Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 03.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Venezuelas Oppositionsführer Guaidó verliert parlamentarische Immunität
    Venezuelas Verfassunggebende Versammlung hat die parlamentarische Immunität von Oppositionsführer Juan Guaidó aufgehoben. Gegen den selbsternannten Übergangspräsidenten des südamerikanischen Krisenstaates laufen unter anderem Ermittlungen wegen des Vorwurfs, das Amt des Staatschefs widerrechtlich an sich gerissen zu haben. Die USA hatten der Regierung in Caracas mehrfach mit harten Konsequenzen gedroht, sollte Guaidó festgenommen werden oder ihm etwas zustoßen. Rund 50 Staaten erkennen den 35-Jährigen inzwischen an, darunter Deutschland, die USA und eine Reihe südamerikanischer Länder.
    May stellt sich nach jüngster Brexit-Volte den Abgeordneten
    Die britische Premierministerin Theresa May stellt sich nach ihrem Brexit-Kompromissangebot an die Opposition an diesem Mittwoch den Fragen der Abgeordneten. May hatte am Dienstagabend nach einer siebenstündigen Krisensitzung ihres Kabinetts angekündigt, eine weitere Verschiebung des EU-Austritts zu beantragen. Sie wolle sich nun mit Oppositionschef Jeremy Corbyn von der Labour-Partei zusammensetzen und nach einer Lösung aus der Brexit-Sackgasse suchen. Bei der Fragestunde im Parlament muss sie mit massiver Kritik aus den eigenen Reihen rechnen.
    NATO feiert 70-jähriges Jubiläum
    Die NATO feiert an diesem Mittwoch und Donnerstag in Washington ihr 70-jähriges Bestehen. Neben den Feierlichkeiten wollen die Außenminister des Militärbündnisses über die Spannungen mit Russland sowie den Afghanistan-Einsatz beraten. Laut US-Regierungskreisen soll es zudem bei einem Arbeitsessen am Donnerstag um die Verteidigungsausgaben der Mitgliedsstaaten gehen. Im Vorfeld kritisierte US-Präsident Donald Trump erneut die seiner Meinung nach zu geringen Rüstungsausgaben Deutschlands.
    Deutschland und Frankreich wollen "Allianz der Multilateralisten"
    Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam eine "Allianz der Multilateralisten" zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit voranbringen. Bundesaußenminister Heiko Maas und sein französischer Kollege Jean-Yves Le Drian vereinbarten in New York, bei dem Projekt eng zusammenzuarbeiten. Dies erklärten sie nach einem Treffen mit Vertretern von rund 15 weiteren Staaten, die bei der Allianz mitmachen wollen. Hintergrund ist offenbar die "Amerika zuerst"-Politik von US-Präsident Donald Trump. Trump hat mehrere Abkommen aufgekündigt und internationale Organisationen in Frage gestellt.
    Algeriens Präsident Bouteflika tritt nach 20 Jahren zurück
    Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika ist nach wochenlangen Protesten zurückgetreten. Er habe dem Präsidenten des Verfassungsgerichts offiziell das Ende seiner Amtszeit bekanntgegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur APS. In Algier versammelten sich spontan zahlreiche Menschen, um zu feiern. Seit Wochen protestierten Hunderttausende im ganzen Land gegen Bouteflika und dessen Machtelite. Laut algerischer Verfassung übernimmt der Präsident des Oberhauses das Amt. Derzeit ist dies Abdelkader Bensalah, ein alter Verbündeter Bouteflikas.
    Chicago bekommt erstmals schwarze Bürgermeisterin
    In Chicago ist erstmals eine Afro-Amerikanerin zur Bürgermeisterin gewählt worden: Die Demokratin Lori Lightfoot setzte sich in einer Stichwahl gegen ihre ebenfalls schwarze Parteifreundin Toni Preckwinkle durch. Lightfoot erhielt ersten Schätzungen zufolge rund 74 Prozent der Stimmen. Die 56-jährige Anwältin ist auch die erste offen homosexuelle Politikerin an der Spitze der drittgrößten Stadt der USA. Auf Lightfoods Agenda steht der Kampf gegen die grassierende Waffengewalt und Korruption. Zudem will sie sich für bessere Lebensbedingungen in den heruntergekommenen Stadtteilen einsetzen.
    8 min
  • 02.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britisches Parlament blockiert alle Brexit-Alternativen
    Das britische Parlament hat sich auch im zweiten Anlauf nicht auf eine Alternative zum Brexit-Abkommen von Premierministerin Theresa May einigen können. Das Unterhaus in London lehnte alle vier zur Abstimmung stehenden Vorschläge ab. Damit wird ein ungeordneter Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union am 12. April wahrscheinlicher. Einer Mehrheit am nächsten kam am Montagabend der Vorschlag, Großbritannien auch nach dem Brexit in einer Zollunion mit der EU zu belassen. Dafür stimmten 273 Abgeordnete, 276 votierten dagegen.
    Maas will bei UN eigene Themen setzen
    Zum ersten Mal seit fast sieben Jahren hat Deutschland wieder für einen Monat den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat. Bundesaußenminister Heiko Maas leitete in New York eine Sitzung des wichtigsten Gremiums der Vereinten Nationen. Dabei betonte er die Verantwortung, die nun auf Deutschland zukomme. Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, bis Ende April die Themen Abrüstung und Rüstungskontrolle, sexuelle Gewalt gegen Frauen in Konflikten und die Rolle von Frauen bei der Friedenssicherung hervorzuheben. Außerdem will Maas die Situation humanitärer Helfer in Krisengebieten in den Blick nehmen.
    Venezolanischer Oppositionsführer Guaidó soll Immunität verlieren
    Der Oberste Gerichtshof Venezuelas will dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó die Immunität entziehen. Die Richter forderten die regierungstreue Verfassunggebende Versammlung dazu auf, die entsprechenden Schritte dafür einzuleiten. Guaidó war zuletzt die Ausübung politischer Ämter für 15 Jahre untersagt worden. Der Vorsitzende des von der Opposition kontrollierten Parlaments liefert sich seit Monaten einen Machtkampf mit dem sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro. Er hatte sich am 23. Januar zum Übergangspräsidenten erklärt und Maduro die Legitimation abgesprochen.
    USA stoppen Lieferung von Jet-Ausrüstung an Türkei
    Im Streit über den Kauf eines russischen Luftabwehrsystems haben die USA die Lieferung von Kampfjet-Ausrüstung an die Türkei gestoppt. Solange die Regierung in Ankara nicht auf das S-400-System verzichte, würden die Auslieferungen und Aktivitäten rund um die F-35-Jets ausgesetzt, teilte das Pentagon in Washington mit. Das NATO-Land Türkei will das russische Luftabwehrsystem ab Oktober einsatzbereit haben. Es wird als inkompatibel mit Systemen des westlichen Militärbündnisses beschrieben.
    Bouteflika lässt seinen Rückzug verkünden
    Nach anhaltenden Massenprotesten hat Algeriens altersschwacher Präsident Abdelaziz Bouteflika seinen Rücktritt angekündigt. Er werde sein Amt noch vor Ende seiner regulären Amtszeit am 28. April aufgeben, erklärte das Präsidialbüro. Bis dahin wolle der 82-Jährige "Maßnahmen" ergreifen, um den Betrieb der staatlichen Behörden während der "Übergangsphase" sicherzustellen. Die algerische Verfassung sieht für den Fall eines Rücktritts des Staatschefs vor, dass der Vorsitzende des Nationalrats für maximal 90 Tage die Amtsgeschäfte übernimmt. Innerhalb dieser Zeit müsste dann eine Präsidentenwahl abgehalten werden.
    Neue Ruhmeshalle für Fußball-Legenden
    Mit einer Gala in Dortmund ist die "Hall of Fame" des deutschen Fußballs eröffnet worden. Der von Sportjournalisten gewählten Gründungself gehören unter anderen Franz Beckenbauer, Uwe Seeler, Lothar Matthäus und Fritz Walter an. "Es sind würdige Spieler, die Großes geleistet haben", sagte Philipp Lahm, Weltmeister von 2014 und einer der Laudatoren bei dem Festakt im Deutschen Fußballmuseum. Im jährlichen Rhythmus soll der Kreis der Ausnahmespieler in der Ruhmeshalle erweitert werden.
    8 min
  • 01.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Rückschlag für Erdogan-Partei in Großstädten
    Bei den Kommunalwahlen in der Türkei muss Präsident Recep Tayyip Erdogan einen Denkzettel hinnehmen. Nach Auszählung fast aller Stimmen steht seine islamisch-konservative AKP in der Hauptstadt Ankara vor einer Niederlage. Auch in der Millionenmetropole Istanbul könnte der Sieg an die Oppositionspartei CHP gehen. Landesweit bleibt die AKP aber wohl stärkste politische Kraft.
    Politik-Neuling führt bei ukrainischer Präsidentenwahl
    Die Ukraine muss in einer Stichwahl über ihren künftigen Staatschef entscheiden. Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl am Sonntag erzielte der Komiker Wladimir Selenski zwar die meisten Stimmen, mit rund 30 Prozent verfehlte der 41-Jährige aber die erforderliche absolute Mehrheit. Selenski muss deshalb in drei Wochen gegen Amtsinhaber Petro Poroschenko antreten, der mit rund 18 Prozent die zweitmeisten Stimmen holte. Beide Kandidaten stehen für eine klare West-Orientierung der Ukraine.
    Kim-Attentäterin zu Haftstrafe verurteilt
    Im Prozess um den Mord am Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist eine angeklagte Vietnamesin zu mehr als drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die 30-Jährige wurde von einem Gericht in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur der vorsätzlichen Körperverletzung für schuldig befunden. Den Vorwurf des Mordes hatte die Staatsanwaltschaft fallen gelassen. Damit kommt die Frau nach mehr als zwei Jahren Untersuchungshaft im nächsten Monat frei. Die Vietnamesin hatte den Halbbruder von Nordkoreas Diktator 2017 gemeinsam mit einer inzwischen freigelassenen Indonesierin auf dem Flughafen von Kuala Lumpur getötet.
    Deutschland übernimmt Vorsitz im Sicherheitsrat
    Zum ersten Mal seit fast sieben Jahren hat Deutschland von diesem Montag an wieder für einen Monat den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat inne. Zur offiziellen Übernahme reist Außenminister Heiko Maas eigens nach New York. Bis Ende April leitet Deutschland die Sitzungen des höchsten Gremiums der Vereinten Nationen und kann dessen Tagesordnung jenseits aktueller Krisen maßgeblich mitgestalten. Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, die Themen sexuelle Gewalt gegen Frauen in Konflikten sowie Abrüstung und Rüstungskontrolle hervorzuheben.
    Startschuss für die Hannover Messe
    Mit Appellen zur Stärkung der EU hat Bundeskanzlerin Merkel die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe eröffnet. "Wir müssen als Europäer gemeinsam handeln", sagte Merkel bei der Auftaktfeier am Sonntagabend. Protektionismus schade allen. Die EU-Kommission werde noch in diesem Jahr Vorschläge machen, wie auf internationale Wettbewerbsverzerrungen zu reagieren sei, kündigte die Kanzlerin an. Sie forderte zudem ein ganzes Bündel an Maßnahmen, damit Europa bei neuen Technologien nicht den Anschluss an China und die USA verliert.
    Arabischer Gipfel weist Trumps Golan-Entscheidung zurück
    Die Staats- und Regierungschefs der Arabischen Liga fordern eine Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen die Entscheidung der USA, die Golan-Höhen als israelisches Staatsgebiet anzuerkennen. US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. Nach einem Gipfeltreffen der Arabischen Liga in Tunis erklärte nun deren Generalsekretär Ahmed Abul Ghait, Besatzung sei ein Verbrechen und sie zu legalisieren eine Sünde. Israel hatte die Golan-Höhen 1967 im Krieg von Syrien erobert und 1981 annektiert.
    8 min
  • 30.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Kommission nach Brexit-Entscheidung enttäuscht
    Die EU-Kommission in Brüssel ist enttäuscht, dass das britische Parlament zum dritten Mal den mit der britischen Regierung ausgehandelten Brexit-Plan abgelehnt hat. Ein Sprecher sagte, damit sei nun ein harter Brexit am 12. April wahrscheinlich. Unterdessen haben sich die USA in die Diskussion eingeschaltet. Sicherheitsberater John Bolton sagte, die USA seien bereit, nach dem Brexit sofort Abkommen auszuhandeln. Präsident Trump freue sich weiter sehr darauf, ein bilaterales Handelsabkommen mit einem unabhängigen Großbritannien zu schließen.
    Bericht zur Russland-Affäre soll bald öffentlich werden
    US-Justizminister William Barr will den Abschlussbericht von Sonderermittler Robert Mueller zur Russland-Affäre bis Mitte April veröffentlichen. Derzeit redigiere er sensibles Material aus dem knapp 400 Seiten umfassenden Dokument; bestimmte Passagen sollen nicht freigegeben werden. Sonderermittler Mueller war fast zwei Jahre lang der Frage nachgegangen, ob US-Präsident Donald Trump und sein Team während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 mit Moskau zusammengearbeitet haben, um die Wahl zu beeinflussen. Trump sieht sich durch den Bericht "vollständig entlastet".
    Tunesien nimmt UN-Diplomaten fest
    Einem deutsch-tunesischen Mitarbeiter der Vereinten Nationen wird in Tunesien Spionage vorgeworfen. Moncef Kartas war bereits am Dienstag bei der Einreise am Flughafen verhaftet worden. Die deutsche Botschaft in Tunis bemüht sich derzeit um Zugang zu Kartas. Die Vereinten Nationen bestätigten, dass er diplomatische Immunität genießt und daher nicht festgenommen werden darf. Kartas arbeitet als Sicherheitsexperte, er sollte ein Treffen der Arabischen Liga zur Situation in Libyen mit vorbereiten.
    Weber fordert stärkeres Auftreten der EU gegen China
    Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber will die Möglichkeiten chinesischer Konzerne in Europa stärker einschränken. Wenn staatlich subventionierte Konzerne auf Einkaufstour gingen, müsse die EU das künftig auch unterbinden können, so der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei für die Europawahl. Durch den Handelskrieg zwischen China und den USA habe Europa an politischer Stärke gewonnen, die man nun in den Verhandlungen mit China ausspielen solle. Weber forderte von China eine Öffnung öffentlicher Ausschreibungen für europäische Konzerne sowie ein Entgegenkommen beim Investitionsschutz.
    Stichwahl in der Slowakei
    In der Slowakei hat die zweite Runde der Präsidentschaftswahl begonnen. Als Favoritin geht die Bürgerrechtlerin Zuzana Caputova ins Rennen. Im ersten Wahlgang Mitte März hatte Caputova 40,5 Prozent der Stimmen geholt. Auf Platz zwei kam der sozialdemokratische EU-Kommissar Maros Sefcovic mit 18,66 Prozent der Stimmen. Die Wahl stand unter dem Eindruck der Ermordung des Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak und seiner Verlobten vor einem Jahr. Kuciaks unvollendeter Artikel über Mafia-Verbindungen der Regierung führte zu Massenprotesten und zum Rücktritt von Ministerpräsident Robert Fico.
    Israel erwartet Proteste an Grenze zu Gaza
    Die israelische Armee bereitet sich an der Grenze zu Gaza auf eine Eskalation der Lage vor. Am heutigen Samstag soll dort der so genannte "Eine-Million-Marsch" stattfinden. Anlass ist der Jahrestag des Demonstrationsbeginns am Grenzzaun. Dabei war es in den vergangenen Jahren häufiger zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Die Vereinten Nationen und die deutsche Bundesregierung forderten beide Seiten zur Besonnenheit auf. Israel hat seit mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt.
    Thailändische Wildhüter befreien Elefantenkälber
    Wildhüter haben in Thailand sechs Elefantenbabys aus einer tiefen Schlammgrube gerettet, in der die Tiere offenbar seit Tagen festsaßen. Die Ranger stießen auf Patrouille in einem Nationalpark östlich von Bangkok auf die verängstigten und hilflosen Elefantenkälber, wie der Parkleiter berichtete. Das Team baute eine Rampe für die Tiere, sodass die schlammbedeckten Elefantenbabys die Grube schließlich aus eigener Kraft verlassen konnten. Die Kälber hatten offensichtlich ihre Herde verloren und waren auf der Suche nach Wasser in die Schlammgrube geraten. In Thailand gibt es rund 2700 freilebende Elefanten.
    8 min
  • 29.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britisches Parlament stimmt erneut über Brexit-Vertrag ab
    Das britische Parlament stimmt an diesem Freitag erneut über das EU-Austrittsabkommen ab. Geplant ist nun, das zweimal gescheiterte Vertragspaket zum Brexit in zwei Teile zu zerlegen. Demnach soll nur der Vertrag über den Austritt, nicht aber die politische Erklärung über die künftigen Beziehungen zur Abstimmung stehen. Ob das beim Thema Brexit völlig zerstrittene Unterhaus dem Vertrag zustimmt, ist allerdings sehr fraglich. Um ihre Kritiker zu gewinnen, hat Premierministerin Theresa May dieses Mal ihren Rücktritt angeboten, sollte das Abkommen im Parlament doch noch angenommen werden.
    Bundesregierung verlängert Rüstungsexportstopp für Saudi-Arabien
    Die große Koalition hat eine Einigung im Streit um Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien erzielt. Der Lieferstopp werde bis Ende September verlängert, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Die Bundesregierung hatte mit dem Stopp im Herbst auf die Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi reagiert. Bei Verbündeten wie Frankreich und Großbritannien sorgte dies wegen gemeinsamer Rüstungsprojekte für Verärgerung. Die jetzige Einigung sieht vor, dass sich Berlin bei Gemeinschaftsprogrammen dafür einsetzt, dass die produzierten Waffen nicht im Jemen-Krieg eingesetzt werden dürfen.
    Rumänische Korruptionsjägerin Kövesi angeklagt
    Die potentielle EU-Generalstaatsanwältin Laura Kövesi ist in ihrem Heimatland Rumänien wegen Korruption angeklagt worden. Die prominente Korruptionsjägerin sagte Journalisten, die rumänische Staatsanwaltschaft habe ihr verboten, über den Fall zu sprechen. Die Regierung in Bukarest versucht seit Wochen, die Kandidatur der 45-Jährigen für die Leitung der neuen Europäischen Staatsanwaltschaft zu behindern. Kövesi wurde von den regierenden Sozialdemokraten im Juli als oberste Korruptionsbekämpferin abgesetzt. Das EU-Parlament hat sich für Kövesi als EU-Generalstaatsanwältin ausgesprochen.
    Venezolanischer Rechnungshof sperrt Guaido für politische Ämter
    Im Machtkampf zwischen Regierung und Opposition in Venezuela hat der Rechnungshof des Landes dem selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó die Ausübung politischer Ämter für 15 Jahre untersagt. Er habe ihm nicht zustehende öffentliche Aufgaben wahrgenommen und gemeinsam mit ausländischen Regierungen Aktionen zum Schaden des venezolanischen Volkes durchgeführt, heißt es zur Begründung. Zudem gebe es Zweifel an der Rechtmäßigkeit seiner Einkünfte. Die sogenannte Internationale Kontaktgruppe (ICG) verurteilt die Ämtersperre. Die Entscheidung sei ein weiterer Beweis für die Willkür der Justiz im Land.
    UN-Sicherheitsrat ruft zu Kampf gegen Terrorfinanzierung auf
    Die UN-Mitgliedsstaaten müssen sich mehr bemühen, die Finanzquellen von Terroristen auszutrocknen. Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete einstimmig eine entsprechende Resolution. Jeder, der Terrorismus finanziere oder dabei helfe, müsse vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden können, heißt es in dem von Frankreich eingebrachten Beschluss. Die Staaten sollten ihre Gesetzgebung entsprechend anpassen. Es ist der erste Beschluss des Sicherheitsrates, der sich ausschließlich dem Thema Terrorfinanzierung widmet. Resolutionen des Rates sind völkerrechtlich bindend.
    Zahl der Cholera-Fälle in Mosambik steigt nach Zyklon "Idai" schnell an
    Nach dem verheerenden Zyklon "Idai" steigt die Zahl der Cholera-Erkrankungen in Mosambik schnell an. Inzwischen seien 139 Fälle der schweren Durchfallerkrankung bestätigt, sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums. Am Mittwoch hatte die Regierung noch von fünf Fällen gesprochen. Infolge der Krankheit seien bereits fünf Menschen ums Leben gekommen, hieß es weiter. Am 15. März hatte "Idai" weite Teile von Mosambik, Malawi und Simbabwe verwüstet und mit starkem Regen vor allem in Mosambik weite Landstriche unter Wasser gesetzt.
    20.000 Menschen gedenken der Opfer des Anschlags in Christchurch
    Mit einer großen Trauerfeier ist im neuseeländischen Christchurch der 50 Todesopfer des rassistisch motivierten Anschlags auf zwei Moscheen gedacht worden. Mehr als 20.000 Menschen nahmen an der Zeremonie teil, darunter Staatsgäste und Vertreter von Glaubensgemeinschaften aus Dutzenden anderen Ländern. Premierministerin Jacinda Ardern begrüßte die muslimische Gemeinde unter anderem auf Arabisch und dankte ihr dafür, im Angesicht von Hass und Gewalt ihre Türen für alle geöffnet zu haben, damit man mit ihnen habe trauern können - obwohl sie jedes Recht dazu gehabt hätten, ihre Wut auszudrücken.
    9 min
  • 28.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Maltas Marine übernimmt Kontrolle über von Migranten entführtes Schiff
    Die Marine von Malta hat die Kontrolle über ein von Migranten entführtes Tankschiff übernommen und es in den Hafen der Hauptstadt Valletta eskortiert. Dort sollen alle an Bord befindlichen Personen der Polizei übergeben werden. Die "Elhibru 1" hatte am Dienstag mehr als 100 Schiffbrüchige vor Libyen aufgenommen, später hatten diese den Tanker in ihre Gewalt gebracht und eigenmächtig Richtung Malta gesteuert. In den vergangenen Monaten haben sich im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge immer wieder dagegen gewehrt, in Libyen an Land gehen zu müssen.
    Trump fordert Rückzug russischer Soldaten aus Venezuela
    Russland hat in der vergangenen Woche zwei Militärflugzeuge nach Venezuela entsandt. Bereits im Dezember hatte Moskau zwei Kampfbomber in das südamerikanische Land geschickt. US-Präsident Donald Trump forderte Russland nun dazu auf, die Soldaten wieder abzuziehen. Vizepräsident Mike Pence bezeichnete die russische Militärpräsenz im Land als Provokation. Moskau wies die Aufforderung der USA zurück und verbat sich Einmischung in "bilaterale Beziehungen zweier souveräner Länder". Russland unterstützt den amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro, die USA den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó.
    Britisches Unterhaus kann sich nicht auf Brexit-Alternativen einigen
    Das britische Parlament hat bei einer Testabstimmung alle acht vorgelegten Varianten eines EU-Austritts abgelehnt. Weder für eine engere Anbindung an die EU noch für ein zweites Referendum oder einen Austritt ohne Abkommen kam eine Mehrheit zustande. Lediglich der Verschiebung des Brexit-Termins auf den 12. April oder 22. Mai stimmten die Abgeordneten zu. Premierministerin Theresa May hatte zuvor ihren Rücktritt angeboten - unter der Bedingung, dass ihr Brexit-Abkommen in einer dritten Abstimmung doch noch vom Parlament angenommen wird.
    US-Flugaufsicht verteidigt Zulassungsverfahren für Boeing-Unglücksmaschinen
    Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat ihr Zulassungsverfahren für die Maschinen des Typs Boeing 737 MAX vor dem US-Senat verteidigt. Die traditionell enge Zusammenarbeit zwischen Flugaufsicht und Flugzeugbauern beim Zertifizierungsverfahren habe dazu beigetragen, das Fliegen so sicher zu machen, wie es heute sei, sagte FAA-Chef Daniel Elwell. Die Behörde steht seit den Abstürzen zweier Boeing-Maschinen mit 346 Toten massiv in der Kritik. Der Senat wirft ihr vor, bei der Zulassung ein Auge zugedrückt zu haben und Teile der Sicherheitsprüfungen dem Flugzeug-Konzern überlassen zu haben.
    Monsanto muss 80 Millionen Dollar Schmerzensgeld zahlen
    Der Pflanzenschutzmittelhersteller Monsanto muss einem US-Amerikaner 80,3 Millionen Dollar Schmerzensgeld zahlen. Das hat ein Gericht in San Francisco entschieden. Vergangene Woche hatte das Gericht geurteilt, dass das Monsanto-Produkt Round-Up, das den Wirkstoff Glyphosat enthält, zur Krebserkrankung des Mannes beigetragen hat. Monsanto ist eine Tochter des deutschen Bayer-Konzerns. Die Bayer-Aktie war nach dem Urteil dramatisch gefallen. Um die Verträglichkeit von Glyphosat gibt es schon lange Diskussionen. Die EU hat die Zulassung für den Wirkstoff Ende 2017 für fünf Jahre verlängert.
    Facebook unterbindet rassistische Hassposts zu "weißer Vorherrschaft"
    Das soziale Netzwerk Facebook will auf seinen Seiten ab nächster Woche Äußerungen verbieten, die "weißen Nationalismus, Suprematismus oder Separatismus" gutheißen. Diese Konzepte seien eng mit Hassgruppen verbunden und hätten keinen Platz in seinen Diensten, erklärte das Unternehmen. Die Maßnahme gilt auch für Instagram. Facebook nannte keinen konkreten Anlass für seine Entscheidung. Ein Bezug zum rechtsextremen Terroranschlag von Christchurch in Neuseeland liegt nahe. Facebook war in die Kritik geraten, weil es das Video des Attentäters nicht schnell genug aus dem Netz genommen hatte.
    Swedbank gerät nach Razzia immer mehr unter Druck
    Die schwedische Behörde für Wirtschaftskriminalität hat ihre Voruntersuchungen gegen die Swedbank ausgeweitet. In der Zentrale des Geldinstituts wurde eine Razzia durchgeführt. Nach der Durchsuchung teilten die Behörden mit, zu dem Verdacht des Insiderhandels komme nun noch der Verdacht auf schweren Betrug. Bereits im Februar hatte der Fernsehsender SVT berichtet, die Bank könnte in den Geldwäsche-Skandal der Danske Bank verwickelt sein. Zudem heißt es in der TV-Dokumentation, die Swedbank habe US-Behörden in Zusammenhang mit Ermittlungen rund um die "Panama Papers" Informationen vorenthalten.
    10 min
  • 27.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Indien verkündet Test-Abschuss eines Satelliten
    Indien hat nach eigenen Angaben mit dem Abschuss eines Satelliten erfolgreich ein neues Abwehrsystem getestet. Das erklärte Premierminister Narendra Modi in einer Fernsehansprache. Indien ist damit nach den USA, Russland und China das vierte Land, das diese Fähigkeit erlangt hat. Die südasiatische Atommacht mit 1,3 Milliarden Einwohnern hat auch ein ambitioniertes Raumfahrtprogramm. Modi hatte im vergangenen Jahr für das Jahr 2022 einen bemannten Flug ins Weltall angekündigt. In Indien steht in wenigen Wochen eine Parlamentswahl an.
    EU will Marineeinsatz "Sophia" im Mittelmeer beenden
    Die EU will den in der Flüchtlingskrise 2015 begonnenen Marineeinsatz vor der libyschen Küste vorerst beenden. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf EU-Kreise. Hintergrund sei, dass sich die Mitgliedsstaaten nicht auf ein neues System zur Verteilung der aus Seenot geretteten Menschen im Mittelmeer einigen konnten. Verantwortlich sei insbesondere ein Veto Italiens. Bis auf weiteres würden daher die Aktivitäten von Schleusernetzwerken im Rahmen der "Operation Sophia" nur noch aus der Luft beobachtet. Zudem solle die Ausbildung libyscher Küstenschützer fortgesetzt werden.
    Bundesregierung erkennt Guaidó-Gesandten nicht als Venezuelas Botschafter an
    Die Bundesregierung wird den diplomatischen Vertreter des selbsternannten venezolanischen Übergangspräsidenten Juan Guaidó nicht als Botschafter anerkennen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der Linkspartei. Mit dem von Guaidó entsandten Otto Gebauer würden politische Gespräche geführt. Weitere Schritte seien nicht geplant. Im Machtkampf in Venezuela hatten die EU-Staaten und darunter auch die Bundesregierung Oppositionsführer Guaidó Anfang Februar als Interimspräsidenten anerkannt.
    Keine Entspannung im Konflikt an der Gaza-Grenze in Sicht
    Nach neuen Angriffen militanter Palästinenser aus dem Gazastreifen auf Israels Grenzgebiet hat die israelische Luftwaffe in der Nacht erneut Ziele in dem Palästinensergebiet attackiert. Israels Armee teilte mit, es seien mehrere Einrichtungen der im Gazastreifen herrschenden Hamas getroffen worden. Wie die Armee mitteilte, hat Generalstabschef Aviv Kochavi beschlossen, eine Infanterie-Brigade sowie ein Artillerie-Bataillon in den Süden Israels zu verlegen. Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor weitere Militäraktionen gegen die Hamas angedroht.
    Thai-Opposition will Koalition gegen Militärs bilden
    In Thailand wollen sieben Parteien der demokratischen Opposition mit einer Allianz die Militärregierung ablösen. Dies kündigten sie nach der von Betrugsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl an. Unklar ist jedoch, ob die Parteien im Unterhaus überhaupt eine Mehrheit zustande bringen. Für die Wahl vom vergangenen Sonntag gibt es noch immer kein vorläufiges Endergebnis. Dem Zwischenergebnis zufolge wurde die Armee-Partei PPRP stärkste Kraft. Die Opposition hätte zusammen jedoch deutlich mehr Mandate. In dem südostasiatischen Königreich regiert seit einem Militärputsch von 2014 die Armee.
    Notlandung von Boeing 737 Max bei Überführungsflug
    Wieder hat es Probleme mit einem Flugzeug vom Typ Boeing 737 Max 8 gegeben, diesmal in den USA. Eine Maschine dieses Typs hatte bei einem Transferflug von Florida nach Kalifornien Triebwerksprobleme. Kurz nach dem Start in Orlando musste die 737 Max umdrehen. Die Maschine der US-Fluggesellschaft Southwest Airlines landete sicher am Startflughafen, wie ein Sprecher der US-Luftfahrtbehörde FAA mitteilte. An Bord waren nur Crew-Mitglieder. Nach zwei Abstürzen von 737 Max-Boeings haben viele Länder, auch die USA, Flugverbote für dieses Modell erlassen. Es sind aber Flüge ohne Passagiere erlaubt.
    Trump will bis 2024 wieder bemannte US-Raumfahrt zum Mond
    Innerhalb der kommenden fünf Jahre will die US-Regierung wieder Menschen auf den Mond bringen. Vizepräsident Mike Pence kündigte an, dass laut Anordnung von Präsident Donald Trump die erste Frau und der nächste Mann auf dem Mond Astronauten aus den USA sein sollen. Sie würden mit US-Raketen von den USA aus zum Erdtrabanten starten, sagte Pence. Zuletzt waren 1972 US-Raumfahrer auf dem Mond gelandet. Die nächste bemannte Mission war ursprünglich für das Jahr 2028 geplant. Die Entwicklung der neuen Trägerrakete SLS hatte sich aber verzögert, der erste Testflug wurde auf 2021 verschoben.
    8 min
  • 26.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Unterhaus will Steuerung des Brexit-Prozesses übernehmen
    Im Streit über den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs hat das Parlament für mehr Befugnisse des Unterhauses im Brexit-Prozess gestimmt. Gegen den Willen der Regierung nahmen die Abgeordneten einen Antrag an, mit dem sie am Mittwoch über Alternativen zu dem von Premierministerin Theresa May mit der EU verhandelten Brexit-Deal abstimmen wollen. Als Optionen gelten eine engere EU-Anbindung, ein zweites Referendum und auch eine Abkehr vom Brexit. Ein Votum für eine dieser Varianten wäre rechtlich nicht bindend, würde aber zeigen, wofür es eine Mehrheit im Parlament geben könnte.
    Militante Palästinenser feuern trotz Waffenruhe weiter Raketen
    Die Gewalt am Gazastreifen eskaliert trotz einer von der radikalislamischen Hamas ausgerufenen Waffenruhe weiter. Militante Palästinenser feuerten in der Nacht rund 30 Raketen ins israelische Grenzgebiet, wie ein Armeesprecher mitteilte. Israels Luftwaffe setzte ihre Angriffe auf Ziele in dem Palästinensergebiet fort. Israel reagierte damit auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen, bei dem am Montag ein Haus nordöstlich von Tel Aviv getroffen worden war. Sieben Menschen wurden verletzt, darunter drei Kinder. Ein Hamas-Sprecher hatte am Montagabend eine einseitige Waffenruhe verkündet.
    Pentagon gibt eine Milliarde Dollar für Grenzabsperrungen frei
    Das US-Verteidigungsministerium hat eine Milliarde Dollar für neue Absperrungen an der Grenze zu Mexiko freigegeben. Mit dem Geld solle unter anderem ein knapp 92 Kilometer langer Grenzzaun im Gebiet von El Paso im Bundesstaat Texas errichtet werden, erklärte der geschäftsführende Verteidigungsminister Patrick Shanahan. Präsident Donald Trump fordert seit langem den Bau einer Grenzmauer an der Grenze zu Mexiko. Der US-Kongress hatte ihm die Milliarden für den Bau aber verwehrt.
    Wieder Stromausfall in Venezuela
    In weiten Teilen Venezuelas ist die Stromversorgung erneut zusammengebrochen. Mehrere Nachrichtenagenturen melden, dass die Versorgung in der Hauptstadt Caracas betroffen war. Die U-Bahn habe den Betrieb einstellen müssen, Probleme gebe es auch am internationalen Flughafen. Von Seiten der Regierung hieß es, wie schon bei dem tagelangen Stromausfall im ganzen Land Anfang des Monats, es habe einen Angriff auf die Infrastruktur gegeben. Dieser habe dem wichtigen Wasserkraftwerk Guri gegolten. Für den amtierenden Staatschef Nicolás Maduro stecken die USA und die Opposition hinter den Attacken.
    Ex-Bundesaußenminister Gabriel zu Besuch in Nordkorea
    Der frühere Bundesaußenminister Sigmar Gabriel ist zu einem als privat angekündigten Besuch im weithin abgeschotteten Nordkorea eingetroffen. Bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden des außenpolitischen Ausschusses der Obersten Volksversammlung in Pjöngjang, Ri Su Yong, habe der SPD-Politiker auch ein Geschenk an Machthaber Kim Jong Un überreicht, berichteten nordkoreanische Staatsmedien. Das Gespräch habe am Montag stattgefunden. Details wurden zunächst nicht bekannt. Gabriel hatte zuvor erklärt, er wolle sich ein Bild der Lage machen.
    Merkel trifft Xi, Juncker und Macron in Paris
    Bundeskanzlerin Angela Merkel wird an diesem Dienstag in der französischen Hauptstadt zu einem Vierertreffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker erwartet. Dabei wird es unter anderem um die künftige Ausrichtung des europäisch-chinesischen Verhältnisses gehen. Chinas Versuche, mit Investitionen und Firmenübernahmen auch auf dem europäischen Markt stärker Fuß zu fassen, haben in vielen EU-Staaten Sorgen ausgelöst.
    Brasiliens Ex-Präsident Temer kommt wieder frei
    In Brasilien hat ein Gericht die Freilassung des früheren Staatschefs Michel Temer angeordnet. Es gebe keine juristische Rechtfertigung für die Festnahme des 78-Jährigen. Der zuständige Richter ordnete auch die Freilassung des ehemaligen Energieministers Moreira Franco an. Beide waren am vergangenen Donnerstag im Zusammenhang mit den Ermittlungen in der riesigen Korruptionsaffäre "Lava Jato", auf deutsch "Operation Waschstraße", festgenommen worden. Dabei geht es um ein Korruptionsnetzwerk rund um den staatlichen Ölkonzern Petrobras, das die brasilianische Politik seit Jahren erschüttert.
    9 min
  • 25.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Keine Beweise für Verschwörung mit Russland
    Der von US-Sonderermittler Robert Mueller vorgelegte Abschlussbericht enthält laut Justizministerium keine Beweise für eine Verschwörung zwischen Donald Trumps Wahlkampfteam und Russland. Wie aus einer vierseitigen Zusammenfassung des Berichts an den Kongress weiter hervorgeht, wird Trump allerdings vom Vorwurf der Justizbehinderung nicht entlastet – aber der Vorwurf wird durch den Bericht auch nicht erhärtet. In einer ersten Reaktion erklärte sich Präsident Trump für "vollständig entlastet". Die Demokraten bestehen auf der Veröffentlichung des gesamten Berichts von Mueller.
    Netanjahu verkürzt wegen Raketenangriff US-Reise
    In Israel sind bei einem Raketeneinschlag nördlich von Tel Aviv sieben Menschen verletzt worden. Das Geschoss wurde offenbar aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet gefeuert. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte eine, wie er sagte, "kraftvolle Reaktion" an. Seinen Besuch in Washington wolle er nach dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump abbrechen und nach Israel zurückkehren, um die Einsätze aus der Nähe zu leiten.
    In Südostafrika wächst die Seuchengefahr
    Anderthalb Wochen nach dem verheerenden Zyklon "Idai" in Südostafrika warnen Hilfsorganisationen vor der steigenden Seuchengefahr. Vor allem in den Überschwemmungsgebieten von Mosambik sei mit Durchfallerkrankungen wie Cholera zu rechnen. Auch die Zahl der Malaria-Erkrankungen werde schnell steigen, weil sich die Moskitos rasend schnell vermehrten. Der Zyklon hatte vor zehn Tagen Mosambik, Malawi und Simbabwe verwüstet und mit schweren Regenfällen weite Landstriche unter Wasser gesetzt.
    Russische Flugzeuge landen in Venezuela
    Zwei russische Flugzeuge mit Soldaten und Material sind auf dem Flughafen der venezolanischen Hauptstadt Caracas gelandet. Die Maschinen seien "im Rahmen der technischen und militärischen Kooperation" zwischen beiden Ländern nach Venezuela geflogen, berichtete die russische Nachrichtenagentur Sputnik. An Bord seien 99 russische Soldaten gewesen. Russland hatte seine militärische Zusammenarbeit mit dem erdölreichen südamerikanischen Land schon vor Jahren ausgebaut. Im derzeitigen Machtkampf steht Moskau hinter dem umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro.
    EU-Kommissar rechnet nicht mit einem harten Brexit
    EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici gibt sich zuversichtlich, dass es keinen ungeordneten Brexit geben wird. Wenige Stunden vor einer weiteren Brexit-Debatte im britischen Unterhaus sagte er dem Radiosender RTL, ein No-Deal-Brexit könne und werde verhindert werden. Die britischen Abgeordneten wollen am Abend über das weitere Vorgehen im festgefahrenen Brexit-Streit debattieren. Bereits zweimal ist das zwischen Theresa May und Brüssel ausgehandelte Abkommen zum EU-Austritt im Unterhaus durchgefallen. Die Premierministerin muss daher mit Rücktrittsforderungen aus ihrem eigenen Kabinett rechnen.
    Ungarns Regierungschef wettert wieder gegen die EU
    Nur wenige Tage nach Aussetzung der Mitgliedschaft seiner rechtsnationalistischen Fidesz-Partei in der Europäischen Volkspartei (EVP) hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban die EU erneut angegriffen. Die Brüsseler Politiker lebten in einer Blase, sagte Orban im staatlichen Rundfunk. Sie bildeten eine Brüsseler Bürokraten-Elite, die den Bezug zur Realität verloren habe. Orban forderte seine Zuhörer auf, bei der Europawahl im Mai seine Partei zu wählen, um den Brüsselern zu zeigen, dass in Ungarn das geschehe, was die ungarische Bevölkerung wolle.
    Serbien gedenkt der Opfer der NATO-Luftangriffe
    Serbien hat an die NATO-Luftangriffe vor 20 Jahren erinnert. Im südserbischen Nis versammelten sich am Sonntagabend im Beisein von Präsident Aleksandar Vucic mehr als 20.000 Menschen. Serbien werde die Geschehnisse immer als ein "Verbrechen" ansehen, sagte Vucic. Die am 24. März 1999 begonnenen Luftangriffe ohne UN-Mandat waren eine Reaktion auf die gewaltsame Niederschlagung der Unabhängigkeitsbestrebungen der Kosovo-Albaner durch Serbien. Die NATO-Angriffe auf Ziele in Serbien und Montenegro dauerten drei Monate an.
    Glücklicher Sieg für DFB-Team bei EM-Qualifikation
    Die stark verjüngte deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit einem 3 zu 2-Erfolg in den Niederlanden in die Qualifikation für die EM 2020 gestartet. Nico Schulz erzielte in Amsterdam in der 90. Minute den Siegtreffer. Leroy Sané in der 15. Minute und Serge Gnabry in der 34. Minute bescherten dem Team von Bundestrainer Joachim Löw eine 2 zu 0-Führung zur Halbzeit. Die Gastgeber glichen durch Matthijs de Ligt und Memphis Depay aus.
    10 min
  • 23.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Sonderermittler Mueller legt Bericht zur Russland-Affäre vor
    Sonderermittler Robert Mueller hat seine Ermittlungen zu mutmaßlichen Versuchen russischer Einflussnahme auf den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 abgeschlossen. US-Justizminister Bill Barr bestätigte, den vertraulichen Abschlussbericht erhalten zu haben. Darin geht es auch um die Frage, ob US-Präsident Donald Trump mit der Entlassung von FBI-Chef James Comey die Justiz behindert hat. Laut Medienberichten empfiehlt Mueller keine weiteren Anklagen mehr. Das Justizministerium will nun prüfen, welche Informationen an den Kongress und die Öffentlichkeit weitergegeben werden.
    May erwägt Verzicht auf weiteres Brexit-Votum im Unterhaus
    Die britische Premierministerin Theresa May hat angedeutet, die geplante dritte Abstimmung über den Austrittsvertrag mit der EU könnte auch ausfallen. Sie werde das Abkommen nach zwei früheren Nein-Voten nur dann kommende Woche erneut zur Vorlage bringen, wenn sich im Unterhaus eine "ausreichende Unterstützung" abzeichne. Das würde jedoch eine Teilnahme des Vereinigten Königreichs an der Europawahl im Mai bedeuten. Brexit-Gegner wollen an diesem Samstag in London für eine zweite Volksabstimmung über den EU-Austritt demonstrieren. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 700.000 Teilnehmern.
    Italien schließt sich Chinas "Neuer Seidenstraße" an
    Als erstes der G7-Industrieländer beteiligt sich Italien an einem umstrittenen chinesischen Großprojekt. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte empfängt dazu den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Rom. Dabei soll eine Absichtserklärung unterschrieben werden, mit der Italien Pekings Initiative einer "Neuen Seidenstraße" formell unterstützt. China will Milliarden Dollar in die Infrastruktur investieren, um neue Wirtschafts- und Handelskorridore nach Europa, Afrika und innerhalb Asiens entstehen zu lassen. EU-Partner und die USA befürchten unfaire Wettbewerbsbedingungen.
    BAMF-Präsident hält Zahl der Asylanträge für zu hoch
    Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Hans-Eckhard Sommer, hält die aktuelle Zahl der Asylanträge in Deutschland für zu hoch. Man habe im vergangenen Jahr 162.000 Asylerstanträge registriert, sagte Sommer der "Welt am Sonntag". Das sei vergleichbar mit einer Großstadt, die jährlich zu uns komme. Lediglich 35 Prozent der Bewerber erhielten einen Schutzstatus. Nach Angaben des BAMF-Chefs legen weiterhin mehr als 50 Prozent der Asylsuchenden beim Antrag keine Ausweisdokumente vor. Dabei reisten viele per Flugzeug in die Bundesrepublik ein, so Sommer weiter.
    Erneut Proteste in Algerien
    Den fünften Freitag in Folge haben in Algerien Hunderttausende Menschen gegen Präsident Abdelaziz Bouteflika und die Politik im Land protestiert. Besonders die Entscheidung des 82-jährigen Staatschefs, die für den 18. April geplanten Wahlen auf unbestimmte Zeit zu verschieben, treibt viele Algerier auf die Straße. Sie sehen darin ein Manöver Bouteflikas, um sich und seinem Umfeld möglichst lange die Macht zu sichern. Der Staatschef regiert das nordafrikanische Land seit 20 Jahren autoritär. Seit einem Schlaganfall im Jahr 2013 hat er sich jedoch weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
    Elf Festnahmen bei Anti-Terror-Razzia im Rhein-Main-Gebiet
    In Hessen und Rheinland-Pfalz sind elf Menschen wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte, haben sie einen islamistischen Anschlag geplant. Zur Vorbereitung hätten die Verdächtigen bereits Kontakt zu Waffenhändlern aufgenommen und ein größeres Fahrzeug angemietet. Bei den Hauptbeschuldigten handele es sich um einen Mann aus Offenbach und zwei Brüder aus Wiesbaden. Sie sollen der salafistischen Szene im Rhein-Main-Gebiet angehören. Bei der Razzia wurde laut Ermittlern umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt.
    Pinterest will an die Börse
    Der Online-Fotodienst Pinterest hat seinen Börsengang eingeleitet. Das Start-up aus San Francisco reichte nach eigenen Angaben einen entsprechenden Antrag bei der US-Wertpapieraufsicht ein. Die Aktien sollen an der New York Stock Exchange gelistet werden. Der Zeitpunkt des Börsengangs ist noch offen, ebenso der Preis der Anteilsscheine. Das 2010 gegründete Unternehmen hat etwa 265 Millionen aktive Nutzer. Der Fotodienst wird mit rund zwölf Milliarden US-Dollar bewertet.
    8 min

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