Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 31.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump verhängt Strafzölle gegen Mexiko wegen Einwanderern
    US-Präsident Donald Trump hat Strafzölle gegen Mexiko angekündigt. Damit will er das Nachbarland zu einem härteren Durchgreifen gegen Einwanderer bewegen, die in den USA Asyl beantragen wollen. Ab dem 10. Juni sollen Zölle in Höhe von fünf Prozent des Warenwerts auf alle mexikanischen Importe aufgeschlagen werden. Trump schrieb bei Twitter, die Zölle sollten in Zukunft sogar noch weiter erhöht werden. Stunden zuvor hatte Vizepräsident Pence angekündigt, der US-Kongress solle in diesem Sommer ein Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada ratifizieren.
    Merkel grenzt sich bei Harvard-Rede scharf von Trump ab
    In einer Rede an der US-Eliteuniversität Harvard hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für internationale Zusammenarbeit und Respekt geworben - und sich von US-Präsident Donald Trump abgegrenzt. Veränderungen zum Guten seien nur gemeinsam und nicht in Alleingängen möglich, sagte Merkel. Die Kanzlerin rief dazu auf, Mauern in den Köpfen einzureißen, Demokratie und Freiheit zu verteidigen und sorgsam mit der Wahrheit umzugehen. Auch wenn sie Trump kein einziges Mal erwähnte, wirkte ihre Rede wie eine Abrechnung mit seiner Politik. Der promovierten Physikerin wurde die Ehrendoktorwürde verliehen.
    Golfstaaten beraten über Deeskalation der Krise mit Iran
    In Saudi-Arabien hat ein Krisengipfel zu den Spannungen zwischen den Golfstaaten und Iran begonnen. Der saudische König Salman stimmte seine Bündnispartner auf entschiedene Aktionen ein, um eine Eskalation von Seiten des Iran zu stoppen. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate erklärten, einen Krieg vermeiden zu wollen. Die Lage in der Region ist nach mehreren Zwischenfällen sehr angespannt. Der Iran wies in diesem Zusammenhang alle Anschuldigungen zurück. Zur Eskalation trägt auch der Streit zwischen Teheran und den USA über das von Washington aufgekündigte Atomabkommen bei.
    Kapitän nach tödlichem Schiffsunfall auf der Donau festgenommen
    Nach der Kollision zweier Schiffe auf der Donau in Budapest ist der Kapitän des beteiligten Kreuzfahrtschiffs festgenommen worden. Die ungarische Polizei erklärte, gegen den Ukrainer gebe es "begründete Verdachtsmomente", ohne diese näher zu erläutern. Am Mittwochabend war sein Schiff mit einem wesentlich kleineren Ausflugsboot zusammengestoßen und hatte dieses zum Kentern gebracht. Bislang wurden sieben Tote geborgen, 21 Menschen werden noch vermisst. Starke Strömung und schlechte Sichtverhältnisse erschweren den Bergungseinsatz. An Bord waren hauptsächlich Touristen aus Südkorea.
    Zeitung: Nordkoreanischer Sondergesandter für die USA hingerichtet
    Nach dem Gipfel von Hanoi hat Nordkorea einem südkoreanischen Zeitungsbericht zufolge seinen Sondergesandten für die USA hingerichtet. Kim Hyok Chol sei nach seiner Rückkehr im März erschossen worden, berichtete die Tageszeitung "Chosun Ilbo" unter Berufung auf nicht genannte Quellen. Kim Hyok Chol hatte zusammen mit dem US-Gesandten Stephen Biegun das dann erfolglose Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vorbereitet. Vier weitere Mitarbeiter Kims seien ebenfalls hingerichtet und eine Übersetzerin in ein Straflager geschickt worden, hieß es weiter.
    Kongolesischer Oppositionspolitiker Tshisekedi findet letzte Ruhe
    Mehr als zwei Jahre nach seinem Tod soll der Leichnam des Oppositionspolitikers Étienne Tshisekedi im Kongo beigesetzt werden. Tshisekedi war im Februar 2017 im Alter von 84 Jahren in Belgien gestorben. Aus Angst vor politischen Unruhen hatte die damalige Regierung jedoch eine Überführung des Leichnams untersagt. Tshisekedi war ein mächtiger Kritiker von Langzeitpräsident Joseph Kabila. Nach einer umstrittenen Wahl im Dezember hatte Kabila die Macht an Tshisekedis Sohn Felix abgegeben. Dieser hatte die Überführung seines Vaters angeordnet.
    7 min
  • 30.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Israel steht vor Neuwahlen im September
    Israel steuert auf Neuwahlen im September zu. Es wären die zweiten binnen fünf Monaten. Das Parlament stimmte für seine Auflösung, weil Regierungschef Benjamin Netanjahu es nicht geschafft hat, innerhalb von rund sechs Wochen eine neue Regierung zu bilden. Israel hatte am 9. April vorzeitig sein Parlament gewählt. Dabei hatte sich ein Patt zwischen Netanjahus Partei Likud und der Liste Blau-Weiß des Ex-Generals Benny Gantz ergeben.
    Türkei lässt inhaftierten NASA-Wissenschaftler frei
    Die türkischen Behörden haben den US-Türken Serkan Gölge auf freien Fuß gesetzt. Er sei vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden, bestätigte das Außenministerium in Washington. Der ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter der US-Raumfahrtbehörde NASA hat sowohl die türkische als auch die US-Staatsbürgerschaft. Die türkische Justiz hatte ihm vorgeworfen, der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen anzugehören, und ihn zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wirft dem in den USA lebenden Gülen vor, hinter dem Putschversuch zu stecken.
    Venezuela-Gespräche in Oslo ohne Ergebnis
    Die norwegische Vermittlung hat den Machtkampf in Venezuela nicht entschärfen können. Die Gespräche in Oslo hätten keine Einigung gebracht, heißt es aus dem Büro des Oppositionsführers Juan Guaidó. Doch das norwegische Außenministerium sieht bei beiden Seiten die Bereitschaft, auf eine ausgehandelte und verfassungsgemäße Lösung hinzuarbeiten. Guaidó hatte sich im Januar zum rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas erklärt und wird unter anderem von den USA und Europa als Übergangsstaatsoberhaupt anerkannt. Präsident Nicolás Maduro, der von Russland und China unterstützt wird, lehnt einen Rücktritt ab.
    Südafrikas Regierung besteht zur Hälfte aus Frauen
    In Kapstadt hat der wiedergewählte Präsident Cyril Ramaphosa seine Regierung vorgestellt. Jeder zweite Ministerposten in seinem Kabinett geht an eine Frau. Südafrika zählt damit zu den wenigen Ländern der Erde, in denen die Regierung geschlechterparitätisch besetzt ist. Zudem wurde die Zahl der Minister von 36 auf 28 reduziert. Damit wolle er mehr Geschlossenheit und Effizienz erreichen, sagte Ramaphosa. Einen Kabinettsposten vergab er an eine der führenden Figuren der neugegründeten Oppositionspartei GOOD: Patricia de Lille, ehemalige Bürgermeisterin von Kapstadt, wurde Bauministerin.
    Youtuber Rezo stellt Bedingungen für Gespräch mit der CDU
    Der Influencer Rezo, der in einem millionenfach geklickten Video die Parteien der großen Koalition scharf angegriffen hatte, hat sich zu einem Gespräch mit CDU/CSU und SPD bereit erklärt. Im Falle der Unionsparteien stellte er allerdings Bedingungen: Die CDU müsse zunächst ihre Haltung zur Klimapolitik erklären. Rezo hatte sein Video "Die Zerstörung der CDU" genannt und kurz vor der Europawahl gepostet. Mehr als 13 Millionen User haben es inzwischen angeklickt.
    SPD-Fraktion entscheidet über Vorsitz
    Die SPD-Fraktion im Bundestag stimmt am kommenden Dienstag über ihren Vorsitz ab. Der Fraktionsvorstand beschloss nach Agenturberichten, die eigentlich für September geplante Wahl vorzuziehen. Die derzeitige Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles, die auch Parteichefin ist, hatte den Schritt vorgeschlagen, nachdem sie wegen des schlechten Abschneidens der SPD bei der Europawahl zunehmend unter Druck geraten war. Zugleich hatte sie ihre Kritiker zur Kandidatur aufgefordert. Bisher ist allerdings kein anderer Bewerber bekannt. Der ehemalige SPD-Chef Martin Schulz will nicht antreten.
    Sieben Tote bei Schiffsunglück in Budapest
    Bei einem Schiffsunglück auf der Donau sind in der ungarischen Hauptstadt mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Viele der 33 Passagiere des Ausflugsschiffes wurden am späten Abend noch vermisst. Offenbar war die "Hableany" (Nixe) mit einem anderen Schiff zusammengestoßen und gekentert. Die Passagiere stammten aus Südkorea.
    7 min
  • 29.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Kommissionspräsident soll bis Ende Juni gefunden werden
    Die EU will nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel möglichst bis Ende Juni einen Nachfolger für Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker finden. Nach dem EU-Sondergipfel in Brüssel teilte Merkel weiter mit, EU-Ratspräsident Donald Tusk werde Vermittlungsgespräche mit dem Europäischen Parlament sowie mit den Staats- und Regierungschefs führen. Zu Beginn des Gipfels hatte die Kanzlerin noch einmal für den CSU-Politiker Manfred Weber, Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei, geworben. Doch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und andere EU-Staats- und Regierungschefs lehnen ihn ab.
    Deutschland für ausländische Fachkräfte nur mäßig attraktiv
    Für hoch qualifizierte Arbeitnehmer aus dem Ausland ist Deutschland nicht die erste Adresse. Das zeigt eine neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die an diesem Mittwoch in Berlin vorgestellt wird. Die Autoren stellen fest, dass Deutschland in der Rangfolge der attraktivsten Standorte für Fachkräfte mit Master-Abschluss oder Doktortitel nur den zwölften Platz belegt. Auf dem ersten Platz sehen die Forscher Australien, gefolgt von Schweden und der Schweiz. Die USA landen auf Platz sieben.
    Zehntausende unterzeichnen Petition gegen AKK
    Nach den Äußerungen von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer zur "Meinungsmache" im Internet haben fast 50.000 Menschen eine Online-Petition für Meinungsfreiheit unterschrieben. Der Appell wurde von den YouTubern "Marmeladenoma" und "HerrNewstime" initiiert. "Müssen sich Videos wie die des YouTubers Rezo im Wahlkampf besonderen Regeln unterwerfen?", fragen die 87-Jährige und der 29-Jährige. "Wir sagen: Nein", heißt es weiter. Kanzlerin Angela Merkel stellte sich hinter Kramp-Karrenbauer und bezeichnete die anhaltende Diskussion als "Unsinn".
    Huawei geht gegen US-Gesetz vor
    Der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei will ein US-Gesetz, das das Unternehmen von Aufträgen ausschließt, für verfassungswidrig erklären lassen. Einen entsprechenden Antrag stellte Huawei bei einem US-Gericht in Texas. Der US-Kongress hatte das Gesetz im Sommer vergangenen Jahres verabschiedet. Es verbietet US-Behörden und ihren Vertragspartnern, Technologie von Huawei etwa beim Aufbau des Mobilfunknetzes der nächsten Generation zu verwenden. Grund ist der Verdacht, dass Huawei die Ausrüstung zu Spionagezwecken missbrauchen könnte. Das Unternehmen hat dies stets zurückgewiesen.
    Amnesty wirft Myanmar neue Verbrechen vor
    Amnesty International wirft dem Militär in Myanmar neue Kriegsverbrechen im Bundesstaat Rakhine vor. Seit Januar hätten Soldaten willkürlich Zivilisten festgenommen, gefoltert und außergerichtliche Hinrichtungen vorgenommen, teilte die Menschenrechtsorganisation in Berlin mit. Etwa 30.000 Menschen seien vertrieben worden. Amnesty kritisierte die myanmarischen Behörden, die humanitären Organisationen den Zugang zu den betroffenen Gebieten verweigerten. Auslöser des scharfen Vorgehens waren demnach Anschläge auf Polizeiposten durch die buddhistische Miliz "Arakan Army" im Januar.
    Jedes vierte Kind hat keine Kindheit
    Die Situation für Kinder in aller Welt hat sich nach einer Studie des Hilfswerks Save the Children in den vergangenen 20 Jahren deutlich verbessert. Allerdings wachsen noch immer 690 Millionen Jungen und Mädchen unter erbärmlichsten Bedingungen auf, wie die Organisation mitteilte. Sie sind von Gewalt, Mangelernährung oder Kinderarbeit betroffen. Save the Children erfasste Daten aus 176 Ländern. Am besten ist die Kindheit in Singapur geschützt. Dahinter kommen Schweden, Finnland, Norwegen und Slowenien. Deutschland liegt auf Platz sechs. Am Ende der Rangliste stehen Länder südlich der Sahara.
    Australischer "Junge mit dem Ei" spendet für Christchurch-Familien
    Der australische Teenager Will Connolly hat mehr als 60.000 Euro für die Opfer des rassistisch motivierten Terrorangriffs auf zwei Moscheen in Neuseeland gespendet. Der 17-Jährige wurde bekannt, weil er einem rechten Senator ein Ei auf den Kopf schlug. Dieser hatte den Anschlag mit muslimischer Einwanderung in Zusammenhang gebracht. In seiner Heimat nennt man Connolly den "Jungen mit dem Ei". Viele Leute spendeten Geld für seine Verteidigung, die er aber schließlich gratis bekam. So konnte er die Spenden nun weiterreichen. - Bei dem Anschlag in der Stadt Christchurch starben 51 Menschen.
    7 min
  • 28.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer fordert Internetregeln vor Wahlen
    CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Regeln für - so wörtlich - "Meinungsmache" im Internet in Wahlkampfzeiten ins Gespräch gebracht und dafür heftige Kritik kassiert. Hintergrund ihrer Äußerungen war ein Wahlaufruf einer Reihe von Youtubern vor den Europawahlen, der sich insbesondere gegen CDU und SPD richtete. In den sozialen Netzwerken wurden ihre Worte am Montag vielfach dahingehend verstanden, sie habe die Regulierung von Meinungsäußerungen im Internet vor Wahlen angeregt. Kramp-Karrenbauer wies dies zurück.
    Nahles will Wahl zu Fraktionsvorsitz auf nächste Woche vorziehen
    Nach der schweren Wahlschlappe der SPD bei der Europawahl und in Bremen stellt sich Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles ihren innerparteilichen Gegnern: Die Wahl zum Fraktionsvorsitz werde auf kommende Woche vorgezogen, um "Klarheit zu schaffen", sagte Nahles im ZDF. Sie kündigte an, wieder für den Fraktionsvorsitz zu kandidieren. Als mögliche Konkurrenten bei der Wahl werden Ex-Kanzlerkandidat Martin Schulz und der Chef der NRW-Landesgruppe, Achim Post, gehandelt.
    Antisemitismus-Beauftragter ruft zum Kippa-Tragen auf
    Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat die Bundesbürger aufgerufen, am kommenden Samstag Kippa zu tragen. Damit setze man ein Zeichen der Solidarität mit Juden und trete für die uneingeschränkte Religionsfreiheit ein, sagte Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe. An dem Tag findet in Berlin die zentrale Kundgebung zum israelfeindlichen "Al-Kuds-Tag" statt, mit dem an die Besetzung Ost-Jerusalems erinnert wird. Vor wenigen Tagen noch hatte Klein empfohlen, nicht jederzeit und nicht überall in Deutschland die traditionelle Kopfbedeckung zu tragen.
    Tote und Verletzte bei Messerattacke in Japan
    Bei einer Messerattacke in der japanischen Stadt Kawasaki hat ein Mann mindestens zwei Menschen getötet. Fast 20 Menschen, die meisten davon Schulkinder, wurden verletzt. Wie lokale Medien berichteten, starben ein zwölfjähriges Mädchen sowie ein Erwachsener an den Stichverletzungen. Der mutmaßliche Täter verletzte sich nach der Tat selbst mit einem Messer und starb später ebenfalls im Krankenhaus. Das Motiv des Mannes ist unklar.:
    Angriff auf Bildung in Afghanistan
    Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF beklagt eine zunehmende Zahl von Angriffen auf Schulen und Bildungseinrichtungen in Afghanistan. Entsprechende Vorfälle hätten sich 2018 im Vergleich zum Jahr zuvor von 68 auf 192 verdreifacht, teilte UNICEF mit. Aufgrund des Krieges gegen die Taliban und andere Terrorgruppen und der sich rapide verschlechternden Sicherheitslage seien mehr als 1000 Schulen geschlossen worden. Etwa 3,7 Millionen afghanische Kinder gehen laut UNICEF nicht zur Schule. Fast zwei Drittel von ihnen sind Mädchen.
    Ägyptens Sicherheitskräften werden Kriegsverbrechen vorgeworfen
    Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat den ägyptischen Sicherheitskräften vorgeworfen, beim Kampf gegen Islamisten auf dem Sinai Kriegsverbrechen begangen zu haben. Neben willkürlichen Verhaftungen auch von Kindern habe es Folter, Tötungen ohne Gerichtsverfahren, kollektive Bestrafungen und Zwangsräumungen gegeben. Dies geht aus einem Bericht hervor, in dem Nachforschungen aus den Jahren 2016 bis 2018 zusammengetragen wurden.
    Über 50 Tote bei Gefängnis-Unruhen in Brasilien
    Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen in vier Gefängnissen im Norden Brasiliens sind binnen zwei Tagen mindestens 55 Häftlinge getötet worden. Am Montag seien mindestens 40 Leichen entdeckt worden, teilten die Behörden im Bundesstaat Amazonas mit. In einer der Haftanstalten waren bereits am Sonntag 15 Insassen getötet worden. In den überfüllten Gefängnissen des Landes gibt es immer wieder tödliche Auseinandersetzungen, Meutereien und Ausbruchsversuche. Oft werden Haftanstalten faktisch von Drogenbanden kontrolliert.
    Israels Parlament leitet Verfahren zur Auflösung ein
    In Israel droht sieben Wochen nach der Parlamentswahl ein erneuter Urnengang. Angesichts des Patts bei den Koalitionsverhandlungen stimmten 65 von 120 Abgeordneten in erster Lesung für ein Gesetz, das die Auflösung der Knesset vorsieht. Die Frist zur Regierungsbildung läuft am Mittwochabend ab. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seinem Likud ist es bisher nicht gelungen, das von ihm angestrebte Bündnis aus rechten und religiösen Parteien zu schmieden. Ein Streitpunkt ist, ob auch streng orthodoxe Juden künftig zum Militärdienst verpflichtet werden sollen.
    8 min
  • 27.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Konservative und Sozialdemokraten ohne Mehrheit im Europaparlament
    Die Fraktionen der konservativen und der sozialdemokratischen Parteien in Europa bilden nach herben Verlusten nicht mehr die Mehrheit im Europaparlament. Gewonnen haben Liberale und Grüne sowie EU-feindliche Rechtspopulisten und Nationalisten. Ob die EU-freundlichen Parteien zusammenfinden, wird sich schon bald zeigen. Sowohl Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) von der Europäischen Volkspartei als auch der Sozialdemokrat Frans Timmermans wollen das Amt des EU-Kommissionspräsidenten. Auch die Liberale Margrethe Vestager erhebt Anspruch auf den mächtigen Spitzenposten.
    Österreichs Kanzler muss sich Misstrauensvotum stellen
    Nach dem Ende seiner Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ muss sich Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP einem Misstrauensvotum im Parlament stellen. Nach der Partei Liste Jetzt hat auch die größte Oppositionspartei, die Sozialdemokraten, einen entsprechenden Antrag beschlossen. Damit will die SPÖ nicht nur dem Kanzler, sondern der gesamten Regierung das Misstrauen aussprechen. Allerdings bräuchte sie dafür die Unterstützung der rechtspopulistischen FPÖ. Das Bündnis aus ÖVP und FPÖ war wegen eines Enthüllungsvideos zerbrochen.
    Griechen müssen bald schon wieder wählen
    Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat vorgezogene Parlamentswahlen angekündigt. Grund dafür ist das schlechte Abschneiden seiner linken Regierungspartei Syriza bei der Europawahl, die der Premier als Vertrauensabstimmung bezeichnet hatte. In Hochrechnungen liegt Syriza bei lediglich 25 Prozent, während die konservative Nea Demokratia über 33 Prozent erreichte. Statt wie ursprünglich vorgesehen im Oktober könnten die Wähler bereits Ende Juni über ein neues Parlament entscheiden.
    Belgien vor schwieriger Regierungsbildung
    In Belgien hat sich die Spaltung zwischen Flamen und Wallonen weiter verstärkt: Der flämischsprachige Landesteil rückte bei den Parlamentswahlen politisch stark nach rechts, der frankophone nach links. Die Regierungsbildung könnte wieder einmal kompliziert und langwierig werden. Weder rechts noch links der Mitte finden sich verlässliche Mehrheiten. Koalitionsverhandlungen zogen sich in Belgien schon mal über anderthalb Jahre hin - so lange wie in keinem anderen Land der Welt.
    Fiat Chrysler und Renault prüfen Fusion
    Der Autokonzern Fiat Chrysler hat Renault eine Fusion vorgeschlagen. Den Plänen zufolge würde der fusionierte Konzern je zur Hälfte den Eigentümern des US-italienischen Autobauers Fiat Chrysler und den Eigentümern des französischen Autokonzerns Renault gehören. Bei einem Zusammenschluss würde einer der größten Autokonzerne der Welt entstehen und die Marktführer Volkswagen und Toyota herausfordern. Renault ist seit langem mit den japanischen Autobauern Nissan und Mitsubishi in einer Allianz verbunden. Der Verwaltungsrat von Renault will an diesem Montag über die Offerte beraten und sich danach schriftlich äußern.
    Mindestens 30 Tote bei Schiffsunglück im Kongo
    Mindestens 30 Menschen sind bei einem Schiffsunglück in der Demokratischen Republik Kongo ums Leben gekommen. Knapp 170 Überlebende seien aus dem See Mai-Ndombe im Westen des Landes gerettet worden, berichten örtliche Medien. Eine unbekannte Zahl von Menschen werde noch vermisst. Wie es zu dem Unglück am Samstagabend kam, konnte noch nicht geklärt werden. In Afrika sorgen überladene Schiffe und veraltete Technik immer wieder für Unfälle mit vielen Todesopfern.
    Tote bei Unruhen in brasilianischem Gefängnis
    In einem Gefängnis im Nordwesten Brasiliens sind bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Häftlingen mindestens 15 Menschen getötet worden. Die Gewalt brach am Sonntag während der Besuchszeit aus. Nach Angaben der Strafvollzugsbehörden schritten die Sicherheitskräfte innerhalb weniger Minuten ein und konnten so weitere Opfer verhindern. Die Ursache der Auseinandersetzungen ist noch unklar. In der Haftanstalt in der Nähe von Manaus waren zuletzt im Januar 2017 bei einer Gefängnisrevolte 56 Menschen getötet worden. Damals hatten rivalisierende Banden fast 20 Stunden lang gegeneinander gekämpft. Brasilien hat die drittgrößte Gefangenenpopulation der Welt.
    8 min
  • 25.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Regierung umgeht Kongress bei Waffenverkäufen an Saudi-Arabien
    Die US-Regierung führt die Spannungen mit dem Iran als Begründung an, um am Kongress vorbei 22 Waffenlieferungen an Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien in Gang zu setzen. US-Außenminister Mike Pompeo teilte mit, er greife mit Blick auf die Krise mit dem Iran zu einer Ausnahmeklausel, um Exporte von rund acht Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) sofort zu ermöglichen. Üblicherweise hat der Kongress ein Mitspracherecht bei Waffenexporten und kann diese auch blockieren.
    US-Gericht stoppt Trumps Pläne zur Finanzierung von Mauerbau an der Grenze
    Ein US-Gericht hat die Pläne von Präsident Donald Trump zur Finanzierung des Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko vorerst gestoppt. Der Bundesrichter Haywood Gilliam erließ eine einstweilige Verfügung, die es der Regierung "gerichtlich untersagt", mit Geldern des Verteidigungsministeriums eine Grenzanlage in Yuma und El Paso in den Bundesstaaten Arizona und Texas zu bauen. Trump fordert seit Jahren den Bau einer Mauer. Er begründet dies mit dem Kampf gegen "illegale Einwanderung und Drogenschmuggel". Der Streit um die Gelder hatte Anfang des Jahres eine fünfwöchige Haushaltsblockade ausgelöst.
    Merkel pocht auf Weber als künftigen EU-Kommissionschef
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut für den EVP-Spitzenkandidaten bei der Europawahl, Manfred Weber, stark gemacht. Weber solle Chef der EU-Kommission werden. "Ich werde mich mit allem, was ich kann, dafür einsetzen", sagte Merkel auf der Abschlusskundgebung der konservativen Parteienfamilie EVP in München. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und mehrere liberale Regierungschefs haben sich allerdings nicht hinter Weber gestellt. Sie vertreten die Auffassung, dass nicht nur Spitzenkandidaten der großen Fraktionen für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten in Frage kommen sollten.
    Antisemitismus-Beauftragter warnt Juden vor Tragen der Kippa in Deutschland
    Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat Juden in Deutschland davor gewarnt, die Kippa aufzusetzen. Er könne Juden "nicht empfehlen, jederzeit überall in Deutschland die Kippa zu tragen", sagte Klein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Seine Meinung habe sich "im Vergleich zu früher leider geändert". Der Regierungsbeauftragte erklärte den jüngsten Anstieg antisemitischer Straftaten mit einer "zunehmenden gesellschaftlichen Enthemmung und Verrohung".
    Hunderttausende beteiligen sich an "Klimastreik"
    Hunderttausende überwiegend junge Menschen haben in aller Welt ein Zeichen im Kampf gegen die Klimakrise gesetzt. Allein in Deutschland beteiligten sich nach Angaben der Bewegung Fridays for Future 320.000 Menschen an der zweiten Auflage eines globalen Klimaprotesttages - so viele wie noch nie. Demonstriert wurde in mehr als 200 deutschen Städten. International soll es Kundgebungen in fast 130 Ländern gegeben haben. Auch in allen 28 EU-Staaten gab es pünktlich zur Europawahl "Klimastreiks".
    Fahndung nach Bombenanschlag in Lyon
    Bei einer Explosion in Lyon sind nach Behördenangaben 13 Menschen verletzt worden. Die Polizei sucht nach einem Unbekannten, der nach Aufzeichnungen von Überwachungskameras kurz vor der Detonation im Zentrum der südostfranzösischen Stadt einen Koffer deponierte. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft aus Paris zog die Ermittlungen an sich.
    Viele Tote bei Meuterei in Venezuela
    Bei Zusammenstößen zwischen Insassen und Sicherheitskräften in einer Haftanstalt in Venezuela sind mindestens 29 Häftlinge getötet worden. Über die genauen Umstände gibt es verschiedene Angaben. Ein Behördenmitarbeiter sprach von Kämpfen zwischen rivalisierenden Gruppen, wobei auch Granaten explodiert sein sollen. Es habe einen Ausbruchsversuch gegeben. Menschenrechtsgruppen bezweifeln jedoch die offizielle Version der Vorfälle. Sie gehen davon aus, dass ein Häftling aus Protest gegen die Haftbedingungen mehrere Besucher als Geiseln genommen hatte. Daraufhin sei es zu Kämpfen mit der Polizei gekommen.
    7 min
  • 24.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sozialdemokraten liegen bei Europawahl in Niederlanden vorn
    In zwei Mitgliedstaaten der EU haben die Bürger ihre Abgeordneten für das Europäische Parlament gewählt. In den Niederlanden zeichnet sich ein Überraschungssieg der Sozialdemokraten von Spitzenkandidat Frans Timmermans ab. Die Rechtspopulisten unter Geert Wilders stürzten ersten Prognosen zufolge von gut 13 auf nur noch vier Prozent der Stimmen ab. Bereits gewählt wurde auch in Großbritannien. Dort wurden noch keine Zahlen veröffentlicht. An diesem Freitag findet die Wahl zum Europaparlament in Tschechien und Irland statt. Die meisten der insgesamt 28 EU-Länder wählen am Sonntag.
    Europarat will keine rechtspopulistische Fraktion
    Die Parlamentarier-Versammlung des Europarats hat die Bildung einer eigenen Fraktion rechtsextremer und nationalistischer Parteien abgelehnt. Ein entsprechender Antrag war im vergangenen Jahr gestellt worden. Die Fraktion sollte rechte Parlamentarier vereinen, darunter Politiker der deutschen AfD und der österreichischen FPÖ. Der Europarat ist kein EU-Organ. Er sitzt in Straßburg und beschäftigt sich unter anderem mit der Bewahrung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in den 47 Mitgliedsländern.
    Orban hält CSU-Politiker Weber nicht für konservativ
    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat den Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei für die Europawahl, Manfred Weber, scharf kritisiert. Der deutsche CSU-Politiker sei nicht bereit, für die eigenen Werte zu kämpfen, sagte Orban der "Bild"-Zeitung. Weber sei aus seiner Sicht "kein konservativer Politiker mehr". Seine politische Heimat sieht Orban dennoch weiter bei der EVP. Diese hatte die Mitgliedschaft seiner rechtsnationalen Fidesz-Partei kürzlich ausgesetzt. Orban suchte zuletzt immer öfter die Nähe rechtspopulistischer Parteien.
    Erste gleichgeschlechtliche Ehe in Taiwan geschlossen
    In Taiwan sind die ersten homosexuellen Ehen in ganz Asien geschlossen worden. Die ersten gleichgeschlechtlichen Paare ließen in Taipeh ihre Beziehung als Ehe registrieren. Danach umarmten sie sich und zeigten stolz ihre Heiratsurkunden und Ausweise, die sie als verheiratet ausweisen. Nur eine Woche zuvor hatte das Parlament ein Gesetz zur Einführung der Homo-Ehe gebilligt. Das Verfassungsgericht hatte vor zwei Jahren entschieden, dass ein Verbot der Homo-Ehe gegen die Verfassung verstößt. Konservative Politiker und religiöse Gruppen hatten bis zuletzt versucht, die Reform zu verhindern.
    US-Justiz verschärft Anklage gegen Assange
    Die Justizbehörden in den USA haben die Liste der Anklagepunkte gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange deutlich erweitert. Ihm werden nun auch Verstöße gegen Anti-Spionage-Gesetze vorgeworfen, darunter die Veröffentlichung geheimer Quellen. Damit drohen Assange in den USA bis zu 175 Jahre Haft. Der 47-Jährige, der zurzeit eine Haftstrafe in Großbritannien absitzt, wehrt sich mit dem Argument, bei den Veröffentlichungen von Wikileaks handele es sich um Journalismus. Die US-Regierung sieht das anders. Sie fordert von London, Assange auszuliefern.
    Zehntausende Schüler demonstrieren wieder für Klimaschutz
    Zwei Tage vor dem Haupttag der Europawahl gehen weltweit erneut Menschen für eine bessere Klimapolitik auf die Straße. Bei der zweiten Auflage ihres Großprotests planen die Organisatoren des Netzwerks Fridays for Future an diesem Freitag Kundgebungen an mehr als 1600 Orten in über 120 Ländern. Mindestens 218 deutsche Städte von Flensburg bis nach Lindau am Bodensee sind dabei, so viele wie in keinem anderen Land. Nach dem Vorbild der Schwedin Greta Thunberg gehen Schüler und junge Studierende seit Monaten freitags - während der Schulzeit - für mehr Klimaschutz auf die Straße.
    Fußball-Bundesliga: Stuttgart muss um Klassenerhalt bangen
    Dem VfB Stuttgart muss nach dem ersten Relegationsspiel gegen Union Berlin weiter mit dem Abstieg aus der ersten Fußball-Bundesliga rechnen. Die Schwaben kamen gegen den Zweitligadritten aus Berlin im eigenen Stadion nicht über ein 2 : 2-Unentschieden hinaus. Das Rückspiel findet am Montag statt. - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei im Viertelfinale ausgeschieden. Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm unterlag Tschechien mit 1 : 5.
    8 min
  • 23.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Niederländer und Briten starten Europawahl
    In den Niederlanden und in Großbritannien öffnen heute die Wahllokale für die Europawahl. Bei der Wahl wird auf die unterschiedlichen Traditionen in den Mitgliedsstaaten Rücksicht genommen. Deswegen dauert der Wahlprozess insgesamt vier Tage. Am Freitag öffnen die Wahllokale in Irland und der Tschechischen Republik. Am Samstag folgen Lettland, Malta und die Slowakei und am Sonntag die übrigen 21 EU-Staaten, darunter auch Deutschland. Insgesamt sind 420 Millionen Menschen zur Wahl zum Europaparlament aufgerufen. Es ist das einzige länderübergreifende Parlament der Welt.
    Trumps Finanzunterlagen müssen herausgegeben werden
    Ein New Yorker Gericht hat entschieden, dass die Deutsche Bank Unterlagen zu Geschäften mit US-Präsident Donald Trump an den US-Kongress weitergeben muss. Zwei Ausschüsse des Repräsentantenhauses hatten die Herausgabe verlangt. Dagegen hatte Trump geklagt. Außerdem entschied das New Yorker Regionalparlament, die Weitergabe von früheren Steuererklärungen Trumps ebenfalls an den Kongress zu erlauben. Der Kongress will die Unterlagen auf mögliche Interessenkonflikte zwischen dem Präsidentenamt und den Aktivitäten des Trump-Konzerns untersuchen.
    Pentagon prüft Entsendung von US-Truppen in Nahost-Region
    Angesichts der verschärften Lage in der Golfregion prüft das US-Verteidigungsministerium die Entsendung zusätzlicher Soldaten in die Region. Dabei gehe es um 5000 bis 10.000 Mann, teilten zwei Regierungsbeamte mit, die anonym bleiben wollten. Es sei aber unklar, ob das Pentagon dem nachgeben werde. Falls Truppen entsandt werden sollten, würde ihre Mission einen rein defensiven Charakter haben. Wegen der Spannungen mit dem Iran hatten die USA bereits Kriegsschiffe und Patriot-Raketen in die Region verlegt. Der Iran erhöhte seine Uran-Produktion.
    Britische Ministerin und Brexit-Befürworterin zurückgetreten
    Im Streit um den EU-Austritt Großbritanniens ist die britische Ministerin für Parlamentsfragen, Andrea Leadsom, zurückgetreten. Sie glaube nicht mehr daran, dass die Strategie von Premierministerin Theresa May das Ergebnis des Brexit-Referendums umsetzen werde, schrieb sie in einem Brief an May. Sie kritisierte vor allem den neuen Plan der Regierungschefin, das Parlament über ein zweites Referendum abstimmen zu lassen. Die überzeugte Brexit-Befürworterin war in Mays Kabinett für die Beziehungen zum Unterhaus zuständig. Mit dem Rücktritt wird Mays Position im Brexit-Streit weiter geschwächt.
    Bundesregierung beklagt Menschenrechtslage in Hongkong
    Zwei Hongkonger Aktivisten, die sich für mehr Meinungsfreiheit und Demokratie in Hongkong eingesetzt haben, haben in Deutschland Asyl erhalten. Beiden war von der chinesischen Führung die Teilnahme an gewaltsamen Protesten 2016 angelastet worden. Während sie 2017 auf Kaution auf freiem Fuß waren, flüchteten sie nach Deutschland. Seit der Rückgabe 1997 an China wird Hongkong nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" autonom unter chinesischer Souveränität regiert. Immer wieder kommt es dabei zu Konflikten mit der Demokratiebewegung in Hongkong.
    Horst Köhler legt Amt als UN-Sonderbeauftragter nieder
    Der frühere Bundespräsident Horst Köhler gibt sein Amt als UN-Sonderbeauftragter für den Westsahara-Konflikt auf. Köhler habe UN-Generalsekretär Antonio Guterres über seinen sofortigen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen informiert, teilten die Vereinten Nationen in New York mit. Seit Juni 2017 war Köhler als Sondergesandter für den Konflikt in der Westsahara tätig. Bis 1975 war die Westsahara spanische Kolonie und wurde dann größtenteils von Marokko besetzt. Die von Algerien unterstützte Befreiungsbewegung Polisario kämpft für die Unabhängigkeit des dünn besiedelten Gebietes.
    Keine Fußball-WM mit 48 Teams in Katar
    Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 findet wie ursprünglich geplant mit 32 und nicht mit 48 Mannschaften statt. Eine Aufstockung bereits in Katar scheitert an der fehlenden notwendigen Infrastruktur wie Stadien und Hotels. Dafür hätte sich Katar Co-Gastgeber ins Boot holen müssen. Weil die Nachbarn Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate aber mit Katar verfeindet sind, kämen dafür nur Kuwait oder Oman in Frage. Allerdings hatte der Oman zuvor erklärt, nicht bereit für die Ausrichtung zu sein. Die erste WM mit 48 Teams wird damit erst 2026 in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden.
    8 min
  • 22.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Anzeichen für weitere C-Waffen-Attacke in Syrien
    Die USA haben nach eigenen Angaben Hinweise auf einen möglichen neuen Chemiewaffen-Angriff der Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. In einer Erklärung des Außenministeriums in Washington ist die Rede von einer "mutmaßlichen Chlorgas-Attacke im Nordwesten Syriens am Morgen des 19. Mai." Demnach könnte der Kampfstoff während der Offensive in der von Dschihadisten kontrollierten Region Idlib zum Einsatz gekommen sein. Sollten sich die Hinweise bestätigten, werde man "schnell und in angemessener Weise reagieren", erklärte eine Sprecherin des US-Außenministeriums.
    Proteste gegen Wiederwahl von Indonesiens Präsidenten
    In Indonesien sind bei Unruhen nach der Wiederwahl von Präsident Joko Widodo mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Anhänger des unterlegenen Oppositionskandidaten und Ex-Generals Prabowo Subianto waren in der Nacht vor das Gebäude der staatlichen Wahlkommission gezogen. Sie warfen Steine auf Polizisten, mehrere Autos gingen in Flammen auf. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab mehr als 200 Verletzte. Joko hat die Wahl dem amtlichen Endergebnis zufolge mit mehr als 55 Prozent der Stimmen gewonnen. Prabowo wirft ihm Wahlmanipulation vor.
    Deutsch-tunesischer UN-Experte auf freiem Fuß
    Der wegen Spionageverdachts in Tunesien festgenommene UN-Experte Moncef Kartas ist wieder frei. Ein Gericht entschied, den Deutsch-Tunesier gegen Kaution aus dem Gefängnis zu entlassen, wie Kartas' Anwälte mitteilten. Allerdings droht ihm weiterhin ein Prozess. Kartas ist Mitglied des Expertenrates der Vereinten Nationen, der Verletzungen des Waffenembargos gegen Libyen untersucht. Ihm wird von der zuständigen Staatsanwaltschaft in Tunesien "inoffizielles Sammeln von Informationen mit Terrorismusbezug" vorgeworfen.
    Frontex beginnt Einsatz in Albanien
    Beamte der EU-Grenzschutzbehörde Frontex werden zum ersten Mal außerhalb der Europäischen Union eingesetzt. Sie werden in Albanien von diesem Mittwoch an gemeinsam mit einheimischen Kräften die Grenze zu Griechenland bewachen, wie Frontex mitteilte. EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos sprach von einem historischen Schritt bei der "Bewältigung der Migration". Die Aktion solle dazu beitragen, Albanien enger an die Europäische Union zu binden. Der Schutz der gemeinsamen Grenzen sei eine Herausforderung, die beide Seiten gemeinsam hätten, betonte der griechische Kommissar.
    Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul eingetroffen
    In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein weiterer Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. An Bord seien 26 Afghanen gewesen, wurde am Flughafen mitgeteilt. Es war die 24. Sammelabschiebung seit Dezember 2016. Insgesamt haben Bund und Länder knapp 600 afghanische Männer auf diese Weise abgeschoben. Kritiker des Vorgehens weisen darauf hin, dass die Sicherheitslage in Afghanistan weiter schlecht sei. Im Kampf gegen Taliban und die Terrormiliz IS wurden nach UN-Angaben in den ersten drei Monaten dieses Jahres 581 Zivilisten getötet, knapp 1200 wurden verletzt.
    Hunderte Polizisten im Einsatz gegen irakische Rockerbande in Deutschland
    Mit einem Großaufgebot geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die irakische Rockerorganisation "Al-Salam-313" vor. Mehrere Hundert Einsatzkräfte durchsuchten Wohnungen in Essen und zehn weiteren Städten im Ruhrgebiet und Raum Köln, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Essen mit. Neben dem Handel mit Waffen und Betäubungsmitteln gehe es um gefälschte Ausweise sowie Schleuserkriminalität. Die irakischen Rocker stehen auch im Verdacht, Milizen in ihrem Heimatland mit illegalem Geld unterstützt zu haben.
    Van der Bellen wendet sich an Bürger und Parteien
    Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat angesichts der schweren Regierungskrise in seinem Land versucht, den Bürgern Mut zu machen. "Wir kriegen das schon wieder hin", sagte er wörtlich in einer Ansprache. An die Parteien des Landes appellierte Van der Bellen, ihrer staatspolitischen Verantwortung gerecht zu werden. Unklar ist, ob Kanzler Sebastian Kurz im Amt bleiben kann. Die nach der "Ibiza-Affäre" aus dem Kabinett gedrängte rechtspopulistische FPÖ und die oppositionellen Sozialdemokraten könnten mit ihren Stimmen den Kanzler über ein Misstrauensvotum stürzen.
    8 min
  • 21.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Österreichs Kanzler Kurz droht Misstrauensantrag im Parlament
    Die sogenannte Ibiza-Affäre hat Österreich in eine schwere Staatskrise getrieben. Alle Minister der rechtspopulistischen FPÖ werden ihre Ämter niederlegen, wie die Partei mitteilte. Sie reagierte damit auf die vorherige Ankündigung des konservativen Kanzlers Sebastian Kurz, den Bundespräsidenten um die Entlassung des umstrittenen Innenministers Herbert Kickl zu bitten. Kurz muss zudem mit einem Misstrauensantrag im Parlament rechnen, den die FPÖ und die oppositionellen Sozialdemokraten möglicherweise unterstützen würden.
    Iran erhöht seine Uran-Produktion um das Vierfache
    Nach der Aussetzung von Teilen des internationalen Atomabkommens fährt der Iran die Uran-Anreicherung hoch. Der Prozess sei bei schwach angereichertem Material vervierfacht worden, teilte die iranische Atomorganisation mit. Unklar ist, ob der Iran damit nun über mehr Uran als die ihm im Vertrag zugestandenen 300 Kilogramm verfügt. In der Vereinbarung war zudem ein Anreicherungsgrad von etwa 3,67 Prozent zugelassen. Für Kernwaffen werden 90 Prozent benötigt.
    Trump verhindert Aussage seines Ex-Beraters vor dem US-Kongress
    US-Präsident Donald Trump blockiert die Aussage eines früheren Beraters vor dem US-Kongress. Der Justizausschuss wollte den ehemaligen Rechtsberater Don McGahn an diesem Dienstag zu den Russland-Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller befragen. Das Weiße Haus teilte jedoch mit, man habe McGahn angewiesen, dem nicht Folge zu leisten. Zur Begründung sagte Trumps Sprecherin, Sarah Sanders, man folge der rechtlichen Einschätzung des Justizministeriums, wonach McGahn nicht zu einer solchen Aussage gezwungen werden könne.
    Venezuelas Machthaber Maduro will ein neues Parlament wählen lassen
    Im Machtkampf in Venezuela hat sich Präsident Nicolas Maduro für vorgezogene Parlamentswahlen ausgesprochen. Auf Twitter kündigte Maduro an, er wolle eine neue Abstimmung, um zu zeigen, wer mehr Rückhalt in der Bevölkerung genieße. Die Opposition um ihren Anführer Juan Guaidó hatte 2015 die Wahlen zur Nationalversammlung gewonnen und ist bis Ende 2020 gewählt. Guaidó wies Maduros Vorschlag zurück und bekräftigte seine Forderung nach einem Ende von dessen "widerrechtlicher Herrschaft". Maduro war vor einem Jahr in höchst umstrittenen Präsidentenwahlen für eine zweite Amstzeit gewählt worden.
    Indonesiens Präsident Joko Widodo kann weiterregieren
    Fünf Wochen nach der Präsidentschaftswahl in Indonesien ist Amtsinhaber Joko Widodo offiziell zum Sieger erklärt worden. Nach Angaben der Wahlkommission erhielt der 57-Jährige rund 55,5 Prozent der Wählerstimmen. Sein Herausforderer Prabowo Subianto kam demnach auf 44,4 Prozent. Indonesien ist die drittgrößte Demokratie der Welt. In dem südostasiatischen Land waren mehr als 154 Millionen Bürger aufgefordert, ihre Stimme abzugeben. Das Wahlergebnis wurde aus Sorge vor Unruhen ohne vorherige Ankündigung bekanntgegeben.
    Trauer um Niki Lauda
    Formel-1-Legende Niki Lauda ist tot. Der dreifache Weltmeister aus Österreich starb im Alter von 70 Jahren, wie seine Familie bestätigte. Lauda hatte sich im August vergangenen Jahres einer Lungentransplantation unterziehen müssen. Das Organ war bereits durch seinen schweren Unfall 1976 auf dem Nürburgring vorgeschädigt. Seit dem Unglück litt Lauda, der sich später als Flug-Unternehmer einen Namen machte, an diversen gesundheitlichen Problemen.
    6 min

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