Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 27.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Pakistan meldet Abschuss indischer Kampfflieger über Kaschmir-Region
    Einen Tag nach den indischen Luftangriffen in Pakistan haben pakistanische Kampfflugzeuge nach Militärangaben zwei indische Flugzeuge abgeschossen. Die beiden Flugzeuge seien in den pakistanischen Luftraum über der umstrittenen Kaschmir-Region eingedrungen, teilte der pakistanische Militärsprecher Asif Ghafoor mit. Am Dienstag hatte Indien nach eigenen Angaben ein Lager der Islamisten-Gruppe Jaish-e-Mohammed in Pakistan angegriffen. Kämpfer der Gruppe sollen zuvor Anschläge im indischen Kaschmir verübt haben. Indien und Pakistan beanspruchen Kaschmir jeweils für sich.
    Irans Präsident Rohani will seinen Außenminister nicht gehen lassen
    Irans Präsident Hassan Rohani hat das Rücktrittsgesuch von Außenminister Mohammed Dschawad Sarif abgelehnt. Sarifs Rücktritt sei nicht im "Interesse des Landes" und er stimme ihm daher nicht zu, schrieb Ruhani in einem Brief an Sarif, der auf der Internetseite der Regierung veröffentlicht wurde. Sarif, der einer der Architekten des internationalen Atomabkommens ist, hatte am Dienstag seinen Rücktritt eingereicht.
    US-Präsident Trump verspricht Nordkorea Wohlstand
    US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea vor seinem Treffen mit Staatschef Kim Jong Un wirtschaftliche Entwicklung in Aussicht gestellt. Nordkorea könne einen ähnlichen Wohlstand wie das Gastgeberland Vietnam erreichen, wenn es auf sein Atomprogramm verzichte, twitterte Trump. Vor dem Gipfeltreffen mit Kim kam Trump mit dem vietnamesischen Präsidenten Nguyen Phu Trong zusammen. Am Rande des Treffens bestellten vietnamesische Unternehmen 100 Flugzeuge des US-Konzerns Boeing. Das Gipfeltreffen von Trump und Kim in Hanoi beginnt an diesem Mittwoch mit einem gemeinsamen Abendessen.
    Kein Wodka für Kim
    Niederländische Zollfahnder haben 90.000 Flaschen russischen Wodka auf dem Weg nach Nordkorea sichergestellt. Die illegale Fracht sei auf einem Schiff des chinesischen Unternehmens Cosco Shipping in Rotterdam entdeckt worden, sagte ein Zoll-Sprecher. Der Wodka-Export fällt unter die UN-Sanktionen gegen Nordkorea. Wie die Zeitung Algemeen Dagblad berichtete, war die hochprozentige Großlieferung direkt für den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un bestimmt. Die nordkoreanische Bevölkerung leidet seit Jahren unter Lebensmittelknappheit.
    Deutsche Waffen im Jemen-Konflikt
    Deutsche Waffen spielen im Jemen-Krieg nach dem Bericht eines Rechercheteams eine weitaus größere Rolle als bislang bekannt. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien benutzten deutsche Rüstungstechnologie für Einsätze in dem Bürgerkriegsland, berichtet das Recherchebündnis GermanArms. Das Bündnis, an dem auch die Deutsche Welle beteiligt ist, hatte durch die Analyse von Video- und Satellitenbildern deutsche Waffensysteme im Jemen lokalisiert. Die Bundesregierung hatte zuvor versichert, dass keine Erkenntnisse zum Einsatz deutscher Rüstungstechnologie im Jemen-Krieg vorlägen.
    US-Repräsentantenhaus lehnt Trumps Mauer-Notstand ab
    Das US-Repräsentantenhaus hat mit 245 zu 182 Stimmen gegen den von Präsident Donald Trump ausgerufenen Notstand zum Bau einer Grenzmauer votiert. Auch 13 Abgeordnete von Trumps Republikanern stimmten für den Text. Um den Notstand tatsächlich zu beenden, ist auch ein Beschluss des Senats erforderlich. Trump hatte den Notstand am 15. Februar ausgerufen, nachdem ihm der Kongress die Finanzmittel für den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko verweigert hatte. Er will die Milliardensummen unter Umgehung des Parlaments aus bereits bestehenden Haushaltsposten abzweigen.
    Buhari bleibt Präsident Nigerias
    Bei der Präsidentschaftswahl in Nigeria hat Amtsinhaber Muhammadu Buhari die Abstimmung für sich entschieden. Mit 56 Prozent der Stimmen lag er deutlich vor seinem Herausforderer Atiku Abubakar, der 41 Prozent bekam. Vor den Wahlen vom Samstag war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem 76-jährigen Buhari und dem früheren Vize-Präsidenten Abubakar vorausgesagt worden. Buhari ist seit 2015 an der Macht. Überschattet wurde die Wahl von gewaltsamen Zwischenfällen mit zahlreichen Toten.
    Australischer Kardinal Pell in Gewahrsam genommen
    Nach seiner Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen ist der Ex-Finanzchef des Vatikans, George Pell, verhaftet worden. Ein Gericht in Melbourne ordnete an, dass der australische Kardinal in Gewahrsam genommen wird. Der 77-Jährige erhielt keine Haftverschonung wegen seines Alters oder Gesundheitszustands. Pell war in erster Instanz für schuldig befunden worden, sich in den 1990er Jahren als Erzbischof an zwei 13-jährigen Jungen vergangen zu haben. Das Gericht muss noch das Strafmaß festlegen. Pell drohen bis zu 50 Jahre Haft. Der Kardinal bestreitet alle Vorwürfe.
    10 min
  • 26.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Indische Kampfjets fliegen Luftangriff in Pakistan
    Die Lage im zwischen Pakistan und Indien umstrittenen Kaschmir eskaliert. Nach Angaben der indischen Regierung drangen eigene Kampfjets in den pakistanischen Luftraum ein, um mutmaßliche Trainingslager einer Terrorgruppe zu bombardieren. Die Ziele seien komplett zerstört worden. Laut indischen Medienberichten soll es fast 200 Opfer gegeben haben. Das pakistanische Militär bestätigte den Luftangriff, erklärte jedoch, es habe keine Verluste oder Schäden gegeben. Nach dem ersten Luftangriff zwischen den beiden Atommächten seit vielen Jahren, berief die pakistanische Regierung eine Krisensitzung ein.
    Kim zum Gipfeltreffen mit Trump in Hanoi eingetroffen
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist zum zweiten Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi angekommen. Nach einer Reise mit seinem Sonderzug wurde Kim im Grenzort Dong Dang mit militärischen Ehren empfangen. Anschließend setzte er die Fahrt nach Hanoi in einer Wagenkolonne fort. Trump wird erst am Dienstagabend in der vietnamesischen Hauptstadt erwartet. Im Mittelpunkt des zweiten Treffens der beiden Staatsmänner am Mittwoch und Donnerstag sollen die Bemühungen um eine atomare Abrüstung Nordkoreas und mögliche Gegenleistungen der USA stehen.
    Medien: Brexit-Verschiebung Thema im Kabinett in London
    Medienberichten zufolge, wird sich das britische Kabinett an diesem Dienstag mit einer Verschiebung des EU-Austrittstermins befassen. Demnach erwägt die britische Premierministerin Theresa May einen solchen Schritt. Wie es heißt, solle damit ein ungeordneter Brexit am 29. März verhindert werden. Die britische Labour-Partei hat sich inzwischen hinter Forderungen nach einer zweiten Volksabstimmung gestellt. Es dürfe keinen EU-Austritt des Landes auf der Grundlage von Mays mehrheitlich abgelehntem Brexit-Deal mit Brüssel geben. Stattdessen solle nochmals abgestimmt werden, wird Labour-Chef Jeremy Corbyn zitiert.
    Rücktritt von Irans Außenminister
    Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat seinen Rücktritt verkündet. "Ich entschuldige mich, dass ich nicht mehr in der Lage bin, mein Amt weiter auszuüben, und für alle meine Unzulänglichkeiten in meiner Amtszeit", erklärte Sarif auf seinem verifizierten Instagram-Account. Sarif war seit 2013 Außenminister und maßgeblich an der Verabschiedung des Atomabkommens mit dem Iran 2015 verantwortlich. Ob sein Rücktritt auch tatsächlich angenommen wird, ist noch unklar.
    Urteil im Missbrauchsprozess gegen Vatikan-Finanzchef
    Der australische Kardinal und Vatikan-Finanzchef George Pell ist wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden. Das bestätigten Gerichtsvertreter in der australischen Stadt Melbourne. Der 77-Jährige wurde schuldig gesprochen, in den 1990er Jahren zwei Chorknaben missbraucht oder sexuell angegriffen zu haben. Die Opfer waren damals zwölf und 13 Jahre alt. Pell ist der ranghöchste katholische Geistliche weltweit, der wegen Missbrauchsvorwürfen verurteilt wurde. Ein Strafmaß wurde noch nicht verkündet.
    Steinmeier verteidigt Glückwünsche an den Iran
    Nach der Kritik des Zentralrats der Juden hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Zentralratspräsident Josef Schuster telefoniert und sein Glückwunsch-Telegramm an den Iran verteidigt. Zugleich mahnte Steinmeier Veränderungen in dem islamischen Land an. Es könne nicht sein, dass dort die "Menschenrechte mit Füßen getreten" würden. Schuster hatte Steinmeiers Glückwünsche an den Iran zum 40. Jahrestag der Islamischen Revolution als unangemessen zurückgewiesen. Eine deutliche Distanzierung gegenüber dem Regime in Teheran wäre nötig gewesen.
    Ukraine zieht Kandidatin Maruv für ESC im Mai wieder zurück
    Der Eurovision Song Contest wird erneut vom Konflikt zwischen der Ukraine und Russland überlagert. So wird die Ukraine beim diesjährigen Wettbewerb nicht von der Sängerin Maruv vertreten, obwohl die 27-Jährige den Vorentscheid gewonnen hatte. Die ukrainische Fernsehanstalt UA:Perschyj warf Maruv, die mit richtigem Namen Anna Korsun heißt, vor, den Wettbewerb zu politisieren. Sie weigere sich, als "Kulturbotschafterin der Ukraine" aufzutreten. Dagegen erklärte die Sängerin, sie lasse sich nicht politisch einspannen.
    9 min
  • 25.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei."Green Book" gewinnt Oscar für besten Film
    Mit dem Oscar für den besten Film ist die US-Tragikomödie "Green Book" geehrte worden. Der Film von Regisseur Peter Farrelly erzählt von der Freundschaft zwischen einem schwarzen Musiker und seinem weißen Chauffeur zur Zeit der Rassentrennung in den USA. Das Schwarzweiß-Drama "Roma" des Mexikaners Alfonso Cuarón erhielt drei wichtige Academy Awards: für Regie, Kamera und als bester nicht-englischsprachiger Film. Beste Hauptdarstellerin wurde die Britin Olivia Colman in "The Favourite", bester Hauptdarsteller Rami Malek für seine Darstellung von Queen-Sänger Freddie Mercury in "Bohemian Rhapsody".
    Trump verschiebt neue China-Zölle
    US-Präsident Donald Trump hat eine Fristverlängerung im Handelsstreit zwischen den USA und China angekündigt. Angesichts "sehr produktiver Gespräche" werde er die Anfang März auslaufende Frist zum Schutz vor neuen Strafzöllen verlängern, so Trump. Gleichzeitig kündigte er an, dass "unter Voraussetzung zusätzlicher Fortschritte" bei den Gesprächen ein Gipfel mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Florida geplant sei. Die Sonderzölle auf Importe aus China im Umfang von 200 Milliarden US-Dollar hätten nach den Plänen Washingtons am 1. März von derzeit zehn auf 25 Prozent erhöht werden können.
    Guaidó und Pence beraten über Lage in Venezuela
    Der Oppositionsführer Venezuelas, Juan Guaidó, kommt an diesem Montag mit US-Vizepräsident Mike Pence und lateinamerikanischen Regierungsvertretern zusammen. Bei dem Treffen in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sollen die nächsten diplomatischen Schritte gegen die venezolanische Regierung von Nicolás Maduro erörtert werden. Guaidó rief die internationale Gemeinschaft im Vorfeld zum Handeln auf und schloss dabei auch eine Militärintervention nicht aus. Am Wochenende war es in Venezuela zu schweren Ausschreitungen an den Grenzen gekommen, als die Sicherheitskräfte Hilfsgüter stoppten.
    Prorussische Sozialistische Partei führt bei Parlamentswahl in Moldau
    Bei den Parlamentswahlen in der Republik Moldau hat keine Partei die absolute Mehrheit erreicht. Stärkste Kraft ist - nach Auszählung fast aller Stimmen - die prorussische Sozialistische Partei von Präsident Igor Dodon mit mehr als 31 Prozent, wie die Wahlkommission mitteilte. Mit 26 Prozent kam das proeuropäische Parteienbündnis Acum auf Platz zwei. Die bisher regierende Demokratische Partei (PDM) des Oligarchen Wlad Plahotniuc landete mit 24 Prozent auf Rang 3. Auch die Partei des wegen eines Milliardenbetrugs verurteilten Geschäftsmanns Ilan Shor zog mit 8,5 Prozent ins Parlament in Chisnau ein.
    Rumänen protestieren gegen Justizreformen
    Tausende Rumänen haben für eine unabhängige Justiz demonstriert. In der Hauptstadt Bukarest gingen nach Schätzungen von Medien etwa 10.000 Menschen auf die Straße, zu kleineren Demonstrationen kam es in mindestens zehn weiteren Städten. Anlass ist die jüngste Eilverordnung der sozialliberalen Regierung, die Kritikern zufolge die politische Unabhängigkeit der Justiz beeinträchtigt. Aus Protest wollen die Staatsanwälte in Bukarest und fünf weiteren Städten von diesem Montag an mehrere Tage lang streiken. Auch die EU hat die Eingriffe der Regierung in die Justiz des Landes scharf kritisiert.
    Senegals Präsident Macky Sall wohl wiedergewählt
    Bei der Präsidentenwahl in Senegal ist Staatschef Macky Sall nach Regierungsangaben im Amt bestätigt worden. Der Amtsinhaber habe in der ersten Wahlrunde "mindestens 57 Prozent" der Stimmen erhalten, sagte Premierminister Mahammed Boun Abdallah Dionne. Damit wäre keine Stichwahl nötig. Sall ist seit 2012 Staatschef des Landes, das als Musterbeispiel für Stabilität in Westafrika gilt. Die beiden aussichtreichsten Herausforderer des Präsidenten waren wegen Korruptionsvorwürfen von der Wahl ausgeschlossen worden.
    Europäisch-Arabischer Gipfel geht weiter
    Am dem zweiten Tag Ihres Gipfeltreffens wollen die Europäische Union und die Arabische Liga unter anderem über eine Eindämmung der illegalen Migration und den Kampf gegen den Terrorismus sprechen. Bei dem hochrangigen Treffen im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich geht es zudem um die zahlreichen Konflikte im arabischen Raum. Am ersten Tag hatte der ägyptische Präsident und Gastgeber Abdel Fattah al-Sisi in seiner Begrüßungsrede die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus unterstrichen.
    9 min
  • 23.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Diplomatin Kelly Knight Craft soll neue US-Botschafterin bei UN werden
    US-Präsident Donald Trump will die derzeitige US-Botschafterin in Kanada, Kelly Knight Craft, zur neuen Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen ernennen. Das schrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Nominierung muss allerdings noch vom Senat bestätigt werden. In der vergangenen Woche hatte die bisherige Kandidatin, die ehemalige Fox-Moderatorin Heather Nauert, überraschend ihre Bewerbung für den Posten als UN-Botschafterin zurückgezogen. Craft würde Nachfolgerin von Nikki Haley, die ihr Amt zum Jahresende aus persönlichen Gründen abgegeben hatte.
    Juan Guaidó feiert mit seinen Anhängern in Kolumbien
    Der venezolanische Übergangspräsident Juan Guaidó hat ein Benefizkonzert seiner Anhänger in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta besucht. In der Nähe der Bühne traf er auf den kolumbianischen Staatschef Iván Duque. Zu dem Konzert in Cúcuta waren Zehntausende Unterstützer Guaidós gekommen. An einer nur rund 300 Meter entfernten Gegenveranstaltung des amtierenden venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro nahmen lediglich 2500 Menschen teil. Dieses Konzert auf der anderen Seite der Grenze stand unter dem Motto "Hände weg von Venezuela".
    Sudans Präsident Al-Baschir ruft Ausnahmezustand aus
    Im Sudan hat Präsident Omar Al-Baschir nach Wochen regierungskritischer Proteste den Ausnahmezustand verhängt. Dieser werde ein Jahr lang gelten, sagte der Staatschef in einer Fernsehansprache. Die nationale Regierung und die Regierungen der Bundesstaaten würden aufgelöst. Al-Baschir regiert das Land seit 30 Jahren mit harter Hand. Seit Dezember kommt es immer wieder zu Demonstrationen im Sudan. Auslöser war eine Erhöhung der Brot- und Ölpreise. Der Staat im Nordosten Afrikas befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise.
    Explosionen zum Wahlkampfauftakt in Nigeria
    In Nigeria haben mit einer einwöchigen Verspätung die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen begonnen. Präsident Muhamadu Buhari bewirbt sich um eine weitere Amtszeit. Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und dem früheren Vizepräsidenten Atiku Abubakar erwartet. Die Wahl war am vergangenen Samstag kurz vor Beginn verschoben worden. Begleitet wurde der Wahlauftakt von Explosionen in der Stadt Maiduguri im Nordosten des Landes. Die Region ist immer wieder Ziel von Anschlägen der Islamistengruppe Boko Haram. Die Terroristen hatten auch gedroht, die Wahl zu stören.
    Vietnam kündigt Besuch von Nordkoreas Machthaber Kim an
    Vor seinem zweiten Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump wird der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un zu einem offiziellen Staatsbesuch nach Vietnam reisen. Wie das Außenministerium in Hanoi mitteilte, wird Kim in den kommenden Tagen in Vietnam erwartet. Der genaue Termin wurde nicht genannt. Der erneute Gipfel mit Trump ist für kommenden Mittwoch und Donnerstag in der vietnamesischen Hauptstadt geplant. Im Juni vergangenen Jahres hatten sich Kim und Trump erstmals in Singapur getroffen.
    VfB Stuttgart spielt unentschieden gegen Werder Bremen
    Der VfB Stuttgart muss weiter auf den ersten Sieg im Jahr 2019 warten. Der Schwabenclub hat mit dem 1:1 bei Werder Bremen aber zumindest ein Lebenszeichen im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gesendet. Steven Zuber erzielte bereits nach 61 Sekunden die Führung für Stuttgart, Davy Klaassen gelang kurz vor der Pause der Ausgleich für Bremen. Dank der couragierten Leistung bei den ambitionierten Norddeutschen darf auch VfB-Coach Markus Weinzierl seinen Trainerposten erst einmal behalten.
    6 min
  • 22.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Unionspolitiker distanzieren sich von Ungarns Regierungschef Orban
    Drei Monate vor der Europawahl rücken führende Unionsvertreter von der ungarischen Fidesz-Partei ab. Der CSU-Politiker Manfred Weber sagte der "Süddeutschen Zeitung", Fidesz-Chef Viktor Orban entferne sich mit seinen Angriffen auf die EU-Migrationspolitik immer weiter von der Europäischen Volkspartei (EVP). Ähnlich äußerte sich die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer. Die EVP mit ihrem Spitzenkandidaten Weber stellt im EU-Parlament derzeit die stärkste Fraktion. Sie setzt sich aus mehreren europäischen Parteien zusammen, darunter CDU, CSU und Fidesz.
    Bericht: Deutlich mehr Abschiebungen in Maghreb-Länder
    Die Zahl der Abschiebungen in die Maghreb-Staaten hat sich im Vorjahr einem Medienbericht zufolge stark erhöht. Die Zahl sei im Vergleich zu 2017 um 35 Prozent auf 1873 gestiegen, berichtet die Zeitung "Rheinische Post" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Im Vergleich zu 2015 habe sich die Zahl der Rückführungen dorthin fast vervierzehnfacht. Die Bundesregierung will Algerien, Marokko und Tunesien sowie Georgien zu sicheren Herkunftsstaaten erklären, um Asylverfahren und Abschiebungen zu beschleunigen. Vor einer Woche vertagte der Bundesrat die Vorlage wegen des Widerstands der Grünen.
    Bundestag stimmt für Reform des Werbeverbots für Abtreibungen
    Schwangere sollen in Deutschland künftig leichter herausfinden können, welche Ärzte Abtreibungen durchführen. Das hat der Bundestag mit einer Reform des sogenannten Werbeverbots für Abtreibungen beschlossen. Die Reform des Strafrechtsparagrafen 219a sieht vor, dass Ärzte, Krankenhäuser und weitere Einrichtungen darüber informieren dürfen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Das war ihnen bislang verboten. Nach der Verurteilung einer Ärztin im November 2017 entbrannte eine in Gesellschaft und Politik hitzig geführte Debatte über eine Änderung des Paragrafen.
    Trotz Truppenabzug bleiben US-Soldaten in Syrien
    Nach dem Truppenabzug der USA aus Syrien sollen rund 200 US-amerikanische Soldaten in dem Bürgerkriegsland bleiben. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, sagte, die Soldaten blieben zur "Friedenssicherung" noch für eine gewisse Zeit in Syrien. US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember überraschend angekündigt, alle 2000 Soldaten würden aus Syrien abgezogen. Nach Ansicht von Trump ist die Terrormiliz "Islamischer Staat" besiegt und damit das Ziel des US-Einsatzes erreicht. Sowohl verbündete Staaten als auch Vertreter der Republikaner halten einen vollständigen Abzug für verfrüht.
    Kasachische Regierung entlassen
    Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew hat die Regierung seines Landes wegen schlechter Arbeit entlassen. Nach Angaben des Präsidialamtes in der Hauptstadt Astana unterschrieb der 78-Jährige ein entsprechendes Dekret. Nasarbajew warf der Regierung demnach Versagen und Unfähigkeit in der Wirtschaftspolitik vor. Trotz vieler Gesetze habe sich die Konjunktur nicht positiv entwickelt. Er werde in Kürze "eine Reihe von Maßnahmen" vorschlagen, um das Sozialwesen zu stärken und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Nasarbajew regiert Kasachstan seit mehr als 25 Jahren.
    Rakete mit erster israelischer Mondsonde gestartet
    Israel hat erstmals eine Raumsonde zum Mond geschickt. Die kleine Sonde Beresheet begann ihre siebenwöchige Reise vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida mit einer Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX. Beresheet ist der hebräische Name des 1. Buch Mose in der Bibel. An Bord soll eine Zeitkapsel mit hunderten digitalen Dateien sein, darunter eine digitale hebräische Bibel. Bei einer erfolgreichen Landung wäre Beresheet das erste privat finanzierte Raumschiff, das die Oberfläche eines anderen Himmelskörpers erreicht. Die Mission kostet 100 Millionen Dollar.
    Europa League: Frankfurt weiter, Leverkusen ausgeschieden
    Die Ergebnisse in der Europa League sorgen bei Fans des deutschen Fußballs für gemischte Gefühle. Erstmals seit 24 Jahren zieht Eintracht Frankfurt wieder in ein Achtelfinale eines internationalen Wettbewerbs ein. Die Frankfurter besiegten den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk mit 4:1. Aus der Europa League ausgeschieden ist aufgrund der Auswärtstorregel dagegen Bayer Leverkusen. Die Mannschaft erreichte im Rückspiel der Zwischenrunde gegen FK Krasnodar aus Russland nur ein 1:1-Unentschieden. Die Achtelfinalpaarungen werden an diesem Freitag ausgelost.
    10 min
  • 21.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gipfel zu Missbrauch in katholischer Kirche beginnt
    Nach Jahrzehnten voller Skandale beginnt im Vatikan an diesem Donnerstag eine internationale Konferenz gegen sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche. Auf Einladung von Papst Franziskus beraten unter anderem die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen, wie die lange vertuschte sexualisierte Gewalt an Kindern künftig zu verhindern ist. Unter den Teilnehmern sind auch Missbrauchsopfer aus allen Kontinenten. Am Sonntag will Papst Franziskus die Ergebnisse in einer Grundsatzrede zusammenfassen. Es ist das erste internationale Gipfeltreffen zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche.
    Britische Minister drohen May mit Rebellion
    Mehrere britische Minister wollen der Regierungschefin Theresa May einem Zeitungsbericht zufolge im Parlament die Gefolgschaft verweigern, wenn sie nicht einer Brexit-Verschiebung zustimmt. So hätten prominente Kabinettsmitglieder wie Arbeitsministerin Amber Rudd, Justizminister David Gauke und Wirtschaftsminister Greg Clark May aufgefordert, den für Ende März geplanten Austritt des Landes aus der EU zu verschieben und damit die Möglichkeit eines "No-Deal"-Brexits vom Tisch zu nehmen. Andernfalls würden sie mit 20 weiteren Abgeordneten für eine Initiative der oppositionellen Labour-Patei stimmen.
    USA wollen geläuterte IS-Anhängerin nicht aufnehmen
    Die USA verweigern einer in Syrien inhaftierten IS-Anhängerin die Rückkehr in die Vereinigten Staaten. Außenminister Mike Pompeo erklärte, die 24-jährige Hoda Muthana sei keine US-Bürgerin. Laut ihrem Anwalt wurde Muthana aber in den USA geboren und besitzt die Staatsbürgerschaft. Die Frau war nach eigenen Angaben 2014 nach Syrien zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gereist. Inzwischen bereue sie, die Islamisten unterstützt zu haben. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende europäische Staaten aufgefordert, ihre Staatsbürger aus Syrien zurückzunehmen und vor Gericht zu stellen.
    Starke Konkurrenz für Israels Regierungschef Netanjahu bei Neuwahlen
    Vor den vorgezogenen Parlamentswahlen in Israel haben die beiden wichtigsten Herausforderer von Regierungschef Benjamin Netanjahu ein Bündnis geschmiedet. Ex-Generalstabschef Benny Gantz und der Zentrumspolitiker Jair Lapid kündigten die Bildung einer gemeinsamen Liste an. Im Falle eines Erfolgs bei der Wahl am 9. April wollen sie sich demnach als Regierungschefs abwechseln. Netanjahu steht wegen Korruptionsvorwürfen stark unter Druck. Benny Gantz hatte im Dezember seine Partei "Widerstandskraft für Israel" gegründet, die in Umfragen auf den zweiten Platz vorrückte.
    Viele Tote bei Feuer in Altstadt von Dhaka
    Bei einem Großbrand in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka sind mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr mitteilte, wird nach weiteren Opfern gesucht. Mindestens 50 Menschen kamen ins Krankenhaus. Das Feuer sei am Mittwochabend im Erdgeschoss eines vierstöckigen Gebäudes in der Altstadt Dhakas ausgebrochen, bevor es sich auf benachbarte Häuser ausbreitete. Offiziellen Angaben zufolge wurden in den Wohnhäusern auch Chemieprodukte gelagert. Inzwischen ist der Brand weitgehend unter Kontrolle. Die Ursache ist noch nicht geklärt.
    7 min
  • 20.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Juncker will Ungarns Regierungspartei aus EVP werfen lassen
    Als Reaktion auf eine Plakatkampagne hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker den Ausschluss der ungarischen Regierungspartei Fidesz aus der Fraktion der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) im EU-Parlament gefordert. Die Partei von Ministerpräsident Viktor Orban vertrete keinerlei christdemokratische Werte, sagte Juncker. Die Plakate in Ungarn zeigen Juncker und den ungarischstämmigen Milliardär George Soros. Die nationalkonservative Fidesz wirft ihnen vor, die Rechte der EU-Mitgliedsländer zur Grenzverteidigung zu schwächen und Einwanderung zu erleichtern.
    Tausende protestieren in Frankreich gegen Antisemitismus
    Tausende Menschen haben in ganz Frankreich gegen Antisemitismus protestiert. An der Kundgebung in Paris nahmen auch Premierminister Edouard Philippe sowie mehr als die Hälfte der Kabinettsmitglieder teil. Präsident Emmanuel Macron kündigte bei einem Besuch im elsässischen Quatzenheim neue Gesetze im Kampf gegen den Judenhass an. Auf dem dortigen jüdischen Friedhof hatten Unbekannte knapp hundert Gräber geschändet. In Frankreich ist die Zahl der antisemitischen Straftaten im vergangenen Jahr um 74 Prozent gestiegen.
    Venezuela schließt noch eine Grenze
    Venezuela hat laut Medienberichten den Luft- und Seeweg zu den niederländischen Karibikinseln Curaçao, Aruba und Bonaire geschlossen. Curaçao war zuletzt als möglicher Ausgangspunkt für Hilfslieferungen nach Venezuela im Gespräch. Lkw mit Hilfsgütern stehen auch in Kolumbien bereit. Venezuelas amtierender Staatschef Nicolás Maduro lehnt Hilfslieferungen ab, weil er sie für einen Vorwand für eine militärische Intervention hält. Verteidigungsminister Vladimir Padrino betonte, die Streitkräfte seien in Alarmbereitschaft, um "die territoriale Integrität" Venezuelas zu schützen.
    Trump gründet Weltraumarmee
    US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret zur Schaffung eigener Weltraumstreitkräfte unterzeichnet. Die sogenannte "Space Force" soll als eigenständiger sechster Arm des US-Militärs bestehen. Laut US-Verteidigungsministerium soll in den kommenden Wochen ein Gesetzesvorschlag dazu vorliegen. Russland und China sind für den US-Präsidenten scharfe Konkurrenten im All. Schon heute spielt der Weltraum in der satellitengestützten Kriegsführung eine große Rolle. Viele Abgeordnete und Pentagon-Vertreter warnen allerdings vor hohen Kosten und Bürokratie einer eigenständigen Space-Force.
    Kurden für UN-Sondergerichte für IS-Gefangene
    Die syrischen Kurden haben die Vereinten Nationen aufgerufen, in dem Bürgerkriegsland internationale Sondergerichte für inhaftierte IS-Kämpfer einzurichten. Es gebe vor Ort keine Möglichkeit, die Terroristen juristisch zu verfolgen, sagte ein Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte, SDF, der Deutschen Presse-Agentur. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Länder aufgefordert, in Syrien gefangene IS-Kämpfer zurückzunehmen und vor Gericht zu stellen. Die EU-Staaten sehen jedoch massive praktische Probleme.
    London will IS-Frau Staatsangehörigkeit entziehen
    Die britische Regierung will Medienberichten zufolge einer 19-jährigen IS-Anhängerin die Staatsbürgerschaft aberkennen und sie nicht wieder einreisen lassen. Die junge Frau will Syrien verlassen, damit ihr drittes Kind bessere Überlebenschancen hat. Zwei ihrer Babys sollen gestorben sein. Die Frau war 2015 als 15-Jährige gemeinsam mit Mitschülerinnen in die damalige IS-Hochburg Al-Rakka gereist und dort mit einem IS-Kämpfer aus den Niederlanden verheiratet worden. Sie bereue ihren Aufenthalt in Syrien nicht und liebe ihren Mann, hatte sie einer Zeitung gesagt.
    Hunt will in Berlin für Entgegenkommen bei Brexit werben
    Der britische Außenminister Jeremy Hunt will bei seinem Besuch in Berlin dafür eintreten, dass Deutschland und die EU Großbritannien in der Brexit-Frage entgegenkommen. Hunt wird an diesem Mittwoch unter anderem seinen Kollegen Heiko Maas treffen. In einer Rede vor der Konrad-Adenauer-Stiftung will er laut Redetext warnen, ein EU-Austritt seines Landes ohne Abkommen wäre wirtschaftlich wie politisch "höchst schädlich". "Wir alle müssen tun, was wir können, um sicherzustellen, dass ein solches Abkommen erzielt wird", betonte er. Großbritannien sei für die EU ein "Freund und Verbündeter".
    9 min
  • 19.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Bundesstaaten klagen gegen Trumps Notstandserklärung
    Im Streit um die Ausrufung des nationalen Notstands durch US-Präsident Donald Trump haben 16 Bundesstaaten Klage eingereicht. Trumps Vorgehen sei ein Verstoß gegen die US-Verfassung, heißt es darin. Konkret werden zwei Bestimmungen genannt, die das Gesetzgebungsverfahren und die Rolle des Kongresses bei der Verwendung öffentlicher Gelder betreffen. Trump hatte am Freitag den Notstand erklärt, um Finanzmittel für den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko beschaffen zu können, die ihm der Kongress verweigert hatte. Trump hatte selbst mit einem Gerichtsstreit gerechnet.
    Trump warnt Militär in Venezuela
    US-Präsident Donald Trump hat der Armee Venezuelas mit schweren Konsequenzen gedroht, wenn sie den amtierenden Staatschef Nicolás Maduro weiter unterstützt. Die Soldaten würden alles verlieren, sagte Trump. Die USA wollten einen friedlichen Machtwechsel, aber alle Optionen seien offen. Die US-Regierung unterstützt den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó im Machtkampf mit Maduro. Venezuela leidet seit langem unter einer schweren Versorgungskrise. Derzeit stehen Lkw mit Hilfsgütern an der Grenze bereit. Maduro hält die humanitäre Hilfe aber für einen Vorwand für eine Militärintervention und lässt sie nicht passieren.
    Bolsonaro feuert Minister nach Betrugsvorwürfen
    Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro hat seinen Vertrauten Gustavo Bebianno als Minister im Präsidentenpalast entlassen. Als Gründe für den Rauswurf nannte der Präsident "unterschiedliche Ansichten zu wichtigen Themen" sowie "Missverständnisse". Bebianno war früher Chef von Bolsonaros ultrarechter Partei PSL und einer der Hauptverantwortlichen für den Wahlkampf. Nach dem Amtsantritt Bolsonaros wurden Vorwürfe laut, die PSL habe Scheinkandidaten aufgestellt, um staatliche Wahlkampfhilfe zu veruntreuen. Zum Nachfolger Bebiannos wurde der Ex-General Floriano Peixoto ernannt.
    Fünf-Sterne-Basis lehnt Prozess gegen Salvini ab
    Die Mitglieder der Fünf-Sterne-Bewegung wollen nicht, dass Italiens Innenminister Matteo Salvini vor Gericht gestellt wird. Salvini ist Chef der Koalitionspartei Lega. Ihm wird Freiheitsberaubung vorgeworfen, weil er im vergangenen Jahr 177 Flüchtlingen tagelang verboten hatte, an Land zu gehen. Der Prozess kann nur stattfinden, wenn die Fünf-Sterne-Bewegung der Aufhebung von Salvinis Immunität zustimmt. Bei einer Onlineabstimmung sprachen sich 59 Prozent der Mitglieder dagegen aus. In der Opposition hatten die Sterne die Immunität von Politikern stets scharf kritisiert.
    Erneut Afghanen aus Deutschland nach Kabul abgeschoben
    In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein weiterer Abschiebeflug mit 38 Afghanen aus Deutschland eingetroffen. Es war die 21. Sammelabschiebung seit dem ersten Flug im Dezember 2016. Bei den bisherigen 20 Abschiebungen hatten Bund und Länder 474 Männer nach Afghanistan zurückgebracht. Die Abschiebungen sind umstritten, weil die Sicherheitslage in Afghanistan weiter angespannt ist. Der Krieg gegen die radikalislamischen Taliban und die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) fordert täglich zivile Opfer.
    Über 200 Jahre Haft für Regimekritiker in Nicaragua
    Ein nicaraguanisches Gericht hat einen Anführer der Bauern zu 216 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht befand den Oppositionellen des Terrorismus, des Mordes und der organisierten Kriminalität für schuldig. Er soll gemeinsam mit zwei Mitangeklagten an einem Anschlag beteiligt gewesen sein, bei dem fünf Menschen getötet wurden. Die beiden Mitangeklagten erhielten Haftstrafen von 210 und 159 Jahren. Der Bauernführer war an den gescheiterten Friedensgesprächen zwischen dem autoritär regierenden Präsidenten Daniel Ortega und der Opposition beteiligt, die im vergangenen Jahr stattfanden.
    7 min
  • 18.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Handelsministerium legt Bericht zu Autozöllen vor
    Das US-Handelsministerium hat seinen Prüfbericht über die Bedrohung der nationalen Sicherheit durch Auto-Importe an US-Präsident Donald Trump überreicht. Eine Ministeriumssprecherin sagte, Details des Berichts würden nicht veröffentlicht. Trump hat nun 90 Tage Zeit, um auf dieser Basis zu entscheiden, ob er Zölle von bis zu 25 Prozent auf Auto-Einfuhren verhängt. Die US-Autobranche erklärte, solche Zölle dürften die Autopreise um Tausende Dollar nach oben treiben und Hunderttausende Stellen in den USA kosten. Die EU droht für den Fall von Strafzöllen mit Gegenmaßnahmen.
    Maas: Rücknahme von IS-Kämpfern schwer realisierbar
    Die Bundesregierung hat skeptisch auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump reagiert, ausländischen Kämpfern der IS-Terrormiliz in ihrer Heimat den Prozess zu machen. Bundesaußenminister Heiko Maas hält die Rücknahme der Milizionäre für schwer realisierbar. Er sieht schon bei der Überprüfung der Staatsangehörigkeit und der Beschaffung von Informationen für die Einleitung von Ermittlungsverfahren Probleme. Eine Rückkehr sei nur möglich, wenn sichergestellt sei, dass deutsche IS-Kämpfer hier sofort vor Gericht und in Untersuchungshaft kommen, sagte Maas in der ARD.
    Venezolanische Regierung verweigert fünf Europaabgeordneten die Einreise
    Fünf Europaabgeordnete, die der Parlamentspräsident und selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó eingeladen hat, dürfen nicht in Venezuela einreisen. "Wir werden ausgewiesen", sagte der spanische EU-Parlamentarier Esteban González Pons am Flughafen der Hauptstadt Caracas. Die Pässe seien eingezogen worden. Das Außenministerium erklärte, die Abgeordneten der christdemokratischen Europäischen Volkspartei hätten das Land mit "konspirativen Zielen" besuchen wollen und sollten weitere "Provokationen" unterlassen. Das Parlament hatte Guaidó im Januar als Übergangspräsident anerkannt.
    Kriegsparteien im Jemen einig über Truppenabzug aus Hudaida
    Die jemenitische Regierung und Vertreter der schiitischen Huthi-Rebellen haben sich auf die erste Phase eines Truppenabzugs aus der Hafenstadt Hudaida und den Häfen Salif und Ras Isa verständigt. Es handele sich um einen bedeutenden Fortschritt, teilten die Vereinten Nationen mit. Der Zugang zum Hafen von Hudaida ist für die Versorgung der hungernden Bevölkerung des Bürgerkriegslandes von zentraler Bedeutung. Der Abzug der Kämpfer beider Konfliktparteien aus der Stadt ist ein Kernpunkt der im Dezember in Schweden vereinbarten Waffenruhe, deren Umsetzung bislang aber scheiterte.
    Bundeswehr in Mali versehentlich beschossen
    Die malische Armee hat offenbar versehentlich einen Bundeswehrkonvoi der UN-Schutzmission Minusma beschossen. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos waren die deutschen Soldaten ausgerückt, um ein Fahrzeug der an Minusma beteiligten belgischen Streitkräfte zu bergen. Dabei wurde der Konvoi angegriffen. Die Bundeswehr erwiderte das Feuer und verletzte einen malischen Soldaten. Deutsche oder belgische Soldaten kamen nicht zu Schaden. Es soll nun untersucht werden, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte. Die Bundeswehr und die malische Armee arbeiten im Rahmen der UN-Schutzmission zusammen.
    Saudis schließen mit Pakistan Milliarden-Deals
    Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hat in Pakistan Verträge über Investitionsvorhaben im Volumen von umgerechnet knapp 18 Milliarden Euro unterzeichnet. Nach einem Treffen mit Regierungschef Imran Kahn sagte der Kronprinz, das sei erst der Anfang einer engeren wirtschaftlichen Verbindung der beiden historischen Verbündeten. Größtes Einzelprojekt ist der Bau einer riesigen Raffinerie- und Petrochemie-Anlage in der Küstenstadt Gwadar. Der Kronprinz ist mit einer Entourage von 1000 Personen unterwegs. Nächste Ziele seiner Asienreise sind Indien und China.
    Israel kürzt Gelder für palästinensiche Autonomiebehörde
    Israel will umgerechnet 122 Millionen Euro einbehalten, die eigentlich an die palästinensische Autonomiebehörde weitergeleitet werden sollten. Nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in Jerusalem hieß es, die Palästinenserführung habe 2018 Attentäter oder deren Hinterbliebene mit Zahlungen in dieser Höhe unterstützt. Israel sammelt für die Palästinenser bestimmte Steuern und Zölle ein und leitet sie in der Regel weiter. Die Palästinenser sehen in der aktuellen Blockade einen Bruch bestehender Vereinbarungen. Sie bestreiten außerdem, dass es sich bei allen Empfängern um Attentäter handelt.
    10 min
  • 16.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wahl in Nigeria überraschend um eine Woche verschoben
    Die Präsidentschaftswahl in Nigeria ist von der Wahlkommission wenige Stunden vor der zunächst vorgesehenen Öffnung der Wahllokale um eine Woche auf den 23. Februar verschoben worden. Es sei nicht möglich, an diesem Samstag einen freien, fairen und glaubwürdigen Urnengang zu garantieren, sagte der Leiter der Wahlkommission nach einer nächtlichen Krisensitzung. Als Grund nannte er logistische Probleme. Zuvor hatte es gegen die Regierungspartei APC und die oppositionelle PDP Wahlbetrugsvorwürfe gegeben. Beide Parteien sollen versucht haben, massenweise Wahlbenachrichtigungen aufzukaufen.
    US-Demokraten kritisieren Trumps Notstandserklärung als Verfassungsbruch
    Nachdem US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand erklärt hat, um an Geld für sein Prestigeprojekt, die Grenzmauer zu Mexiko, zu kommen, gehen die Demokraten von einem Verfassungsbruch aus. Es handele sich um eine Notstandserklärung "ohne legitimen Grund", hieß es in Washington. Mehrere von Demokraten regierte US-Bundesstaaten kündigten Klage vor dem Obersten Gericht an. Durch die Notstandserklärung will Trump Geld aus anderen Töpfen - vor allem aus dem Budget des Verteidigungsministeriums - umwidmen und so acht Milliarden Dollar für den Bau von Grenzsicherungsanlagen zusammentragen.
    Paris und Rom nach diplomatischem Streit auf Versöhnungskurs
    Nach diplomatischen Verwerfungen zwischen Italien und Frankreich stehen die Zeichen auf Entspannung. Präsident Emmanuel Macron will seinen italienischen Amtskollegen Sergio Mattarella treffen. Die Einladung zu einem Staatsbesuch sei vom nach Rom zurückgekehrten Botschafter überbracht worden, teilte der Elyséepalast mit. Paris hatte den Botschafter vergangene Woche für Gespräche zurückbeordert - ein bislang beispielloser Vorgang unter EU-Mitgliedern. Vorausgegangen waren wiederholte Provokationen von führenden Vertretern der populistischen italienischen Regierung gegen Macrons Politik.
    IWF-Chefin und Scholz halten China intransparente Kreditvergabe vor
    Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, und der deutsche Finanzminister warnen vor einer massiven Verschuldung vieler Entwicklungsländer durch chinesische Kredite. Möglicherweise werde die nächste Finanzkrise genau dadurch ausgelöst, sagte Olaf Scholz auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Beide forderten Peking auf, dem "Pariser Klub" beizutreten, der Regeln für die Vergabe von Krediten und Umschuldungen vorsieht. Chinas Führung wird vorgeworfen, Entwicklungsländer durch Kredite für den Ausbau großer Infrastrukturprojekte in finanzielle Abhängigkeit zu bringen.
    Bayern besiegt Augsburg
    Die Auftaktbegegnung des 22. Spieltages der Fußballbundesliga hat Bayern München 3 zu 2 gegen den FC Augsburg gewonnen. Mit dem hart umkämpften Auswärtssieg haben die Bayern den Abstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund auf zwei Punkte verkürzt. Zumindest bis Montag, dann spielt Dortmund gegen den 1. FC Nürnberg.
    6 min

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