Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 05.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Übergangsregierung für den Sudan vereinbart
    Im Sudan haben sich der Militärrat und die Protestbewegung auf Bedingungen für eine gemeinsame Übergangsregierung verständigt. Vereinbart wurde ein oberster Regierungsrat, der abwechselnd von Militärs und Zivilisten geführt werden soll. Insgesamt sei die Übergangsphase auf etwa drei Jahre angelegt, dann sollten Wahlen stattfinden, sagte der Vermittler der Afrikanischen Union, Mohamed El-Hacen Lebatt. Zuvor hatte der Militärrat - wie von der Opposition gefordert - 235 Kämpfer der Rebellenmiliz "Sudanesische Befreiungsarmee" aus dem Gefängnis entlassen.
    Trump nutzt Unabhängigkeitstag für patriotische Rede
    Bei den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag hat US-Präsident Donald Trump vor tausenden Zuhörern die militärischen Leistungen der USA hervorgehoben. Auf den Stufen des Lincoln Memorial in Washington betonte er, geschützt hinter schusssicherem Glas, die Nation sei stärker als je zuvor. Kampfflugzeuge flogen über die Stadt, Panzer wurden ausgestellt. Mit der militärisch geprägten Parade zum Unabhängigkeitstag brach Trump mit den Gepflogenheiten. Das Spektakel stieß bei der Opposition auf Kritik. Politiker der Demokraten warfen ihm vor, er wolle sich auf Kosten der Steuerzahler in Szene setzen.
    UN sehen Belege für außergerichtliche Exekutionen in Venezuela
    UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet wirft Venezuela schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Sie gehe davon aus, dass es dort in den vergangenen Jahren tausende außergerichtliche Hinrichtungen gegeben habe. Bachelet macht die Sonderpolizei FAES für die Exekutionen verantwortlich und fordert Staatschef Nicolas Maduro zur Auflösung der Truppe auf. Allein im Jahr 2018 waren in Venezuela nach offiziellen Angaben bei Polizeieinsätzen mehr als 5200 Menschen getötet worden, vorgeblich wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt. Rund 1500 weitere Fälle soll es bis Mai 2019 gegeben haben.
    Italienische NGO rettet Migranten aus Seenot
    Ein Schiff der italienischen Flüchtlingshilfsorganisation Mediterranea Saving Humans hat vor der libyschen Küste nach eigenen Angaben 54 Schiffbrüchige gerettet, darunter vier Kinder. Laut der NGO hatten die in Seenot geratenen Migranten einen Notruf abgesetzt. Ihr Rettungsschiff "Alex" sei vor der libyschen Küstenwache am Unglücksort eingetroffen. Die Organisation lehnt es ab, die Geretteten zurück nach Libyen zu bringen. Menschen müssten gerettet und nicht festgenommen und zurückgeschickt werden. Italiens Innenminister Matteo Salvini lehnte ihre Aufnahme umgehend ab.
    Forscher empfehlen Aufforsten als Mittel gegen Klimawandel
    Die Erderwärmung kann laut Forschern durch nichts so effektiv bekämpft werden wie durch das massenhafte Pflanzen von Bäumen. Forscher der Technischen Hochschule Zürich halten es für möglich, weltweit bis zu einer Milliarde Hektar Land - etwa die Fläche der USA - aufzuforsten, ohne dabei Städte oder Agrarflächen zu beeinträchtigen. Einmal ausgewachsen könnten alle diese Bäume zusammen etwa zwei Drittel der bis heute vom Menschen verursachten Kohlenstoffemissionen speichern. Bis solch ein Programm seine volle Wirkung erziele, dauere es allerdings Jahrzehnte, räumen die Verfasser der Studie ein.
    Schwerstes Erdbeben seit 20 Jahren erschüttert Südkalifornien
    Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat den Süden des US-Bundesstaats Kalifornien erschüttert. Das Epizentrum des Bebens befand sich laut Erdbebenwarte USGS in einer Tiefe von gut acht Kilometern unter der Wüstenregion Searles Valley. Es folgten mehr als 100 Nachbeben. Die große Erschütterung war noch im gut 250 Kilometer entfernten Los Angeles und sogar in Las Vegas im Nachbarstaat Nevada zu spüren. Es handelte sich um das schwerste Erdbeben in Südkalifornien seit zwanzig Jahren. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Straßen und Gebäude wurden laut Feuerwehr beschädigt.
    Ägypten empört über Versteigerung antiker Tutanchamun-Büste
    Eine 3000 Jahre alte Steinbüste des ägyptischen Pharaos Tutanchamun ist bei Christie's in London für umgerechnet 5,3 Millionen Euro versteigert worden. Das Außenministerium in Kairo machte bereits vorab seine Verärgerung deutlich. Die Auktion stehe im Widerspruch zu internationalen Vereinbarungen und Konventionen. Der frühere Minister für Altertümer Zahi Hawass sagte, die Büste sei vermutlich in den 70er-Jahren aus einem Tempelkomplex gestohlen worden. Hawass hatte jahrelang um die Rückgabe altägyptischer Kulturschätze aus dem Ausland gekämpft. Die Büste ging an einen anonymen Bieter.
    10 min
  • 04.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA blockieren Erklärung des UN-Sicherheitsrats zu Libyen
    Der UN-Sicherheitsrat hat sich in einer Dringlichkeitssitzung nicht auf eine Verurteilung des Luftangriffs auf ein Flüchtlingslager nahe der libyschen Hauptstadt Tripolis mit mindestens 44 Toten einigen können. Nach Angaben von UN-Diplomaten blockierten die USA eine Erklärung, in der auch eine Feuerpause gefordert wurde. Warum die Vetomacht USA die Erklärung nicht mittragen wollten, war zunächst nicht klar. UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte den Angriff auf das Flüchtlingslager zuvor scharf. Der UN-Libyen-Beauftragte Ghassan Salame sprach von einem möglichen Kriegsverbrechen.
    Armee und Demonstranten im Sudan nehmen Gespräche auf
    Im Sudan haben die regierenden Militärs und die Protestbewegung ihre Verhandlungen über die Bildung einer Übergangsregierung nach mehrwöchiger Unterbrechung wieder aufgenommen. Drei Generäle des Militärrats und fünf Vertreter der oppositionellen Demonstranten trafen sich in einem Hotel in der Hauptstadt Khartum. Vermittler der Afrikanischen Union und Äthiopiens hatten auf eine Wiederaufnahme der Gespräche gedrungen. Der Anführer der Protestbewegung, Madani Abbas Madani, erklärte, dass Oppositionsbündnis werde die Verhandlungen abbrechen, wenn es nach 72 Stunden kein Ergebnis gebe.
    Boeing verspricht Hilfsfonds für 737-Max-Opfer
    Der US-Flugzeugbauer Boeing will die Hinterbliebenen der beiden 737-Max-Abstürze mit einem 100-Millionen-Dollar-Entschädigungfonds unterstützen. Der Fonds soll von den laufenden Klagen mehrerer Angehöriger unabhängig sein und den Betroffenen Hilfe für den Alltag bieten, wie das Unternehmen mitteilte. Mit dem Geld sollen auch die Gemeinden unterstützt werden, die von den Abstürzen betroffen sind. Bei den Unglücken in Indonesien und Äthiopien waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. In der Folge wurde im März ein weltweites Flugverbot für Maschinen des Typs 737 Max verhängt.
    Sea-Watch 3: Seehofer verteidigt Bundesregierung gegen Vorwürfe
    Bundesinnenminister Horst Seehofer hat im Fall der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete Kritik an der Bundesregierung zurückgewiesen. Niemand brauche der Regierung vorzuwerfen, dass sie eine inhumane Politik verfolge, sagte Seehofer der "Augsburger Allgemeinen". Insgesamt kämen jeden Tag die Menschen von umgerechnet zehn Schiffen nach Deutschland. Der Skandal an dem Fall sei doch, dass die Europäische Union in der Flüchtlingspolitik "katastrophal versagt" habe, sagte Seehofer.
    Ein Toter bei Ausbruch am Vulkan Stromboli
    Bei einem schweren Ausbruch des Vulkans Stromboli in Italien ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Laut der Nachrichtenagentur Ansa handelt es sich um einen Wanderer. Er soll von herunterfallenden Steinen getroffen worden sein. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie war eine der beiden Eruptionen am Krater die stärkste seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Stromboli gehört zu den aktivsten Vulkanen weltweit. Er liegt auf der gleichnamigen Insel im Mittelmeer, rund 100 Kilometer nördlich der sizilianischen Küste und darf nur mit Führer bestiegen werden.
    Großbrand zerstört 45.000 Whiskey-Fässer
    In einer Lagerhalle des Whiskey-Herstellers Jim Beam im US-Bundesstaat Kentucky sind bei einem Großbrand 45.000 Fässer mit Whiskey verbrannt. Aufnahmen regionaler Medien zeigen ein riesiges Trümmerfeld, ein Überspringen der Flammen auf eine zweite Lagerhalle konnte verhindert werden. Das Whiskey-Unternehmen Beam Suntory, zu dem Jim Beam gehört, teilte mit, nach ersten Erkenntnissen sei das Feuer Folge eines Blitzeinschlags gewesen. Eine Regionalzeitung berichtete, am Brandort habe ein starker Geruch von Bourbon in der Luft gelegen.
    Niederländerinnen erreichen Finale der Fußball-WM
    Bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich haben die Niederlande das Finale erreicht. Die Mannschaft von Trainerin Sarina Wiegmann setzte sich im Halbfinale knapp mit 1 zu 0 nach Verlängerung gegen Schweden durch. Im Endspiel treffen die Niederländerinnen bei ihrer ersten Finalteilnahme am Sonntag in Lyon auf Titelverteidiger USA. Um Platz drei spielen am Samstag in Nizza Schweden und England.
    9 min
  • 03.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Blutige Attacke auf Migrantenlager in Libyen
    Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in Libyen sind nach Angaben von Rettungskräften mindestens 40 Menschen getötet worden. Etwa 80 weitere Personen wurden demnach verletzt. Das Lager befindet sich in der Nähe der Hauptstadt Tripolis. Die dort ansässige international anerkannte Regierung machte die Truppen des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar für die Attacke verantwortlich. Haftars Armee hatte am Montag schwere Luftangriffe auf Tripolis angekündigt. Sie bestritt nun aber eine Verantwortung für den Beschuss des Flüchtlingslagers.
    EU-Parlament wählt seinen neuen Präsidenten
    Das Europaparlament in Straßburg soll an diesem Mittwoch einen neuen Präsidenten wählen. Für die Sozialdemokraten kandidiert der Italiener und ehemalige Fernsehjournalist David Sassoli, für die Grünen die deutsche Ko-Vorsitzende der Fraktion, Ska Keller, und für die Linksfraktion die Spanierin Sira Rego. Ein Kandidat benötigt die absolute Mehrheit, um die Wahl zu gewinnen. Es kann maximal vier Wahlgänge geben, am letzten dürfen nur noch die zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen teilnehmen.
    Von der Leyen ist Kandidatin für Kommissionsspitze
    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen soll neue EU-Kommissionspräsidentin werden. Die EU-Staats- und Regierungschefs nominierten die CDU-Politikerin bei ihrem Sondergipfel in Brüssel offiziell und durchbrachen damit eine tagelange Blockade bei der Besetzung von EU-Spitzenposten. Von der Leyen könnte nun die erste Frau an der Spitze der EU-Kommission werden. Allerdings muss das EU-Parlament die Personalie noch bestätigen. Dies gilt als unsicher. Eine Mehrheit der Fraktionschefs hatte beschlossen, nur einen der Europawahl-Spitzenkandidaten in das Amt des Kommissionschefs zu wählen.
    Katastrophale Zustände in US-Migrantenlagern
    Eine Aufsichtsbehörde des US-Heimatschutzministeriums hat ein verheerendes Bild von Lagern für illegale Einwanderer gezeichnet. Nach der Inspektion fünf solcher Einrichtungen im Rio Grande Valley warnte die Behörde, die Lager seien gefährlich überfüllt. Erwachsene und auch Kinder würden dort häufig zu lange festgehalten. Der Bericht schilderte alarmierende hygienische Zustände. In einer Einrichtung seien einige Migranten eine Woche lang in einer so vollen Zelle festgehalten worden, dass dort nur Platz zum Stehen gewesen sei.
    Europäer mahnen Rückkehr zum Atomdeal an
    Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die EU haben den Iran vor weiteren Verstößen gegen das Atomabkommen gewarnt. Das Festhalten der EU an dem Vertrag hänge von einer "vollständigen Einhaltung durch Iran" ab, hieß es in einer Erklärung. Gemeinsam mit den weiteren Partnern würden nun die nächsten Schritte geprüft. Der iranische Außenminister erklärte, die EU solle zunächst ihren wirtschaftlichen Verpflichtungen aus dem Abkommen nachkommen. Der Iran hat mit der Urananreicherung über das erlaubte Maß hinaus begonnen. Damit reagiert Teheran auf die Sanktionspolitik der USA.
    Sea-Watch-Kapitänin Rackete auf freiem Fuß
    Die Kapitänin des Migranten-Rettungsschiffs "Sea-Watch 3" ist wieder frei. Eine Ermittlungsrichterin im sizilianischen Agrigent hob den Hausarrest gegen Carola Rackete auf. Die 31-jährige Deutsche hatte am Samstag die "Sea-Watch 3" mit 40 Migranten an Bord in den Hafen von Lampedusa gesteuert und ein Boot der Polizei touchiert. Der Widerstand gegen italienische Beamte sei insoweit zu rechtfertigen, als die Kapitänin ihrer Pflicht zur Rettung von Menschenleben gefolgt sei, argumentierte die Richterin. Innenminister Matteo Salvini kündigte an, dass Rackete des Landes verwiesen werde.
    Automobil-Ikone Lee Iacocca ist tot - Vater des Ford Mustang
    Die Automobil-Ikone Lee Iacocca ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Fiat Chrysler (FCA) würdigte die Rolle, die Iacocca als Chef des Chrysler-Konzerns spielte. Iacocca wird zugeschrieben, Chrysler im Jahr 1980 vor der Pleite bewahrt zu haben. In den 1970er-Jahren war der Manager Chef des Automobilkonzerns Ford. Iacocca gilt als einer der Väter des legendären Ford Mustang, der bis heute produziert wird.
    9 min
  • 02.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hongkongs Regierungschefin und China verurteilen Parlamentserstürmung
    Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam hat den "extremen Einsatz von Gewalt" bei der Erstürmung des Parlaments durch Demonstranten angeprangert. In Hongkong sei nichts wichtiger als die Rechtsstaatlichkeit, sagte Lam. Auch Chinas Zentralregierung sprach von "schweren illegalen Taten". Hunderte Demonstranten hatten am Montag das Parlament der chinesischen Sonderverwaltungszone vorübergehend besetzt. Anlass war der Jahrestag der Rückgabe der früheren britischen Kolonie an China. In Hongkong gibt es seit Wochen Proteste, die sich inzwischen auch generell gegen die Peking-treue Führung richten.
    USA fordern maximalen Druck auf Iran
    Nach dem iranischen Verstoß gegen das Atomabkommen hat sich die US-Regierung unnachgiebig gezeigt. Der maximale Druck auf das iranische Regime werde fortgesetzt, erklärte das Weiße Haus. US-Präsident Donald Trump sagte, der Iran spiele mit Feuer. Zuvor hatte Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif mitgeteilt, die Menge niedrig angereicherten Urans im Besitz des Landes liege nun bei mehr als den erlaubten 300 Kilogramm. Die Europäische Union rief das Land auf, zur Einhaltung des Atomabkommens zurückzukehren.
    Italienische Justiz entscheidet über Haft für "Sea-Watch"-Kapitänin
    Ein Gericht im sizilianischen Agrigent entscheidet an diesem Dienstag über einen möglichen Haftbefehl gegen die deutsche "Sea-Watch"-Kapitänin Carola Rackete. Die Staatsanwaltschaft wirft der 31-Jährigen nach Angaben ihres Anwalts Widerstand gegen ein Militärschiff und Vollstreckungsbeamte vor. Zudem wird wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung ermittelt. Damit droht Rackete eine Haftstrafe. Innenminister Matteo Salvini erklärte, dass Italien in jedem Fall bereit sei, sie auszuweisen. Rackete war am Samstag mit dem Schiff "Sea-Watch 3" mit 40 Migranten unerlaubt nach Lampedusa gefahren.
    Neue Verhandlungsrunde im EU-Postenstreit
    Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen an diesem Dienstag erneut versuchen, den Streit über das neue Spitzenpersonal beizulegen. Der EU-Sondergipfel in Brüssel war nach erfolglosen Marathonberatungen am Montag vertagt worden. Vorrangig geht es um die Nachfolge von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Gegen den als Kompromisskandidaten gehandelten niederländischen Sozialdemokraten Frans Timmermans gibt es offenbar massive Widerstände.
    Europäische Flugzeug-Subventionen erzürnen Washington
    Die US-Regierung droht der EU mit weiteren milliardenschweren Sonderzöllen. Das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer stellte eine Liste mit EU-Gütern im Wert von rund vier Milliarden Dollar vor, auf die Zölle verhängt werden könnten. Diese Vergeltungszölle für illegale Staatshilfen beim Flugzeugbau kämen zu einer existierenden Liste mit EU-Produkten im Wert von 21 Milliarden Dollar hinzu, hieß es. Allerdings muss in dem seit 15 Jahren laufenden Konflikt um illegale Bezuschussungen der Luftfahrtriesen Airbus und Boeing zunächst ein WTO-Schlichter über mögliche Sonderzölle entscheiden.
    "Opec+" berät über Verlängerung der Erdöl-Förderlimits
    Nach der Einigung des Ölkartells OPEC auf eine Verlängerung der Produktionsbegrenzung diskutiert an diesem Dienstag die große Runde der "OPEC+" in Wien über dieses Vorgehen. Der Gruppe gehören die 14 OPEC-Länder und zehn kooperierende Staaten wie etwa Russland an. Eine Einigung gilt als fast sicher. Die "OPEC+"-Staaten hatten sich im Dezember darauf verständigt, 1,2 Millionen Barrel (das sind 159 Liter pro Barrel) Öl pro Tag weniger als im Oktober 2018 aus dem Boden zu pumpen. Insgesamt liegt das Ölangebot mit rund 99 Millionen Barrel Öl pro Tag unter der Nachfrage von 100,4 Millionen Barrel.
    8 min
  • 01.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zähe Verhandlungen im EU-Personalpoker
    Im Ringen um die Spitzenpositionen der Europäischen Union zeichnet sich bislang keine Einigung ab. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte am Rande eines Sondergipfels in Brüssel, es sei völlig offen, ob noch ein Durchbruch gelinge. EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte zwischenzeitlich Einzelgespräche geführt. Gegen ein Aufrücken von EU-Kommissionsvize Frans Timmermans an die Spitze der Behörde wehren sich vor allem Staaten aus Osteuropa. Neu besetzt werden außerdem die Präsidenten des EU-Parlaments, des Europäischen Rates und der Europäischen Zentralbank sowie der EU-Außenbeauftragte.
    Ansturm auf Hongkongs Parlament
    In Hongkong haben regierungskritische Demonstranten versucht, den Legislativrat zu stürmen. Sie zerstörten Fensterscheiben des Gebäudes, in dem die gesetzgebende Versammlung tagt. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Hongkong erlebt zurzeit die größte Protestwelle seit Jahrzehnten. Die Demonstrationen richten sich vor allem gegen ein Gesetz, das die Auslieferung von Verdächtigen an Festland-China erlauben würde. Regierungschefin Carrie Lam hatte die Vorlage vorübergehend auf Eis gelegt. An diesem Montag jährt sich die Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie an China, die 1997 erfolgte.
    Viele Verletzte bei Anschlag in Kabul
    Bei einer Terrorattacke in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 65 Menschen verletzt worden. Nach Angaben des Innenministeriums explodierte zunächst eine Autobombe im Osten der Stadt, ehe mehrere Angreifer ein Gebäude stürmten. Sicherheitskräfte sperrten das Gebiet weiträumig ab. Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Im Golfemirat Katar verhandeln derzeit die radikalislamischen Taliban mit den USA über eine Friedenslösung. Die Aufständischen verüben - ebenso wie die Terrororganisation "Islamischer Staat" - immer wieder Angriffe in Afghanistan.
    Türkische Regierung beklagt Willkür-Festnahmen durch Haftar-Miliz
    Der Konflikt zwischen der Türkei und den Truppen von General Chalifa Haftar in Libyen spitzt sich zu. Wie das Außenministerium in Ankara mitteilte, befinden sich sechs türkische Staatsbürger in der Gewalt von Haftars selbst ernannter Libyscher Nationalarmee (LNA). Die LNA, die große Gebiete vor allem im Osten des Landes kontrolliert, verbot Verkehrsflüge zwischen beiden Ländern. Zudem dürfen türkische Schiffe nicht mehr in Libyen anlegen.
    Istanbuler Polizei löst Gay-Pride-Parade auf
    Die türkische Polizei ist in Istanbul mit Tränengas gegen Aktivisten vorgegangen, die trotz eines Verbots der Gay-Pride-Parade für die Rechte von Homosexuellen demonstrieren wollten. Tausende Menschen versammelten sich in der Nähe der zentralen Istiklal-Straße und dem Taksimplatz. Homosexualität ist in der Türkei zwar legal, Schwule und Lesben beklagen aber Übergriffe.
    In US-Grenzfluss ertrunkener Vater und seine Tochter werden bestattet
    Die Leichen des Vaters und seiner kleinen Tochter, die in einem Fluss an der US-mexikanischen Grenze ertrunken waren, sind in ihre Heimat gebracht worden. Eine Woche nach ihrem Tod erreichten sie auf dem Landweg El Salvador und wurden zu einem Friedhof in der Hauptstadt San Salvador gebracht. Medienberichten zufolge sollen sie an diesem Montag im privaten Kreis bestattet werden. Das Foto der leblosen Körper am Ufer des Grenzflusses Río Grande hatte weltweit für Entsetzen gesorgt.
    7 min
  • 29.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.G20-Staaten einigen sich auf Abschlusserklärung
    Nach langem Ringen um die Klimapolitik haben sich die Teilnehmer des G20-Gipfels doch noch auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel im japanischen Osaka mitteilte, akzeptieren die USA, dass die anderen führenden Industrienationen der Welt ihr Engagement für den Klimaschutz in der Erklärung bekräftigen. Es werde einen "ähnlichen Text" geben wie beim vergangenen G20-Gipfel in Argentinien. Streit gab es vor allem deswegen, weil die USA forderten, das Thema Klimaschutz in der Abschlusserklärung gar nicht zu erwähnen. Die Europäische Union bestand jedoch darauf.
    Neuer Anlauf für Handelsgespräche zwischen USA und China
    Die USA und China wollen ihre Handelsgespräche wieder aufnehmen. Das Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping sei ausgezeichnet gewesen, sagte US-Präsident Donald Trump. Er gehe davon aus, dass beide Länder wieder auf Kurs seien. Die USA hätten zugesagt, keine weiteren Zölle auf chinesische Exporte zu erheben, meldet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Trump und Xi hatten sich beim G20-Gipfel im japanischen Osaka getroffen. Investoren rund um den Globus hofften auf Signale einer Annäherung zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten, die sich seit Monaten mit Sonderzöllen überziehen.
    Rettungsschiff "Sea-Watch" legt im Hafen von Lampedusa an
    Nach mehr als zwei Wochen auf offener See hat das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch mit 40 Migranten an Bord im Hafen der italienischen Insel Lampedusa angelegt. Nach Angaben der Organisation wurde Kapitänin Carola Rackete von der Polizei nach dem Anlegen festgenommen. Es sei unklar, ob und wann die Migranten von Bord gehen könnten. Neben den Flüchtlingen sind 22 Besatzungsmitglieder und mehrere italienische Abgeordnete auf dem Schiff.
    Mexiko will Tausenden Migranten Arbeit geben
    Rund 40.000 Migranten sollen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA Arbeit in Fabriken bekommen. In der kommenden Woche werde eine entsprechende Vereinbarung mit den Montagebetrieben im Norden des Landes unterzeichnet, erklärte der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador. Entlang der mehr als 3000 Kilometer langen Grenze gibt es auf mexikanischer Seite zahlreiche Fabriken, in denen Einzelteile zu verschiedenen Produkten - vor allem für den Export in die USA - zusammengesetzt werden. Zehntausende Migranten aus Mittelamerika versuchen, über Mexiko in die USA zu gelangen.
    EU und Mercosur einigen sich auf Freihandelsvertrag
    Die Europäische Union und die im Mercosur zusammengeschlossenen südamerikanischen Staaten haben sich nach rund 20-jährigen Verhandlungen auf ein Handelsabkommen verständigt. EU-Handelskomissarin Cecilia Malmström wertete die Einigung als "eine laute und klare Botschaft" zur Unterstützung des freien Handels. Die Verhandlungen zwischen den beiden Blöcken begannen im Jahr 2000. Verstärkt wurden sie nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump und dem dann auf Eis gelegten Plan für das transatlantische Handelsabkommen TTIP. Mercosur gehören Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay an.
    Täter von Charlottesville wegen Hassverbrechen verurteilt
    Der Rechtsextremist, der mit seinem Auto bei einer Rassistenkundgebung in Charlottesville in eine Gruppe Gegendemonstranten gefahren war, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Bundesgericht in der Stadt sprach James Alex Fields wegen mehrerer Hassverbrechen schuldig. Es gibt keine Möglichkeit auf Begnadigung. Bei der Demonstration von weißen Nationalisten und Neonazis in der Stadt im Bundesstaat Virginia hatte es am 12. August 2017 Ausschreitungen gegeben. Fields steuerte sein Auto in die Gegendemonstration, tötete dabei die 32-jährige Heather Heyer und verletzte 35 weitere Menschen.
    USA stehen im Halbfinale der Frauenfußball-WM
    Dank Superstar Megan Rapinoe haben die USA bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen weiter die Titelverteidigung im Visier. Durch zwei Tore der Spielführerin setzten sich die US-Amerikanerinnen in Paris gegen Gastgeber Frankreich mit 2:1 durch und treffen nun im Halbfinale am Dienstag in Lyon auf England. "Es ist schade, dass zwei derart gute Mannschaften so früh aufeinandertreffen mussten. Ich bin extrem stolz. Jetzt kommt das nächste, noch größere Match", sagte Rapinoe. Das Spiel fand im ausverkauften Pariser Prinzenpark vor 45.595 Zuschauern statt.
    8 min
  • 28.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkisches Verfassungsgericht erklärt Haft von Yücel für rechtswidrig
    Das Verfassungsgericht in Ankara hat die Untersuchungshaft des ein Jahr in der Türkei inhaftierten "Welt"-Reporters Deniz Yücel für rechtswidrig erklärt. Das Recht auf persönliche Freiheit und Sicherheit sei verletzt worden, urteilten die Richter. Zudem erhält Yücel einen Schadenersatz umgerechnet von rund 3800 Euro. Eine getrennte Schadenersatzklage laufe aber noch, sagte Yücels Anwalt. Yücel saß ein Jahr ohne Anklageschrift in der Türkei im Gefängnis, zeitweise in Einzelhaft. Erst im Februar 2018 kam Yücel nach politischem Tauziehen zwischen Berlin und Ankara frei und durfte ausreisen.
    G20-Gipfel der großen Wirtschaftsnationen im japanischen Osaka begonnen
    Im japanischen Osaka hat das zweitägige Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 großen Industrie- und Schwellenländer begonnen. Für Deutschland nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel teil, die bereits eine erste Unterredung mit US-Präsident Donald Trump führte. Auf der Tagesordnung des Gipfels steht zunächst eine Lagebeurteilung der Weltwirtschaft. Dabei dürfte es auch um den Handelsstreit zwischen den USA und China gehen. Für Kontroversen dürfte zudem das Thema Klimaschutz sorgen.
    Biden bei zweiter Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber unter Druck
    Bei der zweiten TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber ist Umfragefavorit Joe Biden unter Druck geraten. Mehrere der Kandidaten gingen den früheren Vizepräsidenten bei der Debatte in Miami scharf an. Der 38-jährige Abgeordnete Eric Swalwell etwa rief den 76-jährigen Biden auf, er solle "den Stab weitergeben". Die schwarze Senatorin Kamala Harris kritisierte Biden für wohlwollende Äußerungen über Rassentrennung befürwortende Senatoren in den 1970er-Jahren. Der frühere Vize von Barack Obama selbst fuhr in der TV-Debatte scharfe Attacken gegen Präsident Donald Trump.
    US-Grenzhilfen in Milliardenhöhe gebilligt
    Das US-Repräsentantenhaus hat 4,6 Milliarden Dollar (das sind ungefähr vier Milliarden Euro) für die Bekämpfung der humanitären Krise an der Grenze zu Mexiko freigegeben. Ein Teil des Geldes soll auch in den Grenzschutz fließen. Die Kongresskammer verabschiedete das entsprechende Gesetz mit 305 zu 102 Stimmen. Der Beschluss gilt als Niederlage der demokratischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Sie wollte der Regierung strengere Regeln für die Unterbringung von Migrantenkindern auferlegen, konnte sich aber nicht gegen die Republikaner und einige Mitglieder ihrer eigenen Partei durchsetzen.
    Deutsche Bank kann nach Stresstest aufatmen
    Die Deutsche Bank hat den zweiten Teil des jährlichen US-Stresstests bestanden. Das teilte die Federal Reserve, also die Notenbank der Vereinigten Staaten, mit. In den vergangenen Jahren war das Frankfurter Institut mit seiner US-Tochter dreimal bei der Prüfung durchgefallen. Die erste Runde des Fed-Stresstests in der vorigen Woche hatte die Bank bereits ohne Schwierigkeiten bestanden. Die 2009 eingeführten Prüfungen sollen sicherstellen, dass Geldhäuser eine Wirtschaftskrise überstehen würden. Die Deutsche Bank wurde in den USA mehrfach wegen Rechtsverstößen verurteilt.
    Chefdesigner Jony Ive verlässt Apple
    Nach drei Jahrzehnten bei Apple geht Chefdesigner Jony Ive eigene Wege. Er werde sich selbständig machen, aber weiter für Apple tätig sein, teilte der US-Konzern mit. Der 52-jährige Brite war maßgeblich an der Entwicklung wichtiger Produkte, etwa des iPhones, beteiligt. Er verantwortete auch die Architektur des neuen Konzernsitzes im kalifornischen Cupertino. Ive gehörte zu den engsten Mitarbeitern des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs. Er kam Anfang der 90er Jahre zu dem Unternehmen und leitet dort seit 1996 das Designteam. Die Apple-Aktie reagierte auf die Ankündigung mit Kursverlusten.
    Frauen-WM: England im Halbfinale
    Englands Fußball-Frauen haben zum zweiten Mal das Halbfinale der Weltmeisterschaft erreicht. Die Mannschaft von Trainer Phil Neville setzte sich im ersten Viertelfinalspiel mit 3:0 souverän gegen Norwegen durch. Jill Scott, Ellen White und Lucy Bronze erzielten die Treffer im Stadion von Le Havre. Am Dienstag trifft England auf den Sieger der Partie zwischen Gastgeber Frankreich und Titelverteidiger USA.
    9 min
  • 27.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weitere Festnahmen im Mordfall Lübcke
    Im Mordfall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben Ermittler Waffen sichergestellt, die dem Tatverdächtigen Stephan E. gehören sollen. Außerdem sind der mutmaßliche Waffenlieferant und ein Vermittler in der Nacht festgenommen worden. Das berichtet ein Rechercheverbund aus "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR. Ermittler fanden die Waffen in einem Erddepot auf dem Gelände seines Arbeitgebers. Insgesamt handelt es sich um fünf Waffen. Stephan E. hatte zuvor den Mord an Lübcke gestanden und Details genannt, wie er sich die Waffen beschafft habe, und die Verstecke offenbart.
    Venezuela wirft den USA und Kolumbien Beteiligung an Putschversuch vor
    Die venezolanische Regierung hat nach eigenen Angaben einen Putschversuch vereitelt. Mehrere Offiziere hätten mit Unterstützung der USA, Kolumbiens und Chiles ein Attentat auf Präsident Nicolás Maduro geplant, sagte Kommunikationsminister Jorge Rodríguez. Der Plan der mutmaßlichen Putschisten sollte demnach am vergangenen Sonntag oder Montag umgesetzt werden. Sechs Verdächtige seien festgenommen worden. Oppositionsführer Juan Guaido widersprach der Darstellung Maduros. Er wurde selbst nicht bezichtigt, an dem Coup teilgenommen zu haben.
    Regierungstreue Truppen nehmen wichtige Stadt in Libyen ein
    Regierungstreue Einheiten haben im Westen Libyens nach eigenen Angaben die Kämpfer des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar aus Gharjan vertrieben. Ein Armeesprecher sagte, Dutzende Kämpfer der sogenannten Libyschen Nationalen Armee seien getötet und 18 weitere inhaftiert worden. Ein Sprecher der Haftar-Truppen bestätigte die Kämpfe in der 100 Kilometer südwestlich von Tripolis gelegenen Stadt. Gharjan befinde sich aber weiter unter Kontrolle der Haftar-Truppen. Die Einheitsregierung hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar unterstützt eine Gegenregierung im Osten Libyens.
    Tschechische Regierung übersteht Misstrauensantrag
    Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis hat ein Misstrauensvotum im Parlament abgewehrt. Der Antrag von fünf Oppositionsparteien fand am frühen Donnerstagmorgen nicht die erforderliche absolute Mehrheit aller 200 Abgeordneten. Anlass waren Korruptionsvorwürfe gegen den Multimilliardär, dessen Firmen unrechtmäßig von EU-Subventionen profitiert haben sollen. Bei der größten Demonstration in Prag seit dem Systemwechsel 1989 hatten am Sonntag mehr als 280.000 Menschen unabhängige Ermittlungen der Justiz und den Rücktritt des Regierungschefs gefordert.
    Kanada setzt erstmals rechtsextreme Gruppen auf Terrorliste
    Kanada hat erstmals die rechtsextremen Organisationen "Blood & Honour" und ihren bewaffneten Arm "Combat 18" auf seine Terrorliste gesetzt. Das teilten die kanadischen Sicherheitsbehörden mit. Sie verwiesen unter anderem auf von Mitgliedern von Blood & Honour verübte Angriffe in Nordamerika und Europa. Auf der kanadischen Liste von Terrororganisationen werden rund 60 Gruppen aus aller Welt aufgeführt. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat angekündigt, "Combat 18" in Deutschland verbieten zu wollen. "Blood & Honour" ist in Deutschland bereits seit dem Jahr 2000 verboten.
    Europarat wählt neue Generalsekretärin
    Der Europarat hat mit der Kroatin Marija Pejcinovic Buric eine neue Generalsekretärin. Mit 159 zu 105 Stimmen setzte sich die kroatische Außenministerin bei der Sitzung der Parlamentarischen Versammlung des Europarats gegen ihren belgischen Kollegen Didier Reynders durch. Die 56-Jährige folgt damit am 18. September dem Norweger Thorbjørn Jagland im Amt nach. Es ist das erste Mal, dass der Europarat von einer politischen Persönlichkeit aus Osteuropa geleitet wird. Als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit nannte Pejcinovic Buric Maßnahmen gegen die Diskriminierung von Frauen.
    US-Behörde findet mögliches weiteres Risiko bei Boeing 737 MAX
    Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat ein neues Problem bei der Boeing 737 MAX ausgemacht. Die FAA teilte mit, kürzlich ein "potenzielles Risiko" entdeckt zu haben. Boeing wurde aufgefordert, sich des Problems anzunehmen. Aus informierten Kreisen hieß es, Piloten der FAA hätten bei Tests mit einem Flugsimulator Schwierigkeiten gehabt, die Kontrolle zurückzuerlangen, nachdem ein Stabilisierungssystem aktiviert worden war. Ein ähnliches Problem wird auch als Ursache für zwei Abstürze des Modells mit insgesamt 346 Toten vermutet. Seitdem gilt für die Boeing 737 MAX ein weltweites Flugverbot.
    10 min
  • 26.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Sonderermittler Mueller wird vor Kongress aussagen
    Der US-Sonderermittler in der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump, Robert Mueller, wird sich den Fragen des US-Kongresses stellen. Mueller habe sich bereit erklärt, am 17. Juli im Justiz- und Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses öffentlich auszusagen, teilte der demokratische Vorsitzende des Justizausschusses, Jerry Nadler, mit. Mueller hatte bei seinen fast zweijährigen Ermittlungen zwar keine Belege für illegale Geheimabsprachen von Trumps Wahlkampfteam mit Russland gefunden; vom Verdacht strafbarer Justizbehinderung entlastete er Trump aber auch nicht.
    USA hoffen auf baldiges Friedensabkommen mit den Taliban
    US-Außenminister Mike Pompeo ist kurz vor der nächsten Gesprächsrunde der USA mit den Taliban im Golfemirat Katar nach Afghanistan gereist. Auf Twitter teilte Pompeo mit, er habe mit Präsident Aschraf Ghani "produktive Diskussionen" geführt. Thema seien der Friedensprozess mit den radikalislamischen Taliban gewesen und die Notwendigkeit, glaubwürdige Wahlen abzuhalten. Pompeo äußerte vor Journalisten zudem die Hoffnung, dass noch vor dem 1. September ein Friedensabkommen erzielt wird. Der Besuch in Kabul war, wie bei solchen Besuchen üblich, vorab nicht öffentlich angekündigt worden.
    Hilfswerk UNRWA sammelt 110 Millionen Dollar Palästinenserhilfe
    Bei einer Geberkonferenz in New York hat das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA mehr als 110 Millionen Dollar Spendengelder eingesammelt. Dies sei ein wichtiger Schritt, sagte UNRWA-Generalkommissar Pierre Krähenbühl. Um die Arbeit im laufenden Jahr zu finanzieren, sei aber noch mehr Geld nötig. Die größten Beträge sicherten die EU, Deutschland und Großbritannien zu. Das UNRWA war in finanzielle Schwierigkeiten geraten, nachdem die USA als bislang größter Geldgeber ihre Zahlungen für die Palästinenserhilfe eingestellt hatten. Das UNRWA benötigt laut eigenen Angaben pro Jahr 1,2 Milliarden Dollar.
    US-Repräsentantenhaus stimmt für Freigabe von Hilfsgeldern für Migranten
    Das US-Repräsentantenhaus hat für die Freigabe von 4,5 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern für die Migranten an der Grenze zu Mexiko gestimmt. Die demokratische Vorsitzende Nancy Pelosi sagte, das Geld solle Essen, Kleidung, eine medizinische Versorgung und Unterkünfte für Migrantenkinder sicherstellen. Die Mehrheit der republikanischen Abgeordneten war dagegen. Zuletzt hatten Berichte über katastrophale Zustände in einem Lager für minderjährige Einwanderer in Texas für scharfe Kritik gesorgt. Der Chef der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde, John Sanders, kündigte seinen Rücktritt an.
    Bolsonaro zieht Dekret zu lockerem Waffenrecht zurück
    Brasiliens ultrarechter Präsident Jair Bolsonaro hat ein umstrittenes Dekret zur Lockerung des Waffenrechts zurückgezogen. Das Dekret hatte es Millionen von Brasilianern ermöglicht, Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen. Der Senat hatte bereits vor einer Woche dafür gestimmt, die Verordnung außer Kraft zu setzen. Auch juristisch war das Dekret umstritten. Für diesen Mittwoch war eine Verhandlung des Obersten Gerichts angesetzt, das prüfen wollte, ob die Bestimmungen mit der Verfassung vereinbar sind. Brasilien gehört zu den Ländern mit den weltweit höchsten Mordraten.
    Dänemarks linke Parteien einigen sich auf Regierungsabkommen
    Die Sozialdemokratin Mette Frederiksen wird neue dänische Ministerpräsidentin. Nach fast dreiwöchigen Verhandlungen einigte sie sich mit den weiteren Parteien des linksgerichteten Lagers auf ein Regierungsabkommen, wie die 41-Jährige im Beisein der anderen beteiligten Parteichefs bekanntgab. Ihre Partei wird demnach eine Minderheitsregierung bilden, der die weiteren Parteien des Mitte-Links-Blocks Unterstützung zugesagt haben. Frederiksens Sozialdemokraten waren bei der Parlamentswahl stärkste Kraft geworden. Sie wird nun die jüngste Regierungschefin in der Geschichte des Landes.
    Italienerinnen und Niederländerinnen im Viertelfinale der Fußball-WM
    Europameister Niederlande und Italien komplettieren das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich. Als letztes Team erreichten die Niederlande in Rennes mit einem 2 zu 1 Sieg gegen den WM-Zweiten Japan die Runde der besten acht Mannschaften. In Montpellier hatte sich zuvor Italien gegen China 2 zu 0 durchgesetzt.
    9 min
  • 25.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Sicherheitsrat fordert in Iran-Krise Zurückhaltung
    Im Streit zwischen den USA und dem Iran hat der UN-Sicherheitsrat die Konfliktparteien zu Dialog und "maximaler Zurückhaltung" aufgerufen. Die Spannungen in der Golfregion müssten entschärft werden. Das höchste UN-Gremium verurteilte in seiner Erklärung die jüngsten Angriffe auf Tanker im Golf von Oman. Die Attacken seien eine ernsthafte Bedrohung für Frieden, Sicherheit und Energieversorgung weltweit. Wie aus Diplomatenkreisen verlautete, scheiterten die USA mit dem Versuch, in der Erklärung einen "staatlichen Akteur" für die Tankerangriffe verantwortlich zu machen. Russland war dagegen.
    Russland bekommt Stimmrecht im Europarat zurück
    Die Parlamentarische Versammlung des Europarats hat Russland nach fünfjähriger Unterbrechung sein Stimmrecht zurückgegeben, das nach der Annexion der Krim entzogen wurde. Das Gremium verabschiedete nach kontroverser Debatte eine entsprechende Resolution. Sie wurde mit 118 gegen 62 Stimmen angenommen. Zehn Abgeordnete enthielten sich. Der Kreml hatte mit dem Austritt gedroht. Der Europarat mit seinen 47 Mitgliedern ist die größte europäische Institution. Er kümmert sich um die Stärkung der demokratischen Werte und die Einhaltung der Menschenrechte von rund 830 Millionen Bürgern.
    Erneut Demonstration in Tiflis
    In Georgien sind trotz Zugeständnissen der Regierung erneut tausende Menschen auf die Straße gegangen. Die Regierungspartei Georgischer Traum hatte zuvor eine Wahlrechtsreform angekündigt, die bereits für die Parlamentswahl im kommenden Jahr gelten soll. Die Oppositionsanhänger bekräftigten in der Hauptstadt Tiflis ihre offenen Forderungen nach einem Rücktritt des umstrittenen Innenministers Georgi Gacharia und die Freilassung der vergangene Woche festgenommenen Demonstranten. Mit ihren Protesten wollen die Menschen auch ihrer Sorge vor einem zunehmenden Einfluss Russlands Ausdruck verleihen.
    Mexiko schickt Soldaten an US-Grenze
    Wenige Wochen nach der Einigung im Streit mit den USA um Migration und Zölle hat Mexiko knapp 15.000 Soldaten und Polizisten an die Grenze zwischen den beiden Ländern verlegt. Sie unterstützten die nationale Migrationsbehörde dabei, irreguläre Grenzübertritte in Richtung USA zu verhindern, sagte Verteidigungsminister Luis Cresencio Sandoval. Um entsprechende Forderungen der USA zu erfüllen, hatte sich Mexiko bereits Anfang des Monats verpflichtet, 6000 Nationalgardisten an die südliche Grenze zu Guatemala zu schicken.
    "Autogipfel" will mehr Ladestationen
    Nach mehr als dreistündigen Beratungen ist im Kanzleramt der sogenannte Autogipfel ohne konkrete Beschlüsse zu Ende gegangen. Einzige Verabredung des Treffens von Vertretern der Automobilbranche und den Spitzen der großen Koalition ist, einen Masterplan zur weiteren Verbreitung von Ladestationen zu erstellen, um Elektrofahrzeuge für die Kunden attraktiv zu machen. Der Plan solle alles Erforderliche klären, um das Ladenetz in Deutschland so auszubauen, dass bis 2030 sieben bis zehneinhalb Millionen E-Fahrzeuge auf der Straße sein könnten.
    ISS-Raumfahrer beenden Forschungsaufenthalt
    Nach mehr als sechs Monaten im All sind drei Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde zurückgekehrt. Eine US-Astronautin sowie ihre beiden Kollegen aus Russland und Kanada landeten nach dreistündigem Flug ohne Probleme in der kasachischen Steppe. Die Raumfahrer waren Anfang Dezember zur ISS geflogen. Bei ihrem Einsatz führte die Crew Experimente durch und verrichtete bei mehreren Außeneinsätzen Wartungsarbeiten an der Außenwand der Station.
    Myanmar kappt für eine Million Menschen Internet
    Auf Anweisung der Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi sind in Myanmar seit Freitag vergangener Woche mehr als eine Million Menschen vom Internet abgeschnitten. Im kriselnden Bundesstaat Rakhine kappten die Telekommunikations-Unternehmen nach Aufforderung des Kommunikationsministeriums die Zugänge. Menschenrechtler äußerten Protest gegen die Unterdrückung von Informationen. In Rakhine bekämpfen sich seit langem islamische Rebellen und das Militär. Das Kommunikationsministerium ließ offen, wie lange die Blockade dauern soll.
    9 min

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