Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 13.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Demokratische Kandidaten streiten über Gesundheitswesen
    Im Vorwahlkampf der US-Demokraten haben sich die zehn aussichtsreichsten Kandidaten bei einer Fernsehdebatte einen Schlagabtausch geliefert. Zu den Hauptthemen gehörte das Gesundheitswesen. Dabei geriet der frühere Vizepräsident Joe Biden mit US-Senatorin Elizabeth Warren sowie ihrem Kollegen Bernie Sanders aneinander. Biden stellte sich hinter die Gesundheitsreform von Barack Obama. Warren und Sanders geht diese dagegen nicht weit genug. In den USA finden im November 2020 Wahlen statt. Dabei wird der republikanische Amtsinhaber Donald Trump ein weiteres Mal antreten.
    US-Konzernchefs fordern schärferes Waffenrecht
    Zahlreiche Chefs von US-Konzernen haben den US-Senat in einem gemeinsamen Brief zu einer Verschärfung des Waffenrechts aufgefordert. In einem in der "New York Times" veröffentlichten Brief riefen 145 Vorstände dazu auf, einen vom Repräsentantenhaus bereits im Februar beschlossenen Gesetzesentwurf zu verabschieden. Damit sollen Privatverkäufe von Waffen, bei denen es keine Hintergrundprüfung des Käufers gibt, prinzipiell verboten werden. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Geschäftsführer von Airbnb, Uber und Yelp.
    Fünf ehemalige "Cumhuriyet"-Journalisten vorzeitig aus Haft entlassen
    In der Türkei sind fünf Ex-Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Nach knapp fünf Monaten Haft kamen sie aufgrund des Urteils eines Berufungsgerichts frei. Unter ihnen ist auch der international bekannte Karikaturist Musa Kart. Der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge unterliegen die fünf künftig einer Ausreisesperre. Die Mitarbeiter der Zeitung waren 2018 mit weiteren neun Kollegen wegen "Unterstützung von Terrorgruppen" zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb und acht Jahren verurteilt worden.
    Tote bei Attentat in der Südosttürkei
    Bei einem Anschlag mit einer Sprengfalle sind in der Südosttürkei nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Zehn weitere Menschen wurden verletzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Sie aktualisierte damit Opferzahlen vom Donnerstagabend. Bei den Opfern soll es sich um Zivilisten handeln. Das Gouverneursamt machte die in der Türkei als Terrororganisation verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK für den Anschlag verantwortlich.
    EU verspricht mehr Geld für venezolanische Flüchtlinge in Kolumbien
    Die Europäische Union will Kolumbien mit weiteren 30 Millionen Euro bei der Versorgung von Hunderttausenden Flüchtlingen aus dem Nachbarland Venezuela unterstützen. Dies kündigte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bei einem Besuch in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá an. Die EU hat Kolumbien bislang bereits mit 130 Millionen Euro unterstützt. Wegen der schweren wirtschaftlichen und politischen Krise haben bereits über vier Millionen Venezolaner ihre Heimat verlassen. Mehr als 1,4 Millionen haben sich in Kolumbien niedergelassen.
    Vermisstenzahl nach Hurrikan "Dorian" nach unten korrigiert
    Die Behörden auf den Bahamas haben die Zahl der Vermissten nach dem Durchzug des Hurrikan "Dorian" auf 1300 gesenkt. Bislang ging die Katastrophenschutzbehörde der Inselgruppe von 2500 Vermissten aus. Der Wirbelsturm war am 1. September mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern über die Bahamas hinweggefegt. Dabei starben mindestens 50 Menschen.
    Mehr als 70.000 Hundertjährige in Japan
    Japans "Club der Hundertjährigen" feiert einen Rekord: Erstmals zählt die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt mehr als 70.000 Menschen im Alter von 100 oder mehr Jahren. Insgesamt leben nach Angaben der Regierung vom Freitag 71.238 Hundertjährige in dem asiatischen Land. Frauen stellten mit 88,1 Prozent weiterhin die Mehrheit. Weltweit leben nach UN-Angaben rund 533.000 Hundertjährige, in Deutschland sind es rund 18.000.
    9 min
  • 12.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britische Regierungspapiere warnen vor No-Deal-Brexit
    Auf Druck des Parlaments hat die britische Regierung interne Papiere für den Fall eines No-Deal-Brexits veröffentlicht. Demnach könnte es aufgrund langer Wartezeiten am Ärmelkanal zu Lieferengpässen bei Medikamenten kommen. Auch bestimmte Lebensmittel dürften demzufolge knapp werden. Hamsterkäufe könnten die Lage noch verschlimmern, heißt es in den sogenannten "Yellowhammer"-Dokumenten. Vizepremier Michael Gove, zuständig für die No-Deal-Planungen, betonte, das Papier sei lediglich ein Szenario für den schlimmsten Fall und keine Vorhersage der wahrscheinlichen Entwicklung.
    Trump verschiebt Strafzölle gegen China
    US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Erhöhung von Zöllen auf chinesische Importe um zwei Wochen aufzuschieben. Die neuen Sätze würden erst ab dem 15. Oktober erhoben, teilte Trump per Twitter mit. Ursprünglich sollten die höheren Strafzölle auf China-Produkte bereits ab dem 1. Oktober gelten. Die Verschiebung sei ein Zeichen des guten Willens, so Trump. Zum einen habe Vize-Ministerpräsident Liu He darum gebeten und zum anderen begehe die Volksrepublik den 70. Jahrestag ihrer Gründung. Vor Trumps Ankündigung hatte China Ausnahmen von Vergeltungszöllen auf US-Importe angekündigt.
    Oberster Gerichtshof der USA bestätigt Verschärfung des Asylrechts
    Der Oberste Gerichtshof der USA hat eine von Präsident Donald Trump angeordnete Verschärfung des Asylrechts bestätigt. Der Supreme Court hob damit die Entscheidung eines Bundesrichters aus Kalifornien auf, der die Reform zwei Tage zuvor blockiert hatte. Nach den neuen Regeln sollen künftig alle Asylanträge abgelehnt werden, wenn Migranten aus zentralamerikanischen Ländern auf ihrem Weg in die USA nicht zuvor in Mexiko oder in einem anderen Drittland den Flüchtlingsstatus beantragt haben. Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen hatten im kalifornischen Oakland gegen die Neuregelung geklagt.
    Immer noch viele Vermisste nach Hurrikan "Dorian"
    Anderthalb Wochen nach dem Wirbelsturm "Dorian" stehen auf den Bahamas immer noch rund 2500 Menschen auf den Vermisstenlisten. Diese müssten nun aber noch mit den Listen über Menschen verglichen werden, die in Notunterkünften untergebracht oder vorübergehend umgesiedelt worden seien, teilte die Katastrophenschutzbehörde der Inselgruppe mit. "Dorian" war am 1. September mit Windstärken von bis zu 300 Stundenkilometern über die Bahamas hinweggefegt. Bisher wurden 50 Tote geborgen. Die Behörden rechnen aber mit vielen weiteren Toten, weil entlegene Regionen noch nicht erreicht werden konnten.
    Leiter von Flüchtlingslager Moria tritt zurück
    Der Leiter des wegen chronischer Überfüllung und unhygienischen Bedingungen in der Kritik stehenden Flüchtlingslagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos gibt seinen Job auf. Er gehe "erhobenen Hauptes", sagte Yannis Balbakakis der griechischen Nachrichtenagentur ANA. Er habe "unter schwierigen Umständen getan, was getan werden musste" und sei nun "müde". Ende August lebten nach UN-Angaben fast 11.000 Flüchtlinge in Moria, obwohl das Lager eigentlich nur für 3000 Menschen ausgelegt ist. Seit Anfang September kommen fast täglich zahlreiche neue Migranten auf Lesbos an.
    Großdemonstration für Kataloniens Unabhängigkeit
    Am katalanischen Nationalfeiertag "Diada" sind in Barcelona hunderttausende Menschen für die Unabhängigkeit Kataloniens auf die Straße gegangen. Laut Polizei nahmen rund 600.000 Menschen teil, 400.000 weniger als noch vor einem Jahr. Wegen der einseitigen Ausrufung der Unabhängigkeit von Spanien wurden mehrere Mitglieder des ehemaligen Regionalparlaments von den spanischen Behörden inhaftiert und unter anderem wegen Rebellion angeklagt. Im Oktober wird das Urteil im Prozess gegen zwölf Anführer der Unabhängigkeitsbewegung erwartet. Ihnen drohen langjährige Gefängnisstrafen.
    Theoretisch bewohnbarer Planet entdeckt
    Astronomen haben zum ersten Mal Wasserdampf in der Atmosphäre eines Planeten entdeckt, der seine Sonne in der sogenannten bewohnbaren Zone umkreist. Die in der Fachzeitschrift "Nature Astronomy" veröffentlichte Studie könnte ein Meilenstein bei der Suche nach Zeichen von Leben außerhalb unseres Sonnensystems sein. Der Exoplanet K2-18b, der um die Sonne K2-18 kreist, wurde 2015 vom US-Weltraumteleskop Kepler entdeckt. Der Wasserdampf sei nun mit Hilfe des Weltraumteleskops Hubble nachgewiesen worden, sagte die Co-Autorin der veröffentlichten Studie, Giovanna Tinetti.
    10 min
  • 11.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Netanjahu kündigt Annexion des Jordantals an
    Für den Fall seiner Wiederwahl will Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu das Jordantal annektieren. Das Vorhaben könnte schon kurz nach der Parlamentswahl kommende Woche umgesetzt werden, sagte der Regierungschef. Die Außenminister der Arabischen Liga kritisierten die Pläne Netanjahus als schädlich für den Nahost-Friedensprozess. Saudi-Arabien sprach von einer "eklatanten Verletzung" der UN-Charta und des Völkerrechts. Das Jordantal ist Teil des bereits von Israel besetzten Westjordanlands. In dem Tal leben rund 60.000 Palästinenser und 5000 jüdische Siedler.
    Pompeo vermutet geheime Atom-Aktivitäten im Iran
    US-Außenminister Mike Pompeo wirft dem Iran mangelnde Kooperation mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vor. Er nahm damit Bezug auf Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, der erklärt hatte, die IAEA habe Spuren von Uran in einem "geheimen Atom-Lagerhaus" im Iran entdeckt. Die Atomenergiebehörde bestätigte das bisher nicht. US-Präsident Donald Trump hatte das internationale Atomabkommen mit dem Iran 2018 aufgekündigt und massive Wirtschaftssanktionen gegen Teheran verhängt. Gleichzeitig signalisierte er mehrfach den Willen zu einem Treffen mit Irans Staatschef Hassan Rohani.
    USA lobt Mexikos Kampf gegen Migration
    Die US-Regierung zeigt sich zufrieden mit dem Kampf Mexikos gegen illegale Einwanderung. Die Regierung des Nachbarlandes habe bedeutende Schritte unternommen, um den "illegalen Migrationsstrom" in Richtung der Vereinigten Staaten zu bremsen, erklärte US-Vizepräsident Mike Pence nach einem Treffen mit dem mexikanischen Außenminister Marcelo Ebrard in Washington. Die mexikanische Regierung hatte sich im Juni zu massiven Maßnahmen gegen die Migration bereiterklärt, nachdem US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen auf mexikanische Waren gedroht hatte.
    Venezuela beginnt Großmanöver
    Venezuelas Streitkräfte haben an der Grenze zu Kolumbien eine große Militärübung gestartet. Der sozialistische Staatschef Venezuelas, Nicolas Maduro, wirft der rechtkonservativen Regierung im Nachbarland Kolumbien vor, sein Land destabilisieren zu wollen. Kolumbien unterstützt den Maduro-Rivalen und selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Nachdem ein ehemaliger Anführer der linksgerichteten FARC-Rebellen ankündigte, den bewaffneten Kampf in Kolumbien wiederaufzunehmen, unterstellte der kolumbianische Präsident Iván Duque dem Nachbarland, den Rebellen Unterstützung zu gewähren.
    UN fordern mehr Bildung für Flüchtlingskinder in Europa
    Die Vereinten Nationen haben die europäischen Staaten aufgefordert, mehr in die Bildung von Flüchtlings- und Migrantenkindern zu investieren. In einem gemeinsamen Appell fordern das Flüchtlingshilfswerk UNHCR, das Kinderhilfswerk UNICEF und die Internationale Organisation für Migration (IOM), Flüchtlingskinder müssten denselben Zugang zu Bildung erhalten wie die einheimischen. Ohne zusätzliche Unterstützung erzielten sie schlechtere Leistungen in Schlüsselfächern wie Mathematik. Die UN kritisierten weiter, Flüchtlingskinder erhielten zu wenig psychologische Hilfe, um sich in einem fremden Land zurechtzufinden.
    Pro Asyl: Lage von Flüchtlingen in der Ägäis dramatisch
    Angesichts steigender Migrantenzahlen auf den griechischen Inseln hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl von Griechenland und anderen EU-Staaten eine Entschärfung der Situation gefordert. Flüchtlinge in der Ägäis drohten zum Spielball der Machtinteressen der Türkei, Griechenlands und der EU-Staaten zu werden, kritisierte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt. Ihr Rechtsanspruch auf Schutz werde systematisch ignoriert. Auf den griechischen Inseln harren laut Pro Asyl derzeit mehr als 25.000 Menschen aus. Rund 40 Prozent von ihnen sind nach Angaben der Vereinten Nationen minderjährig.
    Papst kritisiert Fremdenfeindlichkeit
    Papst Franziskus fühlt sich durch Ausländerfeindlichkeit in Europa manchmal in die Zeit des Nationalsozialismus zurückversetzt. An einigen Orten seien Reden zu hören, die denen von Hitler 1934 ähnelten, sagte das Oberhaupt der Katholischen Kirche auf dem Rückflug von Madagaskar. Fremdenfeindlichkeit sei "eine Krankheit, wie Masern", so Franziskus, oft reite sie auf einer Welle des politischen Populismus. Der Papst, der immer wieder Hilfe für Migranten anmahnt, kehrte am Abend von einer knapp einwöchigen Afrikareise nach Rom zurück.
    10 min
  • 10.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britisches Unterhaus stellt sich gegen Premier Johnson
    Das Unterhaus in London hat eine vorgezogene Neuwahl in Großbritannien erneut abgelehnt. Der Antrag von Premierminister Boris Johnson verfehlte in der Nacht zum Dienstag die notwendige Zweidrittelmehrheit aller Abgeordneten. Es gibt damit keine Möglichkeit mehr für eine Neuwahl vor dem geplanten Brexit-Datum am 31. Oktober. Zuvor verlangten die Abgeordneten von der Regierung die Herausgabe von Dokumenten über die Planungen für einen EU-Austritt ohne Abkommen und über die Zwangspause des Parlaments. Ein entsprechender Beschluss fiel mit 311 zu 302 Stimmen.
    US-Bundesstaaten nehmen Google ins Visier
    Die Generalstaatsanwälte aus 48 US-Bundesstaaten sowie Washington DC und Puerto Rico haben eine Kartelluntersuchung gegen den Online-Riesen Google eröffnet. Geklärt werden soll, ob der US-Konzern den Wettbewerb im Geschäft mit Werbung im Internet behindert. Die Ermittlungen könnten aber noch auf andere Bereiche ausgeweitet werden. Wenn es keinen freien Markt oder Wettbewerb mehr gebe, erhöhe dies die Preise und schade den Verbrauchern, sagte Floridas Generalstaatsanwältin Ashley Moody in Washington.
    Trump erklärt Friedensgespräche mit Taliban für "tot"
    US-Präsident Donald Trump sieht die Bemühungen, Friedensgespräche für Afghanistan mit den radikalislamischen Taliban zu führen, als gescheitert an. Trump sagte im Weißen Haus, er strebe fast 18 Jahre nach Beginn des Einsatzes nach wie vor einen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan an. Die USA seien seit langer Zeit die Polizei in Afghanistan. Die dortige Regierung müsse mehr Verantwortung übernehmen. Der US-Präsident hatte als Reaktion auf einen weiteren Anschlag der Taliban am Wochenende getrennte Treffen mit den Taliban und dem afghanischen Präsidenten abgesagt.
    Grünen-Politiker wegen Beleidigung Erdogans angeklagt
    Der Grünen-Politiker Memet Kilic ist in der Türkei wegen Beleidigung von Präsident Recep Tayyip Erdogan angeklagt worden. Kilic, der die deutsche und die türkische Staatsbürgerschaft hat, gehörte von 2009 bis 2013 dem Bundestag an und arbeitet derzeit als Anwalt in Heidelberg. 2017 hatte der 52-Jährige der türkischen Internetzeitung "ABC Gazetesi" gesagt, der Schaden, den Erdogan der Türkei zugefügt habe, sei untragbar. Die Klageschrift wurde einem in der Türkei lebenden Neffen des Politikers zugestellt.
    Hongkonger Aktivist Wong bittet um Hilfe
    Der Hongkonger Aktivist Joshua Wong hat nach seiner Ankunft in Deutschland um größere Unterstützung für die Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone gebeten. Gerade weil die Deutschen besonders in Berlin in der Vergangenheit für die Freiheit gekämpft hätten, bitte er um Hilfe, sagte Wong. Der 22-Jährige sprach unter anderen mit Außenminister Heiko Maas in Berlin. Vor seiner Abreise war Wong am Hongkonger Flughafen kurzzeitig festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, gegen seine Kautionsauflagen verstoßen zu haben.
    Nordkorea hat offenbar wieder Raketen getestet
    Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldet unter Berufung auf den Generalstab in Seoul, zwei Raketen seien von Nordkorea aus nach Osten in Richtung Meer abgeschossen worden. In den vergangenen Wochen hatte Nordkorea mehrere Kurzstreckenraketen gezündet und damit UN-Resolutionen missachtet, die dem Land dies verbieten. Zuvor hatte die nordkoreanische Regierung vorgeschlagen, die Atomverhandlungen mit den USA Ende September wieder aufzunehmen. Allerdings sei dies nur unter Vorbedingungen möglich, die Nordkorea aber nicht weiter konkretisierte.
    Inzwischen 50 Tote auf den Bahamas
    Mehr als eine Woche nach dem Durchzug des Hurrikans "Dorian" hat sich die Zahl der Todesopfer auf den Bahamas auf 50 erhöht. Es wird davon ausgegangen, dass die Opferzahl nach den schweren Verwüstungen weiter steigt. Tausende Bewohner der betroffenen Inseln im Norden des Karibikstaates wurden inzwischen auf die bevölkerungsreichste Insel New Providence und in die USA gebracht. Deutsche und niederländische Marinesoldaten beginnen an diesem Dienstag ihren Hilfseinsatz auf den Bahamas. Sie bringen Nahrungsmittel und Trinkwasser und sollen ein Lagebild der Schäden erstellen.
    9 min
  • 09.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Johnson will Brexit-Verschiebung unbedingt verhindern
    Der britische Premierminister Boris Johnson trifft einem Medienbericht zufolge konkrete Vorkehrungen, um die vom Parlament angestrebte Brexit-Verschiebung zu verhindern. Johnsons Berater arbeiteten dazu eine entsprechende Strategie aus, meldete der "Daily Telegraph". Spekuliert wird, die Regierung könne mangels Alternativen versuchen, das Gesetz zu ignorieren. Am Montagabend will Johnson das Parlament erneut über vorgezogene Neuwahlen am 15. Oktober abstimmen lassen. Dazu wäre eine Zweidrittel-Mehrheit im Unterhaus nötig. Die hatte Johnson bereits in der vergangenen Woche verfehlt.
    British Airways streicht wegen Pilotenstreiks fast alle Flüge
    Wegen eines Pilotenstreiks hat die Fluggesellschaft British Airways fast alle ihre Flüge in Großbritannien gestrichen. Das teilte das Unternehmen in London mit. Von den Annullierungen sind zehntausende Passagiere betroffen. British Airways bietet rund 850 Flüge pro Tag in Großbritannien an. Die Pilotengewerkschaft Balpa hat für Montag und Dienstag sowie zusätzlich noch für den 27. September zu Arbeitsniederlegungen bei British Airways aufgerufen. Die Piloten wollen eine bessere Bezahlung erreichen. Es ist der erste großangelegte Pilotenstreik in der Geschichte der britischen Fluggesellschaft.
    China droht der Protestbewegung in Hongkong
    Nach neuerlichen gewaltsamen Protesten am Wochenende in Hongkong hat China die Demonstranten eindringlich vor weiteren Eskalationen gewarnt. Die ehemalige britische Kronkolonie sei ein untrennbarer Teil der Volksrepublik, schrieben staatliche chinesische Medien. Jede Art von Abspaltungsversuchen würden "zerquetscht". Ungeachtet der Warnung bildeten am Montag Hunderte Schüler Menschenketten, um ihre Solidarität mit der Protestbewegung zu demonstrieren. Unterdessen ist der Aktivist Joshua Wong wieder frei und auf dem Weg nach Deutschland. Er war vor der Abreise am Flughafen festgenommen worden.
    Kremlpartei verteidigt bei russischen Regionalwahlen Mehrheit
    Bei den Regionalwahlen in Russland hat die regierende Partei "Geeintes Russland" nach Angaben der Wahlleitung in den meisten Regionen ihre Mehrheit verteidigt. Im Moskauer Stadtparlament verlor sie allerdings rund ein Drittel ihrer Sitze. Mit voraussichtlich 26 Abgeordneten behält die hinter Präsident Wladimir Putin stehende Partei aber ihre Mehrheit, wie die Nachrichtenagentur RIA meldete. In Moskau waren im Vorfeld der Wahl etliche Oppositionspolitiker von einer Kandidatur ausgeschlossen worden. Sie hatten ihre Anhänger daraufhin aufgefordert, für Gegner der Regierungspartei zu stimmen.
    Maas will friedliche Lösung des Atomkonflikts
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat vor einer militärischen Eskalation des Atomkonflikts mit dem Iran gewarnt. Alle müssten jetzt verantwortungsvoll handeln, sonst bestehe die Gefahr, dass man die Ausfahrt zu einer friedlichen Konfliktlösung verpasse, sagte der SPD-Politiker. Es wäre das völlig falsche Signal, wenn der Iran weitere Verpflichtungen aus dem Atomabkommen nicht mehr einhalten wolle, betonte Maas. Die iranische Regierung plant unter anderem modernere Zentrifugen, um die Urananreicherung schneller und effektiver zu machen.
    Hisbollah meldet Abschuss einer israelischen Drohne
    Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben im Süden des Libanons eine israelische Drohne abgeschossen. Der unbemannte Flugkörper sei ins Visier genommen worden, als er die Landesgrenze überquerte, teilte die Hisbollah mit. Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv bestätigte, dass eine Drohne des Militärs auf libanesischem Gebiet niedergegangen sei. Die Lage an der israelisch-libanesischen Grenze hatte sich bereits vor einer Woche durch wechselseitigen Raketen- und Artilleriebeschuss zwischen der Hisbollah und der israelischen Armee verschärft.
    Nadal triumphiert in New York
    Rafael Nadal hat zum vierten Mal in seiner Karriere die US Open gewonnen. Der spanische Tennisprofi setzte sich in New York in einem dramatischen Finale gegen den Russen Daniil Medwedew durch und feierte damit seinen 19. Grand-Slam-Titel. Nur der Schweizer Roger Federer triumphierte bei den vier wichtigsten Turnieren der Welt einmal mehr. Gegen Medwedew nutzte Nadal nach vier Stunden und 51 Minuten seinen dritten Matchball. Für den 33 Jahre alten Spanier war es der zweite Grand-Slam-Erfolg in diesem Jahr - nach den French Open in Paris.
    10 min
  • 07.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundeswehr unterstützt Hilfseinsatz auf Bahamas
    Nach den verheerenden Zerstörungen des Hurrikans "Dorian" will sich die Bundeswehr an einem Hilfseinsatz in der Karibik beteiligen. 70 deutsche Soldaten sollen humanitäre Hilfe auf den Bahamas leisten, wie die Bundeswehr mitteilte. Das Hauptaugenmerk liege auf der Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Medikamenten. "Dorian" hatte auf den Bahamas als Wirbelsturm der höchsten Kategorie 5 gewütet. Inzwischen schwächte er sich auf seinem Weg entlang der Südostküste der USA auf Stufe 1 ab.
    Iran will jetzt wieder schneller Uran produzieren
    Der Iran will leistungsstärkere Zentrifugen zur Uran-Anreicherung in Betrieb nehmen. Das gab die iranische Atomorganisation bekannt. Das Land macht damit einen weiteren Schritt, um aus dem Atomabkommen von 2015 auszusteigen. Eigentlich dürfen nur leistungsschwächere Geräte betrieben werden. Der Schritt ist eine weitere Reaktion des Iran auf den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomprogramm im Mai 2018. Europäische Union und deutsche Bundesregierung wollen den Vertrag stattdessen aufrechterhalten, sie fordern aber vom Iran, sich weiter an die festgelegten Vereinbarungen zu halten.
    Britisches Oberhaus billigt Brexit-Verschiebung
    Trotz anfänglich heftigen Widerstands der Regierung hat das Gesetz gegen einen ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens die letzte parlamentarische Hürde genommen. Das britische Oberhaus hat die vom Unterhaus beschlossene Verschiebung des Brexit gebilligt. Nun fehlt noch die Unterschrift von Königin Elizabeth II., damit es ab Montag in Kraft treten kann. Das Gesetz verpflichtet Premierminister Boris Johnson dazu, in Brüssel eine Verschiebung des für Ende Oktober geplanten EU-Austritts um drei Monate zu beantragen, falls es bis zum 19. Oktober kein gültiges Austrittsabkommen geben sollte.
    Palästinenser an Gaza-Grenze getötet
    Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben zwei Jugendliche erschossen worden. Sie seien 14 und 17 Jahre alt gewesen, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza-Stadt mit. Etliche Menschen sollen verletzt worden sein. Nach Darstellung der israelischen Armee hatten sich mehr als 6000 Palästinenser an mehreren Punkten entlang des Grenzzaunes versammelt. Sie hätten Sprengsätze und Brandbomben geworfen, sagte ein Militärsprecher.
    Venezuelas Justiz will Guaidó wegen Hochverrats belangen
    Venezuelas Generalstaatsanwaltschaft hat ein Verfahren gegen Oppositionsführer Juan Guaidó wegen "Hochverrats" angekündigt. Der selbst ernannte Interimspräsident hintertreibe die jahrelangen Bemühungen der venezolanischen Regierung zur Rückgabe der rohstoffreichen Region Esequibo, sagte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab. Venezuela beansprucht die zum Nachbarland Guayana gehörende Region seit mehr als 100 Jahren. 2015 war der Konflikt wieder aufgeflammt, weil Guyana dem US-Ölkonzern Exxon Mobil Förderlizenzen in dem Gebiet erteilt hatte.
    Kontakt zu indischer Mondsonde abgerissen
    Die indische Raumfahrtbehörde hat kurz vor ihrer ersten geplanten Mondlandung den Kontakt zur Sonde "Vikram" verloren. Die entsprechenden Daten würden nun ausgewertet, teilte die Behörde in Bangalore mit. Indien wollte mit der "Chandrayaan"-Mission die vierte Nation werden, der eine kontrollierte Landung auf dem Erdtrabanten gelingt - nach den USA, der Sowjetunion und China. Für Indien ist die Mondlandemission ein Prestigeprojekt. Auch in die bemannte Raumfahrt möchte das südasiatische Land einsteigen.
    Rückschlag für deutsche Nationalelf
    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation gegen den Erzrivalen Niederlande einen Dämpfer einstecken müssen. Sie unterlag dem Oranje-Team am Freitagabend in Hamburg mit 2:4 Toren. Damit kassierte das DFB-Team im vierten Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2020 die erste Niederlage.
    7 min
  • 06.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Simbabwes früherer Präsident Robert Mugabe ist tot
    Der langjährige Machthaber des afrikanischen Landes ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Das teilte sein Nachfolger, Simbabwes derzeitiger Präsident Emmerson Mnangagwa mit. Mugabe hatte Simbabwe von 1980 bis 2017 regiert, zuerst als Premierminister, danach war er 30 Jahre lang Präsident. Seine Präsidentschaft endete erst, als ihn das Militär des Landes zum Rücktritt zwang. Am Regierungsstil von Mugabe gab es viel Kritik. Zu Beginn wurde er noch als Befreier des Landes gefeiert, später warfen ihm seine Gegner eine autoritäre Herrschaft und Misswirtschaft vor.
    Merkel zu Wirtschaftsgesprächen in China
    Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft an diesem Freitag in Peking den chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu Wirtschaftsgesprächen. Auf der Agenda steht in erster Linie der Handelsstreit zwischen den USA und China, der zunehmend auch deutsche Konzerne belastet. In Deutschland war Merkel von Unternehmern und Politikern aufgefordert worden, auch zur Lage in Hongkong Stellung zu beziehen. In der ehemaligen britischen Kolonie demonstrieren seit Wochen Zehntausende Menschen gegen den wachsenden Einfluss der Regierung in Peking. Die Demonstranten befürchten eine Einschränkung demokratischer Rechte.
    IWF macht Weg für neue Direktorin frei
    Die Bulgarin Kristalina Georgiewa kann neue Direktorin des Internationalen Währungsfonds werden. Das oberste Gremium des IWF hat dazu wie erwartet die Aufhebung der bisherigen Altersgrenze beschlossen. Bisher galt, dass die Leitung des Währungsfonds bei Amtsantritt nicht älter als 65 Jahre sein darf; Georgiewa ist 66 Jahre alt. Sie war bisher Geschäftsführerin der Weltbank und wurde für den IWF-Chefposten von den EU-Staaten nominiert. Georgiewa wird damit die Nachfolgerin von Christine Lagarde, die nach Frankfurt wechselt und neue Chefin der Europäischen Zentralbank wird.
    Brexit-Gesetz im Oberhaus
    Das britische Oberhaus wird an diesem Freitag über das Gesetz gegen einen ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens am 31. Oktober debattieren. Mit einer Abstimmung wird gegen 18.00 Uhr gerechnet. Sollten die Lords Veränderungen an dem Gesetzentwurf vornehmen, müsste der Entwurf am kommenden Montag nochmal ins Unterhaus gehen, bevor das Gesetz Königin Elizabeth II. zur Unterschrift vorgelegt werden kann. Der Gesetzentwurf hatte am Mittwoch gegen den Willen von Premierminister Boris Johnson alle drei Lesungen im Unterhaus passiert.
    US-Nahost-Beauftragter Greenblatt legt sein Amt nieder
    Der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Jason Greenblatt, ist ohne Angaben von Gründen zurückgetreten. Greenblatt hatte zusammen mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, an einem Plan für eine Friedenslösung zwischen Israelis und Palästinensern gearbeitet. Ihren Nahost-Friedensplan will die US-Regierung erst nach der israelischen Parlamentswahl am 17. September komplett vorlegen. Er sieht Investitionen in den Palästinensergebieten vor, verfolgt aber keine Zwei-Staaten-Lösung, die den Palästinensern einen eigenen Staat sichern würde.
    Südafrikas Präsident Ramaphosa nimmt Frauengewalt ins Visier
    Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat angesichts steigender Sexualverbrechen ein härteres Vorgehen im Kampf gegen die Vergewaltigung und Ermordung von Frauen angekündigt. Gewalt gegen Frauen sei mehr als nur eine nationale Krise. Es sei ein Verbrechen gegen unsere allgemeine Menschlichkeit, sagte Ramaphosa in einer im Rundfunk übertragenen Ansprache an die Nation. In Südafrika werden offiziellen Angaben zufolge täglich mindestens 137 Sexualdelikte begangen. Allein im August wurden 30 Frauen von ihren Ehemännern getötet.
    Indien hofft auf erfolgreiche Mondlandung
    Indien will heute die vierte Nation werden, die erfolgreich auf dem Mond gelandet ist. Am Freitagabend deutscher Zeit soll die unbemannte Raumkapsel landen und dort ein Fahrzeug absetzen. Die Mission kostet etwa 126 Millionen Euro und soll die Oberfläche der Südpol-Region des Mondes kartieren. Zudem will man nach Spuren von Wasser suchen. Die indische Rakete war am 22 Juli gestartet; fast genau 50 Jahre, nachdem mit der US-Mission "Apollo 11" das erste Mal ein Mensch den Mond betreten hatte. Neben den USA haben bisher auch Russland und China erfolgreiche Mondlandungen durchgeführt.
    10 min
  • 05.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britische Regierung gibt Widerstand gegen Brexit-Gesetz auf
    Die britische Regierung gibt ihren Widerstand gegen das Gesetz zum Aufschub des Brexits auf. Das Vorhaben, das Gesetz im Oberhaus zu blockieren, werde nicht weiter verfolgt, kündigte ein Sprecher in London an. Das Unterhaus hatte am Mittwoch für eine Verschiebung des Brexit-Termins am 31. Oktober gestimmt, sollte es bis dahin kein Abkommen mit der EU geben. Premierminister Boris Johnson kassierte damit eine herbe Niederlage. Johnson scheiterte dann auch mit dem umgehend eingebrachten Antrag auf vorgezogene Neuwahlen am 15. Oktober.
    Iran nimmt Atomforschung wieder auf
    Der Iran hat wie angekündigt einen weiteren Schritt zum Rückzug aus dem internationalen Atomabkommen getan. Präsident Hassan Rohani teilte im Fernsehen mit, Teheran hebe sämtliche Beschränkungen für Forschung und Entwicklung aus dem Abkommen auf. Mit dem Rückzug aus der Vereinbarung reagiert der Iran auf die Aufkündigung des Atomabkommens durch US-Präsident Donald Trump im Mai 2018. Das US-Finanzministerium verhängte am Mittwoch weitere Strafmaßnahmen. Dieses Mal betreffen sie ein angebliches Netzwerk für Schiffslieferungen von iranischem Öl.
    Urteil im Missbrauchsprozess Lügde erwartet
    Im Prozess um den massenhaften Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz im ostwestfälischen Lügde will das Landgericht Detmold in dieser Stunde die Urteile verkünden. Die Staatsanwaltschaft fordert für die beiden geständigen Angeklagten hohe Haftstrafen mit anschließender Sicherungsverwahrung. Der lange unentdeckt gebliebene Missbrauch gilt wegen diverser Pannen seitens der Polizei und anderer Behörden als einer der größten Skandale der vergangenen Jahre. So verschwand bei der Polizei Lippe Beweismaterial. Auch das Verhalten von Jugendämtern im Tatzeitraum wurde scharf kritisiert.
    Mehr als 600 Angriffe auf Flüchtlinge
    Die Polizei in Deutschland hat im ersten Halbjahr dieses Jahres insgesamt 609 Angriffe auf Flüchtlinge registriert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Die Delikte reichen demnach von Beleidigung und Volksverhetzung bis hin zu Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung. Jeder vierte aktenkundige Angriff ereignete sich laut der Auflistung in Brandenburg, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet.
    Lagerhaft für Demonstranten in Russland
    Ein Gericht in Moskau hat einen Demonstrationsteilnehmer zu drei Jahren Straflager wegen Gewalt gegen einen Polizisten verurteilt. Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax mitteilte, werfen Ermittler dem 28-Jährigen vor, während einer nicht genehmigten Demonstration im Juli einen Polizisten geschlagen zu haben. Ein in Online-Netzwerken verbreitetes Video zeigt den Mann, wie er ein Mitglied der Nationalgarde mit der Hand leicht am Kinn berührt. Bereits zuvor waren zwei weitere Protestteilnehmer zu mehrjähriger Haft verurteilt worden.
    Neue Handelsgespräche mit China geplant
    Zur Entschärfung ihres Handelskriegs haben die USA und China neue Verhandlungen vereinbart. Anfang Oktober soll es in Washington direkte Gespräche geben, die ab Mitte September auf Arbeitsebene vorbereitet werden, wie das Handelsministerium in Peking mitteilte. Darauf hätten sich die Chefunterhändler beider Seiten in einem Telefonat verständigt. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump noch bekräftigt, in dem seit mehr als einem Jahr andauernden Konflikt nicht nachgeben zu wollen - selbst wenn darunter die amerikanische Wirtschaft leiden sollte.
    Immer mehr Tote nach Hurrikan auf den Bahamas
    Auf den Bahamas ist die Zahl der Toten durch den Hurrikan "Dorian" auf 20 gestiegen. Die Opferzahl könne sich jedoch noch weiter erhöhen, sagte der Gesundheitsminister des Karibikstaates, Duane Sands. Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen etwa 70.000 Menschen auf den Bahamas Lebensmittel, Wasser, Unterkünfte und Medikamente. "Dorian" war mit Windgeschwindigkeiten von fast 300 Stundenkilometern über die Bahamas hinweggefegt. Der Hurrikan bewegt sich nun auf die Ostküste der USA zu.
    9 min
  • 04.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schlappe für Johnson: No-Deal-Gegner gewinnen Abstimmung
    Die Gegner eines ungeordneten EU-Austritts Großbritanniens haben Premierminister Boris Johnson eine schwere Niederlage zugefügt. 328 Abgeordnete stimmten für eine Vorlage, die den Weg für ein Gesetz gegen einen No-Deal-Brexit ebnet - 301 waren dagegen. Für diese Novelle votierten auch Rebellen der regierenden Tories. Sollte das Unterhaus den Entwurf am Mittwoch absegnen, will Johnson Neuwahlen ansetzen. Um eine Neuwahl herbeizuführen, ist eine Zweidrittelmehrheit der Abgeordneten notwendig. Durch den Fraktionswechsel eines Abgeordneten hatte Johnson zuvor seine Mehrheit eingebüßt.
    Venezolanisches Militär marschiert an Grenze zu Kolumbien auf
    Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat Militärmanöver an der Grenze zu Kolumbien angeordnet. Alle Truppen im Grenzgebiet seien in Alarmbereitschaft, sagte Maduro vor Soldaten. Damit verschärfen sich die Spannungen zwischen den beiden südamerikanischen Ländern weiter. Hintergrund ist die Drohung der kolumbianischen Farc-Rebellen, wieder zu kämpfen. Kolumbiens Präsident Ivan Duque hatte Venezuela vorgeworfen, ihnen Unterschlupf zu bieten. Maduros Widersacher Juan Guaido, der diesem die demokratische Legitimation abspricht, forderte ein hartes Vorgehen gegen in Venezuela untergetauchte Rebellen.
    Hurrikan Dorian hinterlässt Zerstörung auf den Bahamas
    Nach dem Wüten des Hurrikans "Dorian" mit mindestens sieben Toten beginnen auf den Bahamas die Aufräumarbeiten. Behörden befürchten weitere Opfer in den Trümmern. Das Rote Kreuz rechnet mit 13.000 beschädigten oder zerstörten Häusern. 61.000 Menschen sind nach UN-Schätzungen auf Lebensmittellieferungen angewiesen. Der Wirbelsturm war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern in der Stunde über die Atlantik-Inselgruppe gefegt. "Dorian" hat sich inzwischen zu einem Tropensturm der Kategorie Zwei abgeschwächt und wird am Mittwoch an der Küste vor dem US-Bundesstaat Florida erwartet.
    Pentagon gibt Milliardensumme für Mauerbau frei
    US-Präsident Donald Trump ist bei seinem Wahlkampfversprechen, eine Mauer auf der Grenze zu Mexiko zu errichten, einen großen Schritt vorangekommen. Das Pentagon hat 3,6 Milliarden US-Dollar für den Bau eines 280 Kilometer langen Teilstücks bewilligt. Das Geld stammt aus einem Topf für Neubau und Instandhaltung militärischer Infrastruktur. 127 Projekte werden nun zurückgestellt. Die oppositionellen Demokraten sprechen von einem "Missbrauch" des Verteidigungsbudgets und einem "Schlag ins Gesicht" der US-Streitkräfte. Trump will mit dem Bau Drogenschmuggel und illegale Einwanderung eindämmen.
    Medien: Hongkonger Aktivist Wong bittet Merkel um Hilfe
    Joshua Wong, ein Anführer der Protestbewegung in Hongkong, hat Kanzlerin Merkel in einem offenen Brief um Unterstützung gebeten. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung ersucht er auch um ein Treffen mit den Aktivisten. In dem Brief erklärt Wong demnach, Merkel habe in der DDR Erfahrungen aus erster Hand mit den Schrecken einer diktatorischen Regierung gemacht. Wong und weitere Aktivisten vergleichen darin die Hongkonger Proteste für Demokratie und gegen die Einflussnahme Chinas mit den friedlichen Montagsdemonstrationen in der DDR im Jahr 1989. Merkel reist am Donnerstag nach China.
    Explodierende Mine tötet etliche Menschen in Mali
    Durch die Explosion einer Landmine auf einer Straße in Mali sind mindestens 14 Menschen getötet und 13 verletzt worden. Die Opfer hätten in einem Bus gesessen, der auf dem Weg von Douentza im Zentrum in die nördliche Stadt Gao über die Mine gefahren sei, erklärte das Busunternehmen. Laut Polizei platzierten "Terroristen" die Mine. Islamistische Gruppen hatten 2012 die Kontrolle über den Norden Malis übernommen. Die Ex-Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiter Instabilität.
    Papst besucht Mosambik, Madagaskar und Mauritius
    Papst Franziskus bricht an diesem Mittwoch zu einer einwöchigen Reise in drei Länder im Südosten Afrikas auf: Mosambik, Madagaskar und Mauritius. In der mosambikanischen Hauptstadt Maputo sind Begegnungen mit Regierungsvertretern und Jugendlichen geplant. Der Papst wird auch Straßenkinder, Aidskranke und Zyklon-Opfer treffen. Um Armut und Korruption dürfte es auch beim Papstbesuch in Madagaskar gehen, das ebenfalls zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. Am Montag wird Franziskus zu einem eintägigen Besuch in Mauritius erwartet, der letzten Reisestation.
    10 min
  • 03.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britischer Premier Boris Johnson droht mit Neuwahlen
    Der britische Premierminister Boris Johnson will offenbar Neuwahlen herbeiführen, sollte sein Brexit-Kurs im Parlament scheitern. Medien berichten unter Berufung auf Johnsons Büro, als Termin werde dann der 14. Oktober angestrebt. Johnson will demnach bei einem Misserfolg im Unterhaus bereits am Mittwoch eine Abstimmung über Neuwahlen beantragen. Zuvor hatte der Premier selbst erklärt, er wolle keine Wahl. Zugleich betonte er, er werde eine Verzögerung des für Ende Oktober geplanten Brexits nicht hinnehmen. Beobachter werteten Johnsons Aussage deshalb als Drohung an die Abgeordneten.
    Bombe in Kabul tötet mindestens 16 Menschen
    Bei einem Sprengstoffanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach jüngsten Angaben mindestens 16 Menschen getötet worden. Es gab nach Angaben der Regierung 119 Verletzte. Die Explosion ereignete sich Montagabend in einem Stadtteil, in dem sich Gebäude mehrerer Hilfsorganisationen sowie die Botschaften der USA und Großbritanniens befinden. Die Bombe sei in einem Traktor versteckt gewesen, erklärte das Innenministerium. Extremisten, die nach dem Anschlag einen Angriff hätten starten wollen, seien von Sicherheitskräften erschossen worden. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.
    Spanische Küstenwache rettet fast 200 Migranten
    Die spanische Küstenwache hat fast 200 Migranten aus dem Mittelmeer gerettet. In der Straße von Gibraltar seien 73 Menschen von drei Booten aufgenommen worden, darunter zehn Kinder, teilte die Küstenwache mit. Weitere 110 Menschen seien östlich davon von fünf Booten im Alboran-Meer zwischen Spanien und Marokko gerettet worden. Die meisten von ihnen seien in die Hafenstadt Malaga gebracht worden. In diesem Jahr kamen bisher etwa 18.000 Menschen aus Nordafrika über das Mittelmeer nach Spanien. Das sind fast 40 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr.
    Mindestens fünf Tote durch Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas
    Die Zahl der Todesopfer auf den Bahamas durch den verheerenden Hurrikan "Dorian" ist auf mindestens fünf gestiegen. Zudem gebe es rund 20 Verletzte, so Hubert Minnis, Regierungschef der Inselgruppe. Der Wirbelsturm hatte zuletzt Windgeschwindigkeiten von fast 300 Stundenkilometern erreicht. Nach den Bahamas dürfte "Dorian" jetzt Kurs auf Florida nehmen, sein genauer Weg ist aber ungewiss. Nach Ansicht des US-Hurrikan-Warnzentrums werde der Sturm spätestens Mittwoch der Küste Floridas gefährlich nahe kommen. Für weite Teile der Region gelten Hurrikan-Warnungen.
    Polizei in Johannesburg nimmt nach Ausschreitungen Dutzende Menschen fest
    Im südafrikanischen Johannesburg sind nach Ausschreitungen Dutzende Menschen inhaftiert worden. Die Polizei spricht von mindestens 70 Festnahmen. Zuvor waren hunderte Menschen durch ein Hauptgeschäftszentrum von Johannesburg gezogen. Sie plünderten Geschäfte und setzten Autos und Gebäude in Brand. Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Gummigeschosse ein. Die Unruhen hatten am Sonntag begonnen, nachdem ein Gebäude in der Innenstadt in Brand geraten und zusammengestürzt war. Drei Menschen wurden getötet. Krawalle gab es auch in anderen Stadtteilen Johannesburgs und in der Hauptstadt Pretoria.
    Inhaftierter Kurdenpolitiker Demirtas soll freigelassen werden
    Ein Gericht in der türkischen Hauptstadt Ankara hat die Freilassung des pro-kurdischen Politikers Selahattin Demirtas angeordnet. Demirtas muss aber zunächst im Gefängnis bleiben, weil er bereits in einem anderen Verfahren rechtskräftig verurteilt wurde, so sein Anwalt. Demirtas sitzt seit 2016 in Untersuchungshaft. Ihm werden unter anderem die Leitung einer Terrororganisation und Terrorpropaganda vorgeworfen. Er war bis Februar 2018 Chef der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Der türkische Präsident Erdogan hält die HDP für den verlängerten Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.
    Tennisturnier US Open geht ohne deutsche Beteiligung weiter
    Sowohl Alexander Zverev als auch Julia Görges haben bei den US Open den Sprung ins Viertelfinale verpasst. Zverev, der zum ersten Mal bei dem Tennisturnier in New York im Achtelfinale stand, verlor gegen den Argentinier Diego Schwartzman. Julia Görges unterlag gegen die Kroatin Donna Vekic. Die Spielerin, die aus Bad Oldesloe stammt, verlor dabei sehr unglücklich. Sie vergab im zweiten Satz sogar einen Matchball. Damit geht das letzte Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison ohne deutsche Beteiligung in den Einzel-Wettbewerben weiter.
    10 min

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