Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 08.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Iran gibt Teilausstieg aus dem Atomabkommen bekannt
    Zum Jahrestag des US-Ausstiegs aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran hat der iranische Präsident Hassan Rohani einen Teilausstieg seines Landes aus der Vereinbarung bekanntgegeben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA informierte Rohani in einem Schreiben China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland über die Entscheidung. Das Atomabkommen war im Juni 2015 zwischen dem Iran und der Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland geschlossen worden. Es soll sicherstellen, dass der Iran nicht die Fähigkeiten zum Bau einer Atombombe erlangt.
    Südafrikaner wählen neues Parlament
    In Südafrika haben die Parlamentswahl und die Wahl der Provinzräte begonnen. Mehr als 26 Millionen der rund 57 Millionen Südafrikaner haben sich dafür registrieren lassen. Gut ein Viertel der Wahlberechtigten, mehr als neun Millionen, verzichten auf ihr Stimmrecht. In den Umfragen liegt der Afrikanische Nationalkongress (ANC) mit 50 bis 61 Prozent der Stimmen weit vor den anderen Parteien. Der Sieg der Partei von Präsident Cyril Ramaphosa gilt trotz Korruptionsskandalen und wachsender sozialer Ungleichheit als ungefährdet. Insgesamt treten 48 Parteien an. Die Wahllokale schließen um 21.00 Uhr.
    Flüchtlingswelle in Syrien alarmiert die UN
    Im Nordwesten Syriens sind nach UN-Angaben binnen einer Woche mehr als 150.000 Menschen vor neuen Kämpfen geflohen. Betroffen sind die Provinzen Idlib und Aleppo. Ein UN-Sprecher zeigte sich "alarmiert", dass auch Wohngebiete bombardiert worden seien. Die russische Luftwaffe und syrische Truppen hatten in den vergangenen Tagen ihre Angriffe auf die Region massiv ausgeweitet. Russland ist der engste Verbündete von Syriens Machthaber Baschar al-Assad.
    USA stellen Venezolanern Anreize in Aussicht
    Die US-Regierung hat die Aufhebung von Sanktionen für Venezolaner in Aussicht gestellt, die sich vom amtierenden Staatschef Nicolás Maduro abwenden und sich an die Seite der Opposition stellen. US-Vizepräsident Mike Pence kündigte dabei an, Strafmaßnahmen gegen Ex-Geheimdienstchef Manuel Ricardo Cristopher Figuera würden sofort aufgehoben. Er soll mit der Regierung gebrochen haben. Pence forderte andere im Machtapparat in Caracas dazu auf, diesem Beispiel zu folgen. Zugleich bekräftigte er die Unterstützung der USA für den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó.
    Pompeo zu Kurzbesuch in Bagdad
    US-Außenminister Mike Pompeo hat überraschend den Irak besucht und dafür seinen ursprünglich geplanten Trip nach Berlin kurzfristig abgesagt. Pompeo traf sich bei der Kurzvisite in Bagdad mit Vertretern der irakischen Regierung, um über die wachsenden Spannungen mit dem Nachbarland Iran zu sprechen. Die USA hatten sich vergangenes Jahr aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran zurückgezogen. Zwischenzeitlich ausgesetzte US-Sanktionen wurden schrittweise wieder in Kraft gesetzt.
    EU-Spitzenkandidaten streiten vor laufender Kamera
    Bei ihrem ersten TV-Duell im deutschen Fernsehen sind die EU-Spitzenkandidaten Manfred Weber von der Europäischen Volkspartei und Frans Timmermans von den Sozialdemokraten zwei Wochen vor der Europawahl bei zentralen Themen aneinandergeraten. So wandte sich Weber gegen eine Steuer auf Kohlendioxid, Timmermans war dafür. Timmermans will Jugendliche schon ab 16 wählen lassen, Weber legte sich nicht fest. Die Europawahl beginnt am 23. Mai. Wahltag in Deutschland ist der 26. Mai.
    Trump machte in 80er und 90er Jahren Milliardenverlust
    Donald Trump hat nach einem Bericht der "New York Times" in den 1980er und 1990er Jahren Verluste von mehr als einer Milliarde Dollar gemacht. Von 1985 bis 1994 habe Trump rund 1,17 Milliarden Dollar verloren, berichtet das Blatt unter Berufung auf Trumps Steuerunterlagen. Acht Jahre habe Trump keine Einkommensteuer gezahlt. Trumps Anwalt Charles Harder bezeichnete die Steuerinformationen über den Präsidenten als "nachweislich falsch". Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 hatte Trump - anders als andere Kandidaten - seine Steuererklärungen nicht veröffentlicht.
    Liverpool steht im Champions-League-Finale
    Der FC Liverpool hat nach einer sensationellen Aufholjagd gegen den FC Barcelona doch noch das Finale der Fußball-Champions-League erreicht. Der Tabellenzweite der englischen Premier League mit seinem deutschen Trainer Jürgen Klopp gewann das Rückspiel gegen Barça 4:0 und machte damit die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel wett.
    9 min
  • 07.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Myanmar lässt Reuters-Reporter frei
    Nach mehr als 500 Tagen Haft sind zwei in Myanmar inhaftierte Reuters-Journalisten wieder frei. Die wegen ihrer Berichte über die Rohingya-Krise zu sieben Jahren Gefängnis verurteilten Reporter Wa Lone und Kyaw Soe Oo verließen die Haftanstalt in Rangun nach einem Gnadenerlass von Präsident Win Myint. Die Journalisten, die für die Aufdeckung eines Massakers an der muslimischen Rohingya-Minderheit in Myanmar mit dem Pulitzer-Preis geehrt wurden, waren im September verurteilt worden. Der Richterspruch hatte international Empörung ausgelöst und stellte den demokratischen Wandel in dem Land infrage.
    Istanbuls Bürgermeister spricht von Verrat
    Nach der Annullierung der Kommunalwahl in der türkischen Millionenmetropole Istanbul hat der neu gewählte Bürgermeister Ekrem Imamoglu die Wahlkommission scharf verurteilt. Vor Anhängern sprach er von Verrat. Die Kommission hatte das Ergebnis der Wahl Ende März für ungültig erklärt und für den 23. Juni eine neue Abstimmung angesetzt. Zuvor hatte die AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan die Annullierung der Wahl beantragt, aus der Imamoglu von der oppositionellen CHP als Sieger hervorgegangen war.
    Demonstrationen gegen tschechische Regierung
    In Tschechien haben wieder zehntausende Menschen den Rücktritt des unter Korruptionsverdacht stehenden Ministerpräsidenten Andrej Babis verlangt. Allein im Zentrum der Hauptstadt Prag versammelten sich 20.000 Menschen. "Du wirst der Hölle nicht entkommen" und "Wir sind nicht blind" skandierte die Menge. Die Proteste richteten sich auch gegen die neue Justizministerin Marie Benesova, die als Vertraute von Babis gilt. In der zweitgrößten Stadt Brünn und anderen Städten gingen ebenfalls tausende Menschen auf die Straße.
    Europäische Bürgermeister fordern neutrale Klimabilanz 2050
    Insgesamt 210 Bürgermeister europäischer Städte haben sich in einem offenen Brief dafür ausgesprochen, dass die EU bis zur Jahrhundertmitte klimaneutral wird. Sie fordern die Staats- und Regierungschefs auf, dafür bei ihrem Gipfel am Donnerstag in Sibiu in Rumänien eine "langfristige Klimastrategie" auf den Weg zu bringen. Den Brief unterzeichneten die Stadtoberhäupter unter anderem aus Paris, London, Athen und Stuttgart. Ziel müsse sein, dass in der EU ab 2050 kein klimaschädliches CO2 mehr ausgestoßen werde. Damit stellen sie sich hinter einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission.
    Macron plant Klimainitiative
    Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will beim EU-Sondergipfel am Donnerstag im rumänischen Sibiu eine Klimainitiative starten. Sein Ziel laute "null Kohlenstoff für (das Jahr) 2050", sagte Macron in Paris am Rande eines Treffens mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte. Vor dem Besuch Ruttes war in der französischen Hauptstadt der Bericht des Weltbiodiversitätsrats vorgestellt worden, wonach bis zu einer Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind.
    Cohen verspricht neue Enthüllungen
    Der langjährige Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, hat seine dreijährige Haftstrafe angetreten und kurz vorher die Enthüllung weiterer Insiderinformationen angekündigt. Es gebe noch viel zu berichten, sagte der 52-Jährige beim Verlassen seines Wohnsitzes im New Yorker Stadtteil Manhattan. Ein Gericht hatte Cohen im Dezember wegen Steuer- und Finanzdelikten sowie Falschaussagen verurteilt. Die Delikte beging Cohen zu einem großen Teil im Zusammenhang mit seiner früheren Tätigkeit für Trump und dessen Konzern.
    Pompeo besucht Berlin
    Gut ein Jahr nach seinem Amtsantritt besucht US-Außenminister Mike Pompeo erstmals Deutschland. In Berlin trifft er erst Außenminister Heiko Maas und dann Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zu den Hauptthemen werden voraussichtlich der Machtkampf in Venezuela, die Lage in Syrien, der Ukraine-Konflikt sowie das Verhältnis zu Russland, dem Iran und China zählen. Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind unter US-Präsident Donald Trump ziemlich angespannt.
    9 min
  • 06.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Viele Tote bei Flugzeugbrand in Russland
    Bei der Notlandung einer russischen Passagiermaschine auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo sind mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Von den 78 Insassen des "Suchoi Superjet-100" hätten lediglich 37 das Unglück überlebt, teilten die Behörden mit. Das Flugzeug der Gesellschaft Aeroflot hatte kurz nach dem Start am Sonntagabend technische Probleme, die den Piloten zur Umkehr zwangen. Beim Aufsetzen fing die Maschine Feuer. Staatschef Wladimir Putin ordnete eine gründliche Aufklärung des Unglücks an. Der Jet war erst 2017 in Betrieb genommen worden.
    USA senden "unmissverständliche Botschaft" an Iran
    Als militärische Warnung an den Iran verlegen die Vereinigten Staaten den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und eine Bomberstaffel in den Mittleren Osten. Das teilte der Nationale Sicherheitsberater John Bolton mit, ohne dabei genaue Ortsangaben zu machen. Man wolle eine "klare und unmissverständliche Botschaft an das iranische Regime" senden, sagte Bolton. Jedem Angriff auf Interessen der USA oder ihrer Verbündeten würde mit "unerbittlicher Kraft" begegnet. Zugleich betonte Bolton, sein Land wolle keinen Krieg mit dem Iran.
    Trump zieht Daumenschrauben im Handelsstreit an
    US-Präsident Donald Trump hat im Handelskonflikt mit China den Druck deutlich erhöht. Sonderzölle auf Wareneinfuhren im Wert von 200 Milliarden Dollar sollen schon ab Freitag von bisher zehn auf 25 Prozent erhöht werden, wie er auf Twitter ankündigte. Die Verhandlungen über ein Handelsabkommen kämen zu langsam voran, schrieb Trump zur Begründung. China erwäge nun den Abbruch der Gespräche mit den USA, heißt es. Die Volksrepublik wolle nicht unter Drohungen weiterverhandeln, berichtet das "Wall Street Journal".
    Hamas und Israel vereinbaren angeblich Waffenruhe für Gazastreifen
    Nach Berichten über eine Waffenruhe mit der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen hat Israels Armee alle Einschränkungen für die israelische Bevölkerung im Grenzgebiet wieder aufgehoben. Man kehre zur Routine zurück, teilte das Militär mit. Eine offizielle Bestätigung für die Waffenruhe gab es von israelischer Seite nicht. Nach dem schwersten Gewaltausbruch seit dem Gaza-Krieg vor fünf Jahren hatte die Hamas am Sonntagabend Bereitschaft zu einer Waffenruhe mit Israel signalisiert. Bei den Kämpfen waren 21 Menschen, darunter 17 Palästinenser und vier Israelis, getötet worden.
    Cortizo vor Wahlsieg in Panama
    Der frühere Landwirtschaftsminister Laurentino Cortizo von der Demokratisch-Revolutionären Partei hat die Präsidentenwahl in Panama gewonnen. Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen erzielte der 66-Jährige 33 Prozent der Stimmen. Sein konservativer Konkurrent Romulo Roux von der Partei Cambio Democrático kam auf 31 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag nach Behördenangaben bei 73 Prozent. Vor drei Jahren war das mittelamerikanische Land durch die Veröffentlichung der sogenannten Panama-Papers über Geldwäsche und Steuervermeidung international in die Schlagzeilen geraten.
    Pendarovski gewinnt Präsidentenwahl in Nord-Mazedonien
    Neuer Präsident von Nord-Mazedonien wird der von den regierenden Sozialdemokraten unterstützte Stevo Pendarovski. Bei der Stichwahl am Sonntag kam er auf rund 52 Prozent der Stimmen, wie die staatliche Wahlkommission in Skopje mitteilte. Damit setzte sich der 56 Jahre alte Jurist und Politologe gegen die von der nationalistischen Opposition unterstützte Universitätsprofessorin Gordana Siljanovska-Davkova durch. Der prowestliche Wahlsieger Pendarovski war zuletzt Koordinator für den bevorstehenden NATO-Beitritt seines Landes.
    8 min
  • 04.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Thailand hat wieder einen gekrönten König
    In einer feierlichen Zeremonie hat sich König Maha Vajiralongkorn im Großen Palast von Bangkok die Krone aufgesetzt. Damit hat der 66-Jährige, der bereits seit zweieinhalb Jahren amtiert, nun alle Würden und Vollmachten eines thailändischen Monarchen. Maha Vajiralongkorn ist der zehnte König seit Beginn der Chakri-Dynastie 1782. Er trägt auch den Namen Rama X. Für das mehrheitlich buddhistische Land in Südostasien war dies die erste Krönung seit fast sieben Jahrzehnten. Die absolute Monarchie ist bereits seit 1932 abgeschafft.
    Südkorea wirft Nordkorea neue Waffentests vor
    Nordkorea hat mehrere Fluggeschosse abgefeuert. Das meldete das Militär im Nachbarland Südkorea. Es seien aber keine ballistischen Raketen gewesen, sagte ein Militärvertreter. Tests mit ballistischen Raketen sind Nordkorea ebenso verboten wie Atomwaffenversuche. Der letzte Test ballistischer Raketen erfolgte im November 2017. Pjöngjang versucht nun womöglich, in den Atomverhandlungen mit den USA den Druck zu erhöhen. Seit einem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump im Februar hat die Unsicherheit auf der koreanischen Halbinsel wieder zugenommen.
    Boeing 737 landet in Florida im Fluss
    Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 737 ist bei der Landung auf einem US-Militärflughafen in Florida von der Piste abgekommen und in den angrenzenden Fluss St. Johns gestürzt. Alle 143 Menschen an Bord überlebten das Unglück in Jacksonville. 21 von ihnen wurden mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Die Maschine kam nach Angaben der Behörden vom US-Marinestützpunkt Guantánamo auf Kuba. Die Ursache des Unglücks ist noch unbekannt. Zum Zeitpunkt der Landung ging ein Gewitter nieder.
    Drohende Regierungskrise in Portugal
    Der sozialistische Ministerpräsident Portugals, Antonio Costa, hat mit Rücktritt gedroht. Hintergrund ist ein Streit über die Lehrergehälter im Land. Sollte das Parlamentsvotum für ein kräftiges Gehaltsplus der Pädagogen endgültig angenommen werden, sehe er sich zum Rücktritt gezwungen, sagte Costa. Portugal war im Zuge der Finanz- und Schuldenkrise in Turbulenzen geraten. Gehaltserhöhungen für Lehrer wurden damals ausgesetzt. Laut dem Beschluss einer Parlamentskommission soll, entgegen Costas Linie, nun die gesamte Zeit, in der die Löhne nicht angepasst wurden, finanziell ausgeglichen werden.
    Bildung von Einheitsregierung im Südsudan um sechs Monate verschoben
    Im Südsudan sind die Verhandlungen zur Bildung einer Einheitsregierung vorerst gescheitert. Die Konfliktparteien hätten die vereinbarte Übergangsphase um sechs Monate verlängert, um weitere Gespräche zu führen, teilte das ostafrikanische Staatenbündnis IGAD in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba mit. Südsudans Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar hatten im September vergangenen Jahres ein Friedensabkommen unterzeichnet. Es sah unter anderem vor, bis zum 12. Mai eine Regierung der nationalen Einheit einzusetzen. Seit 2013 tobte in dem Land ein verheerender Bürgerkrieg.
    Wieder Tote im Gazastreifen
    Im Gazastreifen sind vier Palästinenser bei israelischen Luftangriffen getötet worden. 50 weitere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der israelischen Armee waren zwei israelische Soldaten an der Grenze durch Schüsse verletzt worden. Als Reaktion habe Israels Luftwaffe einen Militärposten der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas angegriffen. Die Spannungen zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen sind derzeit auf einem Höhepunkt. Militante Palästinenser feuerten zuletzt Raketen auf israelisches Gebiet. Israels Luftwaffe reagiert darauf immer wieder mit Luftangriffen.
    Noch nie starben so viele Menschen durch Polizeigewalt in Brasilien
    Im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro haben Polizisten im ersten Quartal des Jahres mehr Menschen getötet als jemals zuvor. Nach Behördenangaben starben dort von Januar bis März täglich fünf Menschen durch Polizeigewalt. Der Anstieg folgt unmittelbar auf den Amtsantritt des neuen Gouverneurs, eines Unterstützers von Präsident Jair Bolsonaro. Menschenrechtsorganisationen prangern die steigende Zahl außergerichtlicher "Hinrichtungen" in Brasilien an und weisen darauf hin, dass Polizisten in solchen Fällen nur selten mit Strafverfolgung rechnen müssen.
    8 min
  • 03.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Venezuelas Staatspräsident Maduro lässt Militär auf sich einschwören
    Im Machtkampf in Venezuela hat Staatschef Nicolas Maduro gemeinsam mit dem Militär zu Widerstand gegen die Opposition aufgerufen. Er sagte, die Stunde des Kampfes sei gekommen. Den an der Rebellion Beteiligten drohte er mit harten Konsequenzen; früher oder später würden die Putschisten ins Gefängnis kommen. Unterdessen hat ein Gericht Haftbefehl gegen Oppositionsführer Leopoldo López erlassen. López war erst am Dienstag aus jahrelangem Hausarrest befreit worden. Derzeit befindet er sich in der spanischen Botschaft in Caracas. Spanien hat ausgeschlossen, López an die Behörden auszuliefern.
    Schwerer Zyklon erreicht indische Küste
    Der tropische Wirbelsturm "Fani" ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Stundenkilometern im Osten Indiens auf Land getroffen. Der Zyklon erreichte am Freitagmorgen (Ortszeit) die Gegend um die Küstenstadt Puri, wie die indische Wetterbehörde mitteilte. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP war daraufhin in großen Teilen der Stadt die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen. Zuvor waren nach Angaben der Regierung des Bundesstaates Odisha mehr als eine Million Menschen in Sicherheit gebracht worden. Wegen des Zyklons droht in der Region eine Sturmflut von möglicherweise 1,5 Metern.
    Einzige verurteilte Kim-Attentäterin aus Gefängnis entlassen
    Zwei Jahre nach dem Mord am Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist die in Malaysia verurteilte Vietnamesin Doan Thi Huong aus einem Gefängnis nahe Kuala Lumpur entlassen worden. Das teilte ihr Anwalt mit. Die Ermordung von Kim Jong Nam am Flughafen der malaysischen Hauptstadt im Februar 2017 hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Huong und der Indonesierin Siti Aisyah wurde vorgeworfen, den 45-Jährigen mit Nervengift beschmiert zu haben. Beide Frauen beteuern, nicht gewusst zu haben, was sie taten. Sie hätten geglaubt, es handele sich um einen Scherz für eine Fernsehsendung.
    Facebook sperrt Konten von ultrarechten Kommentatoren
    Das soziale Netzwerk hat eine Reihe von ultrakonservativen Kommentatoren aus den USA und Großbritannien von seinen Seiten verbannt. Unter ihnen ist der einflussreiche US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones, der die Website "Infowars" betreibt. Ausgesperrt wurde auch der britische Provokateur Milo Yiannopoulos, dem Rassismus und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen werden. Man werde die Seiten der Betroffenen bei Facebook selbst, aber auch deren Seiten bei der Konzerntochter Instagram löschen, hieß es von dem Internetriesen.
    Skandinavische Fluggesellschaft SAS kann wieder fliegen
    Der Pilotenstreik bei der Fluggesellschaft SAS ist nach einer Woche beendet worden. Es sei ein neuer Tarifvertrag vereinbart worden, so das Unternehmen. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von drei Jahren; weitere Details wurden noch nicht bekannt. Gut 1400 SAS-Piloten in Schweden, Dänemark und Norwegen waren vor einer Woche wegen der ihrer Ansicht nach immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen in den Ausstand getreten. Zudem forderten sie mehr Geld. Mehr als 4000 Flüge mussten aufgrund des Streiks gestrichen werden; rund 380.000 Reisende waren betroffen.
    Klima-Steuer hat in Deutschland nur wenige Fans
    Die von der Bundesregierung diskutierte CO2-Steuer ist bei den Deutschen nicht sehr populär. Nur gut ein Drittel sprach sich laut der ARD-Umfrage "Deutschlandtrend" für den Steuer-Aufschlag etwa auf Benzin und Heizöl aus. Das Bundesumweltministerium arbeitet derzeit an einem Konzept, das sicherstellen soll, dass Menschen mit geringem Einkommen unter dem Strich nicht stärker belastet werden - denkbar wäre etwa, Steuereinnahmen an Bürger zurückzuzahlen. Die CO2-Steuer soll den Energieverbrauch teurer machen und so dafür sorgen, dass Deutschland seine Klimaschutzziele doch noch erreichen kann.
    Chewbacca-Darsteller Peter Mayhew ist tot
    Der Schauspieler Peter Mayhew, der durch seine "Star Wars"-Rolle als der zottelige Chewbacca berühmt wurde, wurde 74 Jahre alt. "Star Wars"-Schöpfer George Lucas hatte den über 2,20 Meter großen Darsteller 1977 für "Krieg der Sterne" gecastet. Weitere vier Male schlüpfte Mayhew in das haarige Kostüm der beliebten Wookiee-Figur, zuletzt 2015 für "Star Wars: Das Erwachen der Macht".
    9 min
  • 02.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA und Russland im Streit um Venezuela
    Die USA und Russland sind wegen der angespannten Situation in Venezuela in Konfrontation gegangen. US-Außenminister Mike Pompeo telefonierte mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow und forderte ein Ende der Unterstützung Russlands für das herrschende Regime in Venezuela. Lawrow warnte seinerseits vor weiteren "aggressiven Schritten" in dem Erdölland. Unterdessen hat der selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó weitere Proteste angekündigt, um den amtierenden Staatschef Nicolás Maduro endgültig von der Macht zu verdrängen.
    Britische Regierungschefin feuert Verteidigungsminister
    Die britische Premierministerin Theresa May hat ihren Verteidigungsminister Gavin Williamson entlassen. Ihm wird vorgeworfen, sensible Informationen aus einem internen Treffen an die Medien weitergegeben zu haben. Es geht um die Entscheidung der Regierung, den chinesischen Telekom-Riesen Huawei am Ausbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes zu beteiligen. Das Verteidigungsressort im Kabinett der - angesichts der Brexit-Krise ohnehin angeschlagenen - Premierministerin soll nun die bisherige Entwicklungsministerin Penny Mordaunt übernehmen.
    Deutschland will Sahel-Gruppe im Kampf gegen Terror unterstützen
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und die fünf Länder der Gruppe "G5-Sahel" haben die Bedeutung einer Lösung der Libyen-Krise für die Sicherheit der gesamten Region betont. Libyen sei immer wieder ein Herd neuer terroristischer Bedrohung, sagte die Kanzlerin nach einem Treffen mit den G5-Präsidenten in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. Zu der G5-Gruppe gehören neben Burkina Faso auch Mali, Niger, Mauretanien und Tschad. Merkel sagte den Ländern deutsche Unterstützung zu. Die Kanzlerin will an diesem Donnerstag deutsche Soldaten in Mali besuchen, wo die Bundeswehr an der UN-Mission MINUSMA beteiligt ist.
    Maas sagte weitere Hilfe für Friedensprozess in Kolumbien zu
    Bei seinem Besuch in Kolumbien hat Außenminister Heiko Maas weitere finanzielle Unterstützung für den Friedensprozess versprochen. In Bogotá stellte Maas dafür Hilfen von zwei Millionen Euro in Aussicht. Weitere fünf Millionen will Deutschland in die Entwicklungshilfe investieren. Maas hatte am Dienstag in Bogotá Präsident Iván Duque und seinen Kollegen Carlos Holmes Trujillo getroffen. Am Mittwoch besucht Maas ein Reintegrationslager für Ex-Kämpfer der FARC-Rebellen. Die Regierung und die aufgelöste Guerilla schlossen 2016 einen Friedensvertrag, Splittergruppen kämpfen aber bis heute weiter.
    Indien startet Massenevakuierung vor Zyklon "Fani"
    An der indischen Ostküste bringen sich Hunderttausende Menschen vor dem heranziehenden Zyklon "Fani" in Sicherheit. Rund 780.000 Menschen aus den niedrig gelegenen Küstengebieten im Bundesstaat Odisha wurden bereits an sicherere Orte gebracht, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Die Evakuierungen dauerten an. Es wird erwartet, dass der tropische Wirbelsturm am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde nahe der Stadt Puri auf das Festland trifft. In öffentlichen Gebäuden wurden Notunterkünfte für mehr als eine Millionen Menschen eingerichtet.
    Leitzins der US-Notenbank bleibt unverändert
    Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) lässt ihren Leitzins konstant und erteilt damit Forderungen von Präsident Donald Trump nach einer Senkung eine Absage. Fed-Chef Jerome Powell verwies darauf, dass die Notenbank eine "nicht-politische Institution" sei. Der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld leihen können, blieb in einem Korridor zwischen 2,25 und 2,50 Prozent. Die Fed war zuletzt von Trump dafür kritisiert worden, die Zinsen hoch zu halten und damit die Konjunktur in den USA zu gefährden.
    Rückschlag für Liverpool in der Champions League
    In der Fußball-Champions-League sind die Chancen für Trainer Jürgen Klopp und den FC Liverpool auf ein erneutes Erreichen des Endspiels stark gesunken. Klopps Mannschaft unterlag im Hinspiel des Halbfinales beim FC Barcelona mit 0:3. Die Tore erzielten Luis Suarez und Lionel Messi. Das Rückspiel findet kommende Woche statt. Klopp wartet nach dreieinhalb Jahren in Liverpool immer noch auf seinen ersten Titel. Das zweite Halbfinale wird zwischen Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur entschieden.
    9 min
  • 01.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Japans neuer Kaiser Naruhito besteigt den Thron
    Einen Tag nach der Abdankung seines Vaters Akihito ist die Herrschaft des japanischen Kaisers an dessen Sohn Naruhito übergegangen. Der 59-Jährige bestieg den Chrysanthemen-Thron. Bei der kurzen Zeremonie durften keine weiblichen Hofangehörigen anwesend sein, auch nicht seine Frau Masako. Erst am 22. Oktober wird Japan den Thronwechsel öffentlich mit zahlreichen internationalen Staatsgästen feiern. Mit der Abdankung von Kaiser Akihito endete in Japan die Ära "Heisei", was mit "Frieden schaffen" übersetzt werden kann; nun gilt "Reiwa", die Ära der "schönen Harmonie".
    Guaidó ruft Anhänger zu weiteren Protesten auf
    Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó hat seine Anhänger nach den Unruhen vom Dienstag zu weiteren Protesten gegen Staatschef Nicolás Maduro aufgerufen. Die "Operation Freiheit" werde fortgesetzt, sagte der Oppositionsführer in einem Internet-Video. Die Streitkräfte müssten weiter "voranschreiten", um Maduro abzusetzen. Dieser zeigte sich erstmals seit Ausbruch der Unruhen im Staatsfernsehen und erklärte dabei den Aufstand für gescheitert. Am Dienstag war es nach Guaidós Aufruf zum Machtwechsel in Caracas zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen.
    Trump mischt wieder in der Geldpolitik mit
    US-Präsident Donald Trump hat die US-Notenbank Federal Reserve (FED) wieder scharf angegriffen. Trump forderte die Senkung des Leitzinses um einen Prozentpunkt und mehr Anleihen-Aufkäufe durch die Fed - also de facto ein Anwerfen der Notenpresse zur Ankurbelung der Wirtschaft. Dann würde die Wirtschaft abgehen wie eine Rakete, schrieb Trump via Twitter. Der Leitzins liegt derzeit bei einem Korridor von 2,25 bis 2,50 Prozent. An diesem Mittwoch will die FED über einen weiteren Zinsschritt entscheiden.
    Asyl für Pussy-Riot-Mitglieder in Schweden
    Zwei Aktivisten der russischen Protestband Pussy Riot und ihre beiden kleinen Kinder haben in Schweden politisches Asyl erhalten. Der schwedische Fernsehsender SVT berichtete, ein entsprechender Antrag von Lusine Dschanjan und Alexej Knedljakowski sei von einem Gericht bewilligt worden, nachdem er Ende 2018 zunächst abgelehnt worden war. Die Pussy-Riot-Mitglieder hatten nach eigenen Angaben in ihrer Heimat Morddrohungen erhalten. Die Punkband kritisiert mit öffentlichen Aktionen immer wieder den russischen Präsidenten Wladimir Putin und seine Politik.
    Drastischer Anstieg der Ebola-Fälle im Kongo
    Rund zehn Monate nach Beginn der Ebola-Epidemie im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl neuer Erkrankungen stark angestiegen. In der Woche bis einschließlich Montag habe man 106 bestätigte Neuerkrankungen des hämorrhagischen Fiebers und 72 Todesfälle registriert, erklärte das Gesundheitsministerium in Kinshasa. So viele neue Fälle in einer Woche habe es zuvor noch nicht gegeben. Seit Ende März ist die Zahl der Erkrankungen demnach sogar um fast 50 Prozent in die Höhe geschnellt, von etwa 1000 auf inzwischen rund 1500.
    Tödliches Risiko für Flüchtlinge steigt
    Die Todesrate unter Flüchtlingen auf der zentralen Mittelmeerroute ist nach Schließung der italienischen Häfen und einer Gewalteskalation in Libyen deutlich gestiegen. Ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sagte, inzwischen sterbe mehr als jeder zehnte Flüchtling auf der Überfahrt. Die Todesrate sei von dreieinhalb Prozent im vergangenen Jahr auf zwölf Prozent in den ersten vier Monaten 2019 gestiegen. Die absolute Zahl der Todesfälle sei dagegen gesunken. Seit Jahresbeginn kamen laut IOM 257 Menschen auf der Überfahrt von Libyen aus ums Leben.
    Apple verkauft wieder mehr iPhones in China
    Der Technologiekonzern Apple sieht nach massiven Umsatzeinbußen beim iPhone wieder Licht am Ende des Tunnels. Vor allem für den wichtigen Markt in China zeigte sich Firmenchef Tim Cook bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen zuversichtlich. Im zweiten Quartal brachen die mit dem iPhone erzielten Umsätze konzernweit um 17 Prozent auf 31,05 Milliarden Dollar ein. Der gesamte Umsatz ging um fünf Prozent auf 58 Milliarden Dollar zurück, der Gewinn fiel um knapp 16 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit noch stärkeren Einbußen gerechnet.
    8 min
  • 30.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Japans Kaiser Akihito dankt ab
    Nach 30-jähriger Herrschaft dankt der japanische Kaiser Akihito an diesem Dienstag ab. Dazu wird der 85-Jährige in Tokio offiziell seinen Verzicht auf den Chrysanthemen-Thron verkünden, am Mittwoch folgt ihm dann sein 59 Jahre alter Sohn Naruhito nach. Dass ein Tenno abdankt, ist für die älteste Kaiserdynastie der Welt außergewöhnlich: Das letzte Mal war dies vor zwei Jahrhunderten der Fall. 2016 hatte Akihito daher Japan in Aufregung versetzt, als er den Wunsch verkündete, sich von seinen Kaiserpflichten zurückzuziehen. Als Grund nannte er sein hohes Alter und seine angeschlagene Gesundheit.
    Ausschreitungen bei Demonstrationen in Honduras
    In der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa ist es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Etwa 10.000 Studenten, Lehrer sowie Beschäftigte des Gesundheitswesens blockierten Straßen. Einige versuchten, Polizeisperren zu durchbrechen. Die Polizisten reagierten mit dem Einsatz von Tränengas. Die Proteste richteten sich gegen eine Umstrukturierung des Bildungs- und Gesundheitswesens. Die Beschäftigten befürchten eine Privatisierung dieser Bereiche sowie Massenentlassungen. Auch in anderen Städten von Honduras kam es zu Auseinandersetzungen.
    Tschechen demonstrieren für unabhängige Justiz
    Tausende Tschechen haben gegen die Nominierung einer neuen Justizministerin protestiert, die als Verbündete des unter Korruptionsverdacht stehenden Regierungschefs Andrej Babis gilt. Die Demonstranten schwenkten tschechische und EU-Fahnen und forderten eine unabhängige Justiz. Marie Benesova ist ein ehemaliges Mitglied der sozialdemokratischen Partei CSSD, welche zusammen mit Babis' populistischer Bewegung ANO eine Minderheitsregierung bildet. Benesova soll an diesem Dienstag von Präsident Milos Zeman vereidigt werden, der Babis ebenfalls nahesteht.
    Belgrad und Pristina wollen miteinander reden
    Zum Abschluss der Balkankonferenz in Berlin haben sich die verfeindeten Nachbarn Serbien und Kosovo einmal mehr auf konstruktive Gespräche zur Beilegung ihres Konflikts geeinigt. Belgrad und Pristina wollten sich auch bemühen, bestehende Vereinbarungen umzusetzen, teilte das Bundespresseamt mit. Ähnliche Absichtserklärungen Serbiens und des überwiegend von Albanern bewohnten Kosovos endeten in der Vergangenheit allerdings nach kurzer Zeit stets in neuem Streit.
    Rüstungsexportverbot lässt Gewinn von Airbus einbrechen
    Politische Spannungen und Wechselkursschwankungen haben dem europäischen Flugzeugbauer Airbus im ersten Quartal das Ergebnis verhagelt. Der Nettogewinn brach um 86 Prozent auf 40 Millionen Euro ein, wie der Konzern in Toulouse mitteilte. Allein der Exportstopp für Rüstungsgüter aus Deutschland nach Saudi-Arabien kostete Airbus demnach 190 Millionen Euro. Das Unternehmen ist am Kampfjet Eurofighter beteiligt, von dem Riad eigentlich 48 Exemplare kaufen will. Dazu kam der schwankende Dollar-Kurs: Airbus bezahlt seine 135.000 Mitarbeiter überwiegend in Euro, verkauft seine Maschinen aber in Dollar.
    EU-Rekordstrafe schlägt sich in Google-Bilanz nieder
    Der Gewinn des Google-Mutterkonzerns Alphabet ist im ersten Quartal aufgrund einer EU-Milliardenstrafe eingebrochen. Wie der Internetriese mitteilte, sank der Überschuss um fast 30 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar (sechs Milliarden Euro). Der Alphabet-Umsatz nahm zwar um 17 Prozent auf 36,3 Milliarden Dollar zu. Dies war aber rund eine Milliarde weniger, als Analysten erwartet hatten. Die EU-Kommission belegte Google im März mit einer Strafe von 1,5 Milliarden Euro, weil der Konzern seine marktbeherrschende Stellung bei Online-Werbung missbraucht und Konkurrenten behindert hatte.
    US-Regisseur John Singleton ist tot
    Der mit seinem Debütfilm "Boyz n the Hood" über Ganggewalt in Los Angeles bekannt gewordene US-Regisseur John Singleton ist im Alter von 51 Jahren gestorben. Der afroamerikanische Filmemacher war nach einem Schlaganfall vor knapp zwei Wochen in ein künstliches Koma versetzt worden. Seine Familie entschied, die lebenserhaltenden Maßnahmen einzustellen. Singleton holte 1992 mit seinem Debütfilm auf Anhieb zwei Oscar-Nominierungen. Danach inszenierte er Filme wie "Poetic Justice" oder "Atemlos - Gefährliche Wahrheit". "2 Fast 2 Furious" wurde sein größter kommerzieller Erfolg.
    10 min
  • 29.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sozialisten führen bei Parlamentswahl in Spanien
    In Spanien zeichnet sich nach der Parlamentswahl ein politisches Patt ab. Die Arbeiterpartei von Ministerpräsident Pedro Sánchez wurde mit 29 Prozent klar stärkste Kraft, verfehlte aber die absolute Mehrheit. Nach Auszählung fast aller Stimmen erzielte die konservative Volkspartei PP nur 17 Prozent, halb so viel wie 2016. Die liberale Partei Ciudadanos erhielt 16 Prozent, die linksgerichtete Podemos 14 Prozent. Zehn Prozent errang die Partei Vox, damit ziehen erstmals seit der Franco-Diktatur Rechtsextreme ins Parlament ein. Weder das rechte noch das linke Lager kann die Regierung bilden.
    Weltweite Rüstungsausgaben steigen das zweite Jahr in Folge
    Auch 2018 haben die Länder der Erde wieder mehr Geld ins Militär gesteckt als im Vorjahr: Die weltweiten Militärausgaben stiegen um 2,6 Prozent auf rund 1,64 Billionen Euro und damit zum zweiten Mal in Folge. Das teilte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI mit. Dies ist ein neuer Höchststand seit 1988, als SIPRI erstmals einheitliche globale Vergleichsdaten zur Verfügung hatte. Besonders die USA und China erhöhten 2018 ihre Wehretats deutlich. Auf die USA entfallen mehr als ein Drittel der globalen Militärausgaben. Deutschland überholte Japan und liegt nun an achter Stelle.
    In Afghanistan tagt Loja Dschirga
    Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen hat in der afghanischen Hauptstadt Kabul die Große Ratsversammlung begonnen. Rund 3200 Delegierte beraten vier Tage lang über Wege zum Frieden mit den radikalislamischen Taliban. Diese selbst boykottieren allerdings die Veranstaltung - ebenso wie mehrere Politiker und Präsidentschaftskandidaten des Landes. Die sogenannte Loja Dschirga soll einen Fahrplan zu Friedensgesprächen und rote Linien für mögliche Verhandlungen mit den Aufständischen bestimmen. Für Präsident Ashraf Ghani sind die Ergebnisse des Treffens nicht bindend.
    Sri Lanka verbietet Gesichtsverhüllung
    Eine Woche nach den Terroranschlägen in Sri Lanka hat die Regierung ein Vermummungsverbot erlassen. Staatspräsident Maithripala Sirisena begründete die Maßnahme mit der "nationalen Sicherheit". Niemand dürfe in der Öffentlichkeit sein Gesicht verhüllen und damit eine Identifizierung erschweren. Grundlage des Verbots ist der Ausnahmezustand, der nach den Attacken vom Ostersonntag ausgerufen wurde. Bei den Anschlägen auf Kirchen und Hotels an verschiedenen Orten waren mehr als 250 Menschen getötet worden. Die Regierung macht die Islamistengruppe NTJ und ausländische Helfer dafür verantwortlich.
    Berliner Vermittlungsversuch auf dem Westbalkan
    Deutschland und Frankreich haben Vertreter von sechs Westbalkan-Staaten nach Berlin eingeladen, um zwischen ihnen zu vermitteln. Das größte Konfliktpotenzial liegt im Verhältnis zwischen Serbien und dem Kosovo. Dabei geht es unter anderem um einen Gebietstausch mit Serbien, den Kosovos Präsident Hashim Thaci strikt ablehnt. Eine Klärung des Konflikts ist jedoch Voraussetzung für einen EU-Beitritt Serbiens. Nach Angaben der Bundesregierung soll das Treffen im Kanzleramt vorrangig dem Meinungsaustausch dienen. Aus Élyséekreisen heißt es, Frankreich wolle in der Region wieder stärker Flagge zeigen.
    Neue Enthüllung zu Problemflieger Boeing 737 MAX
    Der Flugzeughersteller Boeing gerät mit seinem Modell 737 MAX erneut unter Druck. Einem Medienbericht zufolge hatte der Konzern ein Warnsystem für Fehlfunktionen deaktiviert, ohne Fluglinien darüber zu informieren. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" war das Stabilisierungssystem bereits im vergangenen Jahr ins Visier der US-Flugaufsicht FAA geraten. Inspektoren erwogen 2018, einen Flugstopp für Maschinen dieses Typs anzuordnen, wie informierte Kreise mitteilten. Zwei Maschinen vom Typ Boeing 737 MAX waren binnen fünf Monaten abgestürzt - in Indonesien und Äthiopien.
    Fußball: Gnabry rettet FC Bayern vor Blamage
    Fußball-Rekordmeister FC Bayern München hat die erhoffte Vorentscheidung im Titelkampf der Bundesliga überraschend verpasst. Der Spitzenreiter kam beim Abstiegskandidaten 1. FC Nürnberg nur zu einem 1 zu 1 und konnte damit den Patzer von Verfolger Borussia Dortmund beim 2 zu 4 im Revierderby gegen Schalke nur teilweise nutzen. Der FC hat nun drei Spieltage vor Saisonende zwei Punkte Vorsprung auf Dortmund. Indes warfen zwei Patzer von Torwart Oliver Baumann die TSG Hoffenheim im Rennen um einen Platz in der Königsklasse weit zurück. Die Kraichgauer unterlagen 1 zu 4 gegen den VfL Wolfsburg.
    10 min
  • 27.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Altmaier berät über Handelskrieg zwischen China und den USA.
    Der Handelskrieg zwischen den USA und China schadet auch der deutschen und europäischen Wirtschaft. Am Rande des Gipfeltreffens in Peking zur geplanten "Neuen Seidenstraße" lotet Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier aus, wo die Kontrahenten stehen. Er traf den für die Handelsgespräche mit den USA zuständigen Vizepremier Liu He. Der Konflikt zwischen den beiden Großmächten bremst auch das Wachstum der Weltwirtschaft. Die Verhandlungen zwischen Washington und Peking werden am Dienstag in der chinesischen Hauptstadt fortgesetzt.
    Mindestens 15 Tote bei Razzia in Sri Lanka.
    Nach mehreren Explosionen in einem von der Polizei umstellten Haus im Osten Sri Lankas sind darin mindestens 15 Leichen entdeckt worden, unter ihnen mehrere Frauen und Kinder. Das Gebäude in der Küstenstadt Sainthamaruthu sollte im Zuge einer Anti-Terror-Razzia von Sicherheitskräften gestürmt werden. Diese seien aus dem Haus beschossen worden, ehe es zu den Detonationen kam, sagte ein Polizeisprecher. Grund für den Einsatz waren Ermittlungen nach den Anschlägen vom Ostersonntag, denen mehr als 250 Menschen zum Opfer fielen. Die Polizei warnt seither vor neuen Anschlägen durch Islamisten.
    Jugendämter prüfen Sorgerechtsentzug für IS-Rückkehrer mit Kindern.
    Anhängern der Terrororganisation IS, die nach Syrien oder in den Irak ausgereist sind und wieder nach Deutschland zurückkommen, könnte das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen werden. Mehrere Jugendämter prüfen nach Informationen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" derzeit solche Fälle. Demnach könnte es als Kindeswohlgefährdung eingestuft werden, wenn Kinder mit der Ideologie des "Islamischen Staates" indoktriniert wurden oder schwere Gewalttaten mit ansehen mussten. In einigen der Fälle ermitteln auch Sicherheitsbehörden gegen IS-Anhänger wegen Verletzung der Fürsorgepflicht.
    Aktionäre verweigern Bayer-Chef Baumann die Entlastung.
    Erstmals haben Aktionäre dem Vorstandschef eines DAX-Konzerns das Vertrauen entzogen. Auf der Hauptversammlung in Bonn votierte eine klare Mehrheit der Anteilseigner gegen eine Entlastung des Konzernchefs Werner Baumann. Das Votum hat zwar keine direkten Folgen, gilt aber als schallende Ohrfeige für den Vorstand. Baumann hatte im Vorjahr die umstrittene Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto durchgezogen. Viele Großaktionäre kritisieren das, auch weil wegen einer Klagewelle in den USA hohe Schadenersatzzahlungen drohen. Der Aktienkurs des Konzerns ist zuletzt stark gefallen.
    Trump ruft OPEC-Staaten zu verstärkter Ölförderung auf.
    Angesichts höherer Benzinpreise in den USA hat Präsident Donald Trump Saudi-Arabien und andere OPEC-Staaten aufgerufen, mehr Erdöl zu fördern. Trump schrieb auf Twitter, er habe mit Saudi-Arabien und anderen darüber gesprochen. Alle seien sich einig. Kurz zuvor hatte er gesagt, seine Bemühungen zur Produktionserhöhung durch die Organisation Erdöl exportierender Staaten führten bereits zum Sinken der Spritpreise. Die Regierung in Riad hatte jedoch am Mittwoch erklärt, sie plane keine höhere Ölproduktion, um Engpässe wegen der verschärften Öl-Sanktionen der USA gegen den Iran zu kompensieren.
    Skandinavische Airline SAS streicht wegen Pilotenstreiks viele Flüge.
    Ein Pilotenstreik bei der skandinavischen Fluggesellschaft SAS hat am Freitag zu erheblichen Beeinträchtigungen für Reisende geführt. Nach Angaben des Unternehmens fielen durch die Arbeitsniederlegungen 673 Flüge in Schweden, Dänemark und Norwegen aus. Betroffen waren mehr als 72.000 Reisende. Demnach traten mehr als 1400 Piloten in den Streik. Inzwischen hat SAS auch für diesen Samstag viele Flüge gestrichen. 34.000 Kunden können deshalb nicht abfliegen. Die Piloten wehren sich mit dem Streik gegen die ihrer Ansicht nach immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen und fordern zudem mehr Geld.
    Fußball-Bundesliga: Leverkusen siegt in Augsburg.
    Bayer Leverkusen kann wieder von einer Qualifikation für die Champions League träumen. Die Mannschaft von Trainer Peter Bosz holte mit einem verdienten 4:1 beim FC Augsburg ihren dritten Sieg in Folge. Damit liegt sie vorläufig nur noch zwei Punkte hinter dem Tabellenvierten Eintracht Frankfurt. Die Elf aus Augsburg hatte auch im 18. Bundesliga-Duell gegen die Werkself keinen Erfolg.
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