Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 15.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sozialdemokraten gewinnen knapp bei Parlamentswahl in Finnland
    Bei der Parlamentswahl in Finnland sind die Sozialdemokraten mit knappem Vorsprung stärkste Kraft geworden. Die Partei des früheren Gewerkschafters Antti Rinne erzielte 40 von 200 Mandaten. Auf Platz zwei und drei landeten die rechtspopulistische Partei "Die Finnen" und die konservative Nationale Sammlungspartei mit 39 und 38 Sitzen. Die bislang regierende Zentrumspartei von Ministerpräsident Juha Sipilä wurde abgestraft und ist nur noch mit 31 Abgeordneten im Parlament vertreten.
    Auswärtiges Amt kritisiert Abschaltung von DW-Signal in Venezuela
    Nach der Abschaltung des spanischen TV-Kanals der Deutschen Welle in Venezuela hat das Auswärtige Amt die Regierung aufgefordert, das Programm wieder ins Kabelnetz aufzunehmen. Man erwarte, dass diese bedauerliche Entscheidung rasch revidiert werde, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums in Berlin. Die Presse- und Meinungsfreiheit sei ein wichtiges Gut, für das die Bundesregierung konsequent eintrete. Die Deutsche Welle hatte über die Krise in Venezuela unter anderem mit einer täglichen, 15-minütigen TV-Sondersendung in ihrem spanischen Programm berichtet.
    Haftstrafe für Frau ohne Kopftuch im Iran
    Eine Frau ist im Iran zu einem Jahr Haft verurteilt worden, weil sie sich ohne Kopftuch in der Öffentlichkeit gezeigt hatte. Die 32-jährige Wida Mowahed hatte vor zwei Jahren aus Protest gegen den Kopftuchzwang ihre Kopfbedeckung abgenommen und wurde daraufhin verhaftet. Ob Mowahed wirklich ins Gefängnis muss, ist unklar. Nach Angaben ihres Anwalts könnte sie von einer Staatsamnestie profitieren. Im Iran müssen Mädchen ab neun Jahren in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen.
    Simbabwe will weißen Farmern Schadenersatz zahlen
    Die Regierung in Simbabwe will enteignete Farmer entschädigen. Rund 16 Millionen Euro stünden dafür bereit, erklärte das Landwirtschaftsministerium. Im Jahr 2000 wurden unter dem ehemaligen Staatschef Robert Mugabe mehr als 4000 der rund 4500 weißen Landbesitzer zugunsten schwarzer Bauern enteignet. Mugabe verteidigte die Enteignungen als Korrektur ungerechter Landverteilung infolge der Kolonialzeit. In der Folge brach die Landwirtschaftsproduktion zusammen und das Land wurde von Lebensmittelimporten abhängig.
    Tote durch Unwetter in den USA
    Bei heftigen Stürmen im Süden der Vereinigten Staaten sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen, darunter drei Kinder. Die meisten Opfer wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen oder ertranken in den Sturzfluten. Die Ortschaft Franklin in Texas wurde nach Medienberichten beinahe vollständig durch einen Tornado zerstört. In Hamilton in Mississippi seien Dutzende Häuser dem Erdboden gleichgemacht worden, hieß es. Die Schlechtwetterfront bewegt sich nun auf New York und die Hauptstadt Washington zu.
    Bundesverfassungsgericht verhandelt über Teilnahme von Behinderten bei Europawahl
    Das Bundesverfassungsgericht verhandelt an diesem Montag über einen Eilantrag, der Behinderten in Vollbetreuung die Teilnahme an der Europawahl ermöglichen soll. Grüne, FDP und Linkspartei stellten ihn gemeinsam im Bundestag. Die Verfassungsrichter erklärten bereits im Januar die entsprechenden Regelungen von betreuten Behinderten im Bundeswahlgesetz für verfassungswidrig. Daraufhin wurden gesetzliche Bestimmungen nachgebessert. Ein inklusives Wahlrecht für die mehr als 80.000 Betroffenen ist erst ab Juli vorgesehen. Grüne, FDP und Linke wollen durchsetzen, dass sie schon an der Europawahl am 26. Mai teilnehmen können.
    Finale Staffel von Game of Thrones gestartet
    Die Fantasy-Saga Game of Thrones ist in ihre achte und finale Staffel gestartet. Zwei Jahre mussten die Fans auf neue Folgen warten. In der Auftaktfolge kehren mehrere Figuren in die fiktive Stadt Winterfell zurück und feiern ihr Wiedersehen. Die preisgekrönte Serie startete in den USA am Sonntagabend. In den verbleibenden fünf Episoden soll es nach Angaben der Macher zur bisher größten TV-Schlacht der Geschichte kommen. Am 20. Mai endet die Saga mit einem rund 80-minütigen Finale.
    7 min
  • 13.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Präsident des Militärrats im Sudan zurückgetreten.:
    Nach nur einem Tag im Amt hat der Präsident des neu gegründeten Militärrats im Sudan, Awad Ibn Auf, seinen Posten niedergelegt. Der ehemalige Verteidigungsminister reagierte damit auf anhaltende Demonstrationen der Sudanesen, die Demokratie in dem nordafrikanischen Land fordern. Erst am Donnerstag hatte Ibn Auf den Sturz des langjährigen Staatschefs Omar al-Baschir verkündet. Der ranghohe Militär Abdel Fattah Burhani soll nun die Leitung des Übergangsrats übernehmen. Der Übergangsrat soll dem Militär zufolge zwei Jahre im Amt bleiben und Wahlen vorbereiten.:
    Wieder Demonstrationen in Algerien.:
    Erneut haben Tausende Menschen in Algerien gegen die Staatsführung protestiert. Auch nach dem Rücktritt von Langzeitpräsident Abdelaziz Bouteflika in der vergangenen Woche forderten die Menschen grundlegende demokratische Reformen. In der Hauptstadt Algier kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Nach Angaben der Behörden wurden 27 Polizisten verletzt, vier von ihnen schwer. Mehr als 100 Menschen wurden festgenommen.:
    China verstärkt wirtschaftliche Zusammenarbeit in Osteuropa.:
    China baut seine wirtschaftlichen Kooperationen in Mittel- und Südosteuropa weiter aus. Als 17. Mitglied der Plattform für die wirtschaftliche Zusammenarbeit wurde Griechenland aufgenommen. Zu der Gruppe gehören Länder wie zum Beispiel Polen, Bulgarien und Albanien. Peking bietet den Ländern Hilfe beim Ausbau ihrer Infrastruktur an. Finanziert mit chinesischen Krediten, entstehen auf diese Weise Autobahnen, Brücken, Kraftwerke und Hafenanlagen in der Region. Die EU sieht diese Aktivitäten skeptisch, da sie befürchtet, dass die Länder in eine Schuldenfalle tappen und von China abhängig werden.:
    Kim will drittes Treffen mit Trump unter Bedingungen.:
    Im Atomstreit mit den USA hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un der Regierung in Washington eine Frist bis Ende des Jahres gesetzt. Er sei nur an einem dritten Treffen mit US-Präsident Donald Trump interessiert, wenn die USA mit der richtigen Einstellung teilnähmen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA aus einer Rede Kims. Er werde bis Ende dieses Jahres auf eine Entscheidung der USA warten, hieß es weiter. Kim und Trump haben sich bislang zwei Mal getroffen, ohne einen Durchbruch zu erzielen. Dennoch bezeichnete Kim seine Beziehung zu Trump als weiterhin ausgezeichnet.:
    Trump droht mit Zuweisung von Migranten in Demokraten-Städte.:
    US-Präsident Donald Trump droht damit, in großer Zahl illegale Migranten in einwandererfreundliche Städte zu bringen, die von Demokraten geführt werden. Trump sagte, viele dieser Städte würden ja mehr Menschen aufnehmen wollen. Das könnten sie haben. Illegale Migranten gebe es genug. Der Präsident betonte, die Demokraten könnten diesen Schritt abwenden, wenn sie endlich bereit seien, die "verrückten" Einwanderungsgesetze des Landes zu ändern. In den USA gibt es zahlreiche Städte wie San Francisco, Los Angeles und Chicago, die illegalen Zuwanderern Schutz bieten.:
    Seehofer plant Verlängerung der Grenzkontrollen zu Österreich.:
    Reisende, die die deutsch-österreichische Grenze passieren wollen, müssen sich weiter auf Kontrollen einstellen. Bundesinnenminister Horst Seehofer will die Überwachung um weitere sechs Monate bis November verlängern. Ein Sprecher des Ministeriums begründete die Maßnahme mit der anhaltend hohen Zahl von Migranten, die versuchten, über die Grenze nach Deutschland einzureisen. Im Schnitt würden monatlich 950 unerlaubte Einreisen und 600 Zurückweisungen von Migranten registriert. Deutschland hatte die Grenzkontrollen im Herbst 2015 eingeführt. Seitdem wurden sie alle sechs Monate verlängert.:
    Fisher-Price warnt vor Babywiege.:
    Der US-Spielzeughersteller Mattel ruft weltweit Babywippen des Tochterunternehmens Fisher-Price zurück. Betroffen seien 4,7 Millionen Exemplare des Modells "Rock 'n Play Sleeper". Trotzdem betonte Fisher-Price, das Produkt sei sicher. Es handle sich um einen freiwilligen Rückruf. Hintergrund sind Berichte über mehr als 30 Todesfälle von Säuglingen innerhalb von zehn Jahren. Der Rückruf erfolgt in Kooperation mit der US-Behörde für Produktsicherheit. Diese hatte vor der Nutzung gewarnt, nachdem sich nicht angeschnallte Babys in der Wippe umgedreht hatten und dabei ums Leben gekommen waren.:
    7 min
  • 12.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Putschistenführer im Sudan als Präsident des Übergangsrats vereidigt
    Wenige Stunden nach dem Militärputsch im Sudan ist der bisherige Verteidigungsminister Awad Ibn Auf als Präsident des militärischen Übergangsrates vereidigt worden. Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder von der Zeremonie. Ibn Auf folgt damit faktisch auf Präsident Omar Al-Baschir, der nach fast 30 Jahren an der Macht abgesetzt und festgenommen worden war. Der Übergangsrat soll laut Militär zwei Jahre im Amt bleiben und Wahlen vorbereiten. Der Opposition, die mit ihren Straßenprotesten zum Sturz Al-Baschirs beigetragen hatte, reicht das nicht. Sie will einen schnelleren demokratischen Wandel.
    Bundessicherheitsrat genehmigt Rüstungsexport für Saudi-Arabien
    Keine zwei Wochen nach der Lockerung des Rüstungsexportstopps für Saudi-Arabien hat der Bundessicherheitsrat wieder eine erste Lieferung an das Königreich genehmigt. Dabei handelt es sich um "Technologie für Satteltiefladerfertigung" der Ulmer Firma Kamag, wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags in einem Schreiben mitteilte. Dem geheim tagenden Bundessicherheitsrat gehören die Kanzlerin und mehrere Minister an. Das für Rüstungsexporte zuständige Gremium erteilte den Angaben zufolge in seiner jüngsten Sitzung Liefergenehmigungen an sechs Länder.
    Mindestens 16 Tote bei Bombenexplosion in Pakistan
    Bei einer Bombenexplosion in der Stadt Quetta im Südwesten Pakistans sind mindestens 16 Menschen getötet worden. Fast 30 Menschen seien verletzt worden, als ein auf einem Obstmarkt platzierter Sprengsatz detoniert sei, erklärte der zuständige Polizeichef. Der Markt werde hauptsächlich von Angehörigen der ethnischen Minderheit der Hasara, die Schiiten sind, betrieben. Bislang hat sich niemand zu der Tat bekannt.
    Israelische Raumsonde zerbricht bei Mondlandung
    Die Landung der israelischen Raumsonde "Beresheet" auf dem Mond ist gescheitert. Nach Angaben aus dem Kontrollzentrum bei Tel Aviv zerschellte sie auf der Oberfläche des Erdtrabanten. Der wichtigste Motor sei beim Landemanöver ausgefallen und die Kommunikation abgebrochen. Die 585 Kilogramm schwere "Beresheet" war am 22. Februar vom US-Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral gestartet. Ins All gebracht wurde sie von einer Falcon-9-Rakete des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk. Sie sollte das Magnetfeld des Mondes untersuchen. Es war die erste privat finanzierte Aktion dieser Art.
    Assange will sich gegen US-Auslieferungsgesuch wehren
    Der in London festgenommene Wikileaks-Gründer Julian Assange will sich gegen die drohende Auslieferung in die USA wehren. Er werde das Auslieferungsgesuch anfechten, sagte seine Anwältin. Assange ist in den USA wegen Verschwörung zur Attacke auf Regierungscomputer angeklagt. Ihm drohen im Fall einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft. Der Australier war gestern von der britischen Polizei in der Botschaft Ecuadors festgenommen worden, wohin er sich 2012 aus Furcht vor einer Auslieferung an Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen und einer Überstellung an die USA geflüchtet hatte.
    EU zieht Mitarbeiter ihrer Hilfsmission aus Tripolis ab
    Die Europäische Union hat wegen der anhaltenden Kämpfe die Mitglieder ihrer zivilen Grenzsicherungsmission EUBAM aus der libyschen Hauptstadt Tripolis abgezogen. Etwa 20 Mitarbeiter seien ins benachbarte Tunesien gebracht worden, von wo aus sie die Lage weiter beobachteten, gab ein EU-Sprecher bekannt. Die Außenbeauftragte Federica Mogherini rief die Truppen des Milizengenerals Chalifa Haftar auf, die Offensive auf Tripolis zu stoppen. Die Kämpfe würden Zivilisten gefährden und die Befriedung des Landes unter Leitung der Vereinten Nationen gefährden.
    World Press Photo 2019 zeigt weinendes Flüchtlingsmädchen
    Das Foto eines weinenden Flüchtlingskindes an der Südgrenze der USA ist zum World Press Photo des Jahres gewählt worden. Das kleine Mädchen aus Honduras bricht in Tränen aus, als die Mutter im US-Staat Texas von einem Polizisten durchsucht wird. Das Bild des US-Fotografen John Moore von Juni 2018 löste eine Diskussion über die Praxis der US-Regierung aus, Migranten von ihren Kindern zu trennen. Der erste Preis für eine Foto-Serie ging an den Niederländer Pieter Ten Hoopen. Er hatte den Treck von rund 7000 Migranten aus Mittelamerika dokumentiert, die im Oktober 2018 zur US-Grenze gezogen waren.
    7 min
  • 11.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Sondergipfel verlängert Brexit-Drama bis maximal Ende Oktober
    Der britische EU-Austritt wird ein weiteres Mal verschoben, diesmal auf den 31. Oktober. Premierministerin Theresa May hat das entsprechende Angebot der 27 verbleibenden EU-Staaten angenommen. Das bestätigte EU-Ratspräsident Donald Tusk nach einer Nachtsitzung der Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Damit gewinne das Vereinigte Königreich Zeit, um die bestmögliche Lösung zu finden. Verbunden ist das EU-Angebot mit Bedingungen. Die Briten müssen an der Europawahl teilnehmen. Die Regierung in London muss sich verpflichten, nicht mehr in EU-Entscheidungen einzugreifen oder diese zu blockieren.
    USA verlangen Anerkennung Guaidós durch Weltsicherheitsrat
    US-Vizepräsident Mike Pence hat den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen aufgefordert, den venezolanischen Oppositionsführer Juan Guaidó als Präsidenten des Landes anzuerkennen. Einen entsprechenden Resolutionsentwurf werden die USA einbringen, wie Pence ankündigte. Der bisherige Staatschef Nicolás Maduro müsse gehen, sagte Pence bei der Sitzung in New York. Es sei für die UN an der Zeit, Guaidó als "rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas anzuerkennen" und einen von ihm entsandten Vertreter als Botschafter beim Sicherheitsrat zu bestimmen.
    Knapp sechswöchiger Wahlmarathon in Indien gestartet
    In Indien sind von diesem Donnerstag bis zum 19. Mai rund 900 Millionen Menschen aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Zum Auftakt wird in 20 Bundesstaaten gewählt. Premierminister Narendra Modi von der BJP-Partei hofft auf eine zweite Amtszeit. Herausgefordert wird er von einem Mitglied der Gandhi-Dynastie, dem Kongressvorsitzenden Rahul Gandhi. Umfragen deuten auf einen knappen Wahlausgang hin. Die zahlreichen Regionalparteien, die bei der Wahl antreten, könnten bei einer Koalitionsbildung eine wichtige Rolle spielen. Die Abstimmung findet unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt.
    Armee im Sudan kündigt Erklärung an
    Nach tagelanger Belagerung des Armeehauptquartiers hat das Militär im Sudan eine Erklärung angekündigt. Einzelheiten sind nicht bekannt. Seit Monaten finden im Sudan Protestkundgebungen gegen die Regierung von Präsident Omar al-Baschir statt, der seit 30 Jahren im Amt ist. Auslöser des Protests waren Preiserhöhungen für Nahrungsmittel. Tausende Regierungskritiker campieren seit dem Wochenende vor der Zentrale des Militärs. Sicherheitskräfte versuchten vergeblich die Menge auseinanderzutreiben.
    Präsidentschaftswahl in Algerien soll im Juli stattfinden
    In Algerien wird nach dem Rückzug des langjährigen Staatschefs Abdelaziz Bouteflika am 4. Juli ein neuer Präsident gewählt. Das ließ Übergangspräsident Abdelkader Bensalah in der Hauptstadt Algier mitteilen. Auch gegen ihn hatte es in den vergangenen Tagen immer wieder Proteste gegeben. Viele Algerier sehen in ihm einen Vertreter der alten politischen Elite. Zuvor hatte Armeechef Ahmed Gaed Salah versprochen, der Kreis um das ehemalige Staatsoberhaupt Bouteflika werde entmachtet. Auch die Wahlvorbereitungen werde das Militär kritisch überwachen.
    Drei neue A350-Flieger werden für die Flugbereitschaft angeschafft
    Nach einer peinlichen Pannenserie mit Regierungsfliegern kauft die Bundesregierung laut Medienberichten neue Flugzeuge für die Flugbereitschaft der Bundeswehr. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat demnach den Kauf von drei Maschinen vom Typ Airbus A 350-900 für rund 1,2 Milliarden Euro gebilligt. Die Luftwaffe reagierte auf Twitter höchst erfreut. Von technischen Defekten an den Regierungsfliegern waren in den vergangenen Monaten Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Außenminister Heiko Maas und Entwicklungsminister Gerd Müller betroffen.
    7 min
  • 10.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Netanjahu vor Herausforderer Gantz bei Knesset-Wahl
    Nach der Parlamentswahl in Israel ist eine fünfte Amtszeit für Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wahrscheinlich. Zwar liegt Netanjahus rechtskonservative Likud-Partei nach Auszählung fast aller Stimmen gleichauf mit dem Oppositionsbündnis Blau-Weiß von Herausforderer Benny Gantz. Insgesamt kam das Lager rechter und religiöser Parteien jedoch auf 65 der 120 Mandate, das Mitte-Links-Lager dagegen auf 55 Mandate. Daher ist davon auszugehen, dass Netanjahu erneut mit der Regierungsbildung beauftragt wird. Netanjahu und Gantz hatten sich unmittelbar nach der Abstimmung jeweils zum Sieger erklärt.
    El Salvadors Präsident will keine Diktatoren bei Amtseinführung
    El Salvadors neuer Präsident Nayib Bukele lädt mehrere lateinamerikanische Staatsoberhäupter ausdrücklich nicht zu seiner Amtseinführung ein. Unerwünscht bei der Zeremonie am 1. Juni sind die Präsidenten aus Venezuela, Nicaragua und Honduras, wie Bukele via Twitter bestätigte. Er hatte Nicolás Maduro, Daniel Ortega und Juan Orlando Hernández bereits vorab kritisiert. "Diktator ist Diktator, ob rechts oder links", sagte Bukele. Sie behaupteten ihre Macht nur durch Gewalt und missachteten den Willen des Volkes. Bukele war im Februar zum Präsidenten von El Salvador gewählt worden.
    Algerier demonstrieren gegen Übergangspräsidenten
    Nach der Ernennung von Abdelkader Bensalah zum Übergangspräsidenten sind in Algerien wieder tausende Studenten auf die Straße gegangen. Sie fordern die Absetzung des 77-Jährigen, der ein Weggefährte von Ex-Langzeitpräsident Abdelaziz Bouteflika ist. In der Hauptstadt Algier ging die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor. Bensalah kündigte in einer Rede an die Nation "transparente" Wahlen an. Er soll die Geschicke des Landes 90 Tage lang bestimmen. In diesem Zeitraum muss er Präsidentschaftswahlen organisieren, bei denen er selbst nicht antreten darf.
    Italiens Wirtschaft wächst kaum noch
    Die italienische Regierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich gesenkt. Erwartet wird nur noch ein minimales Plus von 0,2 Prozent. Ursprünglich war die Koalition aus fremdenfeindlicher Lega und der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung von einem Prozent Wachstum ausgegangen. Die negativen Aussichten sind zum Teil die Folge eines weltweiten Abschwungs. Nach Einschätzung von Volkswirten wirkt sich aber auch die Wirtschaftspolitik der Regierung negativ aus. So waren eine teure Rentenreform und neue Sozialleistungen beschlossen worden.
    Weniger Hinrichtungen im vergangenen Jahr
    Die Zahl der dokumentierten Hinrichtungen ist laut Amnesty International 2018 auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gesunken. Demnach wurden im vorigen Jahr mindestens 690 Menschen in etwa 20 Ländern hingerichtet. Im Jahr zuvor gab es noch 993 offiziell registrierte Exekutionen. Der Staat mit den meisten Hinrichtungen bleibt China, das allerdings keine Auskunft über vollzogene Todesurteile gibt. Schätzungen zufolge wurden dort im vergangenen Jahr wieder Tausende Menschen hingerichtet. Auf den Plätzen zwei bis fünf stehen der Iran, Saudi-Arabien, Vietnam und der Irak.
    Dirk Nowitzki beendet Basketball-Karriere
    Der in den USA spielende deutsche Basketball-Star Dirk Nowitzki hat das Ende seiner Karriere bekanntgegeben. Beim letzten Heimspiel der NBA-Saison seines Teams, der Dallas Mavericks, bereiteten Trainer, Mitspieler und Fans dem 40-jährigen gebürtigen Würzburger einen emotionalen Abschied. Nowitzki spielte 21 Jahre in der US-amerikanischen Profiliga für die Mavericks und wurde zu einem der besten NBA-Spieler aller Zeiten. 2011 gewann er mit Dallas den Titel, 2007 wurde er als wertvollster Spieler der Liga ausgezeichnet. Mit der deutschen Nationalmannschaft gewann er 2002 WM-Bronze und 2005 EM-Silber.
    7 min
  • 09.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schuldsprüche für Demokratie-Aktivisten in Hongkong
    Ein Gericht in Hongkong hat neun Anführer der Demokratie-Bewegung wegen ihrer Beteiligung an Massenprotesten schuldig gesprochen. Die Urteile ergingen wegen Aufwiegelung und Verschwörung zur Störung der öffentlichen Ordnung. Unter den Angeklagten sind Abgeordnete des Parlaments, Akademiker sowie Studentenführer. Die Strafen wurden zunächst nicht verkündet. Den Angeklagten drohen bis zu sieben Jahre Haft. Hintergrund sind die Proteste der sogenannten Regenschirm-Bewegung, die sich 2014 für mehr Demokratie und freie Wahlen in Hongkong einsetzte. Dabei wurden Teile der Metropole wochenlang lahmgelegt.
    USA drohen Europa mit Strafzöllen
    Im Streit um Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus wollen die USA Vergeltungszölle auf diverse Exporte der EU verhängen. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer veröffentlichte eine vorläufige Liste mit Gütern im Wert von rund elf Milliarden Dollar (9,8 Milliarden Euro). Neben Produkten für die Luftfahrtindustrie wären auch Waren wie Käse, Olivenöl, Orangen oder Meeresfrüchte betroffen. Der Rechtsstreit dauert bereits seit 15 Jahren. Die Zeit zum Handeln sei gekommen, erklärte Lighthizer nun.
    Vereinte Nationen fordern Stopp der Kämpfe in Libyen
    Nach dem Luftangriff auf den Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis hat UN-Generalsekretär António Guterres das sofortige Ende aller Kampfhandlungen gefordert. Die Situation müsse deeskaliert werden, um einen "umfassenden Konflikt" zu verhindern, sagte der Sprecher von Guterres. Die sogenannte Libysche Nationale Armee (LNA) unter General Chalifa Haftar hatte vergangene Woche überraschend eine Offensive auf Tripolis gestartet, wo die international anerkannte Regierung des Landes ihren Sitz hat. Haftar unterstützt eine Gegenregierung. Die LNA kontrolliert den Osten und Süden des Landes.
    EU-Kommissar will keine Grenzkontrollen mehr
    EU-Migrationskommissar Dimitris Avramapoulos hat Deutschland und vier weitere EU-Länder aufgefordert, ihre Grenzkontrollen an Binnengrenzen des Schengen-Raumes aufzugeben. Als für den Schengen-Raum zuständiger Kommissar sei er nicht bereit, weitere Genehmigungen dafür zu erteilen, sagte Avramapoulos am Rande eines Vortrages in Washington. Deutschland, Österreich, Dänemark, Norwegen und Frankreich hatten die Grenzkontrollen wegen der gestiegenen Zahl illegaler Grenzübertritte durch Flüchtlinge eingeführt. Die Gründe für die Kontrollen sind laut Avramapoulos nicht mehr vorhanden.
    Netanjahu muss um seine Wiederwahl bangen
    Wegen einer Regierungskrise wird in Israel vorzeitig ein neues Parlament gewählt. Der rechtsgerichteten Likud-Partei des unter Korruptionsverdacht stehenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu drohen Verluste. In letzten Umfragen fiel Likud hinter die Liste Blau-Weiß zurück, ein in der politischen Mitte angesiedeltes Bündnis seines ärgsten Rivalen, Ex-General Benny Gantz. Der 59-jährige Politikneuling Gantz prangerte im Wahlkampf die Bestechungsskandale des Amtsinhabers an und versprach für den Fall eines Siegs "null Toleranz" gegenüber Korruption.
    Parlament sichert sich Mitsprache bei Brexit-Frist
    Das britische Parlament hat sich per Gesetz ein Mitspracherecht beim Antrag Londons auf eine erneute Fristverlängerung für den Brexit gesichert. Anschließend legte die Regierung von Premierministerin Theresa May den Antrag vor, die anderen 27 EU-Mitgliedsstaaten um eine Verlängerung der Austrittsfrist bis zum 30. Juni zu bitten. Über den Antrag soll das Unterhaus noch an diesem Dienstag debattieren, die Abgeordneten könnten allerdings auch ein anderes Datum vorschlagen.
    6 min
  • 08.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Militärischer Konflikt in Libyen eskaliert
    In Libyen dauern die Gefechte um die Hauptstadt Tripolis trotz internationaler Appelle an. Kämpfer des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar griffen am Sonntag nach eigenen Angaben Vororte der Stadt aus der Luft an. Regierungstreue Truppen starteten eine Gegenoffensive. Eine von den Vereinten Nationen geforderte zweistündige Waffenruhe scheiterte. Sie sollte es Rettungskräften ermöglichen, Verletzte und Zivilisten in Sicherheit zu bringen. Seit Beginn der Offensive von Haftars Libyscher Nationaler Armee (LNA) am Donnerstag sind nach Regierungsangaben mindestens 21 Menschen getötet worden.
    Wichtige Weichenstellungen zum Brexit erwartet
    Für Großbritannien steht eine neue Schicksalswoche an. Mit Spannung wird erwartet, ob die Gespräche zwischen der Regierung und der Labour-Opposition über einen Ausweg aus der Brexit-Sackgasse an diesem Montag erste Ergebnisse bringen. Ebenfalls am Montag wird im Oberhaus über einen Gesetzentwurf debattiert, der dem Parlament das Recht geben soll, über die Länge der Brexit-Verschiebung zu entscheiden. Premierministerin Theresa May wird am Mittwoch zum EU-Sondergipfel in Brüssel erwartet. Dort soll eine Entscheidung über die erneute Verschiebung des EU-Austritts fallen.
    Israel schließt am Wahltag Übergänge zu Palästinensergebieten
    Während der Parlamentswahl schließt Israel sämtliche Übergänge zum Gazastreifen und zum Westjordanland. Die Entscheidung, ab Mitternacht für 24 Stunden die Übergänge zu schließen, sei auf Grundlage von "Sicherheitseinschätzungen" getroffen worden, teilte die israelische Armee mit. Israel wählt am Dienstag ein neues Parlament. Es wird mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahus konservativer Likud-Partei und dem Zentrumsbündnis Blau-Weiß von Ex-Generalstabschef Benny Gantz gerechnet.
    Heimatschutzministerin Nielsen verlässt Trumps Regierung
    US-Präsident Donald Trump hat überraschend einen weiteren Wechsel in seinem Kabinett verkündet. Auf Twitter gab er den Abgang von Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen bekannt. Trump dankte der 46-Jährigen für ihre Arbeit und kündigte an, dass das Amt kommissarisch von Kevin McAleenan geführt werden soll. Er ist bisher Chef der Grenzschutzbehörde CBP. Ein Grund für den Wechsel ist noch nicht bekannt. Vor einigen Monaten hatte es Spekulationen gegeben, Trump sei unzufrieden mit der Arbeit von Nielsen, in deren Zuständigkeit unter anderem die Grenzpolitik fiel.
    Weißes Haus lehnt Einsicht in Trumps Steuererklärung ab
    Die Forderung der Demokraten nach einem Einblick in die Steuererklärungen von US-Präsident Donald Trump ist vom Weißen Haus zurückgewiesen worden. Dazu werde es "niemals" kommen, sagte Stabschef Mick Mulvaney im Sender Fox News. Der Vorstoß sei rein politisch motiviert. Die Demokraten hatten am Mittwoch bei der Steuerbehörde IRS die Übergabe der persönlichen und geschäftlichen Unterlagen Trumps der vergangenen sechs Jahre beantragt. Trump ist der erste Präsident seit Richard Nixon, der seine Steuererklärung geheimhält. Er begründet dies mit einer seit Jahren laufenden Steuerprüfung.
    AKP fordert komplette Neuauszählung in Istanbul
    Die türkische Regierungspartei AKP von Staatschef Recep Tayyip Erdogan ficht das Ergebnis der Kommunalwahl in Istanbul weiter an. In 38 Wahlbezirken habe man eine Neuauszählung aller Stimmen beantragt, teilte Partei-Vize Ali Ihsan Yavuz mit. Für den übrigen Bezirk verlangte die AKP die Annullierung des Ergebnisses. Bereits am Montag hatte sie in einigen Distrikten Berufung gegen die vorläufigen Wahlergebnisse eingelegt. Danach liegt der Bürgermeisterkandidat der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) in Istanbul knapp vorn. Auch in der Hauptstadt Ankara führt die CHP.
    Verdienste von Paketzustellern massiv gesunken
    Die Verdienste von Paketzustellern sind in den vergangenen Jahren trotz des Booms in der Branche zurückgegangen. Die "Rheinische Post" berichtet, das mittlere Bruttomonatsentgelt sei von 2007 bis 2017 von 2860 auf 2430 Euro gesunken. Dieser Abnahme um 13 Prozent stehe ein Anstieg der Vergleichsentgelte in der Gesamtwirtschaft um 23,7 Prozent gegenüber, schreibt die Zeitung unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Linken-Anfrage.
    7 min
  • 06.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-DateiUN-Sicherheitsrat ruft libyschen General zu Ende von Offensive auf
    Der UN-Sicherheitsrat hat die Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar zur Beendigung ihres Vormarsches auf Tripolis aufgerufen. Haftars Libysche Nationale Armee sei aufgefordert, "alle militärischen Bewegungen zu stoppen", sagte der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen nach einem Treffen des Sicherheitsrats in New York. Deutschland hat derzeit den Vorsitz in dem Gremium inne. Zuvor hatten die Außenminister der G7-Staaten die sofortige Einstellung der Kämpfe angemahnt. Es gebe keine militärische Lösung für den Konflikt in dem nordafrikanischen Krisenland.
    US-Regierung verhängt weitere Sanktionen gegen Venezuela
    Die USA haben weitere Sanktionen gegen die venezolanische Führung unter Staatschef Nicolás Maduro verhängt. Die Strafmaßnahmen zielen auf zwei Firmen aus dem Ölsektor des Landes, auf einen Tanker, der Öl nach Kuba transportiert hat, sowie auf 34 weitere Schiffe ab, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Mit dem Schritt will Washington auch Kuba treffen. Das Land sei ein wichtiger Importeur von venezolanischem Öl und unterstütze das unrechtmäßige Regime von Maduro. In Venezuela liefern sich Maduro und der Oppositionsführer Juan Guaidó einen erbitterten Machtkampf.
    Trump bekräftigt Notstand an Grenze zu Mexiko
    "Unser Land ist voll. Also kehrt um, so ist es nun mal." Diese deutliche Botschaft hat US-Präsident Donald Trump bei einem Besuch an der Grenze zu Mexiko an potenzielle Migranten gerichtet. Trump sprach erneut von einem Notstand an der Grenze und beklagte schwere Mängel im Einwanderungssystem der USA. Gegen den von Trump verhängten Notstand will das von den Demokraten kontrollierte US-Repräsentantenhaus rechtlich vorgehen und hat Klage eingereicht. Mit Hilfe der Notstandserklärung will Trump zusätzliche Milliarden für den Bau einer Mauer an der mexikanischen Grenze beschaffen.
    USA betrachten iranische Revolutionsgarden als Terrororganisation
    Die USA wollen nach Informationen von Regierungsvertretern die iranischen Revolutionsgarden als ausländische Terrororganisation einstufen. Die offizielle Entscheidung der Regierung in Washington könnte bereits am kommenden Montag bekanntgegeben werden, heißt es. Die iranischen Revolutionsgarden sind eine mächtige militärische Einheit innerhalb des Staates, die für den Machterhalt des Regimes gegründet wurde. Das Außenministerium und das Weiße Haus lehnten einen Kommentar dazu ab.
    Tausende Menschen protestieren in Mali gegen ethnische Gewalt
    In Malis Hauptstadt Bamako sind Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Die Nachrichtenagentur AFP sprach unter Berufung auf Polizeiangaben von mindestens 30.000. Sie protestierten gegen Präsident Boubacar Keita. Die Demonstranten warfen ihm vor, nicht genug gegen die ethnische Gewalt im Land zu unternehmen. Im März hatte die Volksgruppe der Dogon ein schweres Massaker gegen ein Dorf des Nomadenvolks der Fulani verübt. Mehr als 150 Menschen wurden getötet. Mali kämpft um Stabilität. Vor sieben Jahren übernahmen militante Islamisten den Norden des Landes. Frankreich intervenierte daraufhin.
    EU-Kommissionsvize mahnt AKP zur Einhaltung demokratischer Grundsätze
    Nach den Kommunalwahlen in der Türkei hat EU-Vizekommissionpräsident Frans Timmermans die Regierungspartei AKP zur Einhaltung demokratischer Grundsätze aufgerufen. Die Türkei habe sich in den vergangenen Jahren "mit großer Geschwindigkeit von den europäischen Werten entfernt", sagte Timmermans der "Welt am Sonntag". Er hoffe, dass dies nicht schlimmer werde, weil die AKP den Wahlausgang nicht akzeptiere. Die Partei von Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte bei der Wahl am Sonntag nach vorläufigen Ergebnissen die Bürgermeisterposten in Istanbul und Ankara an die Mitte-Links-Partei CHP verloren.
    7 min
  • 05.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Luftfahrtkonzern Boeing entdeckt weiteres Softwareproblem
    Der US-Luftfahrtkonzern Boeing hat nach zwei Abstürzen von Flugzeugen des Typs 737 Max Schwierigkeiten mit einer weiteren Computer-Software eingeräumt. Sie seien bei der Überarbeitung des umstrittenen Steuerungsprogramms MCAS festgestellt worden, teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte die Zeitung "Washington Post" berichtet, dass die US-Luftfahrtbehörde das neue Problem beanstandet habe. Solange dies nicht gelöst sei, werde das Startverbot für entsprechende Maschinen der 737-Max-Serie nicht aufgehoben. Boeing sieht nach eigenen Angaben keinen Zusammenhang mit den Unglücken.
    General Haftars Milizen marschieren Richtung Tripolis
    Rund eine Woche vor einer geplanten UN-Friedenskonferenz für Libyen droht in dem Bürgerkriegsland eine neue Eskalation der Gewalt. Der abtrünnige, aber weiterhin einflussreiche General Khalifa Haftar gab seinen Truppen den Befehl zum Vormarsch auf die Hauptstadt Tripolis, wo die international anerkannte Regierung sitzt. Die USA und mehrere Verbündete warnten vor weiterer Gewalt und drohten mit Konsequenzen. Der UN-Sicherheitsrat wird noch an diesem Freitag über die Lage beraten. Laut Agenturen stehen Haftars Truppen rund 30 Kilometer vor Tripolis.
    Trump setzt Mexiko im Grenzstreit ein Ultimatum
    Die mexikanische Regierung müsse sowohl die illegale Migration als auch den Drogenschmuggel in die USA stoppen, sagte US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Er setze Mexiko dazu eine Frist von einem Jahr. Wenn das Nachbarland bis dahin keine entsprechenden Schritte unternommen habe, werde man die Autos aus Mexiko mit drastischen Zöllen belegen. Wenn das nicht funktioniere, würden die USA die Grenze schließen. Zuletzt hatte Trump damit gedroht, bereits in dieser Woche die Südgrenze dicht zu machen. Mexikos Regierung warnte davor, die Themen Migration und Handel zu vermischen.
    Untersuchungshaft von Automanager Ghosn verlängert
    Der am Donnerstag erneut festgenommene Ex-Renault- und Nissan-Chef Carlos Ghosn muss vorerst im Gefängnis bleiben. Ein Gericht in Tokio stimmte dem Antrag der Staatsanwaltschaft zu, die Untersuchungshaft von Ghosn bis zum 14. April zu verlängern. Die Ermittlungsbehörden erheben neue Vorwürfe gegen den 65-Jährigen. Demnach soll Ghosn rund 13,4 Millionen Euro an Nissan-Geldern an eine von ihm kontrollierte Gesellschaft transferiert und etwa 4,5 Millionen Euro für Privatzwecke abgezweigt haben. Dem Manager war zuvor bereits in mehreren Punkten finanzielles Fehlverhalten vorgeworfen worden.
    Obama wirbt bei Besuch in Köln für Klimaschutz
    Der frühere US-Präsident Barack Obama hat ein entschiedeneres Eintreten gegen den Klimawandel gefordert und dabei das Engagement junger Menschen hervorgehoben. Der Klimawandel sei nichts, was in 50 Jahren stattfinde, er geschehe genau jetzt, sagte Obama bei einem Auftritt in Köln vor mehr als 14.000 Zuhörern in der Lanxess-Arena. Obama hob hervor, dass Entscheidungen und Diskussionen auf der Grundlage von Fakten, Vernunft und Logik stattfinden müssten. Eine der größten Gefahren für die Demokratie sei, wenn kein Konsens mehr über grundlegende Fakten existiere, warnte Obama.
    Kuba reduziert aus Papiermangel den Umfang der Zeitungen
    Die Zeitung "Granma", das Zentralorgan von Kubas Kommunistischer Partei, hat mitgeteilt, dass wegen Papiermangels der Umfang einer Reihe staatlicher Publikationen reduziert werde. Mehrere Wochenzeitungen müssen ihren Umfang halbieren, andere Zeitungen erscheinen an weniger Tagen als bisher. Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit von Zeitungspapier machten diesen Schritt notwendig, heißt es in der Mitteilung. Kuba ist vom wirtschaftlichen Niedergang seines Verbündeten Venezuela stark betroffen. So liefert Caracas deutlich weniger Öl zum Vorzugspreis auf die sozialistische Karibikinsel.
    8 min
  • 04.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britisches Parlament will No-Deal-Brexit verhindern
    Das britische Unterhaus hat ein Gesetz gebilligt, das die Regierung zu einem weiteren Brexit-Aufschub verpflichten soll. In dritter Lesung wurde die Vorlage knapp mit 313 zu 312 Stimmen angenommen. Bevor der Entwurf zum Gesetz wird, muss er noch vom Oberhaus gebilligt werden. Eine überparteiliche Gruppe von Abgeordneten will damit verhindern, dass es zu einem EU-Austritt ohne Vertrag kommt. Premierministerin Theresa May hatte bereits angekündigt, eine Verlängerung der Austrittsfrist bis zum 22. Mai beantragen zu wollen. Eine weitere kurze Fristverlängerung wird bei der EU skeptisch gesehen.
    US-Demokraten fordern Einblick in Trumps Steuererklärungen
    Die Demokraten erhöhen im US-Kongress den Druck auf US-Präsident Donald Trump und verlangen offiziell die Offenlegung seiner Steuererklärungen der vergangenen sechs Jahre. Der Vorsitzende des zuständigen Ausschusses im US-Repräsentantenhaus, Richard Neal, forderte bei der US-Steuerbehörde IRS formal die Steuererklärungen von Trump und mehrerer seiner Firmen an. Als Frist für die Herausgabe der Dokumente nannte er den 10. April. Trump hat seine Steuererklärungen bislang nie veröffentlicht, anders als seine Vorgänger im Präsidentenamt. Seine Gegner mutmaßen, Trump habe Einiges zu verbergen.
    Christchurch-Attentäter wird wegen 50-fachen Mordes angeklagt
    Knapp drei Wochen nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch wird der mutmaßliche Attentäter wegen 50-fachen Mordes und 39-fachen versuchten Mordes angeklagt. Dies teilte die Polizei mit. Sie sprach zudem von "Terror-Angriffen", weitere Anklagen würden geprüft. Der mutmaßlicheTäter, ein Rechtsextremist aus Australien, soll an diesem Freitag per Videoschaltung aus einem Hochsicherheitsgefängnis zu der Tat befragt werden. Der 28-Jährige hat angekündigt, sich vor Gericht selbst zu verteidigen. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.
    Ex-Automanager Ghosn wegen Untreueverdacht wieder in Haft
    Der frühere Nissan- und Renault-Chef Carlos Ghosn ist in Japan erneut festgenommen worden. Bei den neuen Vorwürfen soll es um den Verdacht der schweren Untreue gehen. Laut japanischen Nachrichtenagenturen soll der Automanager Gelder von Nissan für private Zwecke abgezweigt und davon unter anderem Investitionen in das Unternehmen seines Sohnes getätigt haben. Ghosn war im November unter anderem wegen angeblichen Verstoßes gegen Börsenauflagen in Tokio festgenommen worden. Erst nach mehr als 100 Tagen kam er gegen Kaution frei.
    Rumänien beendet Repressalien gegen Laura Kövesi
    Rumäniens Oberstes Gericht hat die gegen Laura Kövesi verhängten Beschränkungen aufgehoben. Dazu gehört auch, dass die Ausreisesperre gegen die frühere Chefin der Antikorruptionsbehörde beendet wurde. Das EU-Parlament wünscht sich die 45-Jährige als Leiterin der neu zu schaffenden Europäischen Staatsanwaltschaft. Mit Repressalien versucht die Regierung in Bukarest seit Wochen, einen Wechsel Kövesis zur EU zu hintertreiben. Kövesi war bis 2018 Chefin der rumänischen Antikorruptionsermittler. In dieser Funktion hatte sie Ermittlungen gegen die mächtigsten Politiker im Land aufgenommen.
    München und Bremen im DFB-Pokalhalbfinale
    Bayern München und Werder Bremen haben das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Rekordchampion Bayern setzte sich in der Runde der letzten acht gegen Zweitligist FC Heidenheim 5 zu 4 durch. Bremen gewann mit einem 2 zu 0 beim FC Schalke 04. Zuvor hatten bereits Zweitligist Hamburger SV und RB Leipzig die Runde der letzten Vier erreicht. Die Halbfinal-Auslosung findet am Sonntag statt.
    8 min

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