Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 17.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Militärrat und Protestbewegung im Sudan unterzeichnen Einigung
    Sudans regierender Militärrat und die Protestbewegung haben ein Abkommen für die Bildung einer Übergangsregierung unterzeichnet. Es kam nach stundenlangen Verhandlungen mit der Hilfe afrikanischer Vermittler zustande. Der Einigung waren monatelange Unruhen mit mehr als hundert Todesopfern vorausgegangen. Im Sudan hatte nach dem Sturz des langjährigen Staatschefs Omar al-Baschir im April ein Militärrat die Führung übernommen, der sich zunächst weigerte, die Macht an eine zivile Regierung zu übergeben.
    Von der Leyen wird EU-Kommissionschefin
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat seiner Nachfolgerin Ursula von der Leyen zu ihrer Wahl gratuliert. Endlich stehe die erste Frau an der Spitze der EU-Behörde, schrieb Juncker auf Twitter. Auch zahlreiche Staats- und Regierungschefs begrüßten die Entscheidung der Parlamentarier in Straßburg. Von der Leyen hatte 383 Stimmen auf sich vereint - lediglich neun mehr als nötig. In einem kurzen Redebeitrag rief sie ihre Kritiker zu einer konstruktiven Zusammenarbeit auf. Unter anderem alle deutschen SPD-Abgeordneten hatten laut eigener Aussage gegen die CDU-Politikerin gestimmt.
    AKK rückt als Verteidigungsministerin nach
    Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer wird neue Verteidigungsministerin in Berlin. Die 56-Jährige rückt an die Stelle der künftigen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die an diesem Mittwoch ihr Ministeramt aufgibt. Der Vorsitzende der Schwesterpartei CSU, Markus Söder, begrüßte die Entscheidung. Das gebe der Regierung neue Kraft, sagte der bayerische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur. In der Vergangenheit hatte Kramp-Karrenbauer wiederholt erklärt, sie wolle nicht ins Kabinett wechseln, sondern sich ganz auf die Aufgabe als CDU-Chefin konzentrieren.
    Merkel: Noch keine EU-Perspektive für Moldau
    Bundeskanzlerin Angela Merkel will der Republik Moldau noch keine EU-Beitrittsperspektive eröffnen. Bei einem Treffen mit der moldauischen Ministerpräsidentin Maia Sandu sagte Merkel in Berlin, sie verstehe den Wunsch nach einem späteren EU-Beitritt. Allerdings gebe es eine ganze Reihe von Schritten, die Moldau gehen müsse, bevor man den "übernächsten" Schritt mache. Sandu räumte ein, vor allem bei der Korruptionsbekämpfung gebe es Nachholbedarf. In dem südosteuropäischen Land hatte sich im Juni eine Koalition aus proeuropäischen und moskaufreundlichen Kräften durchgesetzt.
    US-Sanktionen gegen Militärs in Myanmar
    Wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen die Rohingya in Myanmar haben die USA Sanktionen gegen die Militärführung des Landes verhängt. Die Maßnahmen richten sich gegen Armeechef Min Aung Hlaing, dessen Vertreter und zwei Generäle. Sie dürfen nicht mehr in die Vereinigten Staaten reisen. Außenminister Mike Pompeo erklärte, die Betroffenen seien für schwere Menschenrechtsverstöße verantwortlich, vor allem im Bundesstaat Rakhine. Dort bekämpfen sich islamische Rebellen und das Militär. Hunderttausende Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit sind wegen der Gewalt nach Bangladesch geflohen.
    US-Abgeordnete verurteilen Trump-Tweets
    Das US-Repräsentantenhaus hat - so wörtlich - "rassistische Kommentare" von Präsident Donald Trump verurteilt. Die von der Opposition dominierte Kongresskammer stimmte mit großer Mehrheit für die Resolution. Darin heißt es, Trumps Twitter-Kommentare über vier demokratische Abgeordnete hätten "Hass gegen Neuamerikaner und Dunkelhäutige legitimiert und verstärkt". Der Präsident hatte die vier Frauen am Sonntag in Kurznachrichten aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen und dort die Probleme zu lösen. Drei der Parlamentarierinnen sind allerdings in den USA geboren.
    Keine Anklage gegen Polizisten im Fall Eric Garner
    Fünf Jahre nach dem Tod des Afroamerikaners Eric Garner bei einer Polizeikontrolle in New York hat das US-Justizministerium die Ermittlungen gegen einen Polizisten ohne Anklage eingestellt. Es gebe keine ausreichenden Beweise gegen den Beamten, der Garner am 17. Juli 2014 festgenommen hatte, sagte Staatsanwalt Richard Donoghue. Garner war von Polizisten gestoppt worden, weil er vermutlich illegal mit Zigaretten handelte. Ein Passant filmte, wie ihn drei Polizisten zu Boden warfen und ihm die Luft abdrückten. Der damals 43-Jährige starb danach im Krankenhaus.
    9 min
  • 16.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Von der Leyen stellt sich zur Wahl
    Das Europaparlament stimmt an diesem Dienstag über die Kandidatur von Ursula von der Leyen als neue Präsidentin der EU-Kommission ab. Vor der Wahl wird die CDU-Politikerin eine Rede im Plenum in Straßburg halten. Danach ist eine Debatte geplant, bevor sich die Fraktionen zu Gesprächen zurückziehen. Der Beginn der geheimen Abstimmung ist für etwa 18 Uhr angesetzt. Für die Wahl benötigt von der Leyen die absolute Mehrheit der 747 Abgeordneten im Europaparlament. Es müssen also mindestens 374 Abgeordnete für sie stimmen. Mit einem Ergebnis wird frühestens um 19.30 Uhr gerechnet.
    Bericht: Niederlande wollen Dijsselbloem als IWF-Chef
    Die niederländische Regierung will den früheren Finanzminister und Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, einem Medienbericht zufolge zum Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) wählen lassen. Die "Süddeutsche Zeitung" meldet, Den Haag versuche gerade, eine Mehrheit unter den europäischen Staaten für Dijsselbloem als Nachfolger der Französin Christine Lagarde zu organisieren, die an die Spitze der Europäischen Zentralbank rücken soll. Die Regierungen in Berlin und Paris sollen der Idee aufgeschlossen gegenüberstehen. Neben Dijsselbloem werden derzeit fünf weitere Kandidaten genannt.
    Neue griechische Regierung will Grenzkontrollen verschärfen
    Die neue konservative griechische Regierung will das Asylverfahren beschleunigen und seine Meeresgrenzen zur Türkei stärker kontrollieren. Dies teilte das Büro des griechischen Regierungschefs Kyriakos Mitsotakis mit. Ziel sei, die inakzeptablen Zustände in den Registrierlagern auf den Inseln im Osten der Ägäis zu verbessern. Menschen, die keinen Asylanspruch haben, sollten schneller als bislang in die Türkei zurückgeschickt werden. In den vergangenen Monaten hatten wieder deutlich mehr Flüchtlinge, die über die Türkei nach Griechenland gereist waren, Asyl beantragt.
    Hohe Strafe für US-Neonazi nach Angriff in Charlottesville
    Ein bereits zu lebenslanger Haft verurteilter Neonazi ist von einem Gericht im US-Bundesstaat Virginia zu weiteren 419 Jahren Haft verurteilt worden. Der 22-Jährige war im August 2017 am Rande einer Neonazi-Demo in Charlottesville mit einem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast und hatte dabei eine Frau getötet und 29 weitere Menschen verletzt. Ende Juni dieses Jahres wurde er bereits wegen 29 Hassverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt.
    Republikanische Politiker kritisieren Trump für Angriffe auf Demokratinnen
    Mit seinen Twitter-Attacken auf Politikerinnen der Demokraten hat US-Präsident Donald Trump nun auch Kritik von seiner Republikanischen Partei auf sich gezogen. Tim Scott, Senator aus South Carolina, warf Trump Rassismus vor. Will Hurd, der einzige schwarze Republikaner im Repräsentantenhaus, sagte dem Sender CNN, Trumps Tweets seien "dem Anführer der freien Welt unwürdig". Trump hatte mehrere weibliche Kongressabgeordnete aufgefordert, in die Herkunftsländer ihrer Familien "zurückzugehen".
    US-Richter senkt Bayer-Strafe in Glyphosat-Prozess deutlich
    Bayer kann in einem wichtigen Glyphosat-Prozess in den USA mit einer geringeren Strafzahlung rechnen. Ein Bundesrichter in Kalifornien reduzierte die Schadenssumme von 80 Millionen Dollar auf rund 25 Millionen. Das Gericht begründete dies damit, dass das Verhältnis zwischen regulärem Schadenersatz und sogenanntem Strafschadenersatz in einem angemessenen Rahmen bleiben müsse. An dem Urteil, dass Bayer für die Krebserkrankung der Kläger haften muss, ändert die Entscheidung nichts. In den USA laufen über 13.400 Klagen wegen mutmaßlicher Krebsgefahren durch Produkte der Bayer-Tochter Monsanto.
    Immer mehr Tote durch Monsunregen in Südasien
    Durch die Monsun-Regen in Südasien sind bislang mindestens 130 Menschen ums Leben gekommen. In Nepal meldeten die Behörden 67 Tote sowie 30 Vermisste, auch in Bangladesch und Pakistan forderten die Unwetter Opfer. In Indien kamen mindestens 14 Menschen bei einem Hauseinsturz an einem vom Regen durchweichten Hang um, wie die Behörden mitteilten. Besonders betroffen sind auch die Flüchtlingslager der Rohingya in Bangladesch. Tausende Unterkünfte müssten nach Erdrutschen und Überschwemmungen repariert werden und Flüchtlinge umgesiedelt werden, erklärte das UN-Flüchtlingshilfswerk.
    10 min
  • 15.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Rohani betont Willen zum Dialog
    Der iranische Präsident Hassan Rohani hat die Bereitschaft seines Landes bekundet, mit den USA über das umstrittene Atomprogramm zu verhandeln. Dazu sei er bereit - "auch diese Stunde, sogar jetzt gleich", sagte Rohani. Allerdings stellte er erneut Bedingungen für Gespräche: So müssten die Amerikaner zur Vernunft kommen, den Druck beenden und die Sanktionen gegen den Iran aufheben. Unterdessen traf der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in New York ein. Eventuell wolle er dort auch ein Treffen mit US-Vertretern für September vorbereiten, hieß es.
    Von der Leyen sucht Unterstützung in Straßburg
    Einen Tag vor der Abstimmung im Europaparlament will Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ein weiteres Mal um Zustimmung zu ihrer Wahl als EU-Kommissionspräsidentin werben. Die CDU-Politikerin kommt dazu mit Abgeordneten in Straßburg zusammen. Es ist fraglich, ob von der Leyen die notwendige Mehrheit bekommt, um Nachfolgerin von Jean-Claude Juncker zu werden. Widerstand kommt vor allem aus den Reihen der SPD-Abgeordneten und von den Grünen.
    Trump-Tweet sorgt für Empörung
    US-Präsident Donald Trump hat sich mit einer Twitter-Nachricht gegen junge weibliche Abgeordnete der oppositionellen Demokraten Rassismus-Vorwürfe eingehandelt. Trump schrieb, einige kämen aus Ländern mit völlig unfähigen und korrupten Regierungen und wollten nun den Menschen in den USA erzählen, wie Amerika regiert werden müsse. Sie sollten stattdessen dahin gehen, wo sie hergekommen seien. Trump nannte keine Namen, spielte aber deutlich auf eine Gruppe von vier jungen Abgeordneten mit Migrationshintergrund an, die ihn häufig kritisieren. Sie sind bis auf eine von ihnen alle in den USA geboren.
    Noch keine Razzien gegen Migranten in den USA
    In den USA sind die von Präsident Donald Trump angekündigten Razzien gegen Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis weitgehend ausgeblieben. Es gebe kaum Hinweise auf massive Aktionen, berichtete der Fernsehsender NBC. In anderen Meldungen ist nur von vereinzelten kleinen Aktionen die Rede. Der Bürgermeister von New York, Bill DeBlasio, erklärte, er wisse von "keiner Aktivität heute". Trump hatte am Freitag angekündigt, Grenzschützer würden von Sonntag an "Leute festnehmen und zurück in ihre Länder bringen". Solche Drohungen sind seit Wochen von ihm zu hören.
    Festnahmen bei Protesten in Moskau
    Bei einer Demonstration für freie Kommunalwahlen sind in der russischen Hauptstadt zahlreiche Regierungsgegner festgenommen worden. Rund zweitausend Menschen waren einem Aufruf mehrerer oppositioneller Kommunalwahl-Kandidaten gefolgt. Diese werfen der Moskauer Wahlleitung vor, Oppositionspolitiker unter dem Vorwand von Unregelmäßigkeiten bei ihren Bewerbungen von den Wahllisten zu streichen. In Russland werden im September landesweit die Kommunal- und Regionalparlamente neu gewählt.
    Ebola in Großstadt im Kongo nachgewiesen
    In der Demokratischen Republik Kongo hat die Ebola-Epidemie die Großstadt Goma erreicht. Dort wurde ein Mann positiv auf das Virus getestet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Er war mit einem Bus nach Goma gereist. Die anderen Insassen wurden den Angaben zufolge identifiziert und werden nun gegen Ebola geimpft. Daher sei die Gefahr einer Ausbreitung in Goma gering. In der Stadt leben rund eine Million Menschen. Seit dem Ausbruch des Virus im August 2018 sind rund 1500 Menschen an den Folgen gestorben. Experten fürchten einen Ausbruch in Großstädten und ein Übergreifen auf die Nachbarländer.
    Indische Mondmission verzögert sich
    Der Start der indischen Mondsonde "Chandrayaan-2" ist verschoben worden. Das teilte die Raumfahrtbehörde ISRO per Twitter mit. Sie begründete die Verzögerung mit einem technischen Problem. Ein neues Start-Datum werde noch bekanntgegeben. Eine Rakete sollte die Raumsonde von einer Insel aus ins All befördern. Der Orbiter hat ein Landemodul an Bord, das am Südpol des Mondes aufsetzen soll. Vorgesehen ist, dass ein ferngesteuertes Fahrzeug auf der Oberfläche des Erdtrabanten unter anderem nach Spuren von Wasser sucht.
    9 min
  • 13.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Crewmitglieder von iranischem Tanker freigelassen
    Die in Gibraltar festgenommenen Besatzungsmitglieder des beschlagnahmten iranischen Öltankers sind auf freiem Fuß. Der Kapitän und die drei Offiziere hätten eine Kaution hinterlegt, teilte die Polizei des britischen Überseegebietes mit. Gegen sie sei keine Anklage erhoben worden. Die Ermittlungen dauerten an, der Tanker "Grace 1" bleibe beschlagnahmt. Die "Grace 1" war am Donnerstag voriger Woche wegen des Verdachts gestoppt worden, entgegen einem geltenden EU-Embargo iranisches Öl nach Syrien zu bringen. Daraufhin verschärften sich die Spannungen zwischen London und Teheran.
    Algerier demonstrieren weiter
    Seit 20 Wochen demonstrieren die Algerier gegen die Führungselite des nordafrikanischen Landes. Auch am Freitag, drei Tage nach dem Ende der regulären Amtszeit von Übergangspräsident Abdelkader Bensalah, strömten Zehntausende Menschen auf die Straße. Algerien müsse ein ziviler und kein militärischer Staat sein, forderten Teilnehmer. Die Kundgebung in der Hauptstadt Algier war von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet, mehrere Menschen wurden festgenommen, wie Journalisten berichteten. Wann ein neuer Präsident gewählt wird, ist unbekannt.
    Facebook muss wohl Fünf-Milliarden-Dollar-Strafe zahlen
    Wegen gravierender Datenschutzverstöße muss Facebook in den USA laut einem Bericht des "Wall Street Journal" eine Strafe von fünf Milliarden Dollar, umgerechnet 4,4 Milliarden Euro, zahlen. Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC habe einem entsprechenden Vergleich zugestimmt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Insider. Die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica hatte heimlich die Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern abgegriffen. Sie wurden unter anderem für den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump benutzt.
    Viele Tote nach Anschlag auf Hotel in Somalia
    Sicherheitskräfte in Somalia haben ein von Terroristen gestürmtes Hotel nach stundenlangen Gefechten wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Laut Sicherheitskräften wurden mindestens 12 Menschen getötet, darunter die bekannte Aktivistin und Journalistin Hodan Nalayeh und ihr Ehemann. Im Medina-Hotel in der Hafenstadt Kismayo hielten sich wegen bevorstehender Kommunalwahlen viele Politiker und Journalisten auf. Terroristen der Al-Shabaab-Miliz hatten am Freitag eine Autobombe gezündet und sich über Nacht in dem Hotel verschanzt. Die Miliz kämpft für einen Gottesstaat in dem ostafrikanischen Land.
    Ratingagentur senkt Kreditwürdigkeit der Türkei
    Nach dem Rauswurf des türkischen Notenbankchefs auf Veranlassung von Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die US-Ratingagentur Fitch reagiert. Das Institut stufte die Kreditwürdigkeit des Landes herab und behielt den negativen Ausblick bei. Damit sackt die Türkei noch tiefer in den sogenannten Ramschbereich ab. Fitch begründete die Entscheidung explizit mit der Absetzung von Murat Cetinkaya. Diese Maßnahme beschädige das ohnehin schon angeschlagene inländische Vertrauen, hieß es. Zudem werde damit der Kapitalfluss in die Türkei gefährdet.
    Neuseeland beginnt nach Christchurch-Anschlag mit Rückkauf von Waffen
    In Neuseeland hat eine große staatliche Rückkauf-Aktion für Waffen begonnen, die nach neuen Gesetzen nicht mehr erlaubt sind. Beim Auftakt der Aktion in der Stadt Christchurch hatten 169 Personen insgesamt 224 Schusswaffen abgegeben und dafür insgesamt gut 255.000 Euro vom Staat erhalten. Waffenbesitzer erhalten bis zu 95 Prozent des Kaufpreises zurück. Im ganzen Land sind gut 250 weitere Rückkauf-Veranstaltungen geplant. Der Inselstaat hatte die Waffengesetze verschärft, nachdem im März ein Rechtsextremist in zwei Moscheen in Christchurch eingedrungen war und 51 Menschen getötet hatte.
    Boris Johnson zeigt Wissenslücken beim Brexit
    Der Favorit im Rennen um das Amt des konservativen Parteichefs und britischen Premierministers, Boris Johnson, hat in einem BBC-Interview grobe Wissenslücken zu seinem Brexit-Plan offenbart. Johnson will Großbritannien auf jeden Fall am 31. Oktober aus der EU führen, notfalls auch ohne Deal. Der 55-Jährige behauptete, negative Konsequenzen für die Wirtschaft könnten dann mithilfe einer Bestimmung aus dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) überwunden werden. Was genau diese Bestimmung umfasst, konnte Johnson jedoch nicht sagen.
    8 min
  • 12.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Venezuela: Gespräche sollen weitergehen
    Die venezolanische Regierung und die Opposition haben sich auf regelmäßige Gespräche zur Beilegung der politischen Krise geeinigt. Beide Seiten vereinbarten, eine ständige Arbeitsgruppe einzurichten, wie das in dem Konflikt vermittelnde norwegische Außenministerium mitteilte. Unterhändler von Staatschef Nicolás Maduro und Oppositionsführer Juan Guaidó hatten seit Montag auf der Karibikinsel Barbados verhandelt. Beide liefern sich seit Januar einen erbitterten Machtkampf, allerdings konnte sich bislang keines der Lager in Venezuela endgültig durchsetzen.
    Spannungen zwischen dem Iran und Großbritannien verschärfen sich
    Eine Woche nach dem Stopp des iranischen Supertankers "Grace 1" vor der Küste des britischen Überseegebiets Gibraltar sind der Kapitän und der Erste Offizier in Polizeigewahrsam. Den beiden Besatzungsmitgliedern mit indischem Pass wird vorgeworfen, die europäischen Sanktionen gegen die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verletzt zu haben. Der Zwischenfall hat zu einer ernsten diplomatischen Krise zwischen Großbritannien und dem Iran geführt. Das Mullah-Regime protestierte scharf und warnte, das Festsetzen des Tankers werde nicht ohne Folgen bleiben.
    Militärführung im Sudan spricht von gescheitertem Putschversuch
    Im Sudan ist nach Angaben des regierenden Militärs ein Putschversuch verhindert worden. Verantwortlich dafür seien Mitglieder der Streit- und Sicherheitskräfte, teilte der Leiter des Sicherheitskomitees des militärischen Übergangsrats, Dschamal Omar Ibrahim, mit. Ziel sei es gewesen, die kürzlich erzielte Einigung zwischen der Militärführung und der Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung in dem ostafrikanischen Land zu blockieren. Etliche Menschen wurden festgenommen. Der Anführer des Putschversuchs und einige andere Militärs würden noch gesucht, hieß es.
    Keine Frage nach der Staatsbürgerschaft beim US-Zensus
    Nach wochenlangem Streit verzichtet US-Präsident Donald Trump bei der Volkszählung auf eine Frage nach der Nationalität. Trump begründete dies unter anderem mit einem Gerichtsurteil, die Frage beim Zensus 2020 nicht zuzulassen. Kritiker hatten befürchtet, dass Einwanderer lügen oder nicht antworten würden. Die Volkszählung ist in den USA grundlegend für die Zuteilung von Geldern und den Zuschnitt von Wahlbezirken. Die Nationalität wird seit den 1950er Jahren nicht mehr erhoben. Trump kündigte aber an, die Daten auf anderem Weg beschaffen zu wollen, um die Zahl der Einwanderer zu ermitteln.
    US-Bundesstaat Louisiana wappnet sich für möglichen Hurrikan
    Der Tropensturm "Barry" über dem Golf von Mexiko hat Kurs auf die US-Küste genommen und könnte sich zu einem Hurrikan entwickeln. Der Sturm werde voraussichtlich "am späten Freitagabend oder Samstagfrüh Ortszeit" Hurrikanstärke erreichen und auf die Küste von Louisiana treffen, teilten die Behörden mit. In Teilen von New Orleans kam es infolge heftiger Regenfälle bereits zu Überschwemmungen. Die Warnung der Behörden weckt Erinnerungen an den verheerenden Hurrikan "Katrina" im Jahr 2005.
    Tennis-Trophäen von Boris Becker zwangsversteigert
    Die Zwangsversteigerung von Trophäen und Erinnerungsstücken des deutschen Tennis-Idols Boris Becker hat 765.000 Euro eingebracht. Den höchsten Einzelpreis erzielte eine vom Edel-Juwelier Tiffany hergestellte Replik des US-Open-Pokals von 1989 aus Silber. Mit dem Erlös soll ein Teil der Schulden Beckers beglichen werden. Becker war 2017 von einem Konkursgericht in London wegen offener Schulden für zahlungsunfähig erklärt worden. Die Auktion sollte bereits vor einem Jahr stattfinden, doch wurde sie damals auf Veranlassung Beckers zunächst gestoppt.
    7 min
  • 11.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britische Regierung bestätigt Tanker-Vorfall am Golf
    Drei iranische Schiffe haben versucht, die Fahrt des Öltankers "British Heritage" in der Straße von Hormus zu behindern. Ein britischer Regierungssprecher sagte, die britische Fregatte "HMS Montrose" sei eingeschritten und habe verbale Warnungen an die iranischen Boote gerichtet. Diese hätten daraufhin abgedreht. Die iranischen Revolutionsgarden wiesen US-Berichte zurück, wonach fünf Boote der Garden versucht hätten, den Tanker in iranische Gewässer zu bringen. Teheran hatte nach der Beschlagnahme eines iranischen Tankers durch die britischen Behörden in Gibraltar Konsequenzen angekündigt.
    Drastischer Anstieg deutscher Rüstungsexporte
    Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr 2019 Rüstungsexporte im Wert von 5,3 Milliarden Euro genehmigt und damit schon mehr als im gesamten Vorjahr. In den vergangenen drei Jahren war das Ausfuhrvolumen zurückgegangen und lag 2018 nur noch bei 4,8 Milliarden Euro. In der Rangliste der wichtigsten Empfängerländer deutscher Rüstungsgüter stand Ungarn mit 1,76 Milliarden Euro an Nummer eins mit großem Vorsprung vor Ägypten und Südkorea.
    USA nehmen Frankreichs Digitalsteuerpläne unter die Lupe
    US-Präsident Donald Trump hat eine Prüfung der in Frankreich geplanten Digitalsteuer angeordnet. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer erklärte, sein Land sei "sehr besorgt", dass die Steuer in unfairer Weise auf US-Konzerne abziele. Die französische Nationalversammlung hatte vergangene Woche für die Digitalsteuer gestimmt. Die Steuer betrifft international tätige Internetriesen, die in Europa oft nur sehr geringe Steuern zahlen. Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire sprach von Steuergerechtigkeit. Betroffen wären unter anderem US-Konzerne wie Google, Amazon und Facebook.
    Tote bei Unwetter in Griechenland
    Bei einem heftigen Unwetter im Norden Griechenlands sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben wurden zudem mehr als 60 Menschen verletzt. Alle Todesopfer seien Touristen, meldet das Staatsradio (ERT) unter Berufung auf den Zivilschutz und die Polizei. Von dem Unwetter betroffen war vor allem die bei Feriengästen beliebte Halbinsel Chalkidiki.
    Seeleute im Südchinesischen Meer vermisst
    Nach einer Schiffshavarie im Südchinesischen Meer werden mehr als 30 Seeleute vermisst. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Fischerboot gesunken ist, sei "extrem hoch", berichtet das chinesische Staatsfernsehen unter Berufung auf den Krisenstab der Regierung der südchinesischen Inselprovinz Hainan. Das Schiff sei auf dem Rückweg von den Spratly-Inseln zur Volksrepublik gewesen, als es in Wind und Wellen plötzlich ein Seenotsignal ausgesendet habe. Danach sei der Kontakt über die Ortung durch das Beidou-Satellitennavigationssystem abgebrochen.
    Erster Fehlstart einer Vega-Rakete in Kourou
    Eine europäische Trägerrakete ist kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana verunglückt. Rund zwei Minuten nach dem Start kam die Vega-Rakete von der geplanten Route ab. Die Gründe für den Fehlschlag sind unklar. Die Rakete hätte den Erdbeobachtungssatelliten FalconEye1 der Vereinigten Arabischen Emirate ins All bringen sollen. Dieser sollte hochauflösende Bilder aufnehmen und zur Erde übertragen. Es ist das erste Mal, dass eine Vega-Mission fehlschlägt. Seit der Inbetriebnahme am Weltraumbahnhof Kourou 2012 gab es 14 erfolgreiche Starts dieser Trägerraketen.
    Studie: Metropolen droht Erhitzung
    Die Metropolen der Welt müssen sich einer Studie zufolge auf eine drastische Erwärmung einstellen. In einer Studie von Wissenschaftlern der ETH Zürich heißt es, in europäischen Metropolen würden die Sommer um 3,5 Grad Celsius wärmer, die Winter um 4,7 Grad. London würde demnach Verhältnisse bekommen wie heute Madrid, das Klima in Paris würde den heute in der australischen Hauptstadt Canberra herrschenden Bedingungen entsprechen.
    7 min
  • 10.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA wollen Begleitschutz im Arabischen Meer
    Die US-Regierung strebt eine internationale Militär-Koalition an, um Handelsschiffe im Golf von Oman zu schützen. Die USA stünden derzeit mit einer Reihe von Ländern in Kontakt, sagte Marine-General Joseph Dunford. Ein Drittel aller Öltransporte weltweit passiert per Schiff täglich die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Die USA machen den Iran für Angriffe auf zwei Tanker im Juni in der Region verantwortlich. Die Führung in Teheran weist das zurück.
    Ringen um Erhalt des Atomabkommens
    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat vor einer Eskalation im Iran-Konflikt gewarnt. Der CDU-Politiker sagte, niemand könne ein Interesse daran haben, dass sich der Konflikt verschärfe. Nach den US-Sanktionen verstieß der Iran gegen zwei zentrale Auflagen des internationalen Atomabkommens von 2015. Das Land überschritt kürzlich die Menge an erlaubtem Uran und die Obergrenze bei dessen Anreicherung. Darüber berät an diesem Mittwoch in Wien in einer Dringlichkeitssitzung die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA).
    Urteil nach verheerendem Dammbruch in Brasilien
    Knapp ein halbes Jahr nach dem Dammbruch im brasilianischen Brumadinho hat ein Gericht den Bergbaukonzern Vale dazu verurteilt, für alle Schäden aufzukommen. Das Gericht im Bundesstaat Minas Gerais legte vorerst keine Schadenssumme fest. Es bestätigte das Einfrieren von Vermögenswerten Vales in Höhe von umgerechnet 2,6 Milliarden Euro für künftige Entschädigungszahlungen. Der Damm eines Rückhaltebeckens für Bergbauabfälle war im Januar geborsten. Millionen Tonnen Klärschlamm ergossen sich in die Umgebung und verschütteten Häuser und Straßen. 270 Menschen starben oder gelten als vermisst.
    Hunt und Johnson liefern sich TV-Rededuell
    Im politischen Kampf um die Nachfolge der britischen Premierministerin Theresa May haben sich die Kandidaten Boris Johnson und Jeremy Hunt bei einer Fernsehdebatte einen harten Schlagabtausch geliefert. Der amtierende Außenminister Hunt warf seinem Rivalen und Amtsvorgänger Johnson vor, beim Brexit nichts als "blinden Optimismus" zu verbreiten. Johnson bekräftigte, er werde Großbritannien zum 31. Oktober aus der EU führen - notfalls auch ohne Abkommen. Die Entscheidung, wer May als Vorsitzender der Konservativen und als Regierungschef beerben wird, liegt nun bei den 160.000 Parteimitgliedern.
    London will Homo-Ehe in Nordirland erlauben
    Das britische Unterhaus hat mit deutlicher Mehrheit dafür gestimmt, die Gesetze zur gleichgeschlechtlichen Ehe und zum gelockerten Abtreibungsrecht auf die Provinz Nordirland auszuweiten. Die Provinz wird seit Januar 2017 geschäftsführend von London aus regiert. Die Abgeordneten der oppositionellen Labour-Partei nutzten diesen Umstand und brachten die beiden Gesetzesvorlagen ein. Falls in Belfast bis zum 21. Oktober eine Regionalregierung gebildet werden sollte, würden sie nicht in Kraft treten. England, Schottland und Wales führten die Homo-Ehe 2014 ein, die Republik Irland zog 2015 nach.
    Von der Leyen wirbt im Europaparlament
    Die CDU-Politikern Ursula von der Leyen stellt sich an diesem Mittwoch den Abgeordneten des Europaparlaments vor, das kommende Woche über ihre Ernennung zur EU-Kommissionspräsidentin abstimmen soll. Die bisherige Bundesverteidigungsministerin steht zunächst der sozialdemokratischen Fraktion Rede und Antwort, in deren Reihen insbesondere deutsche SPD-Abgeordnete nicht für sie votieren wollen. Es folgen die liberale Fraktion und die Abgeordneten der Grünen. Die Abstimmung über von der Leyen ist nach bisherigem Stand für den 16. Juli angesetzt.
    Internet-Blockade im Sudan aufgehoben
    Nach rund einem Monat Pause haben die Menschen im afrikanischen Krisenstaat Sudan wieder Zugang zum Internet. Ein Gericht in der Hauptstadt Khartum ordnete an, dass der Zugang von den Anbietern wieder freigegeben werden müsse, wie der Anwalt Abdelazim al-Hassan mitteilte. Die Internet-Verbindungen waren nach der gewaltsamen Auflösung des zentralen Protestlagers in Khartum am 3. Juni gekappt worden. Der regierende Militärrat begründete die Blockade damit, dass die sozialen Netzwerke eine Gefahr für die Sicherheit des Landes darstellten.
    10 min
  • 09.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hongkongs Regierungschefin Lam verkündet Aus für Auslieferungsgesetz
    Nach wochenlangen Massenprotesten hat Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam das Aus für das umstrittene Auslieferungsgesetz verkündet. Das Gesetz sei tot, sagte sie. Allerdings erfüllt die pekingtreue Regierungschefin der chinesischen Sonderverwaltungszone nicht alle Forderungen der Protestbewegung. So wird der Gesetzentwurf nicht formell von der Agenda des Parlaments zurückgezogen. Das Gesetzesvorhaben, das erstmals Auslieferungen an Festland-China ermöglicht hätte, hat in der einstigen britischen Kronkolonie die größten Proteste seit der Rückgabe an China im Jahr 1997 ausgelöst.
    US-Außenministerium billigt Milliarden-Rüstungsgeschäft mit Taiwan
    Das US-Außenministerium hat ein Rüstungsgeschäft mit Taiwan im Wert von zwei Milliarden Euro gebilligt. Unter anderem sollen 108 Kampfpanzer und rund 250 Stinger-Luftabwehrraketen geliefert werden, so das US-Verteidigungsministerium. So könne Taiwan seine Kampfpanzer-Flotte modernisieren und seine Verteidigungsfähigkeit stärken, erklärte das Pentagon. Das Rüstungsgeschäft dürfte China verärgern. Die Regierung in Peking hatte bereits zuvor "ernsthafte Bedenken" geäußert. China betrachtet den Inselstaat Taiwan als abtrünnige Provinz, die eines Tages wieder mit dem Festland vereinigt werden soll.
    Mehr als 230 Festnahmen bei internationaler Anti-Doping-Razzia
    Unter Federführung Italiens und Griechenlands sind bei einem Anti-Doping-Einsatz 234 Menschen festgenommen worden. 3,8 Millionen Dopingpräparate und gefälschte Medikamente wurden laut der europäischen Polizeibehörde Europol sichergestellt. Die Aktion habe zeitgleich in 23 EU- und zehn weiteren Ländern, darunter der Schweiz, Kolumbien und den USA, stattgefunden. In Europa wurden bei dem größten Anti-Doping-Einsatz in der Geschichte neun Geheimlabore entdeckt und fast 24 Tonnen Steroidpulver beschlagnahmt. Zudem wurden 17 organisierte Gruppen in Europa ausgehoben.
    "Alan Kurdi" nimmt wieder Bootsflüchtlinge an Bord
    Das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" hat erneut Flüchtlinge im Mittelmeer vor Libyen aufgenommen. Sie sollen nun an die maltesische Marine übergeben werden, teilte der Verein Sea-Eye mit. Maltas Behörden hätten den Rettungseinsatz koordiniert. Am Sonntag hatte Malta erst nach langem Hin und Her eingewilligt, 65 Flüchtlinge an Land zu lassen. EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos fordert in der Zeitung "Welt" einen vorläufigen Verteilungsmechanismus für Migranten. Die Verantwortung könne nicht allein auf Italien und Malta abgewälzt werden, nur weil diese Staaten am Mittelmeer lägen.
    Vorsichtiger Optimismus nach Afghanistan-Konferenz
    Bei ihrer dritten Konferenz mit Vertretern der afghanischen Zivilgesellschaft haben die radikalislamischen Taliban zugesagt, die Gewalt in Afghanistan zu reduzieren. Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Schulen oder Krankenhäuser sollen eingestellt, die Zahl der zivilen Opfer soll auf Null gesenkt werden, heißt es in der Abschlusserklärung. Bis wann die Ziele erreicht werden sollen und ob sie bindend sind, ist aber unklar. Umstritten bleibt auch der Bereich der Frauenrechte. Vertreter der afghanischen Regierung waren nicht anwesend, die Taliban erkennen diese nicht an.
    6 min
  • 08.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gewaltsame Zusammenstöße in Hongkong
    In Hongkong hat es erneut Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone mitteilte, wurden sechs Menschen festgenommen. Sicherheitskräfte waren mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Protestierende vorgegangen. Zuvor hatten mehrere Zehntausend Teilnehmer friedlich im Bezirk Kowloon gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz demonstriert. Es würde Hongkong erlauben, beschuldigte Personen an Festlandchina auszuliefern. Die Protestierenden fordern, die Gesetzesvorlage endgültig zurückzuziehen.
    Amnesty: Mehr Tötungen auf Philippinen
    Amnesty International hat ein "erschreckendes Ausmaß" außergerichtlicher Tötungen im Anti-Drogen-Krieg auf den Philippinen angeprangert. Eine eigene Untersuchung lege nahe, dass es sich dabei um Verbrechen gegen die Menschlichkeit handele, teilte die Organisation mit. Sie verlangt eine unabhängige Untersuchung durch den UN-Menschenrechtsrat. Die Zahl der Opfer außergerichtlicher Tötungen nehme drei Jahre nach Beginn des Anti-Drogen-Kriegs von Präsident Rodrigo Duterte "dramatisch" zu. Die Regierung spricht von mindestens 6000 Fällen. Amnesty vermutet eine hohe Dunkelziffer.
    Regierungswechsel in Griechenland
    Die Konservativen haben die vorgezogene Parlamentswahl in Griechenland klar gewonnen. Nach Auszählung fast aller Stimmen holte die bisherige Oppositionspartei Nea Demokratia (ND) unter Kyriakos Mitsotakis fast 40 Prozent. Damit kann Mitsotakis ohne Koalitionspartner regieren. Die linke Syriza-Partei des unterlegenen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras kam auf knapp 32 Prozent. Obwohl Tsipras einige Reformen anschob, leidet Griechenland noch immer unter der höchsten Arbeitslosenquote in der EU. Mitsotakis hatte versprochen, jeden Spielraum im Haushalt für Steuersenkungen nutzen zu wollen.
    Flüchtlinge der "Alan Kurdi" nach Malta gebracht
    Die 65 Migranten vom deutschen Rettungsschiff "Alan Kurdi" sind in Malta angekommen. 62 von ihnen seien an ein Patrouillenboot übergeben worden und am Sonntagabend in Malta gelandet, teilte die maltesische Armee mit. Drei Migranten wurden demnach per Lufttransport geholt, da sie dringend ärztliche Hilfe brauchten. Wie die Regierung in Valletta zuvor mitgeteilt hatte, sollen die Migranten umgehend auf andere europäische Länder verteilt werden. Italien wollte die von der "Alan Kurdi" aus dem Mittelmeer geretteten Menschen nicht an Land lassen. Auch Malta hatte sich zunächst geweigert.
    Trump droht wiederholt dem Iran
    US-Präsident Donald Trump hat den Iran im Streit um die Urananreicherung gewarnt. "Der Iran sollte besser vorsichtig sein", sagte er vor Journalisten. Trump bekräftigte, das Land werde niemals Atomwaffen besitzen. Zuvor hatte US-Außenminister Mike Pompeo Teheran mit "weiterer Isolation" und neuen Sanktionen gedroht. Der Iran hatte am Sonntag erklärt, in Kürze damit zu beginnen, Uran über den erlaubten Grad von 3,67 Prozent hinaus anzureichern. Dies ist dem Staat durch das 2015 vereinbarte Atomabkommen verboten. Für Atomwaffen muss Uran allerdings auf 90 Prozent angereichert werden.
    Wichtiger Meilenstein für afrikanische Freihandelszone
    Die Afrikanische Union (AU) hat auf einem Gipfel in Nigers Hauptstadt Niamey die "operative Phase" des Freihandelsabkommens AfCFTA eingeleitet. Die Mitgliedsstaaten einigten sich auf erste gemeinsame Regeln für die künftige Freihandelszone. Nach Angaben des nigrischen Präsidenten Mahamadou Issoufou sollen diese ab Juli 2020 auch praktisch umgesetzt werden. Durch AfCFTA soll die weltgrößte Freihandelszone mit einem Markt von 1,2 Milliarden Menschen entstehen. 54 der 55 AU-Mitgliedsstaaten sind dem Abkommen beigetreten. Der bisher schwache afrikanische Binnenhandel soll dadurch gestärkt werden.
    7 min
  • 06.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weiteres Rettungsschiff steuert Lampedusa an
    Das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" hat mit 65 Migranten an Bord Kurs auf die italienische Insel Lampedusa genommen - trotz eines Verbots der Behörden. Lampedusa sei "der am nächsten gelegene europäische Hafen", dort könnten die Geretteten an einen sicheren Ort gebracht werden, erklärte die Hilfsorganisation "Sea-Eye". Ein Angebot Libyens, den Hafen der Stadt Sawija anzulaufen, wurde abgelehnt. Nach dem Drama um das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" und seine Kapitänin Carola Rackete droht damit neuer Streit zwischen Deutschland und Italien.
    Erneut heftiges Erdbeben in Kalifornien
    Der Süden Kaliforniens ist erneut von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Nach Angaben der Erdbebenwarte USGS hatte es eine Stärke von 7,1. Das Epizentrum lag 17 Kilometer nordöstlich der Kleinstadt Ridgecrest. Es war die gleiche Region, in der bereits zwei Tage zuvor die Erde gebebt hatte. Berichte über Todesopfer oder Schwerverletzte gab es nicht.
    EU begrüßt politische Übereinkunft im Sudan
    Die Europäische Union hat die Einigung auf eine Übergangsregierung im Sudan als "Durchbruch" bezeichnet. Nun sei es wichtig, dass die Beteiligten das erreichte Abkommen "ohne Hintergedanken" umsetzten, ließ die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklären. Die Vereinbarung sieht vor, dass ein sogenannter "Oberster Rat" aus Vertretern des zuletzt allein herrschenden Militärs und der Protestbewegung mit wechselnder Führung gebildet wird. Er soll den Sudan drei Jahre lang regieren, dann sollen Wahlen abgehalten werden.
    Militärparade und Oppositionsdemo in Caracas
    Anlässlich des Unabhängigkeitstages in Venezuela hat der amtierende Staatschef Nicolás Maduro Militäreinheiten aufmarschieren lassen. Der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó führte eine Gegenkundgebung in Caracas an. Sicherheitskräfte blockierten den Marsch der Opposition, der zum Hauptquartier des militärischen Sicherheitsdienstes führen sollte. Maduro erklärte, er erwarte in der kommenden Woche "gute Nachrichten" von den Gesprächen mit Oppositionsvertretern in Norwegen. "Wir müssen alle nachgeben, um Vereinbarungen zu erreichen", sagte er wörtlich.
    Merkel bekennt sich zu EU-Erweiterung
    Deutschland macht sich dafür stark, einen EU-Beitritt von Balkanstaaten wie Nord-Mazedonien und Albanien nicht weiter zu verzögern. Diese Länder in die EU zu führen sei eine "strategische Verantwortung", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Abschluss der zweitägigen Westbalkan-Konferenz im polnischen Posen. Ziel müsse es sein, so Merkel wörtlich, "unseren Freunden im Balkan den Weg miteinander zu erleichtern und die europäische Perspektive wahr werden zu lassen". Trotz fortbestehender politischer Schwierigkeiten gebe es in der Region wichtige Fortschritte, betonte die Kanzlerin.
    6 min

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