Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Pakistan meldet Abschuss indischer Kampfflieger über Kaschmir-Region
Einen Tag nach den indischen Luftangriffen in Pakistan haben pakistanische Kampfflugzeuge nach Militärangaben zwei indische Flugzeuge abgeschossen. Die beiden Flugzeuge seien in den pakistanischen Luftraum über der umstrittenen Kaschmir-Region eingedrungen, teilte der pakistanische Militärsprecher Asif Ghafoor mit. Am Dienstag hatte Indien nach eigenen Angaben ein Lager der Islamisten-Gruppe Jaish-e-Mohammed in Pakistan angegriffen. Kämpfer der Gruppe sollen zuvor Anschläge im indischen Kaschmir verübt haben. Indien und Pakistan beanspruchen Kaschmir jeweils für sich.
Irans Präsident Rohani will seinen Außenminister nicht gehen lassen
Irans Präsident Hassan Rohani hat das Rücktrittsgesuch von Außenminister Mohammed Dschawad Sarif abgelehnt. Sarifs Rücktritt sei nicht im "Interesse des Landes" und er stimme ihm daher nicht zu, schrieb Ruhani in einem Brief an Sarif, der auf der Internetseite der Regierung veröffentlicht wurde. Sarif, der einer der Architekten des internationalen Atomabkommens ist, hatte am Dienstag seinen Rücktritt eingereicht.
US-Präsident Trump verspricht Nordkorea Wohlstand
US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea vor seinem Treffen mit Staatschef Kim Jong Un wirtschaftliche Entwicklung in Aussicht gestellt. Nordkorea könne einen ähnlichen Wohlstand wie das Gastgeberland Vietnam erreichen, wenn es auf sein Atomprogramm verzichte, twitterte Trump. Vor dem Gipfeltreffen mit Kim kam Trump mit dem vietnamesischen Präsidenten Nguyen Phu Trong zusammen. Am Rande des Treffens bestellten vietnamesische Unternehmen 100 Flugzeuge des US-Konzerns Boeing. Das Gipfeltreffen von Trump und Kim in Hanoi beginnt an diesem Mittwoch mit einem gemeinsamen Abendessen.
Kein Wodka für Kim
Niederländische Zollfahnder haben 90.000 Flaschen russischen Wodka auf dem Weg nach Nordkorea sichergestellt. Die illegale Fracht sei auf einem Schiff des chinesischen Unternehmens Cosco Shipping in Rotterdam entdeckt worden, sagte ein Zoll-Sprecher. Der Wodka-Export fällt unter die UN-Sanktionen gegen Nordkorea. Wie die Zeitung Algemeen Dagblad berichtete, war die hochprozentige Großlieferung direkt für den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un bestimmt. Die nordkoreanische Bevölkerung leidet seit Jahren unter Lebensmittelknappheit.
Deutsche Waffen im Jemen-Konflikt
Deutsche Waffen spielen im Jemen-Krieg nach dem Bericht eines Rechercheteams eine weitaus größere Rolle als bislang bekannt. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien benutzten deutsche Rüstungstechnologie für Einsätze in dem Bürgerkriegsland, berichtet das Recherchebündnis GermanArms. Das Bündnis, an dem auch die Deutsche Welle beteiligt ist, hatte durch die Analyse von Video- und Satellitenbildern deutsche Waffensysteme im Jemen lokalisiert. Die Bundesregierung hatte zuvor versichert, dass keine Erkenntnisse zum Einsatz deutscher Rüstungstechnologie im Jemen-Krieg vorlägen.
US-Repräsentantenhaus lehnt Trumps Mauer-Notstand ab
Das US-Repräsentantenhaus hat mit 245 zu 182 Stimmen gegen den von Präsident Donald Trump ausgerufenen Notstand zum Bau einer Grenzmauer votiert. Auch 13 Abgeordnete von Trumps Republikanern stimmten für den Text. Um den Notstand tatsächlich zu beenden, ist auch ein Beschluss des Senats erforderlich. Trump hatte den Notstand am 15. Februar ausgerufen, nachdem ihm der Kongress die Finanzmittel für den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko verweigert hatte. Er will die Milliardensummen unter Umgehung des Parlaments aus bereits bestehenden Haushaltsposten abzweigen.
Buhari bleibt Präsident Nigerias
Bei der Präsidentschaftswahl in Nigeria hat Amtsinhaber Muhammadu Buhari die Abstimmung für sich entschieden. Mit 56 Prozent der Stimmen lag er deutlich vor seinem Herausforderer Atiku Abubakar, der 41 Prozent bekam. Vor den Wahlen vom Samstag war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem 76-jährigen Buhari und dem früheren Vize-Präsidenten Abubakar vorausgesagt worden. Buhari ist seit 2015 an der Macht. Überschattet wurde die Wahl von gewaltsamen Zwischenfällen mit zahlreichen Toten.
Australischer Kardinal Pell in Gewahrsam genommen
Nach seiner Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen ist der Ex-Finanzchef des Vatikans, George Pell, verhaftet worden. Ein Gericht in Melbourne ordnete an, dass der australische Kardinal in Gewahrsam genommen wird. Der 77-Jährige erhielt keine Haftverschonung wegen seines Alters oder Gesundheitszustands. Pell war in erster Instanz für schuldig befunden worden, sich in den 1990er Jahren als Erzbischof an zwei 13-jährigen Jungen vergangen zu haben. Das Gericht muss noch das Strafmaß festlegen. Pell drohen bis zu 50 Jahre Haft. Der Kardinal bestreitet alle Vorwürfe.