion Michael Schumacher.
    FC Bayern entlässt Cheftrainer Kovac
    Der Fußballclub Bayern München hat sich von seinem Trainer Niko Kovac getrennt. Der Schritt sei im beiderseitigen Einvernehmen erfolgt, teilte der Verein mit. Die Leistungen und Resultate der vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass Handlungsbedarf bestehe. Bis auf Weiteres werde Co-Trainer Hans-Dieter Flick die Mannschaft betreuen. Wenige Stunden zuvor hatten noch mehrere Medien übereinstimmend berichtet, dass Kovac zunächst Trainer bleibe. Kovac erklärte, er halte die Entscheidung für die richtige für den Klub. Am Samstag hatten die Münchner bei Eintracht Frankfurt mit 1 zu 5 verloren.
    8 min
  • 02.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-DateiMerkel wirbt für neues Freihandelsabkommen mit Indien
    Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Verhandlungen der Europäischen Union mit Indien über ein neues Freihandelsabkommen voranbringen. Sie sagte auf einer Veranstaltung der deutsch-indischen Auslandshandelskammer in Neu-Delhi, für ein solches Abkommen werde ein neuer Anlauf gebraucht. Die Gespräche waren 2013 ins Stocken geraten. Merkel versprach zudem mehr deutsche Investitionen, vor allem bei der indischen Infrastruktur. Zudem warb die Kanzlerin um mehr indische Studenten, denn Deutschland brauche mehr Fachkräfte. Die Kanzlerin beendet an diesem Samstag ihren zweitägigen Besuch in Indien.
    "Große Fortschritte" bei Handelsgesprächen
    Der erste Teil des geplanten Handelsabkommens zwischen den USA und China soll in den Vereinigten Staaten unterschrieben werden. Das sei auch für Chinas Präsident Xi Jinping in Ordnung, sagte US-Präsident Donald Trump in Washington. Sein Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte zuvor erklärt, mehrere Kapitel - jene zu Agrarprodukten, Finanzdienstleistungen und Währungsfragen - seien "praktisch fertig". An anderer Stelle gebe es große Fortschritte. Auch aus dem chinesischen Handelsministerium hieß es, beide Seiten hätten eine "Einigung auf Grundsätze" erreicht.
    Blutige Attacke auf Soldaten in Mali
    Bei einer der schwersten Attacken auf die Armee im westafrikanischen Mali sind mehr als 50 Soldaten getötet worden. Kommunikationsminister Yaya Sangaré sprach von einem "Terrorangriff". Ziel war ein Militärstützpunkt in Indelimane im Gebiet Ménaka nahe der Grenze zu Niger. Bisher bekannte sich niemand zu dem Angriff, dem malischen Militär machen aber immer wieder Überfälle islamistischer Milizen zu schaffen.
    "Alan Kurdi" darf in Süditalien anlegen
    Nach tagelanger Blockade des deutschen Seenotrettungsschiffs "Alan Kurdi" ist eine Einigung zur Verteilung der 88 Migranten an Bord erzielt worden. Deutschland und Frankreich nähmen 60 der aus dem Mittelmeer geretteten Menschen auf, teilte das italienische Innenministerium mit. Portugal habe sich zur Aufnahme von fünf Migranten bereiterklärt, Irland nehme zwei von ihnen auf. Die "Alan Kurdi" soll nun den Hafen von Tarent in der Region Apulien ansteuern.
    Israel fliegt nach Raketenbeschuss Angriffe auf Ziele im Gazastreifen
    Bei Luftangriffen der israelischen Armee im Gazastreifen ist nach palästinensischen Angaben ein Mann getötet worden. Zwei weitere wurden verletzt, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Aus dem Palästinensergebiet waren am Freitag mindestens zehn Raketen auf Israel abgeschossen worden, eine davon beschädigte ein Haus in der südisraelischen Stadt Sderot. Israel macht die radikalislamische Hamas für die Angriffe verantwortlich. Die im Gazastreifen herrschende Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.
    Hoffenheim setzt Siegesserie fort
    In der ersten Fußball-Bundesliga ist die TSG Hoffenheim mit dem vierten Sieg in Folge zumindest vorübergehend in die Spitzengruppe vorgestoßen. Zum Auftakt des 10. Spieltages gewann die Mannschaft von Chefcoach Alfred Schreuder am Freitagabend 3:0 gegen Aufsteiger SC Paderborn. Hoffenheim belegt nun Platz 5, Paderborn bleibt Tabellenletzter.
    6 min
  • 01.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Machthaber Assad lehnt Kramp-Karrenbauers Syrienplan ab
    Syriens Präsident Baschar al-Assad hat den Vorschlag von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer abgelehnt, eine internationale Sicherheitszone im Norden des Bürgerkriegslandes einzurichten. Letzlich würde das zu einer Teilung Syriens führen, sagte Assad. Gleichzeitig lobte er das Abkommen Russlands und der Türkei zum Abzug der Kurden aus diesem Gebiet. Allerdings schloss er einen Krieg mit Ankara nicht aus.
    Merkel trifft indischen Premier Modi
    Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zum Auftakt der fünften deutsch-indischen Regierungskonsultationen in der Hauptstadt Neu-Delhi von Premierminister Narendra Modi mit militärischen Ehren empfangen worden. Merkel würdigte bei ihrem Besuch die tiefen Beziehungen beider Länder. Bei den inzwischen fünften Konsultationen, zu denen die Kanzlerin mit mehreren Ministern nach Indien gereist ist, sollen zahlreiche Abkommen unterzeichnet werden. Im Zentrum stehen die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, außerdem geht es um Themen wie Digitalisierung und Klimaschutz.
    Nordkorea will "supergroßen" Mehrfachraketenwerfer getestet haben
    Bei ihrem jüngsten Waffentest hat die selbst erklärte Atommacht Nordkorea eigenen Angaben zufolge ein weiteres "supergroßes" Mehrfach-Raketenwerfersystem erprobt. Zweck des Waffensystems sei es, "Gruppenziele des Feindes" bei einem Überraschungsangriff zu zerstören. Machthaber Kim Jong Un sei zufrieden, meldet die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.
    Nach Absage Chiles könnte Madrid Gastgeber für Klimagipfel werden
    Nach der Absage der UN-Klimakonferenz in Chile hat sich Madrid als Austragungsort angeboten. Die Bundesregierung und die Klimachefin der Vereinten Nationen, Patricia Espinosa, begrüßten den Vorstoß der spanischen Regierung. Damit könne die Konferenz wie geplant vom 2. bis 13. Dezember stattfinden, teilte Espinosa mit. Nachdem die chilenische Regierung am Donnerstag die Konferenz wegen sozialer Proteste im Land überraschend abgesagt hatte, war Bonn schnell als möglicher Ersatz im Gespräch gewesen. Dort hat das UN-Klimasekretariat seinen Sitz.
    IS verkündet Nachfolger für al-Bagdadi
    Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat den Tod ihres Anführers Abu Bakr al-Bagdadi bestätigt und einen Nachfolger benannt. Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraischi sei der neue Chef, teilte der IS in einer Audio-Botschaft über seinen Medienkanal Al-Furkan mit. Die Miliz bestätigte darin auch den Tod des ranghohen Mitglieds Abu al-Hassan al-Muhadschir. US-Spezialkräfte hatten al-Bagdadi vergangenes Wochenende in einem Gehöft in Nordwestsyrien aufgespürt. Kurz vor der Gefangennahme sprengte er sich in die Luft. Bei der Aktion wurden nach Angaben der USA noch fünf weitere IS-Kämpfer getötet.
    US-Demokraten treiben Amtsenthebungsverfahren gegen Trump voran
    Die US-Demokraten sind bei ihren Bemühungen um ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump einen Schritt weitergekommen. Das von ihnen dominierte Repräsentantenhaus stimmte dafür, das Verfahren voranzutreiben und die weiteren Regeln festzulegen. Bei dem Votum handelte es sich noch nicht um eine Abstimmung über die Eröffnung des Verfahrens. Anlass für die Aktivitäten ist das Telefonat Trumps mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj. Der US-Präsident soll Selenskyj dabei gedrängt haben, Nachforschungen zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden anzustellen.
    Steinmeier dankt USA für Unterstützung bei der Wiedervereinigung
    Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den USA für ihre maßgebliche Rolle bei der Wiedervereinigung gedankt. Deutschland verdanke Amerika seine Einheit in Freiheit, sagte Steinmeier im Goethe-Institut in Boston. Der Bundespräsident war zum Abschluss des Deutschlandjahres nach Boston gereist. Ein Jahr lang hatte sich die Bundesrepublik in den USA unter dem Motto "Wunderbar together" mit rund 2000 Veranstaltungen präsentiert.
    7 min
  • 31.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Autokonzerne PSA und Fiat Chrysler wollen fusionieren
    Der französische Opel-Mutterkonzern PSA und der italienisch-amerikanische Automobilhersteller Fiat Chrysler (FCA) planen einen Zusammenschluss. Beide Unternehmen teilten mit, sie hätten sich auf offizielle Fusionsgespräche verständigt. Ziel sei, die Kräfte zu bündeln, um ein weltweit führendes Unternehmen in Zeiten nachhaltiger Mobilität zu bilden. Der geplante Automobilriese soll je zur Hälfte den Anteilseignern von FCA und PSA gehören. Mit der Fusion soll der viertgrößte Automobilhersteller der Welt entstehen mit einem angestrebten Absatz von 8,7 Millionen Fahrzeugen pro Jahr, wie es hieß.
    Viele Tote bei Brand in pakistanischem Zug
    Bei einem schweren Unglück in einem Zug im Südosten Pakistans sind mindestens 65 Menschen ums Leben gekommen, viele weitere wurden verletzt. Auslöser des Feuers war die Explosion eines Gaskochers, mit dem Passagiere ihr Frühstück zubereiten wollten, wie die Polizei mitteilte. Das dabei verwendete Bratöl habe das Feuer zusätzlich angefacht. Drei Waggons seien durch den Brand zerstört worden. Viele seien gestorben, als sie versucht hätten, sich mit einem Sprung aus dem fahrenden Zug zu retten. Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Stadt Rahim Yar Khan in der südlichen Provinz Punjab.
    Suche nach Ersatzstandort für Weltklimakonferenz
    Nach der Absage Chiles, im Dezember die Weltklimakonferenz auszurichten, wird nach einer Alternative gesucht. Nordrhein-Westfalen erklärte sich bereit, mit seinem UN-Standort Bonn einzuspringen. Unklar ist, in welchem Umfang sich eine solche Großtagung binnen weniger Wochen noch vorbereiten lässt. Chile hatte wegen der schweren Proteste im Land die Ausrichtung abgesagt. Die Weltklimakonferenz gilt als einer der bedeutendsten Gipfel der Vereinten Nationen und ist mit mehreren Zehntausend Besuchern und Abgesandten mit erheblichem organisatorischen Aufwand verbunden.
    Assad ruft Kurden zum Kampf gegen Türkei auf
    Die syrische Regierung hat die von der Kurdenmiliz YPG dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) zum gemeinsamen Kampf gegen die Türkei im Norden des Landes aufgerufen. Kurden und Araber hätten einen Feind und sollten sich deshalb vereinen, erklärte das Verteidigungsministerium in Damaskus. Türkische Truppen waren am 9. Oktober in Nordsyrien einmarschiert. Sie vertrieben die YPG-Kämpfer, die Ankara wegen ihrer Nähe zu den türkischen PKK-Rebellen als Terroristen ansieht, aus der Grenzregion.
    Twitter verbannt politische Werbung
    Das Online-Netzwerk Twitter will künftig kein Geld mehr mit politischen Werbeanzeigen verdienen. Vom 22. November an seien bezahlte Anzeigen für politische Kandidaten oder Themen auf der Plattform nicht mehr erlaubt, kündigte Unternehmenschef Jack Dorsey in einer Reihe von Tweets an. Internetwerbung sei unglaublich machtvoll. Diese Macht könne in der Politik aber auch dazu missbraucht werden, Wahlergebnisse und damit das Leben von Millionen von Menschen zu beeinflussen, argumentiert Dorsey. Internetgigant Facebook will politische Werbeanzeigen aber weiterhin ungeprüft zulassen.
    Hinterbliebene kritisieren Feuerwehr wegen Grenfell-Brand
    Überlebende und Hinterbliebene der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower haben nach der Veröffentlichung des Untersuchungsberichts das Verhalten der britischen Feuerwehr scharf kritisiert. In dem Bericht ist von einem "systemischen Versagen" der Brandschützer die Rede. Sie hatten die Bewohner angewiesen, in ihren Wohnungen zu bleiben. Als "Hauptgrund" für das Feuer wird in dem fast 1000 Seiten starken Dokument die leicht brennbare Fassadenverkleidung benannt. Die Feuerwehrgewerkschaft wies alle Vorwürfe zurück. Bei dem Brand im Juni 2017 waren mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen.
    9 min

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