Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 07.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkischer Einmarsch erwartet
    Das US-Militär zieht sich von der türkisch-syrischen Grenze zurück. Grund ist ein nach Angaben des Weißen Hauses offenbar kurz bevorstehender Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien. Die US-Armee werde diese Offensive in der von der Kurdenmiliz YPG kontrollierten Region nicht unterstützen, machte eine Sprecherin der US-Regierung deutlich. Zuvor hatte der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan mit US-Präsident Donald Trump in dieser Sache telefoniert. Erdogan hatte in den vergangenen Tagen wiederholt mit einer baldigen Offensive gegen die YPG-Miliz im Norden Syriens gedroht.
    Klimaschützer blockieren Großstädte
    Die Bewegung Extinction Rebellion hat ihre weltweite Protestaktion für mehr Klimaschutz gestartet. Auftakt war in Australien und Neuseeland. In der australischen Metropole Sydney blockierten Demonstranten mit einem Sit-in eine vielbefahrene Kreuzung. Auch in Deutschlands Hauptstadt Berlin hat die Gruppe begonnen, teilweise den Verkehr lahmzulegen. Extinction Rebellion plant Aktionen in vielen Weltstädten, unter anderem auch in London, Paris, Madrid, Amsterdam, New York und Buenos Aires.
    Portugals Sozialisten erringen klaren Wahlsieg
    In Portugal haben die regierenden Sozialisten die Parlamentswahl gewonnen. Nach Auszählung aller Wahlbezirke liegt die Partei von Ministerpräsident António Costa mit 36,7 Prozent der Stimmen vorn. Das sind knapp viereinhalb Prozentpunkte mehr als bei der Wahl vor vier Jahren. Die Zahl der sozialistischen Abgeordneten wird sich von bisher 86 auf mindestens 106 erhöhen. Stärkste Oppositionskraft ist die konservative Sozialdemokratische Partei, die bisher die stärkste Fraktion im Parlament stellte. Sie muss sich mit 27,9 Prozent begnügen und hat statt 89 künftig nur noch 77 Sitze.
    Opposition gewinnt Parlamentswahl im Kosovo
    Die Oppositionsparteien Vetevendosje und LDK haben nach Auszählung fast aller Stimmen die Parlamentswahl im Kosovo mit etwa 26 beziehungsweise 25 Prozent der Stimmen gewonnen. Die regierende PDK erhielt rund 21 Prozent. Die PDK akzeptiere die Entscheidung des Volkes und werde in die Opposition wechseln, sagte Parteichef Kadri Veseli. Die Wahlbeteiligung lag laut Wahlkommission bei 44 Prozent und damit 2,5 Prozentpunkte höher als 2017.
    Kein klarer Wahlausgang in Tunesien
    In Tunesien wird nach der Parlamentswahl eine schwierige Regierungsbildung erwartet. Die moderat islamistische Ennahda liegt laut Nachwahlumfragen vorn. Die Partei komme demnach auf 17,5 Prozent der Stimmen, berichtet das staatliche Fernsehen. Damit hat sie massiv an Zustimmung verloren. Auch die neu gegründete bürgerliche Partei "Herz von Tunesien" des inhaftierten Medienunternehmers Nabil Karoui erklärte sich zur Siegerin. Beide Parteien haben eine gemeinsame Regierung ausgeschlossen. Sollte sich der Ausgang bestätigen, ergäbe sich ein tief gespaltenes Parlament.
    Deutscher Außenhandel verzeichnet durch Brexit Milliardenverluste
    Deutsche Firmen, die Waren nach Großbritannien liefern, verzeichnen bereits jetzt Einbußen. Rund 3,5 Milliarden Euro betrage der Schaden bislang, sagte Außenhandelspräsident Holger Bingmann im Gespräch mit der "Rheinischen Post". Großbritannien sei in der Rangfolge der deutschen Handelspartner von Platz fünf im Jahr 2016 auf aktuell Platz 13 abgerutscht. Daher warnt Bingmann die Bundesregierung und die übrigen EU-Staaten eindringlich vor einem harten Brexit Ende Oktober. Dieser hätte katastrophale Folgen für den deutschen Außenhandel.
    7 min
  • 05.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Reform des EU-Türkei-Pakts soll kommen
    Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat eine Reform des Flüchtlingspakts zwischen der Türkei und der EU gefordert. Zugleich rief er die türkische Regierung auf, sich an ihre Zusagen zu halten und "die Migrationswelle in der Ägäis zu kontrollieren". EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos kündigte eine "politische Initiative" zu einem weiteren Ausbau des Abkommens an. "Griechenland wird nicht allein gelassen", sagte er nach Gesprächen mit Mitsotakis und Bundesinnenminister Horst Seehofer in Athen. Dieser sicherte Griechenland deutsche Unterstützung zu.
    US-Vize Pence in Ukraine-Affäre unter Druck
    Die US-Demokraten haben bei ihrer Untersuchung der Ukraine-Affäre Vizepräsident Mike Pence unter Strafandrohung zur Herausgabe von Dokumenten aufgefordert. Sollten diese nicht bis zum 15. Oktober vorliegen, werde dies als Behinderung des möglichen Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Donald Trump betrachtet, hieß es. Es gehe darum, die Rolle des Trump-Stellvertreters und seiner Mitarbeiter im Umgang mit der Ukraine zu klären. Trump wird vorgeworfen, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen gegen seinen Rivalen Joe Biden und dessen Sohn Hunter gedrängt zu haben.
    U-Bahn in Hongkong stillgelegt
    Aus Angst vor neuen gewalttätigen Ausschreitungen ist das U-Bahn-Netz in Hongkong weiterhin stillgelegt. Die Bahnen waren schon am Freitagabend aus Sicherheitsgründen gestoppt worden, weil radikale Demonstranten Brände gelegt und Stationen demoliert hatten. Auch viele Einkaufszentren und Geschäfte in der chinesischen Sonderverwaltungsregion blieben geschlossen. Eigentlich waren an diesem Wochenende kaum Proteste geplant, doch die überraschende Verhängung eines Vermummungsverbotes hatte die Spannungen wieder verschärft.
    Anti-Terror-Ermittlungen nach Messerangriff in Paris
    Nach der tödlichen Messerattacke im Hauptquartier der Pariser Polizei haben Anti-Terror-Spezialisten die Ermittlungen übernommen. Grund seien die bisherigen Erkenntnisse in dem Fall, teilte die Staatsanwaltschaft in der französischen Hauptstadt mit. Ein Mitarbeiter der Dienststelle hatte am Donnerstag vier Menschen erstochen. Bei den Opfern handelt es sich um drei Männer und eine Frau, die ebenfalls im Polizei-Hauptquartier arbeiteten. Der 45 Jahre alte Angreifer wurde nach der Tat von einem Polizisten erschossen.
    Iranische Hacker zielten auf US-Wahlkampf
    Aus dem Iran sollen hunderte Cyber-Angriffe auf Ziele in Verbindung mit dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2020 unternommen worden sein. Die Hacker hätten binnen 30 Tagen mehr als 2700 Versuche gestartet, sich Zugang zu E-Mail-Konten von Journalisten, Regierungsmitarbeitern und einem Wahlkampfteam zu verschaffen, teilte der Softwarekonzern Microsoft mit. Hinter den Attacken stehe eine Hackergruppe mit dem Namen "Phosphorous", hieß es. Sie seien technisch jedoch nicht sehr ausgeklügelt gewesen.
    Ankara lässt Deutsch-Türkin festnehmen
    In der Türkei ist erneut eine deutsche Staatsbürgerin festgenommen worden. Es handelt sich um eine 58 Jahre alte Deutsch-Türkin aus Hamburg, wie die Kurdische Gemeinde in Deutschland mitteilte. Demnach war die Frau vor zwei Wochen zu einem Familienbesuch in die Türkei gereist. Als sie ihren Rückflug von Diyarbakir nach Hannover habe antreten wollen, sei sie von der Polizei abgeführt worden. Möglicherweise habe ihre Festnahme mit dem Engagement ihres Mannes, der Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Hamburg ist, oder mit Postings auf ihrem Facebook-Account zu tun, heißt es.
    Im Iran inhaftierte Australier sind wieder frei
    Zwei im Iran inhaftierte australische Reiseblogger sind wieder freigelassen worden. Das teilte die australische Außenministerin Marise Payne mit. Den aus Perth stammenden Jolie King und Mark Firkin war Spionage vorgeworfen worden. Die iranische Justiz hatte sie beschuldigt, mit einer Drohne militärische Anlagen fotografiert zu haben. Das Paar hatte seine Reise durch mehrere Länder in den vergangenen zwei Jahren in Internetbeiträgen dokumentiert. Nach Beiträgen aus Kirgistan und Pakistan vor rund drei Monaten riss die Kommunikation ab.
    7 min
  • 04.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump ermuntert China zur Überprüfung Bidens
    Ungeachtet der Prüfung eines Amtsenthebungsverfahrens hat US-Präsident Donald Trump nach der Ukraine auch China offen zu Untersuchungen gegen seinen möglichen Herausforderer von den Demokraten ermuntert. China sollte ebenfalls eine Untersuchung zu Joe Biden beginnen, sagte Trump vor Reportern in Washington. Nach Ansicht der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, der Demokratin Nancy Pelosi, hat der Präsident damit erneut eine ausländische Regierung dazu aufgerufen, sich in den US-Wahlkampf einzumischen. Dies zeige, dass Trump sein Amt für seinen persönlichen politischen Vorteil missbrauche.
    USA verkaufen Ukraine moderne Panzerabwehrwaffen
    Nach dem Kongress hat jetzt auch die Regierung in Washington dem Verkauf von Anti-Panzer-Raketen an die Ukraine zugestimmt. Zu der Lieferung im Wert von rund 39 Millionen Dollar gehören auch zehn Abschusseinheiten, teilte das US-Außenministerium mit. Der Verkauf sei im nationalen Interesse der USA und werde der Ukraine helfen, ihre "Souveränität und territoriale Unversehrtheit" zu verteidigen. Das von den Herstellern Raytheon und Lockheed Martin produzierte Waffensystem kann aus großer Entfernung zielgenau gegen Panzer, gepanzerte Fahrzeuge oder Bunker eingesetzt werden.
    Versorgung in Port-au-Prince vor dem Kollaps
    Die andauernden heftigen Proteste gegen die Regierung und gewalttätige Krawalle haben das öffentliche Leben in Haiti weitgehend lahmgelegt. Medienberichten zufolge steht die Hauptstadt Port-au-Prince vor einer humanitären Krise. Die Nahrungsmittelversorgung droht zusammenzubrechen, da seit rund drei Wochen die wichtigsten Zufahrtsstraßen blockiert werden. Zudem fehlt laut UN sauberes Wasser. Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Staatspräsident Jovenel Moïse. Sie lasten ihm und seiner Regierung Korruption und Bereicherung an, während ein Großteil der Bevölkerung in bitterer Armut lebt.
    UNESCO beklagt weltweiten Lehrermangel
    Kurz vor dem diesjährigen Weltlehrertag macht die UNESCO auf den weltweiten Lehrermangel aufmerksam. Bis 2013 würden weltweit rund 69 Millionen neue Lehrerinnen und Lehrer benötigt, heißt es von der Bildungsorganisation der Vereinten Nationen. Am meisten würden Lehrkräfte in Subsahara-Afrika fehlen. Dort hätten mehr als zwei von drei Ländern akute Personalengpässe im Schulwesen. Die UNESCO koordiniert die Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda. Mit dem Abkommen von 2015 hat sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, bis 2030 chancengerechte Bildung für alle Menschen sicherzustellen.
    Seehofer lobt Türkei für Aufnahme von Flüchtlingen
    Bei seinem Besuch in Ankara hat Deutschlands Innenminister Horst Seehofer (CSU) der Türkei für die Aufnahme von fast vier Millionen Flüchtlingen gedankt. Die Leistung des Landes werde in die Welthistorie eingehen, sagte Seehofer zu seinem türkischen Kollegen Süleyman Soylu. Dieser erklärte, die Türkei habe ihre Verpflichtungen erfüllt. Nun müsse die Europäische Union ihren Teil tun. Im Rahmen des Flüchtlingspakts von 2016 hatte Brüssel Ankara sechs Milliarden Euro für die Versorgung syrischer Flüchtlinge zugesagt. Nach türkischen Angaben wurde bislang nur rund die Hälfte davon gezahlt.
    Spitzenerlös für Banksys Schimpansen-Gemälde
    In London ist das bislang größte bekannte Werk des Street-Art-Künstlers Banksy versteigert worden. Das mehr als vier Meter lange und zweineinhalb Meter hohe Gemälde war bereits vor zehn Jahren entstanden. Es zeigt das britische Unterhaus voller Schimpansen. Nach Angaben des Auktionshauses Sotheby's wechselte das Werk für umgerechnet rund 11 Millionen Euro seinen Besitzer. Zu dem Käufer gab es keine Angaben.
    7 min
  • 03.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Kiel
    Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel richtet an diesem Donnerstag die zentrale Feier zum Tag der Deutschen Einheit aus. Das Motto lautet "Mut verbindet". Erwartet werden unter anderen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die Festrede halten wird. Zum Bürgerfest rechnen die Veranstalter mit mehr als einer halben Million Besucher. Deutschland ist seit 1990 wiedervereinigt, seitdem ist der 3. Oktober der Nationalfeiertag.
    Nordkorea testet Rakete
    Das Regime in Pjöngjang hat Meldungen aus Seoul über einen nordkoreanischen Waffentest bestätigt. Eine ballistische Rakete sei erfolgreich von einem U-Boot aus abgefeuert worden, teilte Nordkoreas Militär mit. Mit dem neuen Test versucht das isolierte Land offensichtlich den Druck auf die USA vor den neuen Atomgesprächen zu erhöhen, die am Samstag auf Expertenebene beginnen sollen. Das US-Außenministerium und die Europäische Union forderten Nordkorea zum Verzicht auf Provokationen auf.
    Macrons EU-Kommissionskandidatin überzeugt nicht
    Die Französin Sylvie Goulard hat vom Europaparlament vorerst kein grünes Licht für ihre Berufung in die neue EU-Kommission bekommen. Abgeordnete fast aller Fraktionen zeigten sich nach der Anhörung unzufrieden mit den Antworten der liberalen Politikerin auf Vorwürfe zur Scheinbeschäftigung eines Assistenten. Goulard gehört zum politischen Lager von Präsident Emmanuel Macron und soll als eine Art "Super-Kommissarin" unter Ursula von der Leyen die Bereiche Industriepolitik, Binnenmarkt und Verteidigungsindustrie bekommen. Gegen Goulard läuft eine Untersuchung der EU-Betrugsbekämpfungsbehörde.
    USA kündigen Strafzölle auf EU-Importe an
    Die USA haben im Streit über Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus Strafzölle auf EU-Importe angekündigt. Die Einfuhr von Flugzeugen aus der Europäischen Union soll um zehn Prozent verteuert werden. Agrar- und Industriegüter werden künftig mit einem Zoll von 25 Prozent belegt. Die Welthandelsorganisation in Genf hatte zuvor entschieden, dass die USA auf EU-Importe künftig Strafzölle im Umfang von 7,5 Milliarden Dollar pro Jahr erheben dürfen. Die USA und Europa streiten vor der WTO seit 15 Jahren über milliardenschwere staatliche Hilfen für Airbus und den US-Flugzeugbauer Boeing.
    Polizisten protestieren in Paris
    Zehntausende Polizisten haben in der französischen Hauptstadt für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Mehrere Gewerkschaften hatten zu einem "Marsch der Wut" in Paris aufgerufen. Die französische Polizei gilt als chronisch überlastet. Die Beamten werden schlecht bezahlt und fühlen sich bis an die physischen Grenzen beansprucht. Der Arbeitsdruck ist für die Polizisten seit den Terroranschlägen 2015 massiv gestiegen. Die immer aggressiveren "Gelbwesten"-Proteste, die sich gegen die Reformpolitik der Regierung unter Präsident Emmanuel Macron richten, haben seit vergangenem Herbst zu einer weiteren Belastung geführt.
    BND besitzt offenbar Amri-Drohvideo
    Dem Bundesnachrichtendienst soll ein bislang unbekanntes Handy-Video des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri vorliegen. Wie mehrere deutsche Medien berichteten, soll die rund elf Sekunden lange Aufnahme im November 2016 entstanden sein, also nur wenige Wochen vor dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz am 19. Dezember mit zwölf Toten. In dem Video droht Amri den Berichten zufolge mit Attentaten. Es soll von einem ausländischen Geheimdienst an den BND übermittelt worden sein. Um welchen Dienst es sich handelt, wollte der deutsche Auslandsgeheimdienst nicht mitteilen.
    7 min
  • 02.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Konfliktparteien in der Ostukraine einigen sich
    Die Konfliktparteien in der Ostukraine haben sich auf einen Sonderstatus für die umkämpften Regionen Donezk und Luhansk geeinigt. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in Kiew, damit sei der Weg frei für ein Treffen im sogenannten Normandie-Format mit Frankreich, Deutschland, der Ukraine und Russland. Bundesaußenminister Heiko Maas freute sich über die konstruktive Atmosphäre in der Kontaktgruppe in Minsk, die zu den Fortschritten geführt habe. Die Regelung für den Sonderstatus geht auf einen Vorschlag des deutschen Ex-Außenministers und heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zurück.
    Viele Tote bei Kämpfen in Mali
    Im Süden von Mali sind bei schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen nach offiziellen Angaben mindestens 40 Menschen getötet worden. Wie ein Regierungssprecher mitteilte, starben bei den Gefechten an der Grenze zu Burkina Faso 25 Soldaten und 15 Terroristen. Weitere 60 Soldaten gelten als vermisst. In den Staaten der Sahelzone sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv; einige bekennen sich zu den Terrororganisationen "Islamischer Staat" oder Al-Kaida. In Mali beteiligen sich 1000 Bundeswehrsoldaten an einer Mission der Vereinten Nationen.
    Nordkorea testet erneut Raketen über Japanischem Meer
    Das nordkoreanische Militär hat erneut mehrere Raketen über das Japanische Meer abgefeuert. Das berichtete die südkoreanische Agentur Yonhap unter Berufung auf den Armeestab in Seoul. Demnach soll es sich um Kurzstreckenraketen handeln, die im Bereich der Küstenstadt Wonsan gestartet worden seien. Der japanische Seesicherheitsdienst warnte alle Schiffe in der Region vor herabfallenden Trümmerstücken. Wenige Stunden vor dem Raketenstart hatte Südkorea erstmals öffentlich einige von insgesamt 40 neuen Tarnkappen-Kampfjets gezeigt. Deren Beschaffung wird von der nordkoreanischen Führung kritisiert.
    Tote nach Demonstrationen im Irak
    Im Irak sind hunderte Menschen aus Protest gegen Arbeitslosigkeit und Korruption auf die Straße gegangen. Dabei kam es zu Ausschreitungen, bei denen in Bagdad ein Demonstrant getötet und mehr als 200 Menschen, darunter 40 Sicherheitskräfte, verletzt wurden. Auch bei Protesten im Süden des Landes gab es einen Toten. In der irakischen Hauptstadt waren die Sicherheitskräfte mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Teilnehmer der Kundgebung vorgegangen. Augenzeugen berichteten, die Polizisten hätten am Tahrir-Platz auch in die Luft geschossen, um die Proteste aufzulösen.
    ETA-Militärchef zu 33 Jahren Haft verurteilt
    Der ehemalige Militärchef der baskischen Untergrundorganisation ETA, Javier García Gaztelu, ist in Spanien zu 33 Jahren Haft verurteilt worden. Gaztelu wurde von einem spanischen Gericht des Mordes an einem Beamten der Strafvollzugsverwaltung für schuldig befunden. Drei weitere ETA-Mitglieder, die von Gaztelu mit dem Mord durch eine Autobombe im Jahr 2000 in der baskischen Stadt Vitoria beauftragt worden waren, wurden ebenfalls verurteilt. Die vier Männer müssen zudem der Witwe und der Tochter des Opfers jeweils 305.000 Euro Schadenersatz zahlen.
    Bayern siegt und Bayer verliert in der Champions League
    Der FC Bayern München nimmt in der Champions League nach einer beeindruckenden Vorstellung Kurs auf den Gruppensieg. Der deutsche Fußball-Meister deklassierte den Vorjahresfinalisten Tottenham Hotspur in dessen Stadion mit 7:2 und feierte seinen zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel. Joshua Kimmich, Robert Lewandowski und der überragende Vierfach-Torschütze Serge Gnabry sorgten für die Treffer des FC-Bayern München. Bayer Leverkusen hat im zweiten Gruppenspiel die zweite Niederlage kassiert. Der Bundesligist verlor 0:3 bei Juventus Turin.
    7 min
  • 01.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China feiert 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik
    Mit einer großen Militärparade hat China den 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik gefeiert. 15.000 Soldaten marschierten über den Tiananmen-Platz in der Hauptstadt Peking. Aufgefahren wurden auch Panzer, Raketen und High-Tech-Drohnen. Staatschef Xi Jinping sagte, niemand könne "die chinesische Nation auf ihrem Weg nach vorne stoppen". Die Parade war laut Staatsmedien die größte in der Geschichte des Landes. In Hongkong versuchte die Polizei, mit einem Großaufgebot neue Proteste zu unterbinden. Aus Sicherheitsgründen fand dort die Zeremonie zum 70. Jahrestag in einem Messezentrum statt.
    Trumps Anwalt soll im Amtsenthebungsverfahren aussagen
    Drei Ausschüsse des US-Repräsentantenhauses haben Rudy Giuliani, den persönlichen Anwalt von US-Präsident Donald Trump, im Rahmen ihrer Untersuchung der Ukraine-Affäre zur Herausgabe von Dokumenten aufgefordert. Giuliani solle seine bisherige Kommunikation in der Sache und alle möglicherweise relevanten Dokumente dazu bis Mitte Oktober an das Parlament übergeben, hieß es in einem Schreiben der drei ermittelnden Ausschüsse. Es gehe darum, die glaubhaften Anschuldigungen zu prüfen, wonach Giuliani dem Präsidenten geholfen haben soll, sein Amt zu missbrauchen.
    Trump bat Australien um Hilfe gegen Mueller-Ermittlungen
    US-Präsident Donald Trump hat Australiens Regierung um Informationen zur Untersuchung des Russland-Sonderermittlers Robert Mueller gebeten. Ein australischer Regierungssprecher bestätigte ein entsprechendes Telefonat zwischen Premierminister Scott Morrison und Trump. Morrison habe zugesagt, bei den Ermittlungen zu helfen. Laut "New York Times" hoffte Trump auf Informationen, welche die Glaubwürdigkeit der Mueller-Untersuchung schwächen könnten. Mueller hatte nach seinen Ermittlungen zur Russland-Affäre den US-Präsidenten ausdrücklich nicht vom Verdacht strafbarer Justizbehinderung entlastet.
    London will Vorschläge für Lösung des Brexit-Streits präsentieren
    Großbritannien will einem Medienbericht zufolge eine Lösung für den zentralen Brexit-Streit - die Gestaltung der Grenze zwischen Irland und dem britischen Nordirland - vorschlagen. Demnach sollen nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU beiderseits der Grenze in Entfernungen zwischen acht und 16 Kilometern Zentren zur Zollabfertigung eingerichtet werden, berichtet der irische Sender RTE. Beobachter halten die Vorschläge aber für unzureichend, weil die Grenzkontrollen damit nicht verhindert, sondern nur verlagert würden. Derzeit finden keine Kontrollen zwischen den beiden Teilen Irlands statt.
    Griechenland kündigt Änderungen in der Asylpolitik an
    Nach dem Brand mit zwei Toten im griechischen Lager Moria hat die Regierung in Athen Änderungen der Flüchtlingspolitik verkündet. Bis Ende 2020 wolle man insgesamt 10.000 Migranten in die Türkei zurückführen, hieß es nach einer Krisensitzung des Kabinetts. Darüber hinaus kündigte die Regierung mehr Grenzpatrouillen in der Ägäis an. Außerdem sollen Internierungslager für illegale Einwanderer und abgewiesene Asylbewerber errichtet werden. Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis nannte die geplanten Maßnahmen eine Abkehr von der Flüchtlingspolitik der Vorgängerregierung.
    Erbitterter Machtkampf in Peru
    In Peru hat Präsident Martin Vizcarra vor dem Hintergrund einer Verfassungskrise das Parlament aufgelöst und Neuwahlen angekündigt. In einer Fernsehansprache sagte Vizcarra, mit dem von der konservativen Opposition dominierten Parlament sei "keinerlei Vereinbarung" möglich. Der Staatschef bezog sich dabei auf den erbittert geführten Streit um die Besetzung der Richterposten beim peruanischen Verfassungsgericht. Die Parlamentarier blieben unbeeindruckt und ernannten ihrerseits einen neuen Interimspräsidenten.
    Armut im Krisenland Argentinien steigt weiter an
    Argentinien leidet zunehmend unter einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise. Wie die Statistikbehörde in Buenos Aires mitteilte, leben inzwischen mehr als 35 Prozent der Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Letztes Jahr waren es noch acht Prozentpunkte weniger. Die Inflationsrate liegt bei mehr als 50 Prozent. Am 27. Oktober wird in Argentinien ein neuer Präsident gewählt. Dabei könnte Staatschef Mauricio Macri sein Amt an den Oppositionskandidaten Alberto Fernández verlieren, der zusammen mit der ehemaligen Staatschefin Christina Kirchner antritt, die als Vizepräsidentin kandidiert.
    8 min
  • 30.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kurz gewinnt Parlamentswahl in Österreich deutlich
    Die ÖVP von Ex-Kanzler Sebastian Kurz ist klarer Sieger der Parlamentswahl in Österreich. Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kommt die Partei auf 38,35 Prozent der Stimmen. Auf dem zweiten Platz folgen - trotz deutlicher Verluste - die Sozialdemokraten mit 21,54 Prozent. Noch stärker verliert die FPÖ, die bis Mai an der Regierung beteiligt war. Die rechtspopulistische Partei landet mit 17,25 Prozent auf Platz drei. Mit 12,35 Prozent schaffen die Grünen nach zwei Jahren wieder den Einzug in den Nationalrat. Dort sind mit 7,36 Prozent auch die liberalen NEOS vertreten.
    Prozessauftakt gegen Volkswagen wegen Dieselskandal
    Gut vier Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals beginnt in Braunschweig der erste größere Prozess gegen Volkswagen. Geführt wird der Prozess von der Verbraucherzentrale Bundesverband, die fast 470.000 Autokäufer vertritt. Die Kläger fordern Schadenersatz, weil VW die Steuerung vieler Diesel-Modelle manipuliert hat. Die Autos stoßen dadurch im Alltagsbetrieb mehr Schadstoffe aus als zulässig wären. Die Bundesregierung hatte erst im vergangenen Jahr die Möglichkeit geschaffen, Verbraucheransprüche so zu bündeln, wie es in diesem Prozess jetzt gemacht wird.
    Trump will Informanten in der Ukraine-Affäre treffen
    US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen mit dem anonymen Geheimdienstmitarbeiter gefordert, der die Ukraine-Affäre ins Rollen gebracht hat. Trump erklärte, wie jeder US-Bürger habe er das Recht, seinen "Ankläger" zu treffen. Dem Geheimdienstmitarbeiter warf er vor, sein Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "komplett falsch" und "betrügerisch" dargestellt zu haben. Der US-Präsident steht im Verdacht des Amtsmissbrauchs, weil er in dem Telefonat Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen Sohn Hunter forderte.
    Angespannte Lage in griechischen Flüchtlingslagern
    Nach dem Tod zweier Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos befürchten die Behörden weitere Unruhen. Bei einem Feuer waren eine Mutter und ihr Kind ums Leben gekommen. Danach gab es schwere Unruhen; Feuerwehrleute wurden angegriffen. Auf insgesamt fünf griechischen Inseln sind derzeit rund 30.000 Flüchtlinge untergebracht; die Lager sind für deutlich weniger Menschen ausgelegt. Grund dafür ist, dass der Zustrom von Migranten aus der Türkei in den vergangenen Wochen stark zugenommen hat. Ihre Zahl ist die höchste seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im März 2016.
    Maas zum Jahrestag von Genscher-Rede zu Besuch in Prag
    Genau 30 Jahre nach dem legendären Aufritt des damaligen Außenministers Hans-Dietrich Genscher ist heute sein Nachfolger Heiko Maas zu Besuch in der tschechischen Hauptstadt. Er nimmt unter anderem an einer Veranstaltung in der deutschen Botschaft in Prag teil. In diese hatten sich 1989 tausende DDR-Bürger geflüchtet. Von dem Balkon der Botschaft aus überbrachte Genscher den Geflüchteten die Nachricht über ihre Ausreiseerlaubnis. Nur etwas mehr als einen Monat später, am 9. November 1989, fiel die Mauer. Sie hatte die DDR und die Bundesrepublik mehr als 28 Jahre voneinander getrennt.
    Proteste gegen Wirtschaftskrise im Libanon
    Aus Protest gegen die Wirtschaftspolitik der libanesischen Regierung sind hunderte Menschen auf die Straße gegangen. Die Demonstranten versammelten sich in mehreren Städten, um gegen soziale Missstände zu protestieren. In der Hauptstadt Beirut errichteten sie mit brennenden Reifen Straßenblockaden. Die Staatsverschuldung ist mit etwa 150 Prozent eine der höchsten der Welt. Belastend wirkt sich auch der seit acht Jahren andauernde Bürgerkrieg in Syrien aus. Mit rund 1,5 Millionen syrischen Flüchtlingen hat der Libanon, gemessen an der Einwohnerzahl, die meisten Flüchtlinge weltweit aufgenommen.
    Abschied von Chirac - Franzosen stehen stundenlang Schlange
    Stundenlang haben in Paris tausende Menschen angestanden, um sich von dem verstorbenen früheren Staatspräsidenten Jacques Chirac zu verabschieden. Vor der Kathedrale Saint-Louis-des-Invalides bildete sich am Sonntag bei Regenwetter eine mehrere hundert Meter lange Schlange. Noch am Abend warteten Menschen vor der Kirche. Wegen des großen Andrangs war die Kirche die ganze Nacht geöffnet geblieben. Der Sarg des konservativen Politikers stand im Eingang der Kirche, bedeckt von der französischen Trikolore. An der Wand hing ein riesiges Porträt Chiracs.
    8 min
  • 28.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Sondergesandter für die Ukraine zurückgetreten
    Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump für die Ukraine, Kurt Volker, ist Medienberichten zufolge zurückgetreten. Wie CNN und die "New York Times" melden, erfolgte der Schritt, nachdem Volker im Zusammenhang mit dem Telefonat von Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj benannt worden war. Volker soll versucht haben, Schadensbegrenzung im Sinne Trumps zu betreiben. Er gehört zu fünf Mitarbeitern des Außenministeriums, die die oppositionellen Demokraten im Rahmen ihrer Untersuchungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump vorgeladen haben.
    US-Demokraten setzen Außenminister Pompeo unter Druck
    Die oppositionellen Demokraten wollen US-Außenminister Mike Pompeo zur Herausgabe von Dokumenten mit Bezug zur Ukraine-Affäre zwingen. Die Vorsitzenden mehrerer Ausschüsse im Repräsentantenhaus stellten eine sogenannte Subpoena aus, also eine rechtlich verbindliche Aufforderung, das Material zu übermitteln. Sie setzten Pompeo eine Frist von einer Woche. Sollte sich der Minister der Aufforderung widersetzen, würde dies "eine Behinderung der Ermittlungen" des Repräsentantenhauses belegen, hieß es in dem Schreiben der Vorsitzenden von drei Ausschüssen.
    Präsidentschaftswahl in Afghanistan hat begonnen
    Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen wählt Afghanistan einen neuen Präsidenten. Die islamistisch-militanten Taliban haben angekündigt, die Wahl anzugreifen. Es hat auch bereits vereinzelte Anschläge auf Wahllokale gegeben; mindestens zwei Menschen wurden dabei getötet. Es sind insgesamt knapp zehn Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen; Experten gehen aber davon aus, dass lediglich 1,5 Millionen ihre Stimme abgeben werden. Realistische Chancen auf einen Sieg haben laut Beobachtern der amtierende Präsident Aschraf Ghani und sein Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah.
    Eine halbe Million Menschen protestiert in Montreal
    Zum Abschluss der internationalen Aktionswoche für mehr Klimaschutz sind weltweit erneut Millionen Menschen auf die Straße gegangen. Die größte Kundgebung gab es in Kanada. Im Beisein der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg kamen in Montreal rund eine halbe Million Menschen zusammen. Darunter war auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau. In Europa versammelten sich die meisten Menschen in Italien. Es gab laut der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" Großdemonstrationen mit mehr als 150.000 beziehungsweise mehr als 200.000 Teilnehmern in Mailand und Rom.
    Pakistans Premier warnt vor Blutbad in Kaschmir
    Pakistans Premierminister Imran Khan hat bei der UN-Vollversammlung in New York vor der Gefahr eines Kriegs mit Indien im Kaschmir-Konflikt gewarnt. Wenn ein atomar bewaffnetes Land bis zum Ende kämpfe, werde das Konsequenzen weit jenseits der Grenzen haben, sagte er in der Generaldebatte. Dies sei keine Drohung, sondern eine Sorge. Khan sprach von einem möglichen Blutbad in Kaschmir. Indiens Regierungschef Narendra Modi hatte den Konflikt zuvor in seiner Rede vor dem UN-Gremium unerwähnt gelassen. Die Atommächte Pakistan und Indien beanspruchen beide die Region Kaschmir für sich.
    Fähre "Estonia" sank vor 25 Jahren
    In Estland und Schweden wird heute des Untergangs der "Estonia" vor 25 Jahren gedacht. Die Fähre war 1994 auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm bei stürmischer See gesunken. Dabei kamen in der Ostsee 852 Menschen ums Leben; nur 137 Passagiere überlebten. Der Untergang der Autofähre gilt heute als die größte Schiffskatastrophe der Nachkriegszeit. Bei der Suche nach der Ursache kam eine Untersuchungskommission zu dem Schluss, dass die Bugklappe der "Estonia" beschädigt war. Auf offener See riss die Klappe ab und führte so zu dem Unglück.
    Frankfurt gewinnt in der Fußball-Bundesliga gegen Union Berlin
    Eintracht Frankfurt hat beim Bundesliga-Neuling 1. FC Union Berlin den ersten Auswärtssieg in dieser Saison erzielt. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter setzte sich mit 2:1 durch. Der Niederländer Bas Dost brachte die Gäste bei seinem ersten Startelfeinsatz in der 48. Minute in Führung, der Portugiese André Silva traf in der 62. Minute. Den Berlinern gelang in der 68. Minute der Anschlusstreffer durch Anthony Ujah. In der Tabelle rückte die Eintracht mit zehn Punkten auf den siebten Platz vor. Union bleibt bei vier Zählern und auf Platz 14.
    8 min
  • 27.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-DateiTrump droht Whistleblower
    Der Streit um ein Telefonat von US-Präsident Donald Trump mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj spitzt sich weiter zu. Nach Angaben der "Los Angeles Times" bezeichnete Trump den Whistleblower, der Inhalte des umstrittenen Gesprächs öffentlich gemacht hatte, als Spion. Demnach forderte der US-Präsident bei einem privaten Treffen mit Diplomaten indirekt eine harte Bestrafung des Informanten, der Mitarbeiter der CIA sein soll. Trump wird vorgeworfen, Druck auf die Ukraine ausgeübt zu haben, um Korruptionsermittlungen gegen den Sohn des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden zu starten.
    US-Flüchtlingsprogramm schrumpft weiter
    Die USA wollen abermals weniger Flüchtlinge im Rahmen ihres Neuansiedlungsprogramms aufnehmen. Im neuen Haushaltsjahr, das im Oktober beginnt, dürften höchstens 18.000 Menschen einreisen, teilte das Außenministerium in Washington mit. Zuletzt lag die Obergrenze noch bei 30.000. Die Regierung hatte die Aufnahmebereitschaft bereits in den zurückliegenden Jahren drastisch verringert. Im Rahmen des Programms werden Flüchtlinge aus UN-Lagern in aller Welt ausgewählt, die in den USA neu angesiedelt werden. Davon unabhängig werden für das kommende Haushaltsjahr in den Vereinigten Staaten 350.000 Asylanträge erwartet.
    Weitere US-Soldaten für Saudi-Arabien
    Nach den Luftangriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien entsenden die USA 200 zusätzliche Soldaten in das Königreich. Zudem erhalte das Land Defensivwaffen, darunter weitere Patriot-Raketen, und vier Radarsysteme, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Bei Bedarf könnten die Kräfte noch aufgestockt werden. In Saudi-Arabien sind seit Sommer schon rund 500 US-Soldaten stationiert. Die Attacken auf die Ölanlagen vor knapp zwei Wochen hatten die Spannungen in der Golfregion weiter angeheizt. Die USA machen den Iran für die Angriffe verantwortlich. Die Führung in Teheran weist dies zurück.
    Saudi-Arabien öffnet sich für Urlauber
    Saudi-Arabien will erstmals Touristen-Visa ausstellen. Das bestätigte Tourismus-Chef Ahmed al-Chateeb. Bislang stellt das erzkonservative Königreich Visa nur für Pilger, Geschäftsreisende und Besucher von Sport- und Kulturveranstaltungen aus. Das bislang weitgehend von Ölexporten abhängige Land will sich damit neue Einkommensquellen erschließen. Die Entwicklung ist Teil der sogenannten Vision 2030, mit der Kronprinz Mohammed bin Salman einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reformkurs verbindet. Politische Grundfreiheiten sind damit bisher nicht verbunden.
    Iran steigert erneut Uran-Anreicherung
    Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA einen weiteren Schritt zum Rückzug aus dem internationalen Atomabkommen von 2015 getan. In der Urananreicherungsanlage Natans würden nun leistungsstärkere Zentrifugen als erlaubt eingesetzt oder seien dafür vorbereitet, heißt es in einem Bericht der UN-Behörde. Niedrig angereichertes Uran wird in Kernkraftwerken und Forschungsreaktoren benötigt. Wird es höher angereichert, kann es auch zum Bau von Atomwaffen verwendet werden.
    US-Behörde wirft Boeing Fehleinschätzung vor
    Rund sechs Monate nach Inkrafttreten des weltweiten Flugverbots für die B 737 MAX hat die US-Transportsicherheitsbehörde dem Flugzeugbauer Boeing und der Flugaufsicht Versäumnisse attestiert. Sowohl das Unternehmen als auch die Luftfahrtbehörde FAA hätten falsch eingeschätzt, wie Piloten auf Warnmeldungen bei Fehlfunktionen reagieren würden, hieß es in einem Bericht. Bei der Zertifizierung von Flugzeugen müsse die Schnittstelle zum Menschen stärker beachtet werden.
    U-Haft für katalanische Separatisten
    In Spanien sind sieben als gefährlich geltende Separatisten aus der Region Katalonien in Untersuchungshaft gekommen. Der zuständige Richter schloss zudem eine Freilassung gegen Kaution aus. Die Polizei hatte die Männer am Montag festgenommen. Die Ermittler werfen ihnen die Zugehörigkeit zu einer terroristischen Organisation und den Besitz von Sprengstoff vor. Es wird vermutet, dass sie Anschläge geplant haben. Angehörige der Separatistenbewegung in Katalonien kritisierten das Vorgehen der Justiz als Akt der "Unterdrückung".
    Mexiko gedenkt verschwundener Studenten
    Genau fünf Jahre nach dem Verschwinden von 43 Studenten in Mexiko haben deren Familien im Parlament demonstriert. In der Abgeordnetenkammer in Mexiko-Stadt hielten sie Plakate mit Porträtbildern ihrer Angehörigen hoch und forderten Aufklärung. Im September 2014 hatten korrupte Sicherheitskräfte die Studenten eines Lehrerseminars im Bundesstaat Guerrero verschleppt. Laut offiziellen Ermittlungen wurden die jungen Leute an ein Drogenkartell übergeben, ermordet und ihre Leichen verbrannt. Eine internationale Expertenkommission zweifelt dies jedoch an. Verurteilt wurde in dem Fall bislang niemand.
    9 min
  • 26.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Maas warnt in UN-Vollversammlung vor Klimakriegen
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat in der Generaldebatte der Vereinten Nationen vor Klimakriegen gewarnt. Wenn die Menschen keinen Zugang mehr zu sauberem Trinkwasser hätten oder ganze Ernten wegen Dauerdürren ausfielen, könnten die Kriege der Zukunft Klimakriege sein, sagte Maas vor der UN-Vollversammlung in New York. Er warb zugleich für internationale Kooperation anstelle nationaler Alleingänge. Zusammenarbeit sei alles andere als Verrat am eigenen Land, weil sich keine der großen Zukunftsfragen wie Klimawandel, Migration oder Digitalisierung von einem Staat alleine lösen lasse.
    Iran drängt auf Frieden am Golf
    Nach monatelanger Zuspitzung der Krise in der Golfregion hat Irans Präsident Hassan Rohani eine Friedensinitiative gestartet. In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York lud er alle Anrainerstaaten der strategisch wichtigen Straße von Hormus ein, sich an der Lösung von Konflikten zu beteiligen. Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump lehnte er hingegen ab, solange dieser seine Sanktionen gegen den Iran aufrecht erhalte. Die US-Regierung habe „gnadenlosen wirtschaftlichen Terror“ zu verantworten, so Rohani wörtlich.
    Selenskyj verteidigt Trump gegen Vorwürfe
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seinem US-Kollegen Donald Trump in der Debatte um ein Telefonat der beiden Staatschefs den Rücken gestärkt. Niemand habe auf ihn Druck ausgeübt, versicherte Selenskyj bei einem Treffen mit Trump in New York. Die US-Demokraten werfen Trump vor, er habe die Freigabe von Militärhilfen an Korruptionsermittlungen gegen Hunter Biden in der Ukraine geknüpft. Hunter Biden ist der Sohn seines möglichen Herausforderers bei der Wahl 2020, Joe Biden. Die Begründung der Demokraten für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren sei ein „Witz“, betonte Trump.
    USA und Japan schließen Handelsabkommen
    Die USA und Japan haben vereinbart, ihren Handel in den Bereichen Landwirtschaft und Digitales anzukurbeln. Dank niedrigerer oder abgeschaffter Zölle könnten die Vereinigten Staaten bald zusätzliche Produkte im Wert von insgesamt sieben Milliarden Dollar nach Japan exportieren, erklärte US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung des Abkommens in New York. Dies sei vor allem ein „großer Sieg“ für die amerikanischen Landwirte. Japans Regierungschef Shinzo Abe sprach von einem für beide Seiten vorteilhaften Deal.
    Johnson verlangt ein Misstrauensvotum
    Im Ringen um den Brexit hat der britische Premierminister Boris Johnson die Opposition aufgefordert, einen Misstrauensantrag gegen ihn zu stellen. Schon an diesem Donnerstag solle darüber abgestimmt werden, sagte Johnson im Unterhaus, das erstmals nach der vom Obersten Gericht aufgehobenen Zwangspause wieder tagte. Die Opposition erteilte dem Vorschlag, mit dem Johnson Neuwahlen erzwingen möchte, eine Absage. Zuerst müsse der angedrohte EU-Austritt ohne Abkommen am 31. Oktober vom Tisch, betonte Labour-Chef Jeremy Corbyn.
    Netanjahu soll Regierung bilden
    Gut eine Woche nach der Parlamentswahl in Israel hat Staatspräsident Reuven Rivlin den rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wieder mit der Regierungsbildung beauftragt. Gespräche zur Bildung einer großen Koalition von Netanjahus Likud mit dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis von Ex-Militärchef Benny Gantz waren zuvor gescheitert. Netanjahus Likud hat zwar bei der Wahl mit 32 Mandaten einen Sitz weniger als Gantz' Bündnis "Blau-Weiß" bekommen. Insgesamt haben ihn aber 55 Abgeordnete für das Amt des Regierungschefs empfohlen - eine Stimme mehr, als Gantz erhalten hat.
    Mehr als 1000 Festnahmen in Ägypten
    In Ägypten sind nach den regierungskritischen Protesten vom Wochenende mehr als 1000 Menschen festgenommen worden. Eine nationale Menschenrechtsgruppe sprach gar von über 1400 Inhaftierten. Unter ihnen sind auch die prominenten Politikwissenschaftler Hasem Hosni und Hassan Nafaa. Hunderte Menschen hatten den Rücktritt von Staatschef Abdel Fattah al-Sisi gefordert. Dazu aufgerufen hatte der im spanischen Exil lebende ägyptische Unternehmer Mohamed Ali. Das Auswärtige Amt in Berlin forderte die Regierung in Kairo auf, Inhaftierte, denen kein Vorwurf gemacht werden könne, umgehend freizulassen.
    8 min

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