Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 12.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Global Peace Index: Die Welt ist etwas friedlicher geworden
    Erstmals seit 2013 ist die Welt wieder etwas friedlicher geworden. Das geht aus dem Global Peace Index hervor. Demnach stabilisierte sich die Situation im vergangenen Jahr in der Ukraine, in Syrien und im Irak. Das Land mit dem geringsten Maß an Frieden ist nicht mehr Syrien, sondern Afghanistan. In Nicaragua, der Türkei und im Jemen ist die Lage schlechter geworden. Europa bleibt die friedlichste Region der Welt. Die Studie der Denkfabrik Institute for Economics and Peace (IEP) bewertet jedes Jahr die Lage in mehr als 160 Ländern der Welt.
    Parlament in Hongkong verschiebt Debatte über Abschiebegesetz wegen Massendemos
    Das Parlament in Hongkong hat seine geplante Debatte über ein Auslieferungsgesetz wegen Massenprotesten verschoben. Zehntausende blockierten Straßen und Gebäude im Regierungsviertel. Sie protestierten dagegen, dass Abschiebungen von Straftätern nach China möglich sein sollen. Bislang hatte die Regierung der Sonderverwaltungszone nicht abgeschoben, weil das chinesische Justizsystem wenig transparent und die Todesstrafe weit verbreitet sei. Seit der Rückgabe an China 1997 besitzt die ehemalige britische Kolonie weitgehende Autonomierechte. Kritiker beklagen jedoch eine immer stärkere Einmischung Pekings.
    Italien droht Hilfsorganisationen mit hohen Geldstrafen
    Italiens populistische Regierung verschärft ihre Gangart gegen Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten. Kapitänen, Eignern und Betreibern von Schiffen, die ohne Genehmigung in italienische Hoheitsgewässer eindringen, drohen künftig bis zu 50.000 Euro Geldstrafe. Die Rettungsschiffe werden in dem vom Kabinett verabschiedeten Erlass zwar nicht ausdrücklich erwähnt, sie wären von der Regelung aber betroffen. Schiffe, die wiederholt gegen den Erlass verstoßen, würden beschlagnahmt, sagte Innenminister Matteo Salvini.
    Journalistin in Mexiko getötet
    In Mexiko ist erneut eine Journalistin getötet worden. Norma Sarabia wurde Berichten zufolge in der Nähe ihrer Wohnung in der Stadt Huimanguillo von zwei Bewaffneten auf einem Motorrad erschossen. Die Angreifer konnten fliehen. Sarabia hatte 15 Jahre lang als Korrespondentin für die Zeitung "Tabasco Hoy" und zuletzt für andere Medien im Bundesstaat Tabasco gearbeitet. Es handelt sich um den bereits sechsten Journalistenmord in Mexiko seit Jahresbeginn. Reporter ohne Grenzen stuft Mexiko als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten ein - nach den Kriegsländern Syrien und Afghanistan.
    Opposition beendet Generalstreik im Sudan
    Der Streik, der seit Sonntag den Sudan lahmgelegt hat, ist beendet. Das hat die Opposition des afrikanischen Landes bekannt gegeben. Es soll jetzt mit Hilfe eines äthiopischen Vermittlers neue Verhandlungen zwischen der Militärregierung und der Opposition geben. Seit der Absetzung des langjährigen Machthabers Omar al-Baschir im April regiert im Sudan das Militär. Die Opposition fordert die Einrichtung einer zivilen Übergangsregierung. Erste Verhandlungen waren gescheitert, worauf die Opposition zum Generalstreik aufgerufen hatte.
    Bundesregierung will Influencern mehr Sicherheit geben
    Werbebotschafter im Internet sollen mehr Rechtssicherheit bekommen. Das plant die Bundesregierung. Die Frage, wann eine Veröffentlichung zum Beispiel bei Instagram als Werbung zu kennzeichnen ist, soll mithilfe eines Gesetzes eindeutiger als bisher beantwortet werden, so der Staatssekretär im Justizministerium, Gerd Billen. Es gehe auch darum, dass Influencer nicht alles und jedes schon aus Angst vor einer Abmahnung als Werbung kennzeichnen müssten. Das Justizministerium reagiert damit auf ein Urteil gegen die Influencerin Cathy Hummels Ende April.
    DFB-Elf geht mit hohem Sieg in die Sommerpause
    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat sich mit einem hohen Sieg in die Sommerpause verabschiedet. Die Elf von Ersatz-Bundestrainer Marcus Sorg gewann in Mainz ihr EM-Qualifikationsspiel gegen Estland mit 8:0. Torschützen waren Marco Reus und Serge Gnabry, die beide jeweils zwei Tore schossen, sowie Leon Goretzka, Ilkay Gündogan, Timo Werner und Leroy Sané. Marcus Sorg vertrat erneut den nach einem Sportunfall verhinderten Bundestrainer Joachim Löw. Das 8:0 gegen die harmlosen Esten war der höchste deutsche Sieg seit November 2016.
    10 min
  • 11.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA kritisieren von Hongkong geplantes Auslieferungsgesetz
    Die USA haben das Vorhaben der Regierung in Hongkong kritisiert, ein Gesetz zu erlassen, um auf Geheiß Pekings künftig Verdächtige an China auszuliefern. Die USA teilten die Sorge, dass dadurch die Autonomie Hongkongs untergraben werden könnte, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Morgan Ortagus. Auch auf die Wirtschaft der chinesischen Sonderverwaltungszone werde sich die Gesetzesänderung vermutlich negativ auswirken. In Hongkong hatten am Sonntag mehr als eine Million Menschen gegen das Vorhaben protestiert.
    USA weisen Drohungen des Iran zurück
    Die USA zeigen sich unbeeindruckt von Drohungen, die der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif bei einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas in Teheran ausgesprochen hat. Der Iran könne sich wie ein normales Land verhalten oder dabei zusehen, wie seine Wirtschaft zugrunde gehe, hieß es aus Washington. Sarif hatte den USA mit Blick auf Sanktionen einen Wirtschaftskrieg vorgeworfen und gewarnt, Unterstützer dieses Krieges könnten nicht erwarten, sicher zu bleiben. Maas will das Atomabkommen mit dem Iran retten, erzielte bei einem Besuch dort aber keine Fortschritte.
    Vatikan warnt vor Auslöschung der Geschlechter
    Der Vatikan hat für katholische Schulen einen Leitfaden zum Umgang mit der sogenannten Gender-Theorie erstellt. Das mehrseitige Dokument wirbt für die katholische Lehre der unterschiedlichen Identität von Mann und Frau und die christliche Vorstellung von Familie. Es trägt den Titel "Als Mann und Frau schuf er sie". Die Gender-Theorie sei eine "Ideologie", welche "den Unterschied und die natürliche Wechselseitigkeit zwischen Mann und Frau" leugne, erklärte der Vatikan. Mit dem Text wolle man zum Dialog anregen, hieß es weiter.
    Militärrat meldet Festnahme von Soldaten im Sudan
    Eine Woche nach dem gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte im Sudan gegen Demonstranten sind mehrere Soldaten in Gewahrsam genommen worden. Der herrschende Militärrat begründete die Festnahmen mit Ergebnissen einer Untersuchung zu den Vorfällen in der Hauptstadt Khartum. Die Schuldigen würden so schnell wie möglich zur Rechenschaft gezogen. Die Armee hatte am 3. Juni Straßenblockaden mit Gewalt räumen lassen. Laut einem Ärzteverband wurden dabei mehr als 100 Menschen getötet.
    EU will mehr Gewicht in der Welt
    Die Europäische Union will sich in den nächsten fünf Jahren auf die Stärkung von Sicherheit, Wachstum und Klimaschutz konzentrieren und mehr Einfluss in der Welt gewinnen. Das geht nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus einem Entwurf ihrer "Strategischen Agenda" bis 2024 hervor. Darin heiße es außerdem, die EU müsse "selbstbewusster und mächtiger" werden und die Tür für neue Mitglieder offen halten. Das Dokument soll auf dem EU-Gipfel in der kommenden Woche präsentiert werden. Der Entwurf wird in den nächsten Tagen von den 28 Mitgliedsstaaten debattiert und kann noch ergänzt werden.
    Griechisches Parlament aufgelöst
    Der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos hat auf Antrag von Regierungschef Alexis Tsipras das Parlament in Athen offiziell aufgelöst und damit den Weg für vorgezogene Neuwahlen am 7. Juli frei gemacht. Regulär hätte es in Griechenland erst im Oktober Parlamentswahlen gegeben. Tsipras hatte jedoch nach den Stimmenverlusten seiner linken Syriza-Partei bei der Europawahl angekündigt, dass der Termin vorgezogen werden soll. In jüngsten Meinungsumfragen liegt Syriza mit 23 Prozent deutlich hinter der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia, die auf mehr als 30 Prozent kommt.
    Hubschrauber stürzt auf Hochhaus in New York
    Im New Yorker Stadtteil Manhattan ist ein Hubschrauber auf einen Wolkenkratzer nahe dem Times Square gestürzt. Dabei kam ein Mensch ums Leben, Medienberichten zufolge der Pilot. Verletzt wurde niemand. Das betroffene Hochhaus wurde evakuiert. Die Unglücksursache ist noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen wollte der Pilot bei Regen und schlechter Sicht notlanden. Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio teilte mit, es gebe keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund.
    9 min
  • 10.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Maas zu schwierigen Gesprächen im Iran
    Deutschlands Außenminister Heiko Maas ist in Teheran gelandet, wo er sich für den Fortbestand des Atom-Abkommens mit dem Iran einsetzt. Er will neben seinem Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif auch Präsident Hassan Rohani treffen. Die USA sind vor einem Jahr aus dem Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe ausgestiegen. Vor einem Monat stellte auch der Iran das Abkommen in Frage. Das Land forderte die verbliebenen Vertragspartner, darunter Deutschland, auf, die im Abkommen versprochenen wirtschaftlichen Vorteile zu gewährleisten und die US-Sanktionen zu neutralisieren.
    Regierung in Hongkong verteidigt geplantes Auslieferungsgesetz
    Ungeachtet von zum Teil gewaltsamen Massenprotesten hält die Regierung von Hongkong an einem geplanten Gesetz fest, das Auslieferungen auf das chinesische Festland ermöglichen soll. Die Chefin der chinesischen Sonderverwaltungszone, Carrie Lam, bezeichnete den Gesetzestext als "sehr wichtig" zur Wahrung des Rechts. Hongkong müsse seine internationalen Verpflichtungen im Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität erfüllen. Gegen das geplante Gesetz hatten mehr als eine Million Menschen demonstriert. Es war die größte Demonstration seit der Übergabe der ehemaligen britischen Kronkolonie an China.
    UNHCR warnt vor Abschiebungen nach Afghanistan
    Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, hat sich wegen der Gefahrenlage in Afghanistan gegen Abschiebungen im großen Stil in das Kriegsland ausgesprochen. Die Sicherheitslage lasse Rückführungen nur im Ausnahmefall zu, sagte der UNHCR-Vertreter in Deutschland, Dominik Bartsch. Das UN-Flüchtlingshilfswerk lehne Abschiebungen nach Afghanistan nicht grundsätzlich ab, hieß es weiter. Wer solche Entscheidungen treffe, müsse sich aber über die Gefahren im Klaren sein. Die 2001 von der Macht vertriebenen radikalislamischen Taliban beherrschen mittlerweile wieder große Teile des Landes.
    Übergangspräsident Tokajew gewinnt laut Prognosen Wahl in Kasachstan
    In Kasachstan hat Übergangspräsident Kassim-Jomart Tokajew die Präsidentenwahl laut Prognosen klar gewonnen. Demnach kam Tokajew auf mehr als 70 Prozent der Stimmen, der Oppositionspolitiker Amirschan Kosanow folgt mit 15,4 Prozent. Tokajew ist der Wunschnachfolger des langjährigen Staatschefs Nursultan Nasarbajew. Die Wahl war von massiven Protesten gegen Tokajew und den bereits im Vorfeld erwarteten Wahlausgang begleitet gewesen. In der Hauptstadt Nur-Sultan und in Almaty wurden laut offiziellen Angaben rund 500 Menschen in Gewahrsam genommen. Die Wahlbeteiligung lag bei 77 Prozent.
    Großrazzia in kambodschanischem Nachtclub
    Bei einer Großrazzia in einem Nachtclub der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh sind mehr als 400 Gäste und Angestellte festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei wurden annähernd 100 Besucher positiv auf Drogen getestet. Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh gilt derzeit als eine der Party-Metropolen der Region. Die autoritär herrschende Regierung von Präsident Hun Sen geht seit längerer Zeit verstärkt gegen die Drogenszene vor. Das südostasiatische Land ist auch ein Umschlagplatz für Rauschgift.
    Tödliche Proteste in Haiti
    Bei Protesten gegen Haitis Staatschef Jovenel Moïse ist ein Mensch getötet worden. Der Mann erlitt in der Hauptstadt Port-au-Prince eine Schusswunde in der Brust. Bei den Protesten lieferten sich junge Männer und Sicherheitskräfte nahe dem Präsidentenpalast heftige Auseinandersetzungen. Steine flogen, die Polizei setzte Tränengas ein. Im Stadtzentrum waren Schüsse zu hören. Zuvor hatten Tausende Menschen friedlich gegen Moïse demonstriert und einen Rücktritt des von Korruptionsvorwürfen schwer belasteten Staatschefs gefordert.
    Portugal siegt im Finale der Nations League
    Portugal hat die Premiere der Nations League im Fußball gewonnen. Der Europameister bezwang im Finale in Porto die Niederlande mit 1:0, zur Halbzeit stand es noch 0:0. Das Siegtor schoss Goncalo Guedes vom spanischen Europa-League-Halbfinalisten FC Valencia in der 60. Minute. Portugals Team sicherte sich damit sowohl eine Zehn-Millionen-Euro-Prämie als auch den neuen Silberpokal. Am Nachmittag hatte England die Schweiz im Spiel um Platz drei nach 120 torlosen Minuten mit 6:5 im Elfmeterschießen besiegt.
    7 min
  • 08.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump verzichtet auf Strafzölle gegen Mexiko
    US-Präsident Donald Trump hat im Migrationsstreit eine Einigung mit Mexiko verkündet. Trump schrieb auf Twitter: "Die Zölle gegen Mexiko, deren Einführung durch die Vereinigten Staaten am Montag geplant war, sind hiermit auf unbestimmte Zeit aufgeschoben." Mexiko habe sich im Gegenzug bereiterklärt, Maßnahmen zu ergreifen, um die Migration an der Südgrenze der USA einzudämmen. Die Zahl der illegal über die Grenze gelangten Menschen hatte zuletzt deutlich zugenommen. Dabei handelt es sich meist um Migranten aus Mittelamerika, die vor Armut und Gewalt in ihren Ländern flüchten.
    USA drohen der Türkei mit Sanktionen
    Die USA haben der Türkei eine Frist bis Ende Juli gesetzt, um auf den Kauf russischer S-400-Flugabwehrraketen zu verzichten. Das US-Verteidigungsministerium kündigte Sanktionen für den Fall an, dass Ankara dieser Forderung nicht nachkommen sollte. Bleibe die Türkei bei dem Rüstungsdeal mit Russland, müssten gegebenenfalls alle türkischen Piloten, die derzeit an den neuen F-35-Kampfjets der NATO ausgebildet werden, die USA verlassen, warnte das Pentagon. Die USA und andere NATO-Mitgliedstaaten befürchten, Russland könnte über das S-400-System Informationen über NATO-Flugzeuge erlangen.
    Venezuela öffnet Grenze zu Kolumbien teilweise wieder
    Nach vier Monaten hat Venezuela seine Grenze zum Nachbarland Kolumbien wieder geöffnet. Das teilte Staatschef Nicolás Maduro auf Twitter mit. Mit der Freigabe der Fußgängerbrücken zwischen Táchira und dem kolumbianischen Cúcuta können nun wieder Tausende Venezolaner im Nachbarland arbeiten, einkaufen oder zur Schule gehen. Im Februar hatte der umstrittene Staatspräsident die Grenzen wegen angekündigter Hilfslieferungen dichtgemacht. Venezuela steckt in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Aus Mangel an Devisen können kaum noch Lebensmittel und Medikamente importiert werden.
    Außenminister Maas zu Gesprächen im Nahen Osten
    Der Besuch von Bundesaußenminister Heiko Maas in Jordanien hat begonnen. Es ist die erste Station seiner viertägigen Reise in den Nahen und Mittleren Osten. In Jordanien besuchte er einen Stützpunkt der Bundeswehr. Deutschland beteiligt sich von dort aus mit Tornado-Aufklärungsjets am Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat". Wichtigste Station der Reise ist am Montag der Iran. Maas will sich dort für den Fortbestand des umstrittenen Atomabkommens einsetzen. Die USA waren vor einem Jahr aus dem Abkommen ausgestiegen. Sie setzen Teheran nun wieder mit Wirtschaftssanktionen unter Druck.
    UN prangern Zustände in Libyens Flüchtlingslagern an
    Die Vereinten Nationen haben die Lebensbedingungen in Lagern für Flüchtlinge in Libyen scharf kritisiert. "Wir sind tief betroffen angesichts der grässlichen Bedingungen, unter denen Migranten in Libyen inhaftiert sind", sagte der Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros, Rupert Colville. Der UN-Vertreter berichtete von Tuberkulosetoten und unterernährten Menschen. Nach UN-Angaben werden rund 3400 Migranten in der libyschen Hauptstadt Tripolis in Lagern festgehalten. Die Einheitsregierung hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Milizen hatten im April eine Offensive auf Tripolis gestartet.
    Russische Polizei geht gegen Enthüllungsjournalisten vor
    Der bekannte Enthüllungsjournalist Iwan Golunow ist in Moskau festgenommen worden. Dem 36-Jährigen, der für das unabhängige russischsprachige Portal "Medusa" arbeitet, werde Drogenbesitz vorgeworfen, erklärte die Polizei. Medusa und Golunows Anwalt wiesen die Anschuldigung zurück. Sie warfen den Behörden vor, Golunow für seine Recherchen bestrafen zu wollen. In Moskau demonstrierten rund hundert Menschen gegen die Festnahme. Menschenrechtler äußerten sich empört. Am Samstag soll der Journalist einem Haftrichter vorgeführt werden.
    Estland erstmals Mitglied im UN-Sicherheitsrat
    Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben turnusgemäß fünf neue nicht-ständige Mitglieder für den UN-Sicherheitsrat gewählt. Zum ersten Mal werden Estland und der Inselstaat St. Vincent und die Grenadinen ab Januar 2020 für zwei Jahre im mächtigsten UN-Gremium sitzen. Zudem wählte die Generalversammlung Niger, Tunesien und Vietnam. Der Sicherheitsrat besteht aus 15 Mitgliedern, von denen die USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien feste Sitze und ein Veto-Recht haben. Die übrigen zehn Länder werden jeweils für zwei Jahre gewählt.
    8 min
  • 07.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mexiko schickt Nationalgarde an seine Südgrenze
    Im Streit mit den USA über Zölle und Einwanderung schickt Mexiko 6000 Nationalgardisten an seine Südgrenze zu Guatemala. Außenminister Marcelo Ebrard sagte nach einem Treffen mit US-Vertretern in Washington, die Soldaten sollten Migranten aufhalten, die von Süden ins Land gelangen, um dann über die Nordgrenze in die USA einzusickern. US-Präsident Donald Trump droht Mexiko mit Zöllen, wenn das Land nicht energischer gegen die Migration vorgeht. Gespräche darüber sollen an diesem Freitag fortgesetzt werden.
    Bundestag debattiert über Einwanderung
    Das deutsche Parlament soll an diesem Freitag ein neues Einwanderungsgesetz beschließen. Das sogenannte Migrationspaket enthält insgesamt sieben einzelne Regelungen - von erheblichen Verschärfungen im Asylrecht bis zur einfacheren Einwanderung für Fachkräfte. Gegen das Gesetzespaket, das von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vorgelegt wird, gibt es heftigen Widerstand bei Opposition und Zivilgesellschaft. Die Kritiker argumentieren, es werde spürbar in die Grund- und Menschenrechte von Geflüchteten und Einwanderern eingegriffen.
    May tritt als Parteichefin der britischen Tories zurück
    Mit einem Schreiben an ihre Partei gibt die britische Premierministerin Theresa May nach knapp drei Jahren ihr Amt als Chefin der Konservativen auf. Damit beginnt die Ausschreibung für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin. Der Sieger des mehrstufigen Prozesses soll bis Ende Juli feststehen - und wird nach den Gepflogenheiten in Großbritannien dann auch neuer Regierungschef. So lange will May die Amtsgeschäfte weiterführen. Für ihre Nachfolge gilt derzeit der Ex-Außenminister und Brexit-Hardliner Boris Johnson als aussichtsreichster Kandidat.
    Sozialist Sánchez soll neue spanische Regierung bilden
    Gut einen Monat nach der Parlamentswahl in Spanien hat König Felipe VI. den geschäftsführenden Ministerpräsidenten Pedro Sánchez mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Seine Sozialistische Arbeiterpartei hatte die Wahl Ende April klar für sich entschieden. Sánchez wird wahrscheinlich auf die Stimmen kleiner regionaler Parteien, zum Beispiel der separatistischen Bewegung aus Katalonien, angewiesen sein. Bisher hat er aber, unter anderem wegen der Europawahl Ende Mai, noch keine Verhandlungen mit ihnen aufgenommen.
    Algeriens Übergangspräsident regt landesweiten Dialog an
    Nach der Absage der für Anfang Juli geplanten Präsidentschaftswahl in Algerien hat Übergangspräsident Abdelkader Bensalah seine Landsleute zum "Dialog" aufgerufen. Bensalah sagte in einer Fernsehansprache, Politik und Zivilgesellschaft in Algerien sollten nun einen breit angelegten Dialog führen, um "so bald wie möglich" eine Wahl ansetzen zu können. Der algerische Verfassungsrat hatte am Sonntag die beiden einzigen Bewerbungen für die Nachfolge des gestürzten Staatschefs Abdelaziz Bouteflika zurückgewiesen und die Organisation der Wahl bis zum 4. Juli für "unmöglich" erklärt.
    UNICEF zählt weniger Kinderehen
    Die Zahl von Mädchen in Kinderehen geht weltweit leicht zurück. Das zeigt ein Bericht des UN-Kinderhilfswerks UNICEF. Der Anteil der Frauen, die vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet waren, sei im vergangenen Jahrzehnt von 25 auf 21 Prozent gefallen, heißt es. Insgesamt gebe es aber rund 765 Millionen minderjährig-verheiratete Eheleute. Davon seien etwa 85 Prozent Mädchen. Kinderehen bei Jungen sind laut UNICEF seltener. Etwa 115 Millionen der heute 20 bis 24 Jahre alten Männer seien bei ihrer Hochzeit Kinder gewesen.
    Grammy-Gewinner Dr. John ist tot
    Der bekannte US-Bluespianist Dr. John ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Der sechsfache Grammy-Gewinner erlag am Donnerstag einem Herzinfarkt, wie seine Familie mitteilte. Im Laufe seiner Karriere spielte er Blues, Jazz, Pop, Boogie Woogie, Rock 'n' Roll, Psychedelic Rock und Funk. Der Musiker hatte auch mit Drogenproblemen zu kämpfen und saß deswegen eine Zeit lang im Gefängnis. Seine Familie betonte in ihrer Stellungnahme seine tiefe Verbundenheit zur Stadt New Orleans. Details zur Beerdigung Dr. Johns, der mit bürgerlichem Namen Malcolm John Rebennack hieß, würden bald bekanntgegeben.
    9 min
  • 06.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sozialdemokraten gewinnen Parlamentswahl in Dänemark
    Nach der Parlamentswahl in Dänemark steht ein Regierungswechsel bevor. Nach dem vorläufigen Endergebnis löst die Sozialdemokratin Mette Frederiksen den liberalen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen ab. Dessen Partei erhielt 23,4 Prozent der Wählerstimmen. 25,9 Prozent entfielen auf die Sozialdemokraten. Frederiksen hatte im Wahlkampf versprochen, nach Jahren der Sparprogramme die Sozialausgaben wieder zu erhöhen. Zugleich steht die 41-Jährige für eine harte Asylpolitik.
    Trump sieht Fortschritte bei Zollgesprächen mit Mexiko
    Die USA und Mexiko haben bei ihren Verhandlungen über angedrohte US-Zölle nach Angaben von Präsident Donald Trump Fortschritte erzielt. Allerdings reichten diese bei weitem nicht aus, erklärte Trump. Er wiederholte seine Drohung, Aufschläge von zunächst fünf Prozent auf Importe aus dem südlichen Nachbarland zu verhängen, sollte dessen Regierung nicht stärker gegen Einwanderer vorgehen. Die Zölle könnten auch deutsche Unternehmen wie VW, BMW und Daimler treffen, die in Mexiko fertigen.
    Militärführung im Sudan will mit Opposition reden - die lehnt ab
    Nach dem gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte im Sudan gegen Demonstranten ist die Zahl der Todesopfer auf etwa 100 gestiegen. Das teilte eine Ärzteorganisation mit. Die Militärführung im Sudan, die zunächst alle Verhandlungen über eine zivile Übergangsregierung aufgekündigt hatte, erklärte sich nach internationalem Druck doch bereit, neue Gespräche mit der Opposition zu führen. Diese lehnte aber ab. Es gebe keinen Weg zurück zu Verhandlungen mit dem militärischen Übergangsrat, hieß es in der Hauptstadt Khartum.
    Großteil der Indianer-Schutzgebiete im Amazonas gefährdet
    Mehr als zwei Drittel der von Ureinwohnern bewohnten Schutzgebiete im Amazonas-Gebiet sind in Gefahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie verschiedener lateinamerikanischer Forschungseinrichtungen. Demnach bedrohen vor allem Infrastrukturprojekte wie der Bau von Wasserkraftwerken oder die Förderung von Bergbau sowie die illegale Abholzung des Regenwaldes die Lebensgrundlage der Indigenen. Aktuell sind rund 390 Millionen Hektar als Schutzgebiete für Ureinwohner im Amazonas ausgewiesen. Das entspricht rund 62 Prozent des gesamten Regenwaldes.
    Amazon will bald erste Pakete mit Drohnen ausliefern
    Der US-Onlinehändler Amazon will in wenigen Monaten Lieferungen per Drohne starten. Das erklärte Amazon-Manager Jeff Wilke bei einer Tech-Konferenz in Las Vegas. Die entwickelten Drohnen könnten Pakete mit einem Gewicht unter 2,3 Kilogramm über eine Entfernung von bis zu 25 Kilometern transportieren. Das dauere weniger als 30 Minuten. Die Drohnen würden wie ein Hubschrauber senkrecht starten und landen. Laut Wilke können sie auch bei starkem Wind stabil fliegen. Wo der Service angeboten werden soll, erläuterte er nicht. Amazon hatte 2016 in Großbritannien erste Tests für die Auslieferung von Paketen mit Drohnen durchgeführt.
    Altmaier reist zu Wirtschaftsforum nach Russland
    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier reist an diesem Donnerstag ins russische St. Petersburg. Dort findet bis Freitag das zweitägige Internationale Wirtschaftsforum statt, das unter der Schirmherrschaft von Russlands Präsident Wladimir Putin steht. In St. Petersburg erwartet wird auch Chinas Staatschef Xi Jinping, der von Putin bereits am Mittwoch in Moskau empfangen worden war. Dabei hatte der Kreml in Aussicht gestellt, dass Xi und Putin eine Erklärung über "strategische Zusammenarbeit" unterzeichnen und so näher aneinanderrücken.
    Kein Fusionsangebot an Renault
    Fiat Chrysler hat sein milliardenschweres Übernahmeangebot für Renault zurückgezogen. Renault teilte mit, sein Verwaltungsrat habe keine Entscheidung über das Fiat-Angebot treffen können. Grund sei die Bitte der französischen Vertreter, die Abstimmung auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen. Ein Insider sagte, Frankreich wolle den 30 Milliarden Euro schweren Zusammenschluss verschieben, weil man alternativ auch ein Zusammengehen mit dem japanischen Autobauer Nissan prüfen wolle.
    9 min
  • 05.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Anhaltende Gewalt in Sudans Hauptstadt Khartum
    Beim gewaltsamen Vorgehen der Armee gegen die Protestbewegung sind im Sudan seit Montag mindestens 60 Menschen getötet worden. Das teilte das Zentralkomitee sudanesischer Ärzte mit, es steht der Protestbewegung nahe. Bislang war von rund 40 Toten die Rede gewesen. Die Armee hatte am Montag in der Hauptstadt Khartum gewaltsam Blockaden von tausenden Demonstranten geräumt, die seit rund zwei Monaten eine zivile Regierung für das nordostafrikanische Land fordern. Der herrschende Militärrat kündigte am Dienstag Vereinbarungen mit der Protestbewegung auf und kündigte binnen neun Monaten Wahlen an.
    Amnesty kritisiert Vorgehen der Behörden in Frankreich gegen Migranten
    Amnesty International wirft den Behörden in Nordfrankreich vor, Flüchtlinge und ihre Helfer gezielt zu schikanieren und einzuschüchtern. Die Menschenrechtsgruppe schreibt in einem Bericht, in inoffiziellen Lagern bei Calais und Grande-Synthe lebten noch immer rund 1200 Migranten in prekären Verhältnissen. Darunter seien auch viele unbegleitete Minderjährige. In den vergangenen zwölf Monaten sei die Zahl der zerstörten Camps und Zelte im Raum Calais gestiegen. Alleine von Januar bis Mai habe es 391 "Zwangsräumungen" gegeben. Auch gegen Flüchtlingshelfer gingen die Behörden massiv vor.
    Dänen wählen neues Parlament
    Zehn Tage nach der Europawahl wird in Dänemark am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Umfragen zufolge hat die Sozialdemokratin Mette Frederiksen gute Chancen, Ministerpräsidentin zu werden. In den letzten vier Jahren hatte diesen Posten Lars Løkke Rasmussen inne, der eine rechtskonservative Minderheitsregierung führt. Er hatte die Wahl am 7. Mai ausgerufen und seitdem vergeblich versucht, seinen Rückstand in den Umfragen wettzumachen. 179 Parlamentssitze werden vergeben, darunter jeweils zwei für Politiker aus Grönland und von den Färöer-Inseln.
    Massendemonstration gegen Regierungschef Babis in Prag
    In der tschechischen Hauptstadt Prag sind Zehntausende Menschen zu einer Großkundgebung gegen den unter Korruptionsverdacht stehenden Ministerpräsidenten Andrej Babis zusammengekommen. "Schande, Schande" und "Babis ins Gefängnis", skandierte die Menge. Die Veranstalter sprachen von 120.000 Teilnehmern. Es sei eine der größten Kundgebungen seit der demokratischen Wende von 1989. Die Demonstranten werfen dem Milliardär und Gründer der populistischen Partei ANO vor, als Unternehmer jahrelang unrechtmäßig von EU-Subventionen profitiert zu haben. Sie fordern den Rücktritt des Regierungschefs.
    Athen fordert Berlin zu Verhandlungen über Reparationen auf
    Griechenland verlangt von Deutschland Verhandlungen über Reparationen für Schäden, die es unter deutscher Besetzung während des Zweiten Weltkriegs erlitten hat. Eine entsprechende Verbalnote sei nach Berlin geschickt worden, teilte das Außenministerium mit. Das Parlament in Athen hatte im April eine diplomatische Initiative beschlossen, um Entschädigung zu fordern. Eine Expertenkommission hatte Schäden von bis zu 290 Milliarden Euro errechnet. Die Bundesregierung betrachtet das Thema als erledigt und sagt, alle finanziellen Forderungen Griechenlands aus dem Zweiten Weltkrieg seien abgegolten.
    US-Regierung schränkt Reisen nach Kuba ein
    Die USA haben neue Sanktionen gegen Kuba verhängt, die der Tourismusbranche des Karibikstaates schaden sollen. Demnach sind US-Bürgern Gruppenreisen zu Bildungszwecken nach Kuba verboten. Auch US-Kreuzfahrtschiffe und Jachten dürfen die Insel nicht mehr ansteuern. Finanzminister Steven Mnuchin erklärte, Kuba spiele eine "destabilisierende" Rolle in der Region, und prangerte Kubas Unterstützung für die linken Regierungen in Venezuela und Nicaragua an. Kubas Außenminister Bruno Rodríguez warf den USA vor, die kubanische Wirtschaft "abwürgen" zu wollen, um "politische Konzessionen" zu erzwingen.
    Früherer UEFA-Präsident Lennart Johansson gestorben
    Der frühere schwedische UEFA-Präsident Lennart Johansson ist tot. Er sei am Dienstagabend nach kurzer Krankheit gestorben, teilte der schwedische Fußballverband mit. Johansson wurde 89 Jahre alt. Der Skandinavier führte von 1990 bis 2007 den europäischen Dachverband. Die FIFA kündigte an, ihren ehemaligen Vize-Präsidenten an diesem Mittwoch beim Kongress des Fußball-Weltverbandes in Paris zu ehren.
    9 min
  • 04.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Die Queen empfängt US-Präsident Trump
    Die britische Königin Elizabeth II. und Donald Trump haben am ersten Abend des Staatsbesuchs des US-Präsidenten die engen Beziehungen ihrer beiden Länder seit dem Zweiten Weltkrieg hervorgehoben. Trump und First Lady Melania halten sich drei Tage im Vereinigten Königreich auf. Bei einem Staatsbankett im Buckingham-Palast lobte die 93-jährige Queen die "enge und langjährige Freundschaft" zwischen beiden Staaten, mahnte aber Trump zugleich deutlich zur Wahrung internationaler Institutionen. Auch Trump betonte das im Zweiten Weltkrieg entstandene "unverbrüchliche Band zwischen beiden Nationen".
    30. Jahrestag des Massakers am Tiananmen-Platz
    Unter starken Sicherheitsvorkehrungen haben Familien der Opfer und Bürgerrechtler den 30. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung in China begangen. Sie riefen die kommunistische Führung zu einer Aufarbeitung der Vorgänge auf und fordern eine Bestrafung der Verantwortlichen. Der damalige Studentenführer Wu'er Kaixi forderte internationale Sanktionen gegen die Führungselite in China. Die chinesische Armee war am 4. Juni 1989 mit Panzern gegen Studenten vorgegangen, die auf dem Tiananmen-Platz für mehr Demokratie demonstrierten. Zahlreiche Menschen wurden getötet.
    Sudans Militär verwirft Abkommen mit der Opposition und kündigt Wahlen an
    Im Sudan hat der regierende Militärrat alle Abkommen mit der Opposition für einen politischen Übergang aufgekündigt und Wahlen binnen neun Monaten ausgerufen. Die Erklärung von Generalleutnant Abdel Fattah al-Burhan folgt schweren Zusammenstößen am Montag. Nach Angaben von oppositionsnahen Medizinern waren bei der gewaltsamen Auflösung eines Protestcamps durch Sicherheitskräfte mehr als 30 Menschen getötet worden. Deutschland und Großbritannien haben für den heutigen Dienstag eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage in dem nordostafrikanischen Land beantragt.
    Große Koalition schnürt Gesetzespaket zu Asyl und Migration
    Der Bundestag wird noch in dieser Woche über ein Gesetzespaket zu Migration und Integration abstimmen. Führende Vertreter der CDU/CSU- sowie der SPD-Fraktion sagten, man habe sich auf Nachbesserungen an acht Vorhaben geeinigt und einen guten Kompromiss erzielt. Abgelehnte Asylbewerber mit festem Job sollen demnach eine dauerhafte Bleibeperspektive bekommen. Um eine Sogwirkung in den Herkunftsländern zu verhindern, soll es eine Stichtagsregelung geben. Die oppositionellen Grünen kritisierten, die Gesetzentwürfe folgten dem Motto "ausgrenzen, abschrecken, abschieben".
    Studie: Investoren reduzieren Engagement in Deutschland
    Ausländische Unternehmen haben im Vorjahr deutlich weniger Investitionsprojekte in Deutschland in Angriff genommen. Das geht aus der Standort-Attraktivitätsstudie des Beratungsunternehmens Ernst&Young hervor. Demnach landete Deutschland im europaweiten Vergleich auf Platz drei hinter Großbritannien und Frankreich. Zudem nahm die Unzufriedenheit ausländischer Firmen mit der Standortpolitik hierzulande zu. Ernst&Young-Chef Hubert Barth sprach von einem Warnsignal. Deutschland sei nicht mehr Wachstumsmotor der europäischen Wirtschaft, sagte er. Es seien dringend neue Wachstumsimpulse nötig.
    Mosambik erhält internationale Milliarden-Hilfe für Wiederaufbau
    Internationale Institutionen haben sich bei einer Geberkonferenz in der Stadt Beira auf Wiederaufbauhilfen für Mosambik in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar verständigt. Nach UN-Angaben reicht das aber nicht, um Mosambik über die Zerstörungen durch die Zyklone Idai und Kenneth hinwegzuhelfen. Insgesamt seien rund drei Milliarden Dollar nötig, sagten UN-Vertreter. Im März und April hatten die Stürme Idai und Kenneth große Gebiete im Norden und Zentrum des afrikanischen Landes zerstört. Mehr als zwei Millionen Menschen sind von den Folgen betroffen. 650 Personen kamen ums Leben.
    Türkei steht zu russischem Raketendeal
    Die Türkei hält am Kauf russischer S-400-Flugabwehrraketen fest. Ankara sei fest entschlossen und habe nicht vor, bei dem Rüstungsgeschäft einen Rückzieher zu machen, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Das russische Angebot sei zudem besser als das amerikanische. Die USA und ihre Verbündeten sehen den Kauf des russischen Flugabwehrsystems durch den NATO-Partner Türkei kritisch. Es besteht die Sorge, dass Russland über das System Informationen über NATO-Flugzeuge erhält.
    9 min
  • 03.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.SPD-Vorstand diskutiert nach Nahles Rückzug über Neuaufstellung
    Nach der Rücktrittsankündigung von SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles berät der Parteivorstand über die nächsten Schritte. Bei dem Treffen will Nahles auch offiziell ihren Rücktritt als Parteichefin erklären. An der Parteispitze soll es voraussichtlich zunächst eine Übergangslösung geben - dafür ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Gespräch. Nahles hatte ihre Entscheidung am Sonntag in einem kurzen Schreiben an die Parteimitglieder angekündigt. Als Begründung für diesen Schritt nannte sie den fehlenden Rückhalt der Partei für die Ausübung ihrer Ämter.
    Tote bei Zuspitzung der innenpolitischen Krise im Sudan
    Im Sudan ist das Militär mit Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen. Nach Angaben eines sudanesischen Ärtzeverbandes seien dabei zwei Menschen erschossen und mehrere verletzt worden. Die Streitkräfte versuchten mit Gewalt, die seit Wochen andauernde Sitzblockade im Zentrum Khartums aufzulösen, teilte das Gewerkschaftsbündnis SPA mit. Das Bündnis organisiert die anhaltenden Massenproteste im Sudan, die im April auch zum Sturz des Präsidenten Omar al-Baschir beigetragen hatten. Seitdem ringen das Militär und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung.
    China verteidigt Niederschlagung der Tiananmen-Proteste
    30 Jahre nach der blutigen Niederschlagung der Proteste auf Pekings Tiananmen-Platz hat China den damaligen Einsatz der Sicherheitskräfte als gerechtfertigt bezeichnet. Die Regierung habe damals korrekt gehandelt, indem sie Maßnahmen ergriffen habe, um die "politischen Turbulenzen zu stoppen", sagte Verteidigungsminister Wei Fenghe am Rande einer Sicherheitskonferenz in Singapur. Er könne nicht verstehen, wieso China noch immer vorgeworfen werde, unangemessen reagiert zu haben. Die damaligen Entscheidungen der Regierung hätten seinem Land "Stabilität und Entwicklung" gebracht.
    US-Flugaufsicht fordert Austausch von Teilen der Boeing 737 MAX
    Die US-Flugaufsicht FAA hat neue Mängel an über 300 Boeing-Flugzeugen des Typs 737 MAX und an dem älteren Modell 737 bekannt gegeben. Demnach könnten in diesen Maschinen ungeeignete Komponenten verbaut worden sein. Die FAA will Boeing auffordern, diese Teile zügig zu ersetzen. Boeing überarbeitet derzeit die Steuerungssoftware, die als Ursache für zwei Abstürze mit insgesamt 346 Toten gilt. Die Flugaufsichtsbehörden erließen nach den Abstürzen ein Flugverbot für das Modell.
    Israels Regierungschef Netanjahu entlässt zwei prominente Minister
    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat zwei Minister seiner rechts-religiösen Regierung entlassen. Erziehungsminister Naftali Bennett und Justizministerin Ajelet Schaked seien ihrer Ämter enthoben worden, bestätigte das Amt des Ministerpräsidenten. Die Zeitung "Jerusalem Post" berichtet unter Berufung auf Vertraute Netanjahus, sie hätten ihre Ministerämter nicht weiterführen können, nachdem ihre Partei "Die Neue Rechte" bei der vergangenen Wahl an der Sperrklausel gescheitert war. Netanjahu war es zuletzt nicht gelungen, eine Koalition zu bilden. Am 17. September finden Neuwahlen statt.
    Konservative gewinnen Kommunalwahlen in Griechenland
    Die konservative Oppositionspartei Nea Demokratia (ND) hat in der zweiten Runde der Kommunal- und Regionalwahlen in Griechenland einen deutlichen Sieg errungen. Nach vorläufigen Ergebnissen gewann die ND die Rathäuser der Großstädte Athen und Thessaloniki sowie nahezu alle Regionen. Damit baut die konservative Partei fünf Wochen vor den vorgezogenen Neuwahlen ihre Position gegenüber der linken Regierungspartei Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras weiter aus. Bereits bei der Europawahl vor einer Woche war die Nea Demokratia stärkste Kraft geworden.
    Schwedische Justiz verhandelt über Haftbefehl gegen Assange
    Vor dem Bezirksgericht im schwedischen Uppsala wird an diesem Montag über einen möglichen Haftbefehl gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen des Verdachts der Vergewaltigung verhandelt. Bei einer Zustimmung des Gerichts will die schwedische Staatsanwaltschaft einen europäischen Haftbefehl ausstellen, um eine Auslieferung von Assange zu erreichen. Dem 47-Jährigen wird vorgeworfen, 2010 eine Frau in Schweden vergewaltigt zu haben. Assange hat die Vorwürfe stets bestritten. Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen 2017 eingestellt, sie im Mai dieses Jahres aber wieder aufgenommen.
    7 min
  • 01.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Tote nach Schüssen im US-Bundesstaat Virginia
    Bei einem bewaffneten Angriff in Virginia Beach an der Ostküste der USA sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Sechs weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt. Der Schütze wurde getötet, als Polizisten in einem Gebäude der Stadtverwaltung das Feuer erwiderten. Laut Polizeichef James Cervera ist der Tatverdächtige ein langjähriger Mitarbeiter der Stadt. Er sei kurz nach 16 Uhr Ortszeit in das Gebäude eingedrungen und habe sofort scheinbar wahllos auf die Menschen dort geschossen. Über die Hintergründe der Tat ist bislang nichts bekannt.
    Mexiko stemmt sich gegen angekündigte Strafzölle der USA
    Angesichts der von US-Präsident Donald Trump angekündigten US-Strafzölle bringt die mexikanische Regierung eine Beschwerde bei der Welthandelsorganisation WTO ins Spiel. Präsident Andrés Manuel López Obrador sagte, zunächst setze er jedoch darauf, dass die US-Regierung ihre Drohung zurücknehme. Trump hatte zuvor Importzölle von zunächst fünf Prozent angekündigt, um Druck gegen illegale Migration aus dem Land aufzubauen. Sie sollen schrittweise weiter verschärft werden. Mexiko und die USA befinden sich derzeit mit Kanada im Ratifizierungsprozess für ein Freihandelsabkommen der drei Länder.
    Aufruf zur Solidarität mit Juden vor israelfeindlichem Marsch
    Mit Blick auf den israelfeindlichen "Al-Kuds-Marsch" hat der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, zu Solidarität mit Juden in Deutschland aufgerufen. Klein sagte der Deutschen Welle, die Kippa gehöre zu Deutschland. Alle sollten zum Zeichen der Solidarität Kippa tragen. Klein bezeichnete den für diesen Samstag geplanten "Al-Kuds-Marsch" als "absolut inakzeptabel". Zu der israelfeindlichen Kundgebung werden allein in Berlin 2000 Teilnehmer erwartet. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem; der Marsch bezieht sich auf den Aufruf des Iran zur Eroberung der Stadt.
    Islamische Staaten verurteilen Botschaftsverlegungen nach Jerusalem
    Mehr als 50 islamische Staaten haben bei ihrem Gipfel in Mekka die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt als "illegal und unverantwortlich" bezeichnet. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung rief die Organisation für Islamische Zusammenarbeit die Länder, die ihre Botschaften nach Jerusalem verlegt haben, auf, dies zu überdenken. Dieser Schritt stelle "eine schwere Verletzung des Völkerrechts" dar. Im Dezember 2017 hatte US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt und die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen lassen. Guatemala folgte kurz darauf.
    Akkreditierung spanischer EU-Abgeordneter laut Bericht ausgesetzt
    Die neu gewählten spanischen Abgeordneten dürfen das Europaparlament offenbar vorerst nicht betreten. Laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP hat das Europaparlament ihre vorläufige Akkreditierung ausgesetzt. Demnach hob Parlamentspräsident Antonio Tajani die Akkreditierung für alle spanischen Abgeordneten mit der Begründung auf, dass die amtlichen Endergebnisse der Europawahl in Spanien noch nicht veröffentlicht seien. Insbesondere geht es um den katalanischen Separatistenführer Carles Puigdemont, der ein Mandat gewonnen hat, in Spanien jedoch per Haftbefehl gesucht wird.
    Frankreich begrenzt Aufstieg zum Mont Blanc
    Die französischen Behörden wollen den Ansturm der Bergtouristen am Mont Blanc eindämmen. Von diesem Samstag an darf den höchsten Berg Europas nur noch betreten, wer eine Reservierung für eine der Berghütten vorweisen kann. Der Präfekt des Departements Haute-Savoie, Pierre Lambert, begründete diesen Schritt mit der häufigen Überbelegung der Hütten. Alle Versuche, das Problem im Guten zu lösen, seien gescheitert. Die Auflage gilt bis zum 29. September, bei wildem Campen drohen sonst Geld- oder sogar Haftstrafen. Pro Jahr zieht der 4810 Meter hohe Berg rund 25.000 Bergsteiger an.
    Greta Thunberg geht ein Jahr lang nicht zur Schule
    Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg will von diesem Sommer an ein Jahr lang der Schule fernbleiben. Die 16-Jährige möchte sich nach dem Abschluss der neunten Klasse ganz auf ihren Kampf gegen die Klimakrise konzentrieren, wie die Deutsche Presse-Agentur aus ihrem Umfeld erfuhr. Im September wolle sie am Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York teilnehmen, im Dezember dann an der Weltklimakonferenz in Santiago de Chile. Um ihre Schulzeit mache sie sich keine Sorgen, sagte Thunberg. Sie werde einfach ein Jahr später aufs Gymnasium wechseln.
    8 min

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