Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 24.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Oppositionskandidat Imamoglu will mit Erdogan zusammenarbeiten
    Als "Neubeginn" für die gesamte Türkei hat Ekrem Imamoglu von der oppositionellen CHP seinen Sieg bei der Bürgermeisterwahl in Istanbul gewertet. Die 16 Millionen Einwohner hätten den Glauben an die Demokratie erneuert, sagte der 49-Jährige vor jubelnden Anhängern. Imamoglu kündigte an, er wolle mit Präsident Recep Tayyip Erdogan "harmonisch zusammenarbeiten", um die dringendsten Probleme Istanbuls zu lösen. Imamoglu hatte 54 Prozent der Stimmen bekommen und damit rund 800.000 mehr als sein Rivale von der regierenden AKP, Binali Yildirim. Dieser kam auf 45 Prozent.
    USA wollen weltweite Koalition gegen Iran
    Im Konflikt mit dem Iran will die Regierung in Washington eine weltweite Koalition aufbauen. US-Außenminister Mike Pompeo sprach von einer Koalition, die sich nicht nur über die Golfstaaten, sondern auch über Asien und Europa erstrecke. Pompeo bezeichnete den Iran dabei als "größten Sponsor des Terrors auf der Welt". Die USA wollen an diesem Montag neue Sanktionen gegen den Iran verhängen. Das iranische Militär drohte, eine weitere US-Drohne über dem Persischen Golf abzuschießen. Am vergangenen Donnerstag hatte Irans Militär bereits eine US-Aufklärungsdrohne abgeschossen.
    Tausende Georgier demonstrieren gegen Regierung und Putin
    Den vierten Tag in Folge sind in Georgiens Hauptstadt Tiflis tausende Menschen auf die Straße gegangen. Sie zogen vor das Parlament. Ihr Protest richtete sich gegen Russland und die georgische Regierungspartei Georgischer Traum, die von dem Oligarchen Bidsina Iwanischwili gegründet wurde. Auf Plakaten verurteilten die Demonstranten den Einfluss des Oligarchen auf die Politik des Landes. Die Georgier befürchten, dass auch der Kreml seinen Einfluss auf die ehemalige Sowjetrepublik ausweiten könnte.
    Boris Johnson verliert nach häuslichem Streit in Wählergunst
    Bislang galt Boris Johnson im Rennen um den Parteivorsitz der britischen Konservativen und die Nachfolge von Regierungschefin Theresa May als haushoher Favorit. Doch nach einem lautstarken Streit mit seiner Freundin und einem Polizeieinsatz gerät Johnson unter Druck. Er verliert an Boden gegenüber seinem innerparteilichen Rivalen Jeremy Hunt, wie aus einer Umfrage der Zeitung "Mail on Sunday" hervorgeht. Unter konservativen Wählern fiel Johnsons Zuspruch von 55 auf 45 Prozent, während Hunts Zustimmungsquote von 28 auf 34 Prozent stieg.
    Huthi-Rebellen greifen saudischen Flughafen an
    Jemenitische Huthi-Rebellen haben mit einer Drohne wieder den internationalen Airport Abha im benachbarten Saudi-Arabien angegriffen. Das Geschoss schlug nach offiziellen Angaben auf dem Parkplatz vor dem Flughafen ein. Ein Syrer wurde getötet, 21 weitere Zivilisten wurden verletzt, wie das saudische Staatsfernsehen meldete. Saudi-Arabien, das eine Militärkoalition anführt, die im Jemen gegen die schiitischen Huthis kämpft, sprach von einem "terroristischen Angriff". Vor anderthalb Wochen hatten die Huthis den Flughafen Abha mit einer Rakete beschossen und 26 Zivilisten verletzt.
    Englands und Frankreichs Fußball-Frauen im WM-Viertelfinale
    Die Fußball-Frauen von Gastgeber Frankreich haben bei der Heim-Weltmeisterschaft mit Mühe das Viertelfinale erreicht. Die Mannschaft von Trainerin Corinne Diacre setzte sich im Achtelfinale in Le Havre erst in der Verlängerung mit 2 zu 1 gegen Brasilien durch. Zuvor war England, begleitet von heftigen Protesten der Gegnerinnen aus Kamerun, ins Viertelfinale eingezogen. Das Team von Trainer Phil Neville gewann in Valenciennes nach mehreren Eingriffen des deutschen Videoreferees Bastian Dankert mit 3 zu 0.
    8 min
  • 22.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump dementiert Vergewaltigungsvorwürfe
    US-Präsident Donald Trump hat Vorwürfe zurückgewiesen, vor 23 Jahren eine Frau in der Umkleidekabine des New Yorker Luxus-Kaufhauses Bergdorf Goodman vergewaltigt zu haben. Er habe diese Person in seinem Leben nie getroffen, heißt es in einem Statement Trumps. Sie versuche, ein neues Buch zu verkaufen - das sollte auf ihre Motivation hinweisen, erklärte er weiter. Der US-Präsident war wiederholt beschuldigt worden, gegenüber Frauen übergriffig geworden zu sein. Eine ganze Reihe von Verfahren sind bei Gerichten anhängig - bisher jedoch ohne Konsequenzen für Trump.
    Außenminister Maas: Deutschland hat ein Terrorproblem
    Außenminister Heiko Maas hat nach dem Mord an dem CDU-Politiker Walter Lübcke zu Protesten gegen Rechts aufgerufen. "Zeigen wir, dass wir mehr sind als die Rechtsradikalen, die Antisemiten, die Spalter", schreibt Maas in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung. Vorbild könnten die wöchentlichen Klimaproteste junger Menschen sein. Vielleicht brauche Deutschland auch einen Donnerstag der Demokratie, so Maas weiter. Terroristische Gewalt sei durch nichts zu rechtfertigen und dürfe nicht relativiert werden.
    Trump nominiert Esper als US-Verteidigungsminister
    US-Präsident Donald Trump hat Mark Esper für das Amt des US-Verteidigungsministers nominiert. Das teilte das Weiße Haus am Freitagabend mit. Der bisherige Verwaltungschef der US-Armee folgt auf Patrick Shanahan, der das Ministeramt nur kommissarisch ausübte. Der Wechsel war bereits am Dienstag von Trump angekündigt worden, inmitten der verschärften Spannungen mit dem Iran. Die Ernennung Espers zum Pentagon-Chef muss noch vom US-Senat genehmigt werden.
    Zahl der Waldbrände in Deutschland 2018 vervierfacht
    In deutschen Wäldern hat es im extremen Wetterjahr 2018 mehr als 1700 Mal gebrannt. Das seien viermal so viele Feuer wie im Jahr zuvor mit gut 400 gewesen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervorgeht. Demnach zerstörten die Feuer mehr als 2300 Hektar Wald - fast sechsmal so viel wie im Jahr davor. Die mit Abstand meisten Waldbrände gab es in Brandenburg. Generell brannte es im Osten Deutschlands deutlich häufiger als im Westen.
    Wieder demonstrieren Tausende in Georgien
    Ungeachtet der jüngsten Ausschreitungen in Georgien, bei denen fast 250 Menschen verletzt wurden, sind am Freitagabend wieder tausende Menschen in der Hauptstadt Tiflis auf die Straße gegangen. Die 10.000 Demonstranten forderten vor dem Parlament den Rücktritt des Innenministers Giorgi Gakharia. Der Kreml verhängte nach den Massenprotesten wegen der Rede eines russischen Abgeordneten ein Verbot für Flüge nach Georgien. Es soll vom 8. Juli an gelten und würde die Wirtschaft treffen, da die Ex-Sowjetrepublik bei russischen Urlaubern sehr beliebt ist.
    Investoren aus Osteuropa wollen Metro übernehmen:
    Investoren aus Tschechien und der Slowakei wollen den Düsseldorfer Handelskonzern Metro komplett übernehmen. Deren Holding EP Global Commerce mit Sitz in Grünwald bei München gab ein entsprechendes Angebot an alle Aktionäre der Metro AG ab. Es sei nicht beabsichtigt, derzeit bestehende Metro-Märkte in Deutschland zu schließen oder Arbeitsplätze in größerem Umfang abzubauen, heißt es weiter. Der Konzern mit rund 150.000 Mitarbeitern hat unter anderem Probleme bei der Supermarktkette Real und leidet unter einem schwierigen Russland-Geschäft.
    Elton John ist nun Ritter der Ehrenlegion
    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den britischen Popstar Elton John zum Ritter der Ehrenlegion gemacht. Damit würden die künstlerische Karriere und der Kampf des 72 Jahre alten Sängers gegen HIV und Aids gewürdigt, betonte Macron im Élyséepalast. Der 41-Jährige verlieh die hohe Auszeichnung anlässlich des jährlichen Musikfestivals "Fête de la musique", das im ganzen im Land veranstaltet wird. Elton John zeigte sich berührt und erklärte, er habe eine große Liebesaffäre mit Frankreich. Er habe dort ein Haus. Der Musiker tourt derzeit auch durch Frankreich.
    7 min
  • 21.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bericht: Trump genehmigte Militärschläge gegen Iran und stoppte sie dann
    US-Präsident Donald Trump soll nach dem Abschuss einer US-Drohne Vergeltungsschläge gegen den Iran genehmigt, diese dann aber abgeblasen haben. Militärflugzeuge seien bereits in der Luft gewesen und Schiffe in Position, berichten die "New York Times" und andere Medien unter Berufung auf Regierungsvertreter. Es seien aber noch keine Raketen abgefeuert worden, als der Rückzugsbefehl gekommen sei. Die gebilligten Militärschläge hätten einer Reihe von iranischen Zielen gegolten, etwa Radar- und Raketenstellungen. Der Grund für die Kehrtwende sei ebenso unklar wie die Möglichkeit einer Wiederholung, hieß es.
    Xi und Kim betonen Anstrengungen für Frieden in der Region
    Chinas Präsident Xi Jinping und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un haben in Pjöngjang eine Vertiefung der Beziehungen zwischen ihren Ländern vereinbart. Laut chinesischen und nordkoreanischen Berichten betonten beide Politiker die Bedeutung der Verbindung für den Frieden angesichts der "ernsthaften und komplizierten" internationalen Lage. Xi sagte, man sei sich einig, dass eine politische Lösung der Atomfrage auf der koreanischen Halbinsel zwangsläufig sei und an Friedensgesprächen festgehalten werden solle. Beobachter sehen Xis Besuch in Zusammenhang mit den US-Bemühungen um eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel.
    EU-Gipfel zerstritten über Klimaziel und Personalpaket
    Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich auf ihrem Gipfel in Brüssel nicht auf die Besetzung der Top-Posten in der EU einigen können. Es werde daher am 30. Juni einen weiteren Gipfel geben, teilte Ratspräsident Donald Tusk mit. Neue Ziele im Kampf gegen den Klimawandel wird sich die EU vorerst nicht setzen. Die Festlegung, bis 2050 die Wirtschaft "klimaneutral" zu machen, wurde nach stundenlangen Verhandlungen aus der Gipfelerklärung gestrichen. Die EU-Sanktionen gegen Russland wurden hingegen um weitere sechs Monate verlängert.
    US-Senat widersetzt sich Rüstungsdeals
    Der US-Senat hat gegen Pläne von US-Präsident Donald Trump gestimmt, weitere Rüstungsgüter an Saudi-Arabien und andere arabische Verbündete zu verkaufen. Die Kongresskammer in Washington blockierte zumindest vorläufig 22 Waffenlieferungen im Gesamtvolumen von 8,1 Milliarden Dollar. Sie wollten damit ihre Verärgerung über Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien zum Ausdruck bringen, erklärten auch Senatoren aus Trumps eigener Partei. Mittels seines Vetorechts kann sich der US-Präsident allerdings über den Beschluss hinwegsetzen.
    Finalisten im Kampf um May-Nachfolge stehen fest
    Im Rennen um die Nachfolge der britischen Premierministerin Theresa May tritt Außenminister Jeremy Hunt gegen den haushohen Favoriten Boris Johnson an. Hunt erhielt bei der fünften und letzten Abstimmungsrunde in der Tory-Fraktion am Donnerstagabend 77 von 313 Stimmen. Er setzte sich damit gegen Umweltminister Michael Gove durch, der zwei Stimmen weniger bekam. Johnson lag mit 160 Stimmen erneut weit vor seinen Konkurrenten. Das letzte Wort haben nun die Mitglieder der Konservativen Partei. Sie entscheiden bis Ende Juli, wer den Parteivorsitz übernimmt und damit auch neuer Regierungschef wird.
    Etliche Verletzte bei Protesten in Georgien
    Aus Empörung über die Ansprache eines russischen Abgeordneten im georgischen Parlament haben Tausende Demonstranten versucht, das Gebäude in der Hauptstadt Tiflis zu stürmen. Einsatzkräfte der Polizei drängten die Demonstranten zurück und setzten dabei Tränengas und Gummigeschosse ein. Laut Agenturberichten wurden mehr als 50 Menschen verletzt. Georgiens Opposition befürchtet, dass Russland an Einfluss in der Ex-Sowjetrepublik gewinnen könnte. Das Verhältnis zum großen Nachbarland gilt als zerrüttet.
    Nigeria wartet auf deutsche Fußball-Frauen
    Die deutsche Frauen-Nationalelf trifft im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft auf Nigeria. Die Entscheidung über den Gegner in der ersten K.-o.-Runde fiel erst am späten Donnerstagabend nach Abschluss der Vorrunde. "Wir wissen, dass da ein Brocken auf uns zukommt", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wörtlich. Gastgeber Frankreich muss in der Runde der letzten 16 gegen Mitfavorit Brasilien antreten.
    9 min
  • 20.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Iran schießt nach eigenen Angaben US-Drohne ab
    Der Iran hat nach eigenen Angaben eine US-Drohne über seinem Gebiet abgeschossen. Eine "amerikanische Spionage-Drohne" sei getroffen worden, als sie in der südlichen Provinz Hormosgan in den iranischen Luftraum eingedrungen sei, teilten die Revolutionsgarden mit. Dabei soll es sich der iranischen Nachrichtenagentur Irna zufolge um eine Drohne vom Typ RQ-4 Global Hawk handeln. Ein Sprecher des US-Militärs erklärte, dass kein amerikanisches Fluggerät über dem Iran im Einsatz gewesen sei. Die Spannungen zwischen Washington und Teheran haben sich in den vergangenen Wochen drastisch verschärft.
    Mexiko billigt NAFTA-Nachfolgeabkommen
    Inmitten von Spannungen mit Washington hat Mexiko als erster Vertragspartner das neue Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada ratifiziert. Der Senat des lateinamerikanischen Landes billigte das Abkommen in einer Sondersitzung mit 114 zu vier Stimmen. Das USMCA genannte Abkommen ist eine der weltweit größten Vereinbarungen dieser Art. Es betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Gesamtwirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar ab.
    Riad bezeichnet Khashoggi-Bericht als unglaubwürdig
    Saudi-Arabien hat einen UN-Bericht über die mögliche Verstrickung von Kronprinz Mohammed bin Salman in den Mord an dem regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi zurückgewiesen. Darin seien klare Widersprüche und haltlose Anschuldigungen enthalten, hieß es aus Riad. UN-Sonderberichterstatterin Agnès Callamard hatte zuvor erklärt, gegen Mohammed bin Salman sollte wegen Khashoggis Ermordung im saudischen Konsulat in Istanbul ermittelt werden. Es gebe glaubwürdige Hinweise auf eine persönliche Verantwortung des Kronprinzen.
    Weg frei für mehr Kohlestrom in den USA
    Die US-Umweltbehörde EPA hat ein Regelwerk für Kohlekraftwerke aus der Regierungszeit von Barack Obama zurückgenommen. Der von US-Präsident Donald Trump eingesetzte EPA-Direktor Andrew Wheeler präsentierte neue Vorgaben, die wesentlich lockerer sind. So wird darin auf landesweit einheitliche Vorschriften für den Ausstoß von Kohlendioxid verzichtet. Alte Kohlekraftwerke könnten damit länger am Netz bleiben als dies nach dem Obama-Plan möglich gewesen wäre.
    Chinas Präsident Xi Jinping besucht erstmals Nordkorea
    Erstmals seit 14 Jahren besucht ein chinesischer Präsident wieder Nordkorea. Präsident Xi Jinping traf zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Pjöngjang ein. Der Besuch weckt in der Region auch die Hoffnung, Xi könnte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zur Wiederaufnahme der derzeit festgefahrenen Verhandlungen mit den USA über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm überreden. Es ist die erste Reise Xis in das abgeschottete Nachbarland, nachdem Kim bereits viermal China besucht hatte. Beide Länder feiern in diesem Jahr den 70. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen.
    Johnson hängt seine Konkurrenten ab
    In Großbritannien hat Ex-Außenminister Boris Johnson seinen Vorsprung im Rennen um das Amt des konservativen Parteichefs und künftigen Premierministers weiter ausgebaut. In der dritten Auswahlrunde erhielt Johnson 143 der 313 Stimmen aus der Tory-Fraktion. Ebenfalls eine Runde weiter sind Außenminister Jeremy Hunt, Umweltminister Michael Gove und Innenminister Sajid Javid. Entwicklungshilfeminister Rory Stewart, der sich als einziger Kandidat vehement gegen einen Brexit ohne Abkommen ausgesprochen hatte, schied hingegen aus.
    6 min
  • 19.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump eröffnet offiziell Wahlkampf
    US-Präsident Donald Trump hat offiziell seinen Wahlkampf für eine zweite Amtszeit eingeläutet. Seine Rede vor rund 20.000 Anhängern in Orlando im Bundesstaat Florida begann er mit einem Angriff auf die Medien. Trump will sich 2020 erneut ins Weiße Haus wählen lassen. Die Vorwahlen zur Bestimmung der Kandidaten beginnen im Februar. An der erneuten Nominierung Trumps durch die Republikaner gibt es keinen Zweifel. Bei den Demokraten gibt es derzeit 23 Präsidentschaftsbewerber. Bei ihnen liegt laut Umfragen Ex-Vizepräsident Joe Biden vorn.
    UNHCR: Erstmals mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht
    Die Zahl der Flüchtlinge ist einem UN-Bericht zufolge im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Zum Jahresende 2018 habe es weltweit 70,8 Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Asylbewerber gegeben, erklärte UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi. Das seien 2,3 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Es ist zugleich die höchste Zahl von Flüchtlingen, die das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) seit seiner Gründung im Jahr 1950 gezählt hat. Wie aus dem jährlichen Weltflüchtlingsbericht hervorgeht, sind mehr als 58 Prozent der Vertriebenen innerhalb des eigenen Landes geflohen.
    Johnson stellt sich Konkurrenten im TV
    Boris Johnson pocht als Kandidat für das Amt des britischen Premierministers auf einen Brexit bis Ende Oktober. Bei einer TV-Debatte mit den anderen Bewerbern sagte Johnson, andernfalls drohe der Politik ein "katastrophaler Vertrauensverlust". Auf die Frage der Moderatorin, wer den EU-Austritt bis dahin "garantieren" könne, hoben jedoch weder der Ex-Außenminister noch seine vier Rivalen die Hand. Johnson ist klarer Favorit auf die Nachfolge von Theresa May. Die zweite Runde zur Wahl des Vorsitzenden der konservativen Partei hatte er zuvor mit 126 von 313 Stimmen klar für sich entschieden.
    Brasiliens Senat hebt Dekret zu Lockerung von Waffenrecht auf
    In Brasilien hat der Senat vorerst die Pläne des ultrarechten Präsidenten Jair Bolsonaro für eine weitere Lockerung des Waffenrechts gestoppt. Die Senatoren votierten mit einer Mehrheit von 47 zu 28 Stimmen dafür, ein entsprechendes Dekret außer Kraft zu setzen. Nun werden sich die Abgeordneten des Unterhauses mit dem umstrittenen Text befassen. Bolsonaro hatte das Dekret im Mai unterzeichnet. Es erlaubt zahlreichen Menschen das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit. Waffenbesitzer sollten außerdem jährlich statt 50 bis zu 5000 Schuss Munition kaufen dürfen.
    Viele Tote bei Dorfüberfällen in Mali
    Bei Überfällen auf zwei Dörfer in Mali sind mindestens 41 Menschen getötet und viele verletzt worden. Angreifer auf Motorrädern hätten Yoro attackiert, sagte der Bürgermeister des Ortes im Zentrum des Landes. Etwa 100 Männer hätten Schüsse auf die Bewohner abgegeben. Dann seien sie in ein Nachbardorf gefahren. Die meisten Opfer gehören zur Volksgruppe der Dogon. In der Region gibt es immer wieder blutige Zusammenstöße zwischen den Ackerbau treibenden Dogon und den Fulbe, die ihren Unterhalt als Viehhirten bestreiten. Eine Ursache ist der Kampf um Weide- und Ackerflächen.
    Ex-UEFA-Präsident Platini ist wieder frei
    Die französische Polizei hat den früheren UEFA-Präsidenten Michel Platini aus dem Gewahrsam entlassen. Der 63-Jährige sei nach einer Vernehmung auf freien Fuß gesetzt worden, sagte sein Anwalt vor Journalisten. Ermittelt wird laut französischen Medien wegen möglicher Bestechung bei der Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar. Platini wies alle Anschuldigungen über einen Berater zurück. Er habe sich "nichts vorzuwerfen". Der einstige Mittelfeldspieler hatte Katars Bewerbung öffentlich unterstützt. Das Emirat hatte sich als Außenseiter überraschend gegen die USA durchgesetzt.
    7 min
  • 18.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA schicken 1000 weitere Soldaten in den Nahen Osten
    Im eskalierenden Konflikt mit dem Iran verstärken die USA ihre Truppen in der Region um weitere 1000 Soldaten. US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan erklärte, sie würden zu "Verteidigungszwecken" in die Golfregion entsandt. Zuvor hatte das Pentagon neue Fotos veröffentlicht, die eine angebliche Täterschaft des Iran bei der Beschädigung zweier Öltanker am vergangenen Donnerstag im Golf von Oman beweisen sollen. Die Beziehungen beider Länder und die Sicherheitslage in der Region verschlechterten sich dramatisch, seit die USA vor einem Jahr ein Atomabkommen mit dem Iran gekündigt hatten.
    Trump kündigt Ausweisung von Eingewanderten an
    US-Präsident Donald Trump hat die Ausweisung von Millionen ohne Aufenthaltsgenehmigung im Land lebender Einwanderer angekündigt. Die Polizei- und Zollbehörde ICE werde schon in der nächsten Woche damit beginnen, schrieb Trump auf Twitter. "Sie werden ebenso schnell entfernt, wie sie reinkommen", schrieb Trump. In den Vereinigten Staaten leben schätzungsweise elf Millionen Menschen ohne Aufenthaltspapiere, die meisten von ihnen kommen aus Lateinamerika. Aus Ländern wie Honduras, Guatemala und El Salvador fliehen Tausende vor der grassierenden Bandengewalt. Unter Trump gehen die Behörden verstärkt gegen sie vor.
    Mehrere Tote bei Erdbeben in China
    Bei einem schweren Erdbeben im Südwesten Chinas sind mindestens 11 Menschen ums Leben gekommen. Laut Staatsmedien wurden mindestens 120 weitere verletzt. Das Beben mit der Stärke von 6,0 auf der Richterskala ereignete sich in der Provinz Sichuan, das Epizentrum lag nahe der Stadt Yibin. Mehrere Gebäude stürzten ein, darunter ein Hotel. Das chinesische Katastrophenschutzministerium schickte 5000 Zelte, 10.000 Feldbetten und 20.000 Decken in die Region. Sichuan am Rande des Himalaya wird immer wieder von schweren Beben heimgesucht. Bei einem Erdbeben 2008 starben rund 90.000 Menschen.
    Neuer ukrainischer Präsident besucht erstmals Berlin
    Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt an diesem Dienstag den neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Bundeskanzleramt. Geplant sind Gespräche über die Beziehungen beider Länder und das Minsker Abkommen zum Ostukraine-Konflikt. Anschließend wird Selenskyj von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen. Am Montag hatte er seinen Antrittsbesuch beim französischen Präsidenten Emmanuel Macron geleistet. Dieser hatte während des Besuchs eine Wiederbelebung des Minsk-Formats verlangt, in dem Deutschland und Frankreich als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine agiert hatten.
    Brasilianischer Großkonzern Odebrecht beantragt Insolvenz
    Der im Zentrum des größten Korruptionsskandals Lateinamerikas stehende Odebrecht-Konzern hat nach eigenen Angaben Insolvenz beantragt. Betroffen ist demnach der Mutterkonzern sowie einige Tochterfirmen, nicht jedoch die Petrochemie-Sparte Braskem. Der Baukonzern hat vor dreieinhalb Jahren bereits Strafzahlungen in Milliardenhöhe zugestimmt. Die US-Justiz schätzte die Gesamtsumme der Schmiergelder auf 785 Millionen Dollar, rund 700 Millionen Euro. In verschiedenen lateinamerikanischen Ländern wird gegen Hunderte Politiker, Unternehmer und Beamte bis hin zu früheren Präsidenten ermittelt.
    Weltbevölkerung wächst bis 2100 weniger stark
    Die Vereinten Nationen rechnen laut ihrem neuesten Weltbevölkerungsbericht damit, dass zum Ende des Jahrhunderts 10,9 Milliarden Menschen auf der Erde leben werden. Das wären rund 300 Millionen weniger als in einer früheren Schätzung. Das schwächere Wachstum begründen die UN mit sinkenden Geburtenraten in immer mehr Ländern. Bis 2050 soll die Weltbevölkerung demnach auf 9,7 Milliarden Menschen anwachsen, vor allem in Afrika, wo sich die Bevölkerung bis dahin auf über zwei Milliarden verdoppeln soll. Ebenso prognostizieren die UN weltweit eine höhere Lebenserwartung und ein höheres Durchschnittsalter.
    Schüsse überschatten Raptors-Parade in Toronto
    Die Feierlichkeiten der Toronto Raptors nach ihrem ersten Meistertitel in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA sind von einem Zwischenfall überschattet worden. Wie die Polizei in Kanadas größter Stadt mitteilte, hat es hinter der Bühne am Nathan Phillips Square eine Schießerei gegeben. Vier Personen erlitten dabei ernste, aber nicht lebensbedrohliche, Verletzungen. Es habe drei Festnahmen gegeben. Zuvor hatten rund 1,5 Millionen Fans das Meisterteam um MVP Kawhi Leonard bejubelt. Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau gratulierte. Die Raptors sind das erste kanadische Team, das die NBA gewonnen hat.
    10 min
  • 17.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Demokratie-Aktivist Joshua Wong in Hongkong freigelassen
    In Hongkong ist der Demokratie-Aktivist Joshua Wong aus der Haft entlassen worden. Der Anführer der "Regenschirm"-Bewegung war wegen seiner Rolle bei den Protesten 2014 zu zwei Monaten Haft verurteilt worden. Wegen guter Führung kam er bereits nach einem Monat auf freien Fuß. Der 22-Jährige forderte nach seiner Freilassung einen Rücktritt der Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam, die durch die Proteste gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz unter Druck geraten ist. Am Sonntag hatten mehr als eine Million Menschen gegen das Gesetz demonstriert, das Auslieferungen nach China ermöglichen soll.
    SIPRI: "Atomwaffen werden wichtiger"
    Die Atommächte des Planeten investieren wieder mehr in ihre nuklearen Waffenarsenale. Zwar ging die Zahl der Atomsprengköpfe im vergangenen Jahr weltweit um vier Prozent zurück, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI berichtet. Dafür verstärkten die Staaten aber ihre Anstrengungen, um die Arsenale zu modernisieren. Unter der US-Regierung von Präsident Donald Trump sei dies Teil einer umfassenden Strategie. Auch in Russland gebe es einen ähnlichen Trend, teilte SIPRI mit. Washington und Moskau verfügen demnach zusammengerechnet über 90 Prozent aller Atomsprengköpfe auf der Welt.
    AfD unterliegt bei OB-Wahl in Görlitz
    Der CDU-Politiker Octavian Ursu wird neuer Oberbürgermeister im sächsischen Görlitz. In der Stichwahl am Sonntag setzte er sich gegen den AfD-Kandidaten Sebastian Wippel mit rund 55 Prozent durch. Bei einem Sieg Wippels hätte die AfD erstmals den Oberbürgermeister einer deutschen Stadt gestellt. Der Polizeikommissar Wippel, ein gebürtiger Görlitzer, hatte beim ersten Wahlgang Ende Mai gut 36 Prozent der Stimmen geholt. Der Musiker Ursu, der in Bukarest geboren wurde und 1990 nach Deutschland übersiedelte, kam damals auf rund 30 Prozent.
    Argentinien und Uruguay haben wieder Strom
    Nach dem massiven Stromausfall in Argentinien und Uruguay ist die Energieversorgung wieder hergestellt. Dies teilte der Energieversorger Edesur mit. Am Sonntagmorgen war in ganz Argentinien und Uruguay der Strom ausgefallen, auch Teile Paraguays waren betroffen. Der Blackout dauerte bis zum Abend an, die Ursache ist noch unklar. Der argentinische Präsident Mauricio Macri bezeichnete den Ausfall als beispiellos. Er werde gründlich untersucht werden.
    TV-Duell vor Bürgermeisterwahl in Istanbul
    Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Istanbul am kommenden Sonntag haben sich ein dreistündiges TV-Duell geliefert. Wichtigstes Thema war die Annullierung der voraufgegangenen Abstimmung im März durch die Wahlkommission. Der Bewerber der türkischen Regierungspartei AKP, Binali Yildirim, der damals unterlegen war, erneuerte den Vorwurf, die Wahl sei "gestohlen" worden. Sein Konkurrent Ekrem Imamoglu von der größten Oppositionspartei CHP bezeichnete dagegen die Annullierung als Rechtsbruch. Vor der Wahlwiederholung liegt Imamoglu laut Umfragen wieder in Führung.
    Sozialdemokratin Torres führt bei Präsidentenwahl in Guatemala
    Die Präsidentenwahl in Guatemala wird wohl erst in einer zweiten Abstimmungsrunde entschieden. Die sozialdemokratische frühere First Lady Sandra Torres führte nach Auszählung von rund einem Viertel der Stimmen zwar deutlich mit gut 24 Prozent vor den übrigen Kandidaten, lag damit aber weit entfernt von einer absoluten Mehrheit. Erreicht keiner der Kandidaten diese Marke, folgt eine Stichwahl am 11. August. Hinter Torres lagen der konservative Bewerber Alejandro Giammattei mit gut 15 und der ehemalige UN-Funktionär Edmond Mulet mit knapp 13 Prozent.
    Israel widmet Trump neue Golan-Siedlung
    Israels Regierung hat eine neue Siedlung auf den annektierten Golanhöhen nach US-Präsident Donald Trump benannt. Das Kabinett des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu versammelte sich zu einer feierlichen Sitzung auf dem Hochplateau. Die neue Siedlung soll "Ramat Trump" heißen - auf Deutsch: Trump-Höhen. Trump hatte die Golanhöhen Ende März formell als Staatsgebiet Israels anerkannt und damit eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik vollzogen. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete als von Israel besetztes Territorium Syriens.
    9 min
  • 15.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Guterres will unabhängige Untersuchung zum Tankerangriff
    UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat zu einer unabhängigen Untersuchung der mutmaßlichen Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman aufgerufen. Es müsse herausgefunden werden, wer für die Explosionen an Bord der Schiffe verantwortlich sei. Es sei Aufgabe des UN-Sicherheitsrats, solche Ermittlungen in die Wege zu leiten. Die mutmaßlichen Angriffe auf die Tanker aus Norwegen und Japan vor der Südküste des Iran hatten die Spannungen zwischen Washington und Teheran weiter angeheizt. US-Präsident Donald Trump macht den Iran für die Attacken verantwortlich. Teheran weist die Vorwürfe zurück.
    Hongkong legt Auslieferungsgesetz auf Eis
    Angesichts massiver Proteste hat sich Hongkongs Regierung offenbar dafür entschieden, das umstrittene Auslieferungsgesetz vorerst nicht zu erlassen. Mehrere Medien berichteten, die nächste Lesung des Gesetzentwurfs im Parlament solle verschoben werden. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam steht nach den Massenprotesten gegen die neuen Auslieferungsregeln auch in den eigenen Reihen massiv unter Druck. Kritiker fürchten, dass bei einer Verabschiedung des Gesetzes Hongkonger Bürger und Ausländer vor chinesische Gerichte gezerrt werden könnten - auch aus politischen Gründen.
    Verdächtiger nach Terror von Sri Lanka gefasst
    Nach den Anschlägen von Sri Lanka, bei denen mehr als 250 Menschen getötet wurden, sitzt ein Hauptverdächtiger in Gewahrsam. Der 29-jährige Einwohner des Inselstaates sei im Nahen Osten festgenommen und mit weiteren Verdächtigen nach Sri Lanka ausgeliefert worden, teilte die Polizeiorganisation Interpol mit. In welchem Land die Festnahme erfolgte, ist nicht bekannt. Im April hatten mehrere Selbstmordattentäter Kirchen und Hotels in Sri Lanka angegriffen. Die Regierung machte einheimische Islamisten verantwortlich. Die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Taten für sich.
    "Südländer" fordern faire Verteilung von Flüchtlingen
    Die Länder im Süden Europas haben zu einer gerechteren Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU aufgerufen. Es müsse eine effektive Umsetzung des Prinzips der Solidarität und der fairen Lastenteilung unter den Mitgliedstaaten sichergestellt werden, erklärten die Staats- und Regierungschefs aus Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Zypern und Malta nach ihrem Treffen in Maltas Hauptstadt Valletta. Sie verlangten in ihrer Abschlusserklärung auch weitere Maßnahmen im Kampf gegen Schlepper.
    Türkei hebt Ausreiseverbot für Adil Demirci auf
    Der wegen Terrorvorwürfen in der Türkei angeklagte Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci darf nach rund 14 Monaten Untersuchungshaft und Ausreisesperre die Türkei verlassen. Das bestätigte sein Anwalt der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings muss Demirci eine Kaution von rund 3000 Euro hinterlegen. Demirci hatte zuvor eine Aufhebung der Ausreisesperre beantragt, nachdem seine Mutter in Deutschland verstorben war. Der Kölner, der die deutsche und die türkische Staatsangehörigkeit besitzt, war im April 2018 während eines Urlaubs in Istanbul festgenommen worden.
    Machtwechesl in Moldau vollzogen
    Im Machtkampf in der Ex-Sowjetrepublik Moldau hat sich die neue Koalition aus proeuropäischen und moskaufreundlichen Kräften durchgesetzt. Wie Medien in der Hauptstadt Chisinau berichteten, will die Partei des einflussreichen und umstrittenen Oligarchen Vladimir Plahotniuc in die Opposition gehen. In Moldau gab es fast eine Woche lang faktisch zwei Regierungen, da Plahotniuc die neue Koalition nicht anerkannte und selber regieren wollte. Die EU, die USA und Russland hatten sich frühzeitig für das Bündnis ausgesprochen und damit den Druck auf Plahotniuc erhöht.
    7 min
  • 14.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA machen Iran für mutmaßliche Tanker-Angriffe verantwortlich
    Mutmaßliche Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman haben die Ängste vor einer militärischen Eskalation in der Region weltweit verstärkt. Die USA wiesen dem Iran die Verantwortung für die Vorfälle zu. Außenminister Mike Pompeo verwies auf Geheimdiensterkenntnisse, die eingesetzten Waffen und den "Grad an Expertise" bei den Attacken. Teheran bestritt jegliche Urheberschaft. Der UN-Sicherheitsrat wurde zu einer Sondersitzung einberufen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte, die Welt könne sich eine größere Konfrontation in der Golfregion nicht leisten.
    Saudi-Arabien fängt Drohnen der Huthi-Rebellen ab
    Die saudischen Streitkräfte haben nach Militärangaben fünf Drohnen abgefangen, die Huthi-Rebellen aus dem benachbarten Jemen abgefeuert hatten. Die unbemannten Drohnen seien auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Abha und zur nahegelegenen Stadt Chamis Muschait zerstört worden, teilte ein Sprecher mit. Erst am Mittwoch waren bei einem ähnlichen Angriff der Huthis auf den Airport 26 Zivilisten verletzt worden. Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die im Jemen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen kämpft, die vom Iran unterstützt werden.
    US-Konzerne fordern Ende des Handelskriegs gegen China
    Im Handelskrieg mit Peking bekommt US-Präsident Donald Trump Druck von hunderten Unternehmen und Verbänden aus der Mitte des Landes - also der Region, in der er die Wahl im Jahr 2016 für sich entschieden hatte. Mehr als 500 Firmen und 140 Vereinigungen schickten einen Brief an Trump. Darin fordern sie ein Ende der Spirale von immer neuen Zöllen und die Wiederaufnahme von Gesprächen mit China. Zusätzliche Zölle hätten signifikante negative und langfristige Folgen für die gesamte US-Wirtschaft, heißt es in dem Schreiben.
    Trump-Sprecherin Sanders verlässt das Weiße Haus
    Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, scheidet aus dem Amt aus. Das teilte US-Präsident Donald Trump mit. Er dankte der 36-Jährigen für ihre gute Arbeit und drückte die Hoffnung aus, sie werde nach der Rückkehr in ihren Heimatstaat Arkansas für den Gouverneursposten kandidieren. Sanders' letzte Pressekonferenz war vor 94 Tagen. Für ihre Arbeit im Weißen Haus erfuhr sie viel Kritik. Sanders ist die Tochter des Republikaners Mike Huckabee, der selber einst Gouverneur in Arkansas war.
    Finanzminister einigen sich auf Eurozonen-Budget
    Die europäischen Finanzminister haben sich auf Kernpunkte für einen künftigen Haushalt der Eurozone und die Stärkung des Euro-Rettungsfonds ESM verständigt. Frankreichs Ressortchef Bruno Le Maire sprach von einem "Durchbruch", obwohl noch wichtige Fragen ungeklärt sind. So ist offen, wie das geplante Budget finanziert werden soll. Die genaue Summe ist ebenfalls unklar. Der Euro-Haushalt geht auf einen Vorstoß des französischen Präsidenten Emmanuel Macron aus dem Jahr 2017 zurück.
    Sudans Ex-Machthaber Baschir der Korruption beschuldigt
    Zwei Monate nach seinem Sturz ist der langjährige sudanesische Machthaber Omar al-Baschir der Korruption beschuldigt worden. Die amtliche Nachrichtenagentur Suna meldete unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, ihm werde der Besitz ausländischer Gelder, die Anhäufung illegalen Vermögens und die Anordnung des Ausnahmezustands vorgeworfen. In dem Anwesen Baschirs stellten Ermittler Bargeld im Wert von mehr als 100 Millionen Euro in drei Währungen sicher. Der drei Jahrzehnte autoritär herrschende Präsident war am 11. April nach monatelangen Massenprotesten von der Armee gestürzt worden.
    Frauen-WM: Deutschland nach Sieg Chinas vorzeitig im Achtelfinale
    Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat vorzeitig das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich erreicht. Durch den 1-zu-0-Erfolg der Chinesinnen gegen Südafrika ist die DFB-Auswahl in Gruppe B nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen. Im letzten Vorrundenspiel gegen Südafrika benötigt das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am Montag lediglich einen Zähler zum Gruppensieg. Mitfavorit Brasilien kassierte dagegen einen Dämpfer. Das Team verlor trotz eines 2-zu-0-Vorsprungs nach einer schwachen zweiten Halbzeit gegen Australien mit 2 zu 3.
    9 min
  • 13.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump will weitere Soldaten nach Polen schicken
    US-Präsident Donald Trump erwägt, 2000 zusätzliche Soldaten nach Polen zu entsenden. Die Soldaten könnten aus Deutschland oder von anderen Orten nach Polen verlegt werden, sagte Trump nach einem Treffen mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda in Washington. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Polen wolle auf eigene Kosten eine Basis für rund 1000 amerikanische Soldaten errichten. Laut Duda sind derzeit rund 4500 US-Soldaten in Polen stationiert. Nach der Annexion der ukrainischen Krim durch Russland wirbt Polen verstärkt für die Einrichtung einer ständigen US-Militärbasis.
    Türkei kauft russisches Raketensystem S-400 - Lieferung im Juli
    Ungeachtet amerikanischer Warnungen hat die Türkei das russische Raketenabwehrsystem S-400 gekauft. Die Raketen sollten im Juli geliefert werden, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan in Ankara. Die USA hatten wegen des Rüstungsgeschäfts die Ausbildung türkischer Piloten am Kampfjet F-35 gestoppt. Zuvor war bereits die Lieferung von Ausrüstung für die F-35 ausgesetzt worden. Die USA befürchten, Moskau könnte über das S-400-System Informationen zu NATO-Jets gewinnen. Erdogan sagte, er wolle im Gespräch mit US-Präsident Donald Trump die drohenden US-Sanktionen noch abwenden.
    Russischer Oppositionsführer Nawalny wieder freigelassen
    Nach seiner Festnahme bei einem Protestmarsch in Moskau haben die Behörden den russischen Oppositionsführer Alexej Nawalny wieder auf freien Fuß gesetzt. Bei der nicht genehmigten Demonstration waren neben Nawalny mehr als 400 Menschen festgenommen worden, darunter mehrere Journalisten. Polizisten schlugen auf Demonstranten ein. Der Marsch war ursprünglich als Solidaritätsaktion für den regierungskritischen Journalisten Iwan Golunow geplant. Er war wegen angeblichen Drogenhandels inhaftiert und unter Hausarrest gestellt worden, ehe das Verfahren überraschend eingestellt wurde und er frei kam.
    Israel greift nach Raketenbeschuss Ziel im Gazastreifen an
    Israelische Kampfflugzeuge haben nach Angaben der Armee eine "unterirdische Terroreinrichtung" der radikal-islamischen Hamas im südlichen Gazastreifen angegriffen. Zuvor sei eine Rakete aus dem Küstengebiet nach Israel abgefeuert worden, teilte die Armee mit. Die Rakete sei von der Raketenabwehr abgefangen worden. Anfang Mai war es zum schlimmsten Gewaltausbruch vom Gazastreifen aus seit fünf Jahren gekommen. Militante Palästinenser hatten rund 700 Raketen auf Israel abgefeuert, Israels Armee griff daraufhin Ziele im Gazastreifen an. Vier Israelis und 25 Palästinenser wurden getötet.
    UNHCR fordert Dringlichkeitssitzung zu Mittelamerika-Flüchtlingen
    Wegen der steigenden Zahl der Flüchtlinge aus Mittelamerika hat das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) eine regionale Dringlichkeitssitzung gefordert. Seit Jahresbeginn seien fast 600.000 Asylbewerber aus den Ländern Mittelamerikas über Mexiko an die Südgrenze der USA gelangt, teilte das UNHCR mit. Mexiko habe seinerseits einen Anstieg der Asylanträge um 196 Prozent gemeldet. Die Situation könne kein Land alleine bewältigen, heißt es in der Mitteilung. Seit Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump sorgt die Fluchtbewegung in Richtung USA für Streit zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko.
    Ehe für alle in Ecuador
    In einer historischen Entscheidung hat Ecuadors Verfassungsgericht die Homo-Ehe gebilligt. Mit einer Mehrheit von fünf der neun Richter erklärte das Gericht eine Eheschließung zwischen zwei Menschen des gleichen Geschlechts für rechtmäßig. Das Verfassungsgericht gab damit den Klagen von zwei schwulen Paaren statt. Es begründete seinen Beschluss mit der Gleichberechtigung aller Menschen und dem Diskriminierungsverbot. Bei LGBTI-Aktivisten löste das Urteil Jubel aus.
    9 min

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