Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 11.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Spurensuche nach Flugzeugabsturz in Äthiopien
    Nach dem Absturz einer Passagiermaschine in Äthiopien mit insgesamt 157 Toten beginnen Experten mit der Identifizierung der Opfer und der Klärung der Unglücksursache. Das Flugzeug der Ethiopian Airlines war am Sonntag kurz nach dem Start abgestürzt. China hat mittlerweile angeordnet, dass alle chinesischen Fluggesellschaften Maschinen des gleichen Typs vorerst am Boden lassen müssen. Die verunglückte Boeing 737 MAX 8 war erst im November an Ethiopian Airlines ausgeliefert worden.
    Guaidó bittet Deutschland um Hilfe nach Stromausfall
    Wegen des massiven Stromausfalls in Venezuela hat der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó unter anderem Deutschland um technische Hilfe und Beratung gebeten. Teile Venezuelas sind seit Donnerstag von der Stromversorgung abgeschnitten. Geschäfte blieben geschlossen, in Caracas fuhr die Metro nicht, viele Flüge fielen aus. Das von der Opposition kontrollierte Parlament will deswegen den Notstand ausrufen. Nach dessen Angaben hatte ein Buschfeuer das Stromnetz kollabieren lassen. Die Regierung von Staatschef Nicolás Maduro macht dagegen einen von den USA initiierten Cyberangriff für den Stromausfall verantwortlich.
    Maas wirbt für Unterstützung des Afghanistan-Mandats
    Außenminister Heiko Maas hat den Bundestag zu einer breiten Unterstützung der Mandatsverlängerung für den Afghanistan-Einsatz aufgerufen. Das Mandat läuft am 31. März aus. Zugleich dankte der SPD-Politiker in Masar-i-Scharif den Soldaten für ihr Engagement. Er könne aber verstehen, dass es Fragen zur Zukunft Afghanistans gebe. Deutschland beteiligt sich an der NATO-Ausbildungsmission "Resolute Support" mit bis zu 1300 Soldaten. US-Präsident Donald Trump will Berichten zufolge einen Teilrückzug der US-Streitkräfte. Die radikalislamischen Taliban hatten zuletzt Geländegewinne erzielt.
    Waffenhandel nimmt weltweit weiter zu
    Das Geschäft mit Rüstung boomt: Der weltweite Waffenhandel hat laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI zwischen 2014 und 2018 um knapp acht Prozent im Vergleich mit den Jahren 2009 bis 2013 zugenommen. Größter Rüstungsexporteur waren demnach die USA. Die US-Exporte machten demnach 36 Prozent des weltweiten Waffenhandels aus. Es folgen Russland, Frankreich und auf Platz vier Deutschland vor China. Weltweit größter Waffenbezieher ist Arabien.
    Wegen Ermordung von Kim Jong Uns Halbbruder angeklagte Frau freigelassen
    Zwei Jahre nach dem Mord am Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist eine der beiden angeklagten Frauen überraschend freigelassen worden. Ein Gericht in Malaysia entschied, dass das Verfahren eingestellt wird. Ein Grund wurde zunächst nicht genannt. Die Frauen behaupten, dass sie auf dem Flughafen von Kuala Lumpur von einem Mann für eine vermeintliche Fernsehshow angeheuert wurden. Angeblich wussten sie nicht, dass es ein Nervengift war, mit dem sie Kim Jong Nam bespritzen sollten. Kim Jong Uns Halbbruder war zuhause in Ungnade gefallen und lebte im Ausland.
    Finale Offensive auf letzte IS-Enklave in Syrien
    Die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Streitkräfte (SDF) haben ihre Offensive gegen die letzte Hochburg der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) begonnen. Die von Kurden geführten SDF hatten den Angriff auf Baghus immer wieder verschoben, um Zivilisten die Möglichkeit zur Flucht zu geben. Seit Samstag habe niemand mehr die Ortschaft verlassen, sagte ein SDF-Sprecher. Der IS, der 2014 ein Kalifat in Syrien und im Irak ausgerufen hatte, hat sein Herrschaftsgebiet mittlerweile fast komplett verloren.
    Japan gedenkt der Opfer der Tsunami-Katastrophe von 2011
    Japan hat der Opfer der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vor acht Jahren gedacht. Um 14.46 Uhr Ortszeit (6.46 Uhr MEZ) legten die Menschen bei einer Gedenkzeremonie am Montag in Tokio sowie an vielen anderen Orten eine Schweigeminute ein. Zu dem Zeitpunkt hatte am 11. März 2011 das Beben die Region Tohoku im Nordosten des Landes erschüttert. Rund 20.000 Menschen kamen in Folge der Flutkatastrophe ums Leben. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi ereignete sich zudem ein Super-GAU. Bis die Atomruine zurückgebaut ist, wird es noch Jahrzehnte dauern.
    10 min
  • 09.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Tajani will keine Änderung des Brexit-Vertrages
    Eine Verschiebung des Brexit ist nach Ansicht des EU-Parlamentspräsidenten Antonio Tajani nur um wenige Wochen möglich. Das Austrittsdatum könne auf maximal Anfang Juli verschoben werden, wenn das neu gewählte Europaparlament zusammentrete, sagte Tajani den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Briten müssten in jedem Fall einen Grund für eine Verschiebung nennen, etwa dass sie diese Zeit für Neuwahlen oder ein neues Referendum nutzen wollten. Zugleich lehnte Tajani Änderungen am Austrittsvertrag ab.
    Türkische Polizei löst Frauentags-Demo auf
    In Istanbul ist die türkische Polizei gegen eine nicht genehmigte Großkundgebung zum Weltfrauentag mit Tränengas vorgegangen. Sicherheitskräfte in Schutzausrüstung bedrohten die Demonstranten auf der zentralen Istiklal-Straße zudem mit Hunden, wie Reporter berichteten. Kurz vor dem Marsch hatten die Behörden ein Demonstrationsverbot für die wichtigste Einkaufsstraße der Stadt erlassen. Dennoch versammelten sich dort Tausende Frauen, um für ihre Rechte und gegen Gewalt zu protestieren. In den vergangenen Jahren hatten die Behörden ähnliche Demonstrationen in Istanbul erlaubt.
    Fast 200 Festnahmen bei Protesten in Algerien
    Im Zuge der Proteste gegen Algeriens Staatschef Abdelaziz Bouteflika sind nach Behördenangaben 195 Menschen festgenommen worden. Mehr als 100 Polizisten wurden demnach verletzt. Bei Zusammenstößen in der Hauptstadt Algier setzte die Polizei Tränengas ein. Zuvor hatten mehrere Zehntausend Menschen friedlich gegen eine weitere Amtszeit von Bouteflika demonstriert. Der 82-Jährige ist bereits seit zwei Jahrzehnten an der Macht und hat eine weitere Kandidatur für die Präsidentenwahl im Mai erklärt. Nach einem Schlaganfall sitzt er im Rollstuhl und tritt kaum noch öffentlich auf.
    Trump büßt sechsten Kommunikationschef ein
    Der Kommunikationsdirektor im Weißen Haus, Bill Shine, tritt nach achtmonatiger Amtszeit zurück. Shine werde künftig als Berater für das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump arbeiten, teilte dessen Sprecherin Sarah Sanders mit. Trump dankte dem 55-Jährigen für seine "herausragende Arbeit". Shine war zuvor Vize-Direktor bei Fox News, wo er im Mai 2017 von seinem Posten zurücktrat. Ihm war vorgeworfen worden, sexuelle Übergriffe bei dem Sender verschleiert zu haben. Wegen der Nähe zur Regierung untersagten die Demokraten Fox News, Debatten ihrer Präsidentschaftsbewerber zu übertragen.
    Dirigent Michael Gielen gestorben
    Der deutsch-österreichische Dirigent und Komponist Michael Gielen ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Familie dem Südwestrundfunk. Dessen Sinfonieorchester hatte Gielen nach Engagements in Stockholm, Amsterdam und Frankfurt am Main mehr als ein Jahrzehnt geleitet. Von 1986 an pflegte er als Chefdirigent in Baden-Baden ein umfangreiches Repertoire und gastierte bei renommierten Orchestern im In- und Ausland. Vor allem mit seinem Einsatz für die Neue Musik in unterschiedlichen Formen galt Gielen als einer der maßgeblichen Dirigenten seiner Zeit.
    Fußball: Schalke verliert auch in Bremen.:
    Im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga hat der FC Schalke 04 bei Werder Bremen 2:4 verloren. Damit blieben die Königsblauen im siebten Ligaspiel hintereinander ohne Erfolg. Schalke-Trainer Domenico Tedesco darf dennoch hoffen, seinen Posten vorerst zu behalten. Der neue Sportvorstand Jochen Schneider sprach nach dem Spiel von einer "Trendwende in der Leistung" - trotz der Niederlage. Schon nach dem 0:4 gegen Düsseldorf hatte Tedesco die Entlassung gedroht.
    7 min
  • 08.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Fast ganz Venezuela ohne Strom
    Ein massiver Stromausfall hat weite Teile von Venezuela lahmgelegt. Vom späten Donnerstagnachmittag an gab es Medienberichten zufolge in 23 der 24 Bundesstaaten kein Licht. In der Hauptstadt Caracas kam es zu einem Verkehrschaos. Die Regierung des umstrittenen Staatschefs Nicolás Maduro sprach von einem "Sabotage"-Akt, ohne Belege vorzuweisen. Maduro selbst machte die USA verantwortlich. In Venezuela kommt es regelmäßig zu Unterbrechungen der Energieversorgung. Kritiker Maduros sehen in Korruption und mangelnden Investitionen in das Stromnetz die Gründe für die Ausfälle.
    Trumps Ex-Wahlkampfleiter Manafort zu knapp vier Jahren Haft verurteilt
    Der frühere Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, muss für fast vier Jahre ins Gefängnis. Die Haftstrafe von drei Jahren und 11 Monaten wurde von einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Virginia verkündet. Manafort war bereits im August wegen Banken- und Steuerbetrugs von einer Jury schuldig gesprochen worden. Ihm wird vorgeworfen, Millionen Dollar vor der US-Regierung verborgen zu haben, die er als Berater der früheren pro-russischen Regierung der Ukraine verdient haben soll. Wegen möglicher Verschwörung und Behinderung der Justiz läuft gegen Manafort ein zweites Verfahren.
    Cohen fordert Millionen von Trump-Imperium
    Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, verklagt die Trump-Organisation auf Zahlung von 1,9 Millionen Dollar Anwaltskosten. Laut Cohen handelt es sich um Ausgaben, die er selbst für seinen Rechtsbeistand in zahlreichen Anhörungen und Verfahren aufwenden musste. Cohen hat sich von Trump abgewandt und schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten erhoben. Im vergangenen Jahr hatte sich Cohen selbst vor Gericht wegen mehrerer Vergehen schuldig bekannt, unter anderem wegen einer Falschaussage vor dem Kongress und wegen Verstößen zur Wahlkampffinanzierung.
    Schuldsprüche nach Anschlag auf Jüdisches Museum in Brüssel
    Fast fünf Jahre nach dem islamistischen Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel sind der Hauptverdächtige und ein Mitangeklagter schuldig gesprochen worden. Ein Gericht in der belgischen Hauptstadt befand, sie seien für die Tat verantwortlich, der vier Menschen zum Opfer fielen. Das Strafmaß wurde noch nicht verkündet. Der Anschlag gilt als der erste in Europa mit Bezug zur Terrormiliz "Islamischer Staat".
    Migranten in Mexiko bei Verkehrsunfall getötet
    Bei einem Verkehrsunfall in Mexiko sind mindestens 25 Menschen gestorben. 29 weitere Menschen seien bei dem Unglück im südlichen Bundesstaat Chiapas verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei den Opfern handelt es sich demnach um Migranten aus Mittelamerika, die auf einem kleinen Lkw mitfuhren. Der Lastwagen sei von der Straße abgekommen und habe sich überschlagen. Aus den von Armut und Gewalt geprägten Staaten Guatemala, El Salvador und Honduras machen sich regelmäßig Migranten auf den Weg Richtung USA. Schleuser setzen für die Fahrt häufig Lastwagen ein, die meist überfüllt sind.
    Tausende Demonstranten am Frauentag in Berlin erwartet
    Tausende Menschen wollen an diesem Freitag in Berlin zum Internationalen Frauentag auf die Straße gehen, um mehr Gleichberechtigung einzufordern. Laut Polizei sind zu einer zentralen Demonstration rund 10.000 Menschen angemeldet. In der Hauptstadt ist der Frauentag arbeitsfrei. Als einziges Bundesland hat Berlin den 8. März zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Der Frauentag wurde auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin erstmals 1911 in Deutschland und in mehreren Nachbarländern organisiert. 1977 erkannte die UN-Generalversammlung den 8. März als Internationalen Frauentag an.
    8 min
  • 07.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Guaidó: Ausweisung von deutschem Botschafter ist Drohung gegen Berlin
    Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó hat die Ausweisung des deutschen Botschafters Daniel Kriener scharf kritisiert. Das Vorgehen sei "eine Drohung gegen Deutschland", sagte der selbsternannte Übergangspräsident in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Er habe Kriener gebeten, im Land zu bleiben. Präsident Nicolas Maduro sei nicht befähigt, einen Botschafter auszuweisen, denn er besetze das Präsidentenamt auf illegale Weise. Die Regierung Maduros hatte den Diplomaten am Mittwoch zur unerwünschten Person erklärt. Die Bundesregierung kritisierte den Schritt.
    Huawei verklagt USA wegen Einkaufsverbots für Behörden
    Huawei verklagt die Vereinigten Staaten wegen des Verbots für US-Regierungsbehörden, Ausrüstung des chinesischen Telekommunikationskonzerns anzuschaffen. Der Konzern erklärte, der US-Kongress habe keine Beweise vorgelegt, die eine solche Maßnahme rechtfertigen würden. Huawei sehe deswegen keine Alternative, als den Klageweg zu beschreiten.
    Zuckerberg will Facebook sicherer und "privater" machen
    Facebook will sich in Zukunft stärker auf verschlüsselte Nachrichten konzentrieren, die die Nutzer untereinander austauschen und weniger auf öffentliche Einträge, die für die breite Masse einsehbar sind. Dem Austausch von Nachrichten, die sich nach wenigen Minuten selbst löschen, gehöre die Zukunft, schrieb Firmenchef Mark Zuckerberg. Er sei auch bereit, Facebook in den Ländern dicht zu machen, die keine verschlüsselte Kommunikation akzeptierten.
    In Venezuela festgenommener Journalist wieder auf freiem Fuß
    Der in Venezuela festgenommene US-Reporter Cody Weddle wird nach Angaben der venezolanischen Journalistengewerkschaft SNTP in die Vereinigten Staaten abgeschoben. Rund zwölf Stunden nach seiner Festnahme sei der Journalist zum internationalen Flughafen Maiquetía gebracht worden, um einen Flug in die USA zu nehmen. Weddle hatte zuletzt für verschiedene US-Medien über die politische Krise in Venezuela berichtet.
    Demokraten wollen Fox News von ihren Vorwahl-Debatten ausschließen
    Die US-Demokraten werden keine ihrer Fernsehdebatten im Vorwahlkampf der Präsidentschaftswahl 2020 vom Sender Fox News übertragen lassen. Das gab der Parteivorsitzende Tom Perez in Washington bekannt. Perez sprach von einem "unangebrachten Verhältnis" zwischen Fox News und Präsident Donald Trump. Die Zeitschrift "New Yorker" hatte in einem viel beachteten Artikel geschrieben, der Sender sei zu einer Art Propaganda-Maschine des Präsidenten geworden. Trump drohte auf Twitter damit, ebenfalls bestimmte Sender von Wahldebatten auszuschließen.
    US-Regierung will Zahl der Opfer durch Drohnenangriffe geheimhalten
    Die US-Regierung will die Zahl ziviler Opfer durch Drohnenangriffe nicht mehr veröffentlichen. Bislang musste der Geheimdienst CIA die Zahl der toten Zivilisten bei Luftangriffen außerhalb von Kriegsgebieten jedes Jahr bis zum 1. Mai vorlegen. Präsident Donald Trump hob die entsprechende Anordnung seines demokratischen Vorgängers Barack Obama nun auf. Ein Grund wurde nicht genannt. Neben Syrien und Afghanistan sind auch Länder wie Jemen und Pakistan Ziele US-amerikanischer Luftangriffe.
    Hinweise auf Kriegsverbrecher unter Flüchtlingen ignoriert
    Im Zuge der Flüchtlingswelle sind Tausende Hinweise auf mögliche Kriegsverbrecher unter den Asylsuchenden unbearbeitet liegen geblieben. Der "Bild"-Zeitung bestätigte das Bundesinnenministerium entsprechende Informationen der FDP-Bundestagsfraktion. Von 2014 bis Anfang 2019 gab das Bundesamt für Migration demnach rund 5000 Hinweise auf "Straftaten nach dem Völkerrecht" an das Bundeskriminalamt und den Generalbundesanwalt weiter. Von anderen Stellen kamen 2000 Hinweise. Nur in 129 Fällen wurden Ermittlungen aufgenommen.
    9 min
  • 06.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mehr illegale Grenzübertritte in den USA
    Die Zahl der zentralamerikanischen Migranten, die illegal über die mexikanische Grenze in die USA einreisen, ist nach Angaben der US-Behörden im Februar deutlich angestiegen. Rund 76.000 Flüchtlinge wurden auf US-Territorium von der Grenzpolizei aufgegriffen. Die meisten von ihnen stammen aus Guatemala, Honduras und El Salvador. Das ist die höchste monatliche Zahl seit Oktober 2013. Im Kampf gegen illegale Einwanderung will US-Präsident Donald Trump eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten. Zur Finanzierung rief er im Februar den Notstand aus, weil ihm der Kongress die Mittel verweigerte.
    Französische Polizei überwältigt Häftling nach Messerattacke im Gefängnis
    Ein gewalttätiger Islamist hat in einem Hochsicherheitsgefängnis in der Normandie zwei Wärter mit einem Messer schwer verletzt. Anschließend verschanzte sich der 27-jährige Häftling mit seiner Lebensgefährtin in einem Zimmer. Elite-Polizeitruppen konnten die beiden nach einigen Stunden überwältigen. Das bestätigte Frankreichs Innenminister Christophe Castaner bei Twitter. Bei dem Einsatz seien beide durch Schüsse verletzt worden, die Frau sei kurz darauf gestorben, hieß es aus Ermittlerkreisen.
    Michael Bloomberg tritt nicht für US-Demokraten zur Wahl 2020 an
    Der Medienunternehmer Michael Bloomberg wird nicht für die US-Demokraten ins Rennen um das Weiße Haus gehen. Das kündigte der Milliardär, einer der reichsten Männer der Welt, in einem im Internet verbreiteten Statement an. "Ich glaube, ich würde Donald Trump schlagen", erklärte Bloomberg, fügte aber hinzu: "Aber ich habe einen klaren Blick dafür, dass es schwierig ist, in einem solch großen Feld der Demokraten die Nominierung zu schaffen". Bisher haben sich bereits 14 Frauen und Männer um die Kandidatur der Demokraten bei der Wahl im Jahr 2020 beworben.
    "Forbes"-Reichenliste: Jeff Bezos bleibt Spitze
    Amazon-Chef Jeff Bezos verteidigt erneut den Spitzenplatz in der "Forbes"-Liste der reichsten Menschen der Welt. Das Vermögen des Unternehmers legte im Jahresvergleich um 19 Milliarden auf geschätzte 131 Milliarden Dollar zu. Auf Rang zwei steht nach wie vor Microsoft-Gründer Bill Gates, dessen Vermögen nach Schätzung von "Forbes" von 90 Milliarden auf 96,5 Milliarden Dollar stieg. Abstriche machen musste hingegen der drittplatzierte Warren Buffett. Der 88-jährige Starinvestor wurde auf 82,5 Milliarden Dollar taxiert, 1,5 Milliarden weniger als im Vorjahr.
    Nordkorea: Aufrüstung und Missernte
    Trotz einer der heftigsten Missernten soll Nordkorea weiter in die Raketentechnologie investieren. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap und US-Experten berichten, hat Nordkorea angeblich einen Teil einer Raketentestanlage wiederaufgebaut. Nach dem ersten Gipfel von Machthaber Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr war die Anlage demontiert worden. Zugleich haben die Vereinten Nationen angesichts der schlechtesten Ernte in Nordkorea seit mehr als einem Jahrzehnt Alarm geschlagen. 43 Prozent der Nordkoreaner seien auf humanitäre Hilfe angewiesen.
    China investiert weniger in Europa
    Chinesische Firmen haben 2017 deutlich weniger Geld für Firmenübernahmen in der EU ausgegeben. Nach einer Analyse des Berliner Merics-Instituts und der US-Beratungsfirma Rhodium Group gingen die Investitionen um 40 Prozent auf rund 17 Milliarden Euro zurück. Das ist der geringste Wert seit 2014. Ausgenommen von der Entwicklung ist Deutschland. Hier stiegen die chinesischen Investitionen um rund 400 Millionen Euro auf 2,1 Milliarden Euro. Nach Informationen des Handelsblatts fallen in diesen Zeitraum unter anderem die Übernahmen der Pharmafirma Biotest und des Automobilzulieferers Grammer.
    8 min
  • 05.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China will mit Steuersenkungen Wirtschaft ankurbeln
    Angesichts des Handelsstreits mit den USA und der Abkühlung der Weltkonjunktur rechnet China auch in diesem Jahr wieder mit einem etwas langsameren Wirtschaftswachstum. Gegensteuern will die Regierung nun mit Steuersenkungen im dreistelligen Milliardenbereich und mehr Investitionen in die Infrastruktur, wie Ministerpräsident Li Keqiang zum Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses mitteilte. Auch die Kreditvergabe an kleinere und mittelständische Firmen solle angeschoben werden. Nach einem Wachstum von 6,6 Prozent im vergangenen Jahr gab Li für 2019 ein Wachstumsziel von 6,0 bis 6,5 Prozent aus.
    Macron legt Aktionsplan für Reformierung der EU vor
    Weniger als drei Monate vor der Europawahl hat der französische Präsident Emmanuel Macron einen Aktionsplan für eine EU-Reform vorgeschlagen. Sein Gastbeitrag wurde in renommierten Tageszeitungen in den 28 EU-Ländern publiziert. Darin plädiert Macron unter anderem für die Gründung einer "europäischen Agentur zum Schutz der Demokratie". Diese sollte in jeden Mitgliedstaat europäische Experten entsenden, um die Wahlen vor Hackerangriffen und Manipulationen zu schützen. Zudem ist Macron dafür, die Finanzierung europäischer Parteien durch fremde Mächte zu verbieten.
    Ex-Nissan-Chef Ghosn kommt gegen Kaution frei
    Nach mehr als drei Monaten Untersuchungshaft könnte der Ex-Chef von Renault und Nissan, Carlos Ghosn, gegen Kaution auf freien Fuß kommen. Ein Gericht in Tokio stimmte einem entsprechenden Antrag zu, wie Ghosns Anwalt erklärte. Die Kaution sei auf umgerechnet 7,9 Millionen Euro festgesetzt worden. Japans Staatsanwaltschaft legte allerdings Widerspruch ein, wodurch sich die Freilassung verzögern dürfte. Ghosn wird finanzielles Fehlverhalten beim Renault-Partner Nissan vorgeworfen. Auch soll er sein Einkommen nicht vorschriftsgemäß angegeben haben. Ghosn bestreitet die Vorwürfe.
    Trump will Indien und Türkei Vorteile beim Handel nehmen
    Die USA wollen einen Sonderhandelsstatus für Indien und die Türkei streichen. Beide Länder würden nicht mehr den Kriterien für Entwicklungsländer entsprechen, die von besonderen Handelsbedingungen profitieren können, erklärte das Büro des Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. Präsident Donald Trump habe dies angeordnet. Indien habe den USA keine Zusicherungen gemacht, dass es einen "fairen und vernünftigen Zugang zu seinen Märkten" erlauben werde. Die Türkei wiederum sei ausreichend wirtschaftlich entwickelt. Das System der Handelspräferenzen erlaubt Zollvorteile für Entwicklungsländer.
    EVP-Parteien erzwingen Abstimmung über Fidesz-Ausschluss
    Wegen ihrer jüngsten Anti-Migrations-Kampagne droht der Fidesz-Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban der Rauswurf aus der europäischen Parteienfamilie EVP. Zwölf Mitglieder der konservativen Europäischen Volkspartei aus neun EU-Ländern plädierten dafür, die Mitgliedschaft von Fidesz zu beenden oder zu suspendieren. Der Vorstand soll bei einem Treffen am 20. März abstimmen. Das teilte EVP-Chef Joseph Daul mit. In einer Plakatkampagne hatte die Partei Orbans dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker die bewusste Förderung illegaler Einwanderung in die EU vorgeworfen.
    Amnesty: Mosambikanischer Journalist in kritischem Zustand
    Amnesty International hat sich besorgt über den Gesundheitszustand des Journalisten Amade Abubacar geäußert, der in Mosambik inhaftiert ist. Es gebe Hinweise, dass Abubacar im Gefängnis misshandelt werde, teilte die Menschenrechtsgruppe mit. Vermutlich werde ihm medizinische Hilfe vorenthalten. Soldaten hatten Abubacar im Januar festgesetzt, als er Flüchtlinge nach Anschlägen in der Region Cabo Delgado interviewt hatte. Amnesty fordert die Freilassung des Journalisten. Dieser sei ein politischer Gefangener, der nur in Haft sitze, weil er sein Recht auf freie Meinungsäußerung ausgeübt habe.
    Australischem Kardinal Pell droht neue Klage wegen Kindesmissbrauchs
    Der australische Kurienkardinal George Pell muss sich möglicherweise erneut in einem Missbrauchsfall vor Gericht verantworten. Nach Medienberichten plant ein 50-jähriger Mann eine Zivilklage gegen den Geistlichen. In der Vorwoche war das Strafverfahren gegen Pell beendet worden, der 77-Jährige wurde inhaftiert. Der Ex-Bischof von Melbourne war im Dezember schuldig gesprochen worden, sich in den 1990er Jahren in der dortigen Kathedrale an zwei Chorknaben vergangen zu haben. Ihm drohen bis zu 50 Jahre Haft. Im neuen Fall geht es um Missbrauchsvorwürfe in einem Schwimmbad in den 1970er Jahren.
    10 min
  • 04.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kein Pass für deutsche IS-Kämpfer
    Deutschen Terrorkämpfern soll künftig der Pass entzogen werden, wenn sie eine zweite Staatsbürgerschaft haben. Auf diesen Plan haben sich nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" das Innen- und Justizministerium verständigt. Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD bereits auf eine entsprechende Regelung geeinigt. Bislang wurde das Vorhaben allerdings nicht umgesetzt, weil es Abstimmungsbedarf zwischen dem CSU-geführten Innen- und dem SPD-geführten Justizministerium gab. Die Neuregelung könne nicht rückwirkend, sondern nur auf künftige Terrorkämpfer angewandt werden.
    Guaidó auf der Rückreise nach Venezuela
    Der selbsternannte venezolanische Übergangspräsident Juan Guaidó hat seinen Besuch in Ecuador beendet und ist auf der Rückreise in sein Heimatland. Guaidó hatte in den vergangenen Tagen in mehreren lateinamerikanischen Staaten Rückhalt für seinen Kurs gesucht. Die Route, die Guaidó von der ecuadorianischen Küstenstadt Salinas nach Venezuela nahm, blieb unbekannt. Dort droht ihm die Festnahme, weil er sein Heimatland trotz eines Ausreiseverbots verlassen hatte. Gegen Guaidó läuft ein Ermittlungsverfahren, nachdem er sich im Januar zum Übergangspräsidenten ernannt hatte.
    USA und Südkorea starten lediglich kleines Militärmanöver
    Nach der Einstellung ihrer großangelegten Militärmanöver haben die Streitkräfte der USA und Südkoreas eine kleinere Kommandoübung gestartet. Die Aktion mit der Bezeichnung "Dong Maeng" ("Allianz") habe wie geplant begonnen, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Beide Länder hatten am Wochenende angekündigt, ihr mehrwöchiges Frühjahrs-Feldmanöver und eine parallel dazu laufende Kommandoschulung aus dem Trainingsprogramm zu nehmen. Das Pentagon verwies zur Begründung auf die Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Streits um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm.
    USA schließen Generalkonsulat für Palästinenser
    Die USA schließen an diesem Montag ihr Generalkonsulat für Palästinenser in Jerusalem. Die Vertretung werde in die neue US-Botschaft in Jerusalem eingegliedert, teilte das Außenministerium in Washington mit. Das eigenständige Konsulat hatte seit dem Friedensabkommen von Oslo in den 90er Jahren als Anlaufstelle für Palästinenser gedient. Außenminister Mike Pompeo hatte zuletzt betont, es gehe lediglich darum, die diplomatischen Aktivitäten effektiver zu organisieren. Die Palästinenser werten den Schritt aber als Affront, der die Beziehungen zur Administration von US-Präsident Donald Trump weiter verschlechtern dürfte.
    Oppositionelle Reformpartei gewinnt Parlamentswahl in Estland
    In Estland hat die oppositionelle Reformpartei die Parlamentswahl gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen kam sie auf 28,8 Prozent. Das Regierungsbündnis von Ministerpräsident Jüri Ratas verlor seine Mehrheit. Die linksgerichtete Zentrumspartei von Ratas kam mit rund 22 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von der rechtspopulistischen Estnischen Konservativen Volkspartei. Sie erreichte 17,8 Prozent. Stimmberechtigt waren knapp eine Million Bürger. Um die 101 Sitze im Abgeordnetenhaus von Tallinn hatten sich zehn Parteien beworben.
    Tote durch Tornados im Südosten der USA
    Eine Serie von Wirbelstürmen hat im Südosten der USA nach Medienberichten mehr als ein Dutzend Menschen das Leben gekostet. CNN und örtliche Sender meldeten unter Berufung auf den Sheriff von Lee County im Bundesstaat Alabama, dass mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen seien - darunter mehrere Kinder. Zudem gebe es mehrere Schwerverletzte und auch Vermisste. Neben Alabama seien auch Gebiete im benachbarten Georgia von den Tornados heimgesucht worden.
    7 min
  • 02.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundesregierung kündigt millionenschwere Unterstützung für Venezuela an
    Deutschland stehe bereit, mit fünf Millionen Euro sofort der notleidenden Bevölkerung in Venezuela zu helfen, wenn es die Bedingungen vor Ort zuließen. Das sagte Entwicklungsminister Gerd Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sowohl Müller als auch Außenminister Heiko Maas verlangten baldige Neuwahlen. Zuletzt war eine Kraftprobe zwischen Venezuelas Regierung und der Opposition um Hilfe aus dem Ausland eskaliert. Der Plan des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó, gegen den Willen von Präsident Maduro Hilfsgüter über die Grenzen zu bringen, scheiterte an Sicherheitskräften.
    Trump fordert China zur Aufhebung von Importzöllen auf Agrargüter auf
    US-Präsident Donald Trump hat China zur Aufhebung von Importzöllen auf US-Agrargüter aufgerufen. "Das ist sehr wichtig für unsere großartigen Landwirte - und für mich", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er begründete seine Forderung mit dem positiven Verlauf der Verhandlungen im Handelsstreit mit China sowie seiner Entscheidung, auf die Anhebung von US-Strafzöllen auf chinesische Waren vorerst zu verzichten. Trump hatte zuletzt die Frist für eine Einigung mit Peking, die eigentlich am Freitag enden sollte, verlängert.
    Freigang für brasilianischen Ex-Präsidenten Lula
    Brasiliens ehemaliger Staatschef Luiz Inacio Lula Da Silva darf an der Beerdigung seines Enkels teilnehmen. Ein entsprechender Antrag des Gefangenen sei genehmigt worden, teilten die Justizbehörden des Bundesstaates Paraná mit. Der siebenjährige Enkel starb an einer Hirnhautentzündung. Ende Januar hatte die Justiz noch Lulas Antrag abgelehnt, an der Beerdigung seines Bruders teilzunehmen. Lula, der Brasilien von 2003 bis 2010 regierte, sitzt seit knapp einem Jahr wegen Korruption und Geldwäsche in Haft.
    EU signalisiert Entgegenkommen beim Brexit
    Die Europäische Union will Großbritannien bei den Austrittsverhandlungen weiter entgegenkommen. EU-Unterhändler Michel Barnier sagte der Zeitung "Die Welt": "Wir wissen, dass es in Großbritannien ein Misstrauen gibt, der Backstop könne eine Falle werden, in der die Briten auf immer an die EU gebunden sind." Das sei nicht der Fall und die EU sei bereit, dazu weitere Garantien zu geben. Der sogenannte Backstop soll garantieren, dass die Grenze zwischen Irland und Nordirland auch nach einem Brexit offen bleibt. Dazu müsste Großbritannien zunächst aber in einer Zollunion mit der EU bleiben.
    Verteidigungsministerium holt Berater für Berater-Affäre
    Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums, die in der aktuellen Berateraffäre vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagen, werden durch eigens angeheuerte Top-Anwälte vorbereitet. Das bestätigte das Ministerium. Ein Sprecher erklärte, die Übernahme von Rechtsanwaltskosten für Zeugen in U-Ausschüssen sei völlig üblich. Seit Februar befasst sich der Untersuchungsausschuss mit der fragwürdigen Vergabe von Berateraufträgen in dem Ministerium. Das Gremium will klären, wer für die Vergabe von Beraterverträgen verantwortlich war und welcher Schaden für die Steuerzahler entstanden ist.
    Deutscher Roboter gräbt sich in den Mars
    Der in Deutschland entwickelte Roboter HP3 hat sich auf dem Mars vollautomatisch in den Boden gehämmert. Der Roboter soll in das Innere des Mars vordringen und helfen, einige Geheimnisse des Roten Planeten zu lüften. In einer ersten Phase, die vier Stunden dauerte, sei er mit 4000 Hammerschlägen etwa 18 bis 50 Zentimeter in den Boden eingedrungen, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit. Ziel des Experiments sei die Messung des Wärmestroms aus dem Inneren des Planeten.
    Karneval in Rio gestartet
    In Rio de Janeiro ist der Karneval trotz heftiger Gewitter gestartet, die ersten Paraden der Sambaschulen liefen an. Die Regenschauer hatten kurz vor Beginn der Umzüge Teile der Paradestraße Sambodromo unter Wasser gesetzt. Trotz der Nässe bewegten sich die Tänzer in ihren schillernden Kostümen elegant über den Asphalt, wenngleich auch etwas vorsichtiger. Zum Karneval in Rio werden in den kommenden Tagen Millionen Feiernde erwartet, darunter Hunderttausende Touristen. In der Stadt sind Tausende Polizisten im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen.
    8 min
  • 01.03.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Sicherheitsrat blockt Venezuela-Resolutionen
    Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sind zwei konkurrierende Resolutionen zur Krise in Venezuela gescheitert. Russland und China blockierten mit ihrem Veto einen von den USA vorgelegten Text, in dem freie und faire Wahlen in dem südamerikanischen Staat sowie die ungehinderte Einfuhr von Hilfsgütern gefordert wurden. Russland erhielt für einen eigenen Resolutionsentwurf im höchsten UN-Gremium lediglich die Unterstützung von China, Südafrika und Äquatorialguinea. Darin waren Drohungen mit einer Militärintervention in Venezuela zurückgewiesen worden.
    Widersprüchliche Schuldzuweisungen nach Vietnam-Gipfel
    Nordkorea hat der Darstellung von US-Präsident Donald Trump zum Verlauf des Gipfels in Hanoi widersprochen. Sein Land habe im Gegenzug für atomare Abrüstung nicht die Aufhebung aller, sondern nur eines Teils der Sanktionen gefordert, erklärte der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho. Man habe realistische Vorschläge gemacht, versicherte er. Das mit hohen Erwartungen verknüpfte Treffen von Machthaber Kim Jong Un mit Trump war am Donnerstag vorzeitig und ohne Ergebnis beendet worden. Die USA wollten jedoch weiterhin mit Nordkorea verhandeln, sagte eine Sprecherin Trumps.
    Taliban überfallen große Militärbasis in Südafghanistan
    Radikalislamische Taliban haben eine große Militärbasis in Südafghanistan überfallen. Drei Selbstmordattentäter und sechs weitere Angreifer seien getötet worden, hieß es in einer Mitteilung des Gouverneursbüros von Helmand. Angegriffen wurde demnach in der Nacht das Hauptquartier des 215. Corps der afghanischen Armee. Dieses ist für die Provinzen Helmand und Nimrus zuständig. Neben afghanischen Truppen sind dort auch US-Soldaten und US-Militärberater stationiert. Angaben über verletzte oder tote Sicherheitskräfte gab es keine. Kommandokräfte der afghanischen Armee würden nun das Gebiet auf weitere Angreifer durchsuchen.
    USA intensivieren Fahndung nach Bin-Laden-Sohn
    Die USA haben ein Kopfgeld auf den Sohn des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden ausgesetzt. Für Informationen, die dazu führten, Hamza bin Laden aufzuspüren, sei eine Belohnung von bis zu einer Million Dollar ausgelobt, teilte das Außenministerium in Washington mit. Nach Ansicht der US-Regierung hat Hamza bin Laden eine führende Rolle in dem Terror-Netzwerk eingenommen. Seit 2015 habe er mehrfach zu Anschlägen gegen die USA und westliche Verbündete aufgerufen. Osama bin Laden war 2011 von einer US-Spezialeinheit in Pakistan getötet worden.
    Pannenserie bei Flugbereitschaft reißt nicht ab
    Wegen eines technischen Defekts am Regierungsflieger ist Bundesaußenminister Heiko Maas im westafrikanischen Mali gestrandet. Der Airbus konnte ihn nicht wie geplant am Donnerstagabend von Bamako zurück nach Berlin bringen. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Probleme mit den Flugzeugen der Bundeswehr-Flugbereitschaft gegeben, zuletzt saß Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vorübergehend in Äthiopien fest. Die Pannenserie sei ein Debakel für Deutschlands Ruf als High-Tech-Land, hatte Entwicklungsminister Gerd Müller kürzlich geschimpft.
    Bericht: Verteidigungsministerium räumt schwere Fehler bei "Gorch Fock" ein
    In der Affäre um das Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" hat das Bundesverteidigungsministerium offenbar gravierende Fehler eingeräumt. Die "Welt" berichtet, das Ministerium habe in einer Stellungnahme an den Bundestag die Vorwürfe des Bundesrechnungshofes bestätigt. Der Rechnungshof hatte in einem Prüfbericht schwere Versäumnisse bei der Instandsetzung des im Jahr 1958 gebauten Segelschiffs festgestellt. Es habe weder eine umfassende Schadenaufnahme noch eine ausreichende Untersuchung der Wirtschaftlichkeit gegeben. Die veranschlagten Kosten stiegen von zehn auf 135 Millionen Euro an.
    Ausnahmemusiker André Previn ist tot
    Im Alter von 89 Jahren ist der deutsch-amerikanische Dirigent, Komponist und Pianist André Previn gestorben. Der in Berlin geborene Künstler war unter anderem Chefdirigent des Londoner Symphony Orchestra und Musikdirektor des Philharmonischen Orchesters von Los Angeles. Während seiner jahrzehntelangen Karriere wurde er mit vier Oscars und zehn Grammys ausgezeichnet. Previns jüdische Familie war Ende der 1930er-Jahre vor der nationalsozialistischen Verfolgung über Frankreich in die USA geflohen.
    10 min
  • 28.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Abkommen zwischen Trump und Kim gescheitert
    Das Treffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist unter anderem wegen Divergenzen zu Sanktionen ohne eine konkrete Vereinbarung zu Ende gegangen. Kim wollte nach Angaben von Trump, dass alle Sanktionen aufgehoben werden. Dies lehnten die USA ab. Wie Trump vor Journalisten mitteilte, war die nordkoreanische Seite zwar bereit atomar abzurüsten, aber nicht in einer Weise wie von den USA gefordert. Nordkorea will demnach aber auch weiterhin auf neue Atomwaffen- und Raketentests verzichten. Von Nordkorea gab es zum Ausgang der Gespräche zunächst keine Reaktion.
    Trumps Ex-Anwalt Cohen fährt Frontalattacke gegen US-Präsident Trump
    Michael Cohen, Ex-Anwalt von Donald Trump, hat in einer Kongressanhörung schwere Vorwürfe gegen den US-Präsidenten erhoben. Er sei ein Rassist, Hochstapler und Betrüger, sagte Cohen. Cohen beschuldigte Trump auch, dass dieser vorab von der Veröffentlichung gehackter E-Mails der Demokraten durch Wikileaks im Wahlkampf 2016 gewusst habe. Der 52-Jährige, der mehr als ein Jahrzehnt für Trump gearbeitet hat, ist eine zentrale Figur in mehreren Affären um den Präsidenten. Republikanische Mitglieder des Kongress-Ausschusses versuchten bei der Anhörung, Cohen als unglaubwürdigen Zeugen zu diskreditieren.
    Flugreisende vom Kaschmir-Konflikt betroffen
    Wegen des Konflikts zwischen Indien und Pakistan sitzen tausende Reisende in Thailand fest. Grund ist die Entscheidung der Fluggesellschaft Thai Airways, wegen der Luftwaffen-Einsätze nicht mehr durch pakistanischen Luftraum zu fliegen. Rund 30 Flüge wurden gestrichen, drei Flugzeuge mussten umkehren und nach Bangkok zurückfliegen. Rund 5000 Passagiere sollen betroffen sein. Thai Airways teilte mit, China habe seinen Luftraum geöffnet, so dass die Maschinen nun Pakistan umfliegen könnten. Unterdessen gab es an der indisch-pakistanischen Grenze zu Kaschmir erneut einen Schusswechsel.
    Friedensgespräche in Nicaragua
    In Nicaragua haben Regierung und Opposition ihren Friedensdialog wieder aufgenommen. Bei den Gesprächen wird ein Ausweg aus der politischen Krise des mittelamerikanischen Staats gesucht. An dem Gespräch nahm auch der Erzbischof der Hauptstadt Managua, Leopoldo Brenes, teil. Präsident Daniel Ortega und seine Ehefrau, Vizepräsidentin Rosario Murillo, waren nicht anwesend. Zwei Friedensdialoge im vergangenen Jahr waren gescheitert. Nach Informationen von Menschenrechtsorganisationen wurden bisher mindestens 500 Menschen bei Unruhen getötet.
    Britisches Unterhaus billigt Mays neue Brexit-Strategie
    Das britische Unterhaus hat mit 502 zu 20 Stimmen für den Plan von Premierministerin Theresa May gestimmt, den für den 29. März geplanten Brexit möglicherweise zu verschieben. Der neue Entschluss sieht nun bis zu drei Abstimmungen vor: Sollte die Premierministerin bis zum 12. März nicht die notwendige Mehrheit für den Austritt erlangen, stimmen die Abgeordneten am 13. März über einen Austritt ohne Vertrag ab. Wird dieser auch abgelehnt, entscheiden sie am 14. März über eine Verschiebung.
    Österreich zieht Langlauf-Staffel nach Dopingskandal zurück
    Österreich hat nach der Festnahme von zwei Athleten wegen Dopingverdachts seine Männer-Staffel bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld am Freitag aus dem Feld genommen. Bei mehreren Anti-Doping-Razzien waren zuvor neben den beiden Österreichern zwei estnische und ein kasachischer Athlet festgenommen worden. Zudem wurden ein deutscher Sportmediziner und sein Komplize in Gewahrsam genommen.
    8 min

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