Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 02.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sachsen und Brandenburg steuern auf Dreier-Koalitionen zu
    Nach den Landtagswahlen steuern Brandenburg und Sachsen jeweils auf ein Dreierbündnis zu. In Brandenburg wird mit einer Erweiterung der bislang rot-roten Regierung von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) um die Grünen gerechnet. Auch in Sachsen, wo bisher die CDU unter Ministerpräsident Michael Kretschmer mit der SPD regierte, ist eine Koalition beider Parteien mit den Grünen denkbar. Die Bündnisse sind notwendig, um eine Machtbeteiligung der AfD zu verhindern. Diese kam in beiden Ländern mit massiven Zugewinnen auf Platz zwei. Die Sozialdemokraten in Brandenburg und die CDU in Sachsen blieben trotz deutlicher Verluste Wahlsieger. Die Linke verlor deutlich, die Grünen erzielten jeweils ihre bisher besten Ergebnisse. Die FDP verpasste den Einzug in beide Landtage.
    Acht Kandidatenduos starten in Wettbewerb um den SPD-Vorsitz
    Bei der SPD ringen in den kommenden Wochen voraussichtlich acht Kandidatenduos um den Parteivorsitz. Die Frist für Bewerbungen um den SPD-Vorsitz lief am Sonntagabend ab. An diesem Montag soll der Wahlvorstand der SPD zusammenkommen, um das Kandidatenfeld endgültig zu bestätigen. Die zugelassenen Bewerber sollen sich dann bei 23 Regionalkonferenzen der Basis vorstellen. Dann folgt eine Mitgliederbefragung. Im Dezember soll ein SPD-Parteitag die siegreichen Bewerber formal bestätigen.
    Zentralbank in Argentinien schränkt Devisenkäufe ein
    Um die Landeswährung Peso zu stützen, begrenzt die argentinische Zentralbank Devisenkäufe. Nach einer Ermächtigung durch die Regierung ordnete sie an, dass große Exporteure nun eine Erlaubnis der Zentralbank einholen müssen, wenn sie Fremdwährungen kaufen und Devisen ins Ausland überweisen wollen. In Argentinien hat sich die Schuldenkrise zuletzt zugespitzt. Der Peso verlor seit dem 11. August in Relation zum Dollar mehr als 20 Prozent an Wert. Alle drei großen Ratingagenturen stuften das Land herab. Die Finanzmärkte befürchten, dass es bald seine Dollar-Schulden nicht mehr begleichen kann.
    Honduras setzt politisches Zeichen in Jerusalem
    Kurz vor der Parlamentswahl am 17. September in Israel hat Honduras ein diplomatisches Büro in Jerusalem eröffnet. Präsident Juan Orlando Hernández leitete die Feier im Beisein des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu. Der Präsident erklärte, das Büro sei als "Verlängerung" der Botschaft seines Landes gedacht, die bei Tel Aviv liegt. "Das ist für mich die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt des Staates Israel", so Hernández. US-Präsident Donald Trump hatte 2017 Jerusalem einseitig als Israels Hauptstadt anerkannt. Im Mai verlegte er die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem.
    Hurrikan "Dorian" wütet auf den nördlichen Bahamas
    Der Wirbelsturm "Dorian" ist zu einem Hurrikan der gefährlichsten Kategorie hochgestuft worden und mit zerstörerischen Windgeschwindigkeiten auf die Bahamas getroffen. Es drohten "lebensgefährliche" Sturmfluten von bis zu sieben Meter Höhe, warnte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami. Es ist der gewaltigste Hurrikan, der die Inselgruppe seit Beginn der modernen Aufzeichnungen je getroffen hat. Wegen des herannahenden Sturms hat der US-Bundesstaat South Carolina eine Evakuierung der gesamten Küste angeordnet. Bis zu 830.000 Bewohner müssen sich in Sicherheit bringen.
    8 min
  • 31.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Briten protestieren gegen Zwangspause des Parlaments
    Hunderttausende Menschen werden nach Angaben der Organisatoren an diesem Samstag bei landesweiten Demonstrationen gegen die Zwangspause des britischen Parlaments erwartet. Aufgerufen zu dem Protest hat die Anti-Brexit-Initiative "Another Europe Is Possible". Königin Elizabeth die Zweite hatte formal dem Antrag von Premierminister Boris Johnson stattgegeben, dem Parlament bis Mitte Oktober eine Sitzungspause zu verordnen. Nur rund zwei Wochen später soll der EU-Austritt erfolgen. Kritiker sehen darin den Versuch der Regierung, im Brexit-Verfahren das Parlament auszubremsen.
    Ärger bei Regierungsbildung in Italien
    Bei der Bildung einer neuen Regierung in Italien hat die populistische Fünf-Sterne-Bewegung mit einem Abbruch der Verhandlungen mit der sozialdemokratischen Partei PD gedroht. Eine Koalition werde es nur dann geben, wenn das Programm der Fünf Sterne Eingang in das Regierungsprogramm finde. Zudem stellte sich Parteichef Luigi Di Maio gegen eine Entschärfung der umstrittenen Sicherheitsdekrete, die sein früherer Koalitionspartner Matteo Salvini von der rechten Lega durchgesetzt hatte. Der Chef der Sozialdemokraten, Nicola Zingaretti, reagierte empört. Mit inakzeptablen Ultimaten bekomme man keine Regierung zustande, twitterte er.
    Parlamentsabgeordnete in Hongkong festgenommen
    Die angespannte Situation in Hongkong hat sich durch die Festnahme zweier Abgeordneter des Parlaments weiter verschärft. Den beiden prodemokratischen Politikern wird Behinderung der Polizei vorgeworfen, einer von ihnen soll einen Polizisten angegriffen haben. Bereits zuvor hatten die Sicherheitskräfte mehrere führende Mitglieder der Protestbewegung vorübergehend in Gewahrsam genommen. Eine für diesen Samstag geplante Großdemonstration der Regierungsgegner ist von der Polizei verboten worden. Dennoch wird mit neuen Protesten gerechnet.
    Merkel spricht mit Bolsonaro über Waldbrände am Amazonas
    Bei einem Telefonat mit dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bereitschaft Deutschlands betont, beim Schutz des Amazonasgebiets mit Brasilien zusammenzuarbeiten. Das teilte ein Sprecher der Bundesregierung mit. Im Streit über die verheerenden Waldbrände in mehreren brasilianischen Bundesstaaten hatte Bolsonaro zuletzt die Annahme eines Hilfsangebots der G7-Staaten von Bedingungen abhängig gemacht. Er wirft den reichen Industrieländern vor, die Souveränität seines Landes zu missachten und ein Auge auf die Bodenschätze der Region geworfen zu haben.
    Fridays-For-Future-Protest mit Greta Thunberg in New York
    Die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg hat nach ihrer Ankunft in New York erstmals in den USA an einer Schülerdemonstration teilgenommen. An der Demonstration für mehr Klimaschutz vor dem UN-Hauptquartier beteiligten sich nur rund 100 Jugendliche, wie Reporter berichteten. Die Gruppe war damit deutlich kleiner als bei vielen Protestaktionen dieser Art in Europa. Ende September will Thunberg an einem Klimagipfel teilnehmen, zu dem UN-Generalsekretär António Guterres eingeladen hat.
    VW einigt sich mit US-Klägern auf Vergleich
    Der deutsche Autobauer Volkswagen hat sich mit Fahrzeugbesitzern und der US-Umweltbehörde EPA in einem Streit um angebliche Falschangaben zum Benzinverbrauch auf einen Vergleich verständigt. VW zahlt demnach in den USA knapp 100 Millionen Dollar an rund 98.000 Halter von Autos mit Benzinmotoren der Marken Volkswagen, Bentley, Audi und Porsche der Modelljahre 2013 bis 2017. Laut EPA waren sie mit einer Software ausgestattet, die Spritverbrauch und Abgaswerte unter Testbedingungen besser ausfallen ließ als unter realen Bedingungen. VW betonte, der Vergleich sei kein Schuldeingeständnis.
    Boeings Krisenflieger bleibt noch länger am Boden
    Ein von der US-Luftfahrtaufsicht FAA berufener Expertenausschuss braucht nach eigenen Angaben für die Überprüfung der Zulassung der Boeing 737-Max-Maschinen mehr Zeit als zunächst angenommen. Die Behörde rechne damit, dass das Gremium seine Ergebnisse und Empfehlungen erst in den kommenden Wochen abgebe. Damit steht die von dem US-Flugzeugbauer erhoffte Wiederzulassung im vierten Quartal auf der Kippe. Der Ausschuss befasst sich mit der FAA-Zertifizierung von Boeings bestverkaufter Baureihe 737-Max, die nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten weltweit mit Flugverboten belegt wurde.
    8 min
  • 30.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UNO: Mehr als die Hälfte aller Flüchtlingskinder geht nicht zur Schule
    Die Vereinten Nationen haben vor einem Bildungsnotstand bei Flüchtlingskindern gewarnt. Rund 3,7 Millionen Flüchtlingskinder gingen nicht zur Schule, teilte das Hilfswerk UNHCR in Genf mit. Das sei mehr als die Hälfte der insgesamt 7,1 Millionen minderjährigen Flüchtlinge. Fehlendes Geld sei die Hauptursache für die Misere, erklärte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi. Die Weltgemeinschaft müsse daher mehr Finanzmittel für die Bildung der Mädchen und Jungen bereitstellen. Ende 2018 zählte das UNHCR knapp 26 Millionen Flüchtlinge weltweit.
    Zwei bekannte Demokratieaktivisten in Hongkong festgenommen
    Kurz nach dem Verbot einer neuen Massendemonstration in Hongkong sind zwei der bekanntesten Aktivisten der Protestbewegung, Joshua Wong und Andy Chan festgenommen worden. Laut der Nachrichtenseite "Hong Kong Free Press" wird Chan die Teilnahme an Krawallen und ein tätlicher Angriff auf einen Polizisten vorgeworfen. Warum Wong verhaftet wurde, ist bislang unklar. In der chinesischen Sonderverwaltungszone gibt es seit drei Monaten Massendemonstrationen für mehr Demokratie und gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings.
    USA ziehen Truppen aus Afghanistan ab
    US-Präsident Donald Trump will die Zahl der US-Truppen in Afghanistan von derzeit 14.000 auf 8600 Soldaten verringern. Man sei dabei, die Präsenz substanziell abzubauen, sagte Trump dem Sender Fox News. Zugleich betonte er, dass die USA auch bei einem Friedensabkommen mit den Taliban weiter Soldaten im Land stationieren würden. Zuvor hatten die radikal-islamischen Taliban erklärt, kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen mit den USA über einen Abzug der amerikanischen Soldaten zu stehen.
    Trump stellt Militärkommando für den Weltraum auf
    US-Präsident Donald Trump hat im Pentagon ein neues Militärkommando für den Weltraum eingerichtet. Dieses stelle sicher, dass die Dominanz Amerikas im Weltraum nie bedroht werde, sagte Trump bei einer Zeremonie im Weißen Haus. Das SpaceCom soll unter anderem US-Satelliten vor feindlichen Angriffen schützen. Bald werde es auch eine "Space Force" als eigenständigen sechsten Arm des US-Militärs geben, kündigte Trump an. Er hatte die Idee der Weltraumstreitkräfte bereits vor längerer Zeit aufgebracht, sie stieß beim Verteidigungsministerium und im Parlament jedoch auf wenig Begeisterung.
    Hurrikan verhindert Trumps Polenreise
    US-Präsident Donald Trump hat wegen des herannahenden Hurrikans "Dorian" seine für das Wochenende geplante Reise nach Polen abgesagt. Für die USA werde nun stattdessen Vizepräsident Mike Pence an den Gedenkveranstaltungen zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs teilnehmen, sagte Trump. Der US-Präsident sollte ursprünglich am Sonntag in Warschau ankommen. Zuvor hatte der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, für den ganzen Bundesstaat den Notstand ausgerufen. "Dorian" dürfte am Montag mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde die Ostküste Floridas erreichen.
    Kolumbiens Regierung kündigt Einsatz gegen abtrünnige FARC-Rebellen an
    Nach der Ankündigung von zwei ehemaligen Kommandanten der FARC-Guerilla, den bewaffneten Kampf wieder aufzunehmen, hat der kolumbianische Präsident Iván Duque prompt reagiert und einen Militäreinsatz gegen die Rebellen angekündigt. Eine eigens geschaffene Spezialeinheit werde die Ex-Chefs der FARC, Ivan Marquez und Jesus Santrich, verfolgen und dabei von Ermittlern und Geheimdienst unterstützt, erklärte Duque. Im September 2016 hatte die Regierung des damaligen Präsidenten Juan Manuel Santos nach 50 Jahren Bürgerkrieg ein Friedensabkommen mit der Rebellenorganisation FARC geschlossen.
    Entwicklungsminister Müller sucht Annäherung an Namibia
    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller will die Zusammenarbeit mit Namibia vertiefen. Mit der früheren deutschen Kolonie Südwestafrika soll eine Partnerschaft entstehen, bei der auch die Aufarbeitung der deutschen Kolonialverbrechen berücksichtigt werden soll. Das Deutsche Reich habe von 1904 bis 1908 schreckliche Verbrechen verübt, und dafür trage man historisch die Verantwortung, sagte Müller. Der Minister versprach einen Ausbau des deutschen Engagements in dem Land. Die Zusammenarbeit werde weiter ausgebaut und neue Schwerpunkte in den Bereichen Ausbildung, Gesundheit und Energie gesetzt.
    10 min
  • 29.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Eine Million Briten unterzeichnen Online-Petition gegen Parlaments-Zwangspause
    Der Zorn über die vom britischen Premierminister Boris Johnson verordnete Zwangspause für das Parlament wächst. Eine Online-Petition gegen die umstrittene Maßnahme wurde binnen weniger Stunden von mehr als einer Million Menschen unterzeichnet. In mehreren Städten gingen Tausende auf die Straßen. In London versammelten sich Demonstranten nahe des Parlaments und von Johnsons Amtssitz in der Downing Street. Sie forderten ein Ende des "Putsches" und schwenkten Europafahnen. Johnson hatte dem Parlament in London zwei Monate vor dem geplanten Brexit eine Zwangspause bis Mitte Oktober verordnet.
    Fünf Sterne und Sozialdemokraten bilden Regierung in Italien
    Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella empfängt am Vormittag den geschäftsführenden Ministerpräsidenten Guiseppe Conte. Es wird erwartet, dass er dem parteilosen Politiker den Auftrag zur Bildung einer Regierung aus der Fünf-Sterne-Bewegung und der sozialdemokratischen PD erteilen wird. Am Mittwoch hatte Mattarella Gespräche mit Vertretern beider Parteien geführt. Fünf-Sterne-Chef Luigi Di Maio und der PD-Vorsitzende Nicola Zingaretti erklärten anschließend, man habe sich auf ein Regierungsbündnis verständigt, an dessen Spitze wieder Ex-Ministerpräsident Conte stehen solle.
    US-Mission in der Straße von Hormus bereits im Einsatz
    Die von den USA geführte Militärmission zum Schutz des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus ist nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums bereits voll im Einsatz. Neben dem US-Militär seien auch Kräfte aus Großbritannien, Australien und Bahrain beteiligt, sagte US-Verteidigungsminister Mark Esper. Die USA seien zudem mit mehreren anderen Ländern im Gespräch. Man gehe davon aus, dass sich noch weitere Staaten der Mission anschließen werden. Ziel sei es, die freie Schifffahrt in der Meerenge im Persischen Golf zu garantieren, so Esper. Zur aktuellen Größe der Mission machte er keine Angaben.
    Polizei in Hongkong verbietet geplante Großdemonstration
    Die Polizei in Hongkong hat eine für Samstag geplante Großdemonstration verboten. Als Begründung seien Sicherheitsbedenken angegeben worden, teilten die Organisatoren in der chinesischen Sonderverwaltungszone mit. In Hongkong gibt es seit drei Monaten Massendemonstrationen für mehr Demokratie und gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings. Am vergangenen Wochenende war es bei einer Demonstration zu schweren gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Dabei setzten die Beamten unter anderem Wasserwerfer ein, erstmals seit Beginn der Proteste feuerte ein Polizist einen Schuss ab.
    UN verurteilen Einsatz von Fassbomben in Syrien
    Die Vereinten Nationen haben die Konfliktparteien im Nordwesten Syriens zum Schutz von Zivilisten aufgerufen. In Idlib, dem Westen von Aleppo und dem Norden der Provinz Hama eskalierten die Kämpfe, zunehmend kämen auch besonders zerstörerische Fassbomben zum Einsatz, sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric. Satellitenbilder zeigten, dass ganze Städte und Dörfer dem Erdboden gleich gemacht worden seien, 400.000 Menschen seien auf der Flucht. Seit Ende April versucht die syrische Regierung, mit einer massiven Militäroffensive die letzte große Rebellenregion im Land unter ihre Kontrolle zu bringen.
    WHO: Masern breiten sich in Europa weiter aus
    Die Zahl der Masernerkrankungen in Europa hat deutlich zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählte in den ersten sechs Monaten bereits rund 90.000 Fälle. Dies sei eine Verdoppelung gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018, teilte die WHO in Genf mit. Außerdem hätten vier Länder - Albanien, Tschechien, Griechenland und Großbritannien - ihren Status als masernfrei verloren. Unter den 53 untersuchten Ländern waren die Ukraine, Kasachstan, Georgien und Russland besonders stark betroffen. Dort seien 78 Prozent aller Fälle aufgetreten. In Deutschland kämen Masern noch regional begrenzt vor.
    Greta Thunberg in New York eingetroffen
    Nach ihrer zweiwöchigen Segelreise über den Atlantik ist die Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg in New York eingetroffen. Die junge Schwedin wird mehrere Monate auf dem amerikanischen Kontinent verbringen. Der Abschluss ihrer Reise ist ein Besuch der UN-Klimakonferenz im Dezember in Santiago de Chile. Die Vereinten Nationen hatten 17 Segelboote entsandt, um Thunberg auf dem letzten Stück ihrer Atlantik-Überquerung zu begleiten. Sie will am 23. September an einem Klimagipfel teilnehmen, zu dem UN-Generalsekretär Guterres eingeladen hat.
    10 min
  • 28.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Fünf Sterne und Sozialdemokraten setzen Gespräche fort
    In Italien ist wieder Bewegung in die Gespräche über die Bildung einer neuen Regierung gekommen. Sowohl die Fünf-Sterne-Bewegung als auch die Sozialdemokraten zogen nach einem Treffen am Dienstagabend eine positive Bilanz. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden. Präsident Sergio Mattarella gab beiden Seiten bis zu diesem Mittwoch Zeit, sich auf eine Koalition zu einigen. Streitpunkt bei den Gesprächen ist unter anderem die Frage, ob der parteilose Giuseppe Conte erneut Regierungschef werden soll.
    Brasiliens Regierung will G7-Hilfen gegen Waldbrände
    Brasilien zeigt sich nun doch offen für ausländische Hilfe im Kampf gegen die Waldbrände im Amazonas-Gebiet. Die Verwendung des Geldes müsse aber von der Regierung in Brasilia kontrolliert werden, sagte Präsidentensprecher Otavio Rego Barros. Die G7-Staaten hatten Brasilien angesichts der verheerenden Amazonas-Waldbrände umgerechnet 18 Millionen Euro Soforthilfen zugesagt. Dazu gab es aus dem südamerikanischen Land widersprüchliche Signale: Während Umweltminister Ricardo Salles die Unterstützung zunächst begrüßte, wies der Kabinettschef von Präsident Jair Bolsonaro das Angebot harsch zurück.
    Staatsanwaltschaft wirft Polizei in El Salvador Hinrichtungen vor
    In El Salvador machen staatliche Ermittler die Nationale Zivilpolizei für 116 "außergerichtliche Hinrichtungen" verantwortlich. Wie die Staatsanwaltschaft für die Verteidigung der Menschenrechte mitteilte, handelt es sich um Fälle zwischen 2014 und 2018. Die Menschenrechtsanwältin Raquel Caballero de Guevara sagte, es gebe Beweise für Folterungen. In der Regel behauptet die Polizei in El Salvador, die Opfer seien bei bewaffneten Auseinandersetzungen gestorben. Laut der Vorsitzenden der Behörde wurden lediglich 19 der Fälle gerichtlich verhandelt, nur in zwei Fällen gab es Verurteilungen.
    Australien prüft Chinas Einfluss an Hochschulen
    Australien hat eine Ermittlungsgruppe eingesetzt, um einen möglichen ausländischen Einfluss an seinen Universitäten zu prüfen. Das neue Team soll insbesondere klären, ob die Hochschulen des Landes von Kräften aus China unterwandert sind. Anlass dafür sind eine Flut von Cyberangriffen und Auseinandersetzungen in australischen Hochschulen wegen der Massenproteste in Hongkong. Die neue Ermittlungsgruppe besteht auch aus Geheimdienstmitarbeitern, sagte Bildungsminister Dan Tehan. In Australien sind ungewöhnlich viele ausländische Studenten eingeschrieben. Etwa ein Drittel davon kommt aus China.
    Unwetter legen Teile Japans lahm
    Heftige Regenfälle haben im Südwesten Japans zu starken Überschwemmungen geführt und Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Behörden forderten mindestens 810.000 Menschen in den betroffenen Provinzen Saga, Fukuoka und Nagasaki auf, sich in Sicherheit zu bringen. Mindestens zwei Personen seien gestorben. Die Behörden sprachen von beispiellosen Niederschlägen, die am Mittwochmorgen (Ortszeit) ganze Straßen überschwemmten. Stellenweise gingen Erdrutsche nieder, Flüsse traten über die Ufer. Die nationale Wetterbehörde warnte vor weiteren Überflutungen und Erdrutschen.
    Mutmaßliche Epstein-Opfer sagen vor Gericht aus
    Zahlreiche mutmaßliche Missbrauchsopfer des verstorbenen US-Millionärs Jeffrey Epstein haben bei einer emotionalen Gerichtsanhörung über ihr Leid berichtet. Vor einem Bundesgericht in Manhattan sagten 16 Frauen aus, sieben weitere Frauen ließen sich von Anwälten vertreten. So schilderte Chauntae Davies vor Gericht, sie habe sich nach der Vergewaltigung durch Epstein zwei Wochen lang übergeben müssen. Epstein soll Dutzende junge Mädchen missbraucht und einen Missbrauchsring für Minderjährige aufgebaut haben. Am 10. August war er tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden worden.
    9 min
  • 27.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Früherer VW-Konzernchef Ferdinand Piëch gestorben
    Der langjährige VW-Vorstands- und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ist tot. Er sei am Sonntag im Alter von 82 Jahren "plötzlich und unerwartet verstorben", bestätigte seine Familie. Die "Bild"-Zeitung berichtet, Piëch sei bei einem Restaurant-Besuch im bayerischen Rosenheim plötzlich zusammengebrochen. Er galt als Patriarch des Wolfsburger Weltkonzerns. In seiner Zeit als Vorstandschef von 1993 bis 2002 formte Piëch VW zum Multimarken-Konzern. Ab 2002 leitete er den Aufsichtsrat. 2015 trat er von diesem Posten zurück.
    Klage in USA gegen unbegrenztes Festhalten minderjähriger Migranten
    In den USA planen 19 US-Staaten und die Hauptstadt Washington eine Klage gegen die Pläne der US-Regierung, auch minderjährige Migranten zum Überprüfen ihrer Asylanträge unbegrenzt in Gewahrsam zu halten. Donald Trump ignoriere eine gerichtlich vereinbarte Frist, mit der das Festhalten von Kindern auf 20 Tage beschränkt wurde, kritisierte Kaliforniens Generalstaatsanwalt Xavier Becerra. Die Maßnahmen dieser Regierung seien illegal. Die US-Regierung hatte zuvor erklärt, illegal in die USA gelangte Familien künftig für die gesamte Dauer ihres Asyl- oder Einwanderungsverfahrens in Gewahrsam zu halten.
    Libanesischer Staatschef verurteilt Israel
    Libanons Präsident Michel Aoun hat den israelischen Drohnenangriff auf die Hauptstadt Beirut vom Wochenende als "Kriegserklärung" bezeichnet. Die Attacke rechtfertige eine militärische Reaktion "zur Verteidigung unserer Souveränität", sagte Aoun bei einem Treffen mit dem UN-Koordinator für den Libanon, Jan Kubis. Israels Premier Benjamin Netanjahu erklärte dagegen, wegen der Bedrohung durch den Iran werde sich sein Land weiter mit allen Mitteln verteidigen. Vom Libanon aus agiert die vom Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Miliz. Sie hat wiederholt Angriffe auf Israel gestartet.
    "Eleonore" nimmt zahlreiche Migranten auf
    Das deutsche Schiff "Eleonore" hat rund hundert Menschen im Mittelmeer aus Seenot gerettet. Das Schlauchboot der Migranten sei defekt gewesen, teilte die Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline mit. Ein Boot der libyschen Küstenwache habe den Rettungseinsatz gestört und die Besatzung sogar bedroht. Die "Eleonore" befand sich erst seit Samstag in der sogenannten Such- und Rettungszone vor Libyen.
    Brasilien verzichtet offenbar auf G7-Hilfen
    Die brasilianische Regierung hat die von den G7-Staaten zugesagten Millionenhilfen im Kampf gegen die Waldbrände in der Amazonas-Region zurückgewiesen. Der Kabinettschef von Präsident Jair Bolsonaro, Onyx Lorenzoni, sagte die 20 Millionen Dollar sollten vielmehr dazu verwendet werden, die Wälder in Europa wieder aufzuforsten. Das Präsidentenbüro bestätigte der Nachrichtenagentur AFP die Ablehnung der Soforthilfe. Mit der Soforthilfe sollten vor allem Löschflugzeuge finanziert werden.
    Gelungenes Raummanöver der ISS
    Eine russische Sojus-Raumkapsel mit einem humanoiden Roboter an Bord hat beim zweiten Versuch an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Das Manöver sei erfolgreich verlaufen, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit. Am Wochenende war ein erster Andockversuch noch fehlgeschlagen. Auf der ISS soll der Roboter mit dem Namen Fedor zehn Tage lang lernen, wie er die Astronauten unterstützen kann. Langfristig soll der 1,80 Meter große und 160 Kilogramm schwere Roboter gefährliche Aufgaben wie Weltraumspaziergänge übernehmen.
    9 min
  • 26.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.G7 beraten über Umweltschutz und Außenpolitik
    Mit Beratungen über Außenpolitik sowie den Klima- und Artenschutz geht der G7-Gipfel in Südfrankreich zu Ende. Wegen Uneinigkeiten mit US-Präsident Donald Trump soll es keine gemeinsame Abschlusserklärung der Staats- und Regierungschefs geben - zum ersten Mal in 44 Jahren Gipfelgeschichte. Nach einem Treffen mit afrikanischen Ländern am Rande des Gipfels gaben Deutschland und Frankreich bekannt, ihre Sicherheitsinitiative für die Sahelzone verstärken zu wollen. Außerdem wollen beide Staaten einen neuen Anlauf zur Lösung der Ukrainekrise mit Russland unternehmen.
    Messerattacke auf Lesbos ruft UN auf den Plan
    Das UN-Flüchtlingshilfswerk, UNHCR, fordert von Griechenland, Minderjährige in Flüchtlingslagern besser zu schützen. In dem Lager Moria auf Lesbos hatte ein 15-jähriger Junge aus Afghanistan einen Gleichaltrigen mit einem Messer getötet und mehrere Jugendliche verletzt. Moria sei kein Ort für Kinder, die alleine seien und auf der Flucht traumatische Erlebnisse durchlitten hätten, sagte UNHCR-Vertreter Philippe Leclerc. Auf den griechischen Ägäis-Inseln sitzen zehntausende Flüchtlinge oft monatelang in völlig überfüllten Lagern fest, bevor über ihre Asylanträge für Europa entschieden wird.
    Militärflugzeuge bekämpfen Waldbrände in Brasilien
    Im brasilianischen Amazonasgebiet sind nach Regierungsangaben Militärflugzeuge im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände im Regenwald im Einsatz. Videos des Verteidigungsministeriums zeigen, wie Piloten über den Waldbrandgebieten Tausende Liter von Wasser abwarfen. Nach Angaben des Büros von Präsident Jair Bolsonaro wurden Armeeeinsätze in bislang sieben Bundesstaaten genehmigt, nachdem diese entsprechende Hilfe beantragt hatten. In Brasilien wüten die schwersten Waldbrände seit Jahren. Seit Januar nahm die Zahl der Feuer und Brandrodungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 82 Prozent zu.
    Demokratische Republik Kongo hat neue Regierung
    Die Demokratische Republik Kongo bekommt sieben Monate nach der Amtseinführung von Präsident Felix Tshisekedi eine neue Regierung. Das Kabinett bestehe aus 23 Mitgliedern von Tshisekedis Partei Direction For Change und 42 Mitgliedern der Common Front for Congo, der Partei des früheren Präsidenten Joseph Kabila, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. Tshisekedi hatte sich bei der Präsidentenwahl am 30. Dezember gegen Kabila durchgesetzt, der das zentralafrikanische Land 17 Jahre lang mit harter Hand regiert hatte. Es war der erste friedliche Machtwechsel im Kongo seit 1960.
    Tödlicher Helikopter-Ausflug über Mallorca
    Beim Zusammenstoß eines Hubschraubers und eines Ultraleichtflugzeugs sind über der Baleareninsel Mallorca sieben Menschen ums Leben gekommen. An Bord des motorisierten Kleinflugzeugs befanden sich nach Behördenangaben zwei Spanier, in dem Hubschrauber saßen ein italienischer Pilot sowie ein deutsches Paar mit seinen zwei Söhnen. Beide Maschinen stürzten auf unbewohntes Gebiet im Zentrum der Insel. Der Grund für die Kollision in der Luft ist noch unklar. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Die Regionalregierung der Balearen rief wegen des Unglücks eine dreitägige Trauerzeit aus.
    Fußball-Bundesliga: Leipzig und Wolfsburg gewinnen
    RB Leipzig und der VFL Wolfsburg haben mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel einen perfekten Saisonstart in der Fußball-Bundesliga hingelegt. Die Sachsen setzten sich gegen Eintracht Frankfurt mit 2 zu 1 durch. Vor dem Spiel hatte Leipzig die Vertragsverlängerung mit Nationalstürmer Timo Werner bis 2023 bekanntgegeben. Im zweiten Sonntagsspiel hat Wolfsburg im Berliner Olympiastadion Gastgeber Hertha mit 3 zu 0 besiegt.
    9 min
  • 24.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bolsonaro ordnet Armeeeinsatz zur Brandbekämpfung an
    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat den Einsatz der Armee zur Bekämpfung der Brände im Amazonas-Gebiet angeordnet. In einem Dekret des Staatschefs werden die Streitkräfte auch zur Verhinderung und Bestrafung von - Zitat - "Umweltdelikten" aufgefordert. US-Präsident Donald Trump bot Bolsonaro in einem Telefonat die Unterstützung seines Landes bei der Brandbekämpfung an. Brasilien steht wegen der Feuer international unter Druck. Frankreich und Irland drohen damit, das Handelsabkommen der EU mit dem südamerikanischen Wirtschaftsblock Mercosur zunächst nicht in Kraft zu setzen.
    Nordkorea setzt Raketentests fort
    Nordkorea hat erneut zwei Raketen abgefeuert. Nach Angaben des Generalstabs der südkoreanischen Streitkräfte starteten die Geschosse von der östlichen Stadt Sondok aus. Sie seien etwa 380 Kilometer in Richtung offenes Meer geflogen. Es habe sich vermutlich erneut um zwei ballistische Kurzstreckenraketen gehandelt. Damit wäre es der siebte Test dieser Art seit Ende Juli. US-Präsident Donald Trump äußerte sich bisher zurückhaltend zu den nordkoreanischen Raketentests. Den aktuellen Abschuss kommentierte er mit Blick auf Machthaber Kim Jong Un, dieser teste "gerne Raketen".
    Mitarbeiter des britischen Konsulats zurück in Hongkong
    Der in China verhaftete Mitarbeiter des britischen Konsulats in Hongkong ist wieder frei. Die Polizei erklärte, Simon Cheng sei 15 Tage in Haft gewesen, weil er gegen gesetzliche Bestimmungen zum Schutz der öffentlichen Sicherheit verstoßen habe. Der 28-Jährige war nach Angaben seiner Familie am 8. August an der Grenze zwischen Festlandchina und Hongkong verschwunden. Er hatte demnach ein Wirtschaftstreffen in Shenzhen im Südosten Chinas besucht. Die seit Wochen anhaltenden Massendemonstrationen in der einstigen britischen Kronkolonie sorgen für Spannungen im britisch-chinesischen Verhältnis.
    USA und China belegen sich erneut gegenseitig mit Strafzöllen
    Der Handelsstreit zwischen den USA und China verschärft sich weiter. US-Präsident Donald Trump teilte mit, die Strafzölle auf chinesische Importe zu erhöhen. Für chinesische Waren im Wert von 250 Milliarden US-Dollar steige der Zollsatz ab Oktober von 25 auf 30 Prozent. Der Zoll auf die verbleibenden Importe im Wert von 300 Milliarden Dollar wird bereits im September von 10 auf 15 Prozent erhöht. Der Präsident forderte zudem US-Unternehmen auf, China zu verlassen und in den Vereinigten Staaten zu produzieren. Wenige Stunden zuvor hatte China höhere Zölle auf Produkte der USA angekündigt.
    Tunesischer Präsidentschaftskandidat Karoui festgenommen
    In Tunesien ist der aussichtsreiche Präsidentschaftskandidat Nabil Karoui festgenommen worden. Medienberichten zufolge wird er der Steuerhinterziehung und Geldwäsche verdächtigt. Karoui wurde in der Stadt Béja im Nordwesten Tunesiens bei einer Wahlkampfveranstaltung festgenommen. Inzwischen soll er in ein Gefängnis in der Nähe der Hauptstadt Tunis gebracht worden sein. Insgesamt sind für die Präsidentschaftswahl am 15. September 26 Kandidaten zugelassen worden. Die Abstimmung wurde wegen des Todes von Staatschef Essebsi Ende Juli um fünf Monate vorgezogen.
    Andockmanöver an ISS fehlgeschlagen
    Eine unbemannte Sojus-Rakete mit dem ersten humanoiden Roboter Russlands an Bord konnte zunächst nicht wie geplant an die Internationale Raumstation (ISS) andocken. Die für 7.30 Uhr (MESZ) vorgesehene automatische Verbindung mit der ISS sei gescheitert, berichteten russische Nachrichtenagenturen. Die Verbindung solle nun in einem zweiten Versuch hergestellt werden. Die Sojus-Rakete war am Donnerstag gestartet. Auf der ISS soll der humanoide Roboter zehn Tage lang lernen, wie er die Astronauten unterstützen kann. Langfristig soll er gefährliche Aufgaben wie Weltraumspaziergänge übernehmen.
    7 min
  • 23.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bolsonaro verbittet sich Einmischung des Auslands
    Die schweren Waldbrände im Amazonas-Gebiet sorgen für internationale Spannungen. Brasiliens ultrarechter Staatschef Jair Bolsonaro warf dem französischen Kollegen Emmanuel Macron eine "kolonialistische Mentalität" vor, weil dieser die Feuer zum Thema des G7-Gipfels in Biarritz machen will. Macron wolle eine "innere" Angelegenheit Brasiliens und anderer Staaten im Amazonasgebiet "instrumentalisieren", um "persönlichen politischen Profit" daraus zu schlagen. Macron hatte die verheerenden Brände als "internationale Krise" bezeichnet und erklärt, die "Lunge unseres Planeten" stehe "in Brand".
    USA setzen Verhandlungen mit Taliban in Katar fort
    Die USA verhandeln in einer neunten Gesprächsrunde in der katarischen Hauptstadt Doha mit den radikalislamischen Taliban wieder über Wege zum Frieden in Afghanistan. Das teilte ein Sprecher der Taliban über Twitter mit. Kurz vor Gesprächsbeginn hatte der US-Chefunterhändler Zalmay Khalilzad getwittert, man werde versuchen, die verbliebenen Themen nun abzuschließen. Die USA und die Taliban sprechen seit Juli 2018 über eine politische Lösung des bald 18 Jahre dauernden Konflikts. Dabei geht es vor allem um Truppenabzüge und darum, dass Afghanistan kein sicherer Rückzugsort für Terroristen wird.
    Kreml-Kritiker Nawalny kommt frei
    Nach 30 Tagen im Gefängnis ist der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny freigelassen worden. Dies teilte seine Sprecherin Kira Jarmisch auf Twitter mit. Der prominente Kreml-Kritiker war auf Grund des Vorwurfs festgenommen worden, er habe gegen das russische Demonstrationsrecht verstoßen. Nawalny hatte zu Protesten im Moskauer Stadtzentrum gegen den Ausschluss von Oppositionskandidaten von der Kommunalwahl im kommenden Monat aufgerufen. Bei den Protesten waren Hunderte Menschen festgenommen worden. Das Vorgehen der Polizei wurde international kritisiert.
    Von Deutschland geförderte Kliniken in Syrien getroffen
    Seit April seien sechs von Deutschland unterstützte Gesundheitseinrichtungen in der letzten großen Rebellenhochburg Idlib getroffen worden, erklärten das Auswärtige Amt und das Entwicklungsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sie wurden beschädigt oder zerstört. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wurden zudem vier Krankenwagen und zwölf Zentren der Rettungsorganisation Weißhelme bombardiert. Die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens ist das letzte große Gebiet unter Kontrolle von Rebellen. Dominiert werden diese von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham.
    Medienberichte über Tote und Verletzte bei Konzert in Algier
    Am Rande eines Musikkonzerts in der algerischen Hauptstadt Algier sollen beim Einlass mindestens fünf Menschen im Gedränge zu Tode gekommen sein. Mehr als 20 Menschen seien verletzt worden, berichtete das Medienunternehmen TSA unter Berufung auf Klinikpersonal. Demnach ereignete sich das Unglück an einem Eingang zu einem Stadion, in dem ein Konzerts des Rappers Soolking stattfand. Augenzeugen zufolge wurden die Besucherströme nicht richtig gelenkt. Der Song "Die Freiheit" des Rappers wurde häufig bei den regierungskritischen Protesten der vergangenen Monate in Algerien angestimmt.
    Baltenstaaten, Polen und Rumänien erinnern an Hitler-Stalin-Pakt
    Zum 80. Jahrestag des Hitler-Stalin-Pakts betonen die Außenminister der baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen gemeinsam mit Polen und Rumänien in einer Erklärung wörtlich: "Schmerz und Ungerechtigkeit werden niemals in Vergessenheit geraten. Wir werden uns erinnern". Am 23. August 1939 hatten Nazi-Deutschland und die Sowjetunion einen Nichtangriffspakt geschlossen und in einem geheimen Zusatzprotokoll ihre Einflusszonen in Ostmitteleuropa aufgeteilt. Es ebnete dem NS-Regime den Weg für den Überfall auf Polen und gab der Sowjetunion freie Hand für die Besetzung der Balten-Staaten.
    Frühere Trump-Sprecherin wechselt zu Fox News
    Die frühere Sprecherin des US-Präsidenten, Sarah Sanders, wird künftig als Expertin bei Fox News auftreten. Sanders werde in Zukunft Kommentare und Analysen für die Berichterstattung des US-Senders liefern, teilte Fox News mit. Ihr erster Auftritt sei für den 6. September in der Sendung "Fox & Friends" geplant. Die 37-Jährige war Ende Juni aus dem Amt der Sprecherin des Weißen Hauses ausgeschieden. Sie war wegen ihres oft konfrontativen Auftretens gegenüber Journalisten eine höchst umstrittene Figur.
    10 min
  • 22.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kritik an Haftplänen für Einwandererkinder in den USA
    Der US-Regierung schlägt heftige Kritik entgegen für Pläne, Migrantenkinder, die ohne Papiere eingereist sind, künftig unbefristet in Gewahrsam zu nehmen. Bisher gilt dafür eine Maximalfrist von 20 Tagen. Die Regierung erwäge rechtliche Schritte, teilte das mexikanische Außenministerium mit. Die Menschenrechtsorganissation Human Rights Watch warnte, Kinder würden durch eine Inhaftierung traumatisiert. Die "Grausamkeit der Regierung Trump ist grenzenlos", sagte der demokratische US-Senator Chuck Schumer. Berichten zufolge haben Hilfsverbände bereits Klagen angekündigt.
    Indonesien schaltet Internet wegen Protesten ab
    Nach drei Tagen gewalttätiger Proteste für Autonomie und gegen Polizeigewalt hat Indonesiens Regierung das Internet in den Provinzen Papua und Westpapua blockiert. Ein Sprecher des Ministeriums für Telekommunikation sagte, die Sperre bleibe so lange bestehen, bis sich die Lage auf der betroffenen Insel Neuguinea normalisiert habe. Die Regierung will verhindern, dass sich die Proteste ausweiten. In beiden Provinzen hatte es Ausschreitungen gegeben. Auslöser war mutmaßliche Polizeigewalt gegen Studenten, die für das Selbstbestimmungsrecht von Westpapua und Papua demonstriert hatten.
    Brasiliens Präsident beschuldigt NGOs als Brandstifter
    Der rechte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Umweltschutzorganisationen indirekt für die jüngsten Waldbrände in der Amazonas-Region verantwortlich gemacht. Bolsonaro mutmaßte, diese Organisationen könnten gegen ihn persönlich und die brasilianische Regierung vorgehen. Als Grund nannte er Budgetkürzungen für zivilgesellschaftliche Organisationen durch seine Regierung. Beweise legte er allerdings nicht vor. Bolsonaro bezeichnete die Situation als Krieg. Umweltschutzverbände wiesen die Vorwürfe zurück. In Brasilien wüten derzeit die schwersten Waldbrände seit Jahren.
    UN warnen vor Einstellung von Hilfsprogrammen im Jemen
    Im Bürgerkriegsland Jemen stehen den Vereinten Nationen zufolge 22 Hilfsprogramme aus finanziellen Gründen vor dem Aus. Die Programme müssten binnen zwei Monaten ihre Arbeit einstellen, wenn nicht bis dahin die zugesagten Mittel von gut einer Milliarde US-Dollar eingegangen seien, sagte die UN-Hilfskoordinatorin für den Jemen, Lise Grande. Im Februar wurden 2,6 Milliarden US-Dollar an Hilfen für das ärmste Land auf der arabischen Halbinsel zugesichert. Davon sei weniger als die Hälfte eingegangen, so Grande. Nach vier Jahren Krieg sind Millionen Menschen im Jemen von einer Hungersnot bedroht.
    Italiens Präsident sucht Ausweg aus Regierungskrise
    In Italien werden an diesem Donnerstag die Beratungen über die Bildung einer neuen Regierung fortgesetzt. Staatspräsident Sergio Mattarella empfängt von 10 Uhr bis 17 Uhr die Vertreter der größeren Parteien im Parlament. Am Mittwoch hatte Mattarella bereits Senatspräsidentin Elisabetta Casellati und den Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Roberto Fico, getroffen. Die Allianz aus rechtspopulistischer Lega und Fünf-Sterne-Bewegung war gescheitert, nachdem Premierminister Giuseppe Conte am Dienstag seinen Rücktritt eingereicht hatte. Lega-Chef Matteo Salvini dringt auf Neuwahlen noch im Herbst.
    Todeskandidat Larry Swearingen in Texas hingerichtet
    Der seit fast zwei Jahrzehnten im Todestrakt eines texanischen Gefängnisses inhaftierte Larry Swearingen ist per Giftspritze exekutiert worden. Das teilte ein Sprecher der Strafjustizbehörde des US-Bundesstaates mit. Zuvor war Swearingen mit einer Berufung vor dem Obersten Gericht in Washington gescheitert. Der 48-Jährige soll 1998 die Studentin Melissa Trotter entführt, vergewaltigt und ermordet haben. Er hatte aber stets seine Unschuld beteuert und der Staatsanwaltschaft Verfahrensfehler vorgeworfen, unter anderem "falsche und irreführende Zeugenaussagen".
    9 min

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