Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 26.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Islamisten-Chef bei Anschlag in Sri Lanka getötet
    Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge in Sri Lanka, der Islamisten-Führer Zahran Hashim, ist nach Regierungsangaben bei einem der Angriffe ums Leben gekommen. Staatschef Maithripala Sirisena erklärte in der Hauptstadt Colombo, dies hätten ihm die Geheimdienste mitgeteilt. Hashim galt als Anführer der Gruppe NTJ, die für die Attentate verantwortlich gemacht wird. Zuvor hatten die Behörden in Sri Lanka ihre Angaben zu den Opfern korrigiert. Nach Abschluss der Autopsien habe sich ergeben, dass 253 und nicht rund 360 Menschen bei den Anschlägen getötet worden seien.
    "Seidenstraßen"-Gipfel in Peking
    Mit Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern aus mehr als 100 Ländern beginnt an diesem Freitag in Peking ein Gipfel zu Chinas umstrittener Initiative für den Bau einer "Neuen Seidenstraße". Mit Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienenwege, Häfen und andere Infrastrukturprojekte will China neue Wirtschaftskorridore nach Europa, Afrika und Lateinamerika und eine besser vernetzte Welt schaffen. Kritiker warnen hingegen besonders arme Länder vor einer Schuldenfalle und politischen Abhängigkeiten von Peking. Meist werden die Projekte mit Krediten von chinesischen Staatsbanken finanziert.
    Kritik der Opposition nach Macron-Rede
    Die jüngste Rede des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist bei der Gelbwesten-Bewegung und bei der Opposition im Parlament auf Kritik gestoßen. Der Vorsitzende der Republikaner, Laurent Wauquiez, erklärte, er frage sich, wie die versprochenen Steuersenkungen finanziert werden sollten. Macron habe gesprochen wie ein Chef, der nicht begreife, dass er bescheiden sein müsse, erklärte der Pariser Aktivist Thierry-Paul Valette per Twitter. Macron hatte als Reaktion auf die Proteste der Gelbwesten-Bewegung eine Senkung der Einkommensteuer versprochen und finanzielle Erleichterungen für Rentner angekündigt.
    Erneut Wirbelsturm über Mosambik
    Einen Monat nach dem Zyklon "Idai" hat der Wirbelsturm "Kenneth" in Mosambik in der Provinz Cabo Delgado Bäume entwurzelt und Boote zerstört. Die Vereinten Nationen warnten vor Überschwemmungen und Erdrutschen durch tagelange, heftige Regenfälle als Folge des Zyklons. "Idai" hatte Mitte März in Mosambik sowie in Simbabwe und Malawi gewütet. Etwa tausend Menschen starben, davon mehr als 600 Menschen in Mosambik. Außerdem richtete der Sturm Sachschäden in Höhe von mehr als zwei Milliarden Dollar an. Die Hilfsorganisation Care erwartet eine Verschärfung der Lage in dem südostafrikanischen Land.
    Europäer könnten einen Denkzettel erteilen
    Die bevorstehende Wahl zum Europäischen Parlament dürfte von einer Protesthaltung geprägt sein. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung wollen viele Menschen ihre Entscheidung weniger an ihrer Zustimmung zu einer bestimmten Partei als an der Ablehnung anderer Parteien ausrichten. Zugleich zeigten sich die Anhänger der extremen und europakritischen Parteien stärker mobilisiert als jene der politischen Mitte. Bei einer niedrigen Wahlbeteiligung hätte dies Folgen für die Besetzung des EU-Parlaments. Die Wahlen zum europäischen Parlament finden in Deutschland und den meisten europäischen Ländern am 26. Mai statt.
    Migranten fliehen aus Internierungslager in Mexiko
    An der Südgrenze Mexikos sind mindestens 1.300 Migranten aus einem Internierungslager geflohen. Viele seien später freiwillig zurückgekommen, teilte die nationale Einwanderungsbehörde mit. 600 seien aber noch auf der Flucht. In dem Lager leben vor allem Menschen aus Kuba. Es gibt Vorwürfe, das Lager sei überbelegt und die hygienischen Zustände seien sehr schlecht. Anfang der Woche waren in Mexiko hunderte Menschen festgenommen worden, die durch Mexiko in Richtung USA zogen. Sie wurden in Lager an der Südgrenze gebracht.
    Deutsche Hochstaplerin Sorokin in New York von Jury schuldig gesprochen
    Die deutsch-russische Hochstaplerin Anna Sorokin ist in den USA wegen Diebstahls verurteilt worden. Eine Jury sprach die 28-Jährige, die sich eine falsche Identität als reiche Erbin zugelegt hatte, in allen zehn Anklagepunkten schuldig. Das Strafmaß soll am 9. Mai verkündet werden. Der Deutsch-Russin drohen bis zu 15 Jahre Haft. Sorokin soll ihre Opfer um insgesamt 275.000 Dollar gebracht haben, um ihren luxuriösen Lebenswandel zu finanzieren. Der Fall hat in den USA für großes Aufsehen gesorgt. Der Streamingdienst Netflix und der Sender HBO planen bereits, Sorokins Geschichte zu verfilmen.
    10 min
  • 25.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkoreas Machthaber mit Russlands Staatschef zusammengekommen
    Zwei Monate nach dem geplatzten Treffen mit US-Präsident Donald Trump ist Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu einem ersten Gipfel mit Kremlchef Wladimir Putin zusammengekommen. Putin äußerte bei der Begegnung in der ostrussischen Stadt Wladiwostok die Hoffnung, dass Moskau dabei helfen könne, den Streit um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm zu lösen. Kim wiederum dürfte Sicherheitsgarantien einfordern, sollte er sich auf Abrüstungsschritte einlassen. Zudem soll es in Wladiwostok um den Handel zwischen Nordkorea und Russland gehen. Nach russischen Angaben ist keine Gipfelerklärung geplant.
    Sudans Militärrat sieht Einigung mit Protestbewegung
    Im Sudan hat der regierende Militärrat nach eigenen Angaben eine weitgehende Einigung mit der Protestbewegung erzielt. Außerdem gab der Militärrat den Rücktritt von drei seiner zehn Mitglieder bekannt. Der Sprecher des Gremiums sagte nach einem Treffen mit Vertretern der Protestbewegung aber nichts Konkretes zur zentralen Forderung der Opposition nach einer sofortigen Machtübergabe an eine Zivilregierung. Zuvor hatte die oppositionelle Allianz für Freiheit und Wandel für diesen Donnerstag einen großen Protestmarsch angekündigt, um den Druck auf die Militärs zur Machtübergabe zu erhöhen.
    Deutsche Bank übergibt Dokumente zu Trump-Finanzen
    Die Deutsche Bank hat mit der Übergabe von Unterlagen zu ihren Geschäftsbeziehungen zu US-Präsident Donald Trump begonnen. Das Material sei an die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats New York ausgehändigt worden, berichteten der US-Sender CNN und die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Insider. Bei den Untersuchungen stehen demnach das neue Trump-Hotel in Washington, zwei Hotels in Miami und Chicago und der Übernahmeversuch des American-Football-Teams Buffalo Bill im Zentrum. Zu Beginn der Amtszeit soll der Schuldenstand Trumps bei dem Bankhaus bei 300 Millionen Dollar gelegen haben.
    Frankreich gedenkt der Massaker an Armeniern
    Frankreich hat erstmals mit einem nationalen Gedenktag an den Genozid an den Armeniern im Ersten Weltkrieg erinnert. Regierungschef Edouard Philippe legte am Mittwoch in Paris einen Kranz am Denkmal für die Opfer der Massaker nieder. Dabei betonte er, Frankreich bleibe bei der Würdigung der Opfer seinen Werten treu und lasse sich nicht durch Druck von außen beeinflussen. Präsident Emmanuel Macron hatte den 24. April zum Tag der Erinnerung an den Völkermord an den Armeniern erklärt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan reagierte empört und warnte davor, seinem Land "Lektionen" zu erteilen.
    Estland hat eine neue Regierung unter Beteiligung von Rechtspopulisten
    In Estland ist der Chef der Zentrumspartei, Juri Ratas, von Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid erneut zum Ministerpräsidenten ernannt worden. Er wird eine Koalition aus seiner Partei, der rechtspopulistischen Ekre-Partei und der konservativen Isamaa-Partei anführen. Die Aussicht auf eine Regierung unter Beteiligung der zuwanderungs- und EU-kritischen Ekre-Partei hatte für Proteste in dem baltischen EU-Staat gesorgt. Präsidentin Kaljulaid sagte, sie habe sich mit den umstrittenen Ministerkandidaten getroffen und entschieden, dass sie keine Gefahr für die Sicherheit Estlands darstellten.
    Lazio Rom distanziert sich von faschistischen Fans
    Der zweimalige italienische Fußballmeister Lazio Rom hat sich von faschistischen Anhängern distanziert. Das Verhalten einiger Fans habe "nichts mit den Werten des Sports zu tun, für die der Klub seit 119 Jahren steht", hieß es in Rom. Lazio-Ultras hatten am Mittwoch vor dem Halbfinal-Rückspiel im italienischen Pokal beim AC Mailand für einen Eklat gesorgt. Rund 60 Fans zogen mit einem Banner "Ehre für Mussolini" durch die Mailänder City. Zusammen mit der Erinnerung an den früheren Diktator Benito Mussolini grölten sie faschistische Parolen. Einige Lazio-Anhänger zeigten auch den Hitler-Gruß.
    Bayern München erreicht das DFB-Pokalfinale
    Der FC Bayern München hat zum 23. Mal das Finale um den DFB-Pokal erreicht. Der Rekordmeister der Fußballbundesliga gewannen das Halbfinalspiel bei Werder Bremen mit 3 zu 2. Die Bayern beendeten damit ein lange Serie der Hansestädter, die zuvor 31 Jahre in Pokal-Heimspielen unbesiegt geblieben waren. Im DFB-Pokal-Finale am 25. Mai treffen die Münchner im Berliner Olympiastadion auf das Team von RB Leipzig, die im ersten Halbfinale den Hamburger SV mit 3 zu 1 ausgeschaltet hatten.
    10 min
  • 24.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Sicherheitsrat stimmt für Resolution gegen sexuelle Gewalt
    Der UN-Sicherheitsrat hat einen von Deutschland vorgelegten Resolutionsentwurf gegen sexualisierte Gewalt in kriegerischen Konflikten verabschiedet. Die Bundesregierung hatte den Text eingebracht, um wirksamer und schneller gegen Vergewaltigungen in Konfliktregionen vorgehen zu können. Darin werden die UN-Mitglieder aufgefordert, ihre Gesetzgebung zu solchen Gewaltakten zu stärken und die Verfolgung der Täter auszuweiten. Nach einer Veto-Drohung der USA wegen Formulierungen zum Thema Abtreibung wurde der Text allerdings abgeschwächt. Außenminister Heiko Maas sprach dennoch von einem "Meilenstein".
    Zahl der Anschlagsopfer in Sri Lanka weiter gestiegen
    Die Zahl der Todesopfer nach den Selbstmordanschlägen in Sri Lanka ist auf 359 gestiegen. In der Nacht zum Mittwoch seien weitere 38 Menschen an ihren Verletzungen gestorben, teilte die Polizei mit. Mehr als 400 Anschlagsopfer lägen noch in Krankenhäusern, manche seien in kritischem Zustand. Den Angaben zufolge gab es auch 18 neue Festnahmen, deren Zahl stieg damit auf 60. Staatspräsident Maithripala Sirisena kündigte zudem an, die Führungen der Polizei und anderer Sicherheitskräfte auszutauschen. Hinweise auf Anschlagspläne seien nicht an die Regierung weitergegeben worden, kritisierte Sirisena.
    Haftstrafen wegen Beteiligung an Massenprotesten in Hongkong
    Zwei Wochen nach den Schuldsprüchen sind prominente Anführer der Demokratiebewegung in Hongkong zu Haftstrafen verurteilt worden. Vier Aktivisten müssen für acht bis 16 Monate ins Gefängnis. Fünf weitere Angeklagte erhielten Bewährungsstrafen oder müssen Sozialstunden ableisten. Sie alle mussten sich wegen Anstiftung oder Verschwörung zur Störung der öffentlichen Ordnung verantworten. - Die sogenannte "Regenschirm-Bewegung" hatte 2014 für mehr Demokratie in der sieben Millionen Einwohner zählenden asiatischen Wirtschaftsmetropole demonstriert.
    Brasiliens Oberster Gerichtshof verringert Strafe für Ex-Präsident Lula
    In Brasilien hat das zweithöchste Gericht die Haftstrafe für den früheren Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva von zwölf auf acht Jahre und zehn Monate reduziert. Das bisherige Strafmaß bezeichneten die Richter als überzogen. Der frühere Staatschef sitzt wegen Korruptionsvorwürfen im Gefängnis. Nun kann der 73-jährige Lula darauf hoffen, ab September nur noch die Nächte in der Strafanstalt verbringen zu müssen und tagsüber auf freiem Fuß zu sein. Ob es dazu kommt, hängt von der Entscheidung eines Berufungsgerichts ab. Der Ex-Präsident hat alle Korruptionsvorwürfe stets zurückgewiesen.
    Laut UN stehen eine Million Arten vor dem Aussterben
    Das Artensterben auf der Erde könnte sich extrem beschleunigen. Wegen der fortschreitenden Umweltzerstörung sind bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Viele von ihnen drohten "in den kommenden Jahrzehnten" komplett zu verschwinden, heißt es in der vorläufigen Fassung eines UN-Berichts zur weltweiten Artenvielfalt, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Schon jetzt sei die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten ausstürben, zwischen zehn- und hundertmal höher als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre.
    Leipzig erstmals im DFB-Pokalfinale
    Fußballbundesligist RB Leipzig hat zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte das Finale des DFB-Pokals erreicht. Der Tabellen-Dritte der Bundesliga gewann das Halbfinale beim Zweitligisten Hamburger SV mit 3 zu 1 Toren. Im Endspiel am 25. Mai in Berlin trifft Leipzig entweder auf Werder Bremen oder Rekord-Pokalsieger Bayern München. Die beiden Mannschaften bestreiten an diesem Mittwoch das zweite Halbfinale.
    6 min
  • 23.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Politiker fordern Schutz für Christen im Ausland
    Nach den blutigen Anschlägen in Sri Lanka beklagen Politiker von CDU, FDP und Grünen die gewachsene Bedrohung christlicher Minderheiten in vielen Staaten. Christen seien weltweit das Ziel radikaler Muslime, stellte der Beauftragte der Bundesregierung für Religionsfreiheit, Markus Grübel, fest. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak fordert, die Unterdrückung von Christen deutlich anzusprechen.
    Zahl der Toten nach Anschlägen in Sri Lanka gestiegen
    Nach den verheerenden Selbstmordanschlägen auf Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka ist die Zahl der Todesopfer auf 310 gestiegen. Mehr als 500 Verletzte werden in Krankenhäusern behandelt. 35 Personen wurden seit den Attentaten vom Ostersonntag festgenommen. Es herrschen Notstandsbestimmungen, die der Polizei und dem Militär besondere Befugnisse einräumen. Die Regierung vermutet, dass einheimische Islamisten die Anschläge verübten, die von einem internationalen Terrornetzwerk gesteuert wurden.
    Neue IRA übernimmt Verantwortung für Todesschuss
    Die militante Neue IRA hat die Schuld am Tod der Journalistin Lyra McKee eingeräumt. Die irische Untergrundorganisation schrieb an örtliche Medien, McKee sei "tragischerweise" im Zuge eines Angriffs getötet worden, als sie neben "feindlichen Kräften" gestanden habe. Zugleich bat die Gruppe die Angehörigen des Opfers "aufrichtig" um Verzeihung. Die Journalistin war am Donnerstag im nordirischen Londonderry tödlich getroffen worden, als ein Mann bei Ausschreitungen auf Polizisten schoss. Die Neue IRA lehnt das Karfreitagsabkommen von 1998 ab, das den Nordirland-Konflikt offiziell beendete.
    Maas und Jolie kämpfen gegen sexuelle Gewalt
    Bundesaußenminister Heiko Maas und die US-Schauspielerin Angelina Jolie haben sexuellen Missbrauch in Kriegsgebieten verurteilt. In einem gemeinsamen Gastbeitrag für die "Washington Post" verlangen sie bessere Ermittlungsmöglichkeiten und eine stärkere Unterstützung der Opfer. Vergewaltigung und andere Formen sexueller Gewalt würden weltweit taktisch in bewaffneten Konflikten eingesetzt. Viel zu oft kämen Täter straffrei davon. An diesem Dienstag debattiert der UN-Sicherheitsrat in New York über das Thema. UN-Sonderbotschafterin Jolie engagiert sich seit Jahren gegen sexuelle Gewalt.
    Lange Haft für Mord an Moderatorin
    Sechs Monate nach dem Mord an der bulgarischen Journalistin Wiktorija Marinowa ist der Angeklagte zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der Stadt Ruse sprach ihn schuldig, die TV-Moderatorin im Oktober vergewaltigt und ermordet zu haben. Der 21-Jährige hatte die Tat gestanden und damit eine lebenslange Freiheitsstrafe abgewendet. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um ein Verbrechen, das nicht mit Marinowas beruflicher Tätigkeit in Verbindung stand. Die Moderatorin hatte auch Kollegen interviewt, die zur mutmaßlichen Veruntreuung von EU-Geldern in Bulgarien recherchierten.
    Trump klagt gegen Einsicht in seine Finanzverhältnisse
    US-Präsident Donald Trump geht gerichtlich gegen das Bestreben der Opposition nach Einsicht in seine Finanzverhältnisse vor. Dazu reichte Trump eine Klage bei einem Bundesgericht in Washington ein. Er und der von seinen Söhnen geleitete Trump-Konzern wollen eine Aufforderung des Repräsentantenhauses abschmettern, Geschäfts- und Finanzdokumente für die parlamentarische Prüfung vorzulegen. Trumps Anwälte werfen den Demokraten vor, einen "politischen Krieg" gegen den Präsidenten zu führen.
    8 min
  • 22.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zahl der Anschlagsopfer in Sri Lanka steigt auf 290
    Die Zahl der Todesopfer nach den Bombenanschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka ist auf 290 gestiegen. Rund 550 Menschen wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die verheerende Anschlagsserie löste weltweit Entsetzen und Empörung aus. Religiöse Führer und Politiker verurteilten die Angriffe vom Sonntag scharf. Drei der Anschläge galten christlichen Kirchen, in denen die Gläubigen gerade die Ostermesse feierten. Auch Touristenhotels waren Ziele der Angriffe. Bisher bekannte sich niemand zu den Attacken. Die Behörden nahmen acht Verdächtige fest.
    Machtwechsel in der Ukraine
    Der Schauspieler und Komiker Wolodymyr Selenskyj hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in der Ukraine klar gewonnen. Der 41-jährige Politneuling erzielte rund 72 Prozent der Stimmen. Amtsinhaber Petro Poroschenko kam lediglich auf etwa 25 Prozent. Für die Ostukraine, in der Regierungstruppen seit Jahren gegen von Russland unterstützte Separatisten kämpfen, kündigte Selenskyj neue Friedensgespräche an. Poroschenko erklärte, er werde zwar das Amt, nicht aber die politische Bühne verlassen. Mit seiner Partei wolle er eine starke Opposition bilden.
    Opposition stellt sich gegen Sudans Militärrat
    Die Opposition im Sudan will vorerst nicht weiter mit der Militärführung über die Bildung einer Übergangsregierung verhandeln. Die Gespräche seien unterbrochen worden, da die Generäle Vertreter des alten Regimes seien und die Macht nicht ernsthaft aufgeben wollten, teilte die Protestbewegung mit. Die Demonstrationen würden fortgesetzt, bis alle Forderungen des Volkes erfüllt seien. Die Organisatoren der Massenproteste bestehen auf einer sofortigen Übergabe der Macht an eine zivile Regierung. Das Militär hingegen erhebt Anspruch auf das Präsidentenamt und Schlüsselministerien.
    Blutiger Angriff auf Armee-Stützpunkt in Mali
    Mindestens zehn malische Soldaten sind bei einer Attacke mutmaßlicher Dschihadisten im Zentrum des Landes getötet worden. Die Angreifer seien auf Motorrädern und Pick-up-Trucks aus dem Wald von Wagadou gekommen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Der Wald ist seit Jahren ein Rückzugsort islamistischer Gruppierungen. Erst am Samstag war bei einem Sprengstoff-Anschlag in Mali ein UN-Blauhelmsoldat ums Leben gekommen. Die Bundeswehr beteiligt sich im Norden Malis mit rund 1000 Soldaten an der Stabilisierungsmission MINUSMA.
    Noch kein Wahlsieger in Nord-Mazedonien
    Eine Stichwahl am 5. Mai wird über den künftigen Präsidenten Nord-Mazedoniens entscheiden. Bei der ersten Wahlrunde am Sonntag konnte keiner der Bewerber die erforderliche absolute Mehrheit erzielen. Vorn landeten der Kandidat der regierenden Sozialdemokraten, Stevo Pendarovski, und die von der rechtskonservativen Opposition unterstützte Gordana Siljanovska-Davkova. Beide holten zwischen 42 und 43 Prozent der Stimmen. Das Präsidentenamt in Nord-Mazedonien hat vor allem repräsentative Bedeutung.
    6 min
  • 20.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump telefoniert mit libyschem General
    US-Präsident Donald Trump hat mit dem abtrünnigen libyschen General Chalifa Haftar telefoniert. In dem Gespräch hätten Trump und Haftar über die Notwendigkeit diskutiert, "Frieden und Stabilität in Libyen zu erreichen", teilte das Weiße Haus in Washington mit. Die beiden hätten besprochen, wie ein Übergang zu einem "stabilen, demokratischen politischen System" geschaffen werden könne. Das Telefonat fand demnach bereits am vergangenen Montag statt. Haftars Truppen hatten Anfang April eine Offensive auf Tripolis gestartet, wo die von den Vereinten Nationen unterstützte Regierung ihren Sitz hat.
    Ägypter sollen Al-Sisi mehr Macht einräumen
    Ägyptens Wähler entscheiden von diesem Samstag an per Volksentscheid über neue Machtbefugnisse für Präsident Abdel Fattah al-Sisi. Mehr als 60 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, an dem dreitägigen Referendum in dem Land teilzunehmen. Zur Abstimmung stehen Verfassungsänderungen, die Al-Sisi unter anderem die Möglichkeit gäben, seine Amtszeit bis 2030 zu verlängern. Ein Ja der Wähler gilt als sicher. Kritiker warnten vor weiteren Einschränkungen der Menschenrechte in Ägypten.
    Le Pen tritt Rechtspopulisten-Bündnis bei
    Die Partei der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen hat sich nach Angaben von Italiens Innenminister Matteo Salvini dessen europäischer Allianz angeschlossen. Salvini dankte der Chefin des "Rassemblement National" und den "historischen Freunden" ihrer Partei. Derzeit sind die Rechtspopulisten und Europaskeptiker auf EU-Ebene zersplittert. Salvini drängt darauf, dass sie sich zu einer Fraktion zusammenzuschließen, um den Einfluss im EU-Parlament zu maximieren. Rechtspopulisten aus Deutschland, Österreich, Dänemark, Finnland, Estland und der Slowakei gehören der Initiative ebenfalls bereits an.
    Machtdemonstration für Staatschef Vucic
    Zehntausende Serben haben in der Hauptstadt Belgrad für Präsident Aleksandar Vucic demonstriert. Der Staatschef dankte den Demonstranten. Sie unterstützten mit ihrem Protest ein "würdiges, modernes Serbien", sagte er. Die Opposition rief zu Gegendemonstrationen auf. Daran nahmen in Belgrad ebenfalls Tausende Menschen teil. Sie werfen Vucic vor, die Medienfreiheit einzuschränken und ein Klima des Hasses gegen Oppositionelle und Andersdenkende zu schüren. Vucic selbst hatte zu der Massenkundgebung aufgerufen. Er reagierte damit auf die anhaltenden wöchentlichen Proteste der Opposition.
    Türkei fasst mutmaßliche Spione im Fall Khashoggi
    Die Türkei hat im Mordfall des saudi-arabischen Regimekritikers Jamal Khashoggi zwei mutmaßliche Spione festnehmen lassen. Die Nachrichtenagentur Anadolu meldet, dass die Männer auf Befehl des Istanbuler Staatsanwalts in Gewahrsam genommen wurden. Ein regierungsnaher Sender berichtete, die Verdächtigen hätten gestanden, für die Vereinigten Arabischen Emirate in der Türkei Araber ausspioniert zu haben. Khashoggi war im Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden. Die Türkei macht ein Mordkommando aus Saudi-Arabien für die Tat verantwortlich.
    Perus Ex-Präsident bleibt in U-Haft
    Die peruanische Justiz hat die Untersuchungshaft für den früheren Staatschef Pedro Pablo Kuczynski wegen Korruptionsermittlungen auf bis zu drei Jahre verlängert. Kuczynski soll in einen Skandal um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht verstrickt sein. Dem 80-Jährigen wird vorgeworfen, Schmiergeld von Odebrecht kassiert zu haben. Im Gegenzug habe der Konzern wohl lukrative Staatsaufträge erhalten, heißt es. In den Skandal sind weitere ehemalige Präsidenten Perus verstrickt. Ex-Staatschef Alan García hatte sich am Mittwoch kurz vor seiner geplanten Festnahme das Leben genommen.
    7 min
  • 19.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Präsident Trump sieht sich durch Mueller-Report rehabilitiert
    Nach der Veröffentlichung des Berichts von Sonderermittler Robert Mueller sieht sich US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit den erhobenen Vorwürfen vollständig rehabilitiert. Es habe keine Geheimabsprachen mit Russland und keine Behinderung der Justiz gegeben, erklärte Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter. Dem Bericht zufolge, der nun in Teilen geschwärzt veröffentlicht wurde, hat der Präsident wiederholt versucht, Einfluss auf die Untersuchungen zu nehmen. Beweise für eine Straftat fanden Mueller und seine Mitarbeiter nicht.
    Trump als Erster beim neuen Kaiser
    US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania sind nach Angaben des Weißen Hauses die ersten ausländischen Staatsgäste, die der neue japanische Kaiser Naruhito nach seiner Thronbesteigung empfangen wird. Trump reise vom 25. bis zum 28. Mai nach Japan, um die bilateralen Beziehungen als Eckpfeiler für Frieden in der indopazifischen Region zu würdigen, teilte Trumps Sprecherin Sarah Sanders mit. Kaiser Akihito tritt am 30. April als erster japanischer Monarch seit mehr als zwei Jahrhunderten zurück. Am 1. Mai besteigt sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito, den Chrysanthemen-Thron.
    Keine Einigung im UN-Sicherheitsrat zu Libyen
    Der Weltsicherheitsrat in New York hat sich auch in einer Dringlichkeitssitzung nicht auf eine gemeinsame Forderung nach einer Waffenruhe in Libyen einigen können. Diplomaten erklärten, die USA und Russland hätten sich dem Resolutionsentwurf widersetzt. Deutschland, das gegenwärtig das UN-Gremium leitet, hatte die Beratungen einberufen. Bei den jüngsten Kämpfen um die libysche Hauptstadt Tripolis sollen inzwischen mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen sein. Der einflussreiche General Chalifa Haftar hatte vor drei Wochen den Angriff auf die Hauptstadt befohlen, in der die international anerkannte Regierung von Ministerpräsident Fajes al-Sarradsch sitzt. Diese erließ inzwischen einen Haftbefehl gegen den abtrünnigen General.
    Hunderte Klima-Aktivisten in London in Gewahrsam
    Die britische Polizei hat bei den Klimaprotesten in London innerhalb von vier Tagen fast 500 Aktivisten in Gewahrsam genommen. Diese Zahl bestätigte ein Sprecher von Scotland Yard. Die Demonstranten waren dem Aufruf der Initiative "Extinction Rebellion" gefolgt, sich unter anderem mit Sitzblockaden auf Straßen und Brücken für mehr Klimaschutz einzusetzen.
    Ermittlungen nach Busunglück auf Madeira
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat nach dem schweren Busunglück auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira die Unfallstelle besucht. Maas bedankte sich bei den Behörden und Helfern vor Ort und verwies darauf, dass die Bundesregierung mit Hochdruck daran arbeite, transportfähige Verletzte nach Hause zu bringen und Opfer zu identifizieren. Bei dem Unfall starben 29 Menschen, nach jüngsten Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich bei 27 von ihnen um deutsche Staatsangehörige. Warum der Bus kurz nach seiner Abfahrt in einer Kurve von der Straße abkam und eine Böschung hinabstürzte, sollen nun staatsanwaltschaftliche Untersuchungen klären.
    Drei Weltklasse-Bergsteiger in Kanada vermisst
    Drei bekannte Bergsteiger sind vermutlich bei einer Expedition in Kanada ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge handelt es sich um den US-Amerikaner Jess Roskelly und die Österreicher Hansjörg Auer und David Lama. Sie wollten den 3295 Meter hohen Howse Peak im Banff Nationalpark über eine besonders schwere Route erklimmen. Nachdem die Männer sich seit Mittwoch nicht mehr gemeldet hatten, begannen Rettungskräfte mit der Suche. Es seien Anzeichen für mehrere Lawinenabgänge in der Region und Teile von Bergsteigerausrüstung gefunden worden, teilte die Nationalparkverwaltung mit.
    Eintracht Frankfurt im Halbfinale der Europa League
    Eintracht Frankfurt steht im Halbfinale der Europa League. Die Mannschaft schlug im Viertelfinal-Rückspiel Benfica Lissabon mit 2 zu 0 und konnte so die 2 zu 4-Niederlage aus dem Hinspiel ausgleichen. Nun geht es für den Frankfurter Klub, der vor 39 Jahren den UEFA-Cup gewinnen konnte, gegen den FC Chelsea. Das zweite Halbfinale bestreiten Arsenal London und der spanische FC Valencia.
    7 min
  • 18.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Reporter ohne Grenzen sieht Pressefreiheit in Europa verschlechtert
    Europa gehört nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen zu den Regionen, in denen sich die Lage der Journalisten am stärksten verschlechtert hat. Hetze habe dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in Angst arbeiteten, heißt es im jüngsten Bericht der Organisation. Darin wird zum Beispiel auf Morde an Journalisten in der Slowakei und auf Malta hingewiesen. Auch die USA sind auf der Rangliste des Berichts nach unten gerutscht. Am freiesten können Journalisten in Norwegen, Finnland und Schweden arbeiten. Am Ende der Skala finden sich Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan.
    Nordkorea meldet Test von taktischer Lenkwaffe
    Nordkorea hat nach eigenen Angaben eine neuartige taktische Lenkwaffe getestet. Die Waffe könne einen mächtigen Sprengkopf transportieren, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Machthaber Kim Jong Un sagte dem Bericht zufolge, die Entwicklung der Waffe sei von sehr großer Bedeutung, um die Kampfkraft der Volksarmee zu vergrößern. Der Bekanntgabe waren Berichte über neue Aktivitäten an einem nordkoreanischen Raketenforschungszentrum und einer Anlage für Langstreckenraketen vorausgegangen. Die Verhandlungen der USA mit Nordkorea über dessen Atomwaffenprogramm sind derzeit festgefahren.
    Militär im Sudan startet Verhaftungswelle
    Im Sudan sind zwei Brüder des abgesetzten Präsidenten Omar al-Baschir wegen Korruptionsverdachts festgenommen worden. Wie der Militärrat mitteilte, sind die Festnahmen Teil einer größeren Verhaftungswelle, die sich gegen führende Mitglieder des abgesetzten Regimes richtet. Bereits Anfang der Woche gab es unbestätigte Berichte über Hunderte Festnahmen. Der vom Militär gestürzte Omar al-Baschir ist laut Medienberichten in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt worden, in dem zuvor von der Regierung häufig Dissidenten eingesperrt worden waren.
    Griechisches Parlament stimmt für Reparationsforderungen
    Das griechische Parlament hat mit großer Mehrheit beschlossen, von Deutschland Reparationszahlungen für Kriegsschäden und -verbrechen während des Zweiten Weltkriegs einzufordern. Die Regierung in Athen soll nun diplomatische und rechtliche Schritte einleiten. Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Wahlversprechen von Ministerpräsident Alexis Tsipras aus dem Jahr 2015. Ein Parlamentsausschuss hat die Reparationssumme mit knapp 290 Milliarden Euro beziffert. Die Bundesrepublik lehnt Entschädigungszahlungen an Griechenland ab.
    Netanjahu mit Regierungsbildung beauftragt
    Der israelische Präsident Reuven Rivlin hat den amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit der Regierungsbildung beauftragt. Die Mehrheit der künftigen Parlamentsabgeordneten sei für Netanjahu als Regierungschef, teilte Rivlin mit. Israel hatte in der vergangenen Woche ein neues Parlament gewählt. Dabei erzielte die rechtskonservative Likud-Partei von Netanjahu 35 von 120 Sitzen im Parlament. Das oppositionelle Mitte-Bündnis Blau-Weiß von Ex-Militärchef Gantz gewann auch 35 Sitze. Allerdings kann Netanjahu auf Unterstützung aus dem Lager rechter und religiöser Parteien setzen.
    Mindestens 29 Menschen sterben bei Busunglück auf Madeira
    Auf der portugiesischen Atlantik-Insel Madeira ist ein Bus mit Touristen verunglückt. Mindestens 29 Menschen kamen ums Leben. Nach Angaben des portugiesischen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa handelt es sich bei allen Toten um deutsche Staatsbürger. Die Bundesregierung reagierte mit Bestürzung auf das Unglück. Nach bisherigen Informationen kam der mit mehr als 50 Personen besetzte Bus östlich der Hauptstadt Funchal in einer engen Kurve von der Straße ab. Er rutschte einen Abhang hinunter und stürzte auf ein Haus. Portugals Ministerpräsident Antonio Costa kondolierte Bundeskanzlerin Angela Merkel.
    7 min
  • 17.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Präsident legt Veto gegen Jemen-Abzug ein
    US-Präsident Donald Trump hat sein Veto gegen eine Resolution des Kongresses eingelegt. Sie richtete sich gegen amerikanische Hilfen für die Militäroperation im Jemen unter Führung Saudi-Arabiens. In der Resolution war Trump aufgefordert worden, alle US-Militärs binnen 30 Tagen abzuziehen. Das lehnte der Präsident ab. Es ist das zweite Veto seiner Amtszeit. Die USA unterstützen die saudisch geführte Koalition im Jemen unter anderem mit Geheimdienst-Informationen. Um das Veto des Präsidenten zu überstimmen, wäre in beiden Kongress-Kammern jeweils eine Zweidrittelmehrheit notwendig.
    UN-Sicherheitsrat berät über Libyen
    Großbritannien hat einen Resolutionsentwurf zu Libyen in den UN-Sicherheitsrat eingebracht. Dieser sieht vor, "dass alle Parteien in Libyen die Situation sofort deeskalieren und sich zu einer Waffenruhe verpflichten" sollen. Den Kämpfern der "Libyschen Nationalen Armee" von General Chalifa Haftar wird vorgeworfen, mit ihrer Offensive die Stabilität in Libyen zu gefährden. Der General will die international anerkannte Regierung in Tripolis stürzen. Die Briten hoffen noch bis Freitag über den Entwurf zu beraten und abzustimmen.
    Macron verspricht schnellen Wiederaufbau von Notre-Dame
    Nach dem Brand der Kathedrale Notre-Dame in Paris will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron das weltberühmte Gotteshaus innerhalb von fünf Jahren wieder aufbauen lassen. "Wir werden die Kathedrale noch schöner als zuvor wieder aufbauen, und ich will, dass das in fünf Jahren geschafft ist", sagte der Staatschef am Dienstagabend in einer Fernsehansprache. Der Brand war am Montagabend im Dachstuhl des Gotteshauses ausgebrochen und hatte sich rasend schnell über das gesamte Dach ausgebreitet.
    Indonesien wählt neuen Präsidenten
    In Indonesien finden Präsidenten- und Parlamentswahlen statt. Etwa 193 Millionen Menschen sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Dafür stehen in der drittgrößten Demokratie der Erde 800.000 Wahllokale zur Verfügung, die von zwei Millionen Polizisten, Soldaten und zivilen Sicherheitsdienstmitarbeitern bewacht werden. Staatschef Joko Widodo bewirbt sich um eine weitere fünfjährige Amtszeit. Sein Gegenkandidat ist der ehemalige General Prabowo Subianto. Beide standen sich bereits bei der Wahl 2014 gegenüber. Den Umfragen zufolge gilt der amtierende Präsident als Favorit.
    Israel weist Büroleiter der Organisation "Human Rights Watch" aus
    Der für Israel und die Palästinensergebiete zuständige Büroleiter der Organisation "Human Rights Watch" muss das Land laut einem Gerichtsurteil bis zum 1. Mai verlassen. Die Richter in Jerusalem wiesen den Einspruch Omar Shakirs gegen die bereits im vergangenen Jahr angeordnete Ausweisung zurück. Shakir wird die Unterstützung von Boykottaufrufen gegen Israel vorgeworfen. Das Gericht teilte mit, man sehe es als erwiesen an, dass Shakir "weiterhin öffentlich zum Boykott Israels aufruft". Human Rights Watch kündigte an, die Entscheidung anzufechten. Die Organisation will nun vor das Oberste Gericht Israels ziehen.
    Mogherini will wieder Schiffe der EU im Mittelmeer
    Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat an die Mitgliedsstaaten appelliert, die Schiffe zur Bekämpfung von Schleusern wieder ins Mittelmeer zu verlegen. Die EU-Mission "Sophia" habe dazu beigetragen, die Zahl der Flüchtlinge um mehr als 80 Prozent zu verringern, sagte Mogherini im Europäischen Parlament. Die Mission wurde im März vorerst eingestellt. Grund dafür ist ein Streit unter anderem mit Italien über die Aufnahme der geretteten Migranten. Seit Gründung der Mission "Sophia" im Jahr 2015 wurden 45.000 Menschen aus Seenot gerettet und rund 150 Schleuser festgenommen.
    Viele Tote nach Schiffsunglück im Kongo befürchtet
    In der Demokratischen Republik Kongo hat sich ein schweres Schiffsunglück mit möglicherweise vielen Toten ereignet. Wie der Präsident des Landes, Felix Tshisekedi, per Twitter mitteilte, gelten 150 Menschen als vermisst. Das Schiff war auf dem Kivu-See, der den Kongo von Ruanda trennt, gekentert. Zugleich kündigte Tshisekedi an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Auf den Seen und Flüssen des zentralafrikanischen Staates kommt es immer wieder zu tödlichen Unglücken. Schiffe und Boote sind häufig völlig überladen, Sicherheitsregeln werden oft missachtet.
    7 min
  • 16.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Feuer in Kathedrale Notre-Dame unter Kontrolle
    Die Feuerwehr hat den Großbrand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame nach eigenen Angaben "vollkommen unter Kontrolle" und "teilweise gelöscht". Es gebe aber noch einige Brandherde, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Brand, der am Montagabend aus bislang unbekannter Ursache ausgebrochen war, verwüstete das weltberühmte Bauwerk im Herzen der französischen Hauptstadt. Der mehr als 90 Meter hohe Vierungsturm und der Dachstuhl stürzten ein. Nach Aussagen von Präsident Emmanuel Macron, sei das Schlimmste jedoch verhindert worden, da die Fassade und die beiden Haupttürme gerettet werden konnten.
    Afrikanische Union stellt Sudans Generälen Ultimatum
    Nach dem Militärputsch im Sudan hat die Afrikanische Union (AU) die Generäle zur Übergabe der Macht an eine zivile Regierung aufgefordert. Sollte dies nicht innerhalb von 15 Tagen geschehen, werde die Mitgliedschaft des Sudans in der Afrikanischen Union bis zur Rückkehr zu einer verfassungsmäßigen Ordnung ausgesetzt, erklärte der AU-Sicherheitsrat. Die neue Regierung müsse dem Willen des Volkes entsprechen. Die Forderungen der AU decken sich mit denen der Protestbewegung im Sudan, die ebenfalls eine Auflösung des seit dem Sturz von Präsident Omar al-Baschir regierenden Militärrats fordert.
    US-Justizministerium will Mueller-Bericht veröffentlichen
    US-Justizminister William Barr will an diesem Donnerstag den Abschluss-Bericht von FBI-Sonderermittler Robert Mueller zur Russland-Affäre vorlegen. Das kündigte das Justizministerium an. Allerdings sollen Teile des Berichts geschwärzt werden. Barr hat dem Kongress bislang nur eine vierseitige Zusammenfassung des rund 400-seitigen Mueller-Berichts zur Verfügung gestellt und darin gefolgert, der Sonderermittler habe keine Beweise für eine illegale Zusammenarbeit des Trump-Teams mit Moskau im Wahlkampf 2016 gefunden. Die Demokraten fordern eine nicht geschwärzte Version des Berichts.
    Pulitzer-Preise für Recherchen über Donald Trump
    Für ihre Recherchen über US-Präsident Donald Trump sind die Zeitungen "New York Times" und "Wall Street Journal" mit zwei der prestigeträchtigen Pulitzer-Preise ausgezeichnet worden. In den Berichten ging es um die Finanzen der Trump-Familie sowie um Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen im Vorfeld der US-Wahl 2016. Ausgezeichnet wurde auch die Zeitung "The South Florida Sun-Sentinel" für ihre Berichterstattung zum Parkland-Massaker mit 17 Toten im Februar 2018. Die "Pittsburgh Post-Gazette" gewann einen Pulitzer-Preis für ihre Berichte über den Synagogen-Anschlag in Pittsburgh.
    Republikanischer Ex-Gouverneur Weld fordert Trump heraus
    US-Präsident Donald Trump bekommt beim Rennen für eine zweite Amtszeit im Weißen Haus Konkurrenz aus der eigenen Partei. Der frühere Gouverneur des Ostküstenstaats Massachusetts, Bill Weld, will sich für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bewerben. Er warf Trump unter anderem vor, den Rechtsstaat zu verhöhnen. Der 73-Jährige ist der erste Republikaner, der Trump herausfordert. Welds Chancen stehen derzeit schlecht: Nach Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup genießt Trump unter Anhängern der Republikaner seit Monaten Zustimmungswerte um die 90 Prozent.
    Kaja Kallas scheitert mit Regierungsbildung in Estland
    Die Bildung einer neuen Regierung in Estland ist vorerst gescheitert. Das Parlament verweigerte der Chefin der liberalen Reformpartei, Kaja Kallas, das Vertrauen. 53 der 100 Abgeordneten votierten gegen Kallas, 43 für sie. Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid hatte Kallas kurz nach der Parlamentswahl mit der Regierungsbildung beauftragt. Die Ex-Europaabgeordnete vereinbarte danach mit den Sozialdemokraten eine Minderheitsregierung. Nun hat die Präsidentin eine Woche Zeit, einen neuen Kandidaten zu benennen. Als Favorit gilt der bisherige Ministerpräsident Juri Ratas von der Zentrumspartei.
    Bundesverfassungsgericht gibt grünes Licht für Behindertenwahlrecht
    Psychisch kranke und geistig behinderte Menschen dürfen auf Antrag an der Europawahl am 26. Mai teilnehmen. Dies entschied das Bundesverfassungsgericht nach einem Eilantrag der Grünen, der FDP und der Linken. Erstmals wahlberechtigt sind damit behinderte Menschen mit einem gerichtlich bestellten Betreuer sowie Straftäter, die wegen Schuldunfähigkeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind. Das betrifft mehr als 80.000 Menschen in Deutschland. Laut einem Bundestag-Beschluss vom März sollten behinderte Menschen mit Vollbetreuung erst ab dem 1. Juli wählen und kandidieren dürfen.
    8 min

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