Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundesregierung kündigt millionenschwere Unterstützung für Venezuela an
Deutschland stehe bereit, mit fünf Millionen Euro sofort der notleidenden Bevölkerung in Venezuela zu helfen, wenn es die Bedingungen vor Ort zuließen. Das sagte Entwicklungsminister Gerd Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sowohl Müller als auch Außenminister Heiko Maas verlangten baldige Neuwahlen. Zuletzt war eine Kraftprobe zwischen Venezuelas Regierung und der Opposition um Hilfe aus dem Ausland eskaliert. Der Plan des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó, gegen den Willen von Präsident Maduro Hilfsgüter über die Grenzen zu bringen, scheiterte an Sicherheitskräften.
Trump fordert China zur Aufhebung von Importzöllen auf Agrargüter auf
US-Präsident Donald Trump hat China zur Aufhebung von Importzöllen auf US-Agrargüter aufgerufen. "Das ist sehr wichtig für unsere großartigen Landwirte - und für mich", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er begründete seine Forderung mit dem positiven Verlauf der Verhandlungen im Handelsstreit mit China sowie seiner Entscheidung, auf die Anhebung von US-Strafzöllen auf chinesische Waren vorerst zu verzichten. Trump hatte zuletzt die Frist für eine Einigung mit Peking, die eigentlich am Freitag enden sollte, verlängert.
Freigang für brasilianischen Ex-Präsidenten Lula
Brasiliens ehemaliger Staatschef Luiz Inacio Lula Da Silva darf an der Beerdigung seines Enkels teilnehmen. Ein entsprechender Antrag des Gefangenen sei genehmigt worden, teilten die Justizbehörden des Bundesstaates Paraná mit. Der siebenjährige Enkel starb an einer Hirnhautentzündung. Ende Januar hatte die Justiz noch Lulas Antrag abgelehnt, an der Beerdigung seines Bruders teilzunehmen. Lula, der Brasilien von 2003 bis 2010 regierte, sitzt seit knapp einem Jahr wegen Korruption und Geldwäsche in Haft.
EU signalisiert Entgegenkommen beim Brexit
Die Europäische Union will Großbritannien bei den Austrittsverhandlungen weiter entgegenkommen. EU-Unterhändler Michel Barnier sagte der Zeitung "Die Welt": "Wir wissen, dass es in Großbritannien ein Misstrauen gibt, der Backstop könne eine Falle werden, in der die Briten auf immer an die EU gebunden sind." Das sei nicht der Fall und die EU sei bereit, dazu weitere Garantien zu geben. Der sogenannte Backstop soll garantieren, dass die Grenze zwischen Irland und Nordirland auch nach einem Brexit offen bleibt. Dazu müsste Großbritannien zunächst aber in einer Zollunion mit der EU bleiben.
Verteidigungsministerium holt Berater für Berater-Affäre
Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums, die in der aktuellen Berateraffäre vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagen, werden durch eigens angeheuerte Top-Anwälte vorbereitet. Das bestätigte das Ministerium. Ein Sprecher erklärte, die Übernahme von Rechtsanwaltskosten für Zeugen in U-Ausschüssen sei völlig üblich. Seit Februar befasst sich der Untersuchungsausschuss mit der fragwürdigen Vergabe von Berateraufträgen in dem Ministerium. Das Gremium will klären, wer für die Vergabe von Beraterverträgen verantwortlich war und welcher Schaden für die Steuerzahler entstanden ist.
Deutscher Roboter gräbt sich in den Mars
Der in Deutschland entwickelte Roboter HP3 hat sich auf dem Mars vollautomatisch in den Boden gehämmert. Der Roboter soll in das Innere des Mars vordringen und helfen, einige Geheimnisse des Roten Planeten zu lüften. In einer ersten Phase, die vier Stunden dauerte, sei er mit 4000 Hammerschlägen etwa 18 bis 50 Zentimeter in den Boden eingedrungen, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit. Ziel des Experiments sei die Messung des Wärmestroms aus dem Inneren des Planeten.
Karneval in Rio gestartet
In Rio de Janeiro ist der Karneval trotz heftiger Gewitter gestartet, die ersten Paraden der Sambaschulen liefen an. Die Regenschauer hatten kurz vor Beginn der Umzüge Teile der Paradestraße Sambodromo unter Wasser gesetzt. Trotz der Nässe bewegten sich die Tänzer in ihren schillernden Kostümen elegant über den Asphalt, wenngleich auch etwas vorsichtiger. Zum Karneval in Rio werden in den kommenden Tagen Millionen Feiernde erwartet, darunter Hunderttausende Touristen. In der Stadt sind Tausende Polizisten im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen.