Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 18.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kurdische Streitkräfte wollen Feuerpause akzeptieren
    Die von der Kurden-Miliz YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) sind bereit, die zwischen den USA und der Türkei ausgehandelte Feuerpause für Nordsyrien zu akzeptieren. Maslum Abdi, Kommandant der SDF, sagte dem kurdischen Sender Ronahi TV, die SDF würden "alles tun", damit die Waffenruhe "ein Erfolg" werde. Nach Gesprächen mit US-Vizepräsident Mike Pence hatte die Türkei mitgeteilt, den Militäreinsatz fünf Tage lang zu stoppen. Nach kurdischen Angaben gilt die Vereinbarung aber nur für das Gebiet zwischen den Städten Ras al-Ain und Tall Abjad.
    Chinas Wirtschaftswachstum fällt zurück
    Wegen des Handelsstreits mit den USA und der schwachen Inlandsnachfrage hat sich Chinas Wirtschaftswachstum auf den niedrigsten Wert seit fast 30 Jahren abgeschwächt. Im dritten Quartal legte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nur noch um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Im ersten Quartal waren 6,4 Prozent und im zweiten 6,2 Prozent erreicht worden. Das langsamere Wachstum in der Volksrepublik und in den USA bremst die Weltwirtschaft und verschlechtert die Aussichten für Deutschland. China ist Deutschlands größter Handelspartner.
    USA setzen Strafzölle auf EU-Importe in Kraft
    Die USA belegen Importe aus Europa mit neuen Strafzöllen. Bei der Einfuhr von Produkten wie Käse, Wein, Butter und Olivenöl werden zusätzlich 25 Prozent Zoll erhoben. Beim Import von Flugzeugen sind es zehn Prozent. Die USA hatten die Zölle Anfang Oktober angekündigt als Vergeltung für rechtswidrige EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus. Die Welthandelsorganisation (WTO) hatte der US-Regierung das Recht zugesprochen, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben. Brüssel droht nun seinerseits mit Strafzöllen.
    Bangen um Brexit-Mehrheit im Unterhaus
    Nach dem Brexit-Deal mit der EU muss der britische Premierminister Boris Johnson den Vertrag am Samstag durch das Parlament bringen. Es gibt massiven Widerstand vieler Abgeordneter, Johnson hat keine eigene Mehrheit im Unterhaus. Die oppositionelle Labour-Partei will dem am Donnerstag erreichten Kompromisspapier nicht zustimmen und auch Johnsons parlamentarischer Partner, die nordirische Protestantenpartei DUP, ist gegen den Deal.
    Innenminister beraten über Antisemitismus
    Bundesinnenminister Horst Seehofer und seine Länderkollegen beraten über Konsequenzen aus dem antisemitischen Anschlag von Halle in Sachsen-Anhalt. Seehofer will ein Sechs-Punkte-Programm vorlegen, das unter anderem eine personelle Aufstockung der Polizei und einen besseren Schutz jüdischer Einrichtungen vorsieht. Der Minister will zudem eine Meldepflicht für Hass und Hetze im Internet sowie ein schärferes Waffenrecht durchsetzen. In Halle hatte vergangene Woche ein 27-jähriger Deutscher zwei Menschen erschossen. Zuvor versuchte er vergeblich, in die Synagoge einzudringen.
    Aufruf zu Großdemonstration und Generalstreik in Katalonien
    Die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter haben für diesen Freitag zu einem Generalstreik und umfassenden Protesten aufgerufen. In Barcelona soll eine Großdemonstration stattfinden, für die sich seit Mittwoch tausende Menschen aus der Region zu Fuß auf den Weg gemacht haben. Hintergrund ist die Verurteilung von neun Anführern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Spaniens Oberster Gerichtshof hatte am Montag Haftstrafen von bis zu 13 Jahren gegen prominente Politiker der Bewegung verhängt. Seither gab es jede Nacht heftige Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei.
    Venezuela lässt 24 inhaftierte Oppositionspolitiker frei
    Die Regierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro will 24 politische Häftlinge freilassen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, ist dies ein Resultat des Dialogs der Regierung mit einem kleineren Teil der Opposition, der vom selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó abgelehnt wird. Die Ankündigung kam kurz nachdem Venezuela in den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen gewählt worden war. Zahlreiche Organisationen und Länder hatten versucht, diese Wahl zu verhindern, da Venezuelas Führung selbst Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.
    8 min
  • 17.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kurden stoppen den Kampf gegen die IS-Terrormiliz
    In Folge der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien haben die kurdischen Milizen ihre Kampfeinsätze gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in der Region ausgesetzt. Das teilte der Chef der Syrischen Demokratischen Kräfte dem kurdischen Fernsehen mit. Der UN-Sicherheitsrat hatte sich zuvor in einer Erklärung besorgt über die Gefahr entflohener IS-Anhänger aus Gefängnissen in Nordsyrien geäußert. Man befürchte, dass sich der IS wieder ausbreiten könnte, hieß es. In den USA verurteilte das Repräsentantenhaus mit den Stimmen von Demokraten und Republikanern den Abzug der US-Soldaten.
    USA drohen der Türkei mit weiteren Sanktionen
    Die US-Regierung hat der Türkei weitere Sanktionen angedroht, falls Ankara seine Militäroffensive gegen Kurden in Nordsyrien nicht stoppt. Finanzminister Steven Mnuchin sagte in Washington, er sei überzeugt, dass Sanktionen ein wirksames Mittel seien. Die USA haben bereits Sanktionen gegen drei türkische Minister und zwei Ministerien verhängt, ebenso wie Strafzölle auf türkischen Stahl. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weist die Forderung nach einer Waffenruhe zurück. US-Vizepräsident Mike Pence und US-Außenminister Mike Pompeo wollen an diesem Donnerstag in Ankara in dem Streit vermitteln.
    Noch immer kein Ende im Brexit-Poker
    Bei den Brexit-Beratungen in Brüssel gibt es noch keinen Durchbruch. Die britische Kulturministerin Nicky Morgan sagte im Fernsehen, zwar existiere eine gute Chance auf eine Vereinbarung, doch noch sei es nicht so weit. Zuvor hatte sich bereits EU-Chefunterhändler Michel Barnier optimistisch geäußert. Es gebe gute Fortschritte, sagte er. Ein wesentlicher Streitpunkt ist derzeit die künftige Mehrwertsteuerregelung für die britische Provinz Nordirland. Ziel der Verhandlungen ist ein neuer Brexit-Vertragsentwurf, den der anstehende EU-Gipfel in Brüssel billigen könnte.
    Erneute Krawalle in Barcelona
    In Barcelona ist es am Mittwochabend erneut zu schweren Ausschreitungen von katalanischen Unabhängigkeitsbefürwortern gekommen. Laut Medienberichten wurden Autos angezündet und brennende Barrikaden errichtet. Demonstranten warfen Steine und Böller auf Polizisten, mehrere Personen wurden verletzt. Tagsüber waren die Proteste noch friedlich verlaufen. In Barcelona und anderen katalanischen Städten gibt es seit drei Tagen teils gewalttätige Demonstrationen. Der Protest richtet sich gegen die am Montag verhängten langjährigen Haftstrafen gegen mehrere Anführer der Separatistenbewegung.
    Anzeige gegen den TÜV SÜD wegen Dammbruch in Brasilien
    Im Zusammenhang mit dem Dammbruch in Brasilien Anfang des Jahres ist bei der Staatsanwaltschaft München Anzeige gegen den TÜV SÜD erstattet worden. Mehrere Privatpersonen und Organisationen wie MISEREOR werfen dem deutschen Zertifizierungsunternehmen unter anderem fahrlässige Tötung, Bestechung und Verletzung der Aufsichtspflichten vor. Das brasilianische Tochterunternehmen des TÜV SÜD habe gewusst, dass der Damm ein Risiko gewesen sei, hieß es zur Begründung. Der Damm war im Januar gebrochen - mehr als 270 Menschen kamen durch eine Schlammlawine ums Leben.
    7 min
  • 16.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Erdogan weist Trumps Forderung nach Waffenstillstand mit Kurden zurück
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat einen Waffenstillstand mit den Kurden in Nordsyrien kategorisch abgelehnt. Die türkischen Truppen müssten erst ihr Ziel erreichen, und das sei die Einrichtung einer Schutzzone entlang der Grenze, sagte Erdogan Medien zufolge. US-Sanktionen würden ihm keine Sorgen bereiten. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor ein Ende der Militäroffensive in Nordsyrien gefordert. Sein Vize Mike Pence und Außenminister Mike Pompeo reisen am heutigen Mittwoch zu Gesprächen nach Ankara. Am Montag hatten die USA Sanktionen gegen die türkische Führung verhängt.
    Massenproteste in Katalonien schlagen erneut in Gewalt um
    Bei Protesten von Zehntausenden Anhängern der katalanischen Separatisten ist es am Dienstagabend erneut zu Ausschreitungen gekommen. In Barcelona griffen hunderte Demonstranten die Polizei mit Steinen und Feuerwerkskörpern an. Auch in anderen katalanischen Städten gingen Tausende Unabhängigkeitsbefürworter auf die Straße. Die Protestierenden blockierten unter anderem eine Autobahn und Bahngleise. Es gab mehrere Festnahmen. Grund der Proteste ist ein am Montag verkündetes Urteil gegen zwölf prominente Katalanen-Anführer. Wegen "Aufruhrs" erhielten neun von ihnen langjährige Haftstrafen.
    Hongkonger Abgeordnete stören Regierungserklärung
    Nach lautstarken Störungen durch Abgeordnete hat Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam ihre jährliche Regierungserklärung abgebrochen. Mehrere oppositionelle Parlamentarier unterbrachen Lam immer wieder durch Rufe und Hohngelächter. Die Rede wurde später per Videoaufzeichnung präsentiert. Darin bekräftigte Lam, sie werde am Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" festhalten und Rufe nach einer Unabhängigkeit der chinesischen Sonderverwaltungszone nicht tolerieren. Seit Monaten demonstrieren in Hongkong immer wieder Zehntausende Menschen gegen Lams Regierung und für Demokratie.
    Frankreich blockiert EU-Beitrittsgespräche mit zwei Balkanstaaten
    Nordmazedonien und Albanien müssen weiter auf den erhofften Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen warten. Frankreich, die Niederlande und Dänemark blockierten bei einem Ministertreffen eine EU-Entscheidung zu deren Gunsten. Sie begründeten dies mit Zweifeln an Reformfortschritten. Paris verlangte zudem eine grundsätzliche Reform des Beitrittsprozesses. Viele andere EU-Staaten reagierten mit Unverständnis auf die Blockade. Die beiden Balkanstaaten hätten die von der EU verlangten Voraussetzungen erfüllt. Für diesen Fall waren Nordmazedonien und Albanien Beitrittsgespräche zugesagt worden.
    Vereinte Nationen stellen Friedensmission in Haiti ein
    Der UN-Sicherheitsrat hat nach 15 Jahren die UN-Friedensmission in Haiti beendet. Nach dem Sturz des damaligen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide hatten die UN 2004 Friedenstruppen in den Karibikstaat entsandt. UN-Generalsekretär Antonio Guterres zeigte sich in New York pessimistisch angesichts der politischen und wirtschaftlichen Krise des Landes. Er appellierte an alle Parteien in Haiti, ihre Differenzen beizulegen. In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Protesten gegen den amtierenden Staatschef Jovenel Moïse. Ihm werden Korruption und persönliche Bereicherung angelastet.
    US-Justiz klagt türkische Bank wegen Umgehung von Iran-Sanktionen an
    Die US-Justiz hat das staatliche türkische Kreditinstitut Halkbank wegen Betrugs, Geldwäsche und der Umgehung von Iran-Sanktionen in Milliardenhöhe angeklagt. Das Vorgehen der Bank sei von ranghohen türkischen Regierungsvertretern unterstützt worden, die Bestechungsgelder kassiert hätten. Die US-Justiz war bereits früher gegen führende Halkbank-Mitarbeiter vorgegangen, darunter der Ex-Vizechef Hakan Atilla. Die nun erfolgte Anklage kommt zu einer Zeit, in der die Beziehungen zwischen Washington und Ankara wegen des türkischen Einmarsches in Nordsyrien sowieso schon belastet sind.
    9 min
  • 15.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump kündigt Sanktionen gegen Türkei an
    Nach dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien hat US-Präsident Donald Trump Strafzölle von 50 Prozent auf Stahlimporte aus der Türkei angekündigt. Zudem werde die US-Regierung "umgehend" Verhandlungen über ein Handelsabkommen abbrechen, hieß es in einer Mitteilung. Das US-Finanzministerium setzte Verteidigungsminister Akar, Innenminister Soylu und Energieminister Dönmez auf eine schwarze Liste. Zuvor hatten die USA die Türkei mehrfach zum Abbruch der Militäroffensive aufgefordert. Trump hatte allerdings mit dem Abzug von US-Truppen aus der Region den Weg dafür erst frei gemacht.
    Polizei geht von 43 rechtsextremistischen Gefährdern in Deutschland aus
    Der Rechtsextremismus wird nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden zunehmend zu einer Gefahr für die Demokratie in Deutschland. Die Polizei stufe aktuell 43 Rechtsextremisten als Gefährder ein, denen ein Anschlag zuzutrauen ist, erklärte das Bundeskriminalamt knapp eine Woche nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle mit zwei Toten. Die Lage sei ernst, warnte BKA-Chef Holger Münch. Neben Ausländern und Juden gerieten zunehmend auch Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens ins Visier der Rechtsextremisten.
    Ecuadors Präsident Moreno nimmt umstrittenes Gesetz zurück
    Nach tagelangen, teils gewaltsamen Protesten hat Ecuadors Präsident Lenin Moreno ein Gesetz zur Kürzung von Treibstoffsubventionen offiziell zurückgenommen. Darauf hatte er sich zuvor mit Vertretern der Demonstranten geeinigt. Die Regierung hob zudem den nationalen Ausnahmezustand auf. Durch das Kürzen der Subventionen hatte die Regierung das Haushaltsdefizit verringern wollen. Dazu hatte sich Moreno gegenüber dem Internationalen Währungsfonds IWF verpflichtet. Jetzt sollen neue Maßnahmen ausgearbeitet werden, die dem Staat Geld einsparen, ohne die ärmeren Bevölkerungsschichten zu belasten.
    Zahl der Toten in Japan steigt nach Taifun auf über 60
    Die Zahl der Todesopfer nach dem verheerenden Taifun in Japan ist auf 66 gestiegen. Das berichtet der japanische Fernsehsender NHK. Weitere 15 Menschen werden demnach weiter vermisst. Der außergewöhnlich starke Wirbelsturm "Hagibis" war am Wochenende über weite Teile des Landes hinweggefegt und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Zahlreiche Flüsse traten über die Ufer und überschwemmten Wohngebiete. In der mit am schwersten betroffenen Provinz Nagano und anderen Regionen des Landes gingen vielerorts Erdrutsche und Schlammlawinen nieder. Hunderte von Häusern wurden zum Teil vollkommen zerstört.
    Italien lässt 176 Flüchtlinge von Ocean Viking an Land
    Italien hat der Hilfsorganisation SOS Méditerranée erlaubt, die 176 Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffs "Ocean Viking" an Land zu bringen. Das teilte die Organisation auf Twitter mit. Als Anlaufhafen sei dem Schiff Taranto in Süditalien zugewiesen worden. Die Organisation sei "erleichtert, dass die 176 Überlebenden ohne unnötige Verzögerung in Sicherheit gelangen werden". Das zivile Rettungsschiff hatte die Migranten am Wochenende auf dem Mittelmeer vor der Küste Libyens gerettet und danach auf eine Möglichkeit gewartet, die Menschen in Europa an Land zu bringen.
    Booker-Literaturpreis geht an Autorinnen Evaristo und Atwood
    Der britische Booker-Literaturpreis geht in diesem Jahr ausnahmsweise gleich an zwei Autorinnen. Ausgezeichnet wurden die Britin Bernardine Evaristo und die Kanadierin Margaret Atwood. Evaristo erhielt den Preis für ihr Buch "Girl, Woman, Other", das die Lebensgeschichten meist dunkelhäutiger britischer Frauen miteinander verwebt. Margaret Atwood wurde für den Roman "The Testaments" ausgezeichnet, dessen Handlung sich in naher Zukunft in einem diktatorisch regierten Nordamerika abspielt. Es ist die Fortsetzung von "The Handmaid's Tale", das auch als Serie erfolgreich verfilmt wurde.
    Jedes dritte Kleinkind weltweit leidet unter schlechter Ernährung
    Laut einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks UNICEF sind weltweit rund 540 Millionen Kinder unter fünf Jahren entweder unterernährt, fehlernährt oder zu dick. UNICEF-Chefin Henrietta Fore sagte, trotz allen Fortschritts der vergangenen Jahrzehnte habe man etwas Grundsätzliches aus den Augen verloren. Wenn Kinder schlecht äßen, lebten sie schlecht. UNICEF zufolge sind weltweit 149 Millionen Kleinkinder wegen Mangelernährung unterentwickelt, 340 Millionen Kinder bekommen nicht ausreichend Vitamine oder Nährstoffe und 50 Millionen Kinder sind übergewichtig.
    10 min
  • 14.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Regierende PiS-Partei triumphiert bei Wahl in Polen
    In Polen zeichnet sich ein deutlicher Wahlsieg der regierenden national-konservativen Partei PiS ab. Nach Auszählung der Ergebnisse in rund 40 Prozent der Wahllokale kommt die Partei von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki auf 49,3 Prozent der Stimmen. Die linksliberale Koalition um die Bürgerplattform (PO) erreicht danach mit 22,3 Prozent den zweiten Platz, wie die Behörden mitteilten. Abgeschlagen auf den Plätzen landen kleinere Parteien, darunter der Links-Block Lewica mit 10,9 Prozent. Die PiS hatte in dem von scharfen Tönen geprägten Wahlkampf stark auf die nationale Karte gesetzt.
    Nahles scheidet aus Bundestag aus
    Die frühere Partei- und Fraktionschefin der SPD, Andrea Nahles, legt jetzt auch ihr Bundestagsmandat nieder. Das schrieb sie an Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, wie Nahles der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zum 1. November werde Nahles den Bundestag verlassen, bestätigte die SPD-Fraktion. Danach will sich die 49-Jährige beruflich neu orientieren. Sie hatte dem Bundestag seit 1998 angehört. Nahles war nach dem Desaster der SPD bei der Europawahl stark unter Druck geraten und hatte schließlich alle Spitzenämter niedergelegt.
    Bericht: Bundesregierung verzichtet bei 5G-Ausbau auf Huawei-Verbot
    Die Bundesregierung wird den chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei offenbar nicht vom Aufbau des deutschen 5G-Netzes ausschließen. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf den Entwurf der Bundesnetzagentur zu den Sicherheitsanforderungen. Eine zunächst geplante Klausel, die Huawei den Marktzugang versperren würde, fehle. Bundeskanzlerin Angela Merkel fürchte ein Zerwürfnis mit China, hieß es demnach in Regierungskreisen. Insbesondere die USA werfen Huawei eine zu große Nähe zu Chinas Regierung vor und warnen vor Spionage, ohne allerdings Beweise für eine solche Gefahr zu liefern.
    Hunter Biden gibt Vorstandsposten in China auf
    Hunter Biden, der Sohn des früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden, ist von seinem Vorstandsposten in China zurückgetreten. Nachdem er monatelang zu Korruptionsvorwürfen geschwiegen hatte, teilte Biden nun mit, dass er aus dem Vorstand des chinesischen Unternehmens ausscheide. Außerdem gab er das Versprechen ab, nicht für ausländische Unternehmen zu arbeiten, sollte sein Vater 2020 zum Präsidenten gewählt werden. Joe Biden gilt als der aussichtsreichste Herausforderer von US-Präsident Donald Trump. Dieser wirft ihm wegen der Geschäfte Hunter Bidens in der Ukraine und in China Korruption vor.
    Syrische Armee unterstützt Kurden in Nordsyrien
    Als Reaktion auf den türkischen Einmarsch in Nordsyrien schickt das Regime in Damaskus eigene Truppen in die Region. Der Schritt folgt auf eine Vereinbarung mit den Kurdenmilizen, gegen die Ankara vergangene Woche die Militäroffensive gestartet hatte. Die syrische Armee werde der "türkischen Aggression auf syrischem Boden entgegentreten", berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Die Verhandlungen zwischen Damaskus und den Kurden sollen mit russischer Beteiligung geführt worden sein. Ob Russland die syrischen Truppen unterstützen wird, blieb zunächst unklar.
    Kais Saied gewinnt Präsidentschaftswahl in Tunesien
    Bei der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Tunesien sehen die Nachwahlbefragungen einen deutlichen Sieger. Laut zwei getrennten Umfragen kommt der parteilose konservative Verfassungsrechtler Kais Saied auf mehr als 70 Prozent der Stimmen. Der 61-Jährige war gegen den bis vor kurzem inhaftierten Medienunternehmer Nabil Karoui angetreten. Saied erklärte, er wolle ein neues Tunesien bauen. Das Land hatte nach dem Arabischen Frühling vor acht Jahren zwar tiefgreifende demokratische Reformen eingeleitet. Tunesien kämpft aber mit wirtschaftlichen Problemen und hoher Arbeitslosigkeit.
    DFB-Elf bleibt mit 3:0 in Estland auf EM-Kurs
    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft darf nach einem Arbeitssieg in Estland weiter auf den Gruppensieg in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2020 hoffen. Das Team gewann in Tallinn trotz langer Unterzahl mit 3 zu 0 und bleibt in der Gruppe C punktgleich mit den Niederlanden. Erst zwei abgefälschte Schüsse von Ilkay Gündogan brachten Deutschland in der zweiten Hälfte den Sieg. Der eingewechselte Timo Werner erzielte den dritten Treffer. Emre Can hatte bereits in der 14. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen.
    10 min
  • 12.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA wollen Türkei sanktionieren
    Die USA bereiten wegen des türkischen Einmarschs in Nordsyrien harte Sanktionen gegen die Türkei vor. US-Finanzminister Steven Mnuchin warnte, die USA könnten die türkische Wirtschaft stilllegen. Unterdessen gerieten nach Angaben des Verteidigungsministeriums US-Truppen nahe der nordsyrischen Grenzstadt Kobane erstmals unter türkischen Artillerie-Beschuss. Verletzt wurde niemand. Washington warf Ankara vor, die Türkei wisse, dass sich dort US-Soldaten aufhielten. Die am Mittwoch begonnene Offensive der Türkei in Syrien hat das Ziel, die Kurdenmiliz YPG von der Grenze zu vertreiben.
    Wirbelsturm "Hagibis" bedroht Japan
    Erste Ausläufer des außergewöhnlich starken Taifuns "Hagibis" haben in Japan erste Schäden angerichtet. In der Provinz Chiba östlich der Hauptstadt Tokio kam mindestens ein Mensch ums Leben, als ein Lastwagen umstürzte. In vielen Haushalten fiel der Strom aus, Häuser waren überschwemmt. Tausende Menschen in japanischen Zentralprovinzen wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Fluggesellschaften strichen mehr als 1600 Inlandsflüge und rund 260 internationale Verbindungen. Nach Angaben des Wetterdienstes wird der Wirbelsturm am Samstagabend (Ortszeit) auf Land treffen.
    Seehofer prüft Verbot von sechs rechtsextremen Gruppierungen
    Das Bundesinnenministerium prüft nach Angaben von Ressortchef Horst Seehofer Verbote von sechs rechtsextremen Gruppierungen. "Wenn die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, werden wir auch handeln", sagte der Minister im ZDF. Die Bedrohungslage durch rechten Terror bezeichnete Seehofer erneut als äußerst hoch. Dies bedeute, ebenso wie beim islamistischen Terror, dass mit einem Anschlag jederzeit gerechnet werden müsse. Seehofer reagiert damit auf den rechtsextremistisch motivierten Anschlag auf eine Synagoge in Halle am Mittwoch, bei dem zwei Menschen getötet wurden.
    Demonstranten in Ecuador lehnen Dialog ab
    Bei neuen Protestmärschen gegen die Erhöhung der Spritpreise in Ecuador ist es zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Eine Kundgebung unter Führung der Konföderation Indigener Völker wurde in der Nähe des Parlaments in Quito von Sicherheitskräften mit Tränengas beschossen. Staatschef Lenín Moreno rief in einer Fernsehansprache die indigenen Völker zum direkten Dialog auf. Dies lehnten deren Anführer ab. Die Demonstrationen richten sich gegen die Streichung von Subventionen, die die Treibstoffpreise niedrig hielten. Bei den Protesten sind bereits vier Menschen ums Leben gekommen.
    Interims-Heimatschutzminister McAleenan tritt zurück
    Der Interims-Heimatschutzminister der USA, Kevin McAleenan, tritt zurück. Das teilte US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit. Er werde kommende Woche einen Nachfolger benennen, schrieb Trump. Es gebe "viele wundervolle Kandidaten". McAleenan wolle mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und in den "Privatsektor" wechseln. Der damalige Chef der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP war im April als Nachfolger von US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen nominiert worden. McAleenan habe einen "herausragenden Job" gemacht, sagte Trump mit Verweis auf den Rückgang illegaler Grenzübertritte.
    100.000 Menschen müssen wegen Waldbränden in Kalifornien ihre Häuser verlassen
    In dem Bundesstaat Kalifornien an der US-Westküste halten zwei Waldbrände rund um die Metropole Los Angeles die Menschen in Atem. Die Behörden forderten 100.000 Anwohner auf, vorsorglich ihre Häuser zu verlassen, nachdem sich eines der Feuer explosionsartig ausgebreitet hatte. Dutzende Wohnhäuser wurden bereits zerstört. Insgesamt sind rund 1200 Feuerwehrleute im Einsatz. Das Feuer hatte sich - angefacht durch die berüchtigten Santa-Ana-Winde und die sehr trockene Luft - in der Nacht zum Freitag auf mehr als die doppelte Größe ausgebreitet.
    7 min
  • 11.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Staaten sollen jüdische Einrichtungen besser schützen
    Nach dem antisemitischen Anschlag von Halle mehren sich die Rufe nach einem besseren Schutz von Synagogen. Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein rief die EU-Mitgliedstaaten auf, für jüdische Einrichtungen die Finanzierung der Sicherheitsmaßnahmen zu übernehmen. Die Gemeinden müssten teilweise 50 Prozent ihres Budgets dafür ausgeben, so Schnurbein in den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Derweil forderte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer schärfere Sicherheitsgesetze. Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, will eine Verschärfung des Strafrechts.
    Trump will zwischen Kurden und der Türkei vermitteln
    Präsident Donald Trump hat die USA als Vermittler in der militärischen Auseinandersetzung zwischen der Türkei und den kurdischen Milizen in Nordsyrien ins Spiel gebracht. "Ich hoffe, dass wir vermitteln können", sagte Trump in Washington. Zugleich drohte er der Türkei erneut mit harten Strafmaßnahmen gegen die türkische Wirtschaft. Der US-Präsident hatte die türkische Offensive am Montag mit dem Abzug der US-Truppen aus dem Gebiet erst ermöglicht, diese dann aber kritisiert. Die kurdischen Milizen waren lange US-Verbündete im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat".
    Mindestens ein Toter bei Protest in Ecuador
    Bei den regierungskritischen Kundgebungen in Ecuadors Hauptstadt Quito ist mindestens ein Demonstrant getötet worden. Nach Angaben der Konföderation der Indigenen Völker (CONAIE) wurde ein regionaler Führer von einer Tränengasgranate tödlich am Kopf getroffen. Der Bürgerbeauftragte Ecuadors bestätigte den Tod des Mannes und sprach auf Twitter ohne nähere Angaben von vier weiteren Toten. Die indigenen Völker protestieren - wie auch Gewerkschaften und Studenten - seit einer Woche gegen die Streichung von Subventionen für Benzin und Diesel. Die Regierung hat daher den Ausnahmezustand ausgerufen.
    Männer mit Verbindungen zu Trumps Anwalt festgenommen
    Die Ukraine-Affäre in den USA zieht weitere Kreise: Zwei Männer mit Verbindungen zum persönlichen Anwalt von US-Präsident Donald Trump sind festgenommen worden. Sie sollen mit illegalen Wahlkampfspenden die Abberufung der ehemaligen US-Botschafterin in der Ukraine angestrengt haben. Nach Medienberichten haben die beiden Männer in der Vergangenheit mit Trumps Anwalt Rudy Giuliani zusammengearbeitet, um belastendes Material über Trumps Rivalen, den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden, zu finden. Sie wurden festgenommen, als sie die USA verlassen wollten.
    Trump bewertet Auftakt der neuen Handelsgespräche mit China positiv
    US-Präsident Donald Trump hat eine positive Zwischenbilanz der US-chinesischen Gespräche zur Beilegung des Handelsstreits gezogen. Beide Seiten hätten eine "sehr, sehr gute" Verhandlung gehabt, sagte er vor Reportern. An diesem Freitag trifft Trump den chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He in Washington. Sollte in den Gesprächen kein Durchbruch erzielt werden, sollen schon am Dienstag bestehende Strafzölle auf chinesische Importe wieder erhöht werden. Die beiden größten Wirtschaftsnationen der Welt überziehen sich seit mehr als einem Jahr mit gegenseitigen Sonderzöllen.
    Friedensnobelpreisträger wird bekanntgegeben
    In Oslo wird an diesem Freitag der Name des diesjährigen Friedensnobelpreisträgers verkündet. Der Preis gilt als die renommierteste politische Auszeichnung der Welt. Als eine Favoritin gilt die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg aus Schweden, der im September bereits einer der alternativen Nobelpreise zugesprochen worden war. Auch der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed wird von Wettbüros und Friedensforschern als Anwärter auf die Auszeichnung gehandelt, weil er einen Friedensvertrag mit Eritrea geschlossen hat.
    7 min
  • 10.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Angreifer wollte Massaker in Synagoge in Halle anrichten
    Nach dem versuchten Angriff auf eine Synagoge in Halle hat die Polizei den schwer bewaffneten Täter festgenommen. Der mutmaßliche Rechtsextremist Stephan B. aus Sachsen-Anhalt hatte nach Angaben aus Sicherheitskreisen versucht, die Synagoge mit Waffengewalt zu stürmen, scheiterte jedoch. In dem Gotteshaus befanden sich am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur 70 bis 80 Menschen. Der 27-jährige Deutsche soll vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben. Er floh vom Tatort und wurde später festgenommen.
    Weltweite Bestürzung nach Angriff von Halle
    Der Angriff von Halle hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Der Jüdische Weltkongress forderte einen besseren Schutz jüdischer Einrichtungen in Deutschland. Es seien "Taten statt Worte" nötig, sagte der Vorsitzende Ronald Lauder. Der Zentralrat der Juden in Deutschland erklärte, es sei skandalös, dass die Sicherheitskräfte die Synagoge am Feiertag Jom Kippur nicht geschützt hätten. Bundeskanzlerin Angela Merkel kam in Berlin zur Synagoge in der Oranienburger Straße, um mit anderen Politikern der Opfer zu gedenken. Vertreter der EU, der UN und zahlreicher Staaten äußerten sich ebenfalls bestürzt.
    Türkei beginnt Bodenoffensive in Nordsyrien
    Die Türkei ist nach Luftangriffen und Artilleriefeuer nun auch mit Bodentruppen in Nordsyrien eingedrungen. Das bestätigte das türkische Verteidigungsministerium. Die Offensive richtet sich gegen kurdische Milizen. Senatoren des US-Kongresses stellten als Reaktion einen Resolutionsentwurf vor, der zahlreiche Strafmaßnahmen gegen die Türkei vorsieht. Unter anderem soll der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan persönlich mit Sanktionen belegt werden. US-Präsident Donald Trump hatte mit dem Abzug von US-Truppen dem türkischen Einmarsch den Weg geebnet, diesen dann aber kritisiert.
    Tunesischer Präsidentschaftskandidat Karoui aus Haft entlassen
    Der tunesische Präsidentschaftskandidat Nabil Karoui ist wieder auf freiem Fuß. Vier Tage vor der Stichwahl um das höchste Staatsamt verließ der umstrittene Medienmogul das Gefängnis nahe der Hauptstadt Tunis. Sein Anwalt sagte, das Gericht habe die Beschwerde gegen die Haft akzeptiert. Der Medienunternehmer war im August wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Geldwäsche festgenommen worden. Karoui zog Mitte September mit 15,6 Prozent der Stimmen knapp hinter dem Verfassungsrechtler Kais Saied (18,4 Prozent) in die Stichwahl ein.
    Apple löscht nach Kritik aus Peking App in Hongkong
    Der US-Konzern Apple hat eine App aus seinem Angebot entfernt, die Demonstranten in Hongkong bei ihren Protesten die Standorte von Polizisten anzeigte. Zur Begründung hieß es, die mobile Verkehrsanwendung behindere die Strafverfolgung und gefährde Hongkongs Bewohner. Zudem sei sie genutzt worden, um Angriffe auf Polizisten zu organisieren. Zuvor hatte China dem iPhone-Konzern vorgeworfen, die Demonstranten in Hongkong zu unterstützen. Die App erleichtere es ihnen, an gewalttätigen Aktionen mitzuwirken. Apple hat sich in den vergangenen Jahren mindestens zwei Mal dem Druck Pekings gebeugt.
    Neue Mängel bei Boeing-Flugzeugen entdeckt
    Die Probleme beim US-Flugzeugbauer Boeing reißen nicht ab. Die brasilianische Fluggesellschaft Gol zog nach einer Inspektion elf Jets des Typs 737 NG aus dem Verkehr. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hatte zuvor Flugzeugbetreiber aufgefordert, 165 Maschinen des Typs binnen sieben Tagen auf strukturelle Risse zu untersuchen. Auch zwei Flieger der US-Linie Southwest Airlines bleiben wegen Rissen vorerst am Boden. Die 737 NG ist der Vorgänger des Unglücksfliegers 737 Max, der im März nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten fast weltweit Startverbot erhielt.
    Fußball: Deutschland und Argentinien spielen 2:2
    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat einen Sieg im Testspiel gegen Argentinien verpasst. Das personell stark geschwächte Team von Bundestrainer Joachim Löw musste sich nach einer 2:0-Führung zur Halbzeit am Ende mit einem 2:2 zufriedengeben. Vor nur rund 45.000 Zuschauern in Dortmund erzielten Serge Gnabry vom FC Bayern München in der 15. Minute und Kai Havertz von Bayer Leverkusen in der 22. Minute die deutschen Tore. Die Argentinier, die ohne ihren gesperrten Weltfußballer Lionel Messi auskommen mussten, kamen durch Lucas Alario (66.) und Lucas Ocampos (85.) zum Ausgleich.
    8 min
  • 09.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weißes Haus verweigert Kooperation
    Das Weiße Haus schließt eine Kooperation mit dem US-Kongress bei der Untersuchung zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump kategorisch aus. Der Anwalt der Präsidentschaft, Pat Cipollone, schrieb in einem Brief an die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, das Vorgehen der oppositionellen Demokraten entbehre jeglicher legitimen verfassungsrechtlichen Grundlage. In der Untersuchung geht es um Trumps Bestrebungen, sich aus der Ukraine möglicherweise kompromittierendes Material über seinen innenpolitischen Rivalen Joe Biden zu beschaffen.
    Proteste in Ecuador lassen nicht nach
    Ecuadors Präsident Lenín Moreno hat angesichts der heftigen Unruhen nun auch eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Sie gilt in der Nähe wichtiger öffentlicher Gebäude. Zuvor hatten sich vor dem Parlament in der Hauptstadt Quito Regierungsgegner und Polizei wieder gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert. Demonstranten gelang es, kurzzeitig in das leere Parlamentsgebäude einzudringen. Die seit Tagen anhaltenden Massenproteste in dem südamerikanischen Land richten sich gegen die gestiegenen Spritpreise nach dem Ende der staatlichen Subventionen für Kraftstoff.
    Ein Drittel weniger Parlamentarier in Italien
    Das italienische Parlament hat mit großer Mehrheit eine Verringerung der Zahl der Abgeordneten und Senatoren beschlossen. Laut der Verfassungsreform soll es künftig ein Drittel weniger Parlamentarier geben, um die Staatsausgaben um 100 Millionen Euro jährlich zu senken. Die Zahl der Abgeordneten soll demnach von 630 auf 400 sinken, die der Senatoren von 315 auf 200. Das Vorhaben ist ein Wahlversprechen der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung, die in einer Koalition mit der sozialdemokratischen PD regiert.
    Große Geldsorgen bei den Vereinten Nationen
    Den Vereinten Nationen geht wegen der schlechten Zahlungsmoral ihrer Mitgliedsstaaten nach den Worten von Generalsekretär Antonio Guterres das Geld aus. Die UN riskierten, in den November zu gehen, ohne die Mitarbeiter bezahlen zu können, warnte Guterres in New York. Man erlebe die schlimmste finanzielle Krise seit fast einem Jahrzehnt. Die USA, größter Beitragszahler, schulden der Staatengemeinschaft mehr als eine Milliarde Dollar. US-Präsident Donald Trump spricht von einem unfair hohen Beitrag zum UN-Budget und fordert eine umfassende Reform.
    Timmermans verspricht Klimagesetz
    Der designierte EU-Vizekommissionspräsident für Klimaschutz, Frans Timmermans, will innerhalb der ersten 100 Tage seiner Amtszeit ein Klimaschutzgesetz vorschlagen. Darin soll das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 in der EU-Gesetzgebung verankert werden. Bei seiner Anhörung vor dem Europaparlament in Brüssel erklärte der Sozialdemokrat weiter, er wolle umgehend damit beginnen, ehrgeizigere Ziele für die Zeit bis 2030 zu erarbeiten. Konkreter wurde Timmermans nicht. So blieb auch offen, was neben dem Neutralitätsziel im Klimaschutzgesetz stehen soll.
    Kabinett will Klimaschutzpaket beschließen
    Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch über das geplante Klimaschutzprogramm beraten. Das Dokument enthält unter anderem die Einführung eines CO2-Preises, der fossile Brenn- und Kraftstoffe wie Heizöl, Benzin und Diesel teurer macht, sowie finanzielle Anreize für umweltfreundliches Verhalten. Um die zusätzlichen Belastungen auszugleichen, sollen unter anderem die Pendlerpauschale und das Wohngeld erhöht werden. Die Bundesregierung will mit den Maßnahmen die deutschen Klimaziele bis 2030 erreichen. Bis dahin sollen die Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 sinken.
    Deutschland nicht mehr so wettbewerbsfähig
    Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit hat im Vergleich zu anderen Ländern nachgelassen. In der neuen Rangliste des Weltwirtschaftsforums fällt die Bundesrepublik von Platz drei auf den siebten Platz zurück. Überholt wird Deutschland von Hongkong, den Niederlanden, der Schweiz und Japan. Auf den ersten beiden Rängen liegen Singapur und die USA. Schlusslichter sind der Kongo, Jemen und Tschad. Schlecht schneidet Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern bei der Informationstechnologie ab, wie zum Beispiel bei Internetverbindungen über Glasfaserkabel oder mobilen Breitbandanschlüssen.
    8 min
  • 08.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Republikaner kritisiert Trump
    In den USA stößt Präsident Donald Trump wegen des Truppenabzugs aus Nordsyrien parteiübergreifend auf Kritik. Der republikanische Senator Lindsey Graham – eigentlich ein Vertrauter Trumps – und die demokratische Anführerin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, warfen dem Präsidenten vor, die kurdischen Verbündeten in der Region im Stich zu lassen. Die USA hatten mit dem Rückzug ihrer Truppen aus der Region begonnen und erklärt, eine angekündigte türkische Offensive gegen kurdische Kräfte weder zu behindern noch zu unterstützen.
    Lam warnt vor chinesischer Intervention
    Hongkongs umstrittene Regierungschefin Carrie Lam hat erstmals davor gewarnt, dass Chinas Militär in den Konflikt in der Sonderverwaltungszone eingreifen könnte. Wenn sich die Situation verschlimmere, könne keine Option ausgeschlossen werden. Allerdings sei sie weiterhin fest davon überzeugt, dass man alleine eine Lösung finden sollte, fügte Lam hinzu. Mehr als 10.000 chinesische Soldaten sind seit der Rückgabe der britischen Kronkolonie 1997 an China in Hongkong stationiert. Nach geltendem Recht könnte Hongkongs Regierung die Führung in Peking um militärische Hilfe bitten.
    Neue US-Sanktionen
    Wegen des Vorgehens gegen die Minderheit der Uiguren haben die USA 28 chinesische Regierungsorganisationen und Unternehmen sanktioniert. US-Handelsminister Wilbur Ross erklärte in Washington, man werde die brutale Unterdrückung von ethnischen Minderheiten in China nicht tolerieren. Die betroffenen Organisationen und Firmen dürfen fortan keine US-Produkte mehr kaufen. Unter ihnen sind Videoüberwachungsfirmen und Unternehmen, die auf künstliche Intelligenz spezialisiert sind. Man wolle verhindern, dass US-Technologie zur Unterdrückung "wehrloser Minderheiten" eingesetzt werde, sagte Ross.
    Iraks Präsident verurteilt Schüsse
    Im Irak hat Präsident Barham Salih die Schüsse der Sicherheitskräfte auf regierungskritische Demonstranten verurteilt. Polizei und Armee müssten die Rechte aller Iraker wahren, sagte er in einer Fernsehansprache. Er rief das Parlament auf, Reformen auf den Weg zu bringen und unter anderem das Wahlrecht zu ändern. Seit Beginn der Proteste in der vergangenen Woche wurden nach Regierungsangaben mehr als 100 Demonstranten und acht Sicherheitskräfte getötet. Die Proteste richten sich gegen die hohe Arbeitslosigkeit, verbreitete Korruption sowie die mangelhafte Strom- und Wasserversorgung im Land.
    Medien: Attentäter hatte IS-Propagandavideos
    Nach der Messerattacke in der Pariser Polizeipräfektur verdichten sich die Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund. Die Zeitung "Le Parisien" schreibt unter Verweis auf Ermittler, bei dem 45-jährigen Täter sei ein Daten-Stick mit Propaganda-Videos der IS-Terrormiliz gefunden worden. Der langjährige Mitarbeiter der Pariser Polizeipräfektur hatte vier Kollegen erstochen und zwei weitere verletzt. Wegen der Tat steht der französische Innenminister Christophe Castaner unter Druck. Ihm wird vorgeworfen, Anzeichen einer Radikalisierung des Angreifers unter Verschluss gehalten zu haben.
    US-japanisches Handelsabkommen
    Die Vereinigten Staaten und Japan haben ein Handelsabkommen unterzeichnet, auf das sich beide Länder nach monatelangen Gesprächen verständigt hatten. US-Präsident Donald Trump und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hatten die grundsätzliche Einigung für die Sektoren Landwirtschaft und Digitales Ende September am Rande der UN-Vollversammlung in New York bekanntgegeben. Die Verträge sollen den gegenseitigen Warenaustausch ankurbeln. Dank niedrigerer oder abgeschaffter Zölle können künftig mehr landwirtschaftliche Produkte nach Japan exportiert werden. Der wichtige Automobilsektor ist nicht erfasst.
    7 min

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