Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 09.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Italiens Vize-Regierungschef Salvini fordert schnellstmöglich Neuwahlen
    Der italienische Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini dringt angesichts der zunehmenden Differenzen innerhalb der Regierungskoalition auf schnelle Neuwahlen. Er habe Ministerpräsident Giuseppe Conte darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Allianz aus rechtspopulistischer Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung kollabiert sei, sagte Salvini. Das Parlament solle in der nächsten Woche zusammenkommen und die nächsten Schritte einleiten. Salvini wirft dem Koalitionspartner eine Blockadehaltung bei wichtigen Projekten vor - insbesondere bei von der Lega angestrebten größeren Autonomierechten der Regionen.
    Zahl der illegalen Grenzübertritte zwischen Mexiko und den USA sinkt
    Die Zahl der illegalen Grenzübertritte zwischen Mexiko und den USA ist weiter zurückgegangen. Im Juli seien 26 Prozent weniger Menschen an der Grenze aufgegriffen worden als im Vormonat, teilte das US-Heimatschutzministerium mit. Die Entwicklung sei vor allem auf die Migrationsvereinbarung mit Mexiko zurückzuführen, hieß es. Die US-Regierung von Präsident Donald Trump fährt seit langem einen harten Kurs gegenüber Migranten, um die illegale Einwanderung einzudämmen. Die mexikanische Regierung hatte sich Anfang Juni dazu verpflichtet, selbst härter gegen die illegale Migration vorzugehen.
    Maguire wird geschäftsführender US-Geheimdienstkoordinator
    US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Geheimdienstkoordinator gefunden: Der derzeitige Direktor des Terrorabwehrzentrums, Joseph Maguire, werde dieses Amt geschäftsführend ab dem 15. August übernehmen, twitterte Trump. Der Direktor der nationalen Nachrichtendienste hat die Aufgabe, die verschiedenen Geheimdienste der USA zu koordinieren. Mit dem bisherigen Amtsinhaber Dan Coats hatte sich Trump in der Vergangenheit mehrfach überworfen. Coats war unter anderem der Ansicht, Russland habe sich 2016 zugunsten Donald Trumps in die Präsidentschaftswahlen eingemischt.
    17 Extremisten nach mutmaßlichem Selbstmordanschlag in Kairo getötet
    Nach dem Terroranschlag mit 20 Toten in Kairo haben ägyptische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben 17 mutmaßliche Extremisten getötet. Die Getöteten seien in den Anschlag in der Nacht zu Montag verwickelt gewesen, teilte das ägyptische Innenministerium mit. Sie hätten der Gruppe Hasm angehört, die nach Einschätzung der Behörden den Muslimbrüdern nahe steht. Diese sind in Ägypten verboten und werden entschieden verfolgt.
    Japan erinnert an Atombombenabwurf vor 74 Jahren
    Die japanische Stadt Nagasaki hat der Opfer des Atombombenabwurfs vor 74 Jahren gedacht. Nagasakis Bürgermeister Tomihisa Taue nutzte die Gedenkfeier für einen Appell zur weltweiten Abschaffung von Atomwaffen. Er rief auch die rechtskonservative Regierung Japans auf, dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag von 2017 beizutreten. Um elf Uhr zwei Ortszeit, dem Zeitpunkt, als am 9. August 1945 die von einem US-Bomber abgeworfene Atombombe über der Stadt explodierte, legten die Teilnehmer eine Schweigeminute ein. Allein in Nagasaki wurden damals etwa 70.000 Menschen durch direkte Einwirkung getötet.
    Deutlich weniger Exporte aus Deutschland im Juni
    Die deutschen Exporte sind im Juni stark zurückgegangen. Exportiert wurden Waren im Umfang von 106,1 Milliarden Euro, das war im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von acht Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Auch die Einfuhren nahmen deutlich ab. So wurden im Juni Waren im Wert von 89,3 Milliarden Euro importiert, das war ein Minus von 4,4 Prozent verglichen mit Juni 2018. Besonders stark gingen die Exporte in Länder außerhalb der EU zurück - sie sanken um 10,7 Prozent. Aber auch die Exporte in EU-Länder nahmen um 6,2 Prozent ab.
    Staatsanwaltschaft will Vergewaltigungs-Ermittlungen gegen Neymar einstellen
    Die Vergewaltigungs-Ermittlungen gegen den brasilianischen Fußballstar Neymar werden wahrscheinlich eingestellt. Die Staatsanwaltschaft von São Paulo empfahl, den Fall zu den Akten zu legen. Es gebe keine ausreichenden Beweise für eine Anklage gegen den Nationalstürmer. Eine Brasilianerin wirft Neymar vor, sie Mitte Mai in einem Pariser Hotel vergewaltigt zu haben. Der 27-jährige Nationalstürmer, der derzeit bei Paris Saint-Germain spielt, weist die Vorwürfe zurück und spricht von einvernehmlichem Sex. Über eine Einstellung des Verfahrens muss nun ein Richter entscheiden.
    10 min
  • 08.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Proteste bei Trumps Besuch in El Paso und Dayton
    Nach den tödlichen Schießereien in El Paso und Dayton ist der Besuch von US-Präsident Donald Trump in beiden Orten von Protesten begleitet gewesen. Demonstranten gaben Trump zu verstehen, er sei "nicht willkommen". Der Präsident besuchte gemeinsam mit seiner Frau Melania in Krankenhäusern Verletzte, Angehörige, Rettungskräfte und Polizisten. Diese hätten sich über den Besuch gefreut, sagte die Bürgermeisterin von Dayton, Nan Whaley. Die Demokratin sagte, es sei eine gute Entscheidung von Trump gewesen, nicht zum Tatort zu gehen. Whaley hatte Trump im Vorfeld für seine Rhetorik kritisiert.
    Malta verbietet Auftanken von Seenotrettungsschiff
    Malta hat dem Rettungsschiff „Ocean Viking“ nach Angaben der Besatzung einen Tankstopp in seinen Hoheitsgewässern verboten. Die Regierung in Valletta habe ihre Zustimmung kurzfristig und ohne Angabe von Gründen zurückgezogen, hieß es in mehreren Mitteilungen. Man habe noch genug Treibstoff für zehn bis zwölf Tage an Bord. Daher werde die "Ocean Viking" ihren Einsatz vor der libyschen Küste fortsetzen. Von Seiten Maltas gab es zunächst keine Stellungnahme. Das Schiff der Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen war am Sonntag in Marseille in See gestochen.
    Raketentests sind für USA kein Hindernis für Verhandlungen
    US-Außenminister Mike Pompeo sieht die jüngsten nordkoreanischen Raketentests nicht als Hindernis für neue Verhandlungen. Die Strategie seiner Regierung sei unverändert, sagte Pompeo in Washington. Man strebe weiterhin eine vollkommene und endgültige Denuklearisierung Nordkoreas an. Er hoffe auf neue Gespräche über eine atomare Abrüstung in den kommenden Wochen, fügte Pompeo hinzu. Das Regime in Pjöngjang hatte am Dienstag zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Machthaber Kim Jong Un bezeichnete den Test als Warnung an Südkorea und die USA, die ein gemeinsames Militärmanöver begonnen hatten.
    Großrazzia gegen illegale Einwanderer in US-Fabriken
    Beim Vorgehen gegen die illegale Einwanderung haben US-Behörden im südlichen Bundesstaat Mississippi 680 Migranten ohne gültige Papiere festgenommen. Ein Staatsanwalt sagte, die Menschen seien von der Einwanderungspolizei ICE bei Razzien in lebensmittelverarbeitenden Betrieben in Gewahrsam genommen worden. Bei den meisten Festgenommenen handele es sich um Lateinamerikaner. Nach Angaben des ICE-Direktors könnte es die größte Razzia dieser Art in einem US-Bundesstaat gewesen sein. Präsident Donald Trump hat den Kampf gegen die illegale Einwanderung zu einem seiner Hauptanliegen gemacht.
    Venezuelas Regierung sagt Verhandlungen ab
    Wegen neuer US-Sanktionen hat Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro die Gespräche mit der Opposition vorerst gestoppt. Maduro sagte die Reise einer Verhandlungsdelegation auf die Karibikinsel Barbados ab. Dort waren am Donnerstag und Freitag Gespräche mit Oppositionsvertretern geplant. Norwegen tritt in den Verhandlungen als Vermittler auf. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag das gesamte Vermögen der venezolanischen Regierung in den USA einfrieren lassen. Caracas verurteilte das Vorgehen als "wirtschaftlichen Terrorismus". Die US-Regierung gehört zu den schärfsten Kritikern Maduros.
    8 min
  • 07.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN wollen Handelsstreitigkeiten mit neuem Abkommen schlichten
    Mitten im Handelsstreit zwischen den USA und China haben 46 Staaten ein UN-Abkommen - die sogenannte Singapur-Konvention - zur Lösung kommerzieller Konflikte unterschrieben. Auch die Streitparteien, USA und China, haben unterzeichnet. Die Europäische Union (EU) muss noch entscheiden, ob sie als Ganzes mitmacht oder ob Mitgliedsländer einzeln unterschreiben. Ziel der Vereinbarung ist es, grenzüberschreitende Streitigkeiten künftig häufiger durch Vermittlung zu schlichten, statt aufwändige Schiedsverfahren einzuleiten.
    Amokläufer von Ohio hatte Gewaltfantasien
    Der Todesschütze von Dayton im US-Bundesstaat Ohio war nach Angaben der Bundespolizei FBI an "gewalttätigen Ideologien" und Amokläufen interessiert. Angaben, um welche Ideologien es sich handelt, machte das FBI nicht. Es gebe aber keine Hinweise auf rassistische Motive. Der Täter hatte am Wochenende neun Menschen getötet, bevor die Polizei ihn erschoss. Rund 13 Stunden zuvor hatte ein Schütze in der texanischen Stadt El Paso 22 Menschen getötet. In diesem Fall gehen die Ermittler von einem rassistischen Motiv aus. US-Präsident Donald Trump wird die beiden Städte an diesem Mittwoch besuchen.
    Venezuela verurteilt Strafmaßnahmen der USA
    Venezuela hat die neuen US-Sanktionen als "wirtschaftlichen Terrorismus" kritisiert. Die bisherige Blockade habe der venezolanischen Gesellschaft "bereits schwere Wunden zugefügt", erklärte das Außenministerium in Caracas. Neben schon bestehenden Sanktionen hatte US-Präsident Donald Trump am Montag das gesamte Vermögen der Regierung von Nicolás Maduro in den USA einfrieren lassen. Seit Monaten liefern sich Maduro und der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó einen erbitterten Machtkampf. Die USA unterstützen Guaidó.
    Nordkoreanischer Raketentest galt als "Warnung"
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat den jüngsten Raketentest seines Landes als Reaktion auf eine gemeinsame Militärübung der USA und Südkoreas bezeichnet. Das Manöver verstößt nach Ansicht Nordkoreas gegen diplomatische Absprachen. Es sei eine Gelegenheit gewesen, eine "angemesse" Warnung zu senden, sagte Kim laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Getestet wurden demnach neuartige taktische Lenkflugkörper, die zielgenau eine kleine Insel vor der Ostküste getroffen hätten. Es war Nordkoreas vierter Raketentest binnen zwei Wochen.
    Nordkorea erbeutet Milliarden bei Hacker-Raubzügen
    Nordkoreanische Hacker haben UN-Experten zufolge durch Angriffe im Internet Geldwerte in Milliardenhöhe gestohlen. Viele der Spezialisten arbeiteten unter Leitung des Geheimdienstes des autokratischen Staates und "beschaffen Geld für sein Programm für Massenvernichtungswaffen", heißt es in einem Bericht unabhängiger Experten für den Nordkorea-Sanktionsausschuss der Vereinten Nationen. Der Gesamterlös durch die Online-Raubzüge wird auf bis zu zwei Milliarden Dollar geschätzt, wobei unklar blieb, von welchem Zeitraum die Experten ausgehen.
    Türkei wirft Deutschem "Terrorpropaganda" vor
    In der Türkei ist erneut ein deutscher Staatsbürger festgenommen worden. Wie NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" berichteten, wurde der 36-Jährige mit türkischen Wurzeln vor eineinhalb Wochen bei der Einreise festgehalten. Die türkischen Behörden beschuldigen ihn demnach, über seine Facebook-Seite "Terrorpropaganda" verbreitet zu haben. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm mehrere Jahre Haft. Den Medien zufolge sitzen derzeit sieben Deutsche aus politischen Gründen in der Türkei in Haft. Dem Auswärtigen Amt ist nach eigenen Angaben der aktuelle Fall bekannt.
    Goldmünzenraub in mexikanischer Prägeanstalt
    In Mexiko-Stadt haben mindestens zwei Verbrecher eine staatliche Münzprägeanstalt ausgeraubt. Nach Angaben der Polizei verschafften sie sich Zutritt zum Hauptsitz, überwältigten einen Wachmann und nahmen seine Waffe an sich. Einer der Räuber ging demnach in den offen stehenden Tresor und füllte fast 1600 Goldmünzen in einen Rucksack. Bei den Münzen handelt es sich um sogenannte "Centenarios". Sie wurden erstmals im Jahr 1921 geprägt, um des 100. Jahrestags der Unabhängigkeit von Spanien zu gedenken. Der Gesamtwert der Beute entspricht umgerechnet rund 2,25 Millionen Euro.
    10 min
  • 06.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Deutscher unter den Opfern von El Paso
    Unter den Todesopfern des Schusswaffenangriffs im US-Bundesstaat Texas ist auch ein deutscher Staatsbürger. Das hat das Auswärtige Amt in Berlin bestätigt. Nach Angaben der US-Polizei waren unter den insgesamt 22 Toten zudem 13 US-Bürger und sieben Mexikaner. Bei einem Opfer ist die Nationalität noch ungeklärt. Am Samstag hatte ein Mann in El Paso auf Passanten geschossen. Der mutmaßliche Täter stellte sich der Polizei. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Tatmotiv aus. Nach Angaben des Bürgermeisters von El Paso wird Präsident Donald Trump die Stadt am Mittwoch besuchen.
    Seenotrettern drohen hohe Strafen in Italien
    Italien hat das Strafmaß für Seenotretter deutlich angehoben. Wer mit Migranten unerlaubt in italienische Hoheitsgewässer fährt, kann mit einer Geldstrafe von bis zu einer Million Euro belegt werden. Der Senat in Rom billigte einen entsprechenden Gesetzentwurf. Die Regierung hatte die Abstimmung mit der Vertrauensfrage verknüpft. Grundlage für das neue Gesetz ist eine Notverordnung, die Innenminister Matteo Salvini vor zwei Monaten erlassen hatte. Darin betrug die höchste Geldstrafe 50.000 Euro. Kritik am neuen Gesetz kommt von Hilfsorganisationen und von den Vereinten Nationen.
    Nordkorea hat offenbar erneut Raketen getestet
    Nordkorea hat offenbar erneut Waffen getestet. Laut südkoreanischen Angaben wurden im Nordwesten des Landes zwei Geschosse abgefeuert. Sie seien vor der Ostküste ins Meer gestürzt. In einer Mitteilung des nordkoreanischen Außenministeriums wurde das gemeinsame Militärmanöver zwischen den USA und Südkorea verurteilt, das am Montag begonnen hatte. Weiter heißt es in der Mitteilung, die Manöver nötigten Nordkorea, mächtige Mittel zu entwickeln, zu testen und einzusetzen, die für die nationale Verteidigung essenziell seien. Bereits in der vergangenen Woche führte Pjöngjang Raketen-Tests durch.
    Einigung auf Regierungsbildung in Bosnien-Herzegowina
    Zehn Monate nach den Wahlen in Bosnien-Herzegowina haben sich die führenden Parteien auf die Bildung einer Regierung geeinigt. Serbische, muslimisch-bosnische und kroatische Vertreter unterzeichneten die Vereinbarung auf einem Treffen, das auf Betreiben des Leiters der EU-Delegation im Land zustande gekommen war. Hauptstreitpunkt war die Haltung zur NATO. Die serbische Bevölkerung ist gegen einen Beitritt, während die beiden anderen Bevölkerungsgruppen dafür sind. Die Regierungsvereinbarung enthält nun eine vage Zusage, die Beziehung zu dem westlichen Verteidigungsbündnis zu vertiefen.
    USA werfen China Währungsmanipulation vor
    Die US-Regierung hat China offiziell als Land bezeichnet, das den Kurs seiner Währung manipuliert. Entsprechend äußerte sich Finanzminister Steven Mnuchin in einer Stellungnahme. China wolle sich unfaire Vorteile im internationalen Wettbewerb sichern, so Mnuchin. Er kündigte Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds an, um dagegen vorzugehen. Präsident Donald Trump hatte zuvor von einem "schwerwiegenden Verstoß" gesprochen. Der Dow Jones verlor wegen des eskalierenden Handelsstreits mit China fast drei Prozent. Der Yuan war gestern auf den tiefsten Stand seit elfeinhalb Jahren gefallen.
    UN fordern Parteien im Kaschmir-Konflikt zur Mäßigung auf
    UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat Pakistan und Indien zur Zurückhaltung im Konflikt um die Himalaya-Region Kaschmir aufgefordert. Ein Sprecher der Vereinten Nationen erklärte, die UN verfolgten die Militäraktionen der vergangenen Tage mit großer Sorge. Die indische Regierung hatte angekündigt, den Sonderstatus des größtenteils von Muslimen bewohnten Unionsstaates Jammu und Kaschmir aufzuheben. Dieser Sonderstatus garantiert dem Bundesstaat Eigenständigkeit in fast allen Politikbereichen. Inzwischen gilt ein Ausnahmezustand. Alle Kommunikationsverbindungen sind abgeschaltet.
    Japan gedenkt des Atombombenabwurfs auf Hiroshima
    Bei einer Gedenkzeremonie zum 74. Jahrestag des Abwurfs einer US-Atombombe auf Hiroshima hat der Bürgermeister der japanischen Stadt, Kazumi Matsui, sein Land aufgerufen, dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag von 2017 beizutreten. Um 8:15 Uhr Ortszeit, dem Zeitpunkt, als der US-Bomber Enola Gay die erste in einem Krieg eingesetzte Atombombe mit dem Namen "Little Boy" über Hiroshima abgeworfen hatte, legten die Menschen eine Schweigeminute ein. Die Bombenabwürfe über Hiroshima und zwei Tage später über Nagasaki führten wenige Tage später zur Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg.
    10 min
  • 05.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hongkongs Regierung warnt Protestierende
    Zum Auftakt eines massiven Generalstreiks hat Regierungschefin Carrie Lam die Protestbewegung vor gefährlichen Folgen gewarnt. Die Demonstranten brächten die chinesische Sonderverwaltungszone in eine sehr riskante Lage, sagte Lam. Ihre Regierung werde entschlossen Recht und Ordnung durchsetzen. Wegen des Streiks kam es im morgendlichen Berufsverkehr zu chaotischen Szenen. Viele Bahnen und Busse standen still. Am Flughafen wurden mehr als 200 Verbindungen gestrichen. Die Proteste richten sich gegen die Führung in Hongkong und eine wachsende Einflussnahme vonseiten Chinas.
    Nach Schießereien spricht sich Trump gegen Hass aus
    Nach den Massakern in Texas und Ohio hat US-Präsident Donald Trump den Menschen in den betroffenen Städten sein Mitgefühl ausgesprochen. Er wolle den Menschen in El Paso und Dayton kondolieren, sagte Trump vor Journalisten. Hass habe in den USA keinen Platz und man werde sich darum kümmern, fügte er hinzu. Auf die Frage, ob er etwas gegen die Waffenprobleme im Land tun werde, sagte Trump, seine Regierung habe bereits viel getan. Aber vielleicht müsse mehr geschehen. Bewaffnete Angreifer hatten binnen 24 Stunden in den beiden Städten 29 Menschen erschossen.
    Schwere Vorwürfe gegen Frontex
    Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex duldet nach Medieninformationen Menschenrechtsverletzungen. Dies sollen Hunderte interne Dokumente belegen, die das ARD-Magazin "report München" gemeinsam mit dem britischen "Guardian" und dem Recherchezentrum "Correctiv" ausgewertet hat. Die Berichte dokumentieren demnach etwa die Misshandlung von Flüchtlingen und Hetzjagden mit Hunden. Die Vorwürfe beziehen sich unter anderem auf nationale Einsatzkräfte in Bulgarien, Ungarn und Griechenland. Darüber hinaus sollen Frontex-Beamte bei Abschiebeflügen auch selbst an Menschenrechtsverletzungen beteiligt gewesen sein.
    Erdogan kündigt Militäreinsatz in Syrien an
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat einen weiteren Militäreinsatz in Nordsyrien angekündigt. Man werde in das Gebiet östlich des Euphrat vorstoßen, sagte er während der Einweihung einer Straße. Die USA und Russland seien über die Pläne informiert. Es wäre der dritte türkische Einsatz in drei Jahren. Teile Nordsyriens werden von der kurdischen YPG-Miliz kontrolliert. Sie ist ein Verbündeter der USA im Kampf gegen die Extremisten-Miliz "Islamischer Staat". Die Türkei stuft sie als Terrororganisation ein.
    Irak bestreitet Verbindung zu beschlagnahmtem Öltanker
    Der Irak hat jegliche Verbindung zu dem im Iran beschlagnahmten Öltanker abgestritten. Mit Schiffen dieser geringen Größe habe das Land nichts zu tun, hieß es aus Bagdad. Zuvor hatte die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA gemeldet, dass es sich bei dem gestoppten Schiff um den irakischen Tanker "Hita" handele, der 700.000 Liter illegales Dieselöl an Bord gehabt habe. Das irakische Ölministerium erklärte, der Irak beschränke seinen Handel auf den Export von Rohöl und anderen Erdölerzeugnissen.
    Behörden verhängen Ausgangssperren in Kaschmir
    Im indischen Teil der Unruheregion Kaschmir haben die Behörden Ausgangssperren in der regionalen Hauptstadt Srinagar und in umliegenden Gebieten verhängt. Wie Korrespondenten berichten, wurden Internetdienste blockiert und die Telefonnetze abgeschaltet. Indien hat in den vergangenen Tagen tausende zusätzliche Soldaten in die Region geschickt. Die Regionalregierung gab zudem eine Terrorwarnung aus und forderte die Menschen zur Abreise auf. Das Auswärtige Amt in Berlin veröffentlichte einen Sicherheitshinweis für die Kaschmir-Region und riet von Reisen dorthin dringend ab.
    Massiver Stromausfall in Indonesien
    Ein massiver Stromausfall hat in der indonesischen Hauptstadt Jakarta erhebliche Verkehrsprobleme verursacht. Auch in den Nachbarprovinzen Banten, West-Java und Zentral-Java waren die Menschen ohne Elektrizität. Der Grund war nach Angaben des Versorgers PLN eine Unterbrechung im Übertragungsnetz. In Jakarta mussten zahlreiche Züge evakuiert werden, die wegen des Stromausfalls stehengeblieben waren. Auch das Ampelsystem fiel in weiten Teilen aus. Betroffen war ein Gebiet, in dem etwa 100 Millionen Menschen leben. Allein die Hauptstadt hat mehr als zehn Millionen Einwohner.
    8 min
  • 03.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU will Georgiewa als IWF-Chefin
    Die Bulgarin Kristalina Georgiewa soll nach dem Willen der Europäischen Union neue Präsidentin des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden. Die Geschäftsführerin der Weltbank-Institute IBRD und IDA setzte sich unter den Vertretern der 28 EU-Mitgliedsstaaten gegen den niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem durch. Georgiewa soll der Französin Christine Lagarde folgen, die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) werden soll. Der IWF wird traditionell von einem Europäer geleitet, die Schwesterorganisation Weltbank dagegen von einem US-Amerikaner.
    Nordkorea testet erneut Raketensystem
    Nordkorea hat nach eigenen Angaben bereits den vierten Raketentest innerhalb weniger Tage durchgeführt. Die Übung sei zur Zufriedenheit von Machthaber Kim Jong Un verlaufen, der den Ablauf persönlich verfolgt habe, so die Staatsagentur KCNA. Bei dem Test des neuentwickelten Mehrfach-Raketensystems sei es vor allem darum gegangen, den Flugverlauf in größeren Höhen und Trefferwirkung zu überprüfen, hieß es. Details zu dem System wurden nicht genannt. Nordkorea stellt die jüngsten Raketentests als Reaktion auf eine für August geplante gemeinsame Militärübung Südkoreas und der USA dar.
    Neue US-Raketensysteme
    Nach dem Aus des INF-Abrüstungsvertrags haben die USA neue Raketensysteme angekündigt. Die Vereinigten Staaten hätten bereits begonnen, "mobile, konventionelle, landgestützte Marschflugkörper und ballistische Raketensysteme" zu entwickeln, so Verteidigungsminister Mark Esper. Zuvor hatten die USA nach einer sechsmonatigen Kündigungsfrist das endgültige Aus der Vereinbarung mit Russland bestätigt. Sie war 1987 im Kalten Krieg geschlossen worden und sah vor, dass beide Seiten auf landgestützte atomare Mittelstreckenraketen verzichten. Nun wird ein neues Wettrüsten befürchtet.
    Einigung auf Verfassungsänderung im Sudan
    Im Sudan haben sich Opposition und Militär auf Verfassungsänderungen geeinigt. Nach langen Verhandlungen sei eine Einigung in den meisten Punkten erzielt worden, so Verhandlungsleiter Ibrahim Al-Amin laut der Agentur Suna. Demnach wird die ausgehandelte Verfassungserklärung am kommenden Sonntag feierlich unterzeichnet. Im April war Langzeit-Präsident Omar al-Baschir nach Massenprotesten vom Militär gestürzt worden. Jüngst einigten sich das Militär und die zivile Opposition unter Vermittlung der Afrikanischen Union auf eine gemeinsame Übergangsregierung, die den Weg für Neuwahlen ebnen soll.
    USA und EU beenden Streit um Rindfleisch
    Rindfleischproduzenten aus den USA bekommen künftig besseren Zugang zum Markt der Europäischen Union. Sie können größere Mengen zollfrei in die EU exportieren. Dies sei ein "bedeutender Erfolg" für amerikanische Landwirte und europäische Verbraucher, sagte US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung eines entsprechenden Handelsabkommens mit der EU im Weißen Haus. An der Gesamtmenge aller Fleischimporte in die EU von 45.000 Tonnen soll das aber nichts ändern. 35.000 Tonnen sollen künftig für die US-Rindfleischexporte reserviert werden. Das Nachsehen haben die anderen Lieferländer.
    ASAP Rocky wieder auf freiem Fuß
    Nach mehreren Wochen in schwedischer Untersuchungshaft sind der US-Rapper Asap Rocky und zwei Mitangeklagte freigelassen worden. Am Ende des dritten Verhandlungstages vor dem Stockholmer Bezirksgericht entschied der Richter, dass die drei Amerikaner bis zur Urteilsverkündung Mitte August auf freien Fuß gesetzt werden. Die Männer hatten eingeräumt, Ende Juni im Stockholmer Zentrum einen 19-Jährigen geschlagen und getreten zu haben. Sie gaben an, sich von dem jungen Mann bedroht gefühlt und aus Notwehr gehandelt zu haben. US-Präsident Donald Trump hatte sich für die Freilassung von Asap Rocky eingesetzt.
    Stürmer-Star Messi für drei Monate gesperrt
    Nach seinen Vorwürfen gegen den südamerikanischen Fußballverband Conmebol ist der Argentinier Lionel Messi für die kommenden drei Monate gesperrt worden. Der Weltstar darf in diesem Zeitraum keine Partien für die Nationalmannschaft bestreiten, wie die Conmebol mitteilte. Zudem wurde Messi zur Zahlung einer Strafe von umgerechnet 45.000 Euro verurteilt. Messi hatte Conmebol nach dem kleinen Finale der Copa América gegen Chile am 6. Juli kritisiert und gesagt, man solle bei dieser Korruption nicht mitmachen. Zur Siegerehrung erschien er erst gar nicht.
    8 min
  • 02.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China kritisiert Trumps Ankündigung neuer Strafzölle
    China lehnt die angekündigten neuen US-Strafzölle ab. Außenminister Wang Yi sagte, Zölle seien kein "konstruktiver" Weg, um Handelsstreitigkeiten zu lösen. Trump hatte am Donnerstag erklärt, dass am 1. September neue Abgaben in Höhe von zehn Prozent auf Importe chinesischer Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar in Kraft treten. Er verwies darauf, dass Peking eine Zusage über den Import von mehr US-Agrarprodukten nicht eingehalten habe. Die Verhandlungen über ein Handelsabkommen würden dennoch weitergehen, so der Präsident. Diese waren am Mittwoch ohne Durchbruch zu Ende gegangen.
    Handelskonflikt zwischen Tokio und Seoul eskaliert
    Der Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea verschärft sich. Die Regierung in Tokio hat Südkorea von der "weißen Liste" jener Länder gestrichen, die Vorzugsbehandlungen bei Handelsgeschäften genießen und auch Produkte für militärische Zwecke beziehen dürfen. Seoul übte scharfe Kritik und nannte Japans Vorgehen politisch motiviert. Hintergrund ist ein Streit über die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter während Japans Kolonialherrschaft von 1910 bis 1945. Von den Restriktionen Tokios sind vor allem Südkoreas Chiphersteller Samsung und SK Hynix sowie das Unternehmen LG Display betroffen.
    Mehrere Verletzte durch Bombenexplosionen in Thailand
    Die thailändische Hauptstadt Bangkok ist während eines Treffens der Außenminister des südostasiatischen Staatenbundes ASEAN von mindestens vier kleineren Bombenexplosionen erschüttert worden. Mindestens drei Personen wurden verletzt. Nach Angaben der Regierung nahm die Polizei zwei Verdächtige fest. Bisher hat sich niemand zu den Anschlägen während des morgendlichen Berufsverkehrs bekannt. Eine Regierungssprecherin sagte, die Sicherheitsmaßnahmen würden verschärft. Ein Teil der Sprengsätze ging in der Nähe von Regierungsgebäuden hoch. Eine Bombe konnte rechtzeitig entschärft werden.
    Syrien akzeptiert Waffenruhe für Idlib
    Die syrische Regierung hat einer Waffenruhe für die Rebellenbastion Idlib zugestimmt. Allerdings wurde einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge die Bedingung formuliert, dass die Rebellen ihre Truppen aus der entmilitarisierten Zone um Idlib abziehen müssen. Eigentlich gilt für die Region bereits seit dem vergangenen September eine Waffenruhe. Doch die unter Mitwirkung der Türkei und Russlands ausgehandelte Vereinbarung wurde nie vollständig umgesetzt.
    Maas warnt vor neuem Wettrüsten wegen INF-Vertrags
    Vor dem Auslaufen des INF-Vertrages über das Verbot landgestützter atomarer Mittelstreckenwaffen hat Bundesaußenminister Heiko Maas vor einem neuen Wettrüsten gewarnt. Die Herausforderungen seien größer geworden, sagte der SPD-Politiker. Das Abkommen, das US-Präsident Ronald Reagan und der sowjetische Staatschef Michael Gorbatschow 1987 unterzeichneten, erlischt an diesem Freitag. Es hat bislang landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern verhindert.
    Berichte über erneuten Raketentest Nordkoreas
    Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben erneut zwei Kurzstreckenraketen von seiner Ostküste aus abgefeuert. Es sei bereits der dritte Raketentest innerhalb weniger Tage gewesen, verlautete aus dem südkoreanischen Generalstab in Seoul, wie die Agentur Yonhap berichtete. Die Führung in Nordkorea hatte die ersten Tests als Reaktion auf Militärübungen des Südens dargestellt. US-Präsident Donald Trump, der sich gerade erst mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in der entmilitarisierten Zone getroffen hatte, reagierte demonstrativ zurückhaltend.
    Nawalny will mögliche Vergiftung klären lassen
    Der inhaftierte russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat eine offizielle Untersuchung verlangt, ob es den Versuch gegeben habe, ihn zu vergiften. Nawalnys Anwalt erklärte, seine Mandant wolle eine chemisch-toxikologische Überprüfung. Nawalny war in dieser Woche kurzzeitig im Krankenhaus, nachdem er einen Ausschlag und Schwellungen im Gesicht bekommen hatte. Der Oppositionelle verbüßt eine 30-tägige Strafe. Er hatte zu Protesten gegen die Nichtzulassung Oppositioneller bei der Wahl zum Moskauer Stadtparlament aufgerufen.
    8 min
  • 01.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Salvini verbietet "Alan Kurdi" die Einfahrt
    Italiens Innenminister Matteo Salvini hat dem deutschen Schiff "Alan Kurdi" nach der Rettung von 40 Migranten ein Einfahrts- und Durchfahrtsverbot für italienische Gewässer erteilt. Die Hilfsorganisation Sea-Eye, Betreiber der "Alan Kurdi", teilte mit, man werde dennoch Kurs auf die Insel Lampedusa nehmen, da dort geografisch gesehen der nächste sichere Hafen liege. Eine Sea-Eye-Sprecherin kritisierte, die Rettungsleitstelle der Küstenwache in Rom habe bislang nicht auf Kontaktversuche reagiert.
    USA sanktionieren Irans Außenminister
    Die USA haben Sanktionen gegen den iranischen Außenminister Dschawad Sarif verhängt. Sarif habe die "rücksichtslose Agenda" des geistlichen Oberhauptes Ajatollah Ali Chamenei umgesetzt, hieß es aus Washington. Allerdings werde damit nicht die Tür für Gespräche über das umstrittene Atomprogramm Irans geschlossen. Sarif bezeichnete die Maßnahme als "wirkungslos". Er und seine Familie hätten keinerlei Besitz außerhalb des Iran, twitterte der Außenminister.
    Spekulationen um Tod von Bin-Laden-Sohn
    Der Sohn des früheren Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden, Hamza bin Laden, ist vermutlich tot. Dies teilten US-Regierungsvertreter mit, die namentlich nicht genannt werden wollten. US-Präsident Donald Trump lehnte eine Stellungnahme ab. Der Sender NBC und die "New York Times" hatten berichtet, der etwa 30-Jährige sei bei einer Operation unter US-Beteiligung getötet worden. Die USA hatten im Februar eine Million Dollar Belohnung für Hinweise zu ihm ausgesetzt. Er habe sich zu einem Anführer von Al-Kaida entwickelt, hieß es. Hamza bin Laden ist das 15. von etwa 20 Kindern von Osama bin Laden.
    Trump kritisiert Leitzinssenkung der Fed
    US-Präsident Donald Trump hat sich nach der Senkung des Leitzinses unzufrieden über die Geldpolitik der Notenbank Fed geäußert. Er kritisierte die Entscheidung als unzureichend und attackierte Fed-Chef Jerome Powell erneut persönlich. Wie immer habe Powell enttäuscht, sagte Trump. Die Fed hatte zuvor erstmals seit mehr als zehn Jahren den Leitzins um 0,25 Punkte herabgesetzt. Die Rate liegt nun bei 2,0 bis 2,25 Prozent. Der US-Präsident wirft der Fed regelmäßig vor, mit ihrer Zinspolitik das US-Wirtschaftswachstum zu bremsen.
    Maas würdigt den Mut der Polen
    Anlässlich des 75. Jahrestages des Warschauer Aufstands hat Bundesaußenminister Heiko Maas an den Widerstand der Polen gegen die NS-Besatzer erinnert. Bei einer Gedenkveranstaltung in der polnischen Hauptstadt sagte Maas, man könne nur Scham dafür empfinden, was Polen von Deutschen angetan worden sei. Am 1. August 1944 hatten polnische Widerstandskämpfer den Versuch gestartet, die Nazis aus Warschau zu vertreiben. Diese schlugen den Aufstand brutal nieder, mehr als 200.000 Menschen wurden getötet. Diesen Donnerstag gedenkt Maas der Opfer des Massakers von Wola. In dem Warschauer Viertel ermordete die SS zu Beginn des Aufstands rund 50.000 Zivilisten.
    Burkaverbot in den Niederlanden in Kraft
    Nach einer langjährigen Diskussion ist in den Niederlanden das sogenannte Burkaverbot in Kraft getreten. Wer von diesem Donnerstag an verschleiert mit Nikab oder Burka in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Krankenhäusern und Ämtern oder Bussen und Bahnen unterwegs ist, muss eine Geldstrafe von mindestens 150 Euro zahlen. Das Innenministerium mahnte Kommunen und zuständige Stellen, das Verbot auch durchzusetzen. Das Verschleierungsverbot ist umstritten. Der Widerstand seitens der Niederländer muslimischen Glaubens ist groß. Viele Kommunen halten die Vorgaben für nicht umsetzbar.
    Möglicherweise bewohnbarer Planet entdeckt
    Ein internationales Astronomenteam hat drei Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachgewiesen. Alle umkreisen den Stern namens GJ 357 im 31 Lichtjahre entfernten Sternenbild Hydra. Einer der neu entdeckten Planeten mit der Bezeichnung GJ 357 d könnte möglicherweise bewohnbar sein. Er sei mit einer berechneten Gleichgewichtstemperatur von minus 53 Grad Celsius zwar eisig, schreiben die Forscher. Aber wenn er eine dichte Atmosphäre habe, was noch bestimmt werden müsse, könnte er genügend Wärme einfangen, um den Planeten zu erwärmen und flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche zuzulassen.
    8 min
  • 31.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Anklage gegen Ex-Audi-Chef Stadler in Diesel-Affäre
    In der Diesel-Affäre hat die Staatsanwaltschaft München Anklage gegen den früheren Audi-Chef Rupert Stadler erhoben. Ihm und drei weiteren Angeschuldigten werde "Betrug, mittelbare Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung vorgeworfen", teilte die Behörde mit. Stadler soll unter anderem dafür mitverantwortlich sein, dass Audi noch lange nach Bekanntwerden der Abgasaffäre Dieselfahrzeuge mit manipulierten Abgaswerten in Europa verkauft hat.
    Nordkorea feuert Raketen als Drohgebärde ab
    Wenige Tage nach dem Test zweier Kurzstreckenraketen hat das nordkoreanische Militär zwei ballistische Raketen abgefeuert. Die Geschosse seien rund 250 Kilometer weit geflogen und ins Japanische Meer gestürzt, sagte ein Vertreter des südkoreanischen Generalstabs. Sie hätten eine Höhe von 30 Kilometern erreicht. Die Führung in Pjöngjang sprach von einer "Warnung" an Südkorea angesichts der geplanten Militärmanöver mit den USA. Die im August stattfindenden jährlichen Übungen der beiden Verbündeten sorgen in Nordkorea regelmäßig für wütende Reaktionen.
    Aufruhr im Vereinigten Königreich
    Im Vereinigten Königreich wächst der Widerstand gegen den Brexit-Kurs des neuen britischen Ministerpräsidenten Boris Johnson. Nach der Drohung Schottlands mit einem Referendum über einen Austritt aus dem Königreich denken nordirische Nationalisten nun verstärkt über eine Wiedervereinigung mit der Republik Irland nach. Das machte die Chefin der nordirischen Partei Sinn Fein, Mary Lou McDonald, deutlich. Bei einem Besuch Johnsons in Wales beklagte Regierungschef Mark Drakeford, dass der Premier die Lage für die Bauern völlig verkenne. 80 Prozent ihrer Einkünfte stammten aus EU-Mitteln.
    Weiterer Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul eingetroffen
    In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist erneut ein Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. An Bord der Maschine aus Leipzig waren 45 Afghanen aus mehreren Bundesländern. Es war die 26. Sammelabschiebung seit Dezember 2016. Die Abschiebungen sind in Deutschland umstritten. Kritiker weisen darauf hin, dass die Sicherheitslage in dem Land weiter angespannt ist. In der westafghanischen Provinz Farah sind bei der Explosion einer Bombe nach Behördenangaben mehr als 30 Menschen getötet worden. Der Sprengsatz sei am Straßenrand platziert gewesen und detoniert, als ein Bus vorbeigefahren sei.
    Schwarzer Abgeordneter unterbricht Trump-Rede in Jamestown
    US-Präsident Donald Trump ist bei einer Ansprache zur Erinnerung an die Gründung der ersten englischen Siedlung auf dem Gebiet der heutigen USA von einem schwarzen Abgeordneten unterbrochen worden. Ibraheem Samirah, Abgeordneter im Parlament des Bundesstaats Virginia, hielt während der Rede Trumps in Jamestown Schilder hoch, auf denen stand: "Schiebt Hass ab" und "Geh' zurück in deine verdorbene Heimat". Der Präsident stoppte seine Ansprache, während Samirah aus dem Saal gebracht wurde. Trump hatte jüngst mit diversen rassistischen Twitter-Botschaften für Empörung gesorgt.
    US-NGO: Hunderte Migrantenkinder von Eltern getrennt
    An der US-Grenze zu Mexiko sind nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation binnen eines Jahres mehr als 900 Migrantenkinder von ihren Eltern getrennt worden. Die American Civil Liberties Union warf der Regierung von Präsident Donald Trump vor, schon kleine Vergehen der Eltern oder eine angebliche Vernachlässigung zum Anlass zu nehmen, Familien zu trennen. Die US-Regierung hatte im Zuge ihres Kampfes gegen die illegale Einwanderung im Mai 2018 damit begonnen, Migrantenkinder und Eltern auseinanderzureißen. Im Juni vergangenen Jahres hatte ein Gericht das umstrittene Vorgehen untersagt.
    Ex-Präsident El Salvadors wird Nicaraguaner
    Der wegen Korruptionsvorwürfen geflüchtete Ex-Präsident von El Salvador, Mauricio Funes, hat die Staatsbürgerschaft von Nicaragua angenommen. Das meldete Nicaraguas offizielles Amtsblatt. Funes twitterte, damit könne er laut Verfassung nicht ausgeliefert werden. Dem 59-Jährigen werden in El Salvador Unterschlagung, Korruption und Geldwäsche vorgeworfen. Die Generalstaatsanwaltschaft des mittelamerikanischen Landes ordnete im vorigen Jahr seine Festnahme an. Funes hielt sich damals aber schon in Nicaragua auf, wo ihm politisches Asyl gewährt worden war.
    10 min
  • 30.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Regierungskräfte töten immer mehr Zivilisten in Afghanistan
    Bei Luftangriffen und Bodeneinsätzen der afghanischen Regierungstruppen und der NATO-Truppen gibt es zunehmend zivile Opfer. Die Zahl der bei diesen Einsätzen verwundeten und getöteten Zivilisten stieg im ersten Halbjahr um 31 Prozent auf knapp 1400. Das geht aus einem Bericht der UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) hervor. Diese Entwicklung ist nach Einschätzung von Beobachtern umso bemerkenswerter, da im gleichen Zeitraum die Gesamtzahl der in Afghanistan verletzten oder getöteten Zivilisten um 27 Prozent auf rund 3800 sank.
    Trump attackiert schwarzen Bürgerrechtler
    Nach herablassenden Äußerungen über einen vorwiegend von Schwarzen bewohnten Wahlkreis in Baltimore hat US-Präsident Donald Trump einen schwarzen Bürgerrechtler beleidigt. Der Pastor Al Sharpton wurde von Trump auf Twitter als "Betrüger" und "Unruhestifter" bezeichnet. Erst kürzlich hatte der US-Präsident mit rassistischen Äußerungen über mehrere demokratische Politikerinnen einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Mit den gezielten Angriffen will Trump vermutlich seine mehrheitlich weiße Anhängerschaft für den kommenden Präsidentschaftswahlkampf mobilisieren.
    USA und China verhandeln wieder
    Nach wochenlanger Pause nehmen die USA und China ihre Handelsgespräche wieder auf. US-Finanzminister Steven Mnuchin und der Handelsbeauftragte der Vereinigten Staaten, Robert Lighthizer, werden in Shanghai erwartet. Dort kommen sie mit einer chinesischen Delegation unter Führung von Vizepremier Liu He zusammen. Beide Länder liefern sich seit einem Jahr einen erbitterten Handelskrieg. Auslöser war die Verärgerung von US-Präsident Donald Trump darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt.
    Schottland hält Brexit-Pläne für extrem gefährlich
    Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon hat dem neuen britischen Premierminister Boris Johnson vorgeworfen, insgeheim einen Brexit ohne Austrittsabkommen mit der EU anzustreben. Das sei extrem gefährlich für Schottland und das gesamte Vereinigte Königreich, sagte Sturgeon nach einem Treffen mit dem britischen Premier in Edinburgh. Johnson bezeichnete das Austiegsabkommen mit der Europäischen Union als - so wörtlich - "tot". Er wolle einen neuen Vertrag aushandeln. Großbritannien werde auf jeden Fall die EU am 31. Oktober verlassen.
    Bandenkrieg in brasilianischem Gefängnis
    Bei Kämpfen zwischen verfeindeten Banden in einem Gefängnis im Norden Brasiliens sind mindestens 57 Häftlinge getötet worden. Wie die zuständigen Behörden melden, haben sich in der Haftanstalt von Altamira im Bundesstaat Pará entsetzliche Szenen abgespielt. Allein 16 Gefangene seien enthauptet worden. Die Gefängnisse in Brasilien sind extrem überbelegt. Etwa 750.000 Menschen sitzen in dem südamerikanischen Land hinter Gittern. Höhere Insassen-Zahlen gibt es nur in den USA und China.
    Pakistanisches Militärflugzeug stürzt in Wohngebiet
    Beim Absturz eines Kleinflugzeugs der pakistanischen Luftwaffe sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine sei in einem Wohngebiet am Rande der Millionenstadt Rawalpindi niedergegangen, teilte das Militär mit. Laut Rettungskräften gingen infolge der Hitzeentwicklung an der Absturzstelle fünf Häuser in Flammen auf. Mindestens 14 Leichen von Zivilisten seien bisher geborgen worden. Auch alle fünf Bordcrewmitglieder seien getötet worden. Die Absturzursache ist noch unklar.
    Suche nach Tatmotiv in Frankfurt am Main
    Nach dem tödlichen Angriff am Frankfurter Hauptbahnhof geht die Suche nach dem Motiv des Tatverdächtigen weiter. Der 40-Jährige, der am Montag einen achtjährigen Jungen vor einen einfahrenden Intercity Express gestoßen haben soll, wird laut Staatsanwaltschaft an diesem Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Bislang äußerte er sich nicht, wie eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde sagte. Der Mann soll ebenfalls die Mutter des Jungen ins Gleisbett gestoßen und dies auch bei einer weiteren Person versucht haben. Die Mutter konnte sich retten.
    9 min

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